Soldaten der französischen 1. Armee greifen an



Soldaten der französischen 1. Armee greifen an

Soldaten der französischen 1. Armee greifen bei Baden-Baden an.

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Im Blickpunkt:
  • 3D-Modell Panzerkampfwagen III Ausf. L

    Deutscher mittlerer Panzerkampfwagen III Ausf.J2 bis N mit langer 5-cm-KwK L/60 und 7,5-cm KwK L/24. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modelle. PzKpfw III Ausf. J2, L, M (SdKfz 141/1), N (SdKfz 141/2) und Fl (SdKfz 141/3) Typ: deutscher mittlerer Kampfpanzer. PzKpfw III Ausf. J2-N Bei Beginn des Unternehmen Barbarossa, im Juni 1941, befanden sich nahezu 1.500 PzKpfw III in den Verbänden der Wehrmacht, da sie sich zuvor als erfolgreich erwiesen hatten. Aber mit Beginn des Russland-Feldzuges und dem Auftreten der sowjetischen T-34 und KW-Panzer war die bisherige 5-cm-Kanone nicht mehr ausreichend. So erfolgte schnell die Einführung einer wirksameren, längeren 5-cm-Kanone. Doch auch diese war an der Ostfront ungenügend, wogegen sie sich in der nordafrikanischen Wüste bewährte. Deshalb wurden nun in schnellen Tempo 1942 verbesserte Versionen des PzKpfw III entwickelt, um den Fahrzeugen einen gewissen Kampfwert zu erhalten, bis der neue mittlere PzKpfw V Panther zum Einsatz bereit sein würde. Trotzdem erreichte die Herstellung des PzKpfw III niemals die geplanten Ausstoßzahlen. 1942 wurden noch 2.600 Stück des bereits veralteten Panzers gebaut und erst die letzte Ausführung N mit der kurzen 7,5-cm-Kanone war für die Feuerunterstützung nochmals wirksam. Hier zu den Vorgängermodellen PzKpfw III G bis J mit kurzer 5-cn-KwK L/42 PzKpfw III Ausf.J2 (SdKfz 141/1) Nach dem Auftreten der neuen sowjetischen Panzer in Russland wurden Aufträge erteilt, die Kanone 5-cm-KwK39 L/60 so schnell wie möglich in den PzKpfw III einzubauen, was dazu führte, dass die Panzer der Serie des Panzer 3 Ausführung J ab Dezember 1941 teilweise mit der neuen und teilweise mit der bisherigen, kurzläufigen 5-cm KwK L/42 bis Sommer 1942 bewaffnet wurden. Ursprünglich hatte Hitler den Einbau der längeren L/60-Kanone ja schon im August 1940 angeordnet, aber das Waffenamt setzte die Entscheidung nicht um, da die L/42-Kanone ja erst vor kurzem eingeführt worden war und sich bisher als erfolgreich erwiesen hatte. Bei seiner Geburtstags-Parade im April 1941 sah Hitler den neuen PzKpfw III Ausf.J noch ohne die lange Kanone und bestand darauf, diese so bald wie möglich einzubauen. Die Ereignisse in Russland zwei Monate später bewiesen die Notwendigkeit einer stärkeren Bewaffnung des Panzers. Die einzigen Unterschiede zwischen der Ausf.J mit der bisherigen 5-cm-KwK L/42 und denjenigen mit der neuen 5-cm-KwK39 L/60 (oft als Ausf. J2 bezeichnet) waren die Kanone selbst und die Lagerung der Munition, welche durch die Vergrößerung der Kanone reduziert werden musste. Der PzKpfw III Ausf.J mit den langläufigen 5-cm-KwK39 L/60 wurde erstmals an fünf neue Panzer-Einheiten ausgegeben, die Anfang 1942 aufgestellt wurden. Diese waren für die 3., 16., 29. und 60. motorisierte Infanterie-Division und die 5. motorisierte SS-Division Wiking. Die anderen Fahrzeuge wurden als Ersatz für die sehr großen Verluste in Russland und Nordafrika an bestehende Panzerverbände ausgeliefert. Die lange 5-cm-KwK des PzKpfw III Ausf.J2 war sehr nützlich in Nordafrika gegen die britischen Grant-, Valentine- und Crusader-Panzer, aber von nur geringem Wert in Frontalgefechten gegen russische T-34 und KW-1. Animation 3d-Modell Panzerkampfwagen III Ausf. J (SdKfz 141/1): PzKpfw III Ausf.L Im März 1942 wurde eine Studie durchgeführt, um festzustellen, ob der Turm des PzKpfw IV auf das Fahrgestell des PzKpfw III passen würde. Die Analyse ergab, dass die daraus resultierende Gewichtszunahme erheblich war und zahlreiche Modifikationen nötig wären. Die Idee wurde daraufhin fallengelassen und die Produktion des PzKpfw III mit der 5cm KwK39 L/60 fortgesetzt. Der ursprüngliche Auftrag für 1100 Ausf. L wurde durch eine neue Bestellung Anfang Juni 1942 dadurch reduziert, dass stattdessen bei 450 PzKpfw III die 7,5 cm KwK L/24 eingebaut werden sollte. 