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Kriegstagebuch 11. Juli 1941


Panzerschlacht im Süden der Ostfront
Panzerschlacht im Süden der Ostfront. Russische Panzer unter einem Angriff deutscher Ju 87 Stuka Sturzkampfbomber.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 11. Juli 1941:

Ostfront


Unternehmen Barbarossa: Deutsche Panzer überqueren den Dnjepr. Die Heeresgruppe Süd wehrt eine großen russischen Gegenangriff ab und bedroht nun Kiew.
Drei neue russische Front-Kommandeure: Woroschilow im Norden, Timoschenko in der Mitte und Budjonny im Süden.

Seekrieg

Mittelmeer: Der englische Zerstörer HMS Defender wird in der Nacht vom 11. auf den 12. Juli während einer Versorgungsfahrt von Alexandria nach Tobruk von deutschen Flugzeugen bombardiert.

Luftkrieg

Nordafrika: Deutscher Nachtangriff auf Port Said und Ismailia am Roten Meer.

Geheimkrieg

William J. Donovan wird zum ‘US-Koordinator für den militärischen Abwehrdienst’ (Co-ordinator of Defense Information) in Washington ernannt.

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Im Blickpunkt:
  • Forschungsmenü in Call of War.

    Führe als Staatschef die Nation im gratis Browser-Strategiespiel Call of War durch die Wirren des Zweiten Weltkrieges und des beginnenden Atomzeitalters und Kalten Krieges. Call of War In einer Standard-Partie des gratis Browser-Strategiespiel Call of War führt man – oberflächlich erst einmal ähnlich wie in dem schon vorgestellten Supremacy 1914 in der Zeit des 1. Weltkrieg – eine Nation durch das Zeitalter des 2. Weltkrieg und des beginnenden Kalten Krieges mit Atomwaffen und Raketen. Allerdings kommt Call of War mit einigen Neuerungen, Veränderungen und ansprechenderer Grafik daher – und auch das Management der Streitkräfte, Wirtschaft und die Schlachten in Echtzeit ist übersichtlicher und mit weniger Aufwand für den Spieler verbunden im Vergleich zu Supremacy 1914. Dazu gibt es wesentlich mehr unterschiedliche Einheiten, welche erforscht werden können. https://youtu.be/B0ST8DgkMgs Spielkarte Die Spielkarte erstreckt sich vom östlichen Nordamerika (Kanada bis Kuba) bis in den Nahen Osten und von Grönland und dem Nordkap nach Süden bis in die nordafrikanische Wüste. Die Staaten entsprechen nicht immer den historischen Gegebenheiten und wurden so angepasst, dass sie etwa gleichstark sind. Einige Großmächte (wie USA und Sowjetunion) wurden in mehrere Staaten aufgeteilt, dagegen einige kleinere Staaten zu einem Großstaat zusammengelegt (wie etwa ‘Großrumänien’ auf dem Balkan). Alle 22 Spieler-Staaten starten mit 20 sogenannten ‘Kern-Provinzen’. Kern-Provinzen sind Provinzen mit nationaler Bevölkerung und produzieren Geld, Arbeitskräfte/Rekruten und einige davon Rohstoffe zu 100 %, während andere Provinzen als ‘besetzte Gebiete’ gelten und maximal 25 % davon produzieren. An dieser Stelle fängt auch schon die Optimierung