B-17G Fliegende Festungen werfen Bomben auf ein Ziel


B-17G Fliegende Festungen werfen Bomben auf ein Ziel

B-17G Fliegende Festungen werfen Bomben auf ein Ziel

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Schlachtschiff Marat

    Russische Schlachtschiffe Archangelsk der britischen Royal-Sovereign-Klasse und Marat, Gangut. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Schlachtschiff Archangelsk Archangelsk Typ: russisches Schlachtschiff der englischen Royal-Sovereign-Klasse. Geschichte: Nach der Kapitulation Italiens im September 1943 beanspruchte die sowjetische Regierung umgehend ein Drittel der italienischen Flotte, als Ausgleich für die durch italienische Kriegsschiffe im Schwarzen Meer verursachten Schäden. Wenn auch die Angloamerikaner wenig Bereitschaft dafür zeigten, hatten sie jedoch keine andere Wahl, als einen Kompromiss einzugehen. Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die überlassenen italienischen Flotteneinheiten einsatzbereit und aufgeteilt werden könnten, wollten sie einige ihrer eigenen Schiffe an die Sowjetunion ausleihen. Als Teil dieser Vereinbarung machte die englische Royal Navy das alte Schlachtschiff Royal Sovereign (Stapellauf 1915), zusammen mit vier Unterseebooten (U- und S-Klasse) und neun ehemaligen amerikanischen Glattdeck-Zerstörer verfügbar. Die Schiffe der Royal-Sovereign-Klasse (oder kurz ‘R’-Klasse genannt) waren die letzten englischen Schlachtschiffe, welche während des 1. Weltkrieg gebaut wurden. Die Klasse bestand ursprünglich aus acht Schiffen, aber nur fünf wurden tatsächlich fertiggestellt: Resolution, Revenge, Royal Oak, Ramillies und Royal Sovereign. Ihre Abmessungen waren etwas kleiner als die der vorausgegangenen Queen Elizabeth Klasse, aber ihre Panzerung war besser verteilt und sie hatten die gleiche Hauptbewaffnung aus acht 38,1-cm-Geschützen in vier Türmen. Diese fünf Schiffe wurden zwar während der Jahre zwischen den beiden Weltkriegen umgebaut, jedoch nicht modernisiert. Während des 2. Weltkrieg taten sie daher nur Dienst bei zweitrangigen Aufgaben – welche aber trotzdem wichtig waren, wie die Sicherung von großen Geleitzügen oder Truppentransporten gegen deutsche Handelszerstörer oder als Abschreckung gegen die Japaner im Indischen Ozean. Der einzige Kriegsverlust der Klasse war die Royal Oak, welche bereits am 14. Oktober 1939 durch Günther Prien mit seinem U 47 in Scapa Flow versenkt wurde. Resolution wurde 1940 durch ein französisches Unterseeboot torpediert und Ramillies durch ein japanisches Kleinst-U-Boot vor Madagaskar im Jahr 1942, aber beide Schiffe konnten repariert werden und traten wieder der Flotte bei. Ramillies wurde später auch noch zum Beschuss der Küstenabschnitte an der Normandie und in Südfrankreich während der dortigen alliierten Invasionen eingesetzt. Die Royal Sovereign war zwar erst kurz zuvor mit neuem Radargerät und Flugabwehr-Kanonen ausgerüstet worden, trotzdem war sie nun – abgesehen von ihrer Einsatzmöglichkeit zum Küstenbeschuss – für die Royal Navy entbehrlich geworden. Eine sowjetische Schiffsbesatzung traf im Frühjahr 1944 in England ein und stellte das Schiff offiziell am 30. Mai 1944 als Archangelsk in Dienst. Im August 1944 lief sie zusammen mit dem Arktis-Konvois JW59 in das Weiße Meer. Sie