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Kriegstagebuch 10. August 1941


T-26 Modell 1933
Russisches T-26 Modell 1933 während einer türkischen Militärparade.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 10. August 1941:

Politik


Großbritannien und Russland verpflichten sich gegenseitig, die Türkei zu unterstützen, falls diese angegriffen wird.

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Im Blickpunkt:
  • Deutsche Panzerspähwagen in der Donezsteppe

    Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht vor Beginn der Sommeroffensive in Russland am 24. Juni 1942 und Planung des Falles Blau. Die Aufstellung und Verteilung der Divisionen der Wehrmacht und unterstellter Einheiten von Verbündeten kurz vor Beginn der Sommeroffensive 1942 (Fall Blau, Start der Operation am 28. Juni 1942) sowie der Bestand an Panzerkampfwagen zu Beginn des Jahres und bekannte Stückzahlen einzelner Typen im Sommer. Dazu Ausgangslage und Planung des Falles Blau. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 24.6.1942 Heeres-Gruppe Süd: Heeres-Gruppe Mitte: Heeres-Gruppe Nord: dem OKW unterstellt: Heeresgruppe D, Oberbefehlshaber West: Oberbefehlshaber Südosten: Afrika: Ersatzheer und Chef der Heeres-Rüstung: Zahlenmäßige Übersicht der vollständig aufgestellten und einsatzbereiten Divisionen der deutschen Wehrmacht, Waffen-SS,Luftwaffe und von unterstellten Verbündeten: Pz = Panzer; mot.Inf = motorisierte Infanterie; Inf = Infanterie; Geb = Gebirgsjäger; Sicher = Sicherungs-Div; Lw = Luftwaffen-Div (Luftlande, Fallschirmjäger [FJ], Luftwaffen-Feld); Verb = unterstellte Divisionen der Verbündeten “Ungefähre Soll-Stärke der wichtigsten Divisions-Typen des Feldheeres im Jahr 1942: Panzerkampfwagen Bestand an Panzerkampfwagen am 1.1.1942: Bekannte Stückzahlen von Panzerkampfwagen an der gesamten Ostfront zu Beginn der Sommeroffensive (Juni) und in Afrika (Juli): Fall Blau – Planung der deutsche Sommeroffensive 1942 in Russland Im Herbst 1941 wurde es bei den deutschen Verantwortlichen zunehmend offensichtlicher, dass Unternehmen Barbarossa nicht mehr in diesem Jahr abgeschlossen werden kann und man begann über die Fortsetzungen der Operationen im Jahr 1942 nachzudenken. Für einen Moment von September bis November gab es zwar wieder Hoffnung, die Industrieregion um Moskau und die Ölfelder im Kaukasus bis zum Ende des Jahres zu erreichen. Jedoch schon bevor die Rote Armee die deutschen Verbände am südlichen Ende der Ostfront Ende November 1941 schlagen und Rostow zurückerobern konnte, waren alle deutschen Hoffnungen verflogen, den Kaukasus noch 1941 zu erreichen. Zur gleichen Zeit, als die Euphorie nach den großen Siegen vom Oktober im Mittelabschnitt verflogen war und sich die heftigen Kämpfe fortsetzten, war es den Deutschen klar, dass, selbst wenn sie noch Moskau nehmen könnten, es keine Aussicht gibt, weiter nach Osten voranzukommen. Die dramatische Entwicklung im Dezember, als die deutschen Stoßverbände von der Roten Armee erst zum Stehen und dann zurückgedrängt wurden, machte es deutlich, dass jeder neue Feldzug im Jahr 1942 erheblich hinter den Ausgangsstellungen wird beginnen müssen, welche man noch im November ins Auge gefasst hatte. Dazu gab es weitere Schwierigkeiten für jeden deutschen Offensivplan für das Jahr 1942. Die Verluste an Soldaten und Pferden der deutschen Armeen in Russland waren nicht durch den Rinnsal des Ersatzes zu ersetzten. Obwohl große Anstrengungen unternommen wurden, neue Divisionen aufzustellen, mehr Männer einzuziehen und zusätzliche Pferde zu requirieren, gab es von allem nicht genug, um das Ostheer auf die Stärke von Juni 1941 zurückzubringen. Die Verluste bei den Pferden wogen doppelt schwer, wegen der