Kriegstagebuch 11. Oktober 1917


Airco DH4
Wegen des Treibstofftanks zwischen Pilot und Beobachter wurde der Airco DH4 von ihren Besatzungen mit dem Spitznamen “Flaming Coffin” (Flammender Sarg) bezeichnet. Trotzdem wurde das Flugzeug in sehr großer Zahl gebaut, da die beträchtlichen Vorzüge diesen großen Fehler überwogen.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 11. Oktober 1917:

Luftkrieg


Frankreich: Der 41. Wing des Royal Flying Corps mit DH4, FE2b und 8 Handley Page Bombern des Royal Navy Air Service wird aufgestellt. Die Einheit fliegt für die nächsten 13 Monate Tag- und Nachtangriffe gegen strategische, industrielle Ziele in Westdeutschland und Elsass-Lothringen, bis zu 200 km tief hinter der Westfront.

Westfront

Flandern: Die französische Erste Armee schlägt einen Gegenangriff östlich von Dreibank ab. Feldmarschall Prinz Rupprecht meldet an die OHL: ‘Um Material und Männer zu sparen, kann es notwendig werden, die (Flandern) Front so weit vom Feind zurückzuziehen, dass er gezwungen ist, eine neue Aufstellung seiner Artillerie durchzuführen.’
Verdun: Deutsche Truppen dringen kurz in vorgeschobene Schützengräben nördlich von Höhe 344 ein. Diejenigen auf dem Hügel werden am 17. Oktober erobert.

Ostfront

Baltikum: Die deutschen Truppen gewinnen Gelände nordöstlich von Segewold und versuchen in der Gegend von Riga sich mit den russischen Soldaten zu fraternisieren.

Naher Osten

Armenien: Ein türkischer Angriff wird knapp 26 km südwestlich von Erzincan zurückgeschlagen.

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Im Blickpunkt:
  • U-Boot I 19