verblieb in der Arktis für den Rest des Krieges und feuerte dabei keinen einzigen Schuss ab. Zu dem damaligen bizarren russischen Charakter noch die Anmerkung, dass als sie im Februar 1949 wieder an die Royal Navy zurückgegeben wurde, alle Waffen an Bord – von dem 38,1-cm-Geschütz bis zur 4-cm-Flak – noch immer geladen waren und zusätzlich die Messedecks mit menschlichen Exkrementen bedeckt waren. Benutzer: Britische Royal Navy, Russische (Sowjetische) Marine. Animation 3D-Modell Schlachtschiff Revenge der Royal-Sovereign-Klasse Spezifikationen für Schlachtschiff Archangelsk Spezifikation: Bewaffnung: Panzerschutz: Einsatzstatistik: Schlachtschiff-Klasse Marat oder Gangut (Oktjabrskaja-Revoluzia) Die einzigen anderen sowjetischen Schlachtschiffe des Zweiten Weltkrieges waren die Schiffe der Klasse Oktjabrskaja-Revoluzia, welche ursprünglich unter dem Namen Gangut-Klasse zu Beginn des Ersten Weltkrieges für die Marine des Zaren in Dienst gestellt worden waren. Etwa ein Dutzend russische Schlachtschiffe überstanden die Russische Revolution von 1917, aber die meisten wurde in den frühen zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts verschrottet. Die einzige Ausnahme waren die vier Einheiten der Gangut-Klasse, welche neben dem Klassenschiff die Namen Petropawlowsk, Poltawa und Sewastopol hatten. Sie hatten eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte, denn nach den schweren Verlusten der zaristischen Flotte im Russisch-Japanischen Krieg, musste Russland seine Flotte wieder vollständig neu bauen. Die ersten der neuen Großkampfschiffe waren die Einheiten der Gangut-Klasse für die Ostsee-Flotte, mit deren Planungen bereits 1906/1907 begonnen wurde. Das Ziel der russischen Marine war es, ihre ersten Großkampfschiffe mit einer Höchstgeschwindigkeit von 21,5 Knoten und einer Hauptbewaffnung aus zwölf 305-mm-Geschützen und einer Sekundärbewaffnung aus sechzehn 120-mm-Kanonen in Kasematten zu bauen. Dafür wurden einundfünfzig Entwürfe geprüft, aber der beste von der deutschen Werft Blohm&Voss wurde zurückgewiesen, da die Regierung des Zaren darauf bestand, dass die Schiffe in Russland gebaut werden müssen. Mithilfe des britischen Schiffbauers John Brown wurde deshalb dieser Entwurf überarbeitet, was dazu führte, dass das Schiff ungefähr in der Klasse zwischen einem Schlachtschiff und Schlachtkreuzer lag und daher zu ihrer Zeit als ‘Ostsee-Schlachtschiff’ bezeichnet wurde. Das lag daran, dass man sich dabei eng an die Vorstellungen des italienischen Generals Cuniberti gehalten hatte, der schwerer bewaffnete und schnellere Kriegsschiffe bevorzugte, dafür weniger Wert auf Panzerschutz legte. Deshalb ähnelten die russischen Schiffe in einem größeren Maßstab dem italienischen Schlachtschiff Dante Alighieri, welches ebenfalls 305-mm-Geschütze in Drillingstürmen auf der Mittschiffs-Linie trug. Die Schiffe der Gangut-Klasse hatten jedoch dagegen glatt durchlaufende Decks, eine anders angeordnete Maschinenanlage und Panzerungsaufbau. Die vier Türmen mit jeweils drei 305-mm-Geschützen standen alle entlang der Mittellinie, was eine Breitseite von zwölf Kanonen gegenüber den acht von zeitgenössischen britischen und deutschen Schlachtschiffen ergab. Diese russischen 30,5-cm-L/52-Geschütze erwiesen sich zudem