Kriegstagebuch 11. Februar 1917


D.F.W. Typ C.V
Ein D.F.W. Typ C.V Aufklärungs-, Foto-Patrouillen und Artillerie-Beobachtungsflugzeug, welches sehr erfolgreich bis Kriegsende im Einsatz steht.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 11. Februar 1917:

Luftkrieg


Westfront – Erstes erfolgreicher Nachtkampf zwischen Flugzeugen: Die deutschen Flieger Peter und Frohwein in einer DFW CV zerstören 2 französische Bomber beim Landeanflug auf Malzeville in der Nacht vom 11./12. Februar.

Afrikanische Fronten

Ostafrika: Kraut greift britische Außenposten bei der Johannesbrücke und Nyamasi auf der Songea-Lake Nyasa-Versorgungsroute an, um seinen Rückzug auf die portugiesische Grenze (Mozambique) zu decken.
Äthiopien: Judith (Zawditu) wird zur Kaiserin in Addis Ababa gekrönt. Die Vertreter der Mittelmächte sind nicht eingeladen.

Politik

Deutschland: Die Regierung versucht, die Gespräche mit den USA über deren Botschafter in der Schweiz wieder aufzunehmen. Wilson lehnt dies am 13. Februar ab, solange die Maßnahme vom 1. Februar (unbeschränkter U-Boot-Krieg) nicht aufgehoben ist.

Geheimkrieg

Frankreich: Prinz Sixtus trifft Jules Cambon wegen des österreich-ungarischen Friedensangebot und kehrt in die Schweiz zurück. Er trifft am 13. und 21. Februar in Neuchâtel den Gesandten des österreich-ungarischen Kaisers.

close
Hallo 👋
Schön, dass Du Dich für diese Inhalte interessierst !
Trag dich ein, um jeden Sonntag morgen die Top-Beiträge von Weltkrieg2.de in deinen Posteingang zu bekommen (es wird garantiert nicht mehr oder Werbung verschickt!).

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Zum teilen:

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Focke-Wulf Fw44C Basistrainer-Doppeldeckern

