Totenkopf-Soldaten inspizieren einen KW-1


Totenkopf-Soldaten inspizieren einen KW-1

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Im Blickpunkt:
  • 3d-Modell vom Ar 234 B-2 Blitz.

    Erster Düsenbomber der Luftfahrtgeschichte Arado Ar 234 Blitz. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Arado Ar 234 Blitz Typ: erster Düsenbomber der Luftfahrtgeschichte und strahlgetriebenes Aufklärungsflugzeug. Geschichte Steigende Leistungsanforderungen führten zur Ausschreibung eines Projektes für ein strahlgetriebenes Aufklärungsflugzeug mit einer Reichweite von 2.200 Kilometern durch das Reichsluftfahrtministerium. Im Spätherbst 1940 begann die Firma Arado darauf hin mit der vorläufigen Entwicklungsarbeit unter Direktor Walter Blume. Anfang 1941 wurde die Projekt-Entwurfsphase erreicht und der E370-Entwurf wurde im Oktober 1941 fertiggestellt und dem Technischen Amt überreicht. Zusätzlich wurden weitere, viel radikalere Konzepte beigefügt, aber der verhältnismäßig konventionelle E370-Entwurf wurde angenommen und erhielt Typen-Nummer 234 der ‘8er-Serie’. Es war vorhersehbar, dass dies ein extrem sauberes und fortschrittliches Flugzeug aus einer betonten Ganzmetall-Konstruktion werden würde, mit einer glatten und bündig genieteten Außenhülle. Der konisch geformte Flügel war auf dem schlanken Rumpf angebracht und die zwei Strahltriebwerke befanden sich unter dem Flügel in Gondeln mit dem gleichen Abstand zur Mittellinie, wie dies bei einem Kolbenmotor der Fall gewesen wäre. Ganz vorne in der Nase befand sich das einsitzige Cockpit und die gesamte Nase war mit Plexiglas verkleidet. Der Pilot gelangte an Bord durch das herunterziehen einer einziehbaren Stufe auf der linken Seite, kletterte Trittstufen an der linken Seite hoch und schließlich durch eine Dachluke. Diese Luke konnte abgesprengt werden, aber es gab keinen Schleudersitz und dieser Notausstieg war eine zweifelhafte Angelegenheit. Das Cockpit selbst war jedoch geräumig, komfortabel und gut ausgelegt und mithilfe der Motoren unter Druck gesetzt. Die herausfordernde Spezifikation einer Reichweite von 2.200 Kilometern erforderte, dass nahezu der gesamte dahinter liegende Rumpfbereich mit Treibstofftanks ausgefüllt werden musste. Diese Treibstofftanks wurden durch Einlässe im oberen Rumpfbereich betankt. Alle Fluginstrumente wurden manuell bedient und waren von konventioneller Art, die Querruder waren vom Frise-Typ mit scharfer Vorderkante und die Höhenruder und Ruder hatten eine besondere Massenbilanz sowie ein kombiniertes Ausgleichsgewicht im Rumpf. Die Höhenlage des Höhenleitwerks konnte zum Trimmen durch einen großen Hebel im Cockpit geändert werden, welcher eine Schraubenzieher bewegte. Innen- und außen von den Motorengondeln befanden sich hydraulisch betätigte, einfache Klappen mit einem maximalen Winkel von 45° zur Landung. Es war vorgesehen, dass die großen Fotokameras zur Aufklärung im hinteren Rumpfteil eingebaut werden. Das einzige Merkmal, welches völlig unkonventionell war, war das Fahrwerk. Im Nachhinein gesehen sollte dies eigentlich keine Probleme bereitet haben, aber die Konstruktionsmannschaft bei Arado sah im ersten Moment keine Möglichkeit, ein normales Fahrgestell zu verwenden. Im schmalen Rumpf, voll mit Treibstoff, war kein Platz für einziehbare Haupträder, noch konnten Landeräder an den Triebwerksgondeln oder den Flügeln angebracht werden, da die hohe Position der Flügel außergewöhnlich lange Flügelräder erfordert hätte. So schlug Arado dem Reichsluftfahrtministerium mehrere unkonventionelle Möglichkeiten vor und der Stab im Ministerium wählte die ungewöhnlichste Anordnung. Beim Start saß die Ar 234 auf einem großen dreirädrigen Wagen und Landen