ebenfalls enormen Verluste an Kraftfahrzeugen während des Winters, was die Infanterie-Divisionen noch abhängiger vom Pferdetransport machte, als es schon zuvor war. Alleine dieser Umstand machte einen Bewegungskrieg an mehr als an einem Frontabschnitt zur gleichen Zeit völlig unmöglich. Im Juli 1941 waren im Angesicht des erwarteten, schnellen Sieges über Sowjet-Russland die Rüstungsprioritäten vom Heer zur Luftwaffe und Kriegsmarine verschoben worden. Dieser Schritt wurde im Januar 1942 wieder rückgängig gemacht, als das Heer wieder oberste Priorität genoss. Aber diese Maßnahme konnte sich frühestens ab Sommer 1942 auswirken und würde vorerst keinesfalls ausreichen, auch nur die Verluste von 1941 wettzumachen. Der Tod des Munitions- und Rüstungsminister Fritz Todt im Januar 1942 war also ‘praktisch’ und ereignete sich auf solch ungewöhnliche Weise, dass Sabotage nicht ausgeschlossen werden kann (die offizielle Untersuchung ergab, dass der Selbstzerstörungsmechanismus der He-111-Frontmaschine versehentlich ausgelöst wurde). Wie auch immer, der neue Verantwortliche für die deutsche Rüstungsproduktion, Albert Speer, zeigte umgehend, daß er effizient und skrupellos war, was beide wichtige Qualifikationen in Nazi-Deutschland waren. Er schaffte es, die Rüstungsproduktion zu steigern, aber die Wehrmacht hatte trotzdem im Juni 1942 weniger Panzer und die Luftwaffe genau so viele Flugzeuge wie exakt ein Jahr zuvor. Erschwerend kam noch hinzu, dass der fortgesetzte See- und Luftkrieg mit Großbritannien und nun auch noch mit den USA, es für das Deutsche Reich unmöglich machte, seine Waffenproduktion auf dem Bedarf an der Ostfront auszurichten und es auch noch erforderte, mehr und mehr Streitkräfte an anderen Fronten zu verwenden. Diese zwei Umstände erlaubten Hitler und seinen Beratern nur noch zwei Möglichkeiten. Die Wehrmacht könnte im Osten in der Defensive bleiben oder eine Offensive an einem Abschnitt der Front beginnen. Die Option, wie im Sommer 1941 an allen Frontabschnitten gleichzeitig anzugreifen, war unter den Schlägen der Roten Armee und den Anforderungen der anderen Kriegsschauplätze nicht mehr gegeben. Es gibt keine Hinweise, dass eine grundsätzlich defensive Strategie im Osten für das Jahr 1942 jemals ernsthaft diskutiert wurde. Die alternative Mittelmeer-Strategie, welche immer wieder von der Kriegsmarine vorgetragen wurde, hatte keine Wirkung auf Hitler, der das Mittelmeer als Italiens Expansionsraum und den deutschen im Osten liegen sah. Falls von Brauchitsch jemals ein strategisches Konzept für das nächste Jahr vor seiner Entlassung im Dezember 1941 erstellt hatte, gibt es keine Spuren davon mehr. General Halder, der Stabschef, welcher nun noch enger mit Hitler zusammenarbeiten musste, hat sicherlich niemals eine eigene Strategie vorgeschlagen und sein Gedanken waren noch mehr auf den Landkrieg fixiert, als die seines Führers. Die einzige, vernünftige Strategie im Osten hatte aber diesmal ein ungewöhnliches Maß an Einstimmigkeit in den deutschen Führungsspitzen. Heeresgruppe Süd hatte schon über den Winter eine ziemlich stabile Front gehalten und das Wetter dort würde deutsche Offensiv-Operationen früher zulassen, als weiter im Norden. Es wurde daher angenommen, dass die zuvor notwendigen Bereinigungsoperationen im Süden, wie die Räumung der Krim und die Zerschlagung des Izyum-Kessels, weit vor der Hauptoffensive abgeschlossen sein würden. Dies wäre bei der Heeresgruppe Mitte oder Nord nicht machbar. Eine Großoffensive in Süd-Russland würde auch mehr Zeit mit besserem Wetter zur Verfügung stellen. Der zweite Grund, welche zu der Entscheidung einer Offensive im Süden führte, war die Aussicht auf wichtige Rohstoffgebiete und strategische Schlüsselstellungen in greifbarer Entfernung. Die Eroberung der Ölfelder im Kaukasus hätte einen dreifachen Effekt auf die Kriegslage. Es würde die Knappheit bei den Erdölprodukten beheben, unter welchen die deutschen mechanisierten Streitkräfte, Kriegsschiffe und Flugzeuge mehr …

