Kapitulation Stalingrad

Jahr 1943


Das Jahr 1943 im Zweiten Weltkrieg

Die deutschen Pläne und Hoffnungen für das Jahr 1943 nach der Katastrophe von Stalingrad.

Rückzug deutscher Truppen durch die tief verschneite Steppe
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 1. Januar 1943: Ostfront Mittelabschnitt: Der Eisenbahnknotenpunkt Welikije Luki wird von den Russen erstürmt
Gebirgsjäger im Hochkaukasus
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 2. Januar 1943: Ostfront Kaukasus: Die deutschen Verbände ziehen sich aus dem Kaukasus zurück.
Verteidiger von Mosdok kapituliert.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 3. Januar 1943: Ostfront Kaukasus: Mosdok durch die Russen zurückerobert. Seekrieg Mittelmeer: Englische 'Zweimann-Torpedos'
ussische Horchgeräte an Stalingrad-Einflugschneise
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 4. Januar 1943: Seekrieg Pazifik: Task Force 67 (3 US-Kreuzer und 2 Zerstörer) beschießt
britische Patrouille in Tunesien
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 5. Januar 1943: Afrika Tunesien: Die 5. US-Armee unter Generalleutnant Mark W. Clark wird
Transportschiff wird im Tiefflug bombardiert
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 6. Januar 1943: Seekrieg Pazifik - SCHLACHT IM HUON-GOLF (6. - 9. Januar): alle
B-17 Fliegende Festung 'Yankee Doodle'
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 7. Januar 1943: Luftkrieg Mittelmeer-Raum: Die 9. US-Air-Force bombardiert den Hafen von Palermo (308
Russische Soldaten in den Ruinen von Stalingrad.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 8. Januar 1943: Ostfront Stalingrad: Paulus lehnt Rokossowskis Kapitulations-Ultimatum ab. Seekrieg Mittelmeer: Die britische
Lockheed C-69 Constallation
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 9. Januar 1943: Luftkrieg Großbritannien: Flugleutnant Richard Hillary, Autor von 'The Last Enemy', kommt
russischer Massenangriff mit T-34 und Infanterie
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 10. Januar 1943: Ostfront Stalingrad: Die Rote Armee eröffnet das Unternehmen Ring, eine Serie
russische Kavallerie und T-34
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 11. Januar 1943: Ostfront Kaukasus: Die Russen erobern Georgijewsk, Mineralnyje, Wody und sechs andere
P-38 Lightning
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 12. Januar 1943: Luftkrieg Mittelmeer-Raum: B-17 Fliegende Festungen zerstören Gebäude und Flugzeuge auf dem
Britische Infanterie in Tunesien
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 13. Januar 1943: Afrika Tunesien: Deutsche Truppen rücken von Pont du Fahs - südlich
Casablanca-Konferenz
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 14. Januar 1943: Politik KONFERENZ VON CASABLANCA (13. - 25. Januar): Churchill und Roosevelt
US-Marines und Sherman-Panzer auf Guadalcanal
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 15. Januar 1943: Pazifik Salomon-Inseln: Finale US-Bodenoffensive auf Guadalcanal beginnt. Afrika Libyen: Die Britische
Kolonne der britischen 8. Armee
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 16. Januar 1943: Afrika Libyen: Die Britische 8. Armee und die frei-französische Kampfgruppe unter
Bomberbesatzung wird am Modell einer englischen Stadt eingewiesen
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 17. Januar 1943: Luftkrieg Großbritannien: In der Nacht vom 17. auf den 18. Januar
Ausbruch aus Leningrad
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 18. Januar 1943: Ostfront BELAGERUNG VON LENINGRAD: Nach einem einwöchigen Kampf wird der DEUTSCHE
US-Befehlshaber Fredenhall in Tunesien
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 19. Januar 1943: Afrika Libyen: Die Britische 8. Armee besetzt Homs. Tunesien: Deutsche Panzer
Jäger und Jabos vom Typ Focke-Wulf Fw 190
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 20. Januar 1943: Luftkrieg Großbritannien - Tagesangriff von deutschen Jagdbombern auf London: 28 Jagdbomber
He 111 mit Versorgungsbomben für Stalingrad beladen
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 21. Januar 1943: Ostfront Stalingrad: Die Russen erobern den Flugplatz Gumrak, was den Todesstoß
Sowjetischer Durchbruch
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 22. Januar 1943: Ostfront Süd-Abschnitt: Der Eisenbahnknotenpunkt Salsk, südwestlich von Stalingrad, wird durch russische
Britischer Einmarsch in Tripolis
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 23. Januar 1943: Afrika Libyen: DIE BRITISCHE 8. ARMEE EROBERT TRIPOLIS. Seekrieg Pazifik: Die
Tote deutsche Soldaten in Stalingrad
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 24. Januar 1943: Ostfront Stalingrad: Hitler läßt Paulus per Funk übermitteln: 'Kapitulation ist untersagt
sowjetische Propganda
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 25. Januar 1943: Ostfront In seinem Tagesbefehl gibt Stalin bekannt, daß die Rote Armee
deutscher Rückzug mit Gerät im Schnee
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 26. Januar 1943: Ostfront Süd-Abschnitt: Russische Truppen erobern Woronesch am Don zurück. Geheimkrieg Großbritannien:
Angriffe russischer Infanteristen in den Ruinen von Stalingrad
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 27. Januar 1943: Ostfront Stalingrad: Die Russen beginnen mit den letzten Angriffen auf die
Rotarmisten in Stalingrad
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 28. Januar 1943: Luftkrieg Westeuropa: 2 belgische Jagdflieger der RAF werfen belgische Fahnen über
brennender japanischer Torpedobomber
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 29. Januar 1943: Seekrieg Pazifik: Das gigantische japanische Unterseeboot I-1 wird durch die neuseeländischen
Göring zum 10. Jahrestag der Machtergreifung
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 30. Januar 1943: Luftkrieg Deutschland: ERSTER ALLIIERTER TAGESANGRIFF AUF BERLIN. 6 Mosquito-Schnellbomber der RAF

