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Kriegstagebuch 11. August 1941


Beaufort-Torpedobomber
Englischer Beaufort-Torpedobomber auf Malta.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 11. August 1941:

Luftkrieg


Englische Torpedobomber versenken das italienische Lazarettschiff California in Syrakus (Sizilien).

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Im Blickpunkt:
  • Von Deutschland ausgebildete und ausgerüstete Soldaten der national-chinesischen Armee von Tschiang Kai-schek.

    Die chinesischen Streitkräfte von 1937 bis 1941: national-chinesische Armee und Waffen, Luftwaffe, Marine und Kommunisten.   Die Annexion von Mukden am 19. September 1931 markierte den Auftakt einer sich steigernder japanischen Aggression gegen China und von 1937 an gab es einen offenen Krieg. Die ungeordneten chinesischen Truppen waren der japanischen Armee auf dem Schlachtfeld nicht gewachsen, aber entschlossener Widerstand verhinderte den völligen Zusammenbruch. Schon die Größe von China schloss einen japanischen militärischen Sieg aus und obwohl die national-chinesische Regierung gezwungen war, alle wichtigen industriellen Gebiete aufzugeben und sich in eine neue Hauptstadt Tschungking zurückzuziehen, setzte sie den Kampf fort und band im Bündnis mit den kommunistischen Streitkräften von Mao Tse-tung eine große Anzahl japanischer Truppen. Stärke und Organisation  der  National-chinesische Armee Bei Ausbruch des Japanisch-Chinesischen Krieges im Juli 1937 wurde die national-chinesische Armee auf rund 1,7 Millionen Mann erweitert. Die offizielle Kriegsgliederung auf dem Papier umfasste 182 Infanterie-Divisionen, 46 unabhängige Brigaden, 9 Kavallerie-Divisionen, 6 unabhängige Kavallerie-Brigaden, 4 Artillerie-Brigaden und 20 unabhängige Artillerie-Regimenter. Eine Division hatte auf dem Papier 2 Infanterie-Brigaden zu jeweils 2 Regimenter, ein Artillerie-Bataillon oder Regiment, ein Pionier- und Nachschubbataillon, ein kleine Nachrichten-, Ambulanz- und Transport-Einheit. In der Praxis variierte die Bereitstellung der Unterstützungs- und Hilfseinheiten jedoch stark von Division zu Division, ebenso wie ihre Truppenstärke. Die durchschnittliche Stärke der zuvor beschriebenen Divisionsgliederung belief sich auf etwa 9.000 bis 10.000 Mann, dies traf aber nur für die ersten zehn von Deutschland ausgebildeten Divisionen aus dem Jahr 1937 zu. Die Masse der Divisionen, sowie die neu oder nur vorübergehend aufgestellten Verbände, hatten durchschnittlich nur 5000 Soldaten. Unabhängige Brigaden hatten etwa 4500 Mann, während neue und vorübergehend aufgestellte Brigaden vielleicht etwa 3000 Mann stark waren. China war im Jahre 1937 immer noch ein zutiefst gespaltenes Land und die KMT-Regierung konnte sich nicht auf alle ihre nominellen Streitkräfte zugleich verlassen. Rebellionen und andere Vorfälle von Untreue bei verschiedentlichen seiner regionalen militärischen Befehlshaber während der 30er Jahre hatten bei Tschiang Kai-schek einen großen Teil seiner Truppen verdächtig gemacht. Die zuverlässigsten und von daher am besten ausgerüsteten Soldaten von Tschiang Kai-schek waren daher die 380.000 Mann seiner eigenen, vor 1934 aufgestellten Armee. Die meisten von diesen waren von deutschen Soldaten ausgebildet worden. Sie wurden von Absolventen der Whampoa-Militärakademie in Kanton kommandiert, welche