Fallschirmjäger beim Angriff auf die Talstation der Seilbahn zum Gran Sasso


Fallschirmjäger beim Angriff auf die Talstation der Seilbahn zum Gran Sasso

Fallschirmjäger beim Angriff auf die Talstation der Seilbahn zum Gran Sasso

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Im Blickpunkt:
  • Finnische Soldate mit Rentieren

    Streitkräfte von Finnland im Winterkrieg von 1939/40 gegen die Sowjetunion. Finnische Divisionen und Ausrüstung, Luftwaffe und Marine. Bereits 1938 und wieder im Jahr 1939 hatte die Sowjetunion mehrmals mit der finnischen Regierung die Möglichkeit von Grenzveränderungen zu ihren Gunsten diskutiert, welche die Verteidigung von Leningrad vereinfachen würde. Dabei kam es zu keiner Einigung. Finnische Stretkräfte im Winterkrieg Durch den Hitler-Stalin-Pakt hatten die Sowjets dann das Zugeständnis erhalten, dass Finnland, ebenso wie Ost-Polen und die Baltischen Staaten zu ihrer Einflusssphäre gehörten. So begannen die sowjetischen Diplomaten mit Finnland und den baltischen Staaten zeitgleich über einen Pakt zur gegenseitigen Unterstützung zu verhandeln. Im Gegensatz zu den baltischen Staaten wurde darüber hinaus von Finnland lediglich ein Stützpunkt verlangt und der Austausch von Gebieten in Karelien nördlich von Leningrad gegen sowjetisches Territorium in Ost-Karelien. Die Verhandlungen dauerten den Oktober bis Anfang November 1939 an und beide Seiten sahen die Möglichkeit einer Einigung als wahrscheinlich. Am 9. November 1939 wurden die Verhandlungen jedoch abgebrochen und die Finnen erwarteten eigentlich ihre Fortsetzung. In der sowjetischen Regierung war aber schon seit Sommer 1939 über einen Krieg mit Finnland nachgedacht worden und am 13. November wurde in Moskau eine finnische Exil-Regierung aus Kommunisten gebildet. Zur gleichen Zeit begannen militärische Vorbereitungen der Roten Armee an der finnischen Grenze. In einem umsichtig vorbereiteten Ablauf wurde von den Russen ein Zwischenfall arrangiert und die Finnen am 26. November dafür verantwortlich gemacht. Am 29. November wurden die diplomatischen Beziehungen zu Finnland abgebrochen und die Rote Armee griff am 30. November an. Die Finnische Armee war eine der kleinsten in Europa und die Rote Armee erwartete von daher wenig Widerstand. Jedoch fanden die sowjetischen Invasoren die Finnen gut vorbereitet vor und hinzukam der extrem kalte Winter von 1939/40 mit seinen Temperaturen von weit unter dem Gefrierpunkt und tiefem Schnee, welcher in jedem Fall den Verteidiger bevorzugte. Die wichtigste finnische Verteidigung war die Mannerheim-Linie, welche bis zum 12. Februar 1940 gehalten werden konnte. Aber nachdem sie erst einmal an einigen Stellen durchbrochen war, gab es keine Alternative mehr, als um Frieden zu bitten. Für eine Armee, welche niemals mehr als 200.000 Mann stark war, waren die finnischen Verluste sehr hoch: 25.000 wurden getötet und 45.000 Soldaten verwundet. Es war die Rede davon, dass die Alliierten in Finnland intervenieren würden, da die Sowjetunion einen Nichtangriffspakt mit Hitler-Deutschland unterzeichnet hatte, aber das einzige Land welches einen beachtlichen Beitrag zur Verteidigung Finnlands leiste, war Schweden. Die Schweden schickten Waffen, eine Flugzeug-Staffel und zwei Bataillone Infanterie. Freiwillige aus einer Reihe von Ländern, darunter Norwegen, Italien, England und den Vereinigten Staaten von Amerika wurden zu einem Freiwilligen-Bataillon zusammengefasst, das aber nicht mehr rechtzeitig einsatzbereit war, um noch an den Kämpfen teilzunehmen. Organisation der finnischen Armee Obwohl Finnland in der Lage war, 12 Divisionen ins Feld zu führen, waren nur neun bei Ausbruch des Krieges vorhanden. Dazu hatten diese einen großen Mangel an Kraftfahrzeugen, Nachrichtenmitteln, Panzerabwehr-Kanonen und automatischen Waffen. Die bewaffneten Streitkräfte wurden durch einen kleinen, regulären