Jagdpanzer Elefant


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Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Die italienische Armee im Ersten Weltkrieg von 1915 bis 1918. Uniformen, Stärke, Divisionen, Organisation, Befehlshaber und Verluste. Wie einige andere Großmächte führte Italien die Wehrpflicht in den 1870er Jahren ein und setzte den Zeitraum für die Dienstpflicht auf drei Jahre fest. Die italienische Armee 1915 bis 1918 In vielerlei Hinsicht war die Armee die einzige wirkliche, nationale Organisation der neugeborenen Nation Italien. Doch selbst diese Armee war eine Mischung aus den früheren lokalen Armeen, vereinigt rund um die piemontesischen Armee, ebenso wie Italien selbst sich um die piemontesischen Monarchie vereinigt hatte. Obwohl ihre lokalen Bestandteile jeweils ihre eigenen stolzen Traditionen hatten, prägten die Traditionen von Piemont die Armee, was zu Frustration und Groll führte, wenn piemontesische Offiziere eine Vorzugsbehandlung genossen oder schneller befördert wurden. Es gab davon natürlich Ausnahmen, insbesondere General Armando Diaz, der, obwohl aus Neapel kommend und mit spanischer Abstammung, in der italienischen Armee aufstieg und diese im letzten Jahr des Krieges befehligte. Trotz der durch Wirtschaftskraft und Bildungsschwächen auferlegten Einschränkungen Italiens, war die Armee führend in verschiedenen Bereichen der militärischen Modernisierung gewesen. Die Italiener waren die ersten, welche Flugzeuge im Krieg einsetzten (in Libyen ab Oktober 1912) und mit dem am weitesten verbreiteten Einsatz von Panzerwagen. Die zunehmende Begeisterung für den Motortransport mag seine Ursache auch in dem historischen Mangel an Pferden im Land gehabt haben. Wirtschaftliche und politische Zwänge führten dazu, dass eine dringend benötigtes Umrüstungsprogramm nur sehr langsam durchgeführt wurde. Bis 1914 hatte die italienische Armee immer noch nicht das Material ersetzt, welches sie in Libyen verloren hatte. Aber zwischen August 1914 und Mai 1915 bewegten sich die Dinge schneller vor dem Hintergrund des Krieges im Norden. Es gab es eine drastische Reduzierung der Verschwendung und eine deutliche Erhöhung der Zahl der jüngeren Offiziere. Der Armee wurde auch durch das Phänomen des ‘Volontarismo’ geholfen, welcher die Volksstimmung wiedergab. Die Politik, die Armee dazu zu benutzen, die nationale Einheit zu fördern, führte zu einem komplizierten System bei der Wehrpflicht und Mobilisierung. Jedes Regiment bezog seine Rekruten aus zwei getrennten Regionen und schickte sie dann zu einem Dritten weiter. Nachdem ihre Dienstzeit zu Ende war, kehrten die Männer jedoch als Reservisten wieder nach Hause zurück. Und als sie dann zu den Fahnen gerufen wurden, traten diese Reservisten stattdessen ihren ‘lokalen’ statt ihren ursprünglichen Regimentern bei. Dadurch entwickelten diese Regimenter aus eingezogenen Reservisten wieder lokale Identitäten. Die einzigen Ausnahmen von diesem System vom Mischen und Überstellen der Rekruten waren die Alpini, welche vornehmlich aus den Alpen-Regionen von Norditalien stammten und wo sie auch stationiert waren. Unter dem Rekrutierungsschema von 1907 waren alle wehrfähigen Männer in drei Klassen im Alter zwischen 19 und 38 Jahren aufzurufen. Die erste Klasse verbrachte zwei Jahre im aktiven Dienst, sechs in der Reserve, vier in der mobilen Miliz und sieben in der Territorial-Miliz. Die zweite Klasse verbrachte sechs Monate im aktiven Dienst, siebeneinhalb Jahre in der Reserve und den gleichen Zeiträumen in der Miliz als Erste Klasse. Die dritte Klasse verbrachte alle 19 Jahre in der Territorial-Miliz, erhielt aber praktisch kein effektives Training. Tatsächlich diente aber nur eine Minderheit der Wehrpflichtigen in der Armee. So werden für 1911 angegeben, dass nur