  • Tirpitz in Norwegen

    Schlachtschiff Tirpitz. Geschichte, Bau, Einsätze, Spezifikationen und Fotos des deutschen Kriegsschiffs des Zweiten Weltkriegs. Schlachtschiff Tirpitz der Bismarck-Klasse. Typ: Schlachtschiff. Entwurf und Bau der Tirpitz Baugleich in fast allen Bereichen zum Schlachtschiff Bismarck, war die Karriere der Tirpitz in jedem Fall so lange und unspektakulär, wie die ihres Schwesterschiffs kurz und heldenhaft war. Doch dies würde die praktischen Erfolge beider Schiffe ignorieren, von denen eines zwar einen berauschenden, zehntägigen Kampf im Atlantik gegen die halbe britische Royal Navy während des Unternehmens Rheinübung austrug, der jedoch mit dem Austausch des brandneuen deutschen Schlachtschiffs gegen einen alten und nicht modernisierten Schlachtkreuzer endete. Dagegen zwang die Tirpitz die Briten dazu, über Jahre zwei Schlachtschiffe, einen Flugzeugträger und andere Flotteneinheiten in Gewässern zu halten, in denen sie eigentlich nicht notwendig waren und an anderen Stellen ebenfalls dringend benötigt wurden. Und dies alles nur durch ihre Anwesenheit in bedrohlichen Lauerstellung in norwegischen Fjorden. Das Schlachtschiff Tirpitz wurde in der Marinewerft von Wilhelmshaven im Oktober 1936 auf Kiel gelegt, hatte seinen Stapellauf am 1. April 1937 und war für die See-Erprobung am 25. Februar 1941 fertiggestellt worden. Sie unterschied sich von ihrem Schwesterschiff in kleineren Details, wie die Anordnung des Flugzeughangars und Kräne und die Anbringung von zwei Vierfach-Torpedorohr-Halterungen für den Einsatz gegen Handelsschiffe. Erprobungsfahrten in der Ostsee und Verbesserungsarbeiten am Schiff in Kiel dauerten 7 Monate, sodass Tirpitz nicht vor dem 20. September 1941 die Einsatzbereitschaft meldete. Einsätze der Tirpitz Sie wurde anschließend sofort auf ihre erste Mission geschickt, einer ereignislosen Kreuzfahrt vor den Aland-Inseln, an der Mündung des Golfs von Finnland. Dort sollte sie einen womöglichen Ausbruch der sowjetischen Ostseeflotte aus Leningrad zwischen dem 26. und 29. September zu verhindern helfen. Anschließend blieb Tirpitz in der Ostsee und unternahm Ausbildungsübungen bis zum 12. Januar 1942, als sie von Kiel aus durch den Nordostsee-Kanal nach Trondheim in Norwegen ging. Wie ihr Schwesterschiff sollte sie nie mehr nach Deutschland zurückkehren. Tirpitz vorrangige Rolle war es, die alliierten Seeverbindungen nach Nord-Russland zu stören, entweder durch unmittelbares Handeln oder durch die Androhung des abfangen der nach Murmansk und Archangelsk laufenden Arktis-Konvois. Ihr einziger vollständiger Ausfall zu diesem Zweck erfolgte am 6. März 1942, als sie aus Trondheim auslief um den nach Murmansk laufenden Konvoi PQ 12 abzufangen. Jedoch wurde sie durch britische U-Boote schon kurz nach dem Auslaufen gesichtet und gemeldet, sodass die britische Admiralität den Kurs des Konvois rechtzeitig ändern konnte. So fand das Schlachtschiff mit seinen drei begleitenden Zerstörern nicht sein Ziel. Zudem wurde sie durch abgefangene und decodierten Funksignale aufgespürt und entging Angriffen von britischen Flugzeugen vom Flugzeugträger Victorious am 9. März nur knapp. Das Schlachtschiff Tirpitz erzielte indirekt ihren größten Erfolg gegen einen Konvoi Anfang Juli 1942, durch einfache Vorverlegung von Trondheim zum Altenfjord, im äußersten Norden von Norwegen. Ihre dortige Anwesenheit in der Nähe der Route des Artkis-Konvoi PQ 17 verleitete die in Panik