447 Ausf.L erhielten die kurze 7,5-cm-Kanone und wurde dadurch zur Ausführung N. Ein Panzer der Ausf.L wurde mit einer experimentellen KwK0725-Kanone fertiggestellt. Die Verbesserungen bei der Ausf.L beinhalteten eine Verstärkung der Panzerung an der Vorderseite des Turmes von 30 mm auf 57 mm, die Installation eines Torsions-Gegengewicht anstelle einer Spiralfeder für die Kanone und die Änderung der Entlüftungsklappen auf dem hinteren Rumpf. Alle Ausführung L bekamen eine zusätzliche 20-mm-Panzerplatte mit etwas Abstand vor den Vorderrumpf angebracht sowie die meisten ebenso an der Geschützblende. Die Notausstiegsluken an den Seiten, der Sehschlitz für den Ladekanonier und die Turmseitenschlitze wurde schon bald nach Beginn der Serienproduktion weggelassen. Ein für den russischen Winter nützliches Starthilfesystem, welches heiße Luft aus dem laufenden Motor zu einem anderen Fahrzeug übertragen konnte, wurde mit der Ausf.L eingeführt. Ende Juni 1942, zum Beginn der Sommer-Offensive in Russland, gab es rund 600 Panzerkampfwagen III mit der langen 5-cm KwK L/60 bei den deutschen Panzerverbänden an der russischen Front. Abgesehen von dem Ersatz für Ausfälle wurde die Ausführung L auch dafür verwendet, die neuen Panzer-Regimenter der 1. SS-Panzergrenadier-Division Leibstandarte Adolf Hitler, 2. SS-Panzergrenadier-Division Das Reich, 3. SS-Panzergrenadier-Divison Totenkopf und der Panzergrenadier-Division Grossdeutschland auszurüsten. Animation 3d-Modell Panzerkampfwagen III Ausf. L (SdKfz 141/1) PzKpfw III Ausf.M Bereits im März 1942 überlegte das OKH, den PzKpfw III so schnell wie möglich durch den neuen PzKpfw V Panther zu ersetzen. Im Juli 1942 wurde daher der Auftrag für 1.000 Fahrzeuge der letzten geplanten PzKpfw III-Serie, der Ausf.M, auf 775 beschnitten. Kurz darauf wurde beschlossen, das Fahrgestell des PzKpfw III für den Bau von Sturmgeschützen zu verwenden, und 165 Ausf.M-Fahrgestelle wurden für diesen Zweck abgezweigt. Die Reaktion der Truppe auf die neue Ausf.N mit der kurzen 7,5 cm KwK L/24 waren sehr positiv und führte Anfang November 1942 zu einem Auftrag, die Fahrzeuge der Ausf.M als Ausf.N mit der 7,5 cm KwK L/24 fertigzustellen. Dazu wurde 1942 aufgrund der Erfahrungen der heftigen Straßenkämpfe in Stalingrad die Idee geboren, einen Flammenwerfer im Turm des PzKpfw III zu montieren und 100 Panzer der Ausf.M waren für diesen Zweck vorgesehen. Weitere 47 PzKpfw III wurden nie gebaut, sodass vom ursprünglichen Auftrag über 1.000 Ausf.M tatsächlich nur 250 fertiggestellt wurden. Der Hauptunterschied zwischen der Ausführung L und der Ausf.M bestand in der neuen Wat-Ausrüstung der Ausf. M. Diese wurde durch Abdichtvorrichtungen um alle Rumpf-Lufteinlässe, Abluftklappen und durch einen modifizierten Auspuff-Schalldämpfer mit einem hoch auf dem Rumpfheck montierten Verschlussventil erreicht. Zusätzlich wurde die Vernebelungs-Vorrichtung von dem 5-Rauchkerzen-Heckgestell auf 3 Werfer, welche auf jeder Turmseite vorne angebracht waren, geändert. Mit der breiten ‘Ostkette’ erhöhte sich die Gesamtbreite des Panzers mehr …

  • Freiwillige der britischen Home Guard

