zerstörte 88-mm-Flak


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Im Blickpunkt:
  • Browning HP-35

    Browning Automatik-Pistole Modelle 1900, 1903, 1910 und Browning HP. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Die belgische Fabrique Nationale d’Armes de Guerre (FN) wurde in Zusammenarbeit mit dem Amerikaner John M. Browning gegründet, nachdem dieser die Firma Colt verlassen hatte. Aus dieser Zusammenarbeit gingen viele ausgezeichnete Waffenentwürfe hervor. Pistole Automatique Browning Die erste Pistole, die vom Zusammenschluss von Browning und FN gebaut wurde, war die Pistole Automatique Browning Modele 1900, eine ziemlich einfache Pistole mit wenig Schnickschnack und einer Kammer für 7,65-mm-Patronen. Dieses Model 1900 wurde niemals offiziell als Standard-Dienstwaffe bei einer Armee eingeführt. Da die Waffe aber zu abertausenden produziert wurde, verwendeten sie viele Offiziere, welche ihre eigenen Pistolen mitbringen mussten. Sie wurde auch in China und Spanien in größerer Anzahl nachgebaut, zumeist aber inoffiziell.   Das Modell 1903 war die belgische Version einer von Browning entworfenen Colt-Pistole, welche für die Verwendung einer europäischen Kartusche mit dem Namen 9-mm Browning Long hergestellt wurde. Das Modell 1903 verwendete einen einfachen Rückschlagmechanismus, welcher bei der relativ geringen Leistung der Kartusche verwendet werden konnte. Die Waffe war einer der ersten modernen Selbstladepistolen und trotz der relativ kräftigen Patronen war der Verschluss beim Feuern nicht verriegelt. Stattdessen verwendeten sie einen dynamischen, dimensionierten Verschluss, was noch heute die Grundlage für Pistolen mit Hochleistungsmunition ist. Die Browning-Pistole hatte eine Einzelbewegungsspannung mit innerem Schlagstück sowie mechanische und Handballensicherung. Das Modell 1903 wurde von der belgischen Armee übernommen und weitere 95.000 Stück wurden in Schweden in Lizenz hergestellt. Während des Ersten Weltkriegs war sie die Standard-Pistole der Belgier. Weitere Abnehmerländer waren die Türkei (7.550 Stück), Serbien, Dänemark und die Niederlande. An einigen Versionen konnte eine Schulterstütze angebracht werden, welcher auch als Pistolentasche diente.   Die Herstellung in der FN-Fabrik erfolgte von 1903 bis 1937, sowohl für den Zivilmarkt, als auch für die Streitkräfte. Pistole Automatique Browning Modèle 1910 Die Pistole Automatique Browning Modèle 1910 ist so etwas wie eine Kuriosität unter allen Pistolen-Entwürfen. Obwohl die Waffe praktisch seit 1910 ununterbrochen gebaut wurde, wurde sie niemals offiziell irgendwo als Dienstwaffe angenommen. Trotzdem wurde die Pistole zeitweise in großem Umfang von vielen Streitkräften eingesetzt und der Grundentwurf wurde von anderen Konstrukteuren weit verbreitet kopiert oder plagiiert.   Diese automatische Pistole war ein weiterer Entwurf des Erfindergeistes von John Moses Browning. Fast alle Pistolen Modell 1910 wurden in der Fabrique Nationale d’Armes de Guerre – allgemein bekannt einfach als FN – in Lüttich in Belgien gebaut. Die Waffe befand sich in Belgien bis 1983 in der Herstellung für den kommerziellen Verkauf. Ein bestimmter Grund, warum sich diese Pistole eine solch lange Zeit in der Produktion befand, lässt sich heute nicht mehr bestimmen. Vermutlich deshalb, weil es sich um einen einfachen, sauberen Entwurf handelt. Der vordere Teil des Pistolengehäuses hatte um den Lauf herum ein rohrförmiges Aussehen. Dies hatte seine Ursache darin, dass die Rückschlagsfeder um den Lauf selbst herumgewickelt ist, anstatt sich unter- oder oberhalb des Laufs wie bei den meisten anderen Entwürfen zu befinden. Diese Feder wird durch einen Bajonettverschluss um die Mündung