sollte sie auf einer zentralen Kurve mit kleineren Stabilisierungs-Kufen unter den Motorgondeln. Unnötige Verzögerungen und Erprobung Für das Flugzeug wurde das Junkers 109-004A Strahltriebwerk ausgewählt. Der Bau des ersten Prototyps Ar 234 V1 begann im Frühjahr 1941 und Junkers hatte versprochen, die Triebwerke innerhalb von 10 Monaten zu liefern. Die Arbeiten am Flugzeug in der Fabrik von Arado in Warnemünde gingen schnell voran, aber die Triebwerke litten unter zahlreichen Verzögerungen und wurden nicht vor März 1942 im Flug erprobt. Das Erstaunliche daran ist, dass die gleichen Triebwerke zwar die Me 262 zwar im Juli 1942 in die Luft brachten, aber Arado erhielt kein einziges davon bis Februar 1943. So konnte die Ar 234 V1 nicht vor dem 15. Juni 1943 erstmals fliegen. Zu diesem Zeitpunkt war die Flugzeugzelle schon seit 18 Monaten fertig und Arado hatte zwischenzeitlich darüber nachgedacht, Flugversuche mit zwei Kolbenmotoren durchzuführen, aber der Bodenabstand für Propeller war bei der Landung zu gering. Mit einem konventionellen Fahrgestell wäre dieses Problem nicht aufgetreten und zumindest Flugversuche hätten früher beginnen können. Wenn Junkers die Strahltriebwerke früher an Arado geliefert hätte, wäre die Ar 234 ein Jahr früher zum Einsatz gekommen und in der Nachfolgezeit auch in wesentlich größeren Stückzahlen an der Front erschienen. Als der Prototyp endlich fliegen konnte, stellten sich die Flugqualitäten der Ar 234 als herrlich heraus. Vom Stützpunkt Rheine und mit dem Chef-Testpiloten Selle, förderte das Erprobungsprogramm keine wesentlichen Probleme zutage und von Beginn an hatte jeder Testpilot, welcher die Ar 234 flog, nur großartiges über die Handhabung zu berichten. Allerdings benötigtes es bis zu zehn Testflüge mit jeder Maschine, bevor die Querruder ausreichend genau eingestellt waren. Dagegen bereitete der Startwagen und die Landekufen unendliche Probleme. Beim Erstflug wurde der große Startwagen, wie vorgesehen, aus einer Höhe von 60 Metern abgeworfen, aber dessen Fallschirm öffnete sich nicht und so wurde der Wagen beim Aufschlag auf den Boden zerstört. Das Gleiche passierte beim zweiten Start, sodass beschlossen wurde, dass das Flugzeug ohne den Wagen in die Luft gehen sollte, welcher auf dem Boden verblieb. Obwohl dies funktionierte, verursachten Startwagen und Landekufen weiterhin Schwierigkeiten. Oft fuhren die Kurven nicht ein und das Flugzeug schaukelte und wackelte bei der Landung erheblich und mehrmals brach eine der Stabilisierungskurven ab, sodass die Flügelspitze über den Boden schleifte. Noch schlimmer war der Umstand, dass die Ar 234 mit den Kurven sich nicht auf dem Boden bewegen ließ, sodass bei Kampfeinsätzen in größerer Stückzahl das Flugfeld innerhalb kürzester Zeit mit unbeweglichen Ar 234 übersät wäre, welche nachfolgende landende Flugzeuge gefährdend und leichte Ziele bei feindlichen Tieffliegerangriffen wären. Deshalb wurde im Spätsommer 1943 entschieden, ein konventionelles Fahrgestell einzubauen. So wurde die ursprünglich geplante Ar 234 A-Serie gestrichen, aber sieben weitere Prototypen davon wurden fertiggestellt. Davon flogen V2, V3, V4, V5 und V7 in schneller Folge, während V6 und V8 als Versuchsflugzeuge für vier Strahltriebwerke verwendet wurden. In den letzten Monaten des Jahres 1943 wurden mit den Prototypen die Druckkabine, Startraketen unter den Flügeln, die leichteren und stärkeren Junkers-004B-Strahltriebwerke und auch in einigen Flugzeugen ein Schleudersitz getestet. Arado Ar 234B Während der Erprobungsarbeiten in Rheine wurde eine große Fabrik bei Alt-Lönnewitz vorbereitet, um die Ar 234B – nun mit dem populären Namen ‘Blitz’ versehen – mit dem konventionellen Fahrgestell zu bauen. Der erste B-Serien-Prototyp mehr …

