Marinesoldat zielt mit seinem Garand auf Iwo Jima


Marinesoldat zielt mit seinem Garand auf Iwo Jima

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Im Blickpunkt:
  • Schlachtschiff Marat

    Russische Schlachtschiffe Archangelsk der britischen Royal-Sovereign-Klasse und Marat, Gangut. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Schlachtschiff Archangelsk Archangelsk Typ: russisches Schlachtschiff der englischen Royal-Sovereign-Klasse. Geschichte: Nach der Kapitulation Italiens im September 1943 beanspruchte die sowjetische Regierung umgehend ein Drittel der italienischen Flotte, als Ausgleich für die durch italienische Kriegsschiffe im Schwarzen Meer verursachten Schäden. Wenn auch die Angloamerikaner wenig Bereitschaft dafür zeigten, hatten sie jedoch keine andere Wahl, als einen Kompromiss einzugehen. Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die überlassenen italienischen Flotteneinheiten einsatzbereit und aufgeteilt werden könnten, wollten sie einige ihrer eigenen Schiffe an die Sowjetunion ausleihen. Als Teil dieser Vereinbarung machte die englische Royal Navy das alte Schlachtschiff Royal Sovereign (Stapellauf 1915), zusammen mit vier Unterseebooten (U- und S-Klasse) und neun ehemaligen amerikanischen Glattdeck-Zerstörer verfügbar. Die Schiffe der Royal-Sovereign-Klasse (oder kurz ‘R’-Klasse genannt) waren die letzten englischen Schlachtschiffe, welche während des 1. Weltkrieg gebaut wurden. Die Klasse bestand ursprünglich aus acht Schiffen, aber nur fünf wurden tatsächlich fertiggestellt: Resolution, Revenge, Royal Oak, Ramillies und Royal Sovereign. Ihre Abmessungen waren etwas kleiner als die der vorausgegangenen Queen Elizabeth Klasse, aber ihre Panzerung war besser verteilt und sie hatten die gleiche Hauptbewaffnung aus acht 38,1-cm-Geschützen in vier Türmen. Diese fünf Schiffe wurden zwar während der Jahre zwischen den beiden Weltkriegen umgebaut, jedoch nicht modernisiert. Während des 2. Weltkrieg taten sie daher nur Dienst bei zweitrangigen Aufgaben – welche aber trotzdem wichtig waren, wie die Sicherung von großen Geleitzügen oder Truppentransporten gegen deutsche Handelszerstörer oder als Abschreckung gegen die Japaner im Indischen Ozean. Der einzige Kriegsverlust der Klasse war die Royal Oak, welche bereits am 14. Oktober 1939 durch Günther Prien mit seinem U 47 in Scapa Flow versenkt wurde. Resolution wurde 1940 durch ein französisches Unterseeboot torpediert und Ramillies durch ein japanisches Kleinst-U-Boot vor Madagaskar im Jahr 1942, aber beide Schiffe konnten repariert werden und traten wieder der Flotte bei. Ramillies wurde später auch noch zum Beschuss der Küstenabschnitte an der Normandie und in Südfrankreich während der dortigen alliierten Invasionen eingesetzt. Die Royal Sovereign war zwar erst kurz zuvor mit neuem Radargerät und Flugabwehr-Kanonen ausgerüstet worden, trotzdem war sie nun – abgesehen von ihrer Einsatzmöglichkeit zum Küstenbeschuss – für die Royal Navy entbehrlich geworden. Eine sowjetische Schiffsbesatzung traf im Frühjahr 1944 in England ein und stellte das Schiff offiziell am 30. Mai 1944 als Archangelsk in Dienst. Im August 1944 lief sie zusammen mit dem Arktis-Konvois JW59 in das Weiße Meer. Sie verblieb in der Arktis für den Rest des Krieges und feuerte dabei keinen einzigen Schuss ab. Zu dem damaligen bizarren russischen Charakter noch die Anmerkung, dass als sie im Februar 1949 wieder an die Royal Navy zurückgegeben wurde, alle Waffen an Bord – von dem 38,1-cm-Geschütz bis zur 4-cm-Flak – noch immer geladen waren und zusätzlich die Messedecks mit menschlichen Exkrementen bedeckt waren. Benutzer: Britische Royal Navy, Russische (Sowjetische) Marine. Animation 