herum festgehalten, was das Modell 1910 mit einem weiteren Erkennungsmerkmal versah. Zudem war die Pistole mit angewandten Sicherheitsvorkehrungen und Griff versehen. Das Modell 1910 kommt in zwei Formen vor: entweder im Kaliber 7,65 mm oder 9 mm kurz. Äußerlich sind diese zwei Versionen identisch und verwenden ein einsteckbares Magazin mit sieben Patronen. Wie bei allen Produkten von FN war der Standard bei Herstellung und Verarbeitung hervorragend. Allerdings bei Kopien, welche an Orten wie Spanien hergestellt wurden, war diese Vorgabe nicht erreicht worden. Die Pistole Modell 1910/22 mit Kaliber 9mm kurz wurde zwischen 1923 und 1983 gebaut und war eine Verlängerung des ursprünglichen Modells 1910. Sie hatte einen nicht verriegelten Masseverschluss und eine um den Lauf gewundene Vorholfeder. Ursprünglich wurden von dieser Waffe 60.000 Stück für die jugoslawischen Streitkräfte bestellt. Auch die holländische Streitkräfte übernahmen diese Pistole vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und später auch die Wehrmacht.   Diese ausgezeichnete Verarbeitung wurde auch bei einer der wenigen Großserienproduktionen des Modells 1910 fortgesetzt. Dies geschah, nachdem die Wehrmacht 1940 Belgien besetzt hatte und die Herstellung einer großen Anzahl von Pistolen verlangte. Um diese Forderung zu erfüllen, wurde das Modell 1910 weitergebaut und die Masse ging an die deutsche Luftwaffe, wo diese als Pistole P621(b) an die Besatzungen von Flugzeugen ausgegeben wurde. Zuvor war das Modell 1910 schon in geringen Stückzahlen an die belgischen Streitkräfte ausgegeben worden. Auch zahlreiche andere Nationen verwendeten die Pistole Modell 1910 in geringen Umfang bei ihren Streitkräften oder im Polizeidienst. Die Gesamtzahl aller gebauten Modell 1910 muss sich auf mehreren hunderttausend belaufen haben. Browning HP Diese Pistole wurde ursprünglich von John Moses Browning bis zu seinem Tod im Jahr 1925 entworfen, von seinem belgischen Schüler Dieudonne Saive in der Fabrique National d’Armes de Guerre aus Herstal in Belgien fertig entwickelt worden und 1935 als ‘Browning High Power’ (HP) oder ‘Modell 35’ eingeführt. Die Entwicklung beruhte auf einer Anfrage der französischen Armee, welche nach Beendigung des Ersten Weltkriegs eine neue Pistole suchte.   Daraus leitete sich auch ihr Name ab, der allgemein HP (High Power = Hochleistung) lautet oder in Belgien ‘Pistole Automatique Browning GP35’, wobei ‘GP35’ für ‘Grand Puissance Modele 1935’ steht. Sie wurde von den belgischen Streitkräften übernommen und auch von der litauischen, dänischen, rumänischen und verschiedenen anderen Armeen in geringer Zahl vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verwendet. Zuvor erfolgten auch noch große Bestellungen aus China, Peru, Estland und verschiedenen anderen Staaten. Insgesamt wurden etwa 70.000 Pistolen bis zur deutschen Besetzung von Belgien fertiggestellt und die Wehrmacht erbeutete 3.433 Pistolen HP-35. Nach Kriegsausbruch wurden die Konstruktions-Zeichnungen nach Großbritannien gebracht, aber zu diesem Zeitpunkt gab es weder einen besonderen Bedarf an der Waffe noch verfügbare Fertigungskapazitäten. In Belgien war die FN-Fabrik zwischenzeitlich von den deutschen Truppen besetzt und die Herstellung der Pistolen wurde fortgesetzt. Die deutsche Bezeichnung lautete Pistole Modell 35(b) oder P620(b) und die meisten davon wurden an Einheiten der Waffen-SS und die Fallschirmjäger ausgeliefert. Bei der Waffen-SS wurde die Browning HP sogar zur Standardpistole. Insgesamt wurden 319.000 Stück bis zur Befreiung von Lüttich im September 1944 hergestellt. Ihr Konstrukteur J. Saive mehr …

  • Britische Mark V Tanks