Kader zusammengehalten, welcher auf die jährlichen Wehrpflichtigen angewiesen war, um den Mannschaftsbestand zu vervollständigen. In Friedenszeiten dienten die Wehrpflichtigen 12 oder 18 Monate, abhängig von der Waffengattung. Nach dem Abschluss ihrer Wehrpflichtzeit wurden die finnischen Soldaten in die Reserve überführt, wo sie bis zum Alter von 60 Jahren verblieben. Anschließend traten sie der Miliz bei. Das Land war in neun Militärbezirke unterteilt, wovon jeder eine Division stellte, sowie Depots, Einrichtungen und Anlagen, um die Armee schnell mobilisieren zu können. Die Organisation einer Division bestand aus dem Divisionsstab, drei Infanterie-Regimenter, einem Artillerie-Regiment und Nachrichten- und Pionier-Kompanien. Das Artillerie-Regiment verfügte über 36 Geschütze verschiedener Kaliber, welches alle Modelle aus der Zeit vor 1918 waren und viele davon nicht für einen modernen Krieg mehr geeignet waren. Obwohl eine Anzahl von 120-mm-Granatwerfern bestellt wurde, war noch keiner bei Kriegsausbruch geliefert worden und so verblieben der Division nur achtzehn 81-mm-Granatwerfer. Dies war eindeutig ungenügend, wenn man dies zu den hunderten von Granatwerfern in einer einzigen sowjetischen Division betrachtet. Die Versorgung mit automatischen Waffen war etwas besser, denn es gab 250 Suomi-Maschinenpistolen und 116 Maschinengewehre je Division. Bei voller Sollstärke hatte die Division 14.200 Mann. Finnische Divisionen: Darüber hinaus gab es eine unabhängige Kavallerie-Brigade, welche aus einem Stab, zwei Kavallerie-Regimenter, einem Jäger-Bataillon mit Fahrrädern und einer mit Pferden bespannten Artillerie-Batterie bestand. Es gab nur wenige Artilleriegeschütze in der Reserve und die gesamte Armee verfügte nur über insgesamt 100 37-mm-Bofors-Panzerabwehrgeschütze und überhaupt keine Flugabwehrkanonen. Die Armee hatte nur wenig Erfahrungen im Panzerkampf, aber das dicht bewaldete Gelände Finnlands reduzierte die Rolle des Panzers auf die Unterstützung der Infanterie. Die finnische Panzerwaffe bestand aus den unabhängigen Panzerkompanien 1 bis 5 mit 59 veralteten Vickers E und Renault-Panzern, von denen aber nur die 4. Kompanie Einsätze sah. Es gab nur wenige medizinische Vorräte und die Nachrichtenverbindung war bestenfalls rudimentär. Es gab kein Funksystem und die Armee war abhängig von Feldtelefonen und wenn dieses ausgefallen waren, von Meldern. Dieser Mangel war besonders schwerwiegend unter Berücksichtigung der großen Entfernungen im Land, wo die finnische Armee eine riesige Grenze zur Sowjetunion decken musste. Auch die effektive Unterstützung der Infanterie durch die Artillerie war ohne Funkgeräte nicht möglich. Finnland verfügte nur über 100 Bofors-Flak , welche aber der Heimatverteidigung vorbehalten waren. Trotz dieser Probleme hatte die finnische Armee zwei große Vorteile: Erstens, die gründliche Kenntnis des eigenen Landes in der winterlichen Witterung, und zweitens weit überlegenes Menschenmaterial, welches sich in der wilden Entschlossenheit ausdrückte, dem Angreifer zu widerstehen. Diese zwei Eigenschaften vereinigten sich in den Elite-Bataillonen der Skitruppen, bestehend aus Männern mit großer Erfahrung im Skifahren durch das wilde Gelände, welche große Entfernungen geräuschlos überwinden konnten – und das schneller, als Truppen, welche mit irgend einer anderen Form von Transportmitteln ausgerüstet waren. Insbesondere die Sissi-Joukeet, welche Guerillakämpfer auf Skiern waren, operierten hinter den feindlichen Linien und stellten einen unangenehmen Dorn im Fleisch der Roten Armee dar. Die Strategie von Feldmarschall Mannerheim, dem Oberbefehlshaber der finnischen Armee, war es, seine Karelische Armee aus dem II. Korps (4., 5., 6. und 11. Division) und III. Korps (8. und 9. Division) an der Mannerheim-Linie zu konzentrieren, welche die mehr …

  • Ein schönes Farbfoto eines T-34/85.