    Britische Armee und Home Guard in Westeuropa und im Mittelmeer-Raum im Jahr 1940. Organisation, Divisionen, Ausrüstung und Home-Guard-Uniformen. Die kanadische Armee in Großbritannien und die Empire-Verbände im Nahen Osten. In den ersten sechs Monaten des 2. Weltkrieges gab es wenig Kampfhandlungen an der Westfront, mit Ausnahme einer kleinen und halbherzigen französischen Offensive in der Saar-Region. Das britische Expeditionskorps BEF führte Übungen durch, verstärkte seine Stellungen und legte Depots und Vorratslager an. Von November 1939 an befand sich, in Absprache mit den Franzosen, immer eine der englischen Divisionen für einen kurzen Zeitraum an der Saar-Front und unter französischem Kommando, um Einsatzerfahrung zu sammeln. Die britische Armee 1940 Ende April 1940 hatte das BEF eine Stärke von 394.165 Mann in 10 Divisionen. Als dann der Krieg am 10. Mai 1940 ernsthaft begann, war das relativ kleine englische Kontingent nicht in der Lage, den schnellen deutschen Vorstoß aufzuhalten. Innerhalb von zwei Wochen wurde das BEF an die Kanalküste zurückgeworfen und das Unternehmen ‘Dynamo’, die Evakuierung aus Dünkirchen, begann. Vor allem durch den Widerstand der französischen Streitkräfte, welche den deutschen Vormarsch verzögerte, und des umstrittenen Halte-Befehls Hitlers, die deutschen Panzer außerhalb Dünkirchens zurückzuhalten, konnten 224.320 englische (einschließlich 15.350 Verwundete) und 141.842 alliierte Soldaten evakuiert werden. Obwohl Dünkirchen der letzte Akt einer großen englischen Niederlage war, stellte das Entkommen von über 350.000 alliierten Soldaten einen großen Erfolg dar und war ein wichtiger Impuls für die auf ihren Tiefpunkt angekommene britische Kampfmoral. 3.457 Mitglieder des BEF sind während des Westfeldzug gefallen und wenn auch die englische Rolle in den Kämpfen nur untergeordnet war, so waren doch viele deutsche Soldaten von dem disziplinierten Auftreten der britischen Truppen beeindruckt. Home Guard (Heimwehr) Die deutschen Luftlandeeinsätze in Holland und Belgien zur Besetzung wichtiger Positionen hinter der eigentlichen feindlichen Hauptverteidigungslinie richtete die Aufmerksamkeit auf die Möglichkeit, dass diese Form des Angriffes auch gegen England selbst eingesetzt werden könnte. Als Vorsichtsmaßnahme rief der Kriegs-Staatssekretär Anthony Eden am 14. Mai 1940 über Rundfunk alle einsatzfähigen Männer im Alter von 16 bis 65 Jahren dazu auf, sich bei einer Militärorganisation, welche als ‘Local Defence Volunteers’ (abgekürzt LDV und das britische Äquivalent zum späteren deutschen Volkssturm) benannt wurde, zu melden. Bis zum 20. Mai hatten sich fast 250.000 Freiwillige in die Listen eingetragen und bis zum Ende des Monats hatte ihre Zahl 300.000 erreicht. Diese Streitmacht wurde zusammen mit den Territorial-Streitkräften organisiert und kam unter die Einsatzkontrolle des Oberbefehlshabers der britischen Heimatstreitkräfte. Am 31. Juli 1940 wurde dann die Bezeichnung dieser Streitmacht in Home Guard (Heimwehr) geändert. Das unmittelbare Problem mit dem die Home Guard konfrontiert war, war ein akuter Mangel an Waffen, Uniformen und Ausrüstung. Es gab nur Militär-Gewehre für ein Drittel der Home Guard und der Rest musste sich auf Monate mit Schrotflinten, Sport- und Jagdgewehren oder sogar Golfschlägern und selbstgemachten Piken begnügen. Die Mitglieder der Home Guard erhielten keinen Sold und wurden zum Dienst oder zur Übung nur außerhalb der Arbeitszeit eingezogen. Sie waren in Bataillone, Kompanien und Züge organisiert, aber es gab keine festgelegte Anzahl für die Größe dieser Einheiten. Eine Kompanie konnte zwischen 300 und 400 Mann stark