Corsair brennt auf englischem Träger


Corsair brennt auf englischem Träger

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  • Ein schönes Farbfoto eines T-34/85.

    Sowjetischer mittlerer Kampfpanzer T-34 Modell 1943, Modell 1944 und T-44 mit 85-mm-Kanonen. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. T-34 Modell 1944 (T-34/85) und T-44 Typ: Sowjetischer mittlerer Kampfpanzer. Hier zum Vorgängermodell T-34 Modell 1943 T-34/85 (Modell 1944) Geschichte Nachdem die Unfähigkeit des T-34 Model 1943 offensichtlich wurde, mit den neuen deutschen Panzertypen – wie dem Panther-Panzer und PzKpfw VI Tiger – fertig zu werden, war das NKTP gezwungen, dieser Tatsache in das Auge zu sehen. Egal wie sehr auch die Panzerproduktion dadurch gestört werden würde, es mussten wesentliche Verbesserungen an den vorhandenen russischen Panzertypen vorgenommen werden. Auch das GKO griff ein, nachdem es von zahlreichen Beschwerden von Fronteinheiten überschwemmt worden war, dass ein ‘längerer Arm’ benötigt wurde, um die deutschen Panzer zu erreichen und erfolgreich zu bekämpfen. Vier Entwicklungsteams von Kanonen wurden aufgefordert, ein Sofort-Programm zur stärkeren Bewaffnung des T-34 zu starten. Die Teams von Grabin und Petrow arbeiteten bereits an 85-mm-Kanonen, als Grabins Büro vom 23 Jahre alten A. Savin übernommen wurde, als dessen bisheriger Chef zum Zentralen Artillerie-Entwicklungsbüro (TsAKB) nach Moskau versetzt wurde. Zudem begann noch das Team von Siderenko mit den Arbeiten an ihrer 85-mm-Kanone S-18. Die neuen Kanonen wurden auf dem Testgelände von Gorokhovieskiy außerhalb von Gorki erprobt und Grabins ZiS-53 wurde zum Sieger erklärt. Leider vertrug sich aber der neue Panzerturm, welcher von V. Kerichew bei Krasnoye Sormovo in Gorki entwickelt worden war, nicht mit der neuen Kanone. Offenbar hatte dieser nämlich den Turm um Petrovs D-5-Kanone herum entwickelt, welche früher zur Verfügung gestanden hatte und sich bereits für den Jagdpanzer SU-85 in Produktion befand. Zwei unbewaffnete T-34/85 waren bis zum 15. Dezember 1943 fertiggestellt worden und das GKO genehmigte den neuen Typ für den sofortigen Bau und Einsatz trotz dieser Probleme. Um weitere Verzögerungen zu vermeiden, befahl das NKTP den T-34/85 vorübergehend mit der D-5T-Kanone zu bauen, bis Savin einen neuen Panzerturm für Grabins neue und modifizierte ZiS-53-Kanonen sowie weiteren Verbesserungen entworfen hatte. Diese vorläufige Zwischenlösung, der T-34/85 Modell 1943 mit der D-5T-Kanone, ging noch im Dezember 1943 bei Zavod Nr. 112 in Krasnoye Sormovo in Produktion. Die Freigabe für die Serienproduktion erfpgte am 15. Dezember 1943 und bis zum Ende des Jahres waren bereits 293 fertiggestellt worden. Im Jahr 1944 folgten weitere 11.000 T-34/85 des Modell 1943 und vor allem Modell 1944.   Die zwischenzeitlich modifizierte, neue Kanone wurde ZIS-S-53 genannt, um Savins Einfluss auf den Entwurf zu würdigen und ersetzte im Frühjahr 1944, zusammen mit dem neuen Turm, den bisherigen mit der D-5T-Kanone. Dieser Panzer war nun der T-34/85 Modell 1944. Der T-34/85 Modell 1943 und 1944 unterschieden sich in vielerlei Hinsicht. Der augenscheinlichste Unterschied war der Geschützmantel, doch beim Modell 1944 war auch die Kommandantenkuppel nach hinten versetzt, um den Kanonier mehr Platz zu geben und ein Funkgerät in der Nähe des Kommandanten unterzubringen. Der T-34-85 bedeutete nicht nur einen wichtigen Schritt vorwärts bezüglich einer höheren Feuerkraft, sondern endlich wurde auch der Drei-Mann-Turm (Kommandant, Kanonier und Ladeschützen) mit vollständigen visuellen Beobachtungsmöglichkeiten und Funkgeräten für den Panzerkommandanten eingeführt, was bei den deutschen