Kapitulation Stalingrad
Kapitulation des Süd-Kessels am 31. Januar 1943 am Kaufhaus am Roten-Oktober-Platz in Stalingrad.
Die deutsche Führung schaute Anfang 1943 auf die Zukunft mit guten und schlechten Aussichten.
Die guten Aussichten bestanden aus zwei Umständen: Die Katastrophen, welche mit der Kapitulation der deutschen Sechsten Armee in Stalingrad ihren Höhepunkt erreicht hatten, konnten aufgehalten werden. Zum Zweiten waren endlich neue Waffen bereit zum Einsatz, darunter die dringend erwarteten Panther– und Tiger-Panzer. Zwischenzeitlich konnte der Verlauf der Kampfhandlungen an der Ostfront durch den Gegenangriff und der Rückeroberung von Charkow wieder gewendet werden, wodurch wieder neue Hoffnungen auf eine erneute Sommer-Offensive im Osten geweckt werden konnten.

Allerdings war der Ausblick in Nordafrika im März – dem Monat der großen deutschen Siege im Osten – grimmig für die Achsen-Streitkräfte. Aber wenigstens wurde ein schneller alliierter Sieg in Nordafrika verhindert, welcher womöglich für den Sommer oder Herbst 1943 eine alliierte Invasion in Nordwest-Europa ermöglicht hätte.
Selbst wenn nun nach einer erfolgreiche alliierte Offensive in Tunesien noch weitere Unternehmungen im Mittelmeer-Raum folgen sollten, wurde doch ein enormer Zeitgewinn geschunden.

Weiterhin erschienen neue Waffen aus den Rüstungswerken in immer größeren Stückzahlen. Der Bau von U-Booten hatte einen Umfang erreicht, der es ermöglichte, immer Einhundert von ihnen gleichzeitig auf See zu halten.
Die neuen, schweren Tiger-Panzer überwanden ihre anfänglichen technischen Probleme und der mittlere PzKpfw V Panther wurde zwischenzeitlich auch ausgeliefert. Es bestanden auch beste Aussichten, dass im Laufe des Jahres 1943 der monatliche Ausstoß dieser und anderer wichtiger Waffen – insbesondere Sturmgeschütze – ständig zunehmen würde.

Von größter Wichtigkeit waren allerdings die Auswirkungen der Mobilisation auf die Heeresstärke. Die Kombination aus Rationalisierungen in der Industrie und der massive Einsatz von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern ermöglichte es, das Heer zu verstärken, sodass im Sommer 1943 die deutschen Armeen im Osten fast so stark waren, wie zwei Jahre zuvor.

