Kriegstagebuch 10. Februar 1917


 Batterie britischer 60-Pfünder-Geschütze
Eine Batterie britischer 60-Pfünder-Geschütze im Einsatz im Nahen Osten.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 10. Februar 1917:

Naher Osten


Mesopotamien: Eine britische 60-Pfünder-Batterie setzt der türkischen Shumran-Brücke auf einer Entfernung von 9.600 Meter zu und erzwingt deren Verlegung nach Westen.

Westfront

Somme: Britische Truppen nehmen einen 1.150 Meter breiten Abschnitt des Grabensystems vom Serre-Hügel (am Fluß Ancre) und bringen 215 Kriegsgefangene ein. Ein deutscher Gegenangriff am 11. Februar scheitert.

Südfronten

Saloniki: Etwa 600 britische Soldaten (davon 158 Mann Verluste) führen einen Grabenüberfall auf ‘Petit Couronne’ westlich vom See Doiran durch und bringen 27 Kriegsgefangene ein. Ein kleinerer Überfall auf das deutsche 59. Regiment östlich von Vardar am 21. Februar.

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  • 3d-Modell SdKfz 124 Wespe

    Deutsche Panzerhaubitze SdKfz 124 – leFH 18 auf Fahrgestell PzKpfw II (Sf), ‘Wespe’ Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. SdKfz 124 Wespe Typ: Panzerhaubitze, Selbstfahrlafette für leFH 18/2 auf PzKpfw II (Gw. II). Geschichte der Wespe Die kleine Artillerie-Selbstfahrlafette ist wohl das bekannteste und wichtigste deutsche Modell dieser Art im Zweiten Weltkrieg. Da der PzKpfw II offensichtlich für seine ursprünglich gedachten Aufgaben zwischenzeitlich veraltet war, bot sich dessen Fahrgestell hierfür an. Die Wespe wurde von der Firma Alkett Anfang 1942 entwickelt und wurde als die am besten geeignete Lösung angesehen, die leFH 18 (Leichte Feldhaubitze 18) auf einer Selbstfahrlafette zu montieren und denen auf dem PzKpfw III und PzKpfw IV vorgezogen. Obwohl die Wespe nur als Zwischenlösung gedacht war, wurde sie ein großer Erfolg und es wurde angeordnet, ab Februar 1943 alle Fahrgestelle des PzKpfw II zu derer Herstellung zu verwenden. Die ursprüngliche Bestellung von 1.000 Exemplaren wurde Ende 1943 auf 835 gekürzt. Davon entfielen 159 (ohne die leFH 18/2) auf den Munitionstransporter ‘Munitions-Sf auf Fgst PzKpfw II’, welcher jeweils 90 Schuss Reservemunition bei einer Besatzung von 3 Mann mit sich führten. Die Wespe wurde aus einem modifizierten Fahrgestell des PzKpfw II gebaut, dessen Rumpf leicht verlängert wurde, mit dem Motor vorne und das Kühllamellen-System komplett neu gestaltet. Das Kettenlaufwerk wurde leicht verändert, indem die Rücklaufrollen von vier auf drei reduziert und Federpufferhalterungen für die Räder hinzugefügt wurden, um die Rückstoßbelastungen zu verringern. Der Fahrer hatte einen kleinen Raum neben dem Getriebe und die restliche Besatzung befand sich im hinteren Kampfraum, welcher durch geneigte Stahlplatten geschützt war. Allerdings war ein Mann im Kampfraum, wenn er vorne stand, nur bis in Höhe der Schulter gedeckt und umso mehr er sich nach hinten bewegte, desto weniger war er geschützt, da die Panzerung nach hinten abfiel, bis sie nur noch etwa zur Hüfte reichte. Bei derartig veralteten Fahrgestellen, welche ursprünglich nicht für solche einen Einsatzzweck konstruiert worden waren, ließen sich derartige Nachteile kaum vermeiden. Die Hauptbewaffnung war die standardmäßige 10,5cm leFH (leichte Feldhaubitze) mit identischer Munition und Schussweite von bis zu 10.675 Metern, welche zwar einen großen Höhenrichtbereich von 45° Grad hatte, aber zu den Seiten jeweils nur 17° Grad. In den meisten Fällen reichte dies aus, aber bei größeren Richtungsabweichungen zum Ziel musste das gesamte Fahrzeug gewendet werden. Da bei fünf Mann Besatzung der verfügbare Platz im Kampfraum nur sehr begrenzt war, konnten nur 32 Schuss 10,5-cm-Munition mitgeführt werden, sodass Wespen in der Regel immer ein Begleitfahrzeug als Munitionstransporter dabei hatten. Dies war oft ein identisches Fahrzeug ohne Feldhaubitze, der Munitionstransporter ‘Munitions-Sf auf Fgst PzKpfw II’. Der Entwurf der Munitionstransporter-Version erlaubte zudem auch immer noch den nachträglichen Einbau der leFH 18/2 durch