Panzerkampfwagen schon lange üblich war und ein wichtiger Teil ihrer bisherigen, taktischen Überlegenheit bildete. Die Produktion des T-34-85 ersetzte nicht sogleich den gesamten Bau des T-34 Modell 1943 mit der 76-mm-Kanone in allen Panzerfabriken, machte aber trotzdem den Großteil der russischen Panzerproduktion im Jahr 1944 aus. Zu Anfang wurde der neue T-34 von den Deutschen irrtümlich als T-43 identifiziert, über den es einige Meldungen gab und der über einen besseren Panzerschutz verfügen sollte. Im Oktober 1943 entschied das NKTP auch endgültig die Produktion von leichten Panzern zu beenden, nachdem nur 120 T-80 ausgeliefert worden waren. Zu diesem Zeitpunkt des Krieges waren die sowjetischen leichten Panzer praktisch unbrauchbar gegen deutsche Panzer und die benötigten Mengen an Aufklärungspanzern und leichten Unterstützungspanzer für die Infanterie konnten von Lend-Lease-Modellen wie dem Stuart oder Valentine ausgefüllt werden. Einsatz Im Zusammenhang mit dieser Entscheidung wurden im November 1943 die sowjetischen Tank-Brigaden erneut reorganisiert, wobei alle leichten Panzer bei diesen gestrichen wurden und die neuen Brigaden nur noch aus dem T-34 Modell 1943 und T-34/85 bestanden. Die Mischung aus T-34 mit der 76-mm oder 85-mm-Kanone war willkürlich und nur davon abhängig, welcher Typ gerade zur Verfügung stand, obwohl Garde-Einheiten natürlich mit der besseren Ausrüstung ausgestattet wurden, wenn dies möglich war. Die leichten Panzer wurden den mechanisierte Artillerie-Einheiten und einigen anderen Formationen zur Aufklärung oder Verbindungsaufgaben beigegeben. Verfügbar in Abertausenden, übernahm der T-34 die Herrschaft über das Schlachtfeld, zwang die deutschen Truppen immer mehr Defensive und gewann schließlich die taktische und strategische Initiative im ‘Großen Vaterländischen Krieg’ für die Sowjetunion. Nach dem Krieg wurde der T-34/85 und seine Nachfolger noch lange weiter verwendet und war noch im Koreakrieg der wichtigste mittlere Kampfpanzer. Gleichzeitig wurde er noch bis in die Mitte der 1950er Jahre weitergebaut, bis er vom T-54 endgültig abgelöst wurde. Bei anderen Armeen stand er noch bis Mitte der 1960er Jahre im Dienst und tauchte in manchen Buschkriegen auch noch viel später auf. In Erinnerung wird der T-34/85 jedoch als der hervorragende Panzer bleiben, welcher den Zweiten Weltkrieg für die Rote Armee gewonnen hat. Nach der Einführung des T-34/85 war die Rote Armee seit Sommer 1944 so stark, dass sie für den Durchbruch durch die deutsche Verteidigungszone an der Front lediglich ihre Panzer- und mechanisierten Korps benötigte. Die frischen Panzerarmeen wurden erst bei einem Einbruch von etwa 25 bis 40 Kilometern Tiefe eingesetzt, sodass sie weit in das deutsche Hinterland eindringen konnten. Nach dem Durchbruch in die Tiefe des Raumes war ihre Aufgabe, die deutschen operativen Reserven zu zerschlagen und so keine Verteidigungslinien mehr im rückwärtigen Raum zuzulassen. Die sowjetischen Panzer griffen mit tief gestaffelter, danach folgender Infanterie an. Diese Angriffe erfolgten möglichst tief und starr in frontaler Richtung. Erst in der Nacht wurde angehalten, um möglichst viel Infanterie aufschließen zu lassen, die sich eingrub und das neu eroberte Gelände sicherte. Die Gegenangriffe deutscher Panzereinheiten wurden zumeist schon in schnellen Begegnungsschlachten abgewehrt. Durch den zunehmenden Einsatz von Panzernahbekämpfungsmitteln bei der deutschen Infanterie, wie Panzerschreck und Panzerfaust, brachten die sowjetischen Panzerbesatzungen Bretter oder Gitter behelfsmäßig an mehr …

  • 3D-Modell Lockheed P-38 J Lightning