  • Einmarsch deutscher Soldaten in die entmilitarisierte Zone des Rheinlandes

    Die Organisation der Wehrmacht, des Generalstabes, des Dritten Reich und der NSDAP sowie Kräftebilanz des Großdeutschen Reich im Zweiten Weltkrieg. hier zu Teil I über die Wehrmacht Organisation der Wehrmacht Im März 1939 wurde die operative Führung der deutschen Streitkräfte unter dem Dach des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW) vereinigt, deren Chef Generaloberst Keitel war. Die Leitung des Heeres unterlag dem Oberkommando des Heeres (OKH), welches ebenfalls über einen Generalstab verfügte. Während der Krise in der Schlacht um Moskau im Dezember 1941 übernahm Hitler auch persönlich dieses Oberkommando von dessen bisherigen Oberbefehlshaber von Brauchitsch und griff zunehmend in den Tagesablauf des Krieges – bis teilweise in die kleinsten Details – ein. Spitzengliederung der wichtigsten Bereiche der Wehrmacht und im Dritten Reich Spitzengliederung: Der Generalstab im Dritten Reich Die Beziehungen zwischen dem deutschen Generalstab zur Zeit des Dritten Reich von 1933 bis 1945 und Hitler sind äußerst komplex und widersprüchlich. Nach einigen Meinungen verdankte Hitler seinen Aufstieg und die Machtergreifung im Wesentlichen den deutschen Generalen und dem Generalstab, welche zynisch unter Schleicher hofften, ihn kontrollieren und auszunutzen zu können. Auf der anderen Seite entstand der einzige, ernsthafte Widerstand gegen das Nazi-Regime aus Kreisen der deutschen Streitkräfte, dessen Höhepunkt das Stauffenberg-Attentat mit dem nachfolgenden Putschversuch am 20. Juli 1944 war. Im deutschen Heer gab es die bedeutendste Opposition gegen Hitler und seine Pläne als in jedem anderen Teil der Gesellschaft. Der Generalstab war in erster Linie mit Hitler nur in der Frage der Aufhebung der Beschränkungen des Versailler Vertrages und der Wiederbewaffnung vereint, stand aber in fast allen Fragen der Militärpolitik und Strategie in ständiger Opposition zu ihm seit 1933. Auf der anderen Seite haben in kritischen Momenten Generale wie Blomberg, Reichenau und Jodl die entscheidende Unterstützung für Hitler gegeben. Und der Generalstabsoffizier Kurt von Schleicher eröffnete, wenn auch unbeabsichtigt, Hitler erst den Weg zur Machtergreifung. Nachdem Hitler von Hindenburg am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt worden war, setzte er Generalleutnant Werner von Blomberg zum Reichswehrminister ein. Blomberg wurde gleichzeitig zum General der Infanterie befördert und der ebenfalls den Nationalsozialisten zugetane Generalstabsoffizier Walther von Reichenau wurde zum Chef des Ministeramtes ernannt. Es folgte der Reichstagsbrand, die Ausschaltung der Kommunistischen Partei und das Ermächtigungsgesetz, welches die Grundlage der zwölfjährigen Nazi-Herrschaft über Deutschland legte und Hitler den Titel ‘Führer’ einbrachte. Anschließend wandte er sich der Reichswehr zu, um sich ihrer Treue und Unterstützung zu versichern. Dies war sehr erfolgreich, da die Mehrheit der Offiziere Hitlers öffentlich publizierte Ziele unterstützten, die Beschränkungen des Versailler Vertrages aufzuheben, obwohl sie weiterhin die Nazi-SA-Schlägertruppe und den ‘Gefreiten aus dem Weltkrieg’ verachteten. Dafür wurde er allerdings gerade von der Mehrzahl der jüngeren Offiziere im Leutnants- oder Hauptmanns-Rang umso mehr bewundert. Hitler genehmigte einen Plan zur heimlichen Erweiterung der Reichswehr auf bis zu 21 Divisionen innerhalb von drei Jahren und als die ehemaligen Alliierten des Ersten Weltkriegs Deutschlands Forderung auf militärische Gleichberechtigung zurückwiesen, trat Deutschland am 14. Oktober 