Die deutschen Fallschirmjäger, welche Mussolini befreiten.


Die deutschen Fallschirmjäger, welche Mussolini befreiten.

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Im Blickpunkt:
  • 13. Waffen-SS-Division Handschar

    Befehlshaber, Aufstellung, Einsätze, Ende, Infanterie-Stärke und Panzerausstattung der Waffen-SS-Divisionen 13-19 (Handschar bis lettische Nr.2). Kommandeure, Infanterie- und Panzer-Stärke, Einsätze, besondere Hinweise und Ende. Waffen-SS-Divisionen 13-19 hier zu den Waffen-SS-Divisionen 5-12 So merkwürdig auch einige der auf dieser Seite aufgelisteten Waffen-SS-Divisionen auch waren, so darf jedoch nicht vergessen werden, dass die Elite-Panzer-Divisionen und Panzer-Grenadier-Divisionen der Waffen-SS Deutschlands effektivste Verbände in der letzten Phase des Zweiten Weltkrieges waren, welche einen Standard an Kampfkraft und Kampfleistungen setzten, der unübertroffen von jeder anderen Streitmacht irgendeiner Nation ist. 13. Waffen-Gebirgs-Division der SS Handschar (kroatische Nr.1) Befehlshaber: SS-Brigadeführer Sauberzwerig, SS-Brigadeführer Hampel. Aufstellung (als Division): Juli 1943 (einsatzbereit März 1944). Ende: Aufgelöst Oktober 1944 wegen zu vielen Desertionen im Angesicht der vorrückenden Roten Armee. Infanterie-Stärke: 2 Gebirgsjäger-Infanterie-Regimenter. Im Juli 1943 die kroatischen SS-Freiwilligen-Gebirgsjäger-Regimenter 1 und 2, ab Januar 1944 SS-Freiwilligen-Gebirgsjäger-Regimenter 27 und 28. Panzer-Ausstattung: keine. Einsätze: Aufgestellt im Frühjahr um einen Kader der SS-Division Prinz Eugen herum. Zuerst aus Freiwilligen, später auch Eingezogenen, aus der Gruppe der bosnischen Moslems gebildet. Dieses waren die traditionellen Feinde der christlichen Serben, aus denen die Masse von Titos Partisanen bestand. Der ursprüngliche Divisions-Name lautete ‘BH’, was für ‘Bosnien-Herzegowina’ stand. Von Juli 1943 bis Februar 1944 Grundausbildung und Training in Frankreich, wo es zu Meutereien und Übergriffen kommt. Die Einsätze gegen Partisanen beginnen im Frühjahr 1944 mit dem Divisions-Hauptquartier in Brcko, wobei es zu zahlreichen Gräueltaten kommt. Im Angesicht der vorrückenden Roten Armee kommt es zu zahlreichen Desertionen, sodass die Division im Oktober 1944 wieder aufgelöst wird. Der Kader aus ‘Volksdeutschen’ bildet die Regiments-Gruppe der 13. SS-Gebirgs-‘Handschar’ der Kampfgruppe Hanke. Kämpfe in Ungarn, südlich von Budapest, am Plattensee und an der Drau. Die Überlebenden gerieten im Mai 1945 in Österreich in britische Kriegsgefangenschaft. Individuelle Abzeichen: ‘Handschar’-Krummsäbel in Hand mit Hakenkreuz in der Ecke an den Kragenabzeichen. Abzeichen der Gebirgsjäger. 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische, später ukrainische Nr.1) Befehlshaber: SS-Brigadeführer Schimana, SS-Brigadeführer Freitag. Aufstellung (als Division): April 1943 (einsatzbereit Juni 1944). Ende: Kapitulierte gegenüber den Briten in der Steiermark, Mai 1945. Einige aus dem Kessel von Tarnopol (Juli 1944) entkommene Restteile kämpften sich im Winter 1946/47 von den Karpaten bis nach Bayern durch. Infanterie-Stärke: 3 Infanterie-Regimenter. Waffen-Grenadier-Regimentder der SS 29 (galizische Nr. 1), 30 (galizische Nr. 2), 31 (galizische Nr. 3). Panzer-Ausstattung: keine. Einsätze: Im April 