    Piloten-Training der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg (Teil I: Verlauf der Ausbildung bis zu Anfang 1942). Piloten-Training der deutschen Luftwaffe vor 1942 Die Dauer der Ausbildung der neuen Piloten der deutschen Luftwaffe wurde während des Verlaufes des 2. Weltkrieg ständig gekürzt. Die nachfolgende Beschreibung ist daher repräsentativ für die Situation während der zweiten Hälfte des Jahres 1941. Wenn der zukünftige Pilot aus dem zivilen Leben in die deutsche Luftwaffe eintrat, war sein erster Schritt ein sechsmonatiger Aufenthalt in einer Fliegerersatzabteilung oder einer Rekrutenschule. Dort lag der Schwerpunkt auf dem Drill sowie der körperlichen Fitness und der einzige Aspekt zur Luftfahrt waren elementare Vorlesungen über die Grundlagen des Funkverkehrs und des Lesens von Karten. Nach dem Abschluss dieser Grundausbildung ging der Flugschüler zu einer Fluganwärter-Kompanie, wo er bis zu zwei Monate lang Themen zur allgemeinen Luftfahrt studierte. So vorbereitet, ging er zu einer A/B-Schule (Flug-Grundschule), wo er das Fliegen mit leichten Flugzeuge wie der Klemm 35, der Focke Wulf 44 und der Bücker 131 erlernte. Für seine A2-Lizenz erhielt der Flugschüler Unterricht in den Bereichen Aerodynamik, Luftfahrttechnik, elementare Navigation, Meteorologie, Flugprozeduren und Schulungen im Empfang von Morse-Nachrichten. Für seine B-Lizenz musste er leistungsfähigere Flugzeuge wie die Arado 66, die Gotha 145 und den Arado 76, sowie schwerere Flugzeuge wie die Junkers W33 und W44 und zweimotorige Focke-Wulf Fw 58 fliegen, außerdem veraltete Kampfflugzeuge wie die He 51, den Ar 65 und die Hs 123. Nach erfolgreichem Abschluss seiner B2-Ausbildung hatte der Kandidat zwischen 100 und 150 Flugstunden und erhielt seinen Luftwaffen-Flugzeugführerschein (Pilotenschein) und seine Flugzeugführer-Abzeichen. Diejenigen Piloten, welche für einmotorige Jagdflugzeuge oder Ju 87 Stukas ausgewählt wurden, gingen nun direkt zu den jeweiligen Fachschulen für die Ausbildung in diesen Rollen. Zukünftige Piloten für zweimotorige Zerstörer, Bomber oder Aufklärungsflugzeuge gingen zu den C-Flugschulen, wo sie weitere 50 bis 60 Flugstunden in einem Kurs von rund sechs Monaten Dauer absolvierten. Diesen Piloten wurde ein Bodentraining in fortgeschrittener Avionik zuteil und sie flogen veraltete Einsatzflugzeuge, z.B. im Falle von Bomberpiloten frühe Modelle der He 111, die Ju 52, Ju 86 und die Do 17 . Wenn der Pilot die Ausbildung in der C-Schule bestanden hatte, erhielt er seine ELF* Lizenz (erweiterten Pilotenschein). Er war nun in der Lage sein Flugzeug bei Tage und Nacht zu fliegen, hatte eine begrenzte Ausbildung im Instrumentenflug und konnte einfache Überland-Navigationsflüge unter klaren Wetterbedingungen durchführen. Nach dem Verlassen der C-Schule gingen die Jagdfliegerpiloten der zweimotorigen Zerstörer direkt zu ihrer Fachschule, während die Bomber- und Aufklärer-Piloten noch weitere 50 bis 60 Extra-Stunden im Blindflug erhielten, bevor auch diese zu ihren Fachschulen gingen. Bei den verschiedenen Fachschulen (Jäger, Bomber, Zerstörer, Sturzkampfbomber und Aufklärer) trafen die Piloten der mehrsitzigen Flugzeuge mit ihren Besatzungen zusammen. Es begann nun die kombinierte Ausbildung der Besatzungen in Militärflugzeugen der modernsten Bauart. Im Allgemeinen waren die Übungen in diesen Fachschulen ähnlich denen für Bomber- und Aufklärer-Piloten in den C-Schulen, aber die Nacht- und Überlandflüge waren von längerer Dauer und wurden bei wenig günstigerer Witterung durchgeführt. Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung an den Fachschulen blieben die Besatzungen in der Regel zusammen und wurden zu einer operativen Einheit versetzt. Eine wichtige Besonderheit, auf die hier hingewiesen werden soll, was außerdem die Rolle des Beobachters in mehrsitzigen Flugzeugen. Tatsächlich wurde der Beobachter bis in die Anfangsphase des Krieges als Flugkapitän ausgebildet und war in der Pilotenausbildung bis zu den C-Schulen, bevor er zur Beobachter-Schule für einen neunmonatigen Kurs wechselte (wo er auch weitere Ausbildungen im Blindflug und Navigation erhielt). Bald jedoch nach Ausbruch des Krieges wurde die Ausbildung des Beobachters zum Flugkapitän schrittweise gelockert und von Anfang 1942 verschlechterte sich diese auch noch ständig, bis sie 1944 nur noch fünf Monate mit wenig Pilotenausbildung umfasste. Nachdem die Besatzungen ihre jeweiligen Spezialisten-Schulen durchlaufen hatten, wurden sie zu einer der Ergänzungseinheiten (Einsatz-Trainingsverbände) geschickt, welche den verschiedenen Geschwadern oder Gruppen zugeteilt waren. Dort erlernten die Flugzeugbesatzungen die speziellen taktischen Einsatzmethoden der Verbände, welchen sie später beitreten sollten. Neben den weiteren Ausbildungsübungen dienten die Ergänzungseinheiten auch als ‘Pool’ für trainierte Flugzeugbesatzungen, bis sie von den Frontverbänden angefordert wurden. Von dem Zeitpunkt, als er in die Luftwaffe eingetreten ist, bis zu seiner Ankunft bei seiner Ergänzungseinheit hatte ein Jagdflieger- oder Sturzkampfbomber-Pilot eine dreizehnmonatige Ausbildung mit 150 bis 200 Flugstunden erhalten. Ein Bomber- oder Aufklärer-Pilot sah sogar auf eine 20 Monate andauernde Ausbildung mit 220 bis 270 Flugstunden zurück. Jedoch muss noch einmal betont werden, dass diese Zahlen sich nur auf die Männer beziehen, welche das Ausbildungssystem vor Beginn des Jahres 1942 durchlaufen hatten. Denn während dieses Jahres begann das Ausbildungsprogramm der Luftwaffe in Organisation, Effizienz und reibungslosen Ablauf unter dem Druck des Kriegsverlaufes zunehmend zu leiden. Teil II: Piloten-Training und Jagdflieger-Asse der deutschen Luftwaffe in der zweiten Hälfte des Zweiten Weltkriegs ab 1942 und der Niedergang bis zum Kriegsende