1933 aus dem Völkerbund aus. Etwa zur gleichen Zeit wurden mit der Zustimmung von Hitler durch Blomberg zwei wichtige Personalentscheidungen gefällt. So wurden zum einen am 1. Oktober 1933 Generalleutnant Ludwig Beck zum neuen Chef des Truppenamtes ernannt. Das Truppenamt erfüllte bei der Reichswehr die Funktion der von den Alliierten nach dem Ersten Weltkrieg erzwungen Auflösung des großen Generalstabs. Kurze Zeit später wurde zum Zweiten der noch ziemlich junge Oberst Friedrich Fritz Fromm im Alter von 45 Jahren zum Chef des neuen ‘Allgemeinen Heeresamt’ ernannt. Beck und Fromm wurden zu denjenigen, welche die Entstehung der neuen Wehrmacht in den nächsten Jahren leiteten Am 1. Februar 1934 wurde Generalleutnant Werner Freiherr von Fritsch neuer Chef der Heeresleitung, welcher ein brillanter und geistig gebildeter Generalstabsoffizier war. Allerdings hatte er keinen starken Charakter, was zu entschlossener Führung in Krisen notwendig gewesen wäre. Er unterstütze Hitlers Ziele der Wiederbewaffnung und dachte, die Generale hätten die Macht, Hitlers Herrschaft im Notfall ein Ende setzen zu können. Auch war er hauptsächlich damit beschäftigt, zu verhindern, dass Röhm die Pläne verwirklichen konnte, Reichswehr und SA zu einer neuen, gemeinsamen Streitmacht zu vereinigen. Selbst den Nazis zugeneigte Spitzengenerale wie Blomberg und Reichenau konnten sich nicht vorstellen, in einer gemeinsamen Streitmacht mit den SA-Schlägertrupps und homosexuellen Genossen von Röhm zusammenzuarbeiten. Hitler kannte dies ausgeprägte Gegnerschaft der Reichswehr zur SA und wollte es sich nicht mit den Generalen verderben und so beschloss er die SA zu opfern. Es ist nicht bekannt, inwieweit die führenden deutschen Generale davon Kenntnis hatten, was geschehen würde. Sicher ist aber, dass Fritsch etwas ahnte, da er bereits am 25. Juni 1934 das Heer in Alarmzustand versetzte. Am 30. Juni begann das zweitägige Morden, dem neben Röhm auch der General von Schleicher und dessen Frau zum Opfer fielen. Die genaue Anzahl der Ermordeten ist nur schwer festzustellen, aber im Prozess von 1957 gegen die SS-Mörder wurde von mehr als eintausend Opfern ausgegangen. Während der ganzen zwei Tage der amtlichen Vogelfreiheit blieben die alarmierten Truppen in den Kasernen und Reichswehrminister von Blomberg gratulierte dem Führer am 2. Juli in einem Tagesbefehl zu der Aktion. Nur der alte, kaiserliche Feldmarschall von Mackensen und der ehemalige Chef der Heeresleitung, General Hammerstein-Equord, protestierten offen, dass das Heer öffentlichen Massenmord duldete. Am 2. August 1934 starb der schon kranke Reichspräsident von Hindenburg und am nächsten Tag ließ Blomberg alle Offiziere der Wehrmacht einen Treueid persönlich auf Hitler schwören und nicht wie üblich, auf das Amt des Reichspräsidenten oder auf das Deutsche Reich. Nun war die beginnende Wiederbewaffnung Deutschlands zum Fakt geworden und die Alliierten beließen es bei Protesten. Am 16. März 1935 kündigte Hitler die militärischen Beschränkungen des Versailler Vertrages auf und das Truppenamt wurde wieder zum deutschen Generalstab, mit Beck als Chef. Das neue Heer sollte laut Hitler 550.000 Soldaten in 36 Divisionen umfassen. Dagegen hatte Beck jedoch bedenken und nahm an, dass dieses Ziel erst Anfang der 1940er Jahre erreicht werden könnte, da es nicht genügend ausgebildete Offiziere für ein so großes Heer aus Wehrpflichtigen geben würde und die Männer dann nur Kanonenfutter wären. Hitler schob diese Bedenken erstmals mit später immer öfter auftretenden Bemerkungen beiseite, dass es genügend Männer mehr …

  • SS-Untersturmführer der Totenkopf-Division