3D-Modell Schlachtschiff Revenge der Royal-Sovereign-Klasse Spezifikationen für Schlachtschiff Archangelsk Spezifikation: Bewaffnung: Panzerschutz: Einsatzstatistik: Schlachtschiff-Klasse Marat oder Gangut (Oktjabrskaja-Revoluzia) Die einzigen anderen sowjetischen Schlachtschiffe des Zweiten Weltkrieges waren die Schiffe der Klasse Oktjabrskaja-Revoluzia, welche ursprünglich unter dem Namen Gangut-Klasse zu Beginn des Ersten Weltkrieges für die Marine des Zaren in Dienst gestellt worden waren. Etwa ein Dutzend russische Schlachtschiffe überstanden die Russische Revolution von 1917, aber die meisten wurde in den frühen zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts verschrottet. Die einzige Ausnahme waren die vier Einheiten der Gangut-Klasse, welche neben dem Klassenschiff die Namen Petropawlowsk, Poltawa und Sewastopol hatten. Sie hatten eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte, denn nach den schweren Verlusten der zaristischen Flotte im Russisch-Japanischen Krieg, musste Russland seine Flotte wieder vollständig neu bauen. Die ersten der neuen Großkampfschiffe waren die Einheiten der Gangut-Klasse für die Ostsee-Flotte, mit deren Planungen bereits 1906/1907 begonnen wurde. Das Ziel der russischen Marine war es, ihre ersten Großkampfschiffe mit einer Höchstgeschwindigkeit von 21,5 Knoten und einer Hauptbewaffnung aus zwölf 305-mm-Geschützen und einer Sekundärbewaffnung aus sechzehn 120-mm-Kanonen in Kasematten zu bauen. Dafür wurden einundfünfzig Entwürfe geprüft, aber der beste von der deutschen Werft Blohm&Voss wurde zurückgewiesen, da die Regierung des Zaren darauf bestand, dass die Schiffe in Russland gebaut werden müssen. Mithilfe des britischen Schiffbauers John Brown wurde deshalb dieser Entwurf überarbeitet, was dazu führte, dass das Schiff ungefähr in der Klasse zwischen einem Schlachtschiff und Schlachtkreuzer lag und daher zu ihrer Zeit als ‘Ostsee-Schlachtschiff’ bezeichnet wurde. Das lag daran, dass man sich dabei eng an die Vorstellungen des italienischen Generals Cuniberti gehalten hatte, der schwerer bewaffnete und schnellere Kriegsschiffe bevorzugte, dafür weniger Wert auf Panzerschutz legte. Deshalb ähnelten die russischen Schiffe in einem größeren Maßstab dem italienischen Schlachtschiff Dante Alighieri, welches ebenfalls 305-mm-Geschütze in Drillingstürmen auf der Mittschiffs-Linie trug. Die Schiffe der Gangut-Klasse hatten jedoch dagegen glatt durchlaufende Decks, eine anders angeordnete Maschinenanlage und Panzerungsaufbau. Die vier Türmen mit jeweils drei 305-mm-Geschützen standen alle entlang der Mittellinie, was eine Breitseite von zwölf Kanonen gegenüber den acht von zeitgenössischen britischen und deutschen Schlachtschiffen ergab. Diese russischen 30,5-cm-L/52-Geschütze erwiesen sich zudem als sehr Zielgenau. Obwohl die Drillingstürme eine starke Bewaffnung ergaben, mussten jedoch der Bug- und Heckturm knapp vor dem Schiffsenden montiert werden, da es keine überhöhte Anordnung der einzelnen Türme gab. Deshalb war es auf den Schiffen der Gangut-Klasse bei Fahrt immer sehr Nass. Die Mittelartillerie war zudem schlecht angeordnet und bei schwerer See nur wenig Wert. Der Entwurf der Antriebsmaschinen und des Schiffskörpers ergab eine Höchstgeschwindigkeit von 23 Knoten, was 1,5 Knoten über den ursprünglichen Anforderungen lag und damit einen Vorsprung von zwei bis drei Knoten gegenüber jedem anderen auf See befindlichen Schlachtschiff ergab. Im Gegensatz zum Rest des Schiffes lag der Panzerschutz jedoch unter dem Standard, da mehrere Kompromisse eingegangen werden mussten, um das Gesamtgewicht geringer zu halten. Da die Schiffe insbesondere für den Einsatz in der Ostsee vorgesehen waren, hatten sie einen besonderes verstärkten, Eisbrechenden Bug. Das Gewicht der Maschinenanlage und der Panzerung verhinderte jedoch den Einbau von Torpedoschotten. Die Korbmasten amerikanischer Art, welche bei der vorhergehenden Imperator-Pawel-Klasse erstmals erprobt worden waren, wurden während des Baus durch Stangenmasten ersetzt. Trotzdem wurde der verfügbare Raum des Schiffskörpers nicht optimal genutzt und die mehr …