Feldwerkstätten, um unbrauchbare Wespen zu ersetzen. Im Gelände war die Wespe durch ihren hohen Aufbau sehr kopflastig, was große Ansprüche an Fahrer und Kommandanten stellte. Auch war es nicht einfach, das hohe Fahrzeug im offenen Gelände zu tarnen. Und bei Regen oder im Winter gab es noch nicht einmal irgendeinen Wetterschutz, sodass die Besatzung im Kampfraum es wenig angenehm hatte. Da der Umbaubetrieb Famo für die Wespe bei Warschau in Polen lag, endete deren Produktion erst, als dieser von der Roten Armee im Sommer 1944 nahezu erreicht wurde. Bis dahin wurden 676 bis 683 Wespen und 158 oder 159 Munitionstransporter fertiggestellt. Der Name ‘Wespe’ wurde von der Truppe inoffiziell 1942 vergeben, aber im Januar 1944 durch Hitler verboten, sodaß im Heer wieder die Bezeichnung SdKfz 124 verwendet werden musste. Die Wespe wurde von den Selbstfahrlafetten-Abteilungen der Panzer-Artillerie-Regimenter in den Panzer- und Panzergrenadier-Divisionen verwendet. Gewöhnlich waren sie in Batterien zu je 6 Haubitzen eingeteilt, wobei eine Abteilung aus fünf Batterien bestand. Ihr erster größerer Einsatz erfolgte während der Panzerschlacht von Kursk an der Ostfront im Juli 1943. Wenn auch das Laufwerk etwas überlastet war und auch die Bereitschaftsmunition begrenzt war, so war die Wespe jedoch ein zuverlässiges und erprobtes Waffensystem in größeren Stückzahlen, welches dann umfangreiche Einsätze im Osten, Westen und in Italien bis zum Kriegsende sah. Die Batterien aus Wespen-Selbstfahrlafetten waren vollständig mobil. Die Artilleriebeobachter verwendeten leicht gepanzerte Fahrzeuge oder bei manchen Batterien auch veraltete, ehemalige tschechische oder französische Panzer. Der Feuerbefehl und Zielkoordinaten erreichten die Feuerbefehlsstelle der Batterie per Funk von den Artilleriebeobachtern, von wo aus sie per Kabel an die einzelnen Feuerpositionen weitergeleitet wurden. Benutzer: Deutschland. Animation 3d-Modell SdKfz 124 Wespe Spezifikationen SdKfz 124 Wespe (leFH 18/2 auf Fahrgestell PzKpfw II Sf) Spezifikationen: Panzerung: Bewaffnung und Ausrüstung: siehe auch: 105mm leFh18 Durchschlagskraft mm der Kanone auf 30° Panzerplatte: Herstellung: Einsatzstatistik für SdKfz 124 Wespe: Weitere Selbstfahrlafetten mit der 10,5cm leFH Neben der Wespe wurde die leichte 10,5cm Feldhaubitze 16 und 18 auch auf einer Reihe anderer Fahrgestelle montiert. Als Fahrgestelle dienten erbeutete französische Panzerfahrzeuge oder Kampfpanzer, deren Turm entfernt worden war. 10,5cm leFh18(Sf) auf Geschützwagen Lorraine Schlepper(f) SdKfz 135/1 Während der ersten Monate des Jahres 1942 wurden viele Möglichkeiten in Erwägung gezogen, so schnell wie möglich zahlreiche Selbstfahrlafetten mit Panzerabwehrkanonen an die Front zu bringen. Über 300 französische Tracteur Blinde 37L wurden im Westfeldzug 1940 erbeutet und eingelagert. Ursprünglich sollten diese alle für Panzerjäger verwendet werden, aber im Mai 1942 befahl Hitler, 40 davon mit der 15cm sFH auszurüsten, welche Rommel in Nordafrika für Spezialeinsätze benötigen würde. Der Aufbau wurde von Alkett geliefert und der Zusammenbau erfolgte bei Paris. Im Juli wurden weitere 78 Lorraine Schlepper verfügbar gemacht und Keitel befahl darauf hin, dass 30 davon sofort mit der 15cm sFH in Krefeld ausgerüstet werden sollen, während die anderen aufgeteilt zwischen Panzerjägern und 15-cm FH 18 bei Paris umgebaut werden sollen. Im Mai 1942 wurden dann ebenfalls befohlen, sechzig Selbstfahrlafetten mit der 10,5cm leFH18/4 aus dem Lorraine-Schlepper umzubauen, aber nur zwölf wurden fertig. Im September 1944 wurde eines dieser Fahrzeuge als Teil eines Panzerzuges in Burgund von den Alliierten erbeutet, welches mit einer russischen 122-mm-Haubitze nachgerüstet worden war. Für den Umbau wurden die ursprünglichen Traktoren Blinde 37L ohne Änderungen übernommen, mit Ausnahme einer geringfügigen Verstärkung der Kettenaufhängungen. Überarbeitete Fahrzeuge, welche 1944 im Einsatz waren, hatten einen verlängerten Rückstoßspaten, welcher innerhalb des Kampfraumes betrieben werden konnte. Zwischen mehr …