1943 aus Ukrainern hinter der deutschen Front rekrutiert. Der Kader bestand aus ‘Volksdeutschen’. Massige freiwillige Meldungen, wovon etwa 30.000 angenommen werden. Der Titel ‘Galizisch’ war fiktiv, verursacht durch die politisch-rassistische Haarspalterei und wurde im November 1944 auf ‘Ukrainisch’ geändert. Grundausbildung in Deutschland und im Juni 1944 verlegt an die Ostfront. Bereits im Juli 1944 im Kessel bei Tarnow fast vernichtet, einige Überlebende erreichten die deutschen Linien. Anschließend in die Slowakei zur Erholung und Wiederauffüllung verlegt. Andere Versprengte hielten sich in den Karpaten bis Ende 1946 verborgen, bis sie sich im Winter 1946/47 bis zur amerikanischen Besatzungszone in Deutschland durchkämpften. Die Rumpfdivision sah nur noch wenige Kampfeinsätze nach der Kesselschlacht bei Tarnow und wurde auf kleiner Stärke in der Steiermark Anfang 1945 gehalten. Im April 1945 zur ‘Ukrainischen Nationalarmee’ überstellt und im Mai 1945 in britische Kriegsgefangenschaft bei Radstadt geraten. Ihre Überlebenden konnten die Repatriierung nach Russland vermeiden. Individuelle Abzeichen: Nach links gewandter Löwe am Kragenabzeichen. 15. Waffen-Grenadier-Division der SS Befehlshaber: SS-Brigadeführer Hansen, SS-Brigadeführer Graf von Pückler-Burghaus, SS-Oberführer Heilmann, SS-Oberführer von Oberwurzer, SS-Oberführer Ax, SS-Oberführer Burks. Aufstellung (als Division): Anfang 1944 zur Division aufgestockt. Ende: Teile kapitulierten gegenüber der Roten Armee bei Neu-Ruppin, Teile gegenüber der US Army an der Elbe. Infanterie-Stärke: 3 Infanterie-Regimenter, 1 Füsilier-Bataillon. Im Mai 1944 aus den Waffen-Grenadier-Regimentern der SS 32 (lettische Nr. 3), 33 (lettische Nr. 4), 34 (lettische Nr. 5), Füsilier-Bataillon 15. Panzer-Ausstattung: keine. Einsätze: Schon seit Juli 1941 bildeten Letten viele innere Sicherungseinheiten, sogenannte ‘Schuma-Bataillone’. Anfang 1943 wurden einige der Schuma-Bataillone in die Lettische SS-Freiwilligen-Legion übernommen. Diese wird später zur Lettischen SS-Freiwilligen-Brigade mit dem Kader aus der 2. SS-Infanterie-Brigade. Im November 1943 erstmals im Einsatz in der Frontlinie bei Newel. Anfang 1944 zur Division ausgebaut und im Einsatz an der Narwa im Sommer 1944. Ende 1944 zur Auffrischung aus der Front gezogen. Über Kurland nach Pommern verlegt und schwer mitgenommen bei Danzig Anfang 1945. Ein Teil kapitulierte gegenüber der Roten Armee bei Neu-Ruppin im Mai 1945, ein anderer Teil nach Abwehrkämpfen vor Berlin gegenüber der US-Armee in der Nähe der Elbe im April 1945. Beste Kampfleistung aller baltischen Verbände. Individuelle Abzeichen: Kragenabzeichen ursprünglich nur Schwarz, aber einige trugen SS-Runen. Später ein Sonnendurchbruch mit drei Sternen. 16. SS-Panzer-Grenadier-Division Reichsführer-SS Befehlshaber: SS-Brigadeführer Simon, SS-Oberführer Baum. Aufstellung (als Division): Seit Oktober 1943 zur Division ausgebaut (einsatzbereit Februar 1944). Ende: Zersprengte Einheiten kapitulierten gegenüber den Briten in Kärnten (Österreich). Infanterie-Stärke: 2 motorisierte Infanterie-Regimenter (jedes mit 3 Bataillonen). SS-Panzergrenadier-Regimenter 35 und 36, SS-Panzer-Abteilung 16. Panzer-Ausstattung 1 Panzer-Bataillon (mit 4 Kompanien PzKpfw IV und PzKpfw V Panther, jede