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  • 3D-Modell Iljuschin Il-2M3 Stormowik.

    Sowjetisches Erdkampfflugzeug und Schlachtflugzeug Iljuschin Il-2M3 Stormowik, meist gebautes Flugzeug im 2. Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Iljuschin Il-2 Stormowik Typ: Erdkampfflugzeug und Schlachtflugzeug. Geschichte Die Stormowik ‘ist für die Rote Armee zumindest genauso wichtig, wie Sauerstoff und Brot’ nach den Worten Josef Stalins aus dem Jahr 1941. Dies beschreibt zutreffend eines der effektivsten Flugzeuge, welche von der sowjetischen Luftfahrtindustrie während des Zweiten Weltkriegs ausgeliefert wurde. Die Iljuschin Il-2 Stormowik war ein wahrhaftiger ‘fliegender Panzer’, welcher sich als eines der besten Erdkampfflugzeuge des Krieges herausstellte. Mehr als 36.000 wurden in verschiedenen Versionen hergestellt, davon während des Zweiten Weltkriegs etwa 35.000, wobei drei Fabriken monatlich 1.200 Il-2 produzierten. Zusammen mit der Il-10 dürfte die Gesamtzahl bei rund 42.330 Stormwiks liegen. Insbesondere in der Zweisitzer-Version hatte die Stormowik große Ähnlichkeit mit der britischen Fairey Battle. Beide Flugzeuge waren gleich in Form, Größe und allgemeinen Eigenschaften. Doch während die untermotorisierte und schlecht bewaffnete Fairey Battle der RAF eine tödliche Mausefalle war, wurde die Stormowik in der größten Serie der militärischen Luftfahrtgeschichte gebaut. Die Karriere der Stormowik, wie die Il-2 und ihre direkten Nachfolger bekannt wurden, setzte sich auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg fort, als die Il-10 an die sowjetischen Satelliten-Staaten Ungarn, Rumänien, China, Nordkorea, Albanien, Tschechoslowakei, Bulgarien und die ostdeutsche DDR abgegeben wurde und auch im Korea-Krieg zum Einsatz kamen. Die Entwicklung der Stormowik begann 1938 durch Sergei Iljuschin und seiner Mitarbeiter als Antwort auf eine Spezifikationen-Ausschreibung, welche einen einmotorigen Eindecker für den Bodenangriff und taktische Bombardierungen forderte. Die gleichen Anforderungen wurden auch an Pavel Suchow gestellt, welcher die eher mäßige Su-2 baute. Die erste Sturmowik erschien im Frühjahr 1939 unter der Bezeichnung TsKB-55. Die Flugerprobung war nicht herausragend, da der Motor nicht kraftvoll genug war und es auch eine längsläufige Instabilität gab. Testpilot Wladimir Kokkinaki hielt den Prototyp für untermotorisiert. So dauerte es bis zur Entwicklung des dritten Prototyps, welcher erstmals im Oktober 1940 flog, dass die Il-2 angenommen wurde. Anschließend ging die Stormwoik sofort in die Serienproduktion. Der am meisten eigentümliche Gesichtspunkt der Il-2 war der Umstand, dass das gesamte Vorderteil des Flugzeuges, angefangen vom Motor bis zum Cockpit, durch eine einzige Panzerschale geschützt war, welche auch strukturelle Eigenschaften hatte. Diese Lösung ergab einen maximalen Schutz für den Motor, die wesentlichen Teile und der Besatzung. Diese Konstruktion war auch erheblich leichter als die traditionelle Verarbeitung mit Panzerplatten. Sogar die Beplankung des Prototyps der Stormowik – der BSh-2 – bestand in allen wichtigen Teilen aus Stahlplatten mit einem Gewicht von mehr als 700 kg, was etwa 15 Prozent des Gesamtgewichts ausmachte. Der Stahlpanzer der Il-2 variierte in der Dicke von durchschnittlich 4 bis 8 mm bis zu 13 mm am Rumpfheck. Es befand sich auch Duraluminium-Panzerung mit 5 mm Dicke auf den nach oben zeigenden Oberflächen und die Kabinenhaube hatte kugelsichere Folien und eine 65 mm dicke Frontscheibe. Der Rumpf war konventionell aufgebaut, welcher ursprünglich aus Holz und später aus Metall hergestellt wurde. Die ersten Stormowiks wurden im Sommer 1941 in Dienst