    Japanische Unterseekreuzer-Klassen I 15, I 9, I 16, I 361, I 400 aus dem 2. Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3D-Modell. Nach dem Ersten Weltkrieg erhielten die Japaner die Baupläne der deutschen Unterseekreuzer. Daraus entwarfen sie nacheinander eine Reihe von großen U-Booten-Klassen. Sie standen darin der US-Marine in nichts nach, deren große Unterseeboote auch im ganzen Pazifik eingesetzt werden konnten. Japanische Unterseekreuzer Ab der Klasse I 5 im Jahr 1931 wurden mehrere Boote mit Wasserflugzeugen an Bord gebaut. Bis zur Klasse I 13 von 1942 nahmen Fahrbereich und Größe dieser Unterseeboote ständig zu. Dabei gab es die Führungsboote vom Typ A mit besonders gut ausgestatteter Funkverbindung, um die Einsätze der anderen Typen zu leiten. Typ B war für die Aufklärung zuständig und führte Wasserflugzeuge mit sich. Typ C waren die eigentlichen Angriffs-U-Boote und waren die häufigsten Unterseekreuzer. Unterseekreuzer-Klasse I 15 Japanische Unterseekreuzer-Klasse Typ B mit 20 Booten und Stapellauf zwischen 1939 und 1942. Diese japanischen U-Boote, als Typ B bezeichnet, waren Aufklärungsboote, welche dafür entwickelt worden waren, mit den Typ A Kommando-U-Booten zusammenzuarbeiten. Sie wurden vom Typ KD6 abgeleitet und wurden parallel mit den U-Booten vom Typ A (Führungs-U-Boote) und Typ C (Angriffs-U-Boote) entwickelt. Zur Aufklärung führte die I 15 Klasse ein einzelnes Wasserflugzeug mit sich, welches in einem kleinen, runden Hangar vor dem Kommandoturm verstaut war. Auf dem Vorderdeck befand sich ein Katapult zum starten des Wasserflugzeuges, welches sich fast bis zum Bug hinzog. Zur Vereinfachung des Entwurfes und um die Baugeschwindigkeit zu beschleunigen, wurden so viele Aspekte des Designs und der Ausrüstung wie möglich in allen drei Typen A, B und C übernommen. Die Antriebsanlagen waren identisch mit den U-Booten vom Typ A (I 9 Klasse), wenn auch der Treibstoffbunker verringert wurde und sich die Reichweite um 2000 Seemeilen verringerte. Die Bewaffnung war ebenfalls gleich, jedoch wurden nur 17 Torpedos mitgeführt. Ursprünglich waren nur sechs U-Boote (I 15 bis I 25) unter dem Marineprogramm von 1937 geplant. Jedoch wurden im Programm von 1939 weitere 14 U-Boote bestellt. Die Boote wurden zwischen September 1940 und April 1943 auf der Kure Marinewerft (I 15, I 26, I 30, I 37), Yokohama Marinewerft (I 17, I 23, I 29, I 31, I 36), bei Mitsubishi in Kobe (I 19, I 25, I 28, I 33, I 35), bei Kawasaki in Kobe (I 21) und der Sasebo Marinewerft (I 27, I 32, I 34, I 38, I 39) gebaut. Während des Krieges erhielten einige der U-Boote eine 140-mm-Kanone vor dem Kommandoturm eingebaut, um als Angriffs-U-Boote operieren zu können. Gegen Ende 1944 wurden I 36 und I 37 so umgebaut, um vier oder sechs Kaiten-Kamikaze-U-Boote aufnehmen zu können. Spezifikationen für japanische U-Boot-Klasse I 15 Spezifikationen: Bewaffnung: Einsatzstatistik: Animation 3d-Modell japanisches U-Boot I-19 der I-15-Klasse Unterseekreuzer-Klasse I 9 Japanische Unterseekreuzer-KLasse I 9 vom Typ A (Führungsboote), gebaut 1938 bis 1942. Versuche mit den früheren Typ-J-Entwurf führte den Japanern vor Augen, daß es nicht vollkommen zufriedenstellend war, Aufklärung, Angriff und Führung in einem einzigen Entwurf zu vereinigen. Dies führte zum Entwurf von drei Typen, benannt als Typ A für Führungsboote, Typ B für Aufklärung und Typ C für den Angriff. Der erste Entwurf dieser neuen Fern-U-Boote war