    US Langstreckenjagdflugzeug und Jagdbomber Lockheed P-38 Lightning, der Jäger mit den meisten Abschüssen japanischer Flugzeuge im 2. Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Lockheed P-38 Lightning Typ: US Langstreckenjagdflugzeug, Jagdbomber, Fotoaufklärer und Nachtjäger. Geschichte Die P-38 Lightning hat mehr japanische Flugzeuge abgeschossen als jedes andere Jagdflugzeug. Im April 1943 schoss eine P-38 Lightning das Flugzeug ab, welches Admiral Yamamoto, den Architekten des Angriffs auf Pearl Harbor, beförderte. Und die Deutschen nannten die Lockheed Lightning den ‘Gabelschwanz-Teufel’. Die P-38 war beliebt für ihre Tugenden und wurde gehasst für die Eigenheiten der Männer, welche sie flogen. Die Lightning wurde von 1940 bis 1945 gebaut und insgesamt 9.393 P-38 wurden in verschiedenen Versionen fertiggestellt. Das Flugzeug wurde an allen Fronten für verschiedene Aufgaben eingesetzt, darunter auch welche, die nicht beim ursprünglichen Entwurf vorgesehen waren, wie als Fotoaufklärer, Jagdbomber und Nachtjäger. Die zwei führenden amerikanischen Jagdfliegerasse, Major Richard I.Bong (40 Abschüsse, alle mit der P-38) und Major Thomas B. McGuire (38 Abschüsse) flogen zuletzt die P-38. Die Ausschreibung, welche zur P-38 führte, wurde vom U.S. Army Air Corps im Jahr 1937 erstellt. Wenn man den Aufwand der deutschen Luftwaffe betrachtet, einen schweren zweimotorigen Jäger zum Einsatz zu bringen, der nicht annähernd so erfolgreich wie die Lightning war, so konnte sich das Team, welches die P-38 entwarf, selbst dafür gratulieren, eines der besten Jagdflugzeuge des Zweiten Weltkrieges gebaut zu haben. Die Spezifikationen für das neue Flugzeug verlangten nach einem Höhen-Abfangjäger, welcher eine Höchstgeschwindigkeit von 576 km/h in 6.100 Metern für eine Stunde erreichen sollte, sowie 467 km/h im Marschflug. Die Flughöhe von 6.100 Metern sollte dabei in sechs Minuten erreicht werden können. Viele eingebundene Flugzeughersteller hielten diese Spezifikationen für nicht machbar, aber die Chef-Konstrukteure von Lockheed, H.L. Hibbard und Clarence ‘Kelly’ Johnson, prüften mehrere Lösungen und wählten davon den am wenigsten orthodoxen aus. Die Firma Lockheed hatte nie zuvor ein rein militärisches Flugzeug gebaut und entwarf ein revolutionäres Jagdflugzeug mit vielen technischen Neuerungen, aber auch großen Risiken. Zwei Motoren waren unvermeidlich, um die verlangte Leistung zu erzielen. Ein Doppelausleger wurde gewählt, um die zwei unerprobten Allison-V-12-Motoren mit GEC-Kompressoren unterzubringen. Die Kühler und das Hauptfahrwerk wurden ebenfalls in den Ausleger eingebaut. Im schmalen Rumpf, der Mittelgondel, befand sich das Cockpit, das Bugfahrwerk und die Bewaffnung. Alle Kanonen und Maschinengewehre befanden sich in der Nase, was auch die Probleme löste, die Feuerkraft zu konzentrieren und zu zielen. Die ursprünglich geplante Bewaffnung bestand aus vier 23-mm-Kanonen und vier schweren Maschinengewehren. Der erste Prototyp wurde am 23. Juni 1937 bestellt und die XP-38 erhob sich anderthalb Jahre später erstmals in die Lüfte, am 27. Januar 1939. Beim ersten Rollversuch zuvor fuhr der Prototyp in einen Graben. Das Flugzeug war mit einer 23-mm-Madsen-Kanone und vier 12,7-mm-Brownings-MGs bewaffnet. Die Militärbehörden waren immer noch skeptisch und deshalb wurde mit dem Prototyp zwei Wochen später ein Flug von einer Küste zur anderen quer über den nordamerikanischen Kontinent nach New York durchgeführt. Einschließlich zwei Landungen zur Betankung wurde dies in der Rekordzeit von sieben Stunden und zwei Minuten durchgeführt. Zum Schluß machte die XP-38 jedoch eine Bruchlandung, als sie zu früh auf dem Flugplatz in Mitchell Field aufsetzte und zerstört wurde, nachdem es zuvor Probleme mit den Klappen