Hansa-Brandenburg-Aufklärungsflugzeug

Flugzeuge 1914-18

Flugzeuge im 1. Weltkrieg 1914 bis 1918

Voisin III Geschichte: Von allen Modellen (I-X) wurden von 1914 bis Kriegsende etwa 3500 Stück gebaut. Der Typ war robust
Deperdussin Geschichte: Deperdussin entwickelte drei Modelle von Aufklärern seit 1910 (Ein- und Zweisitzern). Die Firma ging durch eine Verhaftung von
Bleriot XI Geschichte: Bleriot konstruierte Flugzeuge seit 1906 und am 9.7.1909 gelang ihm zuerst der Flug über den Ärmelkanal. Zu
Farman Longhorn MF11 Geschichte: Truppenlieferung seit Juli 1913 und als Trainer im Einsatz bis 1918. Ebenfalls gebaut in England, Italien
Hawker Hart Geschichte: Seit 1928 wurden insgesamt 2897 Flugzeuge aller Modelle in Großbritannien und 270 im Ausland gebaut. Sie dienten
Fairey IIIF Geschichte: Zwischen 1926 und 1936 wurden 340 an die Marine und 215 an die RAF geliefert. Bis 1940
Armstrong Whitworth Siskin IIIA Geschichte: Von März 1927 bis März 1931 wurden 360 Jäger und 47 zweisitzige Trainer für die
Gloster Grebe II Geschichte: Nach dem Erstflug im Mai 1923 wurden 129 an die RAF geliefert. EINSITZIGER JÄGER 400-PS Armstrong
Vickers Virginia I Geschichte: Insgesamt 162 aller Versionen von 1922 bis 1932 gebaut. Obgleich schwerfällig und mit direkt angetriebenen Holzpropellern,
Vickers Vimy Mk IV Geschichte: Die Vimy gehörte zur neuen Generation von Bombern, die von England aus Berlin angreifen sollten.
Airco D.H.10 Geschichte: Truppenlieferung ab September 1918 bis 1920, wobei 220 Stück gebaut wurden. Da der Typ doppelte Bombenlast und
Sopwith Snipe 7F1 Geschichte: Serienbau ab Juni 1918 bis März 1919. Als Nachfolger für die Camel war der Jäger schnell,
Martinsyde F.4 Buzzard Geschichte: Von Mai 1918 bis März 1919 etwa 200 Stück fertiggestellt. Verzögert durch einen vom britischen Luftwaffenamt
Sopwith Dolphin 5F1 Geschichte: Truppenlieferung ab Oktober 1917 und 1532 gebaut. Der Schwerpunkt wurde mit der Dolphin auf gute Sicht
Sopwith Cuckoo Geschichte: Produziert seit 1917 und erfolgreichster britischer Torpedobomber des Krieges. TORPEDOBOMBER 220-PS-Sunbeam Arab-Motor Spannweite 14,25 m Länge 8,69
Airco D.H.9 Geschichte: Die DH9 war als Nachfolger der DH4 als Standard-Tagbomber auf schnelle Massenproduktion ausgelegt. Zudem rückte der Pilot
Airco D.H.4 Geschichte: Truppenlieferung ab März 1917. Als erstes britisches Flugzeug für die Aufgabe als Tagbomber entwickelt. Trotz einiger schwerer
Bristol F2A Geschichte: Indienststellung Dezember 1916 und 5252 Stück bis 1927 gebaut. Da der Standardaufklärer BE2 nur noch 'Fokker-Futter' war,
Sopwith Pup Geschichte: Truppenlieferung ab September 1916, 1840 Exemplare gebaut. Ein kleines, einfaches und zuverlässiges Flugzeug, welches besonders in großen
Sopwith 1 1/2-Strutter Geschichte: Erstflug im Dezember 1915, Truppenlieferung im April 1916. Das erste britische Flugzeug, welches für ein synchronisiertes
Hansa-Brandenburg-Aufklärungsflugzeug
Ein Hansa-Brandenburg-Aufklärungsflugzeug der österreich-ungarischen Luftstreitkräfte.

Etwa 19 von 20 Flugeinsätzen, die während des gesamten 1. Weltkrieges geflogen wurden, waren Aufklärungsmissionen. Es besteht kein Zweifel daran, dass solche Einsätze eine zunehmend wichtigere Rolle in diesem Konflikt spielten.
Dennoch gab es erhebliche Widerstände gegen die Einführung von Flugzeugen beim Militär vor Kriegsbeginn. Die militärische Luftfahrt steckte 1914 noch in den Kinderschuhen und viele der verantwortlichen Generäle zweifelten an ihrem Wert.

Es gab auch vergleichsweise wenige Flugzeuge im Jahre 1914. Die Luftstreitkräfte der führenden Nationen waren erst vor kurzem gegründet worden und die meisten älteren Generäle hatten wenig Ahnung von dem, für was sie zu gebrauchen waren.
Traditionell wurde die Kavallerie als Auge der Armee angesehen, aber die ersten Flugzeuge hatten sich schon bei der Aufklärung bewährt.

So spielte kurz nach Ausbruch des 1. Weltkrieges schon ein deutscher Taube-Eindecker während der Schlacht von Tannenberg an der Ostfront im August 1914 eine wichtige Rolle, als dieser die russischen Truppenbewegungen beobachtete und meldete.
So wurden derartige Flugzeuge schnell unentbehrlich, vor allem nach dem der Stellungskrieg die Kavallerie entlang der Westfront zur Unbeweglichkeit verdammte.

Danach wurden Aufklärungsflugzeuge als so wichtig erachtet, dass spezielle Jagdflugzeuge entwickelt wurden, um sie abzuschießen oder zu schützen.
Die Flugzeuge wurden auch immer fortschrittlicher. Nachdem Anfangs die Meldungen der Aufklärungsflugzeuge persönlich von der Besatzung überbracht wurden oder handschriftliche Nachrichten mit Gewichten abgeworfen wurden, gab es bald sofortige Funknachrichten über eingebaute, kleinere Funkgeräte und Fotokameras zur Aufnahme der feindlichen Stellungen und Verkehrsverbindungen.
Spätere Modelle hatten im Rumpf eingebaute Kameras und wurden von jedem überflüssigen Gewicht befreit – sogar der Bewaffnung – um höher und schneller fliegen zu können.
Bald waren Flugzeuge über jeder Front allgegenwärtig und mehr als die Hälfte der 80 Abschüsse des Roten Barons Manfred von Richthofen waren Aufklärungsflugzeuge.

Die ersten Flugzeuge waren nicht mehr als möglichst stabile Flugplattformen zur Beobachtung und mussten weder besonders schnell noch manövrierfähig sein, da es nur wenige Gefahren gab, vom Himmel geholt zu werden.
Erst die mehr und mehr aufkommenden bewaffneten Flugzeuge ab Ende 1914 und die anschließenden speziell entwickelten Jagdflugzeuge beendeten diese ‘friedlichen’ Zeiten über der Erde.
Gleichzeitig erhielten die größeren Flugzeuge, namentlich die ursprünglichen Aufklärungsflugzeuge, die ersten Bomben um feindliche Truppen oder auch ganze Städte angreifen zu können.

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