der Typ A, abgeleitet vom Konzept, welches zur Klasse I 7 (Typ J3) geführt hatte. Die Klasse I 9 war als Führungsboot vorgesehen, welches die Angriffe einer Gruppe von U-Booten koordinieren sollte. Im Gegensatz zur Wolfsrudel-Taktik der deutschen U-Boote, hatte jede Gruppe japanischer Unterseeboote ein zugeteiltes Seegebiet, welche durch das Führungsboot befehligt und koordiniert wurden. Innerhalb des festgelegten Gebietes fuhr jedes U-.Boot der Gruppe alleine und sie wurden nur durch das Führungsboot zusammengezogen, wenn ein feindlicher Flottenverband angegriffen werden sollte. Im Gegensatz zu der Doktrin der anderen Marinen, waren die U-Boote bei den Japanern integrierter Bestandteil ihrer Schlachtflotte. Deshalb war ihre hauptsächliche Aufgabe die Aufklärung für die Flotte, welcher sie zugeteilt waren. Darüber hinaus sollten sie Schiffe der feindlichen Flotte angreifen. Die Möglichkeit, U-Boote zum Handelskrieg einzusetzen, wurde weitgehend ignoriert. Dies führte dazu, daß der Schwerpunkt auf den Bau von großen, schwer bewaffneten Unterseebooten gelegt wurde. Für ihre Rolle als Führungsboot wurde die I 9 Klasse mit einer großen Auswahl an anspruchsvollen Fernmeldeeinrichtungen ausgestattet und verfügte auch über einen Hauptquartier-Stab. Ihre Einsatzzeit auf See wurden von dem Standard von 60 Tagen auf 90 erhöht und ihr Einsatzradius erhöhte sich auf 20.000 Seemeilen bei Überwasserfahrt, während 30 Seemeilen unter Wasser zurückgelegt werden konnten. Die Maschinenanlagen waren ebenfalls stärker, aber durch die größere Wasserverdrängung war die Geschwindigkeit die gleiche wie bei den Typ-J-Unterseebooten. Die Boote dieser Klasse trugen ein Wasserflugzeug und dessen Hangar, welcher teilweise in den Rumpf eingelassen war, und das Katapult befanden sich vor dem Kommandoturm. Die einzelne Kanone war achtern vom Kommandoturm platziert, wo ihr Einsatz nicht vom Flugzeug behindert wurde. Unterseekreuzer-Klasse I 16 Japanische Unterseekreuzer-KLasse I 16 vom Typ C (Angriffsboote), gebaut 1938 bis 1941. Dies war der dritte Typ der Fern-U-Boote, welche die Japaner planten. Dieser Typ C war als Angriffsboot vorgesehen und legte den Schwerpunkt auf eine allumfassende Bewaffnung. Diese Angriffs-U-Boote der I 16 Klasse sollten zusammen mit denen des Typs A und Typ B zusammenarbeiten. Der Entwurf wurde vom Typ KD6 weiterentwickelt und war in vielen Bereichen ähnlich zur Klasse I 15, mit den gleichen Antriebsmaschinen und Leistungsdaten. Ein einzelnes 140-mm-Deckgeschütz wurde eingebaut, aber die Torpedobewaffnung wurde um zwei zusätzliche Bugrohre erweitert, zusammen mit drei zusätzlichen Torpedos. Der freie Platz achtern des Kommandoturm wurde für die Unterbringung von Kleinst-U-Booten verwendet. Fünf Boote wurden bestellt und der neue Entwurf trat während der Jahre 1940 bis 1941 in Dienst. Gegen Ende 1942 wurde I 16 jedoch zu einem Transport-U-Boot umgebaut, wobei die Installation für die Kleinst-U-Boote so abgeändert wurden, daß ein 14 Meter langes Landungsboot mitgeführt werden konnte. Zusätzlich wurden einige der Reservetorpedos entfernt und der Platz für zusätzliche Versorgungsgüter benutzt. Neben diesen Angriffs-U-Booten wurde 1943 bis 1944 noch die verbesserte I 46 Klasse gebaut (drei fertiggestellt) und eine Reihe der Boote des Typs B (Aufklärung) durch den Einbau eines weiteren Deckgeschütz anstatt des Wasserflugzeuges zu Typ C-Booten umgebaut. Transport-U-Boot-Klasse I 361 mehr …