    Panzer (Tanks) und Panzerwagen im Ersten Weltkrieg 1914-1918. Tanks Die ersten ‘Tanks’, gepanzerte Vollketten-Fahrzeuge mit irgend einer Art von Bewaffnung, wurden in Großbritannien entworfen, aber das Panzer-Konzept entwickelte sich nur langsam aus den Kinderschuhen heraus und es waren viele Organisationen und Einzelpersonen darin verwickelt. Obwohl die anfängliche Entwurfsphase sich lange hinzog, entwickelte sich der Entwurf schnell vom Prototyp zu einem Serienmodell für das Schlachtfeld. Der Prototyp mit dem Spitznamen ‘Mother’ (Mutter) lief erstmals im Januar 1916 und war von rhombischer Form mit zwei an den Seiten angebrachten ‘Türmen’, allgemein als ‘Sponsons’ (Ausbuchtungen, Erker) bezeichnet. Die Produktion des Tank Mark I begann im April 1916 und sie gingen erstmals am 15. September 1916 in den Kampfeinsatz während der Schlacht an der Somme. Der Angriff verlief zunächst gut und schreckte die deutschen Soldaten buchstäblich aus ihren Stellungen heraus, doch danach nahm ihre Wirksamkeit rapide ab. Aufgrund der entsetzlichen Bedingungen in ihren gepanzerten Kisten wurde es den Besatzungen bald schlecht und sie waren desorientiert. Viele Panzer blieben auch aus mechanischen Gründen liegen und andere blieben einfach in schlammigen Gräben und Explosionskratern stecken. Dennoch hatten sie sich ausreichend bewährt, um noch mehr davon zu bauen. Übersicht der Tanks und Panzerwagen des 1. Weltkriegs Die britischen Tanks erschienen mit einer unterschiedlichen Zusammensetzung bei ihrer Bewaffnung. ‘Males’ (männliche Panzer) trugen ein Paar leichter Kanonen und ‘Females’ (weiblich) waren mit sechs Maschinengewehren bewaffnet. Der am meisten im Ersten Weltkrieg eingesetzte britische Tank war der Mark IV. Die ersten dieser Tanks erschienen ab April 1917. Es gab 595 weibliche und 420 männliche Mark IV, aber eine Anzahl von diesen wurde in ‘Hermaphrodites’ (Zwitter) umgebaut, indem der Erker an der rechten Seite durch den eines männlichen Typs ersetzt wurde, sodass eine gemischte Bewaffnung aus Maschinengewehren und einer leichten Kanone entstand. Als die Fähigkeiten und Einschränkungen der Tanks besser verstanden wurden, wurden sie verschiedenen Modifikationen und Verbesserungen unterzogen. Um die breiteren Gräben, welche die Deutschen teilweise als Panzersperren gegraben hatten, zu überqueren, wurden ‘Tadpole-Tails’ (Verlängerungen an der Rückseite des Panzers) ausprobiert, erwiesen sich aber als nicht ausreichend stabil. Deshalb konzentrierten sich die Konstrukteure erfolgreicher auf die Verlängerung des Hauptkörpers. Häufiger war es jedoch, dass Panzer ‘Faschinen’ auf ihren Dächern trugen, die einfach in einen Graben gerollt werden konnten, wodurch dieser auf einer Art Brücke überquert werden konnte. Frühe Versionen bestanden aus Bündel von Baumstämmen und Reisig, welche durch Ketten zusammengehalten wurden, aber später bestanden sie aus einer Stahlkrippe. Der Einsatz der Tanks wurden oft vereitelt durch die Schlamm- und Explosionskrater des ‘Niemandsland’, also erhielten sie eine ‘Grabenausrüstung’, welche im Wesentlichen aus einem Holzbalken bestand, der unter die Ketten gezogen werden konnte, um mehr halt zu geben – oder die Breite ihrer Ketten wurde mit zusätzlichen Platten erweitert, um den Bodendruck mehr zu verteilen. Als der Wert der Panzer klar wurde, entwickelten die Briten auch einen schnelleren Kampfpanzer, der mit der Kavallerie zusammenarbeiten und jeden Durchbruch der schwereren Panzer ausnutzen sollte. Der erste Medium Mark A, besser bekannt als Whippet, wurde im Oktober 1917 gebaut und ging am 26. März 1918 zum ersten Mal in den Einsatz. Die Tanks waren jedoch niemals so gut, wie ihre Befürworter glaubten, oder so schlecht, wie sie ihre Kritiker sahen. Sie