geratene britische Admiralität am 4. Juli dazu, den Konvoi aufzulösen und die Handelsschiffe sich zerstreuen zu lassen. Tirpitz lief erst am 5. Juli aus, wurde dreimal beobachtet und gemeldet sowie von einem russischen U-Boot angegriffen, während eines Einsatzes der nicht einmal 12 Stunden dauerte. Sie hatte daher keinen direkten Anteil an der Versenkung von 24 alliierten Schiffen aus dem Konvoi. Obwohl sie nie mehr auslief, um einen Konvoi anzugreifen, genügte alleine die von ihr ausgehende Bedrohung, dass die Royal Navy mindestens zwei Großkampfschiffe und einen Flottenträger in den Heimatgewässern bereithalten musste, um die Arktis-Konvois und den Zugang in den Nordatlantik zu schützen. Im Oktober 1942 scheiterte ein Versuch, sie mit Zwei-Mann-Torpedos (sogenannt Chariots, Torpedo-ähnliche U-Boote) in Trondheim anzugreifen, wo sie sich zu einer Umrüstung aufhielt. Die Zwei-Mann-Torpedos gingen schon 8 km vor Erreichen der Tirpitz verloren. Tirpitz war wieder einsatzfähig Ende Januar 1943 und im März wurde sie in den Altenfjord, welcher ihre ständige Basis für die nächsten 19 Monate werden würde, verlegt. Hier erhielt sie Verstärkung durch den Schlachtkreuzer Scharnhorst und den Schweren Kreuzer Lützow. Große Dinge wurden von diesem mächtigen deutschen Geschwader im Frühjahr und Sommer 1943 erwartet, aber die Briten nahmen die Herausforderung nicht an und schickten die schweren Einheiten der Home Fleet zur Unterstützung in das Mittelmeer und setzten alle Arktis-Konvois bis November 1943 aus. So blieben die deutschen Großkampfschiffe ohne ein Ziel. Schließlich wurde für Tirpitz und Scharnhorst Anfang September eine andere Aufgabe gefunden, wenn auch der Beschuss und die Invasion des nahezu unverteidigten Spitzbergen kaum eine würdige Aufgabe für diese mächtigen Schiffe war. Sie waren zwischen dem 6. bis 9. September auf See und dieser See-Einsatz war auch der letzte für das Schlachtschiff Tirpitz. Am 22. September wurde sie dann von zwei britischen Kleinst-U-Booten vom Typ X-Craft mit Sprengladungen außer Gefecht gesetzt, welche umfangreiche Zerstörungen durch die Schockwellen der Explosionen an Antriebsmaschinen und dem Artilleriesystem verursachten. Die Reparaturen wurden zwar schnell mit bemerkenswerter Ingenieurleistung durchgeführt, aber gerade als das Schlachtschiff Tirpitz mit Erprobungsfahrten am 3. April 1944 beginnen wollte, wurde sie von 40 Barracuda-Sturzkampfbomber von Flugzeugträgern der britischen Home Fleet angegriffen und wieder schwer beschädigt. Weitere Angriffe im Juli und August, wobei sie zu diesem Zeitpunkt schon wieder repariert war, verursachten nur geringe Schäden. Versenkung der Tirpitz Die britische Royal Air Force hatte zuvor bereits versucht, Tirpitz anzugreifen. Erstmals 1941 in Kiel sowie im März und April 1942 in Trondheim. Aber erst im Herbst 1944 hatte das Bomber-Kommando die richtige Kombination aus Flugzeugen und Waffen, um auf diese Distanz einen Erfolg zu ermöglichen: Lancaster-Bomber mit 5.443-kg Tallboy-Bomben und stabilisierten automatischen Bombenabwurfgeräten. Die große Entfernung zum Altenfjord in Norwegen verhinderte einen konventionellen Zielanflug mit Start und Landung von einem Stützpunkt in Großbritannien aus. So wurde entschieden, den Einsatz – genannt Operation Paravane – von einem russischen Flugplatz aus durchzuführen, zu dem die Bomber nach dem Angriff auch wieder zurückkehren sollten, bevor sie zurück nach Großbritannien fliegen. Die Streitmacht bestand aus 20 mit SABS ausgerüsteten Lancaster-Bombern der 617 Staffel, 18 weiteren der 9. Staffel mit konventionellen Bombenzielgeräten und ein Fotoaufklärer der 463. Staffel, einem Mosquito-Bomber und zwei B-24 Liberator. Letztere transportierten Ersatzteile und das notwendige Bodenpersonal. Schlechtes Wetter und Probleme mit der Funkverbindung aufgrund mehr …