sein. Befehlshaber der Einheiten waren nicht Offiziere des regulären Militärs, sondern damit beauftragte öffentliche Amtsträger (z.B. Bürgermeister) und alle Mitglieder unterstanden dem Militärrecht als einfache Soldaten. Die Heimwehr war über das ganze Land zerstreut und jeder Bezirk, Stadt oder jedes Dorf hatte seine eigenen Einheiten. Ihre Aufgaben bestanden in der Bewachung wichtiger Gebäude, Verkehrskreuzungen, Eisenbahnlinien und Fabriken sowie mit der Patrouille an Küstenabschnitten, wo deutsche Landungen stattfinden könnten. Bis Ende Juli 1940 war die Home Guard bis auf 500.000 Mann aller Ränge angewachsen und während der Monate der Gefahr einer deutschen Invasion hatte ihre Präsenz und Begeisterung nicht nur geholfen, die britische Bevölkerung zu beruhigen und zu motivieren, sondern sie befreite auch eine große Anzahl regulärer Soldaten vom Wach- und Garnison-Dienst, welche dadurch bei aktiven Kampfverbänden verwendet werden konnten. Einige der amerikanischen Staatsbürger, welche in London lebten, traten den Local Defence Volunteers bei. Sie bildeten die ‘1st American Squadron’ (1. Amerikanische Staffel), welche als ‘Red Eagles’ (Rote Adler) bekannt wurde. Etwa 128 amerikanische Staatsbürger dienten in dieser Einheit während des gesamten Zweiten Weltkrieges. Sie setzten dabei nicht nur ihre eigenen Privat-Fahrzeuge ein, sondern einige der Mitglieder besorgten sich auch ihre eigenen Thompson-Maschinenpistolen. Uniformen der Home Guard: Zu Beginn verwendeten die Local Defence Volunteers ihre gewöhnliche, tägliche Kleidung mit einer khakifarbenen Armbinde am oberen rechten Arm, auf welcher die Buchstaben LDV in schwarz zu sehen waren. Ehemalige Soldaten und hier insbesondere die Offiziere verwendeten ihre alten Uniformen. Ebenso wurden die ehemaligen Regiments- und Korps-Abzeichen auf diesen alten Uniformen oder denen der Home Guard gerne geführt. Diese Praxis wurde aber von offizieller Seite nicht gerne gesehen und aktiv bekämpft. Sobald es möglich war, erhielten die Mitglieder der Home Guard besondere Jacken und später Kampfanzüge, sodass sie nach und nach begannen, wie richtige Soldaten auszusehen. Die Ausrüstung bestand zuerst aus dem sogenannten ‘Home-Guard’-Mustern mit einem Taillen-Gürtel und Riemen aus Leder, Web-Beuteln und einem speziellen Muster einer Wasserflasche und Brotbeutel. Die ersten Abzeichen, welche offiziell an die Home Guard ausgegeben wurden, war eine Armbinde mit einem großen Buchstaben, welcher aus farbigen Stoffen herausgeschnitten wurde. Dieses zeigte die Einsatzzone des Mitgliedes an, z.B. ‘S’ für ‘South’ (Süden). Diese wurden aber recht schnelle gegen ein Regional-Abzeichen ausgetauscht, welches die Bataillons-Nummer anzeigte. Stabsmitglieder der Home Guard, welche den Distrikt-Kommandos zugeteilt waren, führten zusätzliche Formations-Abzeichen des Kommandos. Einige Einheiten der Home Guard in Küstenabschnitten übernahmen auch Marine-Uniformen, auf welchen sie die Abzeichen der Home Guard führten. Kanadische Armee Im Juni 1940 wurde die kurz zuvor ausgeschiffte 1. kanadische Division wieder schon aus Frankreich evakuiert. Im Juli wurde die Division zusammen mit der 1. britischen Panzer-Division und der Masse der 2. neuseeländischen Division zum 7. britischen Korps zusammengefasst. Seit Mai 1940 kamen außerdem Einheiten der 2. kanadischen Division in Großbritannien an, aber die Division war nicht vollständig vor dem 25. Dezember 1940 versammelt. Von Ende Oktober an bewachten die schon eingetroffenen Teile der Division die Strände zwischen Worthing und Newhaven in Sussex. Am Weihnachtstag 1940 wurde das 7. britische mehr …

  • Simonow-Gewehr