Tschiang Kai-schek 1924 selbst geleitet hatte, um ein politisch zuverlässiges Offizierkorps für die KMT-Armee zu schaffen. Weitere 520.000 Mann gehörten Einheiten an, welche seit jeher treu zu Tschiang Kai-schek standen, wenn sie auch nicht vom ihm aufgestellt worden waren. Dieser harte Kern gab ihm etwa 900.000 Mann, auf die sich die KMT-Regierung verlassen konnte. Abgesehen von diesen Armeen gab es noch eine andere Kategorie von sogenannten halb-autonomen Provinz-Truppen, die manchmal für die Interessen der KMT-Regierung mobilisiert werden konnten. Zusammen vielleicht noch etwa 300.000 Mann stark, verteilt über die Provinzen Suiyuan, Schanssi und Shangtung im Norden und Kwangtung im Süd-Osten. Der Rest der national-chinesischen Armee bestand aus Truppen, angeführt von Kommandeuren welche gegenüber Tschiang Kai-schek zwar keine wirkliche Loyalität empfanden, aber bereit waren, neben ihm gegen den gemeinsamen Feind Japan zu kämpfen. Die Kampfkraft dieser Verbände von fraglicher Loyalität schwankte von sehr gut bis sehr schlecht. Zum Beispiel wurden die 80.000 Soldaten und 90.000 Milizionäre der südlichsten Provinz Kwangsi gut geführt und waren gut ausgerüstet, ausgebildet und diszipliniert, während die 250.000 Soldaten von Szechuan im Süd-Westen als die am schlechtesten ausgebildeten und ausgerüsteten beschrieben wurden, die meisten von ihnen undiszipliniert und die treulosesten aller national-chinesischen Truppen. Zersetzt von Verlusten, vor allem unter dem vor Kriegsbeginn 1937 ausgebildeten Offizierskorps, und mit nur wenig Nachschub versehen, waren die meisten dieser Formationen unter der Sollstärke, schlecht ernährt, gekleidet, ausgerüstet und geführt, mit einem Kampfwert der vergleichbar war mit dem von plündernden Bauernheeren vergangener Jahrhunderte. Historisch gesehen hatte Chinas brutale militärische Kultur dem Bauern-Soldaten niemals einen Lohn für den Sieg gegeben, mit Ausnahme der Gelegenheit zur Plünderung. Es gab keine emotionale Beteiligung an Ereignissen, welche nicht unmittelbar die eigene Einheit betrafen. Vorsicht wurde als Klugheit bewundert, Selbstachtung hing nicht von der eigenen Initiative im Angriff oder standhafter Verteidigung ab. Sofern sich nicht ein schneller Erfolg einstellte, bestand immer die Tendenz, sich zurückfallen zu lassen. Auf der anderen Seite konnte oft selbst nach einem überstürzten Rückzug im Angesicht des Feindes und nach einer kurzen Rast der leidgeprüfte Bauern-Soldat zu seinem Dienst zurückgebracht werden. Waffen der national-chinesischen Armee Mit einer Armee, welche rasch auf über 2 Millionen Mann anstieg, und nur einer kleinen Anzahl von lokalen militärischen Arsenalen und Rüstungsbetrieben, war die Bewaffnung der national-chinesischen Armee ein ständiges Problem. Seit den frühen 30er Jahren war eine verwirrende Vielfalt von Gewehren und Maschinengewehren aus allen Teilen der industrialisierten Welt das ein oder andere mal von den Chinesen eingeführt worden. Ohne eine zentral gesteuerte Einkaufspolitik für die Armee hatten die verschiedenen militärischen Regionalbefehlshaber und vorübergehende Kriegsherren für die eigenen Truppen die ihnen angebotene Waffen nach Lust und Laune aufgekauft. Dieser erhebliche Mangel an Standardisierung wurde nur teilweise durch den Ausbruch des Chinesisch-Japanischen Krieges beseitigt. Von 1937 an war die vorherrschende