    Sowjetischer mittlerer Kampfpanzer T-34 Modell 1943, Modell 1944 und T-44 mit 85-mm-Kanonen. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. T-34 Modell 1944 (T-34/85) und T-44 Typ: Sowjetischer mittlerer Kampfpanzer. Hier zum Vorgängermodell T-34 Modell 1943 T-34/85 (Modell 1944) Geschichte Nachdem die Unfähigkeit des T-34 Model 1943 offensichtlich wurde, mit den neuen deutschen Panzertypen – wie dem Panther-Panzer und PzKpfw VI Tiger – fertig zu werden, war das NKTP gezwungen, dieser Tatsache in das Auge zu sehen. Egal wie sehr auch die Panzerproduktion dadurch gestört werden würde, es mussten wesentliche Verbesserungen an den vorhandenen russischen Panzertypen vorgenommen werden. Auch das GKO griff ein, nachdem es von zahlreichen Beschwerden von Fronteinheiten überschwemmt worden war, dass ein ‘längerer Arm’ benötigt wurde, um die deutschen Panzer zu erreichen und erfolgreich zu bekämpfen. Vier Entwicklungsteams von Kanonen wurden aufgefordert, ein Sofort-Programm zur stärkeren Bewaffnung des T-34 zu starten. Die Teams von Grabin und Petrow arbeiteten bereits an 85-mm-Kanonen, als Grabins Büro vom 23 Jahre alten A. Savin übernommen wurde, als dessen bisheriger Chef zum Zentralen Artillerie-Entwicklungsbüro (TsAKB) nach Moskau versetzt wurde. Zudem begann noch das Team von Siderenko mit den Arbeiten an ihrer 85-mm-Kanone S-18. Die neuen Kanonen wurden auf dem Testgelände von Gorokhovieskiy außerhalb von Gorki erprobt und Grabins ZiS-53 wurde zum Sieger erklärt. Leider vertrug sich aber der neue Panzerturm, welcher von V. Kerichew bei Krasnoye Sormovo in Gorki entwickelt worden war, nicht mit der neuen Kanone. Offenbar hatte dieser nämlich den Turm um Petrovs D-5-Kanone herum entwickelt, welche früher zur Verfügung gestanden hatte und sich bereits für den Jagdpanzer SU-85 in Produktion befand. Zwei unbewaffnete T-34/85 waren bis zum 15. Dezember 1943 fertiggestellt worden und das GKO genehmigte den neuen Typ für den sofortigen Bau und Einsatz trotz dieser Probleme. Um weitere Verzögerungen zu vermeiden, befahl das NKTP den T-34/85 vorübergehend mit der D-5T-Kanone zu bauen, bis Savin einen neuen Panzerturm für Grabins neue und modifizierte ZiS-53-Kanonen sowie weiteren Verbesserungen entworfen hatte. Diese vorläufige Zwischenlösung, der T-34/85 Modell 1943 mit der D-5T-Kanone, ging noch im Dezember 1943 bei Zavod Nr. 112 in Krasnoye Sormovo in Produktion. Die Freigabe für die Serienproduktion erfpgte am 15. Dezember 1943 und bis zum Ende des Jahres waren bereits 293 fertiggestellt worden. Im Jahr 1944 folgten weitere 11.000 T-34/85 des Modell 1943 und vor allem Modell 1944.   Die zwischenzeitlich modifizierte, neue Kanone wurde ZIS-S-53 genannt, um Savins Einfluss auf den Entwurf zu würdigen und ersetzte im Frühjahr 1944, zusammen mit dem neuen Turm, den bisherigen mit der D-5T-Kanone. Dieser Panzer war nun der T-34/85 Modell 1944. Der T-34/85 Modell 1943 und 1944 unterschieden sich in vielerlei Hinsicht. Der augenscheinlichste Unterschied war der Geschützmantel, doch beim Modell 1944 war auch die Kommandantenkuppel nach hinten versetzt, um den Kanonier mehr Platz zu geben und ein Funkgerät in der Nähe des Kommandanten unterzubringen. Der T-34-85 bedeutete nicht nur einen wichtigen Schritt vorwärts bezüglich einer höheren Feuerkraft, sondern endlich wurde auch der Drei-Mann-Turm (Kommandant, Kanonier und Ladeschützen) mit vollständigen visuellen Beobachtungsmöglichkeiten und Funkgeräten für den Panzerkommandanten eingeführt, was bei den deutschen Panzerkampfwagen schon lange üblich war und ein wichtiger Teil ihrer