    Sowjetisches vollautomatisches Gewehr Simonow AVS-36 und Selbstladegewehre Tokarew SVT-38, SVT-40 und DP-Maschinengewehre. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. AVS-36, SVT-38 und SVT-40 Typ: Vollautomatisches Gewehr bzw. Selbstladegewehr. Geschichte In der Sowjetunion wurde über die Jahre hinweg ein gewisses Talent bei der Weiterentwicklung von Infanteriewaffen hervorgebracht. Dazu gehörte neben den PPS-Maschinenpistolen auch der frühe Schritt hin zu Selbstladegewehren. AVS-36 Das erste davon war das Automaticheskaia Vintovka Simonow, entworfen von Sergej Simonow, welches nach zehnjährigen Versuchen 1936 bei der Roten Armee als AVS-36 eingeführt wurde. Es sollte das Standardgewehr Mosin-Nagant bei der Truppe nicht vollständig ersetzen, sondern nur ergänzen und bei der Infanterie für mehr Feuerkraft sorgen. Das Funktionsprinzip basierte auf der Gasentnahme aus dem Lauf und konnte sowohl für Einzelfeuer oder Dauerfeuer verwendet werden. Das Magazin fasste bis zu 15 Patronen. Es wurden bis 1940 etwa 65.000 Exemplare in der Waffenfabrik von Ishewsk hergestellt und es wurde von der Roten Armee im Winterkrieg von 1939/40 gegen Finnland eingesetzt. Das Gewehr war aber kein großer Erfolg, da es einen zu starken Mündungsausstoß und Rückstoß produzierte, eine ungenügende Treffgenauigkeit hatte, der eher komplizierte Mechanismus zu anfällig für Dreck und Staub war und die Bauteile nur eine geringe Lebensdauer hatten. Deshalb wurde es nicht weiter hergestellt und durch das Tokarew-Gewehr ersetzt. SVT-38 Das von Fjodor W. Tokarew entwickelte Selbstladegewehr SVT-38 (Samozariadnja Wintowka Tokarew) ersetzte 1938 das nicht allzu erfolgreiche AVS-36. Ursprünglich war es keine große Verbesserung gegenüber dem AVS, vor allem, da es nur in Einzelfeuer arbeitete. Wie das AVS arbeitete die Waffe mit einem Gassystem und behielt die wesentlichsten Bauteile bei, aber das Abzugssystem wurde vereinfacht. Die Munitionszufuhr erfolgte ebenfalls durch ein abnehmbares Magazin, aber für nur zehn Patronen. Das neue Gewehr wurde schnellstmöglich in der Waffenfabrik von Tula im Jahr 1939 in Auftrag gegeben und ein Jahr später auch in Ishewsk in die Serienproduktion genommen. Ein Teil der hergestellten Gewehre, sowie vom Nachfolger SVT-40, erhielt Zielfernrohre für den Einsatz bei den Scharfschützen. Da die Waffe jedoch so leicht wie möglich gehalten werden sollte, war der Mechanismus viel zu leicht für die auftretenden Kräfte und mechanischen Vorgänge, welche bei längerer Benutzung anfallen. Während die Kombination eines gasbetriebenen Systems und ein Verriegelungsblock nach unten in eine Aussparung im Gehäuse sich grundsätzlich bewährte, gab es trotzdem häufig Probleme, hauptsächlich, weil Teile davon kaputtgingen. Aus diesem Grunde wurde das SVT-38 im Laufe des Jahres 1940 aus der Produktion genommen und durch das SVT-40 ersetzt. SVT-40 Das SVT-40 entstand aus dem früheren Modell SVT-38. Der hauptsächliche Unterschied lag vor allem bei Vereinfachungen für die Produktion und um die Zuverlässigkeit zu verbessern. Tokarew vervollkommnete sein erstes Modell technisch und machte es auch leichter. Es konnte bereits im April 1940 als Modell 1940 oder SVT-40 in die Produktion genommen werden. Die Produktion erfolgte in gewaltigen Stückzahlen und ersetzte bald das Vorgängermodell. Im Laufe des Jahres 1941 wurden an die Rote Armee mehr als eine Million Stück ausgeliefert. 