und Vereinfachung des Spielprinzips von Call of War gegenüber Supremacy 1914 an: während der Spieler in Supremacy 1914 später zahllose Provinzen ständig überwachen und ausbauen muss, genügt es eigentlich in Call of War sich auf die Kernprovinzen zu konzentrieren, da der Ausbau der anderen Provinzen sich nur in den seltensten Fällen wirtschaftlich lohnt. Auch sind diese ‘Kern-Provinzen’ auch diejenigen Gebiete, deren Verteidigung existenziell wichtig ist. Alle anderen Provinzen werden nur für geringfügige Ergänzungen fehlender Rohstoffe, als Stützpunkte für Häfen und Flugplätze und im Wesentlichen für die Sammlung der benötigten Siegpunkte zum Sieg in der Partie benötigt. Nebenbei bemerkt hat jede Provinz nun auch ein bestimmtes Gelände (Flachland, Berge, Wälder, Städte), welcher unterschiedlichen Einfluss auf die Bewegungsgeschwindigkeit und Kampfleistungen der verschiedenen Einheiten hat. Einheiten In Call of War gibt es auch vielmehr unterschiedliche Einheiten als in Supremacy 1914, welche erforscht und weiterentwickelt werden müssen. Da dies nicht unbegrenzt möglich ist (es können nur zwei Forschungen gleichzeitig laufen), muss man sich auf Schwerpunkte konzentrieren. Neben Infanterie gibt es Miliz, motorisierte Infanterie und mechanisierte Infanterie (in Schützenpanzern). In der Kategorie Fahrzeuge gibt es Panzerwagen, Leichte Panzer, Mittlere Panzer, Schwere Panzer, Pak-Geschütze, Artillerie, Panzerhaubitzen, Flugabwehrgeschütze und Flak auf Selbstfahrlafetten. Bei den Flugzeugen gibt es Abfangjäger, Taktische Bomber, Strategische Bomber und Marinebomber. Bei den Seeeinheiten gibt es Zerstörer, Unterseeboote, Kreuzer, Schlachtschiffe und Flugzeugträger. Schließlich bei den Geheimwaffen Raketen, Raketenjäger, Eisenbahn-Ferngeschütze, Kommando-Einheiten, Kernenergie, Atombomben, Atombomber sowie Atomraketen und atomar angetriebene Schlachtschiffe, U-Boote und Flugzeugträger. Alle sind für alle Nationen identisch und gleichermaßen entwickelbar. In diesem Bereich ist Call of War wesentlich komplexer als Supremacy 1914, da eine vorausschauende Entwicklung der vermutlich am meisten benötigten Einheiten unumgänglich ist. Auch gibt es ein ‘Schere-Stein-Papier’-Prinzip, sodass bestimmte Einheiten sehr zweckmäßig sind, wenn der Gegner sich mehrheitlich auf einen bestimmten Einheiten-Typ spezialisiert hat. So wirkt eine gute Panzerabwehr insbesondere bei geeignetem Gelände oder mit ausgebauten Stellungen heftig auf angreifende, feindliche Panzerverbände ein und ist auch ökonomischer – allerdings wenig für den Angriff geeignet. Kommando-Einheiten sind bestens für die Verteidigung und dem Angriff im Gebirge geeignet, während mittlere Panzer die beste Angriffseinheit für die Landkriegsführung sind, solange man nicht in Städten kämpfen muss und auf befestigte Pak-Stellungen trifft. Taktische Bomber können Bodentruppen ohne Luftdeckung