bisherigen, taktischen Überlegenheit bildete. Die Produktion des T-34-85 ersetzte nicht sogleich den gesamten Bau des T-34 Modell 1943 mit der 76-mm-Kanone in allen Panzerfabriken, machte aber trotzdem den Großteil der russischen Panzerproduktion im Jahr 1944 aus. Zu Anfang wurde der neue T-34 von den Deutschen irrtümlich als T-43 identifiziert, über den es einige Meldungen gab und der über einen besseren Panzerschutz verfügen sollte. Im Oktober 1943 entschied das NKTP auch endgültig die Produktion von leichten Panzern zu beenden, nachdem nur 120 T-80 ausgeliefert worden waren. Zu diesem Zeitpunkt des Krieges waren die sowjetischen leichten Panzer praktisch unbrauchbar gegen deutsche Panzer und die benötigten Mengen an Aufklärungspanzern und leichten Unterstützungspanzer für die Infanterie konnten von Lend-Lease-Modellen wie dem Stuart oder Valentine ausgefüllt werden. Einsatz Im Zusammenhang mit dieser Entscheidung wurden im November 1943 die sowjetischen Tank-Brigaden erneut reorganisiert, wobei alle leichten Panzer bei diesen gestrichen wurden und die neuen Brigaden nur noch aus dem T-34 Modell 1943 und T-34/85 bestanden. Die Mischung aus T-34 mit der 76-mm oder 85-mm-Kanone war willkürlich und nur davon abhängig, welcher Typ gerade zur Verfügung stand, obwohl Garde-Einheiten natürlich mit der besseren Ausrüstung ausgestattet wurden, wenn dies möglich war. Die leichten Panzer wurden den mechanisierte Artillerie-Einheiten und einigen anderen Formationen zur Aufklärung oder Verbindungsaufgaben beigegeben. Verfügbar in Abertausenden, übernahm der T-34 die Herrschaft über das Schlachtfeld, zwang die deutschen Truppen immer mehr Defensive und gewann schließlich die taktische und strategische Initiative im ‘Großen Vaterländischen Krieg’ für die Sowjetunion. Nach dem Krieg wurde der T-34/85 und seine Nachfolger noch lange weiter verwendet und war noch im Koreakrieg der wichtigste mittlere Kampfpanzer. Gleichzeitig wurde er noch bis in die Mitte der 1950er Jahre weitergebaut, bis er vom T-54 endgültig abgelöst wurde. Bei anderen Armeen stand er noch bis Mitte der 1960er Jahre im Dienst und tauchte in manchen Buschkriegen auch noch viel später auf. In Erinnerung wird der T-34/85 jedoch als der hervorragende Panzer bleiben, welcher den Zweiten Weltkrieg für die Rote Armee gewonnen hat. Nach der Einführung des T-34/85 war die Rote Armee seit Sommer 1944 so stark, dass sie für den Durchbruch durch die deutsche Verteidigungszone an der Front lediglich ihre Panzer- und mechanisierten Korps benötigte. Die frischen Panzerarmeen wurden erst bei einem Einbruch von etwa 25 bis 40 Kilometern Tiefe eingesetzt, sodass sie weit in das deutsche Hinterland eindringen konnten. Nach dem Durchbruch in die Tiefe des Raumes war ihre Aufgabe, die deutschen operativen Reserven zu zerschlagen und so keine Verteidigungslinien mehr im rückwärtigen Raum zuzulassen. Die sowjetischen Panzer griffen mit tief gestaffelter, danach folgender Infanterie an. Diese Angriffe erfolgten möglichst tief und starr in frontaler Richtung. Erst in der Nacht wurde angehalten, um möglichst viel Infanterie aufschließen zu lassen, die sich eingrub und das neu eroberte Gelände sicherte. Die Gegenangriffe deutscher Panzereinheiten wurden zumeist schon in schnellen Begegnungsschlachten abgewehrt. Durch den zunehmenden Einsatz von Panzernahbekämpfungsmitteln bei der deutschen Infanterie, wie Panzerschreck und Panzerfaust, brachten die sowjetischen Panzerbesatzungen Bretter oder Gitter behelfsmäßig an mehr …

  • U 151

