Kriegstagebuch 12. August 1917



Ex-Zar Nikolaus auf dem Weg nach Sibirien
Ex-Zar Nikolaus auf dem Weg nach Sibirien, wo die Provisorische Regierung ihn und seine Familie hinschickte.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 12. August 1917:

Heimatfronten


Russland: Der Ex-Zar wird zusammen mit seiner Familie in das Kloster Abalak bei Tobolsk in Sibirien gebracht.

Seekrieg

Nordsee: Der britische Zerstörer Oracle rammt und versenkt U 44 vor der Küste Süd-Norwegens.
Biskaya: 2 französische Zerstörer eskortieren erstmals einen nach Brest laufenden US-Truppenkonvoi.

Luftkrieg

Großbritannien: 11 von 13 losgeschickten Gotha-Bombern greifen Southend mit 21 Tonnen Bomben an. 139 Abfangeinsätze, bei denen ein Gotha-Bomber vom Flugpilot Unterleutnant N. S. Kerby vom Royal Navy Air Service in einer Sopwith Pup abgeschossen wird. 3 weitere Bomber machen Bruchlandungen. Es gibt 44 zivile Opfer und 3 Opfer unter Militärangehörigen.

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Im Blickpunkt:
  • 3d-Modell Bf 110

    Messerschmitt Bf 110 als Zerstörer und Jagdbomber der Luftwaffe. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Messerschmitt Bf 110 Typ: schweres Jagdflugzeug, Zerstörer, Nachtjäger, Jagdbomber. Geschichte Während der 1930er Jahre wurde in Deutschland das Konzept eines zweimotorigen, schwer bewaffneten Hochgeschwindigkeits-Langstreckenjäger geboren. Der Gedanke dahinter war, dass dieser ‘schwere Jäger’ über genügend Leistung und Bewaffnung verfügen sollte, um tief in den feindlichen Luftraum einzudringen, um Langstreckeneinsätze zum Begleitschutz von Bombern oder Langstrecken-Patrouillen fliegen zu können. Die Bezeichnung, welche die eher herausfordernde Spezifikation des Reichsluftfahrtministerium (RLM) für dieses Flugzeug vorsah, war Kampfzerstörer. Diese Spezifikation wurde später durch zwei getrennte ersetzt, wobei aus der einen die Ju 88 hervorging. Der Zerstörer dagegen sollte sowohl Bombenflugzeuge als auch einsitzige Jagdflugzeuge bekämpfen können und die eventuell geringere Wendigkeit durch höhere Feuerkraft ausgleichen. Mit großer Reichweite sollten sie Bomber bei ihren Angriffen aufs feindliche Hinterland begleiten können. Die Messerschmitt Bf 110 wurde ab 1934 entwickelt, um die Zerstörer-Ausschreibung zu erfüllen und der Prototyp Bf 110V1 flog erstmals am 12. Mai 1936. Die Prototypen wurden durch zwei 910-PS DB600-Motoren angetrieben. Erprobt in Rechlin Anfang 1937, erreichte die Bf 110 eine hervorragende Wendegeschwindigkeit von 505 km/h, war aber behäbig zu fliegen und ihre Manövrierfähigkeit lies einiges zu Wünschen übrig. Aber der Mangel an den Motoren führte dazu, dass die ersten vier Vorserienflugzeuge Bf 110A-0 mit zwei 680-PS Junkers Jumo 210Da Motoren ausgerüstet werden mussten. Dies stellte sich als unbefriedigend heraus und es folgte schnell die Bf 110B-0 mit 710-PS Jumo 210G-Motoren nach. Die Bewaffnung der Bf 110A bestand aus vier 7,92 mm MG 17 Maschinengewehren in der Nase und einem MG 15 von gleichem Kaliber im hinteren Cockpit. Als Nächstes folgten 10 Vorserienflugzeuge Bf 110B-0, welche im Frühjahr 1938 mit 670-PS Jumo 210G Motoren fertig wurden. Diese wurden für die Entwicklung der ersten Serienflugzeuge vom Typ Bf 110 B-1 verwendet. Dabei wurde auch die sauber geformte Bugnase eingeführt, worin noch zwei zusätzliche 20-mm MG-FF-Maschinenkanonen untergebracht wurden. Im Gegensatz zu anderen Flugzeugen der deutschen Luftwaffe wurden diese nicht im Spanischen Bürgerkrieg erprobt und stattdessen zu B-2 und B-3 für die Pilotenausbildung umgebaut. Nur insgesamt 45 Flugzeuge der B-Serie wurden gebaut, bevor der 1.100-PS Einspritzmotor DB601A verfügbar und für die nachfolgenden C-Modelle verwendet wurde. Das erste Serienflugzeug Bf 110C-1 flog im Januar 1939 und die C-Serie wurde zum Standard-Zerstörer während der Jahre 1939/40. Die Bf 110C-1 wurde ab April 1939 bei der Luftwaffe eingeführt und bis Ende des Jahres wurden mehr als 300 Exemplare ausgeliefert. Untervarianten beinhalteten die C-2 mit verbesserter Funkausrüstung. C-3 mit verbesserten Maschinenkanonen, C-4 mit verbessertem Panzerschutz für die Besatzung, C-4/B als Jagdbomber, C-5 