mit 22 Panzern), 3 Batterien Sturmgeschütze mit je 10 StuG III, Panzerjäger-Zug mit 10 Jagdpanzer IV, von Dezember 1944 an 12 Flak-Panzer. Insgesamt 140 Panzer. Einsätze: Himmlers Begleit-Bataillons Kommandostab RF-SS wurde im Februar 1943 zur Sturmbrigade ‘Reichführer-SS’ erweitert. Im Sommer 1943 im Einsatz auf Korsika. Im Oktober 1943 in Slowenien und Österreich zur Division erweitert. Im Februar 1944 war das SS-Panzergrenadier-Regiment 35 und die Flak-Abteilung im Einsatz bei Anzio. Die anderen Teile der Division nahmen im März 1944 an der Besetzung von Ungarn teil. Im Mai 1944 wurde die Teile der Division bei Grossetto in West-Italien zusammengeführt. Rückzugskämpfe entlang der Küste über Livorno, Pisa, Carrara im August 1944. Im September 1944 im Einsatz gegen Partisanen, dabei mehrere schwere Gräueltaten. Bis Januar 1945 über Bologna und Forli und dann nach Ungarn verlegt. Im Einsatz am Plattensee im April 1945. Zersprengte Teileinheiten kapitulierten gegenüber britischen und amerikanischen Streitkräften bei Klagenfurt und Radstadt. Besonderes: Viel Ersatz durch ‘Volksdeutsche’ aus der Batscha (Ungarn, Slowenien) Individuelle Abzeichen: Armbinde mit dem Titel ‘Reichsführer-SS’. 17. SS-Panzer-Grenadier-Division Götz von Berlichingen Befehlshaber: SS-Brigadeführer Ostendorff (verwundet im Juni 1944), dann fünf stellvertretende Befehlshaber. Ostendorff kehrt im November 1944 zurück und bleibt im Kommando bis Februar 1945. Anschließend SS-Oberführer Bochmann. Aufstellung (als Division): Aufgestellt im November 1943 in Frankreich. mehr …

  • 3D-Modell der Boeing B-17G Fliegenden Festung ohne Tarnanstrich.

    Legendärer strategischer Höhenbomber Boeing B-17 Fliegende Festung. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3D-Modell. Boeing B-17 Fliegende Festung Typ: Strategischer Höhenbomber. Geschichte Die B-17 Fliegende Festung war schon zu ihrer Zeit legendär. Dieses Flugzeug von Boeing repräsentierte mehr als jedes andere die Macht der amerikanischen Luftfahrt und dass schon in den Jahren, als Europa von den Achsen-Streitkräften überrannt wurde. Insgesamt wurden 12.731 Fliegende Festungen während des Zweiten Weltkrieges produziert. Während des Krieges schrieben sie Luftfahrtgeschichte, als sie am 17. August 1942 mit Tagesangriffen auf Ziele in Westeuropa begannen. Am 27. Januar 1943 begannen dann die Tagesangriffe auf Deutschland selbst, während in der Nacht die Lancaster, Halifax und Stirling-Bomber der RAF erschienen. Zu den Zielen der B-17-Bomber gehörte Wilhelmshaven, Schweinfurt, Wiener Neustadt, Regensburg und Berlin. Über diesen Städten war der Himmel ausgefüllt mit mehreren hundert Bomber im Formationsflug, zusammen mit den brennenden Wracks, von abstürzenden Fliegenden Festungen. Abertausende von Menschen kamen ums Leben und Städte wurden dem Erdboden gleichgemacht. Das Projekt 299, was die interne Bezeichnung bei der Firma Boeing für die B-17 war, begann am 16. August 1934. Dies war acht Tage nachdem die Firma eine offizielle Regierungsanforderung für einen Prototyp eines mehrmotorigen Bombers erhalten hatte, welcher bis zum August des nachfolgenden Jahres fertig sein sollte. Dessen hauptsächliche Aufgabe sollte die Bekämpfung feindlicher Schiffe sein. Die Spezifikation verlangte ein Flugzeug, welches