Die Versuche der Finnen, Ungarn und Rumänen, einen Ausweg aus dem Krieg zu finden, wurden von der deutschen Führung wirksam ausgehebelt. Vom U-Boot-Krieg konnte erwartet werden, dass dieser die westlichen Alliierten während des Jahres 1943 ziemlich einschränken würde und es gab die Erwartung, dass im Verlauf dieses Jahres sich die Lage am Südabschnitt der Ostfront wieder erholen würde. Die nun freigemachten Verbände durch die Räumung der Frontvorsprünge von Demjansk und Rschew erlaubten zumindest den großen Angriff an einem Abschnitt der Ostfront.
Die Kämpfe auf diesem Kriegsschauplatz würden weiterhin Priorität haben und würden auch mit großer Heftigkeit fortgesetzt werden.

Der Druck, den Nazi-Deutschland durch die U-Boote auf die westlichen Alliierten und an der Landfront auf die Sowjetunion ausüben würde, könnte ein Durchkämpfen ermöglichen – zumindest bis daran die Allianz aus Großbritannien, der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten von Amerika zerbricht.

Die tatsächlichen Ereignisse

Nach dem erfolgreichen Unternehmen Torch rückten die Alliierten schnell vor und näherten sich Tunis im Januar 1943. Aber die Vorräte gingen zur Neige, und die deutschen Truppen schlossen sich mit Rommels Armee aus Libyen zusammen, um die noch ‘grünen’ Amerikaner am Kasserine-Pass zu schlagen.
Dieser Rückschlag war aber nur vorübergehend. Montgomery überwältigte Rommel im Osten Tunesiens und die US-Streitkräfte unter einem neuen Kommandanten, dem Panzer-Taktiker George S. Patton, schlug hart aus dem Westen zu. Alliierte Luft- und Seestreitkräfte brachten fast alle Nachschubkonvois der Achsenmächte zum Erliegen.
Die deutschen und italienischen Truppen in Afrika kapitulierten im Mai 1943. Für 75.000 Mann Verluste haben die Alliierten alleine 250.000 Kriegsgefangene eingebracht.

Der Feldzug unterstrich die Bedeutung Maltas, dessen Verbleib in alliierten Händen die Grundlage für die Luft- und Seeherrschaft der Briten bildete. Zusätzlich half ULTRA Montgomery dabei, Rommel zu besiegen und die Achsen-Konvois mit erstaunlicher Präzision durch Flugzeuge zu zerschlagen.
Eisenhower erwies sich als ein begabter alliierter Führer mit viel politischem Verständnis und Pattons Fähigkeiten als Kommandant der Panzerstreitkräfte zeichneten sich ab.
Rommels Ruf von Ritterlichkeit sowie brillante Taktiken blieb erhalten, obwohl dies zum Teil eine Folge des öden Landes und des geringen Rassenwahns war, in dem der Feldzug geführt wurden. Denn weniger zivile Opfer bedeuten auch weniger unnötige Brutalität.

Dieser Sieg half den Alliierten ungemein. El Alamein, zusammen mit Stalingrad, überzeugte einige Vichy-Befehlshaber, es mit den Alliierten zu versuchen. Franco, schon immer ein Opportunist, weigerte sich, die Deutschen durch Spanien zum Angriff auf Gibraltar ziehen zu lassen. Diese britische Enklave im Süden Spaniens garantierte den Alliierten den sicheren Zugang durch die Meerenge in das Mittelmeer.
Das was Churchill als ‘Tunisgrad’ bezeichnete und höhere Verluste und größere Folgen für die Achsenmächte hatte, als die Schlacht im Südosten Russlands an der fernen Wolga, war das Ergebnis der alliierten Behauptung von Malta und Gibraltar.

Auf der Casablanca-Konferenz im Januar 1943 plädierte Roosevelt für eine Landung im deutsch-besetzten
Frankreich in diesem Sommer. Churchill forderte dagegen Maßnahmen in Italien oder auf dem Balkan. Als Kompromiss einigte man sich auf Sizilien.
Die Invasion Siziliens begann im Juli mit einem Angriff von 160.000 Amerikanern, Briten und Kanadiern, unterstützt von 4.000 Flugzeugen und mächtigen Seestreitkräften. Die britische 8. Armee unter der Führung von Montgomery landete ungehindert in der Nähe von Syrakus und zog nach Norden, bevor sie von deutschen Einheiten rund um den Ätna zum Stehen gebracht wurde. Die amerikanische 5. Armee unter George Patton landete in Gela, schlug Gegenangriffe der Achsenstreitkräfte ab und marschierte entgegen der Befehle über Palermo nach Messina, wo sie noch vor Montgomery im August einmarschierte.