    Deutsches Hochsee-U-Boot-Klasse U 139 und Handels-U-Boote U-151-Klasse aus dem Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. U-139-Klasse, Typ UA U-Kreuzer Typ: Hochsee-U-Boot, Untersee-Kreuzer. U-Kreuzer U-139-Klasse Geschichte Die Wiederaufnahme der uneingeschränkten U-Boot-Kriegsführung durch das Deutsche Reich im Februar 1917 führte zum Kriegseintritt der Vereinigten Staaten von Amerika im April 1917. Da die deutsche Marineführung dies nicht vorausgesehen hatte, gab es nur wenige U-Boote, welche geeignet waren, einen Handelskrieg gegen die Schifffahrt vor der amerikanischen Ostküste zu führen. Der vorübergehende Einsatz der langsamen und verwundbaren Handels-U-Boote als Hochsee-U-Boote konnte nur wenig Abhilfe schaffen. Der Bau dieser großen Handels-U-Boote hatte jedoch wertvolle Erfahrungen eingebracht und so gelang es, ein Bauprogramm für große Hochsee-U-Boote zu beginnen. Bereits zum Zeitpunkt der US-Kriegserklärung befanden sich die großen Hochsee-Minenleger-U-Boote und ein Paar der neuen U-Kreuzer im Bau. Diese U-Kreuzer waren die bisher größten Unterseeboote und von der U-139-Klasse. Trotz ihrer Größe konnten die Hochsee-U-Boote nur 13 Ersatz-Torpedos mit sich führen, sodass lange über eine zusätzliche artilleristische Bewaffnung für sogenannte ‘weiche’ Ziele diskutiert wurde. Schließlich erhielten die Boote zwei 15-cm-Geschütze sowie oft eine zusätzliche 88-mm-Kanone hinter der Seitenflosse. Ein niedriges Bollwerk wurde um den Bereich des Mittelschiffs errichtet, um herum schwemmendes Seewasser davon abzuhalten, die Bedienung des Geschützes zu behindern. Dazu wurde ein einziehbarer 4-Meter-Entfernungsmesser am Ende des Turms untergebracht. Eine respektable Überwasser-Geschwindigkeit war ebenso wichtig, wie ein großer Fahrbereich, aber Dieselmotoren mit ausreichender Leistung befanden sich erst in der Entwicklungsphase. Dampfantrieb wurde in Erwägung gezogen, aber in weiser Voraussicht abgelehnt und so musste eine Höchstgeschwindigkeit von 16 Knoten akzeptiert werden, obwohl diese im praktischen Einsatz auch kaum erreicht wurde. Die Boote der U-139-Klasse waren also sehr große Boote mit einer hervorragenden artilleristischen Bewaffnung durch die 15-cm-Geschützen und einem großen Einsatzradius. Es waren auch die ersten deutschen U-Boote, welche eigene Namen erhielten, so hieß U 139 ‘Schwiger’ und U 140 ‘Weddingen’ nach dem Kommandeur des berühmten U 9, welches 1914 die drei britischen Panzerkreuzer Cressy, Hogue und Aboukir innerhalb kürzester Zeit versenken konnte. Einsatz Zu diesem Zeitpunkt war es schon zu spät, derartige U-Boote in großen Zahlen zu bauen. Neben dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und Materialien gab es zwischenzeitlich auch andere Prioritäten und die drei gebauten Hochsee-U-Boote wurden erst 1918 in Dienst gestellt. Der erfolgreichste deutsche U-Boot-Kommandant Lothar von Arnauld de la Pirere, welcher mit seinen 33 Jahren bis dahin insgesamt 196 Schiffe mit zusammen über 500.000 Tonnen im Mittelmeer versenkt hatte, wurde Anfang 1918 nach Deutschland zurückberufen, um den neuen Untersee-Kreuzer U 139 zu übernehmen. Damit sollte er die Speerspitze des Angriffs auf die amerikanischen Gewässer werden. Andere harte Kerle, wie Kophmels mit U 140, trafen dort im Sommer schon ein und so wurde von Arnauld zurückbeordert und operierte nachfolgend westlich von Spanien. Dabei hatte er aber nur wenig Glück gegen gut gesicherte Geleitzüge, dafür aber erstmals die neue Erfahrung, wie es ist, mit Wasserbomben eingedeckt zu werden. Allerdings wurde ihm die Ehre gewährt, persönlich vom Kaiser empfangen zu werden und er kehrte am 14. Oktober 1918 nach Kiel zurück, wo er die Flotte im Zustand des Aufruhrs vorfand und die gemeinsame Schande teilen musste. U 139 wurde nach der Übergabe im November 1918 von der französischen Marine in Dienst gestellt und blieb unter dem Namen ‘Halbronn’ bis 1935 in Verwendung. Ohne U-Boote in der Nachkriegszeit kommandierte von Arnold 1925 eine Marine-Brigade in Stralsund und Stettin. Es folgte ein Jahr als Navigationsoffizier auf dem alten Linienschiff Elsass, bevor er zum Marinestab nach Wilhelmshaven versetzt wurde. 