weniger als 25 Prozent der Wehrpflichtigen tatsächlich eingezogen wurden. Das Ergebnis war, dass die ‘aktive Armee’ lediglich aus Offizieren – welche immer in einer zu geringen Zahl als benötigt vorhanden waren – und nur der Ersten Klasse der Wehrpflichtigen bestand. Erschwerend kam hinzu, dass die neuen Wehrpflichtigen sich zwar im November melden mussten, aber der Beginn ihrer eigentlichen Dienstzeit wurde auf den kommenden März verschoben. Da dieser Zeitraum in der Praxis jedoch nicht durch die Ausbildung der Zweiten Klasse genutzt wurde, gab es in den Wintermonaten praktisch keine stehende Armee. Selbst in den Sommermonaten hatten die Einheiten weniger als zehn Prozent ihrer nominellen Stärke. Die Probleme wurden durch den Mangel an Unteroffizieren, welche traditionell aus der in Italien sehr kleinen, gebildeten unteren Mittelklasse stammten, verschärft. Nichtsdestotrotz gelang es der Armee, bemerkenswerte Verbesserungen bis zum Auftakt des Krieges zu erreichen. Stärke Bis zum Mai 1915 hatte der Chef des Generalstabs, General Cadorna, 23.039 Offiziere, 852.217 Mannschaften und 9.163 Zivilisten mobilisiert. König Vittorio Emanuel – nominell Oberbefehlshaber – verbrachte den Krieg zwar in der Nähe der Front, aber General Cadorna führte die tatsächliche Befehlsgewalt aus, während der König zwischen seinem Stabschef und seiner Regierung in Rom vermittelte. Italien trat in den Krieg ein mit 12 Armeekorps innerhalb Italiens zu je zwei aktiven Infanterie-Divisionen. Die Korps hatten ihre ursprünglichen Hauptquartiere wie folgt: I. Korps – Turin, II – Alessandria, III – Mailand, IV – Genua, V – Verona, VI – Bologna, VII – Ancona, VIII – Florenz IX – Rom, X – Neapel XI Bari, XII – Palermo und Cagliari (wobei dieses mit 3 Divisionen einzigartig war). Es gab auch zwei Korps in den Kolonien. Diese 14 Korps wurden auf vier Armeen verteilt. Einschließlich Reserven der zweiten Linie gab es 35 Infanterie-Divisionen und ein Dutzend Miliz-Divisionen (aus insgesamt zwei Grenadier- und 94 Linienregimentern), eine Bersaglieri-Division (12 Regimenter), zwei Alpini-Gruppen (52 Bataillone in acht Regimenter), vier Kavallerie-Divisionen, 14 Bataillone Pioniere, 467 Feldartillerie-Batterien mit fast 2.000 Kanonen und Haubitzen, sowie Bataillone der para-militärischen Carabinieri und Guardi di Finanza (militarisierte Zollpolizei), um die Feldarmee zu unterstützen. Während des Krieges expandierte die Armee massiv und ihre Strukturen wurde geändert, welche die neuen Bedingungen des Stellungskrieges widerspiegelten. Bis Ende 1915 gab es bereits 181 neue Kampfbataillone: darunter 72 der Linieninfanterie, vier der Bersaglieri, 26 der Alpini, vier der Gebirgsartillerie, 18 der schweren Artillerie, 20 der überschweren Artillerie und 37 der Pioniere. Diese Zahlen erhöhten sich noch weiter bis zum Oktober 1917, als es offiziell 26 Armeekorps mit insgesamt 65 Infanterie- und vier Kavallerie-Divisionen gab (tatsächlich waren es sogar 27 Infanterie-Korps, da die 35. Division in Mazedonien so stark war wie ein ganzes Korps). Die Katastrophe von Caporetto im Oktober 1917 und der damit verbundenen italienischen Rückzug auf den Fluss Piave kosten die Armee rund 300.000 Gefallene, Verwundet und Gefangene sowie 3.150 Artilleriegeschütze, 1.732 Mörser, 3.000 Maschinengewehre und 300.000 Gewehre. Dies erforderte praktisch den Wiederaufbau der italienischen Armee. Der neue mehr …

  • Unzerstoerte Eisenbahnbruecke Remagen