    Einsätze der SS-Totenkopf-Division (T) 1940-1942 (Teil II): im Westfeldzug von 1940 und beim Unternehmen Barbarossa in Russland ab 1941. hier zu Teil I: Aufstellung der SS-Totenkopf-Division 1939. Einsatz im Westfeldzug 1940 Die Division wurde im Raum Köln versammelt und zu Eickes Missfallen zuerst als Reserve des AOK 6 zurückgehalten. Erst eine Woche nach Beginn des Westfeldzugs wurde die Totenkopf-Division in den Einsatz geschickt. Sie marschierte durch Südholland und durch Belgien nach Frankreich über La Cateau nach Cambrai. Das erste Gefecht fand nordöstlich von Cambrai statt, wo die Division über 16.000 Kriegsgefangene einbrachte. Die zweifelhafte Reputation der Division wurde wieder einmal dadurch bestätigt, dass ihrer Soldaten marokkanische Kriegsgefangene der französischen Streitkräfte als ‘rassisch minderwertig’ ermordeten. Anschließend wurde die Totenkopf-Division nach vorne zur Verstärkung der deutschen Verbände befohlen, welche zur Kanalküste durchgestoßen waren und das Britische Expeditionskorps mit anderen alliierten Verbänden von der französischen Hauptstreitmacht im Süden abgeschnitten hatten. Tatsächlich traf dann die Hauptstreitmacht dieser eingeschlossenen Truppen bei ihrem Versuch nach Süden auszubrechen, direkt auf die SS-Totenkopf-Division. Die leichten Panzerabwehrwaffen, über welche die Totenkopf-Soldaten nur verfügten, waren kein Gegner für die alliierten Panzer – darunter stark gepanzerte Matilda II – und die SS-Truppen erlitten große Verluste. Eickes Männer mussten mit schwerer Artillerie im Direktbeschuss die feindlichen Panzer bekämpfen und nur das Eingreifen von Stukas rettete den Tag. Die Division befand sich am Rande des Zusammenbruchs. Der Totenkopf-Division wurde anschließend befohlen, zum La-Bassee-Kanal vorzurücken und geeignete Stellen zur Überquerung für die Hauptstreitmacht des deutschen Vormarsches festzustellen und zu sichern. Eicke ignorierte diese Befehle und stieß über den Kanal hinaus weiter vor, wo er auf heftigen Widerstand traf. Zu diesem Zeitpunkt gab Hitler seinen ‘Halte-Befehl’ heraus und Eicke wurde befohlen, seinen hart erkämpften Brückenkopf aufzugeben und seine Truppen zurückzuziehen. Seine eindeutige Befehlsverweigerung gegen diese klaren Anweisungen führte zu einem wütenden Vorwurf durch General Hoepner, der ihn als ‘Schlächter’ bezeichnete, welcher keine Achtung vor dem Leben seiner Männer hätte. Zwei Tage später durfte der Vormarsch wieder aufgenommen werden und Eicke war gezwungen, dass Gebiet zum zweiten Mal zu erobern, welches er zwischenzeitlich aufgeben mußte und erlitt dabei wieder schwere Verluste. Seine Division traf anschließend bei Bethune und La Paradis auf weiteren heftigen Widerstand, wo die britischen Verteidiger den SS-Männern einen hohen Blutzoll für jeden gewonnenen Meter abverlangten. Als die Verteidiger von La Paradis schließlich am 27. Mai keine Munition mehr hatten und kapitulierten mussten, wurden etwa einhundert Gefangene der 2. Royal Norfolks vor einer Scheune zusammengetrieben und mit Maschinengewehren erschossen. Obwohl die SS-Soldaten mit Bajonetten zwischen die niedergemachten Opfer gingen, um jeden Überlebenden zu töten, entkamen drei Briten lebend. Aufgrund ihrer Zeugenaussagen konnte der Kompanieführer, SS-Obersturmführer Fritz Knöchlein, wegen Kriegsverbrechen 1948 gehängt werden. Anfang Juni tat Totenkopf Dienst in der Küstensicherung um Gravelines, südlich von Dünkirchen. Anschließend Angriff im Rahmen des XIV. Armeekorps in die Gegend um Peronne und dann Durchbruch durch die ‘Weygand-Linie’ bis zur Seine um Peronne. In den letzten Tagen des Feldzuges verfolgte die SS-Totenkopf-Division die französischen Truppen bis in die Gegend nördlich von Lyon. Unter den französischen Soldaten befanden sich