als sehr Zielgenau. Obwohl die Drillingstürme eine starke Bewaffnung ergaben, mussten jedoch der Bug- und Heckturm knapp vor dem Schiffsenden montiert werden, da es keine überhöhte Anordnung der einzelnen Türme gab. Deshalb war es auf den Schiffen der Gangut-Klasse bei Fahrt immer sehr Nass. Die Mittelartillerie war zudem schlecht angeordnet und bei schwerer See nur wenig Wert. Der Entwurf der Antriebsmaschinen und des Schiffskörpers ergab eine Höchstgeschwindigkeit von 23 Knoten, was 1,5 Knoten über den ursprünglichen Anforderungen lag und damit einen Vorsprung von zwei bis drei Knoten gegenüber jedem anderen auf See befindlichen Schlachtschiff ergab. Im Gegensatz zum Rest des Schiffes lag der Panzerschutz jedoch unter dem Standard, da mehrere Kompromisse eingegangen werden mussten, um das Gesamtgewicht geringer zu halten. Da die Schiffe insbesondere für den Einsatz in der Ostsee vorgesehen waren, hatten sie einen besonderes verstärkten, Eisbrechenden Bug. Das Gewicht der Maschinenanlage und der Panzerung verhinderte jedoch den Einbau von Torpedoschotten. Die Korbmasten amerikanischer Art, welche bei der vorhergehenden Imperator-Pawel-Klasse erstmals erprobt worden waren, wurden während des Baus durch Stangenmasten ersetzt. Trotzdem wurde der verfügbare Raum des Schiffskörpers nicht optimal genutzt und die mehr …

  • Vormarsch in Jugoslawien

    Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 5. April 1941 beim Angriff auf Jugoslawien und Griechenland, Luftlandetruppe und Luftwaffe. Um seine Südflanke für den geplanten Angriff auf Russland abzusichern, hatte Hitler den jugoslawischen Prinzregenten Paul in das Achsen-Bündnis gedrängt. Als dann aber anti-deutsche Putschisten die Regierung in Belgrad stürzten, befahl Hitler die Besetzung von Jugoslawien und die Vertreibung der Engländer aus Griechenland. Kriegsgliederung der Wehrmacht im Balkanfeldzug Unternehmen Marita, die Invasion Jugoslawiens begann am 6. April 1941, nach einer erstaunlich kurzen Vorbereitungszeit von nur 10 Tagen. Es wurde zu einem vollen Erfolg, denn bei einem Verlust von 558 Mann wurde die jugoslawische Armee völlig zerschlagen und über 300.000 Mann gerieten in Gefangenschaft. Gleichzeitig griffen 5 Divisionen von Lists 12. Armee Griechenland an und eroberten das Land bis Ende April, wenn auch die Verluste hier mit knapp über 5.000 Mann viel höher waren. Der schnelle Sieg der Wehrmacht auf dem Balkan beruhte auf dem perfekten Umgang mit den Panzer- und Luftstreitkräften gegen die Armeen eines unorganisierten Gegners. Aus der Kriegsgliederung weiter unten ist zu sehen, dass die deutschen Armee-Korps eine sehr flexible Zusammensetzung hatten, wodurch eine Vielzahl von unterschiedlichen Formationen für die jeweiligen, örtlichen Gegebenheiten verwendet werden konnte. So verfügte das XVIII. Korps beispielsweise über 2 Gebirgsdivisionen und eine Panzerdivision, speziell für den Einsatz in dem schwierigen Gelände dort. Die Divisionsgliederung der Wehrmacht war die gleiche wie aus dem Jahr 1940, mit Ausnahme der Panzerdivisionen, welche neu zusammengesetzt wurden, um ein ausgewogeneres infanteristisches Element zu erhalten. Im Frankreich-Feldzug 1940 trat nämlich des Öfteren das Problem auf, dass Panzerverbände ohne die Unterstützung der