  • Die britische Armee im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918. Uniformen, Organisation, Kommandeure, Heeresstärke und Verluste. Im Jahre 1908 hatten die Briten ihre Armee reorganisiert, wobei die Verbände auf den britischen Inseln in eine Expeditions-Streitmacht aus sechs Infanterie- und eine Kavallerie-Division, zusammen etwa 160.000 Mann, umgewandelt wurden. Diese Streitmacht war in der Lage, sowohl bei Konflikten in den Kolonien oder auf dem europäischen Kontinent eingesetzt zu werden. Die britische Armee Berits im Jahre 1905 begann die Zusammenarbeit mit dem französischen Generalstab, welche aber bis zu Ernennung von Major-General Wilson als Generalstabschef im Jahre 1911 wenig fruchtbar war. In August bewog die Agadir-Krise (deutsche Kanonenboote vor Marokko) Frankreich und Großbritannien zu engerer Zusammenarbeit, sodass die britische Expeditions-Streitmacht fest am linken Flügel der französischen 5. Armee im Kriegsfalle gegen Deutschland eingeplant wurde. Die Royal Navy war zwar strikt gegen eine Verwendung der britischen Armee auf dem Kontinent, konnte jedoch keinen besseren Plan vorlegen als Wilson. Zwar schob der britische Verteidigungsrat die endgültige Entscheidung vor sich her, erlaubte aber dem Kriegsministerium die Planungen zusammen mit den Franzosen fortzusetzen. Als der Krieg im Jahre 1914 ausbrach, brach in Großbritannien jedoch ein Konflikt aus, ob die Expeditionsstreitkräfte nicht doch besser in Großbritannien verbleiben oder wenigstens direkt in Belgien eingesetzt werden sollten, für dessen Garantieerklärung man ja schließlich in den Kampf gezogen war. Zum Glück für die Alliierten waren jedoch die Aufmarsch- und Terminpläne so schwer umzuwerfen, sodass am 6. August die Masse der Streitkräfte wie geplant eingesetzt wurde. Lediglich zwei Divisionen blieben in England zurück. Wenn auch die britische Armee klein war, so war sie dafür gut trainiert und hervorragend ausgerüstet. Während des zurückliegenden Burenkrieges in Südafrika hatten britische Offiziere – im Gegensatz zu ihren Kollegen auf dem europäischen Kontinent – eine realistische Vorstellung von der Feuerkraft moderner Waffen und Taktiken. Zudem bestand die britische Vorkriegsarmee zumeist nur aus freiwilligen Berufssoldaten. Auch die Kavallerie war mit dem besten Armeegewehr der damaligen Zeit, der Enfield, ausgerüstet und verwendete nicht, wie in Europa sonst noch üblich, kurzläufige Karabiner, sodass sie flexibel als mobile Infanterie hätte eingesetzt werden können. Jedoch hatte die Friedenszeit verantwortliche Kavallerie-Offiziere wieder dazu verführt, glamouröse und gleichzeitig sinnlose Attacken reiten zu lassen. Von den deutschen Soldaten als eine ‘Söldner-Armee’ bezeichnet, was für die Briten eher schmeichelhaft war, bestand die britische Armee aus Freiwilligen, welche sich für sieben Jahre Dienstverpflichtet hatten, auf denen noch fünf weitere Jahre in der Reserve folgten. Jedes Bataillon in Großbritannien rekrutierte auch Soldaten für ein anderes Bataillon im britischen Übersee-Reich, sodass seine Männer oft raue Gesellen und ihre Zahl oft knapp war. In den nach Frankreich geschickten Divisionen befanden sich zwar erfahrene Männer, aber sie alle als abgehärtete Profis anzusehen, wäre ein Fehler. Einige waren erst junge Soldaten, andere ältere Reservisten, welche im Zivilleben zu ‘Weicheiern’ geworden waren. In Fortsetzung der alten Tradition in einem modernen Gewand, war die Territorial-Streitmacht und die ‘Yeomanry’ von Haldane 1908 in eine Armee der zweiten Linie aus vierzehn Divisionen reorganisiert worden, welche allerdings weit davon entfernt war, gut ausgebildet oder ausgerüstet gewesen zu sein. Trotzdem stellten sich diese Truppen dann als effektiver als angenommen heraus. Dahinter standen noch die älteren Reservisten und Milizionäre, welche als Ersatzmannschaften oder für die weit entfernten britischen Garnisonen und Verbände in Indien und den Dominions verwendet werden konnten. Mit dem Anwachsen der Armee wurden jedoch immer mehr weniger gut ausgebildete Freiwillige, ältere Reservisten und Truppen aus den Kolonien (zumeist Indien) oder den Dominions (Kanada und Australien) verwendet, was eine Verschlechterung der Qualität zur Folge hatte.   