eine Zuladung von 907 kg über eine Entfernung zwischen 1.650 und 3.500 km bei einer Geschwindigkeit zwischen 320 und 400 km/h tragen konnte. Es wurde dabei an ein ähnliches Flugzeug wie den B-18 Bolo-Bomber gedacht. Die Boeing-Ingenieure hatten einen Vorteil durch ihre vorhergehenden Experimente beim Bau des zivilen Transportflugzeuges Modell 247 und der Entwicklung des Modell-294-Bombers. Deshalb gingen sie das hohe finanzielle Risiko für das Unternehmen ein und wählten für das Flugzeug vier 750 PS Pratt & Whitney Hornet Motoren aus. Damit konnte das Flugzeug mit der vorgegebenen Bombenlast schneller und höher fliegen. Die Besatzung bestand aus acht Mann und die Bombenzuladung aus bis zu acht 227-kg-Bomben, also insgesamt sogar 2.176 kg. Der Prototyp stieg erstmals am 28. Juli 1935 in die Lüfte. Knapp einen Monat später, bei einem Überführungsflug, zeigte das neue Flugzeug, was es konnte. Der Prototyp der B-17 flog dabei über eine Entfernung von mehr als 3.400 Kilometern Nonstop innerhalb von neun Stunden. Dieser Flug der Flying Fortress (Fliegende Festung) bei einer Marschgeschwindigkeit von 374 km/h nach Wright Field war der Beginn einer neuen Epoche in der Luftfahrtgeschichte. Jedoch wurde das Flugzeug am 30. Oktober bei einem Unfall während des Starts zerstört. Dreizehn Vorserien-Flugzeuge wurden für Versuche gebaut. Das erste dieser YB-17 flog erstmals am 2. Dezember 1936 und die anderen wurden zwischen dem 1. März und 5. August 1937 zur Erprobung an die 2. Bomber-Gruppe ausgeliefert. Diese Flugzeuge erhielten Wright Cyclone Motoren. Eine weitere Flugzeugzelle, welche ursprünglich für statische Prüfungen vorgesehen war, wurde mit vier mit Kompressoren ausgestatteten Wright-Motoren ausgerüstet und als YB-17A bezeichnet. Die Leistung dieser Maschine war so vielversprechend, dass die Kompressoren zum Standard bei den späteren Serienmodellen wurden. Die statischen Prüfungen waren abgesagt worden, da eine YB-17 ohne den geringsten Schaden durch einen schweren Sturm geflogen war. So wurden alle YB-17 mit Abgasturbolader nachgerüstet, um bessere Flugeigenschaften in großer Höhe zu erzielen. Der erste Auftrag zur Serienproduktion ging 1938 ein, als 39 B-17B bestellt wurden. Diese Serienflugzeuge hatten einen neuen Bug, größere Seitenruder und größere Landeklappen. Trotzdem blieb die Flächenbelastung mäßig und das herausragende Merkmal aller B-17 war die ruhige Fluglage. Eine zweite Bestellung im Jahr 1939 umfasste 38 B-17C mit stärkerer Bewaffnung durch Maschinengewehren in den Seiten, Panzerschutz für die Positionen der Besatzungsmitglieder, selbstdichtende Treibstofftanks und eine untere Wanne. Um Kampferfahrungen mit dem Flugzeug zu sammeln, wurden 20 Flugzeuge dieses Modells an die britische Royal Air Force abgegeben. Die 90. Squadron des Bomber-Kommandos verwendete sie bei nur einem Tagesangriff aus größer Höhe, wobei die Norden-Zielgeräte fehleranfällig waren, die Browning-Maschinengewehre in der großen Höhe einfroren und die deutschen Jagdflugzeuge beim Angriff von hinten nicht beschossen werden konnten. So wurden diese von den Briten als Flying Fortress I bezeichneten Bomber anschließend nur beim Küsten-Kommando und im Nahen Osten verwendet. Im Jahr 1940 wurden weitere 42 B-17D bestellt, welche dem vorhergehenden Modell