machten bedeutende Fortschritte in den ersten Tagen der hauptsächlich von Tanks angeführten Schlacht von Cambrai Ende 1917, hatten aber ihre Möglichkeiten im Schlamm von Passchendaele erbärmlich vergeudet. Sie waren auch niemals in der Lage gewesen, einen entscheidenden Durchbruch zu erzielen und dann den Schwung des Angriffs aufrechtzuerhalten. Dies war vor allem auf ihre mechanische Unzuverlässigkeit zurückzuführen. Die französischen Tanks Die Franzosen waren nach den Briten die begeisterten Befürworter des Panzereinsatzes. Es gab zwar keine treibende Kraft hinter ihrem Programm und die Planungen der Panzer bei beiden Alliierten entwickelten sich in ihren unabhängigen Bahnen. Die französischen Panzerwagen waren vor Eintritt des Stellungskrieges bereits militärisch wertvoll gewesen und einige fortschrittliche Persönlichkeiten im Kriegsministerium glaubten, dass Fahrzeuge, die abseits von Straßen eingesetzt werden könnten, die Pattsituation an der Westfront aufbrechen könnten. Die Schlüsselfigur war der Oberst der Artillerie, Jean-Baptiste Estienne, der dem für die Waffenbeschaffung zuständigen General im Dezember 1915 einen Kettenpanzer vorschlug. Estiennes Konzept war entsprechend beeindruckend und ein Befehl zum Bau von 400 Chars d’Assaut (Angriffsfahrzeuge) wurde am 31. Januar 1916 erteilt. Schneider war die erste Firma, welche einen Beschaffungsauftrag erhielt und kam bald mit einem gepanzerten Aufbau in Form einer Kiste auf einem Fahrgestell heraus, welches aus dem amerikanischen Holt-Traktor entwickelt worden war. Das Fahrzeug wog rund 13 Tonnen und hatte eine Höchstgeschwindigkeit von weniger als 6,5 km/h. Es kam zu endlosen Verzögerungen in der Produktion, vor allem wegen des Mangels an Panzerplatten. Der erste Schneider-Panzer erreichte die französische Armee am 8. September 1916, aber nur sieben weitere waren bis Ende November eingetroffen, an dem Tag, an dem alle 400 hätten geliefert werden sollen. Da die Firma Schneider offensichtlich damit zu kämpfen hatte, den ursprünglichen Auftrag rechtzeitig zu erfüllen, wurde das Entwicklungsbüro St. Chamond damit beauftragt, eine zweite Bestellung über 400 Panzer durchzuführen. Deren Prototyp war dem Schneider-Panzer nicht unähnlich, aber fast 70 Prozent schwerer. Keiner der beiden Panzer hat sich dann im Einsatz bewährt. Ihr hohes Profil machte sie anfällig für Artilleriefeuer, ihre Motoren waren nicht sehr zuverlässig und – was am schlimmsten war – ihre Fähigkeiten zur Grabenüberquerung waren schlecht. Von den beiden war der Saint-Chamond-Panzer der Schlimmste. Sein größeres Gewicht führte dazu, dass er noch wahrscheinlicher in weichem Boden versank und sein Überbau hing weit über die Ketten vorne hinaus, sodass er beim Überqueren eines Grabens dazu neigte, sich festzufahren. Daher erreichten beide Typen bei ihrem Kampfdebüt, der Nivelle-Offensive im April 1917, nur wenig. Eine Anzahl blieb für den Rest des Krieges im Einsatz, wurde aber ab Ende 1917 weitgehend durch einen leichten Panzer, den Renault FT-17, abgelöst. Dieser war ein viel leichterer und kleinerer Entwurf, welcher in den späteren Phasen des Krieges sowohl von der französischen Armee als auch von der amerikanischen Expeditionstruppe ausgiebig genutzt wurde. Der Renault hatte eine gute Geländegängigkeit und sein Turm gab ihm ein 360-Grad-Schussfeld, aber die dünne Panzerung machte ihn sehr verwundbar. Deutsche Tanks mehr …

  • PzKpfw IV Ausf.J der Hohenstaufen-Division