durch Jäger oder Flak zerschlagen, während Marinebomber neben feindlichen Überwasserschiffe auch U-Boote entdecken und bekämpfen können. Schließlich gibt es noch Atombomber zu erforschen, die ganze Städte in Schutt und Asche legen können. Als steigerungsfähige Alternative gibt es auch Marschflugkörper (V-1) und Raketen (V-2), welche schließlich in einer nicht durch Jäger abfangbaren Atomrakete gipfeln. Provinzausbau Der Provinzausbau gestaltet sich – wie schon erwähnt – auch einfacher und übersichtlicher als bei Supremacy 1914. Das am rechten Rand ausklappbare Provinzverwaltungsmenü zeigt übersichtlich die jeweiligen Siegpunkte, Moral, Rohstoffe (einschließlich Produktionsmenge), Arbeitskräfte, Gebäude (sortiert und aktivierbar bzw. deaktivierter) sowie im Bau befindliche Gebäude und Einheiten an. Diese Tabelle lässt sich beliebig sortieren und da sowieso nur die eigenen Kern-Provinzen, zuzüglich einige womöglich besetzte Provinzen mit doppelter Produktionsmenge oder wichtige Stützpunkte, Befestigungen oder frontnahe Produktionsgebiete wichtig sind, lässt sich hier alles bequem überblicken und steuern. Zudem kann auch jede Provinzstadt auf der Karte angeklickt werden und dort Konstruktionen von Gebäude, Produktion von Einheiten oder Aufträge für Spione bestimmt oder überprüft werden. Diplomatie, Bündnisse, Koalitionen In Call of War können auch offizielle Koalition gebildet werden. Dies beinhaltet eine aufgedeckte Karte für die Mitglieder, welche alle Aufklärungsergebnisse und Einheiten ihrer Verbündeten sehen können, über befreundetes Gebiet marschieren und zusammen kämpfen können. Es ist auch hier von besonderer Bedeutung, seine Nachbarn aufmerksam zu beobachten. Zu einem um Gelegenheiten beim Schopf zu packen, wenn Spieler ihre Nation nur unzureichend führen oder ganz aufgeben. Die Mehrzahl der 22 Spieler einer Partie gibt tatsächlich schnell auf oder steigt erst gar nicht richtig in die Partie ein, dafür kämpfen aber die verbleibenden Teilnehmer zumeist umso hartnäckiger um den Sieg in einer spannenden Partie. Die Nationen von Spielern, welche nicht mehr aktiv sind, werden von einer relativ starken KI geführt, ebenso wie die zahlreichen zu Beginn vorhandenen kleineren Staaten – welche aber zumeist die erste Beute der aktiveren Spieler werden. Spiele Call of War Auch Call of War läuft den ganzen Tag in Echtzeit, sodass man sich in regelmäßigen Abständen einloggen sollte, um seinen aktuellen Status und die Lage zu überprüfen und entsprechende neue Aufträge an seine Einheiten, Provinzen und Fabriken zu erteilen. Grundsätzlich ist das Echtzeit-Strategiespiel kostenlos, aber es gibt eine ‘In-Game’-Währung Gold, mit der Spieler, welche sich nicht so oft einloggen können, diese Nachteile z.B. durch Beschleunigung beim Bau oder Forschung oder bei der Anhebung der Moral wieder ausgleichen können. Bei Call of War gibt es mehr …