auch wieder marokkanische Einheiten und auch in diesen letzten Gefechten nahmen die Totenkopf-Soldaten wieder nur Weiße gefangen. Nach dem Waffenstillstand tat die Division ab Juli 1940 Küstensicherung im Abschnitt von der Garonne bis zur spanischen Grenze. Während des Westfeldzug erlitt die Totenkopf-Division wesentlich höhere Verluste als die anderen SS-Verbände, was ihr den Ruf von herausragender Rücksichtslosigkeit selbst gegenüber den eigenen Männern einbrachte. Eickes Division verlor alleine über 300 Offiziere in zehn Tagen mit Gefechten. Das ‘Menschenmaterial’, was bisher vor allem aus Kriminellen und SS-Reservisten ohne ausreichendes militärisches Training bestand, war eine Erklärung für die hohen Verluste und das brutale Verhalten gegenüber Kriegsgefangenen, aber auch Eickes Ambitionen an seine Division waren dafür verantwortlich. Nach dem Waffenstillstand tat die Division ab Juli 1940 Küstensicherung in dem Abschnitt von der Garonne bis zur spanischen Grenze für fast ein ganzes Jahr. Hier zeigte sich ein anderes Bild ihrer Männer, welche so aggressiv im Kampf waren, als sie den örtlichen Farmern bei der Einbringung der Ernte halfen. Die Division wurde in dieser Zeit auch formal ein Teil der Waffen-SS und erhielt umfangreichen Ersatz und Ausrüstung. Die neuen Rekruten bestanden nun aus jungen SS-Freiwilligen, welche in keinem Kontakt zu den KZ-Wachmannschaften standen. Im Herbst 1940 wurde die SS-Totenkopf-Division vollständig motorisiert und zu einer motorisierten Infanterie-Division – kurz Inf.Div(mot) – und erhielt das Kradschützen-Bataillon ‘Totenkopf’ sowie einer III.(schw.)/Art.Rgt. (tmot) ‘Totenkopf’. Im Frühjahr 1941 wurde die Division in Vorbereitung für das Unternehmen Barbarossa nach Ostpreußen verlegt. Dort erhielt sie noch die neue Pz.Jäger-Abt. ‘T’ mit drei Zügen s.Pak/5cm(mot.Zug) und als vierte Kompanie eine 2-cm-Fla.Kp(mot.Zug). Russland 1941 bis 1942 Für den Angriff auf die Sowjetunion wurde die Division der Heeresgruppe Nord zugeteilt und war zunächst wieder nur Reserve bei der Panzer-Gruppe 4 von Hoepner. Sie rückte in der zweiten Welle durch Litauen über Dünaburg nach Lettland vor, wo sie die Vormarschstraßen von zurückgebliebenen russischen Truppenteilen säuberte. An der sogenannten ‘Stalin-Linie’ kam es dann zu den ersten schweren Kämpfen. Dort wurde Eicke verwundet, als sein Stabswagen über eine Mine fuhr. Die Totenkopf-Division traf auf unerwartet heftigen Widerstand und erlitt erhebliche Verluste. Trotz dieser heftigen Kämpfe beliefen sich diesmal die Offiziersverluste auf 82 innerhalb eines Monats, während es in Frankreich noch 300 innerhalb von zehn Tagen gewesen waren. Auch wurde diesmal in einem kurzen Zeitraum eine größere Anzahl von Gefangenen eingebracht, als dies im gesamten Westfeldzug zusammen der Fall gewesen war. Eindeutig hatten die Soldaten der Totenkopf-Division aus ihren früheren Fehlern gelernt. Im August stand die Division in heftigen Kämpfen an den Zufahrtswegen nach Leningrad und insbesondere an der russischen Luga-Verteidigungslinie. Zwar wurde die russische 34. Armee vernichtet, aber die Totenkopf-Division hatte dabei über 4.000 Mann Verluste. Ende September stand die Division im Zentrum eines großen russischen Gegenangriffs bei Lushno, wo ihre Einheiten über eine dünne Linie über 25 km Länge auseinandergezogen waren. Die Angriffe wurden letztlich abgeschlagen und ließen eine siegreiche, wenn auch zerschlagene Totenkopf zurück. Während dieser Kämpfe erhielt der SS-Sturmmann Fritz Christen für herausragende Tapferkeit eines der bedeutendsten Ritterkreuze, welches je an einen Soldaten der Waffen-SS verliehen wurde. mehr …

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