    Einsätze der 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen (Teil II). Von Arnheim, über die Ardennen und nach Ungarn bis zum Ende. Hier zu Teil I: 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen. Arnheim Eigentlich war Arnheim nur als Sammelpunkt für die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen vorgesehen, welche zwischenzeitlich aus weniger als 3.000 Mann bestand. Von dort sollte die Division, nachdem sie ihre verbleibenden Panzer und Artillerie an die Frundsberg-Division übergeben hatte, mit der Eisenbahn in Richtung Deutschland zu einer vollständigen Wiederauffrischung abtransportiert werden. Jedoch am 17. September 1944, gerade als die Division bis auf ein verstärktes Alarm-Bataillon schon verladen war, erfolgte das alliierte Unternehmen ‘Market-Garden’ in Holland. Dieses Unternehmen setzte sich aus der Bodenoffensive ‘Market’ durch Verbände der britischen 2. Armee und 1. US-Armee und der Luftlandung ‘Garden’ der 1. Alliierten Luftlande-Armee zusammen, mit dem Ziel sich in den Besitz der Brücken über die Waal bei Nijmwegen und über den Unteren Rhein bei Arnheim zu setzen. Falls die Deutschen von der alliierten Luftlandung überrascht waren, so waren die Alliierten jedoch genauso davon überrascht, Mitten in einem Gebiet mit Truppenteilen von zwei Panzer-Divisionen der Waffen-SS abgesprungen zu sein. Selbst in ihrem aufgebrauchten Zustand waren diese immer noch ein kampfstarker Gegner gegen die nur leicht bewaffneten Luftlandtruppen. Die Fahrzeuge der Hohenstaufen-Division wurden hektisch wieder aus den Eisenbahnwaggons ausgeladen und die schon abgefahrenen Teile wieder zurückgeholt. Die meisten der noch vorhandenen Soldaten der Division wurden in die Kampfgruppe Harzer zusammengefasst, welche vom SS-Standartenführer Walter Harzer angeführt wurde. Rund 9.000 britische Fallschirmjäger waren in der Gegend um Wolfheze gelandet, welches rund 11 Kilometer westlich von Arnheim am nördlichen Ufer des Flusses lag. Die Fallschirmjäger, welche den Vorstoß unternahmen, das nördliche Ende der Brücke zu besetzen waren etwa 700 Mann stark und vom 2. und 3. britischen Fallschirmjäger-Bataillon. Sie unternahmen noch einen Versuch die Brücke zu überqueren, aber heftiges deutsches Feuer zwang die Fallschirmjäger sich auf die Konsolidierung ihrer Stellungen am Nordende der Brücke zu konzentrieren und auf Verstärkungen zu warten. So blieb das südliche Ende der Brücke in deutschen Händen. Die Befehle von General Bittrich an die Soldaten der 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen lauteten, den Ort und die Brücke zu besetzen und zu halten und jeden Vormarsch weiterer britischer Fallschirmjäger vom Westen auf Arnheim zu unterbinden. Während der Schlacht um Arnheim wurden die Divisionstruppen in weitere, kleinere Kampfgruppen aufgeteilt, welche als Sperrkräfte zum Einsatz kamen. Einige Teile jedoch schwärmten von Arnheim aus bis nach Neerpelt im Südwesten aus. Dazu wurden die erfahrenen Waffen-SS-Männern mit Soldaten anderer Kommandos verstärkt, zum Teil noch in der Ausbildung oder sogar Mannschaften der Kriegsmarine.   Während die Masse der britischen 1. Luftlande-Division versuchte, sich entlang des Nordufers von ihrer Absprungzone nach Arnheim und zur Brücke vorzukämpfen, brachte sie der deutsche Widerstand bei Oosterbeek zum Stehen, kurz außerhalb des Ortes. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass die Luftlandetruppen die Brücke nur für einen oder zwei Tage halten sollten, bevor die Bodenstreitkräfte sich ihren Weg aus dem Süden zu ihrem Entsatz durchgeschlagen haben würden. Der schon vorab beanstandete Vorstoß des britischen XXX. Korps, angeführt durch die Garde-Panzerdivision und der 43. Wessex-Division, durch einen schmalen Korridor fuhr sich jedoch fest. Dadurch kamen die nur leicht bewaffneten britischen Luftlandetruppen unter zunehmenden Druck der Soldaten der Waffen-SS. Model schickte in den nachfolgenden Tagen ständig Verstärkungen zu den deutschen Truppen, welche die britischen Fallschirmjäger umstellt hatten. Trotz verzweifelter Kämpfe wurden die britischen Stellungen um Oosterbeck und bei der Brücke in Arnheim selbst ständig zusammengedrückt.   