und einem der Motoren gegeben hatte. Trotzdem war das US Air Corps von dieser für Jahr 1939 unglaublich gehaltenen Leistung so beeindruckt, daß es eine Vorserie über 13 Flugzeuge zwei Monate später – trotz der hohen Kosten für den zweimotorigen Jäger – in Auftrag gab. Diese ersten YP-38 Lightning waren mit einer 37-mm-Oldsmobile-Kanone, zwei 12,7-mm und zwei 7,62-mm-Colt-Maschinengewehren bewaffnet und waren 1941 für Einsatzversuche verfügbar. Dieser Bestellung folgten zwei weitere über insgesamt 673 Flugzeuge. Die ersten 30 YP-38 waren im wesentlichen identisch zum Prototypen, aber die nächste Version P-38D, hatte dann die für dieses Muster grundsätzliche Einsatzkonfiguration mit selbstdichtenden Treibstofftanks, Panzerung und einem modifizierten Höhenleitwerk-System, um die Kontrolle entlang der Längsachse zu verbessern. Die Bewaffnung bestand aus einer 37-mm-Kanone und vier 12,7 mm-Maschinengewehren. Im November 1941 ersetzte die P-38E die vorhergehende Version in der Produktionslinie. Dieses Modell hatte eine 20-mm-Hispano-Kanone und mehr Munition und der Name ‘Lightning’ wurde nun offiziell verwendet. Diese Serienmaschinen hatten Motoren mit 1.166 oder später 1.343 PS und die Propeller rotierten gegenläufig, um das Flugzeug besser zu steuern. Die Auspuffgase gingen zu einem Turbolader in oberen Teil des Auslegers, wodurch die P-38 ungewöhnlich leise war. Glykol-Kühlmittel wurden durch die Kühler an den Seiten der Ausleger hinter den Motoren durchgeleitet. Der Pilot musste zwar über eine Leiter hinten an der Rumpfgondel in das Flugzeug einsteigen, dafür hatte die Lightning für ein Jagdflugzeug sogar einen gewissen Komfort, was das Fliegen etwas angenehmer machte. Ein erfahrener Pilot mit etwas Wagemut konnte mit ihr erheblich schnellere Rollen fliegen, als dies die Spannweite von 15,85 Meter annehmen lasst. Innerhalb weniger Minuten nach der US-Kriegserklärung am 7. Dezember 1941 schoss ein P-38E einen deutschen Fw 200C Condor in der Nähe von Island ab. Während 210 Exemplare der P-38E gebaut wurden, bereitete Lockheed eine weitere Version für den Export an Großbritannien vor, von welcher 143 Stück mit 20-mm-Hispano-Kanone und größerem Munitionsvorrat im März 1940 bestellt worden waren. Das US-Außenministerium jedoch verbot die Ausfuhr des neuen F2-Allison-Motors, weshalb diese Flugzeuge C15-Motoren erhielten. Diese Motoren drehten beide nach rechts, während sie ursprünglich nach außen drehten und hatten keinen Kompressor. Die Leistung der RAF Lightning Mk I war dadurch so schlecht, dass sie als nicht zufriedenstellend angesehen wurden. So verweigerte die Royal Air Force die Auslieferung und schickte sie nach Amerika zurück, wo sie anschließend von der U.S.A.A.F. als Trainingsflugzeuge verwendet wurden. Das nächste Modell war die P-38F, welche Anfang 1942 in Produktion ging. Diese Version hatte noch stärkere Motoren und Unterflügelstationen für Bomben oder Zusatztanks für eine größere Reichweite. An den Unterflügelstationen konnten 454-kg-Bomben, Torpedos, Tanks oder andere Lasten getragen werden. Dies war auch das erste Modell, welches in größerem Umfang Kampfeinsätze sah, als es über Westeuropa ab Mitte 1942 und in Nordwestafrika beim Unternehmen Torch im November eingesetzt wurde. Die ersten Luftsiege im Pazifik durch P-38 Lightning gelangen am 4. August 1942, als zwei japanische Kawanishi-Flugboote mehr …

  • PzKpfw IV Ausf.J der Hohenstaufen-Division