anderen Waffengattungen durch das Feindesland rasten, während die zu Fuß marschierende Infanterie überhaupt nicht mehr hinterherkam. Die Panzer-Divisionen hatten daher jetzt nur noch ein Panzer-Regiment bei weiterhin zwei motorisierten Infanterie-Regimenter sowie stärkere Unterstützungseinheiten, welche Selbstfahrlafetten für die PAK und Artillerie beinhalteten. Die Division war nun 15.600 Mann stark und hatte eine Sollstärke von 211 Panzern, wobei die PzKpfw III und PzKpfw IV nun deren hauptsächliche Schlagkraft bildeten. Luftlandetruppe Nach dem Erfolg der Fallschirmjäger in Holland und Belgien wurde das XI. Luftlande-Korps im Sommer 1940 unter dem Kommando von Kurt Student offiziell aufgestellt. Dieser neue Verband war erstmals in Aktion während der deutschen Invasion Griechenlands, als das 2. Fallschirmjäger-Regiment über Korinth absprang, um die einzige Brücke über den Kanal intakt zu sichern, was allerdings letztlich fehlschlug. Die Kontrolle über Griechenland war jedoch nicht gleichzeitig die Kontrolle über das Mittelmeer und so wurden schnell Pläne erstellt, um die strategisch wichtige Insel Kreta zu erobern. Das XI. Luftlande-Korps war die Speerspitze dieses Angriffs. Die Luftlandung auf Kreta mit 22.000 Mann und mehr als 500 Transportflugzeugen, sowie Kräften welche über See anlanden sollten, begann am 20. Mai 1941 und nach 11 Tagen erbitterter Kämpfe evakuierten die Alliierten die Insel. Die Verluste waren jedoch hoch und die Deutschen hatten 3.250 Gefallene und Vermisste sowie 3.400 Verwundete, während 10.000 alliierte Soldaten gefangengenommen werden konnten. Die Eroberung Kretas nur aus der Luft war einer der größten Triumphe der Luftlandetruppe, während deren hohe Verluste Hitler dermaßen schockierten, das diese Eliteverbände von nun an praktisch nur noch in der Infanterie-Rolle zum Einsatz kamen. Die Landung auf Kreta wurde von der 7. Fallschirmjäger-Division, unterstützt durch die 5. Gebirgs-Division, durchgeführt. Die 7. Fallschirmjäger-Division war wie folgt gegliedert: 3 Fallschirmjäger-Regimenter zu je 3 Bataillonen, Luft-Nachrichten Kompanie, Transport-Kompanie, Sanitätskompanie, leichte Flak-Batterie, PAK-Kompanie, Motorrad-Zug. Nach der Eroberung der Insel wurde die 7. Fallschirmjäger-Division abgezogen und später der Ostfront zugeführt, während die hochwertige 22. Luftlande-Division, welche nicht am Angriff beteiligt war, stattdessen als Besatzungstruppe auf Kreta verblieb. Die 22. Luftlande-Division war eine soweit normale Infanterie-Division, welche für den Lufttransport trainiert war und eine entsprechende Ausrüstung erhalten hatte. Luftwaffe Der erste Einsatz der deutschen Luftwaffe über dem Mittelmeer erfolgte nach der Ankunft des X. Fliegerkorps aus Norwegen im Dezember 1940. Es sollte Unterstützung für die Bodenkämpfe in Nordafrika liefern und die englischen Versorgungsrouten durch das Mittelmeer abschneiden. Für einige Zeit beherrschte die deutsche Luftwaffe den dortigen Himmel, was auch an der Überlegenheit der Messerschmitt Bf 109 über die dort nur vorhandene Hawker Hurricane der RAF lag. Der Balkan-Feldzug wurde von der Luftflotte 4 mit 1.200 Flugzeugen mit großem Erfolg unterstützt, was auch die Eroberung Kretas ermöglichte. Jedoch wurden anschließend eine große Anzahl der Flugzeuge, sowohl vom X. Fliegerkorps als auch von der Luftflotte 4, zurückgezogen und zur Unterstützung der Invasion Russlands verwendet. Dies hatte zur Folge, dass die deutsche Luftwaffe im Mittelmeerraum von nun an der Zahl der Flugzeuge hoffnungslos unterlegen war. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 5.4.1941 Heeres-Gruppe A: Heeres-Gruppe D: Heeres-Gruppe C: Heeres-Gruppe B: Aufmarsch Balkan-Feldzug: Sonstige: Zahlenmäßige Übersicht der vollständig aufgestellten und einsatzbereiten Divisionen der deutschen Wehrmacht, Waffen-SS und Luftwaffe: Pz = Panzer; mot.Inf = motorisierte Infanterie; Kav = Kavallerie; Inf = Infanterie; Geb = Gebirgsjäger; Luftl. = Luftlande Ungefähre Soll-Stärke der wichtigsten Divisions-Typen des Feldheeres im Jahr 1941: Überblick Balkanfeldzug Die Invasion von Jugoslawien Am 6. April 1941 begann die Sicherung des deutschen Einflussraumes auf dem Balkan durch die Invasion von Jugoslawien durch die Wehrmacht. Dessen Regent, Prinz Paul, war bis zum 25. März 1941 dazu gedrängt worden, den Dreimächte-Pakt zu unterzeichnen. Durch einen schon seit längerem geplanten Putsch wurde er durch anti-deutsche, serbische Kräfte abgesetzt, welche den jungen König Peter auf den Thron erhoben und eine Regierung bildeten, welche aber nur wenige Tage bestehen sollte. Hitler befahl den Angriff mit 33 Divisionen auf Jugoslawien und ein schwerer Luftangriff traf Belgrad in einer neuen Eskalation des Blitzkrieges. Gleichzeitig wurde die jugoslawische Luftwaffe ausgeschaltet, bevor sie überhaupt zur Verteidigung eingesetzt werden konnte. Der deutsche Angriffsplan sah den Einfall der 12. Armee aus Bulgarien vor, welcher nach Süden in Richtung Skopje zielen sollte, um Monastir zu nehmen und die Vereinigung mit den griechischen Streitkräften zu verhindern. Von dort aus sollte die Armee – wie schon seit dem letzten Jahr geplant, als Jugoslawien noch als Verbündeter galt – nach Griechenland eindringen. Zwei Tage später führte General Paul von Kleist seine Panzer-Gruppe 1 gegen Nis und Belgrad selbst, wo sie mit der deutschen Zweiten Armee aus Österreich sowie italienischen und ungarischen Truppen zusammentreffen sollte. Der Angriffplan mehr …

  • Männer vom Belgrader 'Eisernen Regiment' auf dem Marsch

    Jugoslawische Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg. Stärke, Organisation, Ausrüstung und Uniformen der Armee, Luftwaffe und Marine von Jugoslawien im Jahr 1941. Der nominelle Oberbefehlshaber der jugoslawischen Streitkräfte war der König. Ende März 1941 putschte eine Gruppe von Offizieren gegen den Regenten Prinz Paul und erklärten Kronprinz Peter zum König von Jugoslawien, obwohl dieser eigentlich noch zu jung dafür war. Jugoslawische Armee Dieser Putsch wurde im Ausland als spontane, patriotische ablehnende Reaktion auf das unpopuläre Bündnis mit Deutschland angesehen. Der Putsch war allerdings schon seit längerem und vor Aufnahme der Bündnisverhandlungen mit den Achsenmächten geplant worden. Hitler entschied sofort, nun auch Jugoslawien zu erobern. Als die Wehrmacht am 6. April 1941 um 5:15 Uhr von Stützpunkten in Bulgarien aus angriff, war die jugoslawische Armee, einschließlich 400.000 gerade eingezogener Wehrpflichtiger, über die knapp 3.000 Kilometer lange Grenze verteilt. Die Front brach bald zusammen und am 9. April wurden weitere, starke deutsche Offensiven aus Österreich, Ungarn und Rumänien eröffnet. Zwei Tage später griffen auch die Italiener und Ungarn in den Kampf ein. Am 13. April hörte jeder organisierte Widerstand auf und am 17. April 1941 kapitulierte Jugoslawien. 