  • SS-Untersturmführer der Totenkopf-Division

    Einsätze der SS-Totenkopf-Division (T) 1940-1942 (Teil II): im Westfeldzug von 1940 und beim Unternehmen Barbarossa in Russland ab 1941. hier zu Teil I: Aufstellung der SS-Totenkopf-Division 1939. Einsatz im Westfeldzug 1940 Die Division wurde im Raum Köln versammelt und zu Eickes Missfallen zuerst als Reserve des AOK 6 zurückgehalten. Erst eine Woche nach Beginn des Westfeldzugs wurde die Totenkopf-Division in den Einsatz geschickt. Sie marschierte durch Südholland und durch Belgien nach Frankreich über La Cateau nach Cambrai. Das erste Gefecht fand nordöstlich von Cambrai statt, wo die Division über 16.000 Kriegsgefangene einbrachte. Die zweifelhafte Reputation der Division wurde wieder einmal dadurch bestätigt, dass ihrer Soldaten marokkanische Kriegsgefangene der französischen Streitkräfte als ‘rassisch minderwertig’ ermordeten. Anschließend wurde die Totenkopf-Division nach vorne zur Verstärkung der deutschen Verbände befohlen, welche zur Kanalküste durchgestoßen waren und das Britische Expeditionskorps mit anderen alliierten Verbänden von der französischen Hauptstreitmacht im Süden abgeschnitten hatten. Tatsächlich traf dann die Hauptstreitmacht dieser eingeschlossenen Truppen bei ihrem Versuch nach Süden auszubrechen, direkt auf die SS-Totenkopf-Division. Die leichten Panzerabwehrwaffen, über welche die Totenkopf-Soldaten nur verfügten, waren kein Gegner für die alliierten Panzer – darunter stark gepanzerte Matilda II – und die SS-Truppen erlitten große Verluste. Eickes Männer mussten mit schwerer Artillerie im Direktbeschuss die feindlichen Panzer bekämpfen und nur das Eingreifen von Stukas rettete den Tag. Die Division befand sich am Rande des Zusammenbruchs. Der Totenkopf-Division wurde anschließend befohlen, zum La-Bassee-Kanal vorzurücken und geeignete Stellen zur Überquerung für die Hauptstreitmacht des deutschen Vormarsches festzustellen und zu sichern. Eicke ignorierte diese Befehle und stieß über den Kanal hinaus weiter vor, wo er auf heftigen Widerstand traf. Zu diesem Zeitpunkt gab Hitler seinen ‘Halte-Befehl’ heraus und Eicke wurde befohlen, seinen hart erkämpften Brückenkopf aufzugeben und seine Truppen zurückzuziehen. Seine eindeutige Befehlsverweigerung gegen diese klaren Anweisungen führte zu einem wütenden Vorwurf durch General Hoepner, der ihn als ‘Schlächter’ bezeichnete, welcher keine Achtung vor dem Leben seiner Männer hätte. Zwei Tage später durfte der Vormarsch wieder aufgenommen werden und Eicke war gezwungen, dass Gebiet zum zweiten Mal zu erobern, welches er zwischenzeitlich aufgeben mußte und erlitt dabei wieder schwere Verluste. Seine Division traf anschließend bei Bethune und La Paradis auf weiteren heftigen Widerstand, wo die britischen Verteidiger den SS-Männern einen hohen Blutzoll für jeden gewonnenen Meter abverlangten. Als die Verteidiger von La Paradis schließlich am 27. Mai keine Munition mehr hatten und kapitulierten mussten, wurden etwa einhundert Gefangene der 2. Royal Norfolks vor einer Scheune zusammengetrieben und mit Maschinengewehren erschossen. Obwohl die SS-Soldaten mit Bajonetten zwischen die niedergemachten Opfer gingen, um jeden Überlebenden zu töten, entkamen drei Briten lebend. Aufgrund ihrer Zeugenaussagen konnte der Kompanieführer, SS-Obersturmführer Fritz Knöchlein, wegen Kriegsverbrechen 1948 gehängt werden. Anfang Juni tat Totenkopf Dienst in der Küstensicherung um Gravelines, südlich von Dünkirchen. Anschließend Angriff im Rahmen des XIV. Armeekorps in die Gegend um Peronne und dann Durchbruch durch die ‘Weygand-Linie’ bis zur Seine um Peronne. In den letzten Tagen des Feldzuges verfolgte die SS-Totenkopf-Division die französischen Truppen bis