1942 sank die Produktion jedoch auf etwa nur noch 25 Prozent und anschließend wurde es vollkommen durch die Maschinenpistole PPSh-41 ersetzt. Das Modell 1940 kann von dem Modell 1938 dadurch unterschieden werden, dass der Lauf mehr sichtbar ist und es eine zwei- oder dreifache Schall-Mündungsbremse im Gegensatz zu der sechsfachen des früheren Modells hat, da es ein kürzeres Bajonett verwendet. Die Funktion erfolgt über das Gasdrucksystem, welches nahe der Mündung abgezogen wird, um einen Gaskolben in einem Zylinder über dem Lauf anzutreiben. Dieser bewegt seinerseits eine Betätigungsstange nach hinten, welche über den Verschluss hinausragte um auf die Vorderseite des Bolzenträgers zu schlagen, um diesen nach hinten gegen die Rückholfeder zu drücken. Die Bewegung des Bolzens wird durch den Bolzenträger mithilfe von Nockenspuren durchgeführt, welche den Bolzen anheben und loslassen und ihn schließlich durch die verbleibende Rückwärtsbewegung des Trägers festhalten. Die Rückholfeder befindet sich im Bolzenträger innerhalb des Gehäuses, welche für die Dauer des Vorgangs verantwortlich ist und Träger und Bolzen zurückzieht, um eine neue Patrone zu laden. Eine separate Feder zieht die Betätigungsstange und den Gaskolben. Vom mechanischen Standpunkt ist dies ein fortschrittlicher und üblicher Entwurf, aber zum Zeitpunkt der Entwicklung der Waffe gab es aber offensichtlich eine Reihe kleinerer Probleme, welche unter dem Zeitdruck nicht bereinigt werden konnten. Daher erwies sich schon das Modell 1938 im Einsatz als zerbrechlich und wurde 1940 zugunsten des SVT-40 ersetzt. Dieses litt aber ebenfalls unter seiner Empfindlichkeit, welche beim harten Fronteinsatz seinen Tribut forderte. Es musste im Einsatz sorgfältig gepflegt werden und so wurden die Gewehre vor allem an Unteroffiziere der Infanterie-Regimenter oder sorgfältig ausgesuchte Schützen und an besondere Einheiten ausgegeben, wo ihr schnelles Feuer am wirksamsten war. Später wurde die Mehrzahl von den Fronttruppen wieder abgezogen und mit Zielfernrohren zu Scharfschützengewehren umgearbeitet. Für Scharfschützen war ein Selbstlader von Vorteil und diese hatten auch mehr Zeit, um die Waffe sorgfältig zu pflegen und einzusetzen. Zu Beginn des Unternehmen Barbarossa verfügte die Rote Armee über nicht genügend Maschinenpistolen, und so baute Tokarew das Gewehr zum AVT-40 um, welches vollautomatisches Dauerfeuer geben konnte. Doch diese Modifikation war nicht sonderlich erfolgreich und es wurden nur wenige gebaut. Auch soll es eine kürzere Karabiner-Version gegeben haben, welche aber unter dem starken Rückstoß beim Schießen litt und daher auch nur wenig gebaut wurde. Als die deutschen Truppen 1941 in die Sowjetunion eindrangen, trafen sie bald auf das Feuer der SVT-38 und SVT-40 Selbstlader. Alle erbeuteten Exemplare wurden sofort unter der Bezeichnung Selbstladegewehr 258(r) und Selbstladegewehr 259(r) von der Wehrmacht übernommen. Nachdem der grundsätzliche Gasmechanismus untersucht worden war, wurde dieser umgehend auch für das deutsche Gewehr 43 verwendet. Die sowjetischen und deutschen Selbstladegewehre, zusammen mit der amerikanischen M1 Garand Rifle und Carbine M1, hatten einen starken Einfluss auf die Infanterie-Taktiken und bestätigten die Bedeutung der höheren Feuerkraft auf dem Schlachtfeld. Dies resultierte in das deutsche Sturmgewehr 44 und die modernen Sturmgewehre. Benutzer: Rote Armee. Spezifikationen Selbstladegewehr Modell 1940 (SVT-40) Spezifikationen: Einsatzstatistik: Maschinengewehr DP Wassili A. Degtyarev war einer der führenden sowjetischen Waffenkonstrukteure und begann bereits 1921 mit der Arbeit an einem Maschinengewehr. Bis 1926 war das DP-Maschinengewehr perfektioniert und zur Erprobung vorgelegt. Im nachfolgenden Jahr (andere Quelle erst 1928) wurde mehr …

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