6.028 Offiziere und 337.684 Mannschaften wurden von den Deutschen gefangengenommen. Organisation des jugoslawischen Heeres Jugoslawien hatte ein stehendes Heer und die männliche Bevölkerung ab dem Alter von 20 Jahren war wehrpflichtig. Die ersten 18 Monate wurden in der aktiven Armee verbracht, gefolgt von 19 Jahren in der Reserve und zum Abschluss weitere 10 Jahre als Reservist der Reserve-Armee. Die Friedensstärke der Armee stand bei 148.000 Mann und nach der Mobilisation erreichte sie etwa 1,4 Millionen Mann. Das Heer war verteilt über 5 Armee-Korps mit Hauptquartieren in Neusatz, Sarajevo, Uskup, Agram und Nis. Dvisions-Typen der jugoslawischen Armee: Zusätzlich gab es zwei Panzerbataillone, eins mit französischen Renault- und eins mit tschechischen Skoda-Panzern. Eine Armee-Korps bestand aus dem Hauptquartier und drei oder vier Infanterie-Divisionen. Die Infanterie-Division verfügte ebenfalls über ein Hauptquartier, zwischen zwei und vier Infanterie-Regimentern, ein oder zwei Artillerie-Regimenter oder ein unabhängiges Artillerie-Bataillon sowie Hilfstruppen. Zwei der Infanterie-Divisionen waren geringfügig anders organisiert und wurden als Gebirgs-Divisionen bezeichnet. Die Infanterie-Regimenter waren jeweils 2.400 Mann stark und ihr Unterstützungswaffen bestanden aus 168 Maschinengewehren und vier Infanterie-Geschütze. Die Garde-Division hatte ein Hauptquartier und eine Kavallerie-Brigade sowie ein Feldartillerie-Regiment. Die Kavallerie-Division bestand aus einem Hauptquartier, zwei Kavallerie-Brigaden, einem Fahrrad-Bataillon, ein Bataillon bespannter Artillerie und einer Pionier-Einheit. Die Invasion von Jugoslawien zwang Hitler, den Angriff auf Russland um einen – womöglich entscheidenden Monat – zu verschieben. Die Wehrmacht war so in Eile, ihre Verbände wieder an die russische Grenze zu verlegen, dass die Gefangennahme, Entwaffnung und Demobilisierung der jugoslawischen Armee nur unzureichend durchgeführt wurde. Tausende von jugoslawischen Soldaten, nach Schätzung vielleicht bis zu 300.000 Mann, behielten ihre Waffen und Ausrüstung und gingen entweder nach Hause oder traten den Soldaten-Banden in den Bergen bei. Es waren diese Männer und Offiziere, die als ‘Jugoslawische Armee in der Heimat’ als die Ersten in dem von den Deutschen besetzen Europa Widerstand leisteten und den Keim für einen jahrelangen, erbarmungslosen Partisanen-Krieg auf dem Balkan legten, welcher immer mehr Truppen der Achsenmächte band. Uniformen Im Jahr 1941 waren die Uniformen der Königlich-Jugoslawischen Armee im Grunde die gleichen wie der serbischen Armee im Ersten Weltkrieg. Wenn auch neuer Uniformen Schritt für Schritt eingeführt wurden, trugen viele Soldaten noch die alten Muster. Die Farbe der Uniform war ein braunes Grau, während die Offiziere Uniformen besserer Qualität in einem eher grünen, leichteren Grau erhielten. Der Mantel für Offiziere hatte zwei Reihen aus jeweils sechs Knöpfen, einen passenden Kragen