Die Invasion war aber nur ein Teilerfolg. Die Alliierten sammelten Erfahrungen mit amphibischen Operationen,
veranlassten den faschistischen Großen Rat, Mussolini zu entlassen und Gespräche über die Kapitulation aufzunehmen und sicherten die Insel. Aber sie konnten 100.000 deutsche und italienische Soldaten nicht daran hindern, zusammen mit 10.000 Fahrzeugen auf das italienische Festland zu entkommen.

Churchill forderte nun eine Invasion Italiens, von der er behauptete, dass sie den ‘weichen Unterbauch’ der ‘Festung Europa’ treffen wird, um die Deutschen zu zwingen, Divisionen aus Russland abzuziehen und damit Montgomery mit der britischen 8. Armee die Gelegenheit weiterer Siege eröffnen würde.
Roosevelt dagegen favorisierte eine Landung in Südfrankreich, gab dann aber nach, da seine Luftwaffen-Führung Bomberbasen in Italien haben wollte.

Die Invasion begann im September 1943. Montgomery nahm Reggio und Tarent und bewegte sich geschickt auf der rechten Seite des italienischen ‘Stiefels’ nach Foggia. Die Amerikaner landeten in der Nähe von Salerno auf der linken Seite und zogen gegen Neapel.
Aber die Deutschen erkannten, dass die Berge und die Flüsse Italiens den Verteidiger bevorteilten, führten 16 Divisionen heran und bauten zwei gewaltige Verteidigungslinien, die Gustav-Linie nördlich von Neapel und die Goten-Linie nördlich von Rom. So wurde der weitere alliierte Vormarsch zu einem ‘Schnecken-Rennen’.

Im Osten dagegen hatte die Rote Armee Anfang des Jahres 1943 die deutsche 6. Armee an der Wolga zerschlagen und stieß anschließend in Richtung des Donez vor. Im Frühjahr 1943 bedrohten sie Charkow und die deutschen Truppen standen vor der Aussicht, bis zum Dnjepr zurückgeworfen zu werden.
Aber es regnete und die Winterschmelze setzte ein. Und während sich die Deutschen zurückzogen, wurden gemäß der klassischen militärischen Weisheiten ihre Verbindungswege kürzer, während die der Russen immer länger wurden. Der Vormarsch der Roten Armee wurde langsamer und Feldmarschall von Manstein, unter dessen Kommando die 1. und 4. Panzer-Armee, sowie die wieder aufgestellte 6. Armee standen, gelang es mit einem brillanten Manöver, dem ‘Gegenangriff aus dem Rückzug’, die Front zu stabilisieren. Dieses Manöver ist die anspruchsvollste Kriegskunst und führte zur Rückeroberung des kurz zuvor von den Sowjets besetzten Charkow, der größten Industriestadt der Ukraine und viertgrößten der Sowjetunion.

In der Zwischenzeit gelang einer verlustreichen, von Schukow geplante Offensive gegen die Heeresgruppe Mitte, nur Geländegewinne um Kursk herum, einem Verkehrsknotenpunkt auf halbem Weg zwischen Orel und Charkow, welche beide noch von den Deutschen besetzt waren.
Das Ergebnis war ein doppelter Frontvorsprung, bei der im Norden eine deutsche Ausbuchtung nach Osten um Orel hinausragt und weiter südlich eine sowjetische Ausbuchtung westlich von Kursk vorhanden war.
Nachdem die Russen eine kurze Zeit mit dem Gedanken gespielt hatten, die deutsche Ausbuchtung um Orel anzugreifen, beschlossen sie sich auf Kursk zu konzentrieren. Aber im deutschen und russischen Lager wurde jeweils heftig gestritten, ob es besser sei, zu verteidigen oder anzugreifen.
Gegen die Vorbehalte ihrer Heeresführer forderten sowohl Stalin, als auch Hitler eine Offensive dort. Stalin gab schließlich der Ansicht seiner Militärs nach, Hitler aber nicht. Die Deutschen würden angreifen, wodurch die größte Panzerschlacht der Geschichte entstand.