Infanterie-Waffe der chinesischen Armee das deutsche 7,92mm Mauser 98k Gewehr, welches von den deutschen Ausbildern in den frühen 30er Jahren empfohlen wurde. Das Mauser-Gewehr wurde in großen Zahlen importiert und wurde bald darauf in chinesischen Arsenalen nachgebaut und wurde allgemein als Tschiang Kai-schek-Gewehr bezeichnet. Andere Gewehre und Karabiner, ebenfalls auf dem Mauser-Entwurf basierend, wurden ebenfalls eingeführt, so das belgische FN24 oder das tschechoslowakische VZ24. Auch das ältere Mauser-Gewehr 88 wurde noch weit verbreitet in China verwendet und es wurde immer noch als Hanyang 88 in chinesischen Fabriken hergestellt. Viele verschiedene Modelle von Maschinengewehren wurden ebenfalls in den 30er Jahren eingeführt. In der Tat sieht es so aus, als war China in mehreren Fällen der einzige Exportkunde für einige mehr oder weniger dubiose europäische Waffen. Wenn ein Waffenhändler seine Waren nicht an die KMT-Regierung verkaufen konnte, versuchte er sein Glück eben bei einem der Provinz-Armeeoberbefehlshaber. Das vorherrschende chinesische leichte Maschinengewehr war das ausgezeichnete tschechische ZB26, importiert und in großer Zahl nachgebaut. Andere eingeführte Typen waren das schweizerische ZE70, das finnische Lahti und das russische DP26. Maschinengewehr waren immer zu wenig mehr …

  • Curtiss Hawk Jagdflugzeuge der Vichy-französischen Luftwaffe

    Stärke und Organisation der l’ Armee de l’ Armistice von Vichy-Frankreich. Vichy-französische Streitkräfte: Armee, Kolonialtruppen, Luftwaffe und Marine. Der Französisch-Deutsche Waffenstillstand vom 22. Juni 1940 teilte Frankreich in zwei Hälften. Der Norden und die Westküste sollten bis zum Kriegsende und eines nachfolgenden Friedensvertrages als Basis zum Kampf gegen England durch deutsche Streitkräfte besetzt bleiben, während Mittel- und Südfrankreich unbesetzte Zone wurden. Benannt nach der Stadt, welche der vorübergehende Regierungssitz sein sollte, wurde diese Zone Vichy-Frankreich genannt. Streitkräfte von Vichy-Frankreich Artikel IV des Waffenstillstandes genehmigte eine kleine französische Armee in der unbesetzten Zone (l’ Armee de l’ Armistice) sowie eine militärische Besatzung für die französischen Überseegebiete. Die Aufgabe dieser Streitkräfte war es, die innere Sicherheit zu gewährleisten und französisches Territorium gegen eventuelle alliierte Übergriffe verteidigen zu können, was zumindest theoretisch unter der deutschen Gesamtleitung erfolgen sollte. Die Streitkräfte Vichy-Frankreichs in Syrien, Madagaskar und Dakar leisteten tatsächlich heftigen Widerstand gegen britische und frei-französische (General de Gaulle) Versuche, diese Gebiete zu übernehmen. Gegen die vorwiegend amerikanischen Landungen im Rahmen des Unternehmen Torch (Fackel) in Nordwestafrika war der Widerstand jedoch nur gering, was auch an den vorausgegangenen Niederlagen der Achsenstreitkräfte in Nordafrika (Schlacht von El Alamein) lag. Nach der schnellen Aufgabe des französischen Widerstandes in Nordwestafrika war dem deutschen Oberkommando der Niedergang der Vichy-Regierung augenscheinlich und es setzte das Unternehmen ‘Anton’ in Gang: am 11. November 1942 besetzten deutsche Truppen auch die unbesetzte Zone in Frankreich. Nach der deutschen Besetzung wurde die Armee de I’ Armistice aufgelöst. Vichy-Französische Armee Die genaue Stärke der