Englische Panzer rollen in die Tank-Schlacht von Cambrai

Jahr 1917


Die Situation an den Fronten im Jahr 1917.

U-Boote heraus
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 31. Januar 1917: Seekrieg Deutschland: Die Regierung teilt der US-Regierung mit, dass 'sie kein
Ein U-Boot läuft aus,
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 1. Februar 1917: Seekrieg DEUTSCHLAND BEGINNT MIT DEM ENDGÜLTIGEN, UNEINGESCHRÄNKTEN U-BOOT-KRIEG: 105 U-Boote stehen
Ananas mit allem !
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 2. Februar 1917: Heinatfronten Großbritannien: Die Lebensmittel-Kontrolleure appellieren für eine freiwillige wöchentliche Rationierung (Der
Inneren eines deutschen U-Bootes
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 3. Februar 1917: Seekrieg Östlicher Atlantik: U 53 versenkt den US-Getreidefrachter Housatonic vor den
Abschnitt der Siegfried-Linie
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 4. Februar 1917: Westfront Deutschland: DER KAISER UNTERZEICHNET DEN BEFEHL FÜR DE RÜCKZUG ZUR
credito italiano
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 5. Februar 1917: Heimatfronten Großbritannien: Die National Service Volunteer (Freiwilliger Landesdienst)-Regelung beginnt mit der
Frauenarbeit deutsche Waffenfabrik
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 6. Februar 1917: Heimatfronten Deutschland: Ludendorff befiehlt den Bau aller neuen Fabriken (mit Ausnahme
Russische Arbeiter erheben sich
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 7. Februar 1917: Heimatfronten Russland: 125.000 Menschen nehmen in Moskau und Petrograd an politischen
Russen durchsuchen die Überreste einer deutschen Kolonne
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 7. Februar 1942: Ostfront Mittelabschnitt: Heftige Kämpfe in den Vororten von Rschew, 209 km
Schlachtkreuzer 'Hood' 1920
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 8. Februar 1917: Seekrieg Adria: Großadmiral Baron Anton von Haus, Oberbefehlshaber der österreich-ungarischen Flotte,
Unternehmen Alberich
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 9. Februar 1917: Westfront Maas: Französische Truppen wehren deutsche Angriffe ab. Somme - Unternehmen
Batterie britischer 60-Pfünder-Geschütze
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 10. Februar 1917: Naher Osten Mesopotamien: Eine britische 60-Pfünder-Batterie setzt der türkischen Shumran-Brücke auf
D.F.W. Typ C.V
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 11. Februar 1917: Luftkrieg Westfront - Erstes erfolgreicher Nachtkampf zwischen Flugzeugen: Die deutschen Flieger
Kailser Wilhelm II. von Deutschland (links) und Kaiser Karl I. von Österreich-Ungarn (rechts
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 12. Februar 1917: Politik Österreich-Ungarn: Kaiser Karl trifft Kaiser Wilhelm II. In Wien und
Tänzerin Mata Hari
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 13. Februar 1917: Heimatfronten Frankreich: Mata Hari wird in Paris verhaftet. Westfront Artois: Britischer
Bernstorff, der 'gute Deutsche'
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 14. Februar 1917: Neutrale USA: Der deutsche Botschafter Bernstorff verlässt das Land per Schiff
Körperpanzerschutz für den Grabenkrieg
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 15. Februar 1917: Westfront Flandern: Deutsche Grabenüberfälle in der Nähe von Laos, westlich von
Kriegsversehrte erlernen neue Arbeit
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freiatag den 16. Februar 1917: Westfront Frankreich: Nivelle besucht Haig in Montreuil, letzterem ist nicht bewusst,
Trupp eines Arbeits-Bataillon des BEF
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 17. Februar 1917: Westfront Somme: 3 Divisionen der Fünften Armee des BEF gewinnen unter
britische Arbeitsgruppe mit Schaufeln
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 18. Februar 1917: Westfront Somme: Britische Truppen wehren einen deutschen Angriff auf ihre neuen
Das entschlüsselte Zimmermann-Telegramm
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 19. Februar 1917: Geheimkrieg Großbritannien: Room 40 der Royal Navy entschlüsselt das Zimmermann-Telegramm mit
Spenden für Kriegswaisen
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 20. Februar 1917: Geheimkrieg Österreich-Ungarn: Eine Note lädt Prinz Sixtus nach Wien für Friedensgespräche
Posten am Ausgang eines Gletscherstollens
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 21. Februar 1917: Südfronten Trentino: Italienische Artillerie zerstört den österreich-ungarischen Eisenbahnendpunkt bei Tarvis. Mazedonien:
FT-17
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 22. Februar 1917: Heimatfronten Frankreich: 150 leichte Panzer Renault FT-17 werden bestellt. Südfronten Isonzo:
Könglich-Irisches Regiment in Mesopotamien
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 23. Februar 1917: Naher Osten Mesopotamien - Hauptüberquerung des Tigris: Die 14. Indische Division
Britische Soldaten marschieren in Kut ein
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 24. Februar 1917: Naher Osten Mesopotamien: Die türkischen Truppen verlassen Kut, ziehen sich nach
Herzog Albrecht von Württemberg
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 25. Februar 1917: Westfront Frankreich: Ministerpräsident Briand schlägt vor: 'Um die Einheit des Kommandos
britische 13-Pfünder Fla-Kanone
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 26. Februar 1917: Luftkrieg Mazedonien: 20 Flugzeuge von KG 1 (überführt aus Bukarest) fliegen
Browning M1917 Maschinengewehr
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 27. Februar 1917: Neutrale USA: John M. Browning führt sein neues kurzes, wassergekühltes Maschinengewehr
Frauen transportieren Rohlinge für 15-cm-Granaten
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 28. Februar 1917: Heimatfronten Deutschland: Nur 60.000 Freiwillige (hauptsächlich Frauen) anstelle von 200.000 erhofften