  • PzKpfw IV Ausf.J der Hohenstaufen-Division

    Einsätze der 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen (Teil II). Von Arnheim, über die Ardennen und nach Ungarn bis zum Ende. Hier zu Teil I: 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen. Arnheim Eigentlich war Arnheim nur als Sammelpunkt für die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen vorgesehen, welche zwischenzeitlich aus weniger als 3.000 Mann bestand. Von dort sollte die Division, nachdem sie ihre verbleibenden Panzer und Artillerie an die Frundsberg-Division übergeben hatte, mit der Eisenbahn in Richtung Deutschland zu einer vollständigen Wiederauffrischung abtransportiert werden. Jedoch am 17. September 1944, gerade als die Division bis auf ein verstärktes Alarm-Bataillon schon verladen war, erfolgte das alliierte Unternehmen ‘Market-Garden’ in Holland. Dieses Unternehmen setzte sich aus der Bodenoffensive ‘Market’ durch Verbände der britischen 2. Armee und 1. US-Armee und der Luftlandung ‘Garden’ der 1. Alliierten Luftlande-Armee zusammen, mit dem Ziel sich in den Besitz der Brücken über die Waal bei Nijmwegen und über den Unteren Rhein bei Arnheim zu setzen. Falls die Deutschen von der alliierten Luftlandung überrascht waren, so waren die Alliierten jedoch genauso davon überrascht, Mitten in einem Gebiet mit Truppenteilen von zwei Panzer-Divisionen der Waffen-SS abgesprungen zu sein. Selbst in ihrem aufgebrauchten Zustand waren diese immer noch ein kampfstarker Gegner gegen die nur leicht bewaffneten Luftlandtruppen. Die Fahrzeuge der Hohenstaufen-Division wurden hektisch wieder aus den Eisenbahnwaggons ausgeladen und die schon abgefahrenen Teile wieder zurückgeholt. Die meisten der noch vorhandenen Soldaten der Division wurden in die Kampfgruppe Harzer zusammengefasst, welche vom SS-Standartenführer Walter Harzer angeführt wurde. Rund 9.000 britische Fallschirmjäger waren in der Gegend um Wolfheze gelandet, welches rund 11 Kilometer westlich von Arnheim am nördlichen Ufer des Flusses lag. Die Fallschirmjäger, welche den Vorstoß unternahmen, das nördliche Ende der Brücke zu besetzen waren etwa 700 Mann stark und vom 2. und 3. britischen Fallschirmjäger-Bataillon. Sie unternahmen noch einen Versuch die Brücke zu überqueren, aber heftiges deutsches Feuer zwang die Fallschirmjäger sich auf die Konsolidierung ihrer Stellungen am Nordende der Brücke zu konzentrieren und auf Verstärkungen zu warten. So blieb das südliche Ende der Brücke in deutschen Händen. Die Befehle von General Bittrich an die Soldaten der 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen lauteten, den Ort und die Brücke zu besetzen und zu halten und jeden Vormarsch weiterer britischer Fallschirmjäger vom Westen auf Arnheim zu unterbinden. Während der Schlacht um Arnheim wurden die Divisionstruppen in weitere, kleinere Kampfgruppen aufgeteilt, welche als Sperrkräfte zum Einsatz kamen. Einige Teile jedoch schwärmten von Arnheim aus bis nach Neerpelt im Südwesten aus. Dazu wurden die erfahrenen Waffen-SS-Männern mit Soldaten anderer Kommandos verstärkt, zum Teil noch in der Ausbildung oder sogar Mannschaften der Kriegsmarine.   Während die Masse der britischen 1. Luftlande-Division versuchte, sich entlang des Nordufers von ihrer Absprungzone nach Arnheim und zur Brücke vorzukämpfen, brachte sie der deutsche Widerstand bei Oosterbeek zum Stehen, kurz außerhalb des Ortes. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass die Luftlandetruppen die Brücke nur für einen oder zwei Tage halten sollten, bevor die Bodenstreitkräfte sich ihren Weg aus dem Süden zu ihrem Entsatz durchgeschlagen haben würden. Der schon vorab beanstandete Vorstoß des britischen XXX. Korps, angeführt durch die Garde-Panzerdivision und der 43. Wessex-Division, durch einen schmalen Korridor fuhr sich jedoch fest. Dadurch kamen die nur leicht bewaffneten britischen Luftlandetruppen unter zunehmenden Druck der Soldaten der Waffen-SS. Model schickte in den nachfolgenden Tagen ständig Verstärkungen zu den deutschen Truppen, welche die britischen Fallschirmjäger umstellt hatten. Trotz verzweifelter Kämpfe wurden die britischen Stellungen um Oosterbeck und bei der Brücke in Arnheim selbst ständig zusammengedrückt.   