Infanteristen einer Luftwaffen-Einheit


Infanteristen einer Luftwaffen-Einheit

Infanteristen einer Luftwaffen-Einheit

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  • 2-cm Flak 38

    Deutsche 2-cm Flak 30, Flak 38 und Flakvierling. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Deutsche 2-cm Flak-Geschütze 2-cm Flak 30 2-cm Flak 30 Typ: leichte Flugabwehrkanone Geschichte: Bis zu dem Zeitpunkt, als die neuen deutschen Streitkräfte Anfang der 1930er Jahre bereit zur Wiederbewaffnung waren, hatten die Rüstungshersteller in Deutschland ein beträchtliches Fachwissen bei schweren automatischen Waffen angesammelt. Dies traf insbesondere auf den riesigen Rheinmetall-Borsig-Konzern zu, und dementsprechend erhielt das Unternehmen einen Auftrag für ein leichtes Flugabwehrgeschütz mit dem Kaliber 20 mm. Diese 2-cm Flak war bereits 1935 einsatzbereit. Bezeichnet als 2-cm-Flak 30, wobei der Begriff Flak für Fliegerabwehrkanone steht, war dieses leichte Geschütz das erste in einer Reihe von Waffen, welche von den Besatzungen tieffliegender Flugzeuge während des Zweiten Weltkrieges so gefürchtet wurden. Die Flak 30 war für ihr leichtes Kaliber eine ziemlich komplexe Waffe, welche sich auf einem Wagen mit zwei Rädern zum Schleppen befand und im Einsatz auf einer Bodenplatte ruhte. Diese Bodenplatte bot eine stabile Feuerplattform mit einem 360°-Schwenkbereich und hatte einen Sitz für den Kanonier, welcher in der ursprünglichen Konfiguration der Flak 30 mit einer ziemlich komplizierten Version eines Reflektorvisiers ausgestattet war. Diese Visiere wurden jedoch noch weiter verkompliziert, als einfache Position-Vorhersagesysteme eingebaut wurden. Dies erreichte dann einen Punkt, wo das ganze Visier von einem Uhrwerk angetrieben wurde. Das Ganze wurde so kompliziert, dass die gesamte Idee fallen gelassen wurde und spätere Versionen erhielten ein einfaches Eisenvisier. Das Geschütz hatte eine fünfköpfige Mannschaft, aber im Kampfeinsatz wurde sie häufig von weniger Männern gehandhabt, insbesondere wenn es sich in einer statischen Stellung befand. Im Allgemeinen bestand die Anzahl zumeist aus vier Mann, wobei einer gewöhnlich einen stereoskopischen Entfernungsmesser benutzte. Im Jahr 1944 wurde dessen Funktion jedoch gestrichen, da sich herausgestellt hatte, dass die zusätzlichen Entfernungsangaben im Einsatz unnötig waren. Die Munition wurde der Kanone in 20-Schuss-Magazinen zugeführt, aber aus nie völlig geklärten Gründen war die Flak 30 anfällig für Ladehemmungen. Zur Zeit ihrer Truppeneinführung war die Feuergeschwindigkeit trotzdem vollkommen ausreichend, aber zu Beginn des Zweiten Weltkrieges stellte sich heraus, dass diese zu gering war, um angemessen für die angestiegenen Geschwindigkeiten der Flugzeugtypen nach 1940 zu sein. Folglich wurde die Flak 38 in die Produktion genommen, aber diejenigen Flak 30, welche bereits im Truppengebrauch waren, wurden auch weiterhin verwendet, bis sie verschlissen oder im Gefecht verloren gingen. In den leichten Flugabwehr-Abteilungen des Heeres befanden sich gewöhnlich drei Batterien mit 2-cm-Flak auf jede 3,7-cm-Batterie. Aber mit Fortdauer des Krieges gab es mehrere unterschiedliche Zusammensetzungen dieser Einheiten. Die Flak 30 wurde jedoch nicht nur von der Wehrmacht eingesetzt, denn vor 1939 wurden einige an die Holländer und sogar nach China verkauft. Die Flak 30 wurde ebenso von der deutschen Luftwaffe für die Verteidigung von Flugplätzen und anderen Bodeneinrichtungen verwendet und es gab auch spezielle Marine-Versionen für die Kriegsmarine, sowohl auf Kriegsschiffen als auch an Land. Einige der Geschütze versahen auch ihren Dienst auf Panzerzügen und die Waffe wurde auf einer Vielzahl von Halbkettenfahrzeugen und Lastkraftwagen für die Sicherung motorisierter Kolonnen und Truppenverbände montiert. Auch wurde die Flak 30 häufig gegen Bodenziele eingesetzt und es gab sogar eine spezielle panzerbrechende Granate zur Bekämpfung von Panzern. 