    Kriegstagebuch des Zweiten Weltkrieges für März 1945. Unternehmen Frühlingserwachen, Ludendorff-Brücke über den Rhein intakt erobert, März-Feuer-Blitz auf Tokio, britische Verbände nehmen Mandalay in Burma, Montgomerys 21. Heeresgruppe überschreitet den Rhein bei Wesel, die Amerikaner kontrollieren Iwo Jima. Zurück zu Februar 1945. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 1. März 1945: Westfront Mönchengladbach durch die 9. US-Armee erobert. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 2. März 1945: Luftkrieg Deutschland: 2 RAF-Tagesangriffe auf Köln. 406 USAAF-Bomber greifen wieder Dresden an. Westfront Die 9. US-Armee nimmt Krefeld, Venlo und Roermond. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 3. März 1945: Westfront Kanadische und US-Truppen schließen zwischen Maas und Rhein auf. Philippinen Der japanische Widerstand in Manila endet. Luftkrieg Großbritannien: 100 deutsche Kampfflugzeuge greifen bei Nacht mehr als 20 Flugplätze von Northumberland bis nach Oxfordshire an. 20 RAF-Bomber werden bei einem Verlust von 6 der Eindringlinge zerstört. Politik Akt von Chapultepec: 20 amerikanische Staaten verpflichten sich in Mexiko-Stadt, einander die territoriale und politische Integrität zu schützen. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 4. März 1945: Burma Die britische 14. Armee erobert Meiktila, südlich von Mandalay. Westfront US-Panzer der 1. US-Armee erreichen den Rhein nördlich von Köln. Luftkrieg Pazifik: Die erste beschädigte B-29 Superfortress verwendet den frisch eroberten Flugplatz auf Iwo Jima für eine Notlandung. Deutschland: 500 USAAF-Bomber greifen Ulm an. Politik Finnland erklärt Deutschland den Krieg (ein inoffizieller Zustand der Feindseligkeiten besteht schon seit September 1944). Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 5. März 1945: Westfront Amerikanische Truppen dringen in Köln ein. Luftkrieg Deutschland: RAF-Tagesangriff auf die Ölanlagen in Gelsenkirchen. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 6. März 1945: Ostfront Polen: Rokossowskis 2. Weißrussische Front nimmt die eingeschlossene Festung Graudenz. Unternehmen Frühlingserwachen: Die 6. SS-Panzerarmee beginnt eine Offensive nördlich des Plattensee um Budapest zurückzuerobern und die Donau-Linie wieder zu erreichen. Die deutschen Truppen stoßen 32 km bis zum 8. März vor. Westfront Köln von der 1. US-Armee genommen. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 7. März 1945: Westfront Ludendorff-Brücke intakt erobert. Die Brücke von Remagen über den Rhein bei Bonn wird intakt durch 1. US-Armee genommen, die sofort darüber vorstößt. Burma Chinesische Truppen nehmen Lashio an der ‘Burmastraße’. Besetzte Gebiete Jugoslawien: Tito bildet eine Übergangsregierung. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 8. März 1945: Burma Indische Panzer nehmen Mandalay. Westfront Die britische 2. Armee erobert Xanten. Damit stehen die alliierten Armeen nun entlang des Rheins von Nijmegen bis nach Koblenz. Luftkrieg Großbritannien: Eine V-2 tötet 110 und verletzt 123 Menschen schwer am Farringdon Market in London. Seekrieg Granville Harbour (Normandie) von deutschen Sturmtruppen von den Kanalinseln aus in der Nacht vom 8./9. März überfallen, welche 4 Küstenfrachter versenken und 67 deutsche Gefangene befreien. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 9. März 1945: Luftkrieg Pazifik: ‘MÄRZ-FEUER-BLITZ’ AUF TOKIO. 279 niedrig fliegenden B-29 Superfortress werfen 1.667 t. Napalm- und Ölbomben auf Tokio (Nacht vom 9. auf den 10. März). Ein ‘Feuersturm’ verwüstet 26 Quadratkilometer bebauter Fläche und tötete 84.000 Menschen. 102.000 weitere werden verletzt, eine Million Obdachlose. Ähnliche Angriffe auf Nagoya, Osaka und Kobe. Die unzureichende japanische Verteidigung und Luftschutz-Rettungsdienste sind nicht in der Lage, mit diesen Angriffen fertig zu werden. Besetzte Gebiete Indochina: Die Japaner setzen die Vichy-Verwaltung ab, entwaffnen gewaltsam die französischen Garnisonen und setzen eine Marionettenregierung ‘Reich von Annam’ ein. Westfront Patton und Hodges (1. und 9. US-Armeen) ziehen ihre Kräfte bei Remagen zusammen. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 10. März 1945: Politik Roosevelt informiert Spanien darüber, dass das Land keine US-Hilfe erwarten kann, wenn die Franco-Diktatur bestehen bleibt. Westfront Kanadische Truppen beseitigen den Wesel-Kessel gegenüber Xanten. Kesselring übernimmt den Oberbefehl über die Westfront von Rundstedt, welcher am 7. März entlassen wurde. Bei seiner Ankunft gibt er zu seinem Stab zum Besten: ‘Ich bin die neue V-3’. Luftkrieg Deutschland: 153 RAF-Bombern greifen Scholven-Buer an und werfen 755 t Bomben ab. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 11. März 1945: Luftkrieg Deutschland: 1055 RAF Bomber werfen 4700 t. Bomben auf Eisenbahnziele in Essen; die gesamte Produktion der Krupp-Werke kommt zum Stillstand. 1.000 US-Bomber greifen U-Boot-Werften im Nordwesten von Deutschland an. Pazifik – Operation Tan: 24 schnelle, zweimotorige Ginga-Bomber führen einen Kamikaze-Angriff bei Nacht auf die US-Flottenbasis im Ulithi-Atoll durch. Der Flugzeugträger Randolph wird dabei getroffen. Heimatfronten Großbritannien: Massenflucht von 70 deutschen Gefangenen aus dem Kriegsgefangenenlager in Bridgend, Glamorgan (Süd-Wales). Alle werden bis zum 17. März wieder eingefangen. Geheimkrieg ‘Ultra’ warnt vor Ar 234 Blitz-Jetbomber-Angriffen auf die eroberte Brücke von Remagen. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 12. März 1945: Ostfront Schukows 1. Weißrussische Front nimmt Küstrin an der Oder. Rokossowskis 2. Weißrussische Front erobert Dirschau und erreicht die Danziger Bucht, südlich von Gdingen. Luftkrieg Deutschland: 1.107 RAF-Bomber werfen 4.851 t. Bomben auf Schienenverkehrswege in Dortmund. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 13. März 1945: Burma Die indische 52. Brigade nimmt Maymyo und unterbricht damit die Eisenbahnverbindung der japanischen Garnison in Mandalay. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 14. März 1945: Luftkrieg Deutschland: Der Bielefeld-Eisenbahn-Viadukt wird durch 10.000-kg-Bomben zerstört (‘Grand Slam’), wodurch deutsche Truppenverschiebungen aus dem Ruhrgebiet zum amerikanischen Brückenkopf bei Remagen verhindert werden. Ostfront Slowakei: Russische Truppen nehmen Zvolen (Sala) in den Karpaten, nördlich von Budapest. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 15. März 1945: Burma Japanischer Gegenangriff bei Meiktila. Am 28. März ziehen sich die Japaner zurück. Luftkrieg Deutschland: Das Hauptquartier der Wehrmacht in Zossen, südlich von Berlin, wird durch 576 US-Bomber der 8. US-Air-Force bombardiert. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 16. März 1945: Ostfront Ungarn: Tolbuchins 3. Ukrainische Front beginnt einen großen Gegenangriff gegen 6. SS-Panzer-Armee und 3. ungarische Armee, worunter letztere zusammenbricht. Luftkrieg Deutschland: Schwere RAF-Nachtangriffe auf Nürnberg und Würzburg. Ein wolkenloser Himmel unterstützt die deutschen Nachtjäger, wodurch 30 englische Bomber verloren gehen. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 17. März 1945: Westfront Die Ludendorff-Brücke bricht nach wiederholten Angriffen durch Ar 234 Düsenbomber zusammen, wobei viele US-Pioniere getötet werden. Die 3. US-Armee dringt in Koblenz ein. Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 18. März 1945: Westfront US-Panzer dringen in Bad Kreuznach und Bingen ein. Luftkrieg Deutschland: 1.221 US-Bomber (25 verloren) und 700 Begleitjäger (5 verloren) werfen 4.000 t. Bomben mehr …

  • Holländische Soldaten mit einem schweren Mörser