in die Gegend nördlich von Lyon. Unter den französischen Soldaten befanden sich auch wieder marokkanische Einheiten und auch in diesen letzten Gefechten nahmen die Totenkopf-Soldaten wieder nur Weiße gefangen. Nach dem Waffenstillstand tat die Division ab Juli 1940 Küstensicherung im Abschnitt von der Garonne bis zur spanischen Grenze. Während des Westfeldzug erlitt die Totenkopf-Division wesentlich höhere Verluste als die anderen SS-Verbände, was ihr den Ruf von herausragender Rücksichtslosigkeit selbst gegenüber den eigenen Männern einbrachte. Eickes Division verlor alleine über 300 Offiziere in zehn Tagen mit Gefechten. Das ‘Menschenmaterial’, was bisher vor allem aus Kriminellen und SS-Reservisten ohne ausreichendes militärisches Training bestand, war eine Erklärung für die hohen Verluste und das brutale Verhalten gegenüber Kriegsgefangenen, aber auch Eickes Ambitionen an seine Division waren dafür verantwortlich. Nach dem Waffenstillstand tat die Division ab Juli 1940 Küstensicherung in dem Abschnitt von der Garonne bis zur spanischen Grenze für fast ein ganzes Jahr. Hier zeigte sich ein anderes Bild ihrer Männer, welche so aggressiv im Kampf waren, als sie den örtlichen Farmern bei der Einbringung der Ernte halfen. Die Division wurde in dieser Zeit auch formal ein Teil der Waffen-SS und erhielt umfangreichen Ersatz und Ausrüstung. Die neuen Rekruten bestanden nun aus jungen SS-Freiwilligen, welche in keinem Kontakt zu den KZ-Wachmannschaften standen. Im Herbst 1940 wurde die SS-Totenkopf-Division vollständig motorisiert und zu einer motorisierten Infanterie-Division – kurz Inf.Div(mot) – und erhielt das Kradschützen-Bataillon ‘Totenkopf’ sowie einer III.(schw.)/Art.Rgt. (tmot) ‘Totenkopf’. Im Frühjahr 1941 wurde die Division in Vorbereitung für das Unternehmen Barbarossa nach Ostpreußen verlegt. Dort erhielt sie noch die neue Pz.Jäger-Abt. ‘T’ mit drei Zügen s.Pak/5cm(mot.Zug) und als vierte Kompanie eine 2-cm-Fla.Kp(mot.Zug). Russland 1941 bis 1942 Für den Angriff auf die Sowjetunion wurde die Division der Heeresgruppe Nord zugeteilt und war zunächst wieder nur Reserve bei der Panzer-Gruppe 4 von Hoepner. Sie rückte in der zweiten Welle durch Litauen über Dünaburg nach Lettland vor, wo sie die Vormarschstraßen von zurückgebliebenen russischen Truppenteilen säuberte. An der sogenannten ‘Stalin-Linie’ kam es dann zu den ersten schweren Kämpfen. Dort wurde Eicke verwundet, als sein Stabswagen über eine Mine fuhr. Die Totenkopf-Division traf auf unerwartet heftigen Widerstand und erlitt erhebliche Verluste. Trotz dieser heftigen Kämpfe beliefen sich diesmal die Offiziersverluste auf 82 innerhalb eines Monats, während es in Frankreich noch 300 innerhalb von zehn Tagen gewesen waren. Auch wurde diesmal in einem kurzen Zeitraum eine größere Anzahl von Gefangenen eingebracht, als dies im gesamten Westfeldzug zusammen der Fall gewesen war. Eindeutig hatten die Soldaten der Totenkopf-Division aus ihren früheren Fehlern gelernt. Im August stand die Division in heftigen Kämpfen an den Zufahrtswegen nach Leningrad und insbesondere an der russischen Luga-Verteidigungslinie. Zwar wurde die russische 34. Armee vernichtet, aber die Totenkopf-Division hatte dabei über 4.000 Mann Verluste. Ende September stand die Division im Zentrum eines großen russischen Gegenangriffs bei Lushno, wo ihre Einheiten über eine dünne Linie über 25 km Länge auseinandergezogen waren. Die Angriffe wurden letztlich abgeschlagen und ließen eine siegreiche, wenn auch zerschlagene Totenkopf zurück. Während dieser Kämpfe erhielt der SS-Sturmmann Fritz Christen für herausragende Tapferkeit eines der bedeutendsten Ritterkreuze, welches je an einen Soldaten der Waffen-SS verliehen wurde. mehr …