2-cm Flak 38 und Flakvierling 38 2-cm Flak 38, Flakvierling Typ: leichte Flugabwehrkanone Geschichte Vor 1940 war bereits abzusehen, dass die Feuerrate der 2-cm Flak 30 zu niedrig ist, um Ziele bei deren zukünftiger Geschwindigkeit zu treffen. Daher wurde beschlossen, die Feuergeschwindigkeit zu erhöhen, damit eine möglichst große Anzahl von Geschossen das Ziel treffen würden. Gleichzeitig wurde beschlossen, die Kanone neu zu gestalten, um die bisher aufgetretenen Störungen im Feuermechanismus zu beseitigen. Aus diesem Grunde wurde nicht Rheinmetall-Borsig, dem Entwickler und Hersteller der Flak 30, der Auftrag übergeben, sondern Mauser. Mauser entwickelte eine neue Waffe, die zwar nach außen hin ähnlich der Flak 30 war, aber innen stark geändert war und die zyklische Feuergeschwindigkeit von 420 auf 480 Schuss in der Minute erhöhte. Die Munition, Nachlade-Mechanismus und die Lafette blieben weitgehend wie zuvor. Die neue Waffe hatte ebenfalls einige komplizierte Extras, die später vereinfacht wurden. Die 2cm Flak 38, wie der Mauser-Entwurf hieß, wurde Ende 1940 in Dienst gestellt und ersetzte schließlich die Flak 30 auf der Produktionslinie. Die Flugabwehrkanone diente neben der Flak 30 und wurde auch von der deutschen Luftwaffe und Kriegsmarine benutzt. Es wurde sogar eine spezielle Version zum Einsatz bei den Gebirgsjägern entworfen, die sich in mehrere Packladungen zerlegen ließ. Diese verwendete die gleiche Kanone wie die Flak 38, aber die Lafette war kleiner und leichter. Sie wurde bekannt als 2 cm Gebirgs-Flak 38 und war eine Mehrzweck-Waffe zum Einsatz gegen Bodenziele und Flugzeuge. 1940 war auch abzusehen, dass Flugzeuge nicht nur schneller, sondern auch besser gegen Feuer vom Boden und der Luft aus geschützt sein würden. Die mit typischer deutscher Gründlichkeit erstellte operationale Analyse ergab, dass trotz der hohen Feuerrate der Flak 38 ein Ziel zwar getroffen werden konnte, aber die geringe Explosionswirkung des Projektils nicht genug Schaden zufügen würde, um einen Abschuss zu erzielen. Die einzige direkt und einfachste Weg hier Abhilfe zu schaffen, war die Anzahl der treffenden Geschosse zu erhöhen und dadurch entstand die 2 cm Flakvierling 38. Sie war praktisch nur eine normale Flak 38 Lafette, die dahingehend geändert wurde, dass sie vier Kanonen hatte, die alle gleichzeitig feuerten. Diese Kombination wurde zu einem gefürchteten Flugzeug-Killer, die den ganzen Krieg über ihren Tribut von tieffliegenden alliierten Flugzeugen einforderte. Die ersten derartigen Flugabwehrkanonen wurden Ende 1940 in Dienst gestellt und es konnte niemals genug von ihnen geben. Sie wurden vom Heer, der Luftwaffe und der Kriegsmarine verwendet. Viele wurden auf Selbstfahrlafetten gesetzt, wie zum Beispiel als SdKfz 7/1, um sie zum mobilen Schutz motorisierter Kolonnen zu verwenden. Es wurde auch eine spezielle Version für den Einsatz auf gepanzerten Eisenbahnzügen gebaut und an einer Radar-gesteuerten Variante wurde ebenfalls gearbeitet. Die Flakvierling erforderte eine größere Anzahl von Personal, zumeist sechs oder sieben Mann Bedienung. Für die Wehrmacht gab es nie genug von ihnen, und so waren im ganzen Reich viele Produktionsstätten nur mit der die Herstellung dieser Waffe, ihrer Lafette und Munition beschäftigt. Munition wurde in verschiedenen mehr …

  • B-25J Mitchell Angriffsbomber.