  • BAR M1918A2

    Browning Automatic Rifle, amerikanisches leichtes Maschinengewehr oder Sturmgewehr. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell vom BAR. Browning Automatic Rifle (BAR) Typ: schweres automatisches Gewehr oder leichtes Maschinengewehr. Browning M1918 BAR im 1. Weltkrieg Kurz vor dem Kriegseintritt der USA in den 1. Weltkrieg führte Browning im Februar 1917 zwei automatische Waffenentwürfe dem Kongress in Washington vor. Eines davon war das schwere Maschinengewehr Browning M1917, während die andere Waffe eigentlich ein Zwitter ist. Dieses Browning Automatic Rifle M1918 oder kurz BAR passte in keine Kategorie. Die Waffe hatte die Größe eines gewöhnlichen Repetiergewehr, aber mit dem zweifachen Gewicht und ermöglichte Dauerfeuer durch einen Gasdruckmechanismus, welcher den verriegelten Verschluss bewegte. In vielen anderen Streitkräften diente die Waffe später als leichtes Maschinengewehr, aber in der US-Armee galt sie anfangs ausschließlich als automatisches Gewehr und wurde oft in ähnlicher Weise wie die späteren Sturmgewehre verwendet. Es war eine immer noch verhältnismäßig leichte und bewegliche Waffe, welche Einzel- oder Dauerfeuer abgeben konnte und von einem Mann eingesetzt wurde. Anfang 1918 wurde das BAR in mehreren Fabriken hergestellt, aber da die Firma Colt zu diesem Zeitpunkt die Browning-Patente hielt, stellte diese erst einmal die technischen Zeichnungen und Modelle für die anderen Hersteller fertig. So dauerte es bis zum September 1918, bis das BAR endlich in den Einsatz kommen konnte. Dann jedoch machte die Waffe einen derartig großartigen Eindruck auf die amerikanischen Soldaten, dass das BAR noch im Korea-Krieg eingesetzt wurde und bis 1957 von der US-Army verwendet wurde. Wieso die amerikanischen Soldaten so sehr vom BAR fasziniert waren, ist eigentlich schwer zu erklären. Die ersten BAR, welche im 1. Weltkrieg verwendet wurden, konnten nur aus den Händen abgefeuert werden, da sie noch nicht einmal das Zweibein eines leichten Maschinengewehrs hatten. Dazu fasste das Kastenmagazin nur 20 Schuss Munition, sodass beim automatischen Feuern die Länge des möglichen Feuerstoßes stark begrenzt war und für die meisten Infanteriegefechte viel zu kurz war. Auch konnte ein heißer Lauf nicht schnell und einfach ausgewechselt werden. Als ein leichtes Maschinengewehr war das BAR eigentlich zu leicht, während es als automatisches Gewehr zu groß und zu schwer war. Aber während des 1. Weltkrieges waren die amerikanischen Soldaten froh, das BAR erhalten zu haben und nicht mehr mit dem schrecklichen Chauchat-Maschinengewehr kämpfen zu müssen. Abgesehen vom Springfield-Gewehr war das BAR so ziemlich die einzige wirkliche amerikanische Waffe, welche sie erhalten hatten und zweifellos wollten sie die Qualität ihrer nationalen Schusswaffen hervorheben. Das BAR war tatsächlich eine eindrucksvoll aussehende Waffe, war exzellent verarbeitet und hatte einen hervorragenden hölzernen Schaft. Dazu konnte die Waffe schwere Schläge und eine harte Behandlung gut überstehen. Zur Pflege und für Reparaturen konnte das BAR schnell und einfach in seine 70 Einzelteile zerlegt werden und auch genauso einfach wieder zusammengebaut werden. Für den Gefechtseinsatz ließ die US-Army