Die britische Streitmacht an der Brücke kapitulierte schließlich am 21. September 1944. Auf Intervention des Sanitätsoffiziers der Hohenstaufen-Division, SS-Sturmbannführer Egon Skalka, wurde am 24. September ein Waffenstillstand organisiert, wodurch 700 verwundete britische Fallschirmjäger aus dem Kampfgebiet evakuiert werden konnten. Am nächsten Tag wurden weitere 500 verwundete Briten an die Deutschen übergeben. Die deutschen Soldaten waren von dem Mut und der Zähigkeit der britischen Luftlandetruppen beeindruckt und die britischen Überlebenden berichteten später, dass ihre Behandlung durch die Waffen-SS-Männer mehr als korrekt war, sogar ‘freundlich’.   Die Ankunft der schweren Panzer-Abteilung 503 des Heeres mit Königstigern schließlich zerstörte jede Hoffnung der alliierten Entsatztruppen, sich noch den Weg zu den Eingeschlossen freikämpfen zu können. Deshalb wurde am 25. September 1944 der Befehl an die noch kämpfenden Überlebenden der britischen 1. Luftlande-Division herausgegeben, sich zurückzuziehen. Diejenigen, welche in der Lage waren, den Rhein in Sturmbooten von britischen und kanadischen Pionieren zu überqueren, wurden bis zum nächsten Tag evakuiert. Die Briten landeten etwa 9.000 Mann Luftlandetruppen bei Arnheim und später weitere 3.000 polnische Fallschirmjäger zu deren Unterstützung. Es wird geschätzt, dass etwa 8.000 dieser 12.000 Männer entweder gefallen oder in Kriegsgefangenschaft geraten waren. Die deutschen Verluste beliefen sich dagegen auf nur etwas über 3.000 Mann. Schließlich konnte die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen am 30. September wie geplant für eine längere Erholung, Auffrischung und Neuausrüstung nach Deutschland abtransportiert werden. SS-Standartenführer Harzer wurde mit dem Ritterkreuz in Anerkennung der Leistung seiner Truppen ausgezeichnet. Dies war nur eines der zwölf Ritterkreuze, welche an Angehörige der Division während des Zweiten Weltkriegs verliehen wurde. Ardennen-Offensive Für den nächsten Einsatz, an dem die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen teilnehmen sollte, wurde sie wieder auf knapp 20.000 Mann aufgefrischt. Aber davon waren nicht alle der neuen Soldaten von beeindruckender Qualität, denn diese beinhaltete einen großen Anteil von Personal der Luftwaffe. Die Division war außerdem erbärmlich knapp an Panzern, Fahrzeugen und Ausrüstung und einige ihrer Einheiten meldeten einen Fehlbestand von bis zu 50 Prozent.   Trotzdem wurde die Division am 12. Dezember in die Eifel verlegt und für die unglückselige Ardennen-Offensive vorbereitet. Die Hohenstaufen-Division wurde Teil der 6. SS-Panzerarmee, zusammen mit der 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS-Adolf Hitler, 2. SS-Panzer-Division Das Reich und 12. SS-Panzer-Division Hitlerjugend. Sie alle standen unter dem Kommando von SS-Obergruppenführer ‘Sepp’ Dietrich. Die Aufgabe der SS-Panzerarmee war es, entlang der nördlichen Flanke der Offensive bis nach Antwerpen vorzustoßen. Die Stadt war der entscheidende alliierte Nachschubhafen. Die Hohenstaufen-Division erreichte bei Beginn der Offensive am 16. Dezember 1944 Blankenheim und erhielt den Einsatzbefehl erst am Nachmittag des 19. Dezember im Rahmen des II. SS-Panzer-Korps zusammen mit der 2. SS-Panzer-Division Das Reich. Die 9. SS-Panzer-Division Hohenstaufen war gezwungen, vier ganze Tage über völlig verstopfte Vormarschstraßen mehr …