Ihr Oberbefehlshaber, Sir John French, war ein erfolgreicher Kavallerieführer aus dem Burenkrieg, aber mit nunmehr 62 Jahren nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Sir Douglas Haigh, Kommandeur des I. Korps und Generalstabschef von French in Südafrika und Haldanes Assistent während der Reorganisation von 1908, war kompetent, jedoch unflexibel und bewertete die Möglichkeiten der Kavallerie nach althergebrachten Traditionen. Kitchener, nun Kriegsminister, war eine großartige Persönlichkeit für die ganze Nation, hatte Geistesblitze, die fast schon genial waren, aber nur wenig Wertschätzung für Stabsorganisation oder Zivilkontrolle. Im Allgemeinen waren britische Offiziere zwar effizient und ihren Aufgaben zugetan, hatten aber nur einen begrenzten Blickwinkel auf das moderne Kriegsgeschehen. Jedoch hatte ein weit größerer Anteil von ihnen echte Erfahrungen unter realen Kriegsbedingungen sammeln können, als zum Beispiel Offiziere in der französischen oder deutschen Armee. Organisation Infanterie Infanterie-Division Die britische Infanterie-Division stand unter dem Kommando eines Generalleutnants oder Generalmajors. Sie bestand normalerweise aus drei Brigaden mit jeweils vier Bataillonen, drei Feldartillerie-, einer Feldhaubitzen- und einer Schweren Artillerie-Brigade. Eine Munitionskolonne, eine Divisions-Munitionskolonne, zwei Feldkompanien und einer Nachrichtenkompanie, ein Divisionszug, drei Feldambulanzen und ein Pionierbataillon standen zur Unterstützung bereit. Die Pioniere dienten zur Bereitstellung von Arbeitskräften für die Feldkompanien, wurden aber auch als Kampfeinheiten eingesetzt. Gesamtstärke bei der Mobilisierung: 598 Offiziere und 18.077 Unteroffiziere und Mannschaften. Infanterie-Brigade Unter dem Kommando eines Brigade-Generals mit einem Hauptquartier, das aus 4 Offizieren und 20 Unteroffizieren und Mannschaften bestand. Die vier Bataillone hatten eine Gesamtstärke von 120 Offizieren und 3.968 Unteroffizieren und Mannschaften. Infanterie-Bataillon Das Infanterie-Bataillon stand unter dem Kommando eines Oberstleutnants. Es hatte eine konzentrierte Stärke von 1.000 Offizieren und Mannschaften und eine effektive Kampfstärke von etwa 800 Mann. Das Bataillon bestand aus einer Hauptquartier-Kompanie und vier Schützenkompanien, die jeweils von einem Major (in der Praxis wegen der hohen Verlustrate oft nur ein Hauptmann) befehligt wurden. Die Unterstützungsabteilungen bestanden aus Nachrichtenpersonal, Pionieren, Trägern und Provost. Infanterie-Kompanie Befehligt von einem Hauptmann, Leutnant oder Zweiten Leutnant aufgrund der hohen Verlustraten. Sie hatte eine Stärke von 240 Unteroffizieren und Mannschaften, aufgeteilt in vier Züge zu je 60 Mann. Infanterie-Zug Befehligt von einem Unteroffizier, entweder einem Feldwebel oder einem Korporal, und in vier Sektionen zu je 14 Männern eingeteilt. Es gab auch Maschinengewehr-Kompanien und leichte Grabenmörser-Batterien zur Unterstützung. Das Personal beider Einheiten bestand aus Infanteristen, die mit Standardwaffen bewaffnet waren. Bei Ausbruch des Krieges hatte jedes Bataillon seine eigene MG-Abteilung, die aus zwei Maxim-Maschinengewehren bestanden, welche von einem Offizier bedient wurden und zwölf weitere Soldaten hatte. Die Maschinengewehren wurden von Maultieren getragen und die Abteilungen wurde in zwei Gruppen aufgeteilt. Die MG-Mannschaft mussten erfahrene Schützen sein. mehr …