    Bester mittlerer Bomber des 2. Weltkriegs und Angriffsbomber North American B-25 Mitchell und der Doolittle-Raid. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. North American B-25 Mitchell. Typ: Mittlerer Bomber und Angriffsbomber. Geschichte B-25 Mitchell: Am 18. April 1942 starteten 16 speziell modifizierte zweimotorige Bomber vom amerikanischen Flugzeugträger Hornet rund 1.300 Kilometer vor der japanischen Küste. So begannen eine der spektakulärsten und kühnsten Missionen des Pazifik-Krieges, dem ersten Bombenangriff auf Tokio. Unter dem Befehl von James H. Doolittle gelang es den 16 Bombern ihre Mission trotz ungünstiger Bedingungen durchzuführen. Das Wetter war schlecht, die Flugzeuge mussten in geringer Höhe anfliegen, um der vorzeitigen Entdeckung durch den Gegner zu entgehen und schließlich musste der Treibstoffverbrauch so gering wie möglich gehalten werden, damit die B-25 Mitchell nach dem Überfall noch die improvisierten Landebahnen in China erreichen konnten. Die propagandistischen und moralischen Auswirkungen dieses Angriffs überwogen bei weitem den tatsächlichen Schaden und zwangen die Japaner, sich über ihre bisher angenommen Unverwundbarkeit der Heimat Gedanken zu machen. Dieser Überfall war vermutlich der berühmteste Einsatz der North American B-25 Mitchell, einem der besten mittleren Bomber des Krieges. Mehr als 11.000 wurden zwischen 1940 und 1945 in mehreren Versionen (einschließlich Aufklärer, Transporter, Trainer) gebaut. Etwas mehr als 9.800 sahen Einsätze mit der US Army und Navy Air Force. Der Rest ging unter Lend-Lease an Großbritannien, die Commonwealth-Länder und die Sowjetunion. Russland alleine erhielt fast 900 B-25 Mitchell. Benannt wurde das Flugzeug nach General William ‘Billy’ Mitchell, dem Mann, der die Behörden bereits 1920 drängte, sich auf die Luftmacht zu konzentrieren, und dessen Engagement für diese Sache ihm 1925 ein Kriegsgerichts-Verfahren wegen Ungehorsam einbrachte. Dazu wurde der mittlere Bomber von einer Firma entwickelt, die bisher keine Erfahrungen im Bau von zweimotorigen Flugzeugen, Bombern oder Hochleistungsflugzeugen hatte. Trotzdem war das Ergebnis so überragend, dass die B-25 Mitchell oft als bestes Flugzeug in der Klasse der mittleren Bomber des Zweiten Weltkriegs bezeichnet wird und in größeren Stückzahlen als jedes andere amerikanische Kampfflugzeug mit zwei Motoren gebaut wurde. Das Konstruktionsteam unter Lee Atwood und Ray Rice brachte zunächst die NA-40 mit Twin-Wasp-Motor heraus. Dieses ursprüngliche Projekt wurde 1938 begonnen, aber der Prototyp ging im März 1939 bei einem Flugzeugunfall verloren. Die Techniker und Ingenieure bei der Firma North American setzten aber die Arbeiten an dem Entwurf fort, waren jedoch gezwungen, wegen neuer Spezifikation-Forderungen – darunter eine Verdoppelung der Bombenzuladung auf 1.089 kg – ein stärkeres und stromlinienförmiges Flugzeug zu bauen. Sechs Monate später stellten sie die veränderte Version NA-62 fertig. Das US-Army Air Corps bestellte von der NA-62 direkt vom Reißbrett 184 Flugzeuge. Der Prototyp der B-25 Mitchell stieg am 19. August 1940 erstmals in die Luft auf. Anschließend mussten noch einige strukturelle Veränderungen vorgenommen werden, um leichte Tendenzen von Instabilität zu beseitigen, bevor 24 Exemplare der ersten Baureihe produziert werden konnten. Nach den ersten 24 B-25, folgten 40 Maschinen der Baureihe B-25A mit Panzerung und selbstdichtenden Tanks. Die Abwehrbewaffnung bestand aus einem 12,7-mm MG im engen Heck und einzelnen 7,62-mm MG im Bug und aus den Seitenfenstern. Die