für Langstrecken-Aufklärungsmissionen und C-7, ebenfalls ein Jagdbomber. Die beiden Jagdbomber C-4/B und C-7 wurden beide von verbesserten 1.200-PS DB601N-Motoren angetrieben. Während des Polenfeldzug sahen die Bf 110C hauptsächlich Einsätze in der Unterstützungsrolle für Bodentruppen. Doch schnell stellte sich das prinzipielle Problem des Zerstörer-Konzepts ein – zumindest für die Typen während der ersten Hälfte des Zweiten Weltkriegs -, dass alle zweimotorigen Jäger nicht schnell und beweglich genug waren, um es selbst nur mit halbwegs brauchbaren feindlichen Jagdeinsitzern aufnehmen zu können. Obwohl der Zerstörer schwer bewaffnet war, konnte er nicht so einfach diese Bewaffnung gegen die beweglicheren feindlichen Jäger zum Einsatz bringen und wurde gewöhnlich ausmanövriert. Dies wurde alarmierend während der Luftschlacht um England vorgeführt, wo die Bf 110C eine einfache Beute für die Supermarine Spitfire und Hawker Hurricane der RAF wurde. Es kam während dieser Luftkämpfe regelmäßig vor, dass die Bf 110C ihrerseits von Bf 109E Jagdeinsitzern eskortiert werden mussten, während von den Bf 110 eigentlich erwartet wurde, die Bomber zu schützen. Nachdem etwa 200 Bf 110C verloren waren, wurde das Scheitern des Zerstörer-Konzepts klar und die deutsche Luftwaffe zog sie von Tageseinsätzen gegen die RAF ab. Es ist interessant festzustellen, dass das Zerstörer-Konzept niemals bei Tageseinsätzen zufriedenstellend angewendet werden konnte – ganz im Gegensatz zur späteren üblichen Verwendung als Nachtjäger. Selbst im späteren Verlauf des Krieges, als noch stärkere Motoren und bessere Flugzeugentwürfe verfügbar waren, war es nicht sonderlich erfolgreich. Wahrscheinlich war der verhältnismäßig noch erfolgreichste zweimotorige Jäger während des Zweiten Weltkriegs die amerikanische Lockheed P-38 Lightning. Obwohl dieses Flugzeug mehrere beachtenswerte Einsätze durchführen konnte, waren die Verluste der P-38 hoch im Vergleich zu anderen alliierten Jägern in der zweiten Kriegshälfte. Sie waren immer besser für schnelle Überfälle und um anschließend genauso schnell zu verschwinden geeignet, als es mit Bf 109 Gustav und Fw 190 im Luftkampf aufzunehmen. Nach dem Abzug von den Begleitschutzaufgaben für die Bomber wurden einige der ersten C-Modelle als Schlepper für Lastensegler – darunter auch die gigantische Me 321 – verwendet. Die Bf 110 C-4/B wurde zur am meisten verwendeten Version der C-Serie und als Jagdbomber bei der Unterstützung vom Unternehmen Barbarossa, dem Angriff auf die Sowjetunion, im Juni 1941 eingesetzt. Das Flugzeug war verhältnismäßig schnell und mit einer 20-mm-Zwillings-Maschinenkanone und vier 7,92-mm-Maschinengewehren nach vorne und einem MG15 nach hinten bewaffnet. Dazu trug sie 500 kg an Bomben. Die C-7 war identisch, hatte aber eine externe Bombenzuladung von bis zu 1000 kg. Wenn auch ihre Leistung als Jäger beschränkt war, wurden die Bf 110 C-4/B und C-7 über der Ostfront als Bodenangriffsflugzeuge verwendet und waren hauptsächlich wegen ihrer guten Bewaffnung sehr effektiv. Dies war auch ihr üblicher Einsatzzweck während des Jahres 1941. Nach den Erfahrungen des Sommers 1940 wurde die Einsatzrolle der Bf 110 weg vom schweren Begleitjäger-Konzept weiterentwickelt. Die nachfolgende Bf 110D-Serie verwendete 1.100 PS DB601A-Motoren und legte den Schwerpunkt des Flugzeuges auf die Rolle des leichten Hochgeschwindigkeits-Bombers und Aufklärungsflugzeug. Zu den Varianten gehörte die D-1/R1 mit Langstrecken-‘Dackelbauch’-Tank, D-1/R2 mit abwerfbaren Zusatztanks, D-2 als Jagdbomber mit bis zu 1.000 kg Bombenzuladung und die D-3 als Langstrecken-Begleitschutz für Schiffskonvois mit Zusatztanks. Bei der D-Serie wurde die schwere Bugbewaffnung aus zwei Maschinenkanonen und vier Maschinengewehren beibehalten. Im Juni 1941 rüstete die Bf 110D-2 das SKG 210 (Schnellkampfgeschwader 210) des II. Fliegerkorps der Luftflotte 2 an der Ostfront aus. Diese Flugzeuge wurden für Hochgeschwindigkeits-Bombenangriffe auf Bodenziele und Flugplätze weit in den feindlichen Luftraum hinein eingesetzt. In dieser neuen Rolle waren sie erfolgreich und ihre schwere Bewaffnung aus Maschinenkanonen machte sie mehr …