einige Kampfübungen für das BAR durchführen. Eine Drill hielt nicht lange an, bei dem angreifende Soldaten bei jedem linken Fußschritt vorwärts einen Schuss abgeben sollten. Tatsächlich entstanden praktische Drills erst nach dem die wenigen Kriegsmonate mit amerikanischer Beteiligung nach dem Waffenstillstand vom November 1918 analysiert worden waren. So wurde nun ein Zweibein und Schulterriemen zum Tragen an das BAR montiert und es wurde 1937 zum BAR M1918A1. Anstatt also als eine Art Sturmwaffe, wie es im Grabenkrieg des 1. Weltkrieges verwendet wurde, unterstützte das BAR fortan eher die Infanterie-Gruppe durch Deckungsfeuer während des Gefechtes. Insgesamt wurden etwa 85.000 Exemplare des Modells 1918 ausgeliefert und die Originalbestände des M1918 wurden im Jahr 1940 nach Großbritannien zur Ausrüstung der Home Guard und für andere zweitrangige Aufgaben geschickt. Browning M1918A2 BAR im 2. Weltkrieg Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde das leichte Browning-Maschinengewehr 1940 zum BAR M1918A2 abgeändert und in dieser Ausführung wurden von der US-Army in große Mengen bestellt. Bei diesem Modell wurde das Zweibein überarbeitet und die Stabilität beim Feuern verbessert. Neben dem M1918A1 war das neue M1918A2 die hauptsächlichen leichten Unterstützungswaffen für einen Infanterie-Zug der US-Army und der US-Marines im 2. Weltkrieg. Allerdings wurde die Waffe auch noch von Fall zu Fall als eine Art ‘Sturmgewehr’ in den Händen haltend abgefeuert. Die neue Waffe wurde von der New England Arms Company und der International Business Machines in einer Stückzahl von 208.380 hergestellt. Damit wurde das BAR M1918A2 zum häufigsten leichten Maschinengewehr in den US-Streitkräften und blieb in dieser Form bis Anfang der 1960er Jahre im Einsatz. Trotzdem bestand weiterhin der Mangel des zu kleinen Magazins mit nur 20 Schuss bei der Verwendung als leichtes Maschinengewehr. Es galt für Militär-Theoretiker immer noch als Zwitter, während es bei der Truppe im Feld im allgemeinen beliebt war. Während des 2. Weltkrieges wurde das M1918A2 von auch von vielen alliierten Streitkräften verwendet, darunter vor allem bei der National-chinesischen Armee. In Ländern der Dritten Welt wird es noch heute benutzt und für Polizei-Aufgaben ist eine modernisierte Version unter dem Namen ‘Monitor’ erhältlich. Browning M1918 BAR in Belgien und Polen Der Erfinder des Browning-Maschingewehr, John M. Browning, arbeitete noch Jahre nach dem 1. Weltkrieg für die belgische Fabrique Nationale d’Armes de Guerre in Herstal, wo er 1928 auch verstarb. Seit 1920 wurde sein BAR hier unter Lizenz hergestellt und geringe Mengen auch an die Streitkräfte von Schweden, einigen baltischen Staaten sowie in Mittel- und Südamerika, darunter auch Honduras, geliefert. Davon landeten viele schließlich bei der national-chinesischen Armee. Die belgischen Streitkräfte führten die leicht verbesserte und präzise verarbeitete Original-Waffe im Kaliber 7,65 mm als Modell 1930 ein und verwendete diese 1940. Die FN-Waffenfabrik baute während der deutschen Besetzung das Maschinengewehr für die Wehrmacht weiter. Die polnische Armee führte das BAR modifiziert im Kaliber 7,92 mm als Modell 1926 ein und die belgische Firma lieferte bis 1930 etwa 10.000 Stück. Anschließend begann die Waffenfabrik in Warschau ihr eigenes Modell 1928 zu bauen, welches auf einer belgischen Lizenz beruhte. Dieses leichte Maschinengewehr wurde bis 1939 perfektioniert und etwa 11.000 Stück standen den polnischen Streitkräften bei Ausbruch des 2. Weltkrieges zur Verfügung. Vor dem Krieg wurden von den Polen 1.880 Stück exportiert und in Polen erbeutete Exemplare wurden sowohl von der Roten Armee als auch den Deutschen während des 2. Weltkrieges verwendet. mehr …