gestellt und stellten sich angeblich als extrem effektiv gegen feindliche Panzer heraus. Die einsitzige Il-2 hatte genügend Treibstoff und eine schwere Bewaffnung, zu der erstmals auch wirksame Luft-Boden-Raketen gehörten. Als jedoch bessere deutsche Panzertypen auf dem Schlachtfeld erschienen, wurde es aber notwendig, die offensive und defensive Bewaffnung der Il-2 zu verbessern. Im Juli 1942 erschien deshalb die Il-2M3 mit einem stärkeren AM-38F-Motor, einer besseren Bewaffnung bestehend aus zwei 23-mm-Maschinenkanonen plus drei Maschinengewehren, sowie einem zweiten Besatzungsmitglied, welches das Heck-MG bediente. Diese Version wurde zur zahlreichsten Variante und die Il-2M3 nahm an jeder größeren Operation an der Ostfront teil und zeichnete sich angeblich insbesondere während der Schlacht von Kursk im Sommer 1943 aus, wo Stormowiks große deutsche Panzerverbände angriffen. Tag und Nacht waren die Il-2 über der Ostfront im Einsatz, entweder zu zweit im Tiefflug oder in Gruppen zu zehn in 300 Meter Höhe mit Jagdschutz im Einsatz und schossen so manche Bf 109 ab. Mit neuen Kanonen und Spezialbomben bekämpften sie die stark gepanzerten PzKpfw V Panther und PzKpfw VI Tiger. Kein anderes Flugzeug soll so einen so großen Einfluß auf den Bodenkampf gehabt haben. Il-10 Im Angesicht der Einsatzerfahrungen mit der Iljuschin Il-2 wurde entschieden, ein neues Erdkampfflugzeug zu entwickeln, wobei verschiedene Modifikationen und Verbesserungen berücksichtigt werden sollten. Entworfen durch Sergei Iljuschin war der Prototyp im Sommer 1944 fertig. Wenn das Flugzeug seinem Vorgänger auch vordergründig ähnlich war, wurden doch reichhaltig Modifikationen bei Motor, Fahrgestell, Bewaffnung und bei der Aerodynamik vorgenommen. Der neue Motor war der 2.000 PS starke Mikulin AM-42, die Maschinenkanonen der Il-2 wurden durch drei 20-mm-Kanonen ersetzt und die Panzerung wurden in Dicke und Umfang erweitert. Die Ergebnisse von Probeflügen waren so ermutigend, dass das Flugzeug umgehend ab Oktober 1944 in die Produktion genommen wurde. Ab Februar 1945 war die Il-10 im Fronteinsatz und bis Kriegsende im Mai waren sie neben der Il-2 weit verbreitet. Die Il-10 blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg in Produktion und blieb bis in 1950er Jahre bei verschiedenen Luftstreitkräften des Warschauer Paktes in Dienst und wurde auch während des Korea-Krieges eingesetzt. Betrachtung der Leistung der Stormowik im 2. Weltkrieg Entsprechend der sowjetischen Nachkriegsliteratur und westlichen Werken, welche sich darauf beziehen, war die Iljuschin Il-2 Stormowik das ‘erfolgreichste’ Erdkampfflugzeug des Zweiten Weltkriegs. Wenn ‘erfolgreich’ jedoch daran gemessen wird, welches Flugzeug das meiste feindliche Material – also einschließlich Panzer, Schiffe, Kanonen, Fahrzeuge, Bunker, Feldstellungen usw – im Verhältnis zu seiner vorhandenen Stückzahl und Verlusten zerstört hat, dann ist allerdings die deutsche Ju 87 Stuka in jeder möglichen Anordnung das erfolgreichste Erdkampfflugzeug gewesen. Für die Il-2 Stormowik, mit 36.136 Stück zahlreichstes während des Zweiten Weltkriegs gebautes Flugzeug, wurde von den Sowjets eine angeblich hohe Anzahl vernichteter deutscher Panzer zugeschrieben. So werden für die Schlacht von Kursk mehrere hundert zerstörter deutscher Panzer durch Il-2 angegeben. Am 7. Juli 1943 sollen innerhalb von 20 Minuten durch Stormowiks 70 Panzer der deutschen 9. Panzer-Division zerstört worden sein. Allerdings verfügte die 9. Panzer-Division bei Beginn der Schlacht am 1. Juli nur über ein Panzer-Bataillon (II./PzReg 33) mit 83 Panzern und Sturmgeschützen aller Typen. mehr …

  • Panzerbataillon mit Königstiger

    Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 26. November 1944 nach dem deutschen Rückzug vom Südost-Balkan im Anschluss an den Putsch in Rumänien. Die Aufstellung und Verteilung der Divisionen der Wehrmacht und unterstellter Einheiten von Verbündeten nach dem deutschen Rückzug vom Südost-Balkan am 26. November 1944. Wehrmacht Kriegsgliederung November 1944 Erläuterungen zu einigen Typen von Divisionen und Verbänden: VG-Division die neu eingeführten Volks-Grenadier-Divisionen. Bodenständige Infanterie-Division ist eine Infanterie-Division, welche normalerweise als Festungs- oder Küstenschutz-Division verwendet wird und daher über keine oder nur wenige Transportmittel verfügt. Kampfgruppen sind die noch verfügbaren, einsatzfähigen Truppeneinheiten von aufgeriebenen Divisionen. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 26. November 1944 Ostfront Heeresgruppe F (in Jugoslawien und in der Ägäis) Heeresgruppe Süd Heeresgruppe A Heeresgruppe Mitte Heeresgruppe Nord Norden Westfront Heeresgruppe H Heeresgruppe B Heeresgruppe G Italien Heeresgruppe C Reserven und Neuaufstellungen Siehe auch: Wehrmachts-Verbände Organisation 1942-45. Der deutsche Rückzug vom Balkan Die Vernichtung der deutschen Heeresgruppe Mitte im Sommer 1944 hatte zu einem tiefen sowjetischen Einbruch in der Mitte der Ostfront geführt und war erst vor Warschau zum Stillstand gekommen, was auch durch den westlich orientierten Warschauer Aufstand im August 1944 verursacht wurde und dessen Niederschlagung durch Hitler sich Stalin erhoffte. Deshalb setzte die Rote Armee ihre Offensiven an den Flanken fort. Zu diesem Zeitpunkt hielten rumänische und deutsche Truppen nach den sowjetischen Frühjahrsoffensiven eine wackelige Abwehrfront in Moldawien im Süden. Die deutschen Verbände wurden ständig durch Abzüge zu anderen, bedrohten Frontabschnitten im Norden verringert, während die Rumänen schon bei Stalingrad im Winter 1942/43 ihre besten Divisionen eingebüßt hatten. Weitere Verluste traten bei den Kämpfen und der Evakuierung der Krim 1944 ein. Dadurch hatten sowohl die rumänische Armee, wie auch die politische Führung des Landes ihren Willen zur Fortsetzung des Krieges eingebüßt. Die Armee war innerlich bereits zusammengebrochen und Offiziere und Mannschaften waren nicht mehr bereit weiterzukämpfen und der geringste Anlass würde zur Auflösung führen. Zwischenzeitlich hatten die Sowjets in den letzten Monaten in den zurückgewonnenen ukrainischen Gebieten mehrere hunderttausend Männer eingezogen, ausgebildet und politisch indoktriniert, sodass die 2. und 3. Ukrainische Front unter Malinowsky und Tolbuchin voll kampfkräftig waren. Die sowjetische Offensive am 20. August gegen die rumänischen 4. und 3. Armeen, welche links und rechts von der deutschen 6. Armee standen, traf praktisch auf keinen Widerstand; die rumänischen Truppen weigerten sich einfach, zu kämpfen. So wurde die 18 Divisionen der wieder aufgestellte deutsche 6. Armee zum zweiten Mal nach Stalingrad eingeschlossen und vernichtet. Die Reste der deutschen 8. Armee mussten sich auf die Karpaten zurückziehen. Am 23. August erfolgte dann ein Putsch in Bukarest, bei dem Marschall Antonescu von König Michael gestürzt wurde und die neue politische Führung suchte Frieden. Die überraschten Deutschen versuchten Stellungen innerhalb Rumäniens, insbesondere die wichtigen Karpaten-Pässe zu halten und ein von Hitler angeordneter Luftangriff auf Bukarest vereinigte nur Front und neue Regierung. So zog sich Rumänien nicht nur aus dem Achsenbündnis zurück, sondern erklärte auch gegenüber Deutschland und Ungarn den Krieg.   