  • 3D-Modell vom Panzerschreck.

    88 mm Raketen Panzerbüchse 54 (Panzerschreck, Ofenrohr). Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Panzerschreck 88 mm Raketen Panzerbüchse 54, Ofenrohr. Typ: leichte Panzerabwehrwaffe, Raketenwerfer. Geschichte: Panzerschreck oder Ofenrohr waren ein von der Schulter abgefeuerter Raketenwerfer, der aus der in Nordafrika erbeuteten amerikanischen Bazooka entworfen wurde. Zu jener Zeit suchte die deutsche Infanterie eine geeignete Waffe, um die an der Ostfront in Massen auftretenden russischen Panzer vom Typ T-34 und KW-1 bekämpfen zu können. Nach erfolgreichen Versuchen wurde beschlossen von der Bazooka eine deutsche Version zu entwickeln. Dabei wurde gleich die Gelegenheit wahr genommen und ein paar Verbesserungen bei dem amerikanischen Originalentwurf vorgenommen und es ist interessant zu sehen, dass diese anschließend von den Amerikanern in späteren Modellen ihrer Waffe wiederum übernommen wurden. Das Kaliber wurde auf 88 mm vergrößert, um die Wirkung der Waffe zu erhöhen. Ein Raketenschwanz wurde eingeführt und die Zündung erfolgte nun elektrisch über einen Impuls-Magneten. Wie bei allen Raketenwerfern der ersten Generation brannte der Raketenmotor noch, nachdem er den Werfer verlassen hatte, und so wurde ein Schutzschild an der Kimme installiert. Die Waffe war berüchtigt dafür, dass aus dem hinteren Ende enorme Flammen und Rauch austraten, was ihr den Spitznamen Ofenrohr einbrachte. Der Panzerschreck wurde weit verbreitet eingesetzt, erstmals Ende 1943 an der Ostfront und später an allen übrigen Fronten. Da die Brennstofflage zunehmend kritischer wurde, sollten andere Waffen entwickelt werden, um den Panzerschreck zu ersetzen. Von dieser erreichten aber nur noch wenige die Infanterie-Divisionen, sodass die Waffe bis zum Ende des Krieges im Einsatz blieb. Panzerschreck war sehr wirksam gegen die Panzer seiner Zeit und offenbar wurde er von der deutschen Infanterie auch gerne verwendet. Bilder vom Panzerschreck Spezifikationen 88 mm Raketen Panzerbüchse 54 Panzerschreck Spezifikationen: Einsatzstatistik: Im Nahkampf zerstörte russische Panzer an der Ostfront vom Januar bis April 1944: Animation 3d-Modell Panzerschreck 88 mm Raketen Panzerbüchse 54, Ofenrohr