  • Eiserne Kreuz 1939

    Eisernes Kreuz und Gefallen an der Ostfront. Bilder vom Onkel des Autors in verschiedenen Wehrmachts-Uniformen der Panzer-Divisionen. Er erhielt als Panzerabwehr-Kanonier bei der 8. Panzer-Division im Raum Tarnopol an der Ostfront das Eiserne Kreuz und ist zwei Tage später – am 28. Juli 1944 – gefallen. Zur Vergrößerung bitte auf eines der Fotos klicken. Vorherige Seite: an der Ostfront 1944 Nächste Seite: Wehrpass der Wehrmacht Geschichte des Eisernen Kreuz Napoleonische Kriege Das Eiserne Kreuz wurde vom König von Preußen, Friedrich Wilhelm III., am 10. März 1813, dem Geburtstag seiner Königin Louise, eingeführt. Preußen begann damals gerade, zusammen mit Russland, sich in den ‘Befreiungskriegen’ gegen die Unterdrückung Napoleons aufzulehnen. Selbstaufopferung, Mut und Tapferkeit im Streben nach Freiheit sollten durch die Verleihung dieses Eisernen Kreuzes anerkannt werden. Es gilt als gesichert, dass die erste Verleihung des Eisernen Kreuzes II. Klasse an Generalleutnant von Borke am 2. April 1813 für die Schlacht bei Lüneberg erfolgte. Im Jahr 1813 wurden rund 16.000 Eiserne Kreuze Zweiter Klasse vergeben. Die genaue Anzahl ist umstritten, da eine Reihe von Quellen unterschiedliche Schätzungen wiedergeben. Da die Original-Aufzeichnungen aus dieser Zeit verloren gingen, lasst sich die genaue Anzahl nicht mehr ermitteln. Aber bekannt ist, dass eine Handvoll der Eisernen Kreuze Zweiter Klasse von 1813 auch an Frauen vergeben wurde. Das Eiserne Kreuz Zweite Klasse wurde an die Kämpfer mit einem Band ausgeben, welches hauptsächlich schwarz war und zwei weiße Randstreifen hatten. Um auch Verdienste oder Tapferkeit von Nicht-Kombattanten, wie zum Beispiel Sanitäter oder Chirurgen, zu würdigen, wurde ein spezielles Band mit umgekehrter Farbanordnung ausgegeben, also mit weißem Band und schwarzen Randstreifen. Das erste Eiserne Kreuz Zweiter Klasse für Nicht-Kombattanten ging an General von Esloeg, Militärgouverneur von Berlin. Um die Wertschätzung für die Empfänger des Eisernen Kreuzes weiter zu erhöhen, befahl Friedrich Wilhelm, dass die Prinzen von Königsblut nur die zweite Klasse erhalten sollten. Am 5. Mai 1814 befahl der König zusätzlich zur ursprünglichen Satzung, dass ‘Jeder Soldat, der bei einer heldenhaften Handlung starb, die nach dem einstimmigen Urteil seiner Führer und Kameraden das Eiserne Kreuz verdient hätte, wird nach seinem Tod durch ein Denkmal in der Kirche seines Regiments auf Kosten des Staates geehrt.’ Die Gesamtzahl der Auszeichnungen vom Eisernen Kreuz Erster Klasse während der Napoleonischen Kriege lag bei etwa 635 bis 670, wobei das Erste am 17. April 1813 in der Schlacht von Warfed an General von Helwig vergeben wurde. Deutsch-Französicher Krieg 1870/71 Die beeindruckende Staatskunst von Otto von Bismarck hatte Preußen sowohl in wirtschaftlicher als auch in militärischer Hinsicht unglaubliche Fortschritte eingebracht. Abgesehen von einem kurzen und erfolglosen Zwischenspiel revolutionärer Aktivitäten im Jahr 1848, erlebte es eine Zeit des Friedens und des Wohlstands bis 1864. Dann folgte ein Streit mit Dänemark über die Gebiete Schleswig-Holsteins, was zu einer gemeinsamen österreichisch-preußisch-bayerischen Besetzung dieses Gebietes führte. Die Dänen waren schnell besiegt, aber das Dreier-Bündnis war nur von kurzer Dauer und 1866 übernahm Preußen die alleinige Kontrolle über Schleswig-Holstein. Innerhalb weniger Wochen hatte Preußen auch die Kontrolle über Sachsen, Hannover und Hessen übernommen und die Österreicher in der Schlacht von Königgrätz besiegt und sich damit als unangefochtener