ähnlich, aber verbessert waren. Diese beiden letzten Versionen der Fliegenden Festung waren auch die ersten, welche Kampfeinsätze sahen. Die B-17 wurden von den Briten ab Mai 1941 ohne großen Erfolg eingesetzt und nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor durch die Amerikaner. Allerdings wurden die meisten B-17 auf Hawaii bei dem japanischen Überfall im Dezember 1941 vollständig zerstört. Die überlebenden Bomber flogen aber die erste amerikanische Luftoffensive des Zweiten Weltkrieges, als sie am 10. Dezember 1941 die japanische Schifffahrt angriffen. Die Version von 1941 war die B-17E, welche aufgrund der britischen Kampferfahrung umfangreich modifiziert wurde. Der gesamte hintere Abschnitt wurde radikal verändert, um eine größere Stabilität zu erreichen, insbesondere in großen Flughöhen. Dazu wurde Platz gemacht für eine Defensivbewaffnung im Heck. Die Bewaffnung wurde verstärkt durch das Hinzufügen von zwei mechanisch angetriebenen Maschinengewehr-Türmen, einer davon auf dem oberen Rumpf und einer unter dem Bauch. Beide Türme hatten Zwillings-12,7-mm-Maschinengewehre, und ein weiteres Maschinengewehr wurde an jeder Seite des Rumpfes installiert. Zwei manuell bediente leichte 7,62-mm-Maschinengewehre wurden an jeder Seite der transparenten Nase eingebaut. Das Flugzeug hatte auch größere Seitenruder, um auch aus großer Flughöhe die Bomben ausreichend genau abzuwerfen, sowie verbesserten Panzerschutz und Ausrüstung. Insgesamt wurden 512 B-17E gebaut. Sie erschienen Anfang 1942 zuerst über dem Pazifik und im Juli des gleichen Jahres über Europa mit den Verbänden der 8. US-Air-Force, welche in Großbritannien stationiert waren. Am 17. August 1942 unternahmen diese Flugzeuge den ersten Angriff auf ein europäisches Ziel und bombardierten Rouen in Frankreich bei Tageslicht. Dieses Modell wurde auch erstmals neben Boeing auch bei Lockheed-Vega und Douglas-Tulsa gebaut. Das nächste Modell war die B-17F, welche 1942 erschien. Dieser Bomber, von dem 3.405 gebaut wurden, hatte eine noch schwerere Bewaffnung und einige weitere Veränderungen. Dazu gehörten ein langer Plexiglasbug, paddelförmige Propeller und Vorrichtungen für Unterflügellasten. Die Firmen Lockheed und Douglas halfen bei der Herstellung dieses Modells und bauten 500 bzw. 605 mehr …

  • Churchill-Panzer im RAC Tank Museum

    A 22 Churchill – englischer schwerer Infanteriepanzer Mark IV. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder, Video und 3d-Modell. A22 Churchill Typ: schwerer Infanteriepanzer Mark IV Geschichte: Bei Ausbruch des 2. Weltkrieg im September 1939 gab es die vorherrschende Meinung im britischen Kriegsministerium, dass die Bedingungen an einer neuen Westfront denen von 1914 bis 1918 sehr ähnlich sein werden. Daher ergab sich der Bedarf für einen schweren Infanteriepanzer, welcher unverwundbar gegen die vorhandenen Panzerabwehrwaffen sein sollte, mit einer sehr großen Grabenüberschreitfähigkeit, und welcher in der Lage sein sollte, ein durch Artilleriefeuer aufgewühltes Trichterfeld zu durchfahren. Diese Spezifikation wurde vom Vorsitzenden für die Panzerbeschaffung, Woolwich, als A20 bezeichnet und die Firma Harland&Wolff wurde gebeten, ein Pilotmodell zu bauen. Eine 80-mm-Panzerung, eine Geschwindigkeit von 25 km/h, eine Kletterfähigkeit