französischen Armee in der Heimat wurde auf 3.768 Offiziere, 15.072 Unteroffiziere und 75.360 Mann festgelegt, welche alle Freiwillige sein sollten. Daneben waren noch eine halb-militärische Gendarmerie von 60.000 Mann und Luftabwehr-Verbände von 10.000 Mann vorgesehen. Trotz des Zustroms von Berufssoldaten von den Kolonialtruppen, welche ebenfalls im Rahmen des Waffenstillstandes reduziert werden mussten, gab es einen Mangel an Freiwilligen, sodass zunächst 50.000 Mann der im Jahr 1939 mobilisierten Streitkräfte weiterhin unter der Fahne dienen mussten, bis diese Quote erreicht war. Anfang 1942 wurden die Einberufenen schließlich entlassen, aber es gab immer noch zu wenige Freiwillige. Schließlich gelang es der Vichy-Regierung durch einen Appell an Deutschland, eine reguläre Form der Wehrpflicht wieder einzuführen. Die Armee war in zwei Gruppen eingeteilt, jede aus vier Militärdivisionen, und bestand aus: 18 Infanterie-Regimenter, 11 Kavallerie-Regimenter, 8 Artillerie-Regimenter, 15 Bataillone von Chasseurs (Jäger). Die Armee war aller ihrer Panzer und Panzerfahrzeuge beraubt und litt unter einem drastischen Mangel an Kraftfahrzeugen, insbesondere in den Kavallerie-Verbänden, welche eigentlich motorisiert sein sollten. Kolonialtruppen Die französischen Territorien am Mittelmeer bestanden aus dem Departement von Algerien, dem Protektoraten Tunesien und Marokko sowie aus den Mandaten über Syrien und dem Libanon. Der Waffenstillstand forderte aufgrund italienischer Wünsche die Entmilitarisierung von Tunesien und eine allgemeine Verkleinerung der französischen Kolonialtruppen. Vichy-Frankreich waren 55.000 Mann in Marokko und 50.000 Mann in Algerien erlaubt. Die französische Levante-Armee in Syrien und dem Libanon musste von rund 100.000 auf knapp unter 40.000 Mann verkleinert werden. Später wurden noch 15.000 Mann in Tunesien aufgrund alliierter Invasionsgefahren von den Italiener genehmigt. Die Vichy-französische Armee der Levante beherrschte die Mandatsgebiete in Syrien und dem Libanon – und obwohl sie keine Angriffshandlungen gegen die Briten unternahm, bedrohte alleine ihre Präsenz die strategisch wichtigen und empfindlichen britischen Ölfelder und Erdölleitung aus dem Irak und Kuwait. So fiel eine gemischte alliierte Streitmacht am 8. Juni 1941 nach Syrien ein, denen sich die Vichy-französische Levante-Armee verbissen entgegenstellte. Der Widerstand wurde mit verbissener Härte geführt, besonders wenn Franzosen gegen Franzosen kämpften. Als die Kämpfe in Syrien schließlich am 11. Juli 1941 endeten, hatten die Vichy-französischen Streitkräfte 6.000 Mann verloren, von denen 1.000 getötet worden waren. Insgesamt wurden 37.736 Soldaten gefangengenommen, aber nachdem sie vor die Wahl gestellt wurden, repatriiert zu werden oder sich den Truppen von General de Gaulle anzuschließen, nutzten nur 5.668 diese zweite Möglichkeit und alle anderen wurden nach Frankreich abtransportiert. Miliz Am 30. Januar 1943 wurde die paramilitärische Organisation Milice (Miliz) von Pierre Laval gegründet, um die ‘neue Ordnung’ im nun besetzten Vichy-Frankreich aufrechtzuerhalten. Dies brachte die Miliz zwangsläufig in direkte Konfrontation mit der Résistance, und sie wurde zur erbittertsten und am meisten verabscheuten kollaborierenden Organisation. Die Miliz war territorial in Departements, Regionen und Zonen unter dem Oberbefehl