  • Norwegen 1942-1944

    Wehrmacht-Bilder aus Norwegen im 2. Weltkrieg von 1942 bis 1944 und die deutsche Besatzung in Nordeuropa. Bilder aus Norwegen zwischen 1942 und 1944. Die Fotos stammen aus der Besatzungszeit und von den Vorbereitungen der 214. Infanterie-Division zur Umgliederung als Eingreif-Reserve des OKW (Oberkommandos der Wehrmacht) seit Sommer 1943. Noch eine interessante Anmerkung, welche dem Wehrmachtbefehlshaber Norwegen am 31.10.1943 vom OKW übermittelt wurde: ‘Es wird in steigendem Maße Klage über das zu enge Verhältnis der deutschen Wehrmachtsangehörigen zur Bevölkerung geführt, insbesondere die Zunahme der Anträge auf Heiratserlaubnis bzw entsprechende Scheidungsanträge. Zweckdienliche Gegenmaßnahmen werden vorgeschrieben.’ Zur Vergrößerung oder Dia-Show bitte auf eines der Fotos klicken.   Vorherige Seite: Kriegsgefangene und Dienstreisen Nächste Seite: An der Ostfront 1944 Die deutsche Besatzung in Nordeuropa Im von Deutschland besetzten Europa begannen die Besatzer mit der Einrichtung eines neuen Verwaltungssystems, dessen Konturen nur während des laufenden Krieges errichtet werden konnten und welches zusammenbrach, als die deutschen Streitkräfte zurückgedrängt wurden. In Nordeuropa blieben Dänemark und Norwegen von April 1940 bis zur Kapitulation im Mai 1945 unter deutscher Kontrolle. Im Falle Dänemarks kam die deutsche Invasion so schnell, dass es keinen Widerstand und keine Möglichkeit für die Regierung und insbesondere den König gab, zu fliehen. Angesichts der Duldung des Verwaltungsapparates war es für die Deutschen offensichtlich am einfachsten, das noch voll funktionsfähige Land nur unter Aufsicht zu führen, anstatt es direkt zu kontrollieren. Es gab dann tatsächlich eine vorübergehende Übereinkunft zwischen den Einwohner und den Besatzer. Im Rahmen dieser stillschweigenden, aber wirksamen Regelung stellten die Deutschen hier nicht die Grenzziehung infrage, welche sich aus der Friedensregelung von Versailles des Ersten Weltkriegs ergeben hatte, was viele unter der deutschen Minderheit in der betroffenen Region sehr bestürzte. Andererseits stellten die Dänen nicht nur wichtige Militärstützpunkte für die deutsche Kriegsführung zur Verfügung, sondern lieferten auch erhebliche Mengen an Nahrungsmitteln, was etwa ein Zwölftel des gesamten Jahresbedarfs von Deutschland deckte, einschließlich aller sonstigen an das Reich angeschlossenen Gebiete.   Als aber der Krieg und die Besatzung weiter andauerten, wurden einige Dänen unruhig und erhebliche Veränderungen der Situation wurden von den Deutschen erzwungen. Im Oktober 1942 wechselte Adolf Hitler zu einem härteren Kurs und wies seinen neuen Militärbevollmächtigten an, dass Dänemark an Deutschland angeschlossen werden würde und ihre Monarchie und ihre demokratischen Institutionen nicht beibehalten werden können. Eine Zeitlang wurden diese Absichten verschleiert, aber Eskapaden der dänischen Nazis führten den Dänen vor die Augen, was kommen wird. Im August 1943 riefen die Deutschen einen militärischen Notstand aus und die dänische Regierung wurde praktisch entfernt. Ironischerweise stimulierte dies eher den Widerstand, als diesen erlahmen zu lassen. Dies zeigte sich bald darauf deutlich als die deutschen Aktionen, die dänischen Juden zusammenzutreiben, scheiterten, als die Dänen ihnen halfen, nach Schweden zu fliehen. Unterdrückung und Widerstand standen sich für den Rest des Krieges feindselig gegenüber und alle Hoffnungen der Deutschen, das ‘nordisch-germanische’ Volk Dänemarks in loyale Deutsche umzuwandeln, waren längst verschwunden. Gleichzeitig hatten die Dänen alle Illusionen, welche sie