von 1,50 m und eine Besatzung von 7 Mann wurden als weitere Charakteristiken gefordert. Im Wesentlichen war der A20 eine Verfeinerung der ‘Rauten’-Tanks (Mark I bis V) welche die Engländer 1916-1918 gebaut hatten. Verschiedene Bewaffnungs-Kombinationen wurden in Erwägung gezogen, einschließlich der 2- und 6-Pfünder, der französischen 75-mm-Kanone und 3-inch-Haubitze. Letztlich wurde die 2-Pfünder für den Turm ausgewählt und eine weitere sollte vorne eingebaut werden. Dazu Maschinengewehre an den Rumpfseiten und der Vorderseite. Vier Prototypen wurden im Februar 1940 bestellt. Der erste Prototyp begann mit Tests im Juni 1940 und wurde von Getriebe-Problemen geplagt. Die Ergebnisse der Tests zeigten jedoch, dass um die geforderte Leistung einzuhalten, die Bewaffnung auf eine einzige 2-Pfünder-Kanone reduziert werden musste. Das ganze fiel zeitlich mit der Evakuierung von Dünkirchen zusammen, nach der England weniger als 100 Panzern für die Verteidigung seiner Insel übrig blieben. Die Firma Vauxhall (der britische Ableger der US-Firma GMC) wurde daher aufgefordert, den Entwurf des A20 zu überarbeiten, ihn etwas zu verkleinern und so schnell wie möglich in die Produktion zu nehmen – wenn möglich, innerhalb eines Jahres. Vauxhall wurde vor allem deswegen gewählt, weil deren Vauxhall-Bedford Zwillings-6-Zylinder-Motor für den A20 vorgesehen war. Der A20-Prototyp und die Pläne wurden an Vauxhall weitergereicht, zusätzliche technische Zeichner vom englischen Mechanisation Board gestellt und ein neues Pilot-Modell – genannt A22 Infanteriepanzer Mark IV – wurde im November 1940 fertig. Die ersten 14 Serienmodelle wurden im Juni 1941 ausgeliefert, von einer Bestellung von 500 Exemplaren direkt vom Zeichenbrett. Wegen des gehetzten Entwicklungsprogramms gab es zahlreiche Konstruktionsmängel, welche zu häufigen Pannen mit den ersten Marks führten. Dies erforderte erhebliche Überbearbeitungsprogramme 1942-1943, die von Vauxhall-Techniker bei den Einheiten, welche mit dem neuen Panzer ausgerüstet waren, durchführten. Dabei gab es zahlreiche Detailverbesserungen an mechanischen Komponenten. Als Churchill benannt, wurde der A22 in großen Mengen von einem Firmen-Konsortium aus Broom&Wade, Birmingham Carriage & Wagon, Metropolitan Cammell, Charles Roberts, Newton Chambers, Gloucester Railway Carriage, Leyland, Dennis und Harland&Wolff – alle unter dem Vorsitz von Vauxhall – gebaut. Der Churchill war eine Verbundkonstruktion, bestehend aus einer 1,2-cm starken Innenhaut aus Weichstahl mit einer Außenhaut aus Panzerplatten, welche in ihren Positionen verschraubt oder vernietet wurden. Zunächst wurde ein Guss-Turm verwendet, aber spätere Modelle hatten größere Türme, welche gegossen, geschweißt und in Verbundkonstruktion hergestellt wurden. Der Motor und Antrieb befanden sich im Heck. Die Laufketten mit den kleinen, gefederten Laufrollen oben und unten ermöglichten Stauräume für Munition, Vorräte und Gepäck zwischen dem oberen und unteren Kettenlaufwerk. Dies machte den Churchill zu einem ungewöhnlich geräumigen Kampffahrzeug. Notausgänge für die Besatzung wurden an jeder Seite angebracht. Die Kraftübertragung erfolgte durch das neue Merritt-Brown-Vier-Gang-Getriebe mit gesteuerter Differenziallenkung, wodurch der Churchill der erste englische Panzer