  • 3d-Modell M26 Pershing

    Schwerer US-Kampfpanzer M26 Pershing. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell des amerikanischen Panzers aus der Endphase des 2. Weltkrieges und dem Koreakrieg. M26 Pershing Typ: schwerer US-Kampfpanzer. Geschichte: Der schwere Kampfpanzer hatte keinen einfachen Stand bei der US Army während des Zweiten Weltkrieges. Zwar erkannten die Amerikaner frühzeitig den operativen Bedarf für einen schweren Panzer, konzentrierten aber ihr beträchtliches Industriepotential erst einmal auf den Massenausstoß von mittleren Panzern der Typen M3 Lee/Grant und M4 Sherman. Der vielversprechende Entwurf des schweren Panzers M6 verlief trotz konzentrierter Bemühungen im Sande, aber immerhin wurden danach Entwicklungseinrichtungen niedriger Priorität dem schweren Panzer zugestanden. Dieses Zugeständnis wurde untermauert, als die deutschen Panther- und Tiger-Panzer auf dem Schlachtfeld erschienen und der schwere Panzer erhielt eine höhere Priorität. Der ersten Versuche mit einer neuen Generation von schweren amerikanischen Kampfpanzern wurden mit dem neuen mittleren Panzer T20 unternommen. Dieser wurde im September 1942 in Auftrag gegeben und erstmals im Juni 1943 gebaut. Der Panzer hatte eine 76-mm-Kanone und eine Kettenaufhängung, welche ähnlich dem mittleren M4 Sherman-Panzer war. Eine fortlaufende Weiterentwicklung führte zu einer neuen Form der Kettenaufhängung vom Torsionsstab-Typ beim mittleren Panzer T23. Mit dem T25 erschien erstmals eine Version eines schweren Panzers, welcher mit einer neuen 90-mm-Kanone in einem überarbeiteten Turm bewaffnet war. Zwischen Januar und April 1944 wurden 50 Exemplare gebaut. Die ersten vierzig T25 hatten lediglich eine maximale Panzerung von 87 mm wie beim T23, während die letzten zehn eine verstärkte Panzerung erhielten und als ‘schwere’ mittlere Panzer T26 bezeichnet wurden. Bei diesem Entwicklungsstand traten erhebliche Meinungsverschiedenheiten auf. Anfang 1943 hatte die Panzerführung die Ansicht vertreten, dass der Krieg mit dem mittleren M4 Sherman-Panzer gewonnen oder verloren werden würde. Man hatte sich deshalb sehr bemüht, den Sherman sicherer, zuverlässiger und kampfkräftiger zu machen. Weiterhin wies die Panzerführung auf eine An­ordnung hin, durch die Größe und Gewicht von Fahrzeu­gen an die Leistungsfähigkeit der Pionierbrücken gebun­den wurden, und deren Grenzen würde ein schwerer Panzer überschreiten. Es wurde allerdings darauf hingewiesen, dass die deutsche Wehrmacht offensichtlich nicht an der­artige Einschränkungen gebunden war. Daher wurde die umgehende Produktion von 500 T25E1 und 500 schweren T26E1 zur Lieferung noch im Jahr 1944 gefordert, aber der Oberbefehlshaber der Landstreitkräfte hielt die 90-mm-Kanone nicht für einen Kampfpanzer geeignet, da es die Panzerbesatzungen dazu ermutigen würde, auf feindliche Panzer aus Stellungen heraus zu lauern, anstatt anzugreifen. Nach der amerikanischen Panzer-Doktrin waren jedoch nur die schnellen und nur schwach gepanzerten Jagdpanzer M10 und M18 für die Panzerjäger-Rolle zuständig. Diese etwas weltfremde Anforderung war erst vom Tisch, als am 1. Juni 1944 eine Bewertung der US-Truppenführung aus Europa eintraf, welche keine Fahrzeuge mehr mit 75-mm- oder 76-mm-Kanonen ab 1945 erhalten wollte, sondern Panzer mit 90-mm-Kanonen und 105-mm-Haubitzen im Verhältnis von eins zu vier. Diese Anforderung wurde vom amerikanischen Heeres-Generalstab bestätigt und der T26 wurde Ende Juni 1944 als schwerer Panzer T26E1 bezeichnet und wurde zum Prototypen für den M26 Pershing. Es wurden umfassende Versuche mit dem T26E1 vorgenommen