  • KW-1E

    Schwerer KW-Panzer: zum KW-1 und KW-2 bis zum Modell 1942. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. KW-1, KW-2, KW-3 Typ: schwerer Kampfpanzer und Bunker-Knacker Neben dem mittleren Kampfpanzer T-34 und dem leichten Panzer T-40 war der dritte Panzer der neuen Generation russischer Kampffahrzeuge zu Beginn des 2. Weltkrieges der KW-Panzer. Dieser dritte neue Kampfpanzer war als Ersatz für den schweren Panzer T-35 vorgesehen. Entwicklung Seit 1938 wurde dieser neue schwere Kampfpanzer von zwei in Wettstreit stehenden Teams entwickelt. Eines davon war Barykovs OKMO bei der Panzerfabrik Zavod Nr. 185 in Leningrad sowie ein neues Team, welches von Oberstleutnant Zh. Kotin in der ebenfalls in Leningrad befindlichen Kirowskiy-Fabrik geleitet wurde. Kotin war einer der Schützlinge von Tuchatschewski gewesen, hatte aber die Säuberungen überlebt und war der Chef des Entwicklungsbüros der Akademie für Motorisierung und Mechanisierung (AMM) in Moskau vor seinem neuen Auftrag in Leningrad. In seinem Team befanden sich der Veteran unter den russischen Panzer-Entwicklern, N. Tsiets, welcher sich schon für die schweren Panzer T-28 und T-35 verantwortlich zeichnete, sowie mehrere talentierte jüngere Ingenieure wie N. Dukhov, A. Yermolayev und N. Shashmurin. Die Spezifikation für den schweren Panzer forderte einen ‘Panzerabwehr-Kanonen-Zerstörer’ mit 5 Türmen (!) und ausreichender Panzerung, um der 37-mm-PAK auf jede Entfernung und der 76,2-mm-Kanone auf Entfernungen von über 1.200 Metern zu widerstehen. Beide Teams waren gegen die Idee, einen Panzer mit 5 Türmen zu bauen, und so wurde die Anzahl auf drei Stück reduziert, bevor die ernsthaften Arbeiten begannen. Im Mai 1938 wurden auf einer Sondersitzung des sowjetischen Verteidigungsrates die Entwürfe des OKMO-Teams, welcher als T-100 ‘Sotka’ bezeichnet wurde, und der SMK (für S.M. Kirow) des Kotin-Entwickler-Teams vorgelegt. Die Präsentation von Kotin stand dem Drei-Türme-Konzept kritisch gegenüber, was Stalin dazu provozierte, zu einem der Modelle zu gehen und einen der kleineren Türme abzureißen und auszurufen: ‘Wieso sollte ein Panzer zu einem Kaufhaus werden ?’. Nach dieser Vorstellung überarbeiteten beide Büros die Pläne zu einem Panzer mit nur noch zwei Türmen. Die Vorschläge wurden dann in einer Sondersitzung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei im August 1938 vorgelegt, wo sie genehmigt wurden. Kotin und sein Team waren immer noch von dem archaischen Erscheinungsbild des Panzers mit zwei Türmen beunruhigt und sicherten sich die Erlaubnis von Stalin zu, eine weitere Version des SMK-Panzers mit nur einem Turm zu entwickeln. Dieser Entwurf wurde KW-Panzer genannt, nach Stalins persönlichen Freund Klimenti Woroschilow, welcher zu diesem Zeitpunkt Verteidigungsminister war. Grundsätzlich waren T-100 und SMK im Aussehen ähnlich. Jeder der beiden hatte einen Hauptturm mit einer 76,2-mm-Kanone auf einem hohen Ring und davor einen kleineren, tiefer liegenden Turm mit einer 45-mm-Kanone. Der erste Prototyp des T-100 wurde im Mai 1939 fertiggestellt, während die Arbeiten an einem Zweiten fortgesetzt wurden. Der erste SMK-Prototyp wurde im August zusammen mit einem Prototyp für den KW fertig. Sowohl die SMK als auch die KW sollten von dem neuen V-2-Diesel aus den Charkow-Diesel-Werken (Zavod Nr. 75) angetrieben werden. Da aber nicht genügend zur Verfügung standen, verwendete der SMK einen AM-Flugzeugmotor. Der SMK wurde mit der in den Kirowskiy-Werken entwickelten L-11 76,2-mm-Kanone ausgerüstet, während