und rückseitige Manschetten. Alle anderen Ränge erhielten den französischen Adrian-Stahlhelm mit einem Metallabzeichen vorne, in welchen das Wappen der jugoslawischen Streitkräfte eingestanzt war. Dazu eine Seitenkappe mit einer Kokarde in den Nationalfarben vorne, eine Feldbluse (Tunika), Übermantel und Pantaleons getragen mit Gamaschen und Stiefeletten. Es gab eine mehr komfortable und praktischere Uniform für die Gebirgstruppen, welche eine lose geschnittene Tunika und eine lange Sackhose, die an den Knöcheln zusammengeschnürt war, beinhaltete. Die Besatzung von Panzerfahrzeugen hatten den französischen Helm für motorisierte Truppen (siehe Bild weiter oben) und eine zweireihige, braune Lederjacke. Alle Ränge trugen ihre Rangabzeichen auf den Schulterstücken. Die Schulterstücke der Offiziere waren von denen der russischen Zaren-Armee abgeleitet, wenn auch die Sterne die gleichen waren, welche auch bei den deutschen Schulterstücken verwendet wurden. Ein weiteres ungewöhnliches Detail waren die in Gold oder Silber imitierten Litzen, welche aus Metall gestanzt waren. Es gab auch ein besonderes System von Rangabzeichen, welches auf Regenmänteln und anderen Arten von Schutzkleidung getragen wurde. Die Farbe der Waffengattung befand sich auf Kordeln an der Kopfbekleidung, der Bluse, Übermantel und Hosen, sowie auf den Schulterstücken und den Kragenstücken der Übermantel. Regimentsabzeichen oder akademische Abzeichen befanden sich auf den Brusttaschen der Bluse. Luftwaffe von Jugoslawien Die Heeres-Luftwaffe, welche auch Ballon-Einheiten und die Flak-Artillerie umfasste, unterstand dem Kriegsminister. Im Jahr 1938 bestand die jugoslawische Heeres-Luftwaffe aus drei Fliegerbrigaden mit insgesamt 14 Bomber-, 8 Jäger- und 21 Aufklärungsstaffeln. Die Gesamtzahl der Flugzeuge wird auf etwa 500 geschätzt, mit weiteren 300 Reserve- und Trainingsflugzeugen. In diesen Zahlen enthalten sind Bomber: 30 italienische Savoia-Marchetti-Bomber, 70 deutsche Dornier Do 17 K-Bomber und 50 englische Bristol Bristol Blenheim Bomber. 73 Jagdflugzuge waren deutsche Bf 109E (obwohl nur 46 einsatzbereit waren, als der Krieg ausbrach) und 40 englische Hawker Hurricane. Gegenüber der Macht der deutschen Luftwaffe hatte die jugoslawische Heeres-Luftwaffe kaum eine Chance und bereits am 13. April 1941 hat sie praktisch aufgehört zu existieren. Rund 25 Maschinen konnten jedoch nach Ägypten evakuiert werden, wo sie im Rahmen der englischen RAF ihren Dienst taten. Die Stärke des fliegenden Personals belief sich auf 980 Offiziere, 1600 Unteroffiziere, 720 Mann Flak-Personal und 7.500 Mannschaften. Uniformen Luftwaffe Die grau-blauen Uniformen der königlich-jugoslawischen Luftwaffe wurden 1938 eingeführt und bestanden aus einer Schirmmütze, Seitenkappe, offener Bluse mit aufgesetzten Taschen, welche entweder zusammen mit passenden langen Hosen und schwarzen Schuhen oder passenden Kniehosen und schwarzen, hohen Stiefeln getragen wurde. In den Sommermonaten konnten Offiziere und höhere Unteroffiziers-Ränge eine Mütze mit weißem Überzug und eine weiße Version der Dienstuniform tragen. Die anderen Ränge der jugoslawischen Luftwaffe trugen die gleiche Version der Uniform für Offiziere, mehr …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll to Top