Englische Panzer rollen in die Tank-Schlacht von Cambrai
Englische Panzer rollen in die Tank-Schlacht von Cambrai am 20. November 1917.
Während dieses ‘Jahres der Agonie’, in dem in so vieler Weise die moderne Welt begann, wie wir sie kennen, hat Russland die absolute Monarchie abgeschüttelt, zwei Revolutionen über sich ergehen lassen und sich sanft einem deutsch-österreich-ungarischen ‘Friedensdiktat’ unterworfen.

Die britische Armee verblutete in Flandern und die U-Boote wüteten unter den britischen Handelsschiffen, während die französische Armee von Meutereien und Defätismus überzogen wurde.
In Deutschland verursachte der zunehmende schwere Nahrungsmittelmangel Aufstände und Streiks, während es in der blockierten Hochseeflotte zu Streiks kam.
Österreich-Ungarn erlebte nahezu eine Hungersnot und die ersten, ernsten Unruhen unter seinen beherrschten Völkerschaften.
Am schlimmsten traf es jedoch Italien, welches nahezu durch einen tödlichen Schlag aus dem Krieg geworfen wurde.
Und in Ostafrika ging die letzte Kolonie Deutschland verloren, wenn auch der unbezwingbare Lettow-Vorbeck seine verbliebene Truppe in das portugiesische Mosambik führte und dadurch den Widerstand auf diesem Nebenkriegsschauplatz für ein weiteres Jahr verlängern konnte.

Der Krieg war zu einer immer mehr anwachsenden, allumfassenden Belagerung für die Völker geworden, in der Kampffront und Heimatfront in einer einzigen, unteilbaren Tortur verschmolzen.
Die Alliierten machten den Arabern und den Juden widersprüchliche Versprechungen zu ihrer Unabhängigkeit, als die Türken Bagdad und Jerusalem an die britischen Armeen verloren.

Das einzige, davon unabhängige Ereignis, welches letztlich aus freien Willen und nicht durch Notwendigkeiten erzwungen wurde und zum entscheidenden Faktor werden sollte, war jedoch Amerikas Kriegserklärung an Deutschland.

Die schweren Verluste, welche während der Schlacht an der Somme eingetreten waren, hatten das deutsche Oberkommando dazu veranlasst, die zu weit vorgeschobenen Stellungen in Frankreich aufzugeben und sich auf eine neue, stark befestigte Verteidigungslinie zurückzuziehen, welche mit begrenzten Kräften gehalten werden konnte. In der Zwischenzeit konnten die Deutschen Russland den endgültigen Schlag versetzen.
Diese ‘Hindenburg’- (oder auch ‘Siegfried’-) Linie wurde während des Winters 1916/1917 erbaut. Genauer gesagt war diese ‘Linie’ eine komplexe Anlage mit Schützengräben, Betonunterständen, Geschützstellungen und Stacheldraht, welcher ‘Rasiermesser’ genannt wurde.
Dahinter wurden noch die ‘Hunding’- und ‘Brunhilde’-Linien errichtet, welche 1918 fertiggestellt wurden. Deutschlands Propagandisten verkündeten lauthals, dass dieses Stellungssystem ‘uneinnehmbar’ wäre, um der zunehmenden Kriegsmüdigkeit der unterernährten deutschen Bevölkerung entgegenzuwirken.
Ludendorff vertrat die Meinung, dass diese Linie gehalten werden könnte, bis der uneingeschränkte U-Boot-Krieg die Engländer zu Sinnen gebracht haben würde – oder besser, auf ihre Knie.