und zahlreiche Detailverbesserungen für die endgültigen Serienfahrzeuge vorgenommen. Dazu gehörten Verbesserungen bei der Kraftübertragung und der Motorkühlung, ein überarbeitetes elektrisches System, das Entfernen des Turmkäfigs um mehr Munition laden zu können, ein besserer Zugang zum Motor und ein größerer Luftreiniger. Im August 1944 empfahl dann das amerikanische Ausrüstungs- und Beschaffungsamt, den T26E1 als schweren Standard-Kampfpanzer in die Produktion zu nehmen. Der Widerstand war jedoch noch immer stark und die Heeres-Streitkräfte erklärten, dass das Fahrzeug nicht als Standard akzeptiert werden könnte, bis das Armored Force Board die Modifikationen für die Produktion ebenfalls getestet und genehmigt hat. Bereits im vorgehenden Juli hatte die Heeres-Streitkräfte schon versucht, den T26E1 mit der 76-mm-Kanone neu bewaffnen zu lassen, ein Vorschlag, welcher vom amerikanischen Ausrüstungs- und Beschaffungsamt einfach ignoriert wurde. Damit der Verteidigungsaus­schuß seine Zustimmung für den neuen schweren Panzer geben und die Kampftüchtig­keit des Fahrzeuges bestätigt wurde, sah sich der Kriegs­minister gezwungen, 20 der T26E3 (M26 Pershing) zur Erpro­bung auf den europäischen Kriegsschauplatz zu schicken. Die Produktion dieser 20 T26E3 hatte im November 1944 begonnen und diese sollten zur Kampferprobung Anfang Dezember nach Europa geschickt werden. Wieder stellten sich die Heeres-Streitkräfte dagegen und forderten eine einmonatige Testphase bei der Panzertruppe in Amerika. Doch gerade in dieser Zeit schlugen am 16. Dezember 1944 zwei deutsche Panzer-Armeen auf die 1. US-Armee in den Ardennen ein. Dabei wurde klar, dass der M4 Sherman mit seiner dünnen Panzerung und selbst mit der besseren 76-mm-Kanonen unzulänglich war. Dies führte dazu, dass am 22. Dezember der US-Generalstab in die Angelegenheit einschritt und die sofortige Verschiffung aller verfügbaren T26E3 ohne weitere Erprobungen nach Europa anordnete. Die ersten 20 T26E3 wurden im Januar 1945 nach Europa verschifft und Anfang Februar wurden diese der 3. und 9. US-Panzerdivision zugeteilt. In dieser Mission Zebra bewies der M26 Pershing seine Kampfkraft, worauf Über­nahme und Produktion vorankamen. Die Ardennen-Offensive hatte die Bestrebungen des amerikanische Ausrüstungs- und Beschaffungsamt bestätigt, einen Panzer mit einer 90-mm-Kanone in den Einsatz zu bringen und im Januar 1945 hatten die Heeres-Streitkräfte auch keine Probleme mehr damit, den T26E3 als kampffähig einzustufen. Der Ruf nach mehr Fahrzeugen dieser Art wurde aus Europa immer lauter, wo die amerikanischen Panzerbesatzungen endlich einen neuen schweren Panzer hatten, der es im Feuergefecht mit dem Tiger aufnehmen konnte und dazu noch viel mobiler war. Die vollständige Serienproduktion des T26E3 begann im Januar 1945 im Grand Blanc Arsenal, wo von November 1944 bis Juni 1945 insgesamt 1.190 Stück hergestellt wurden. Ab März bis zum Juni 1945 wurden weitere 246 Panzer im Detroit Arsenal gebaut. Im März 1945 wurde der T26E3 offiziell als schwerer Panzer M26 ‘General Pershing’ – dem Begründer der ame­rikanischen Panzertruppen im Ersten Weltkrieg – bezeichnet, wobei der Zusatz in der Regel auf ‘Pershing’ verkürzt wurde. Der M26 Pershing kam zwar zu spät, um noch entscheidend in den Kriegsverlauf in Europa eingreifen zu können, aber eine größere Anzahl wurden jedoch in den Pazifik geschickt und auf Okinawa eingesetzt. Aber unter den dortigen Bedingungen konnte ein schwerer Panzer nicht sein vollständiges Potenzial ausspielen. In Korea wurde der M26 Pershing jedoch in großem Maßstab ein­gesetzt und war für längere Zeit einer der hauptsächlichen Kampfpanzer der mehr …

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