    Einsätze der 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen (Teil II). Von Arnheim, über die Ardennen und nach Ungarn bis zum Ende. Hier zu Teil I: 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen. Arnheim Eigentlich war Arnheim nur als Sammelpunkt für die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen vorgesehen, welche zwischenzeitlich aus weniger als 3.000 Mann bestand. Von dort sollte die Division, nachdem sie ihre verbleibenden Panzer und Artillerie an die Frundsberg-Division übergeben hatte, mit der Eisenbahn in Richtung Deutschland zu einer vollständigen Wiederauffrischung abtransportiert werden. Jedoch am 17. September 1944, gerade als die Division bis auf ein verstärktes Alarm-Bataillon schon verladen war, erfolgte das alliierte Unternehmen ‘Market-Garden’ in Holland. Dieses Unternehmen setzte sich aus der Bodenoffensive ‘Market’ durch Verbände der britischen 2. Armee und 1. US-Armee und der Luftlandung ‘Garden’ der 1. Alliierten Luftlande-Armee zusammen, mit dem Ziel sich in den Besitz der Brücken über die Waal bei Nijmwegen und über den Unteren Rhein bei Arnheim zu setzen. Falls die Deutschen von der alliierten Luftlandung überrascht waren, so waren die Alliierten jedoch genauso davon überrascht, Mitten in einem Gebiet mit Truppenteilen von zwei Panzer-Divisionen der Waffen-SS abgesprungen zu sein. Selbst in ihrem aufgebrauchten Zustand waren diese immer noch ein kampfstarker Gegner gegen die nur leicht bewaffneten Luftlandtruppen. Die Fahrzeuge der Hohenstaufen-Division wurden hektisch wieder aus den Eisenbahnwaggons ausgeladen und die schon abgefahrenen Teile wieder zurückgeholt. Die meisten der noch vorhandenen Soldaten der Division wurden in die Kampfgruppe Harzer zusammengefasst, welche vom SS-Standartenführer Walter Harzer angeführt wurde. Rund 9.000 britische Fallschirmjäger waren in der Gegend um Wolfheze gelandet, welches rund 11 Kilometer westlich von Arnheim am nördlichen Ufer des Flusses lag. Die Fallschirmjäger, welche den Vorstoß unternahmen, das nördliche Ende der Brücke zu besetzen waren etwa 700 Mann stark und vom 2. und 3. britischen Fallschirmjäger-Bataillon. Sie unternahmen noch einen Versuch die Brücke zu überqueren, aber heftiges deutsches Feuer zwang die Fallschirmjäger sich auf die Konsolidierung ihrer Stellungen am Nordende der Brücke zu konzentrieren und auf Verstärkungen zu warten. So blieb das südliche Ende der Brücke in deutschen Händen. Die Befehle von General Bittrich an die Soldaten der 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen lauteten, den Ort und die Brücke zu besetzen und zu halten und jeden Vormarsch weiterer britischer Fallschirmjäger vom Westen auf Arnheim zu unterbinden. Während der Schlacht um Arnheim wurden die Divisionstruppen in weitere, kleinere Kampfgruppen aufgeteilt, welche als Sperrkräfte zum Einsatz kamen. Einige Teile jedoch schwärmten von Arnheim aus bis nach Neerpelt im Südwesten aus. Dazu wurden die erfahrenen Waffen-SS-Männern mit Soldaten anderer Kommandos verstärkt, zum Teil noch in der Ausbildung oder sogar Mannschaften der Kriegsmarine.   Während die Masse der britischen 1. Luftlande-Division versuchte, sich entlang des Nordufers von ihrer Absprungzone nach Arnheim und zur Brücke vorzukämpfen, brachte sie der deutsche Widerstand bei Oosterbeek zum Stehen, kurz außerhalb des Ortes. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass die Luftlandetruppen die Brücke nur für einen oder zwei Tage halten sollten, bevor die Bodenstreitkräfte sich ihren Weg aus dem Süden zu ihrem Entsatz durchgeschlagen haben würden. Der schon vorab beanstandete Vorstoß des britischen XXX. Korps, angeführt durch die Garde-Panzerdivision und der 43. Wessex-Division, durch einen schmalen Korridor fuhr sich jedoch fest. Dadurch kamen die nur leicht bewaffneten britischen Luftlandetruppen unter zunehmenden Druck der Soldaten der Waffen-SS. Model schickte in den nachfolgenden Tagen ständig Verstärkungen zu den deutschen Truppen, welche die britischen Fallschirmjäger umstellt hatten. Trotz verzweifelter Kämpfe wurden die britischen Stellungen um Oosterbeck und bei der Brücke in Arnheim selbst ständig zusammengedrückt.   