mit einer derartigen Schaltung war. Bewaffnet war der Mark I mit der 2-Pfünder-Kanone und einer 3-inch (76mm) Haubitze in der Frontwanne. Veränderte taktische Anforderungen führten jedoch während der Produktionszeit ständig zu einer veränderten Bewaffnung. Gemeinsam mit den englischen Kreuzerpanzern wurde die 6-Pfünder-Kanone im Jahr 1942 eingeführt, was einen größeren Turm (Mark III) erforderlich machte. Der Churchill-Panzer wurde erstmals bei der gescheiterten Landung von Dieppe im August 1942 eingesetzt. Die Erfahrung des Wüstenkriegs 1941/42 ließen das englische Kriegsministerium annehmen, dass Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit wichtiger sind als starke Panzerung. So wurde beschlossen, die Churchill-Produktion 1943 auslaufen zu lassen, wenn die neuen A27-Kreuzerpanzer Cromwell zur Verfügung stehen würden. Jedoch waren die ersten Kampfeinsätze des Churchill bei der Britischen 1. Armee in Tunesien sehr überzeugend – insbesondere, da sie in dem dortigen Gelände nahezu jeden Hügel erklimmen konnten, den andere Panzer bisher nicht angreifen konnten. So erhielt der Infanteriepanzer nochmals eine Gnadenfrist. Im Jahr 1943 wurde der Churchill wieder anders bewaffnet, diesmal mit der neuen englischen Version der 75-mm-Kanone. Zur selben Zeit wurden wesentliche Entwurfsverbesserungen vorgenommen. Da das Fahrzeug zu einer Zeit entworfen wurde – wie auch alle anderen englischen Kampfpanzer -, als die britischen Einschränkungen für die Eisenbahnladeflächen eingehalten werden mussten, litt der Churchill ebenso unter dem Nachteil, dass er zu eng war, um einen größeren Turm für die 17-Pfünder-Kanonen erhalten zu können. Aus diesem Grund war er im Vergleich zu seinen deutschen Rivalen 1944/45 unterbewaffnet, was aber zu einem gewissen Umfang durch die dicke Panzerung des Fahrzeuges ausgeglichen wurde. Der andere Faktor, welcher den Churchill-Panzer zu einem der wichtigsten britischen Panzern der Jahre 1939 bis 1945 machten, war seine Fähigkeit, eine ganze Serie von Spezialfahrzeuge aus ihm zu entwickeln, welche für die geplante Invasion in Nordwesteuropa im Jahr 1944 benötigt wurden. Das geräumige Innere des Fahrzeuges, zusammen mit seinen regelmäßigen Formen und schwerer Panzerung, machte es besonders nützlich als gepanzertes Pionier-Fahrzeug, Brückenleger oder Bergepanzer. Dazu wurden noch jede Menge experimentelle Varianten entwickelt und erprobt. Benutzer: Großbritannien. Churchill-Versionen Churchill I Das Originalmodell von 1941 mit gegossenen Turm. Bewaffnet mit der 2-Pfünder-Kanone und einem koaxialen 7,92-mm-MG-Besa-MG und einer 3-inch-Haubitze (76,2 mm) vorne im Rumpf. 150 Schuss für die 2-Pfünder und 58 Schuss für die 3-inch-Haubitze als Munitionsvorrat. Einige der Churchill I wurden im Dieppe-Raid am 19. August 1942 eingesetzt.       Churchill II Wie der Churchill I, jedoch wurde die 3-inch-Haubitze im Bug gegen ein zweites Besa-MG ersetzt. Churchill IICS Wie der Churchill I, aber die Geschütz-Positionen wurde so ausgetauscht, dass sich die 3-inch-Haubitze im Turm befand und die 2-Pfünder-Kanone vorne im Rumpf. Nur in geringen Stückzahlen gebaut. Diese drei ersten Versionen hatten alle nicht abgedeckte Kettenlaufwerke und Motoreinlass-Lamellen an der mehr …

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