Die britische Streitmacht an der Brücke kapitulierte schließlich am 21. September 1944. Auf Intervention des Sanitätsoffiziers der Hohenstaufen-Division, SS-Sturmbannführer Egon Skalka, wurde am 24. September ein Waffenstillstand organisiert, wodurch 700 verwundete britische Fallschirmjäger aus dem Kampfgebiet evakuiert werden konnten. Am nächsten Tag wurden weitere 500 verwundete Briten an die Deutschen übergeben. Die deutschen Soldaten waren von dem Mut und der Zähigkeit der britischen Luftlandetruppen beeindruckt und die britischen Überlebenden berichteten später, dass ihre Behandlung durch die Waffen-SS-Männer mehr als korrekt war, sogar ‘freundlich’.   Die Ankunft der schweren Panzer-Abteilung 503 des Heeres mit Königstigern schließlich zerstörte jede Hoffnung der alliierten Entsatztruppen, sich noch den Weg zu den Eingeschlossen freikämpfen zu können. Deshalb wurde am 25. September 1944 der Befehl an die noch kämpfenden Überlebenden der britischen 1. Luftlande-Division herausgegeben, sich zurückzuziehen. Diejenigen, welche in der Lage waren, den Rhein in Sturmbooten von britischen und kanadischen Pionieren zu überqueren, wurden bis zum nächsten Tag evakuiert. Die Briten landeten etwa 9.000 Mann Luftlandetruppen bei Arnheim und später weitere 3.000 polnische Fallschirmjäger zu deren Unterstützung. Es wird geschätzt, dass etwa 8.000 dieser 12.000 Männer entweder gefallen oder in Kriegsgefangenschaft geraten waren. Die deutschen Verluste beliefen sich dagegen auf nur etwas über 3.000 Mann. Schließlich konnte die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen am 30. September wie geplant für eine längere Erholung, Auffrischung und Neuausrüstung nach Deutschland abtransportiert werden. SS-Standartenführer Harzer wurde mit dem Ritterkreuz in Anerkennung der Leistung seiner Truppen ausgezeichnet. Dies war nur eines der zwölf Ritterkreuze, welche an Angehörige der Division während des Zweiten Weltkriegs verliehen wurde. Ardennen-Offensive Für den nächsten Einsatz, an dem die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen teilnehmen sollte, wurde sie wieder auf knapp 20.000 Mann aufgefrischt. Aber davon waren nicht alle der neuen Soldaten von beeindruckender Qualität, denn diese beinhaltete einen großen Anteil von Personal der Luftwaffe. Die Division war außerdem erbärmlich knapp an Panzern, Fahrzeugen und Ausrüstung und einige ihrer Einheiten meldeten einen Fehlbestand von bis zu 50 Prozent.   Trotzdem wurde die Division am 12. Dezember in die Eifel verlegt und für die unglückselige Ardennen-Offensive vorbereitet. Die Hohenstaufen-Division wurde Teil der 6. SS-Panzerarmee, zusammen mit der 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS-Adolf Hitler, 2. SS-Panzer-Division Das Reich und 12. SS-Panzer-Division Hitlerjugend. Sie alle standen unter dem Kommando von SS-Obergruppenführer ‘Sepp’ Dietrich. Die Aufgabe der SS-Panzerarmee war es, entlang der nördlichen Flanke der Offensive bis nach Antwerpen vorzustoßen. Die Stadt war der entscheidende alliierte Nachschubhafen. Die Hohenstaufen-Division erreichte bei Beginn der Offensive am 16. Dezember 1944 Blankenheim und erhielt den Einsatzbefehl erst am Nachmittag des 19. Dezember im Rahmen des II. SS-Panzer-Korps zusammen mit der 2. SS-Panzer-Division Das Reich. Die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen war gezwungen, vier ganze Tage über völlig verstopfte Vormarschstraßen mehr …

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