Herrscher über den größten Teil Deutschlands – mit Ausnahme des katholischen Südens – etabliert. Preußen hatte jedoch mit den meisten dieser Staaten, aber auch mit Russland im Osten, geheime Verträge und konnte sich so sicher fühlen. Die kluge Staatskunst von Bismarck führte dazu, dass Österreich-Ungarn eine sehr günstige Friedensregelung erhielt. Es sollten keine Besatzungstruppen auf österreich-ungarischen Boden stationiert werden, ebenso wenig wie lähmende Reparationen. Bismarck wusste, dass die Franzosen der größte potenzielle Feind der Bestrebungen Preußens, ein Deutsches Reich zu schaffen, waren. Deshalb wollte er freundschaftliche Beziehungen zu den Österreichern im Falle eines zukünftigen europäischen Konflikts unterhalten. Der französische Kaiser Napoleon III. war verständlicherweise wütend über den Gedanken, als später auch noch Spanien drohte unter preußischen Einfluss zu geraten. In Unkenntnis der wahren Stärke des aufkommenden deutschen Nationalismus, der in all den noch vereinzelten deutschen Staaten spürbar wurde, tauschte Napoleon in diplomatischen Schreiben Beleidigungen mit den Preußen aus. Diese wurden von Bismarck geschickt so konstruiert, dass diese Napoleon III. provozierten, woraufhin er im Juli 1870 Preußen den Krieg erklärte. Die Franzosen waren zuversichtlich, dass sich die süddeutschen Staaten an Frankreich binden würden. Umso mehr waren sie entsetzt, als alle Deutschen fest hinter Preußen standen. Die deutschen Streitkräfte fegten im 1870/71 deutsch-französischer Krieg durch Frankreich und innerhalb von vier kurzen Wochen wurde die französische Armee in Metz zusammen mit ihrem Kaiser eingeschlossen und dieser bei Sedan gefangen genommen. Die französische Armee war vernichtet, trotzdem wurde Paris verteidigt und belagert und Franceurs führten einen erbarmungslosen Guerilla-Krieg gegen die Deutschen. Bereits am 19. Juli 1870 gab König Wilhelm I. von Preußen eine Proklamation heraus, welche wieder die Ausgabe des Eisernen Kreuzes Erster und Zweiter Klasse beinhaltete. Da erst nach Kriegsende eine Reihe der Eisernen Kreuze Zweiter Klasse fertiggestellt werden konnten, welche für Kämpfe im Jahr 1870 verliehen worden waren, sind die Schätzungen über die Anzahl der vergebenen Auszeichnungen unklar. Wenn man die verschiedenen Quellen im Mittel nimmt, kommt man auf eine Anzahl von rund 41.770 Auszeichnungen, davon 3.500 an Nicht-Kombattanten. Es sind sogar eine Reihe von Briten unter den Ausgezeichneten von 1870. Darunter General Sir C.P.B Walker, die Chirugen im Generalsrang J.H.K.Innes und W.G.N.Manley (auch Victoria Cross), General Sir Henry Brakenbury und Captain Sir James Lumsden Seaton. General Manley ist ein besonders interessanter Fall. Manley, der für die B-Abteilung der Britischen Ambulanz zuständig war, welche der preußischen 22 Infanterie-Division angegliedert war, erhielt das Eiserne Kreuz für sein ‘hingebungsvolles und ausgezeichnetes Verhalten bei der Suche nach Verwundeten und deren Pflege bei der 22. Division in den Kämpfen von Chateauneuf und Bretoncelle am 18. und 21. November und den Schlachten um Orleans und Cravant vom 10. Dezember 1870’. Die Gesamtzahl der Eisernen Kreuze Erster Klasse von 1870 schwankt zwischen 1.230 bis 1.903, je nach Quelle. Aber bei den meisten Quellen liegt die Zahl um die 1.300. Die erste Verleihung des Eisernen Kreuzes Erster Klasse von 1870 ging an Generalfeldmarschall von Steinmek, einen Veteranen der Befreiungskriege, der bereits das Eiserne Kreuz Zweiter Klasse von 1813 trug. Erster Weltkrieg mehr …

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll to Top