1931 konnte er als Korvettenkapitän dem neu gegründeten U-Boot-Kommando beitreten und war nun im Alter von 45 Jahren am Aufbau der neuen U-Boot-Waffe beteiligt, wo er seine umfangreichen Erfahrungen als erfolgreichster U-Boot-Kommandant aller Zeiten an die neue Generation der U-Boot-Wölfe des kommenden Zweiten Weltkriegs weitergab. Nachfolger Auf der Danzig DY-Werft wurden 1918 noch die ebenfalls großen Boote U 135 und U 136 gebaut. Sie hatten aufgetaucht eine Wasserverdrängung 1.175 Tonnen und getaucht von 1.534 Tonnen. Die Bewaffnung bestand aus 6 Torpedorohren und einem 15-cm-Geschütz und zwei Diesel-Motoren lieferten je 3.500 PS, wozu noch 2 Elektromotoren mit 1.690 PS kamen. Dies gab den Booten eine Überwasser-Geschwindigkeit von 17,5 Knoten und 8,1 Knoten getaucht. Die Besatzung bestand aus 46 Mann. Die Boote U 137 und U 138 der gleichen Klasse auf derselben Werft wurden bis Kriegsende nicht mehr fertig und 1919 verschrottet. Der geplante Nachfolger, die U-142-Klasse war mit 2.160 t über Wasser bzw. 2.785 t unter Wasser sogar noch größer und hätte alles übertroffen, was sogar noch im Zweiten Weltkrieg gebaut wurde. Dazu sollten die Boote eine zweite 88-mm-Kanone, 18 Reserve-Torpedos und eine Reichweite von 40.750 km erhalten. Nur das Klassen-Schiff der geplanten neun Boote wurde jemals fertig – und das auch nur einen Tag vor dem Waffenstillstand im November 1918. Zudem wurde eine noch größere Klasse geplant, welche 110 Meter lang sein sollte und mit einer Bewaffnung von vier 15-cm und zwei 88-mm-Geschützen versehen. Zusätzlich sollte die obere Hälfte des U-Bootes gepanzert sein, um auch ein Artilleriegefecht durchstehen zu können. Von diesen Booten wurde allerdings keines mehr gebaut. Nur eine Handvoll der Hochsee-U-Boote und U-Kreuzer erschienen im Westatlantik. Ihre Erfolge waren zwar nur begrenzt, aber sie sorgten für erhebliche Unruhe und zwangen die Amerikaner, dort das Konvoi-System mit all seinen Komplikationen und Verzögerungen einzuführen. Handels-U-Boote U-151-Klasse Der zweite Typ der großen deutschen Untersee-Kreuzer des Ersten Weltkriegs waren die Handels-U-Boote der U-151-Klasse. Ihr Ursprung ist auf den Umstand zurückzuführen, dass Deutschland zwar versuchte die britischen Inseln mit seinen U-Booten zu blockieren, gleichzeitig aber von der Royal Navy mit einer Seeblockade belegt wurde. Da man in Deutschland ursprünglich nur von einem kurzen Krieg ausgegangen wurde, traten schon 1915 Engpässe bei wichtigen Rohstoffen auf, insbesondere Nickel und Gummi. Beide waren frei verfügbar aus den immer noch neutralen USA. Erste Pläne, kleinere Mengen davon mit vorhandenen Unterseebooten heranzubringen, wurden durch den kommerziellen Vorschlag zum Bau eines spezialisierten, unbewaffneten Transport-U-Bootes, den Handels-U-Booten, abgelöst. Die Investitionen wurden vom deutschen Staat übernommen und als ausführende Gesellschaft wurde die Deutsche Ozeanische Reederei GmbH gegründet. Ein Dringlichkeitsauftrag zur Konstruktion der ersten zwei dieser Zweihüllen-Boote wurde vergeben, welche mehr …

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