  • Tirpitz in Norwegen

    Schlachtschiff Tirpitz. Geschichte, Bau, Einsätze, Spezifikationen und Fotos des deutschen Kriegsschiffs des Zweiten Weltkriegs. Schlachtschiff Tirpitz der Bismarck-Klasse. Typ: Schlachtschiff. Entwurf und Bau der Tirpitz Baugleich in fast allen Bereichen zum Schlachtschiff Bismarck, war die Karriere der Tirpitz in jedem Fall so lange und unspektakulär, wie die ihres Schwesterschiffs kurz und heldenhaft war. Doch dies würde die praktischen Erfolge beider Schiffe ignorieren, von denen eines zwar einen berauschenden, zehntägigen Kampf im Atlantik gegen die halbe britische Royal Navy während des Unternehmens Rheinübung austrug, der jedoch mit dem Austausch des brandneuen deutschen Schlachtschiffs gegen einen alten und nicht modernisierten Schlachtkreuzer endete. Dagegen zwang die Tirpitz die Briten dazu, über Jahre zwei Schlachtschiffe, einen Flugzeugträger und andere Flotteneinheiten in Gewässern zu halten, in denen sie eigentlich nicht notwendig waren und an anderen Stellen ebenfalls dringend benötigt wurden. Und dies alles nur durch ihre Anwesenheit in bedrohlichen Lauerstellung in norwegischen Fjorden. Das Schlachtschiff Tirpitz wurde in der Marinewerft von Wilhelmshaven im Oktober 1936 auf Kiel gelegt, hatte seinen Stapellauf am 1. April 1937 und war für die See-Erprobung am 25. Februar 1941 fertiggestellt worden. Sie unterschied sich von ihrem Schwesterschiff in kleineren Details, wie die Anordnung des Flugzeughangars und Kräne und die Anbringung von zwei Vierfach-Torpedorohr-Halterungen für den Einsatz gegen Handelsschiffe. Erprobungsfahrten in der Ostsee und Verbesserungsarbeiten am Schiff in Kiel dauerten 7 Monate, sodass Tirpitz nicht vor dem 20. September 1941 die Einsatzbereitschaft meldete. Einsätze der Tirpitz Sie wurde anschließend sofort auf ihre erste Mission geschickt, einer ereignislosen Kreuzfahrt vor den Aland-Inseln, an der Mündung des Golfs von Finnland. Dort sollte sie einen womöglichen Ausbruch der sowjetischen Ostseeflotte aus Leningrad zwischen dem 26. und 29. September zu verhindern helfen. Anschließend blieb Tirpitz in der Ostsee und unternahm Ausbildungsübungen bis zum 12. Januar 1942, als sie von Kiel aus durch den Nordostsee-Kanal nach Trondheim in Norwegen ging. Wie ihr Schwesterschiff sollte sie nie mehr nach Deutschland zurückkehren. Tirpitz vorrangige Rolle war es, die alliierten Seeverbindungen nach Nord-Russland zu stören, entweder durch unmittelbares Handeln oder durch die Androhung des abfangen der nach Murmansk und Archangelsk laufenden Arktis-Konvois. Ihr einziger vollständiger Ausfall zu diesem Zweck erfolgte am 6. März 1942, als sie aus Trondheim auslief um den nach Murmansk laufenden Konvoi PQ 12 abzufangen. Jedoch wurde sie durch britische U-Boote schon kurz nach dem Auslaufen gesichtet und gemeldet, sodass die britische Admiralität den Kurs des Konvois rechtzeitig ändern konnte. So fand das Schlachtschiff mit seinen drei begleitenden Zerstörern nicht sein Ziel. Zudem wurde sie durch abgefangene und decodierten Funksignale aufgespürt und entging Angriffen von britischen Flugzeugen vom Flugzeugträger Victorious am 9. März nur knapp. Das Schlachtschiff Tirpitz erzielte indirekt ihren größten Erfolg gegen einen Konvoi Anfang Juli 1942, durch einfache Vorverlegung von Trondheim zum Altenfjord, im äußersten Norden von Norwegen. Ihre dortige Anwesenheit in der Nähe der Route des Artkis-Konvoi PQ 17 verleitete die in Panik geratene britische Admiralität am 4. Juli dazu, den Konvoi aufzulösen und die Handelsschiffe sich zerstreuen zu lassen. Tirpitz lief erst am 5. Juli aus, wurde dreimal beobachtet und gemeldet sowie von einem russischen