    Divisionen, Ausrüstung, Stärke und Organisation der Armee, Luftwaffe und Marine der Niederlande beim deutschen Angriff im Mai 1940. Mit Uniformen, Rangabzeichen und die Streitkräfte in Niederländisch-Ostindien im Dezember 1941. Holländische Armee Während des 1. Weltkrieg wurde die Neutralität der Niederlande gewahrt und in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen hielt es die Regierung daher für angebracht, die Militärausgaben auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Weder die aggressive Haltung der deutschen Nazi-Regierung, noch Warnungen aus gut unterrichteten Kreisen konnten die niederländische Regierung davon überzeugen, dass diesmal mit großer Wahrscheinlichkeit ihre Neutralität verletzt werden würde. So dauerte es bis zum April 1940, bis die niederländischen Streitkräfte mobilisiert wurden. Einige deutsche Offiziere, welche erhebliche Bedenken gegen den Angriff auf ein neutrales Land hatten, informierten die Holländer über den genauen Angriffstermin und somit waren die niederländischen Streitkräfte in den frühen Morgenstunden des 10. Mai 1940 im Alarmzustand. Trotz der Warnungen und vieler tapferer, selbst aufopfernder Taten war der deutsche Einfall in die Niederlande nach fünf Tagen erfolgreich vollendet und das Land war gezwungen zu kapitulieren. Nach dem Krieg wurde die niederländische Führung für diese schwache Leistung verantwortlich gemacht, aber tatsächlich gab es wohl wenig, was die Holländer unter diesen Umständen tun konnten. Nichtsdestotrotz war das deutsche Oberkommando beeindruckt von der Hartnäckigkeit der niederländischen Armee, da deren Truppen eigentlich weder die Ausrüstung, noch die entsprechende Ausbildung oder Erfahrung hatten, um mehr als einen symbolischen Widerstand zu leisten. Viele Holländer entzogen sich der Gefangennahme durch die Deutschen und erreichten schließlich England, von wo aus sie ihren Kampf fortführten. Die Armee bestand aus einem kleinen professionellen Kader von 1.500 Offizieren und 6.500 Soldaten, welche für die Aufrechterhaltung der militärischen Organisation verantwortlich waren sowie für die Ausbildung der jährlich 60.000 Wehrpflichten. In den Niederlanden hatte jeder Mann im Alter von 20 bis 40 Jahren grundsätzlich einen elfmonatigen Wehrdienst abzuleisten. Das Feldheer war bei Mobilisation 114.000 Mann, bzw. mit Reserven 270.000 Mann, stark. Das Land war unterteilt für vier Armeekorps, welche in Amsterdam, Arnheim, Breda und Amersfoort stationiert waren. Ein Armeekorps umfasste den Korpsstab, zwei Infanterie-Divisionen, ein oder zwei schwere Artillerie-Regimenter, ein unabhängiges Artillerie-Bataillon und ein Nachrichten-Bataillon sowie ein Aufklärungs-Bataillon. Darüber hinaus gab es eine Leichte Brigade (bestehend aus dem Stab, Nachrichten-Bataillon, Abteilung von Panzerspähwagen, Radfahrer-Regiment, zwei Husaren-Kavallerie-Regimenter und ein pferde- bespanntes Artillerie-Regiment), eine Flugabwehr-Brigade mit Stab und zwei Flugabwehr-Regimenter. Divisionen der niederländischen Armee 1940: Uniformen: Eine grau-grüne Uniform wurde 1912 eingeführt, aber die Farbe änderte sich bald, sodass bei Kriegsausbruch 1940 die Farbe fast identisch mit dem deutschen Feldgrau war. Der Stil der Uniform war einfach, aber veraltet in dem Sinne, dass der Schnitt immer noch eng und einschränkend auf die Bewegungsfähigkeit war. Dazu machte sie das Vollfutter im Sommer zu heiß zum Tragen und bei Nässe war sie nur schwer zu trocknen. 1937 wurde die Uniform in einigen Punkten geändert, um sie praktischer zu machen. Der steife Stehkragen wurde zu einem weicheren Steh-Fallmuster, Außentaschen wurden hinzugefügt, Reithosen für Reiter wurden eingeführt und eine neue bequeme Seitenmütze wurde zur Grundform der Kopfbedeckung. Vor Kriegsausbruch trugen die regulären Soldaten eine schwarze Ausgehuniform, wenn sie nicht im aktiven Dienst waren, während die Kavallerie und die bespannte Artillerie Altbestände ihrer früheren Uniformen in voller Montur beibehielten. Der holländische Uniformrock hatte einen Steh- oder