Bombenladung betrug 1.361 kg. Diese Flugzeuge wurden 1941 an die erste Einheit (17. Bomber-Gruppe), welche den Flugzeugtyp in Dienst stellt, ausgeliefert. Anschließend wurden 119 B-25B, 1.619 B-25C und 2.290 B-25D gebaut. Diese Versionen hatten eine schwerere Bewaffnung und es wurde ein Rückenturm und Bauchturm zur Selbstverteidigung hinzugefügt. So verfügte die B-25B über ein Zwilllings-12,7-mm-MG im elektrisch angetriebenen Rückenturm und eine einziehbare Bodenwanne, wobei auf den Heckstand verzichtet wurde. Am 18. April 1942 starteten 16 B-25B unter Lt-Col. Jimmy Doolittle vom Flugzeugträger Honet aus über 1.290 km Entfernung zu ihrem Angriff auf Tokio. Mit zusätzlichen Tanks, äußeren Waffenaufhängungen und weiteren Zusatzausrüstungen wurde hieraus die B-25C. Doolittle-Raid Als die Japaner im ganzen Pazifik immer noch weiter vordrangen und die letzte amerikanische Inselfestung Corregidor vor Manila auf den Philippinen kurz vor dem Fall stand, arbeitete Oberstleutnant (Lieutenant-Colonel) J.H. Doolittle von der USAAF bereits an einem Gegenschlag und Vergeltung für Pearl Harbor.   Dazu sollten 16 mittlere Bomber vom Typ B-25 Mitchell etwa 1.050 Kilometer vor Tokio vom Flugzeugträger Hornet starten und nach dem Bombenabwurf über der japanischen Hauptstadt in unbesetzte Gebiete in Ost-China weiterfliegen, wo provisorische Flugfelder angelegt wurden. Für einen Rückflug war einerseits die Reichweite nicht ausreichend und andererseits die Landung auf einem Flugzeugträger auf hoher See mit den großen Flugzeugen praktisch ausgeschlossen. Da die Flügel der B-25 sich nicht einklappen ließen, mussten die Flugzeuge auf dem Deck des Trägers abgestellt werden, wo sie dem Wetter und der See ausgesetzt waren. Der Anmarsch der amerikanischen Kampfgruppe blieb jedoch nicht unentdeckt, da schon am Morgen des 18. April 1942 ein japanisches Vorpostenboot den Träger Hornet sichtete und noch vor seiner Versenkung einen Funkspruch absetzen konnte. Deshalb wurden Doolittle und seine Besatzungen gezwungen, trotz des schlechten Wetters und dem risikoreichen Stampfen des Trägers während der Starts und in einer Entfernung von 1.300 Kilometern bis Tokio den Angriff umgehend zu beginnen. Die amerikanischen Piloten waren jedoch Profis und obwohl noch nie einer von ihnen mit einer B-25 zuvor von einem Flugzeugträger gestartet war, gelang allen mit einer Portion Glück der Start. Unter normalen Umständen wäre eine voll beladene B-25 niemals in der Lage gewesen, von dem kurzen Deck eines Flugzeugträgers zu starten, da sie auf dieser Strecke nicht die nötige Startgeschwindigkeit erreichen konnte.   Der amerikanische Flottenverband mit Hornet und dem sichernden Flugzeugträger Enterprise drehte anschließend sofort ab und lief mit Höchstgeschwindigkeit nach Hawaii zurück. Von den B-25 Mitchell konnten dreizehn ihre Bomben über Tokio abwerfen, während jeweils eine Maschine Osaka, Nogoja und Kobe angriff. Die Gesamtmenge von 16 Tonnen Bomben wurde dabei abgeworfen. Vor dem Eintreffen der amerikanischen Bomber wurde in Japan zufällig gerade eine große Luftschutz-Übung abgehalten, sodass man die B-25 als Nachzügler des vorgetäuschten Scheinangriffes hielt. Deshalb setzte Flak- und Jagdabwehr zu spät ein und Doolittle und seine Besatzungen konnten unbehelligt in Richtung China weiterfliegen. In China war dann jedoch das Wetter schlecht und die 80 Mann der Bomberbesatzungen konnten ohne Bodensicht nur per Fallschirm abspringen. Dabei kamen fünf Mann ums Leben und acht wurden von den Japanern geschnappt. Diese wurden als mehr …