eines Generalsekretärs (Joseph Darnand) mit Sitz in Vichy organisiert. Im Herbst 1943 hatte die Milice ihre maximale Stärke von 29.000 Mann erreicht, aber nur 10.000 waren aktiv, während der Rest entweder nur Beiträge zahlte oder nur in Teilzeit verwendet wurden. Der militärische Arm der Milice war die Francs-Garde, die ab Juni 1943 auch eine reguläre und eine Teilzeit-Abteilung hatte. Die regulären Soldaten wurden bezahlt, kaserniert und von Oktober 1943 zunehmend bewaffnet. Sie überstieg aber nie eine Stärke von 2000 Mann. Wie die deutschen paramilitärischen Formationen der Vorkriegszeit übernahm die Milice archaische Bezeichnungen für ihre Unterabteilungen. Die Grundeinheit war ein Fünf-Mann-Trupp Main, dann folgten eine Dizaine (zehn Mann), Trentaine (30 Mann), Centaine (100 Mann) und eine Cohorte (500 Mann). Von letzteren bildeten vier ein Centre von etwa 2000 Mann, was einem Regiment entsprach. Je nach militärischer Lage konnten die Teilzeit-Mitglieder kurzfristig einberufen werden, und nach der alliierten Landung am D-Day wurden 3.000 Mann mobilisiert. Phalange Africaine Ende 1942 begann sich in Tunesien eine Einheit aus französischen pro-Achsen Freiwilligen zu bilden. Unter dem Kommando französischer Offiziere wurden etwa 300 Freiwillige (die Hälfte davon waren tunesische Araber) für die Phalange Africaine rekrutiert. Am 7. April 1943 traf das erste Kontingent in der Stärke einer starken Kompanie an der Front bei Medjez el Bab ein. Nach einigermaßen guten Leistungen bei den erbitterten Abwehrkämpfen gegen britische Truppen wurde die Einheit bis zum 29. April praktisch ausgelöscht. Am 8. Mai 1943 wurden die Überlebenden ausgezahlt und zum Untertauchen aufgefordert, während die Offiziere nach Vichy-Frankreich evakuiert wurden, wo einige weiterhin in der Miliz und der französischen Freiwilligenlegion dienten. Vichy-Französische Luftwaffe Als Folge britischer Luft- und Seeangriffe auf die französische Flotte in Mers-el-Kebir und die Angst vor Bombenangriffen auf Frankreich führten dazu, dass die deutsch-Italienisch-französische Waffenstillstandskommission den Franzosen erlaubte, einen Teil ihrer Luftwaffe weiterzuverwenden. Gleichzeitig wurde es Vichy-Frankreich erlaubt, Luftwaffenverbände in den Überseegebieten zu mehr …

  • Griechische Soldaten 1940/41

    Stärke und Organisation der Streitkräfte von Griechenland 1940 bis 1941 im Krieg gegen Italien und Deutschland im Balkanfeldzug. Die griechischen Streitkräfte von 1940 bis 1941. Von 1938 bis zum deutschen Angriff 1941 war Griechenland eine konstitutionelle Monarchie unter König Georg II., aber die tatsächliche Macht lag in den Händen des faschistischen Diktators General Metaxas. Griechische Streitkräfte Die griechischen Streitkräfte litten – wie übrigens auch die der meisten der kleineren Nationen – an einem Mangel an modernen Waffen und Kraftfahrzeugen. Allerdings war die gebirgige Grenze zu Albanien ideal für jeden Abwehrkampf und die traditionelle Zähigkeit der Griechen war zu viel für die italienischen Angreifer. Die zu Beginn des italienischen Angriffs am 28. Oktober 1940 zahlenmäßig unterlegene griechische Armee war nicht nur in der Lage diesen aufzuhalten, sondern konnte die Invasoren sogar bis nach Albanien hineinzurückdrängen, wo sie mit englischer Materialhilfe und Unterstützung durch die RAF die Front bis April 1941 halten