Anfang 1917 zogen sich deutsche Truppen in die Hindenburg-Linie zurück und führten rücksichtslose Deportationen und Zerstörungen in dem geräumten Gebiet durch. Heeresgruppen-Befehlshaber Prinz Rupprecht protestierte gegen dieses unnötige und ausufernde Vernichtungswerk und drohte zurückzutreten.
Die alliierten Offensiven im April eroberten die Vimy-Höhe, aber schreckliche französische Verluste während der übermäßig geförderten und unfähig durchgeführten Nivelle-Offensive am Aisne-Abschnitt lösten große Meutereien in der französischen Armee aus. Dank der meisterhaften Intervention von Petain wurden diese Unruhen schnell und heimlich unterdrückt.

Im Juni nahmen die Briten unter Plumer die Messines-Höhe und andere wichtige Punkte im Ypern-Frontbogen. Aber der gesuchte Erfolg ab dem 31. Juli in der Dritten Schlacht von Ypern oder Schlacht von Passchendaele, von Ypern aus nach Osten bis zu den deutschen U-Boot-Stützpunkten in Flandern durchzubrechen, brachte wenig bei schrecklich hohen Verlusten. Viele Hunderte, wenn nicht sogar tausende Soldaten des Britischen Empires sind einfach von der Bildfläche verschwunden und im bodenlosen Schlamm ertrunken.

Vielleicht hatte diese britische Offensive – wie von Haig und Robertson entschuldigend behauptet – die volle deutsche Aufmerksamkeit in einer kritischen Phase erzielt, während die zerschlagene und meuternde französische Armee sich langsam wieder erholte.
Aber bestimmt hätten ähnliche Erfolge auch mit einer besser durchdachten Strategie bei dem Verlust von weniger Menschenleben erreicht werden können, z.B. durch den schon detailliert geplanten amphibischen Angriff unter Verwendung spezieller Landungsfahrzeuge und auch Tanks auf die deutsch-besetzte belgische Küste.

Von August bis Oktober erzielten die Franzosen dann vor Verdun deutliche Geländegewinne und nahmen auch die Höhe Chemins des Dames in einer Folge von gut geplanten und begrenzt durchgeführten Angriffen.

Die Italiener hatten ihre wiederholten Offensiven gegen die österreich-ungarische Linie am Isonzo nordöstlich von Venedig fortgesetzt. Geringe Geländegewinne wurden gemacht, aber die italienischen Truppen waren ermattet. Wiederholte italienische Appelle um die Bitte von mehr anglofranzösischen schweren Geschützen waren ungehört verhallt.
Zwar erkannte der italienische Oberbefehlshaber Cadorna die drohende Gefahr einer deutsch-österreich-ungarischen Offensive, aber seine Vorsorgemaßnahmen wurden nicht von seinen dilettantischen Korpskommandeuren umgesetzt.
So boten italienische Gasmasken nur eingeschränkten Schutz und italienische Flieger waren im Allgemeinen den von der Westfront eingetroffenen deutschen Fliegern unterlegen.
Unerkannt von den Italienern war dazu heimlich eine kampfstarke deutsche Verstärkung aus sieben Divisionen von der eingeschlafenen Ostfront herangeführt worden. Ihre Truppenführer waren alle in die neuen ‘Sturmtruppen’-Infiltration-Taktik des General Hutier eingewiesen, darunter auch ein Württemberger namens Erwin Rommel.

Am 24. Oktober 1917 erfolgte der Schlag am Caporetto. Die italienische Linie brach zusammen und wurde mit dem Verlust von 320.000 Mann und 3.000 Kanonen 115 Kilometer weit zum Fluss Piave zurückgedrängt.
Elf britische und französische Divisionen mussten in aller Eile an die Piave verlegt werden und ein oberster alliierter Kriegsrat wurde gegründet, um eine einheitliche Strategie zu planen.

In dieser dunklen Stunde erfolgte für die Alliierten ein Hoffnungsschimmer durch den überraschenden, massiven britischen Panzereinsatz bei Cambrai am 20. November 1917. Zwar war der Durchbruch nur vorübergehend und bald durch deutsche Verstärkungen von der Ostfront und aus Italien beseitigt, aber das Potenzial eines massiven Tank-Einsatzes war zweifelsohne bewiesen worden. Das Ereignis wurde zur Geburtsstunde des modernen, mechanischen Krieges.

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