In wenigen Tage überrollten die Russen Rumänien und die Wehrmacht verlor über 380.000 Mann innerhalb von zwei Wochen. Am 5. September 1944 erklärte die Sowjetunion auch Bulgarien den Krieg und am 8. September überschritt die Rote Armee die Grenze. Noch am selben Tag erklärte Bulgarien Deutschland den Krieg und die bulgarischen Truppen, welche sich bisher nicht aufgelöst hatten, kämpften nun auf Alliierter Seite. So hatte der Zusammenbruch Rumäniens dramatische Auswirkungen, nicht nur auf Bulgarien und Ungarn, sondern auch auf alle deutschen Stellungen weiter südlich auf dem Balkan. Auf der einen Seite kämpften nun die Ungarn viel erbitterter, härter und effektiver als jemals zuvor im Zweiten Weltkrieg, als sie endlich gegen die verhassten Rumänen antreten konnten. Trotzdem begann Ungarns Regent, Admiral Horthy, nun Friedensfühler nach Moskau auszustrecken. Am 24. September schickt er Abgesandte nach Moskau und plante das Achsenbündnis am 15. Oktober zu verlassen. Die ungarische Führung vermasselte dies aber genauso, wie ihre italienischen Kollegen ein Jahr zuvor.   Deutsche Spezialkommandos nahmen Horthy fest und deutsche Truppen besetzten die Hauptstadt Budapest. Es wurde ein neues Regime unter Ferenc Szalasi, dem Führer der ungarischen Pfeilkreuzler, eingesetzt. Die Pfeilkreuzler waren noch wahnsinniger als die gläubigsten Nazis und nicht wenige hielten ihren Anführer ebenso für einen Verrückten. So hatte Hitler nun die direkte Kontrolle über Ungarn und mit der enthusiastischen Hilfe von Szalasi und seiner Bewegung wurde erst einmal die wichtigste Aufgabe angegangen: die Deportation von über einer halben Million Juden in die Vernichtungslager aus dem einzig verbliebenen Zufluchtsort in Europa. Ende Oktober setzte dann eine deutsch-ungarische Gegenoffensive gegen die nach Ungarn vorgedrungene Zweite Ukrainische Front ein, aber die von den Russen schon kontrollierten Karpaten-Pässe konnten nicht mehr zurückgewonnen werden. Die weiteren Aussichten waren daher düster, da das ungarische Tiefland nur schwer zu verteidigen war. Die dramatischen Entwicklungen in Budapest führten zu einer langen und erbitterten Schlacht um Ungarn, die von Oktober 1944 bis in die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs andauerte und enorme Zerstörungen und schwere Verluste für beide Seiten zur Folge hatte. Die Auswirkungen des Zusammenbruchs Rumäniens und der deutschen Truppen dort auf die Lage in Griechenland und der angrenzenden Gebiete auf dem Balkan waren ebenso dramatisch, aber nicht so zerstörerisch. Als am 23. August die ersten Nachrichten von dem Putsch, welcher den rumänischen Diktator Antonescu stürzte, im Führerhauptquartier eingingen, befand sich der Oberbefehlshaber Südost, Feldmarschall Maximilian von Weichs, ebenfalls dort. Auf der an diesem Tag abgehaltenen Konferenz traf Adolf Hitler mehrere Entscheidungen, welche die deutsche Strategie und den allgemeinen Verlauf des weiteren Kriegsgeschehens wesentlich beeinflussten. Jahrelang hatte Hitler bisher darauf bestanden, die deutschen Positionen in Griechenland, auf Kreta und den Inseln in der Ägäis mit Truppen aufzubauen und zu halten. Als Italien im September 1943 kapitulierte, besetzten deutsche Truppen umgehend die italienischen Besatzungsgebiete in Griechenland und die zum italienischen Staatsgebiet gehörenden Domdekans-Inseln. Ursprünglich als Ausgangsstellung für ein weiteres Vordringen im Nahen Osten gedacht, hatte die deutsche Position dort seit einiger Zeit nun die Aufgabe, die Türkei vom Kriegseintritt auf alliierter Seite abzuhalten und gleichzeitig die Versorgung mit Chrom von dort sicherzustellen. Gleichzeitig verweigerten die Türken aus diesem Grund den Alliierten Luftwaffenbasen, von denen aus ihre Flugzeuge leichter die rumänischen Ölfelder mehr …

  • Marsch einer deutschen Kolonne

    Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht vom 26. Dezember 1943. Heeresgruppen, Armeen, Korps, Divisionen, Gesamtbestand und Panzerausstattung und die Situation an der Ostfront im Winter 1943/44. Die Aufstellung und Verteilung der Divisionen der Wehrmacht und unterstellter Einheiten von Verbündeten sowie der Bestand an Panzerkampfwagen zur Jahreswende 1943/44. Die offiziell ‘bodenständige’ Division wird hier als ‘Festungs-Infanterie-Division’ bezeichnet, da diese zur Verteidigung am Atlantikwall verwendet wurden und kaum mobil waren. Die Luftwaffen-Felddivisionen wurden kurz zuvor in das Feldheer überführt, um ihren Kampfwert zu erhöhen. Sicherungs-Divisionen wurden zur Bewachung und Verteidigung von Brücken, Eisenbahnlinien und anderen wichtigen Objekten gegen Partisanen verwendet. Jäger-Divisionen waren leichte und mobile Einheiten für schwieriges Gelände und wurden vor allem zur aktiven Bekämpfung von Partisanen verwendet. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 26.12.1943 Auflistung an der Ostfront von Süd nach Nord: Heeres-Gruppe A: Heeres-Gruppe Süd: Heeres-Gruppe Mitte: Heeres-Gruppe Nord: dem OKW unterstellt: Heeresgruppe D, Oberbefehlshaber West: Heeresgruppe C, Oberbefehlshaber Südwest: Heeresgruppe F, Oberbefehlshaber Südost: Ersatzheer und Chef der Heeres-Rüstung: Summe deutsche Divisionen Zahlenmäßige Übersicht der vollständig aufgestellten und einsatzbereiten Divisionen der deutschen Wehrmacht, Waffen-SS, Luftwaffe und von unterstellten Verbündeten: Gliederung, Stärke und Ausstattung der Divisionen: Wehrmachts-Verbände Organisation 1942-45 Pz = Panzer; Gren = Panzergrenadier; Inf = Infanterie (darunter 1 Artillerie-Div. bei Heeres-Gruppe Süd); Jäg = Jäger, Geb = Gebirgsjäger; Sich = Sicherungs-Div; AB = Feld-Ausbildungs- und Ersatz, Lw = Luftwaffen-Div (Luftlande, Fallschirmjäger, Luftwaffen-Feld); Verb = unterstellte Divisionen der Verbündeten Gesamtbestand an Panzerkampfwagen am 1.1.1944: Die südliche Ostfront im Winter 1943/44 Nach dem deutschen Abbruch der Schlacht von Kursk im Juli 1943 drang die Rote Armee bis zum Winter im Süd- und Mittelabschnitt der Ostfront bis an Dnjepr vor, eroberte Snmolenks, Brjanks und Charkow zurück und stand vor Witebsk, Gomel, Kiew, Dnjepropetrowsk und Saporoshje. In den Monaten nach den Rückschlägen vom Oktober 1943 westlich von Kiew erholte sich die Rote Armee schnell und startete eine neue Reihe von Offensiven. Im Süden war der Winter 1943/44 abwechslungsreicher und milder als sonst, aber der durch das periodische Tauwetter verursachte Schlamm behinderte die Bewegungen der sowjetischen Truppen nicht so sehr wie die der Deutschen. Die sowjetischen Panzer waren mit wesentlich breiteren Ketten ausgestattet und konnten sich daher leichter bewegen, außerdem war die Rote Armee zu diesem Zeitpunkt mit Tausenden amerikanischer Lastwagen aus dem Lend-Lease Programm ausgerüstet worden, die unter diesen Bedingungen weitaus besser fahrtüchtig waren als die deutschen LKWs. Der stark erhöhte Benzinverbrauch, der für Fahrzeuge charakteristisch war, die sich durch den tiefen Schlamm wühlten, belastete die an Treibstoff knappen Deutschen stärker als die Sowjets. Außerdem verfügte die Rote Armee über weit mehr ‘Panje-Wagen’, hochrädrige, von einem Pferd gezogene Holzwagen, die sich oft dann noch mit Ausrüstung und Nachschub bewegen konnten, wenn alle anderen Transportmittel versagten. Da die Deutschen eine Invasion im Westen erwarteten, sah die grundlegende Strategie des Dritten Reiches nun vor, dass erst nach einer erfolgreichen Abwehr dieser Invasion Truppen und Ausrüstung in den Osten verlegt werden konnten. Wie in Adolf Hitlers allgemeiner Direktive Nr. 51 für die Kriegsführung vom 3. November 1943 ausführt, verlangte diese Strategie, dass die Ostfront vorerst um sich selbst kümmern musste, während Deutschland seine neu mobilisierten Soldaten und produzierten Waffen auf die Verteidigung Westeuropas gegen einen alliierten Angriff konzentrierte. In der Direktive hieß es: ‘Im Osten ist der von Deutschland kontrollierte Raum so groß, dass im schlimmsten Fall auch große Gebietsverluste ohne tödliche Gefahr für das deutsche Überleben möglich sind, während dies im Westen nicht der Fall ist.’ Wenn damit auch die strategischen Prioritäten für 1944 vorgegeben waren, so war Hitler aber erstaunlicherweise keinesfalls bereit, Raum für Zeit im Osten einzuhandeln. Im Gegenteil, die wirtschaftliche Bedeutung der Ukraine, sowohl in Bezug auf mineralische und industrielle Ressourcen als auch als reiche landwirtschaftliche Region, machte ihn besonders widerwillig, Rückzügen zuzustimmen, die ihm von den Befehlshabern vor Ort, die oft vom Chef des Generalstabs des Heeres unterstützt wurden, nahegelegt wurden. Indem er solche Ratschläge ablehnte oder nur langsam befolgte, handelte Hitler nicht nur aus Rücksicht auf die wirtschaftliche Bedeutung des Gebietes, sondern auch aus der Tatsache heraus, dass die Verkürzung der Linien sowohl auch russische wie auch deutsche Einheiten freistellte und es oft bedeutete, dass schweres Gerät und Nachschublager nicht evakuiert werden konnten. Gleichzeitig wurde die Stärke der Roten Armee erhöhte, die sofort alle Männer in den neu kontrollierten Gebieten zum Wehrdienst einzog. Obwohl sie es wahrscheinlich niemals offen zugegeben hätten, waren viele der deutschen militärischen Führer Ende 1943 oder spätestens Anfang 1944, davon überzeugt, dass sie den Krieg verlieren und besiegt werden würden. Dabei zogen sie es vor, dass diese Niederlage auf die am wenigsten schlimmste Art und Weise zustande kam. Hitler hingegen wollte und hoffte immer noch, wenn er schon nicht mehr den totalen ‘Endsieg’ erringen konnte, doch wenigstens den Krieg immer noch mit großen Gewinnen beenden zu können. Deshalb sah er es als notwendig an, für Deutschland möglichst viele der eroberten Gebiete zu erhalten, um als Grundlage für einen Frieden eine vorteilhafte Verhandlungsposition zu haben. Auseinandersetzungen über die angemessene Taktik bei den deutschen Generalstabsoffizieren gegenüber den sowjetischen Offensiven prägten den Winter 1943/44. Auf sowjetischer Seite war das Ziel jedoch klar, denn mit einer Reihe von massiven Offensiven sollten die deutschen Truppen, zusammen mit den noch an ihrer Seite kämpfenden Satellitentruppen, aus dem Großteil des noch von ihnen besetzten sowjetischen Territoriums im Norden und Süden vertrieben werden. Der größte Teil des noch gehaltenen wirtschaftlich wertvollen Landes lag im Süden, und hier konzentrierte die Rote Armee den Großteil ihrer Offensivkräfte. Von der letzten Dezemberwoche bis in den Januar hinein verdrängte Watutins Erste Ukrainische Front die deutsche 4. und 1. Panzer-Armee aus dem Gebiet westlich von Kiew, wo sie zuvor ihren letzten taktischen Sieg errungen hatten. Dabei befreite die Rote Armee so wichtige Städte wie Schitomir, Berditschew und Kirowograd. Außerdem schnitt sie zwei deutsche Korps in einer Umzingelung bei Korsun-Schewtschenkowski ab und kesselte sie ein. Auf deutscher Seite wurde die Schlacht als Tscherkassy-Kessel bezeichneten, einer nahe gelegenen wichtigen Industriestadt, die ebenfalls von der Roten Armee befreit wurde. Da die vorrückenden sowjetischen Einheiten diesmal, anders als in Stalingrad, nicht in der Lage waren, die deutsche Front ein gutes Stück von ihrem mehr …

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