U-Boot angegriffen, während eines Einsatzes der nicht einmal 12 Stunden dauerte. Sie hatte daher keinen direkten Anteil an der Versenkung von 24 alliierten Schiffen aus dem Konvoi. Obwohl sie nie mehr auslief, um einen Konvoi anzugreifen, genügte alleine die von ihr ausgehende Bedrohung, dass die Royal Navy mindestens zwei Großkampfschiffe und einen Flottenträger in den Heimatgewässern bereithalten musste, um die Arktis-Konvois und den Zugang in den Nordatlantik zu schützen. Im Oktober 1942 scheiterte ein Versuch, sie mit Zwei-Mann-Torpedos (sogenannt Chariots, Torpedo-ähnliche U-Boote) in Trondheim anzugreifen, wo sie sich zu einer Umrüstung aufhielt. Die Zwei-Mann-Torpedos gingen schon 8 km vor Erreichen der Tirpitz verloren. Tirpitz war wieder einsatzfähig Ende Januar 1943 und im März wurde sie in den Altenfjord, welcher ihre ständige Basis für die nächsten 19 Monate werden würde, verlegt. Hier erhielt sie Verstärkung durch den Schlachtkreuzer Scharnhorst und den Schweren Kreuzer Lützow. Große Dinge wurden von diesem mächtigen deutschen Geschwader im Frühjahr und Sommer 1943 erwartet, aber die Briten nahmen die Herausforderung nicht an und schickten die schweren Einheiten der Home Fleet zur Unterstützung in das Mittelmeer und setzten alle Arktis-Konvois bis November 1943 aus. So blieben die deutschen Großkampfschiffe ohne ein Ziel. Schließlich wurde für Tirpitz und Scharnhorst Anfang September eine andere Aufgabe gefunden, wenn auch der Beschuss und die Invasion des nahezu unverteidigten Spitzbergen kaum eine würdige Aufgabe für diese mächtigen Schiffe war. Sie waren zwischen dem 6. bis 9. September auf See und dieser See-Einsatz war auch der letzte für das Schlachtschiff Tirpitz. Am 22. September wurde sie dann von zwei britischen Kleinst-U-Booten vom Typ X-Craft mit Sprengladungen außer Gefecht gesetzt, welche umfangreiche Zerstörungen durch die Schockwellen der Explosionen an Antriebsmaschinen und dem Artilleriesystem verursachten. Die Reparaturen wurden zwar schnell mit bemerkenswerter Ingenieurleistung durchgeführt, aber gerade als das Schlachtschiff Tirpitz mit Erprobungsfahrten am 3. April 1944 beginnen wollte, wurde sie von 40 Barracuda-Sturzkampfbomber von Flugzeugträgern der britischen Home Fleet angegriffen und wieder schwer beschädigt. Weitere Angriffe im Juli und August, wobei sie zu diesem Zeitpunkt schon wieder repariert war, verursachten nur geringe Schäden. Versenkung der Tirpitz Die britische Royal Air Force hatte zuvor bereits versucht, Tirpitz anzugreifen. Erstmals 1941 in Kiel sowie im März und April 1942 in Trondheim. Aber erst im Herbst 1944 hatte das Bomber-Kommando die richtige Kombination aus Flugzeugen und Waffen, um auf diese Distanz einen Erfolg zu ermöglichen: Lancaster-Bomber mit 5.443-kg Tallboy-Bomben und stabilisierten automatischen Bombenabwurfgeräten. Die große Entfernung zum Altenfjord in Norwegen verhinderte einen konventionellen Zielanflug mit Start und Landung von einem Stützpunkt in Großbritannien aus. So wurde entschieden, den Einsatz – genannt Operation Paravane – von einem russischen Flugplatz aus durchzuführen, zu dem die Bomber nach dem Angriff auch wieder zurückkehren sollten, bevor sie zurück nach Großbritannien fliegen. Die Streitmacht bestand aus 20 mit SABS ausgerüsteten Lancaster-Bombern der 617 Staffel, 18 weiteren der 9. Staffel mit konventionellen Bombenzielgeräten und ein Fotoaufklärer der 463. Staffel, einem Mosquito-Bomber und zwei B-24 Liberator. Letztere transportierten Ersatzteile und das notwendige Bodenpersonal. Schlechtes Wetter und Probleme mit der Funkverbindung aufgrund mehr …

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