  • A7V Sturmpanzerwagen

    Erster deutscher Kampfpanzer aus dem Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Bilder und 3d-Modell des A7V Sturmpanzerwagen. A7V Sturmpanzerwagen Typ: schwerer Infanteriepanzer. A7V Entwicklung Für eine Nation, welche normalerweise immer bei der Militärtechnologie mit führend ist, war das Deutsche Reich überraschen langsam bei der Einschätzung der potenziellen Möglichkeiten des Panzers. Trotz einiger früher und weit vorausschauender Entwürfe, welche von einzelnen Ingenieuren hervorgebracht wurden, so wurde doch kein offizielles Interesse – mit Ausnahme an Panzerwagen – gezeigt. Dies änderte sich recht schnell, nachdem der britische Tank Mark I auf den Schlachtfeldern der Somme im Jahr 1916 erstmals erschienen war, und so wurde ein Komitee gebildet, um einen deutschen Panzer zu entwerfen und zu produzieren. Das deutsche Oberkommando war allerdings nicht sonderlich beeindruckt von Tanks und bemängelte den hohen Ausfall durch mechanische Schäden und die Empfindlichkeit gegen alles, angefangen von Geländeschwierigkeiten bis zum Artilleriebeschuss. Wie so viele andere Entwürfe, welche von einem eingesetzten Komitee unter Zeitdruck entstanden sind, war auch dieses Wagnis kein großer Wurf. Das Fahrzeug wurde unter dem Namen A7V Sturmpanzer bekannt, wobei das Kürzel ‘A7V’ von der Abteilung stammte, die den Panzer bestellt hatte: ‘Allgemeines Kriegsdepartement 7 Abteilung Verkehrswesen’. Der Entwurf basierte aus Gründen der Zeitersparnis auf dem bereits verfügbaren Holt-Raupentraktor mit seinem Aufhängungssystem, wofür der Repräsentant der Firma Holt-Tractos, ein Herr Steiner, gewonnen wurde. Allerdings baute Joseph Vollmer eine Verbesserung an der Kettenaufhängung ein, um die Geschwindigkeit zu erhöhen. Dieser Effekt wurde aber wieder dadurch zunichtegemacht, dass auf das ursprüngliche Fahrgestell eine große, gepanzerte Kiste installiert wurde, welche eine Besatzung von sage und schreibe 18 Mann mit sich führte. Dazu wurden so viele Waffen wie möglich in diese Kiste eingebaut und das Ungetüm war eher eine Festung als ein beweglicher Panzer auf den Schlachtfeldern. Diese Kiste hatte große Seiten aus Panzerplatten, wobei Nase und Ende über das Fahrgestell so weit herausragten, dass die Bodenfreiheit lediglich 40 cm betrug. Dadurch hing der Panzer in unebenem oder verschlammten Gelände sofort auf dem Boden fest. Die Länge der Ketten am Boden war ebenfalls eher zu kurz und das Ergebnis war, dass das Fahrzeug grundsätzlich instabil fuhr und eine sehr schlechte Geländegängigkeit hatte. Die Herstellung der A7V begann ab März 1917 bei den Firmen Büssing und Daimler, wobei jedes Fahrzeug stolze 25.000 Reichsmark kostete. Die Prototypen des A7V Sturmpanzerwagen wurden im Sommer 1917 getestet. Dabei traten schon Probleme mit der Motorkühlung und dem Kettenlaufwerk auf. Wegen der geplanten Entscheidungsschlacht für das Frühjahr 1918 befand sich die deutsche Oberste Heeresleitung jedoch unter Zeitdruck und forderte am 1. Dezember 1917 bis dahin 100 der Sturmpanzerwagen bereitzustellen. Der ersten Serien-A7V war bereits im Oktober 1917 fertig geworden. In die Herstellung des A7V waren mehrere Firmen eingebunden, welche alle nur unter großen Problemen die Vorgaben für die Produktion zu erfüllen versuchten, da ein großer Rohstoffmangel herrschte. Das Ergebnis war, dass von dem ursprünglichen Auftrag bis Kriegsende nur etwa 20 bis 35 Fahrzeuge fertiggestellt wurden. Zwar verfügte die deutsche Armee bei Kriegsende über acht Panzereinheiten mit je fünf Panzern und sechs Offizieren und 170 anderen