konnte. Am 6. April 1941 erfolgte jedoch der deutsche Angriff von Bulgarien und über Jugoslawien aus, und dieser Offensive von der besten Armee in Europa konnte die griechische Armee nicht mehr standhalten. Trotz erbitterten Widerstandes zwang die Wehrmacht die griechische Armee in Ost-Mazedonien zur Kapitulation und die Briten zum Rückzug. Am 20. April kapitulierte auch die griechische Epirus-Armee und am 22. April begannen die verbliebenen britischen Einheiten mit der Evakuierung von Griechenland. Der Oberbefehlshaber über dei griechischen Streitkräfte hatte General Papagos und die direkte Operationsführung der Armee wurde von einem Oberkommando und fünf Armeekorps ausgeübt. Kurz vor dem italienischen Angriff am 28. Oktober 1940 mobilisierten die Griechen ihre Streitkräfte. Das Feldheer war in zwei Heeresgruppen, sechs Hauptquartiere, sechs Infanterie- und 9 Gebirgsjäger-Divisionen, vier Gebirgsjäger-Brigaden und eine Kavallerie-Division gegliedert. Bei Kriegsbeginn zählte die griechische Armee 430.000 Mann, jedoch waren die Verluste schwer und rund 60.000 Mann waren nach den Winterkämpfen gefallen, verwundet oder vermisst. Griechische Armee Divisionen der griechischen Armee: Im März 1941 bestanden die griechischen Streitkräfte aus insgesamt 540.000 Mann, zu den jedoch auch 50.000 Rekruten mit nur einem Monat Ausbildungszeit zählten. Diese waren unter 4 Armee-Kommandos und drei General-Hauptquartiere verteilt und bestanden aus 3 Infanterie-Divisionen, 14 Gebirgs-Divisionen, 1 Infanterie-Brigade, 1 motorisierte Division und 1 Kavallerie-Division. Der deutsche Angriff kostete Griechenland 15.700 Mann Verluste auf dem Schlachtfeld und 220.000 Soldaten wurden gefangengenommen, jedoch kurz danach wieder freigelassen. Die Armee-Korps bestanden aus zwei bis vier Infanterie- oder Gebirgsjäger-Divisionen. Das I., II., III. und IV. Korps wurden jeweils zusätzlich von einem Artillerie-Regiment aus 7 Batterien (8 x 85 mm, 8 x 105 mm und 12 x 155 mm Geschütze) unterstützt, während das V. Korps über zusätzlich 4 x 85 mm, 4 x 105 mm und 4 fest eingebaute 152-mm-Kanonen verfügte. Jedes Korps hatte auch seine eigene Flak-Abteilung aus 88 mm, 37 mm und 20 mm-Geschützen. Eine Infanterie-Division bestand aus drei Infanterie-Regimentern, ein Regiment aus Divisions-Artillerie und Unterstützungseinheiten. Die Gebirgs-Divisionen waren von besonderer Bedeutung, da die griechische Armee einen großen Mangel an modernen Waffen hatte und sie es daher bevorzugte, in den Bergen zu kämpfen. Die Gebirgs-Divisionen waren auf der gleichen Grundlage wie die Infanterie-Divisionen organisiert, aber mit weniger Artillerie. Gebirgs- und Infanterie-Divisionen waren beide 12.000 Mann stark. Die 56 Infanterie-Regimenter bestanden jeweils aus dem Regiments-Stab, einem Aufklärungszug, Hauptquartier-Zug, Stabskompanie und zwei Bataillonen. Jedes Bataillon hatte einen Bataillonsstab, drei Schützen-Kompanien und einer Maschinengewehr-Kompanie. Die Bataillonsstärke waren 58 Offiziere und 1.100 Mannschaften. Die Hauptbewaffnung bestand aus dem Männlicher-Schönauer M1903/14 Gewehr und die Unterstützungswaffen waren 36 leichte Maschinengewehre Hotchikss 8mm, acht schwere Maschinengewehre St.Etienne M07, vier 81-mm-Granatwerfer und zwei 65-mm-Gebirgsgeschütze. Die Elite-Soldaten der griechischen Armee waren die Evzones. Ursprünglich während des