Die britische Streitmacht an der Brücke kapitulierte schließlich am 21. September 1944. Auf Intervention des Sanitätsoffiziers der Hohenstaufen-Division, SS-Sturmbannführer Egon Skalka, wurde am 24. September ein Waffenstillstand organisiert, wodurch 700 verwundete britische Fallschirmjäger aus dem Kampfgebiet evakuiert werden konnten. Am nächsten Tag wurden weitere 500 verwundete Briten an die Deutschen übergeben. Die deutschen Soldaten waren von dem Mut und der Zähigkeit der britischen Luftlandetruppen beeindruckt und die britischen Überlebenden berichteten später, dass ihre Behandlung durch die Waffen-SS-Männer mehr als korrekt war, sogar ‘freundlich’.   Die Ankunft der schweren Panzer-Abteilung 503 des Heeres mit Königstigern schließlich zerstörte jede Hoffnung der alliierten Entsatztruppen, sich noch den Weg zu den Eingeschlossen freikämpfen zu können. Deshalb wurde am 25. September 1944 der Befehl an die noch kämpfenden Überlebenden der britischen 1. Luftlande-Division herausgegeben, sich zurückzuziehen. Diejenigen, welche in der Lage waren, den Rhein in Sturmbooten von britischen und kanadischen Pionieren zu überqueren, wurden bis zum nächsten Tag evakuiert. Die Briten landeten etwa 9.000 Mann Luftlandetruppen bei Arnheim und später weitere 3.000 polnische Fallschirmjäger zu deren Unterstützung. Es wird geschätzt, dass etwa 8.000 dieser 12.000 Männer entweder gefallen oder in Kriegsgefangenschaft geraten waren. Die deutschen Verluste beliefen sich dagegen auf nur etwas über 3.000 Mann. Schließlich konnte die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen am 30. September wie geplant für eine längere Erholung, Auffrischung und Neuausrüstung nach Deutschland abtransportiert werden. SS-Standartenführer Harzer wurde mit dem Ritterkreuz in Anerkennung der Leistung seiner Truppen ausgezeichnet. Dies war nur eines der zwölf Ritterkreuze, welche an Angehörige der Division während des Zweiten Weltkriegs verliehen wurde. Ardennen-Offensive Für den nächsten Einsatz, an dem die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen teilnehmen sollte, wurde sie wieder auf knapp 20.000 Mann aufgefrischt. Aber davon waren nicht alle der neuen Soldaten von beeindruckender Qualität, denn diese beinhaltete einen großen Anteil von Personal der Luftwaffe. Die Division war außerdem erbärmlich knapp an Panzern, Fahrzeugen und Ausrüstung und einige ihrer Einheiten meldeten einen Fehlbestand von bis zu 50 Prozent.   Trotzdem wurde die Division am 12. Dezember in die Eifel verlegt und für die unglückselige Ardennen-Offensive vorbereitet. Die Hohenstaufen-Division wurde Teil der 6. SS-Panzerarmee, zusammen mit der 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS-Adolf Hitler, 2. SS-Panzer-Division Das Reich und 12. SS-Panzer-Division Hitlerjugend. Sie alle standen unter dem Kommando von SS-Obergruppenführer ‘Sepp’ Dietrich. Die Aufgabe der SS-Panzerarmee war es, entlang der nördlichen Flanke der Offensive bis nach Antwerpen vorzustoßen. Die Stadt war der entscheidende alliierte Nachschubhafen. Die Hohenstaufen-Division erreichte bei Beginn der Offensive am 16. Dezember 1944 Blankenheim und erhielt den Einsatzbefehl erst am Nachmittag des 19. Dezember im Rahmen des II. SS-Panzer-Korps zusammen mit der 2. SS-Panzer-Division Das Reich. Die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen war gezwungen, vier ganze Tage über völlig verstopfte Vormarschstraßen mehr …

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