einst über die Ziele ihres mächtigen Nachbarn hatten, verloren. Die Situation im besetzten Norwegen war noch verwirrender, da es von Beginn an bei Unternehmen Weserübung zu erheblichen Kämpfe und einer Phase der Verhandlungen über die Möglichkeit einer Einigung zwischen Teilen der Regierung und Deutschland gab. Als diese scheiterten, wurde die Situation durch die Ernennung eines Reichskommissars, Josef Terboven, der Gauleiter von Essen war und auch blieb, weiter getrübt. Als langjähriges Mitglied der NSDAP wollte Terboven Norwegen so führen, wie er es für richtig hielt. Dies tat er vorbehaltlich der wiederholt angekündigten Absicht Hitlers, Norwegen für immer zu einem Teil des Deutschen Reiches zu machen. Bei der Umsetzung seiner Politik wurde Terboven im Allgemeinen vom Wehrmacht-Befehlshaber Norwegen, General Nikolaus von Falkenhorst, unterstützt. Gelegentlich wurde dieser nur durch den Vertreter der deutschen Marine, Admiral Hermann Boehm, behindert und es kam auch häufig zu Problemen mit Vidkun Quisling, dem Führer der norwegischen Nazi-Partei. Obwohl Quisling bereit war, den Deutschen zu helfen, Norwegen zu erobern und dann Norweger für die Waffen-SS zu rekrutieren, wollte er das Land als eng an Deutschland angelehnter Verbündeter führen. Die deutschen Repressionen im Land standen unter dem Deckmantel des Kriegsbedarfs, was ihn und seine Anhänger vor den Augen der Norweger automatisch zu Verrätern machte. Trotz der innerhalb oder außerhalb der von den Deutschen im besetzten Norwegen geschaffenen Regierungsstruktur forderte er daher immer einen Friedensvertrag, den die Deutschen jedoch immer ablehnten. Hitler hatte nicht die Absicht, das Land jemals wieder in die Unabhängigkeit zu entlassen. Bis April 1943 hatte sogar Quisling erkannt, dass er nur dazu benutzt wurde, die Annexion durch Deutschland zu erleichtern und war verbittert über diese Entwicklung. Wenn dies nun die Einstellung des Mannes war, der einst die Deutschen zur Besetzung des Landes ermutigt hatte, kann man sich leicht vorstellen, was der gewöhnliche patriotische Norweger darüber dachte. Die Besetzung war für die Norweger eine unangenehme Zeit. Die Wehrmacht beschlagnahmte Häuser, Ladengeschäfte und anderes Eigentum, Schulen und verbreitete dabei überall Nazi-Symbole und Fahnen und deren Ideologien. Obwohl den Soldaten befohlen wurde, sich gegenüber der Zivilbevölkerung in Norwegen korrekt zu verhalten, hatten sie doch die polizeiliche Befugnis zu Kontrollen und das Recht, Personen zu verhaften, die sie für verdächtig hielten. Die ständig neuen Vorschriften, Gesetze und deutschen Ansprüche machten es den Norwegern daher schwer, sich in Sicherheit zu fühlen. Den Norwegern war es nicht erlaubt, sich frei zu bewegen oder Patriotismus in irgendeiner Weise öffentlich zu zeigen. In diesen Jahren wurde das Singen der Nationalhymne und das hissen der norwegischen Flagge verboten. Die Todesstrafe drohte für Vergehen, wie das Hören von alliierten Radiosendern, die neben propagandistisch auch als kulturell verwerflich erachtet wurden, oder für das Lesen einer der vielen illegalen oder in der Grauzone erscheinenden Zeitungen und Flugblätter. Die städtischen Gebiete waren von der Besetzung am stärksten betroffen, da hier auch die Rationierung eingeführt wurde. Alles, von Lebensmitteln und Kleidung bis hin zu Spielzeug und Möbeln, wurde rationiert und war nur gegen Bezugsscheine zu erhalten. Zucker, Kaffee und Mehl waren die ersten Produkte, welche rationiert wurden. Es folgten dann vor allem importierten Lebensmitteln und schließlich sogar Brot, Butter, Fleisch, Eier und Milchprodukte. Im Sommer 1942 wurden mehr …

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