Der deutsche Plan sah vor, mit massiven Truppenkonzentrationen die Flanken des sowjetischen Frontkeils um Kursk einzudrücken und dann abzuschneiden, wie dies schon in den letzten beiden Sommern erfolgreich durchgeführt wurde.
Aber zwischenzeitlich hatten sich die Dinge geändert. Die Sowjets produzierte monatlich 2.000 Panzer in ihren Fabriken hinter der Wolga. Dadurch standen trotz eines Verlustes von 19.000 Panzern immer noch 10.000 bei den sowjetischen Armeen im Feld und davon wurden 40 Prozent um Kursk zusammengezogen. Die meisten davon waren die hervorragenden T-34 mit einer abgeschrägten Panzerung, um Granaten abzulenken, breiten Ketten für den Schlamm und der 76-mm-Kanone. Noch wichtiger war, dass dieser Panzer 400 Kilometer fahren konnte, ohne aufzutanken – was der gefährlichste Moment für jeden Panzer ist.
Obwohl die Deutschen für Kursk 3.000 Panzer und 1.800 Flugzeuge zusammenzogen, bauten sie weit weniger Panzer jeden Monat als die Sowjets.
Adolf Hitler hoffte dies mit dem neuen PzKpfw V Panther, einem schnellen und sehr gut bewaffneten und gepanzerten mittleren Panzer und dem schweren Tiger-Panzer mit der 88-mm-Kanone auszugleichen.

Deshalb verzögerte Hitler den Angriff immer weiter bis zum 5. Juli 1943, um mehr davon einzusetzen zu können. Aber die neuen Panther hatten noch zahlreiche Kinderkrankheiten und die schwerfälligen Tiger erwiesen sich als verwundbar, wenn die T-34 auf nächste Nähe herankamen. Die deutschen Panzer wurden auch immer wieder von Il-2 Stormowik angegriffen.

Wichtiger war jedoch, dass die Rote Armee drei tiefe Verteidigungslinien mit Feldbefestigungen, Gräben, Stacheldrähten, eine Million Minen, 13.000 Feldgeschützen und Granatwerfern errichtete und dazu starke Reserven im Hinterland bildete, um deutsche Schwachstellen auszunutzen.
Durch britische Informationen, welche von ULTRA stammten, hatte Schukow gute Kenntnisse über Zeitpunkt und Plan des deutschen Angriffs.

Bis zum 7. Juli kämpften sich die deutschen Panzer aus dem Norden bis in die Höhenzüge nördlich von Kursk und aus dem Süden sogar bis auf 80 Kilometer an die Stadt heran. Die Verluste waren jedoch auf beiden Seiten enorm, aber die Russen konnten mehr Reserven heranführen und so erlahmte der deutsche Angriff.
Am 13. Juli 1943 brach Hitler den Angriff ab um seine besten Verbände zur Verteidigung Italiens zu schicken. Bis zum 23. Juli befanden sich die deutschen Truppen wieder in ihren Ausgangsstellungen und die Russen bereiteten sich auf eine Gegenoffensive entlang des ganzen Frontabschnitts vor, darunter gegen den deutschen Frontbogen von Orel und in Richtung Charkow.

Einige Historiker betrachten die Schlacht bei Kursk als den eigentlichen Wendepunkt des Krieges. Die Sowjets verloren 900.000 Mann und 6.000 Panzer in Kursk und bei den folgenden Angriffen, aber zum ersten Mal hatten sie eine deutsche Sommeroffensive zurückgeschlagen und töteten dabei zehntausende deutscher Soldaten und Hunderte der wertvollen Piloten. Dazu verursachten sie irreparable Verluste bei der deutschen Panzertruppe.
Die Fabriken im Reich würden zwar letztendlich die verlorenen Panzer ersetzen, aber nach Kursk nicht mehr das Gleichgewicht herstellen können.
Noch war die Wehrmacht ein kampfkräftiger und entschlossener Gegner und es waren noch große Opfer erforderlich, aber das Ergebnis der Panzerschlacht von Kursk bedeutete, dass die berauschenden deutschen Siege und Eroberung ein für allemal vorbei waren.

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