  • 3D-Modell BM-13N Katjuscha

    Sowjetischer Mehrfach-Raketenwerfer BM-13, BM-13N, BM-8-48, BM-31 Katjuscha oder Stalinorgel. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Mehrfach-Raketenwerfer BM-13, BM-13N, BM-8-48, BM-31 (Katjuscha oder Stalinorgel). Typ: Artillerie-Selbstfahrlafette. Geschichte der Katjuscha Die erste, in größeren Mengen gebaute, selbstfahrende russische Artillerie-Waffe war nicht eine konventionelle Kanone, sondern eine neuartige Raketen-Waffe. Im Juni 1938 hatte das GAU die RNII (Wissenschaftliches Entwicklungs-Institut für Strahlantrieb) ermächtigt, einen Boden-Mehrfach-Raketenwerfer zum Abfeuern der RS-132 Luft-Boden-Raketen zu entwickeln. Ein Design-Team unter I. Gvay entwickelte eine 24-Schienen-Raketenwerfer für modifizierte M-132-Raketen, zum Abfeuern über die Seite eines ZiS-5 LKW. Die Montage erwies sich während des Abfeuerns als instabil, was zu einem zweiten Prototyp namens MU-1 führte (Mechanisches Gerät-1). Dies war auch ein Fehlschlag, der V.N.Galkovskiy vorschlagen ließ, dass die Raketen in Längsrichtung des Fahrgestells abgefeuert werden sollten. Dies führte zu dem BM-13 (Kampffahrzeug für M-13-Raketen), welches im August 1939 fertiggestellt wurde. Feldversuche mit einer Vielzahl von verschiedenen Arten Raketen fanden während des ganzen Jahres 1940 statt, als das GAU schließlich die Genehmigung für das Fahrzeug BM-13-16 (Kampffahrzeug für M-13-Raketen mit sechzehn Starter-Schienen) erteilte. Jedoch wurden nur 40 fertiggestellt, bevor der Krieg begann. Die neue Waffe wurde unter größter Geheimhaltung bewacht und bei Ausbruch des Krieges wurde eine besondere Einheit unter NKWD-Leitung aufgestellt. Die erste Batterie Katjuschas ging in der Nähe des Bahnhofs Orscha am 7. Juli 1941 in den Einsatz und erwies sich als ein sofortiger Erfolg. Das GAU war dermaßen beeindruckt und ordnete die sofortige Massenproduktion auf provisorischer Basis an. Die Raketenwerfer waren als so geheim eingestuft, dass sie eine Vielzahl von Tarn-Namen wie Kostikow-Kanonen u.ä. erhielten. Schließlich wurden sie offiziell als Garde-Mörser benannt, aber ihr üblicher Name wurde Katjuscha, die verniedlichende Form des Namens Katherina, nach einer zu dieser Zeit in Russland populären Melodie mit gleichen Namen von Isakowskiy. Das Geheule der Katjuscha-Raketen brachte die Deutschen dazu, sie Stalinorgel zu nennen. Obwohl ursprünglich auf LKW montiert, wurden 1941 Versuche zur Entwicklung anderer Fahrgestelle für eine bessere Geländegängigkeit unternommen. Einige BM-13-Werfer wurden auf die STZ-5-Artillerie-Zugmaschine gesetzt und in kleinen Stückzahlen produziert. Es gab auch eine Version auf dem KW-Panzer, die aber nur in geringer Menge hergestellt wurde, da es eine völlige Verschwendung eines guten, schweren Panzers für eine Rolle war, die auch leicht zufriedenstellend von einem weniger teuren Fahrgestell erfüllt werden konnte. Im August 1941 wurde eine zweite Art von Katjuscha-Raketen entwickelt, die M-8-82mm-Rakete. Sie war kleiner und hatte eine kürzere Reichweite. Diese wurden unter dem Namen BM-8-36 auf Lastwagen montiert oder auf leichte Panzerfahrgestelle ohne Turm, wie die T-40 und T-60, als BM-8-24. 1942 entwickelten die Sowjets dann eine Version der M-13 Katjuscha-Rakete mit einem vergrößerten Sprengkopf, die M-30. Im Gegensatz zu den beiden anderen Arten wurde die M-30 nicht auf Selbstfahrlafetten montiert, sondern wurde von Schienen aus abgefeuert. Selbstfahrlafetten dieser schweren Version kamen nicht vor 1944 als BM-31 zur Truppe. Die Hauptattraktion der Stalinorgel-Raketenwerfer war, dass sie billig zu produzieren waren und auch durch kleine Fabriken – ohne die aufwendigen Werkzeugmaschinen, welche für konventionelle Artillerie benötigt wird – herzustellen waren. Eine BM-13-Salve verschoss 