Dienstgraden, aber die Mehrzahl bestand aus alliierten Beutepanzern. Der Entwurf des Sturmpanzerwagens war zwar einfallslos und hatte erhebliche Schwächen, jedoch wurden in das plumpe Ungetüm soviel Waffen wie irgendwie möglich eingebaut. Die Hauptbewaffnung bestand aus einem 57-mm-Beutegeschütze, entweder russischen oder belgischen Ursprungs. Diese Kanone war vorne im Bug eingebaut und dazu kamen sechs Maschinengewehre, jedes mit einer zweiköpfigen Mannschaft. Neben der starken Bewaffnung war die einzige Überlegenheit des A7V über die britischen Tanks die Stärke seiner Panzerung, welche zwischen 15 mm und 30 mm dick war. Zum Zeitpunkt der Einführung des A7V hatten die Deutschen panzerbrechende Munition entwickelt und die Panzerung des Fahrzeuges konnte nicht mit dieser durchschlagen werden. Auch beim einzigen bekannten Panzergefecht zwischen einem A7V und einem Tank Mark IV (männlich) konnte der britische Panzer mit drei Treffern aus seiner 6-Pfünder-Kanone keinen Durchschlag erzielen. Bei der Entwicklung des A7V hatte man letztlich zu sehr den Schwerpunkt auf eine fahrbare Festung gelegt und dabei die für die Schlachtfelder der Westfront notwendige Beweglichkeit außer Acht gelassen. Durch die geringe Bodenfreiheit fuhr der Panzer in unebenem oder schlammigen Gelände sofort fest und da das vordere Leitrad sich nicht nach oben anheben ließ, konnte der A7V kaum Hindernisse überwinden. Wenn das Fahrzeug versuchte, wieder aus einem Trichter oder Graben herauszufahren, fraß sich die Vorderfront nur noch mehr fest. Der einzige Vorteil des Laufwerks war jedoch, dass das Kettenlaufwerk sich hinter dem Panzerschutz befand, da den Deutschen die Vielzahl britischer Tanks mit zerschossenen Kettenrädern auf den Schlachtfeldern aufgefallen war. In dem Rumpf befand sich ein einziger, großer Kampfraum. Im vorderen Teil waren zwei Motoren gleich hinter dem Fahrer auf dem Boden befestigt. Deren Kraft wurde durch eine gewöhnliche Antriebswelle zum hinten liegenden Getriebe übertragen. Von dort liefen Wellen über Steuerbremsen zu den Antriebsrädern, was das System einfacher als bei den englischen Tanks machte. Die Ketten selbst hatten vierundzwanzig gefederte Laufrollen, was unter perfekten Bedingungen eine Höchstgeschwindigkeit von 13 km/h ergab. Allerdings war das Gewicht des Panzers eindeutig zu groß für diese Anordnung, was oft zu Pannen führte. Dafür erging es dem Fahrer leichter als bei seinen britischen Kollegen im Tank Mark IV und die beiden Techniker mussten sich nur auf ihre Motoren konzentrieren. Der Kommandant befand sich in einer Kuppel mit vier Ecken direkt über dem Kampfraum, von wo er sich aber nur mit Schreien verständlich machen konnte. Da es allerdings ziemlich Laut in den Panzer zuging, war dies eine schwierige Angelegenheit. Was die Koordination innerhalb der Besatzung des A7V etwas erschwerte, war die ungewöhnliche Zusammensetzung des Personals. Fahrer und Techniker stammten von Pionier-Einheiten, die Kanoniere gehörten zur Artillerie und die Maschinengewehre wurden von je zwei Infanteristen bedient. Die Mannschaft stammte also von drei unterschiedlichen Truppenarten, was kein Vorteil war. Auch war die Sicht für die Besatzung dürftig und so etwas wie Fahrkomfort gab es nicht, was aber für alle Panzer des Ersten Weltkriegs zutraf. Die Ausbildung der Besatzung und weitere Erprobungen waren zeitaufwendig, sodass Kaiser Wilhelm II. erst im Februar 1918 seine neue Panzertruppe bei einer Gefechtsübung vorgeführt bekam. Einsatz Die ersten A7V-Panzer mehr …

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