der KW mit einer stärkeren F-32 76,2-mm-Kanone bewaffnet werden sollte, welche vom Grabin-Team der Fabrik Zavod Nr. 92 in Gorki entwickelt wurde. Die F-32 war aber nicht rechtzeitig fertig und so wurde die L-11 an ihrer Stelle eingebaut. Im September 1939 wurden die Prototypen an das NIIBT in Kubinka für Versuche und für Vorführungen vor führenden Partei- und Armee-Mitgliedern geschickt. Es überrascht nicht, dass die KW-Prototypen bei den Fahrversuchen viel besser waren als die SMK oder T-100. Mit dem Ausbruch des Winterkriegs in Finnland wurden die Prototypen an die Front für experimentelle Kampfversuche mit der 20. Schweren Panzer-Brigade, einer Einheit sonst ausgerüstet mit T-28, geschickt. Noch vor dem Abschluss der Kampferprobung in Finnland bestimmte der Verteidigungsrat den KW als neuen schweren Kampfpanzer und begann mit der Planung von dessen Produktion. Während der Kämpfe in Finnland wurde einer der KW-Prototypen beschädigt und der SMK ausgeschaltet, als er über eine größere Mine rollte. Der liegengebliebene SMK wurde von den Finnen fotografiert und der deutsche Nachrichtendienst identifizierte ihn irrtümlich als T-35C. Die Kampferfahrungen in Finnland beseitigten jeden Zweifel an der Zukunft der SMK oder T-100, obwohl Kotin noch die Erlaubnis erhielt, mit den Arbeiten an einem stark modifizierten SMK, dem SMK-2, zu beginnen, welche aber niemals mehr abgeschlossen wurden. Bunker-Knacker KW-2 Eines der wichtigsten Anliegen des Befehlshabers der russischen 7. Armee in Finnland, K. Meretskow, war die Forderung nach einem schweren Panzer mit einer noch größeren Kanone, um starke Bunker der Art auszuschalten, wie sie von seinen Truppen an der Front vorgefunden wurden. Das OKMO-Team entwarf vor seiner Auflösung aus einem T-100-Prototyp hierfür eine Lösung, indem es diesen mit einem festen Überbau mit einer B13 130-mm-Marinekanone umkonstruierte. Das Fahrzeug wurde als SU-100Y bezeichnet. Es wurde zwar nicht zur Herstellung akzeptiert, der Prototyp wurde aber bei der Verteidigung von Moskau im Jahr 1941 eingesetzt. Das Büro von Kotin verwendete einen verlängerten KW-Panzer bewaffnet mit einer 152-mm Br-2-Kanone oder einer 203-mm B-4 Haubitze. Bezeichnet als SU-212 oder Objekt 212, wurden diese aber niemals fertiggestellt. Eine praktischere Lösung für das Ausschalten von Bunkern war der Versuch, eine 152-mm-Haubitze in einem großen Turm auf dem KW-Fahrgestell zu montieren, praktisch als schweres Gegenstück zum BT-7A-Artillerie-Panzer. Diese Artillerie-Version des KW-Panzers wurde schließlich für die Produktion angenommen. Er wurde ursprünglich als ‘Groß-Turm-KW’ bezeichnet, um ihn vom normalen KW-Panzer zu unterscheiden. Schließlich wurden die Panzer als schwerer Kampfpanzer KW-1 und schwerer Artillerie-Panzer KW-2 bezeichnet. Produktion Den Auftrag zur Produktion der KW-Panzer erhielten die Kirowskij-Werke und der Tscheljabinsk-Traktorenfabrik (ChTZ). Bis Ende 1940 hatten die Kirowskiy-Werke 141 KW-1, 102 KW-2 und einen KW-Prototyp (KW-3) hergestellt. Die ChTZ-Fabrik hatte bis dahin noch keine KW-Panzer produziert. KW-3 Im Zuge des Erfolges mit dem KW-1 und dem KW-2 wandte sich das Kotin-Team einer verbesserten Version des schweren Panzers zu – dem KW-3 – sowie zwei überschwere Panzer, dem 108 Tonnen schweren KW-4 und dem 150 Tonnen schweren KW-5. Keines der beiden letzten Projekten kam über die Planungsstudien hinaus. Zwei Versionen des KW-3 wurden untersucht. Das Objekt 220 war ein stark überarbeiteter mehr …

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