Unabhängigkeitskrieges zu Beginn des 19. Jahrhundert als Leichte Infanterie aufgestellt, wurden diese Hochländer 1833 Teil der regulären Streitkräfte. Im Jahr 1940 dienten sie in den Leichten Infanterie-Regimentern und mit der Königlichen Garde. Die Divisions-Artillerie der Gebirgs-Divisionen berstand aus vier Batterien – wobei in der griechischen Armee eine Batterie aus 4 Geschützen bestand – mit 75-mm-Gebirgskanonen, sowie zwei Batterien aus 105-mm-Geschützen. Infanterie-Divisionen hatten neun Batterien aus 75-mm-Feldgeschützen. Jedes Armeekorps hatte seinen eigenen Bestand an schwerer Artillerie und es gab 12 Batterien an schwerer Artillerie zum Einsatz bei dem Feldheer. Da alle Artillerie-Geschütze entweder aus Frankreich, Deutschland oder der Tschechien stammten, war England nicht in der Lage, die Griechen mit Munition dafür zu versorgen. Die noch vorhandenen Lagerbestände in den USA waren bald erschöpft, sodass die Engländer damit begannen die griechische Armee mit italienischen Beutebeständen aus Nordafrika auszurüsten und zu versorgen. Neben den Armeetruppen gab es noch eine Reihe von Bataillonen und Kompanien für die Verteidigung der Inseln und als Grenztruppen, sowie eine Anzahl von beweglichen und stationären Maschinengewehr-Einheiten. Als die Engländer im März 1941 auf dem griechischen Festland selbst mit Kampftruppen an Land gingen, mussten sie bestürzt feststellen, dass es einige Divisionen nur auf dem Papier gab. So hatte eine Division aus kürzlich neu aufgestellten Truppen gerade mal eine Stärke von sechs Bataillonen und als Transportmittel stand nur das Auto des Kommandanten und fünf Lastkraftwagen zur Verfügung. Die ‘motorisierte Division’ bestand aus 2.000 gerade eingezogenen KfZ-Mechanikern. Sie hatte nur 24 leichte italienische und holländische Tanketten, einige italienischen Lastkraftwagen, einige wenige britische Bren Gun Carrier und dazu noch ein paar Motorräder und Personenkraftwagen. Es gab zwei Regimenter von Kavallerie, jedes mit vier Schwadronen aus mit Säbeln bewaffneten Kavalleristen, einer Maschinengewehr-Einheit mit 12 MGs und eine Schwadron mit vier 81-mm-Granatwerfern. Ein drittes Regiment, welche gerade motorisiert wurde, bestand aus vier Schwadronen ausgerüstet mit Panzerspähwagen, einer Maschinengewehr-Einheit, einer Schwadron mit 81-mm-Granatwerfern, einer berittenen Maschinengewehr-Einheit mit 12 MGs und einer Schwadron bewaffnet mit Säbeln. Diese drei Regimenter, zusammen mit einer Batterie von Gebirgsartillerie, einer Pionier-Schwadron und einer Nachrichten-Schwadron wurden zu einer unabhängigen Brigade zusammengestellt und spielten eine wichtige Rolle bei der Abwehr des italienischen Angriffs. Neben dieser größeren Formationen gab es noch berittene Truppen, welche als Aufklärungseinheiten der Armee-Korps und Infanterie-Divisionen eingesetzt wurden. Diese Aufklärungs-Bataillone bestanden aus zwei Schwadronen, einer Maschinengewehr-Kompanie oder Abteilung und bei den Korps-Einheiten noch einer Granatwerfer-Abteilung. Die griechische Armee leistete einen starken Widerstand gegen die Achsentruppen und griechische Partisanen blieben ein unangenehmer Gegner in der nachfolgenden Zeit. Griechische Luftwaffe Das griechische Luftfahrtministerium war zuständig für die Unterhaltung der Luftstreitkräfte der Armee und mehr …

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