4,35 t Raketen und hochexplosiven Sprengstoff auf einen 10 Hektar großen Fläche in einem schrecklichen, 7-10 Sekunden andauernden, Angriff. Obwohl nicht so genau und weit schießend wie konventionelle Artillerie, war die Katjuscha viel mehr von den deutschen Soldaten gefürchtet, als herkömmliche Artillerie. Bis zum Ende des Krieges wurden ca. 10.000 Stalinorgel-Raketenwerfer hergestellt, vor allem für die Armee, aber auch einige für die Fluss-Kanonenboote der Marine. Die Mehrzahl der Raketenwerfer der Armee wurden auf Selbstfahrlafetten geliefert. Die BM-8, BM-13 und BM-31 wurden zunächst alle auf den ZiS-6 LKW oder dessen Derivate, wie die ZiS-5 und ZIS-5V, montiert. Als 1942 die ersten Lend-Lease-Lastwagen zur Verfügung standen, wurde der Raketenwerfer auf eine Vielzahl von amerikanischen, britischen und kanadischen Lastwagen, wie den Chevrolet I 1/2 Tonner, International K, Ford WOT-8, GMC 2 1/2 Tonner und Studebaker US6 2 1/2 Tonnen-LKW, montiert. Die Lend-Lease-Typen wurden manchmal als BM-13S bezeichnet. Die überlegene Geländegängigkeit des Studebaker US6 brachte das GAU dazu, die Stalinorgel auf diesen Typ als BM-13N (N = Narmalizovanniy, in Deutsch ‘Standard’) zu standardisieren. Die BM-8-Raketenwerfer konnten auch auf kleinere Chassis wie den GAZ-67 Jeep als BM-8-8 montiert werden. Er wurde jedoch auch auf größere Fahrzeuge mit mehr Schienen, als BM-8-48 auf den Studebaker US6, montiert. Die großen BM-31 Raketenwerfer-Gestelle waren stets in größeren Lastkraftwagen, die erste auf ZiS-6, aber häufiger auf den Studebaker US6, montiert. Katjuscha-Raketen wurden auch auf gepanzerte Züge montiert. Nach dem ersten Erfolg der BM-13 Katjuscha-Batterie in Orscha, beeilte sich die Rote Armee weitere Garde-Mörser-Einheiten aufzustellen. Die ersten Garde-Mörser-Batterien hatten jeweils sieben BM-13, aber im Juli 1941 wurde deren Anzahl auf vier Raketenwerfer je Batterie standardisiert. Sie wurden meist eingesetzt zur Unterstützung der Infanterie (Schützen)-Divisionen und standen zunächst unter Kontrolle des NKWD (Sicherheitsdienst). Nachdem die Deutschen ihrerseits den Nebelwerfer weitverbreitet eingesetzt hatten, wurde dieses Sicherheitssystem gelockert. Im August 1941 ordnete Stalin persönlich die Bildung von speziellen Garde-Mörser-Regimentern unter der Leitung des Oberkommandos der Heeresreserve an (STAVKA-VGK). Diese bestand aus drei Bataillonen zu jeweils drei Batterien, was eine Menge von 36 BM-13 oder BM-8 Raketenwerfer ergab. Zur gleichen Zeit wurden unabhängige Garde-Mörser-Bataillone mit ebenfalls 36 Raketenwerfer aufgestellt. Bis Ende 1941 gab es 554 Raketenwerfer im Einsatz mit 8 Regimentern, 35 selbständigen Bataillonen und 2 unabhängigen Batterien. Mit der Ankunft der ersten schweren M-30-Raketen im Juni 1942 wurden schwere Garde-Mörser-Bataillone aufgestellt, aber diese hatten statische, nicht mobilen Raketenwerfer. Diese hatten auch drei Batterien, aber jede hatte 36 Raketenwerfer, während die späteren selbstfahrenden Einheiten nur zwölf Raketenwerfer pro Batterie hatten. Als die mobilen BM-31 schließlich 1944 verfügbar wurden, hatten die motorisierten Garde-Mörser-Bataillone nur 48 Raketenwerfer im Vergleich zu den 96 Raketenwerfer der statischen Bataillone. Es wurden 3.237 Raketenwerfer im Jahr 1942 hergestellt, sodass die Gesamtstärke auf bis zu 57 Regimenter anstieg. Zählt man noch die kleineren, unabhängigen Bataillonen, so war der Gegenwert von 216 Batterien im Dienst. Von diesen waren 23 Prozent schwere M-30 Einheiten, 56 Prozent waren BM-13 Einheiten und 21 Prozent waren die leichten BM-8 Einheiten. 1943 wurden Garde-Mörser-Brigaden mit statischen Raketenwerfern formiert, und später sogar Divisionen. Bis zum Ende des Krieges befand sich der mehr …

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