Steifkragen, sieben matt brünierte Knöpfe vorne, zwei Schlitzbrusttaschen mit spitzer Patte und Knopf und runde Manschetten. Die Schulterriemen, die angenäht waren, endeten in einer Rolle, die verhinderte, dass die Ausrüstung von den Schultern rutschen konnte. Der Mantel war zweireihig mit einem großen Fallkragen, zwei Reihen mit fünf Metallknöpfen, umgeschlagenen Manschetten, schrägen Seitentaschen mit rechteckigen Patten und einem Halbgürtel im Rücken, der mit drei Knöpfen geschlossen wurde. Der Mantel hatte weder Schulterriemen noch Paspeln. Die Kopfbedeckung bestand 1940 aus der Seitenmütze oder dem Stahlhelm. Der steife Tschako wurde im Frühjahr 1940 außer Gebrauch genommen, obwohl einige Offiziere ihn weiterhin trugen. Die Seitenmütze wurde 1937 eingeführt und war für andere Dienstgrade in der Farbe der Waffenfarbe gefärbt oder für Offiziere mit Metallgeflecht. Alle nicht berittenen oder motorisierten anderen Dienstgrade trugen passende Kniebundhosen und Gamaschen, während Offiziere, Stabsfeldwebel und Unteroffiziere passende Reithosen – manchmal mit Paspelierung – und schwarze Reitstiefel oder Stiefeletten oder auch Ledergamaschen trugen. Die Handschuhe waren aus braunem Leder oder grau-grüner Wolle. Die Besatzungen von geschlossenen gepanzerten Fahrzeugen trugen einen Helm ohne Krempe und einen einteiligen grauen Overall. Offiziere und Stabsfeldwebel trugen einen braunen Ledergürtel mit einer zweizackigen Messing-Schnalle und einem ledernen Querriemen. Auf der rechten Seite trugen sie gewöhnlich die belgische kurzläufige 9-mm-FN-Pistole in einem braunen Lederholster. Abzeichen: Offiziere im Generalsrang zeichneten sich durch eine spezielle Schirmmütze, goldbestickte Eichenblätter am Kragen des Uniformrocks und zwei Reihen karminroter Paspeln an der Reithose aus. Alle Offiziere hatten an der Seitenmütze eine Biese aus Goldgeflecht und Rangabzeichen auf dem Uniformrock und dem Mantelkragen. Andere Dienstgrade trugen Ärmelabzeichen mit ihrem Rang. Der Dienstgrad wurde durch die Farbe der Paspelierung an der Seitenmütze, am Kragen des Uniformrocks und an den Manschetten und Reithosen der Offiziere und Adjutanten gekennzeichnet. Die von Unteroffizieren und Männern an den Ärmeln getragene Spitze zur Rangunterscheidung war in der Farbe der Waffengattung eingefasst. Einige Einheiten und Formationen trugen ein Metallabzeichen auf der linken Seite der Seitenmütze. 1. Reihe, v.l.n.r.: Kragenaufnäher für General, Generalleutnant, Generalmajor, Oberst der Luftwaffe, Oberstleutnant der Artillerie, Major der Luftwaffe, Major der Reserve des Freiwilligen motorisierten Korps. 2. Reihe, v.l.n.r.: Kragenaufnäher für 1. Hauptmann der Grenadiere, Adjutant-Hauptmann der Luftwaffe, 1. Leutnant der Kavallerie, 1. Adjutant-Leutnant der Luftwaffe, 2. Leutnant der Jäger, Stabsfeldwebel der Infanterie, andere Ränge der Luftwaffe. 3. Reihe, v.l.n.r.: Manschettenabzeichen für Oberfeldwebel der Infanterie, Feldwebel der Jäger, Quartiermeister und Unterfeldwebel der Luftwaffe, Unteroffizier, Oberschütze. Rechts drei Mantelkragen-Aufnäher für Generalleutnant, Oberst und Stabsfeldwebel, darunter Piloten- und Beobachter-Abzeichen der Luftwaffe. Holländische Luftwaffe Alarmiert durch die kriegerische Haltung Deutschlands, begann die niederländische Regierung 1937 mit einem begrenzten Erweiterungs- und Modernisierungsprogramm der Luftwaffe, welche nur aus Heeresfliegern bestand. Die niederländische Luftwaffe blieb Teil der Armee, wurde aber halb-autonom und im November 1938 wurden auch die Flugabwehrgeschütze, Suchscheinwerfer-Einheiten und das Luftbeobachter-Korps eingegliedert, sodass das Ganze dann ‘Luftverteidigungs-Kommando’ genannt wurde. Im Mai 1940 wurden die aktiven Teile der mehr …

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