  • Ribbentrop verkündet Russland-Krieg

    Wieso griff Hitler Russland an ?. Angesichts der nachfolgenden Ereignisse erscheint Hitlers Entschluss, Russland anzugreifen, als purer Wahnsinn. Bereits Napoleon hatte in dem Feldzug von 1812 den Beginn seines unrühmlichen Endes gefunden. War das gewagte Spiel die Folge des illusorischen Gefühls der Unfehlbarkeit, die der triumphale Sieg über Frankreich erzeugte ? Bildete diese Entscheidung das finale Ende einer von Grund auf unlogischen Ideologie, eines irrationalen Wahns, der sich die Vernichtung des ‘jüdischen Bolschewismus’ zum Ziel gesetzt hatte ? Wieso griff Hitler Russland an ? Im Juni 1941 drangen deutsche Truppen nicht zum ersten Mal nach Russland vor. Bereits im 1. Weltkrieg wurden große Teile des Landes bis zum Kriegsende erobert und besetzt und das Bild, das die Deutschen aus dieser Zeit gewannen, war nicht besonders positiv. Der damalige deutsche Generalstabschef Ludendorff stand Anfang der Zwanziger Jahre in engen Kontakt zu Hitler und hatte bis zum Fiasko des Münchener Putsches (1923) Einfluss auf dessen Russland-Bild. Bereits in ‘Mein Kampf’ (1926) schreibt Hitler: ‘Damit ziehen wir Nationalsozialisten bewusst einen Strich unter die außenpolitische Richtung unserer Vorkriegszeit. Wir setzen dort an, wo man vor sechs Jahrhunderten endete … wir weisen den Blick nach dem Land im Osten’. Das ‘Lebensraum’-Konzept war geboren. Hitler besaß ein hoch entwickeltes Gespür für die Schwächen der anderen. Die außenpolitischen Erfolge, die er vor 1939 erzielte, beruhten hauptsächlich auf der Intuition des Tyrannen sowie der instinktiven Bereitschaft des Glücksspielers, große Risiken einzugehen. Im August 1939 schloss Hitler mit atemberaubendem Zynismus (in dem ihm Stalin in nichts nachstand) mit seinem eigentlich ‘ideologischen Erzfeind’, der Sowjetunion, einen Nichtangriffspakt. Doch nur wenige Tage vor diesem dramatischen Schritt äußerste er gegenüber dem Hohen Kommissar des Völkerbundes in Danzig, Carl Burckhardt, dass ‘alles, was ich unternehme, gegen Russland gerichtet ist. Wenn der Westen zu dumm und zu blind ist, um dies zu begreifen, werde ich gezwungen sein, mich mit den Russen zu verständigen, den Westen zu schlagen und dann nach der Niederlage mich mit meinen versammelten Kräften gegen die Sowjetunion zu wenden’. Am 6. Juli 1940 kehrte Hitler nach dem Sieg im Westen im Triumph nach Berlin zurück. Es war der grandioseste Empfang, der ihm jemals bereitet wurde. Nur noch Großbritannien schien dem endgültigen Sieg im Weg zu stehen. Doch Hitlers Militärberater und sogar der Diktator selbst waren sich keineswegs sicher, dass der britische Widerstand so schnell zu brechen sein würde, zumal sich hinter Großbritannien der drohende Schatten der USA erhob. Die untergründige Furcht wurde zwar selten ausgesprochen, war aber gleichwohl vorhanden: Sollten die Vereinigten Staaten ihre gewaltige Macht und ihren Reichtum mobilisieren und wie 1917 in den Krieg eintreten, würden die Chancen für einen deutschen ‘Endsieg’ schlagartig sinken. Mit anderen Worten, die Zeit war wieder einmal nicht aufseiten Deutschlands. Das Risiko wäre beim Warten größer als beim Handeln, erklärte Hitler, was auch seine Spieler-Mentalität verstärkte. Schon eine Stunde nach seiner Reichstagsrede vom 19. Juli 1940, in der Hitler Großbritannien zum Frieden aufforderte, erfuhr er aus den ersten Presseberichten von der frostigen Reaktion Londons auf seinen ‘Appell an die Vernunft’. Am 22. Juli gab der britische Außenminister Lord Halifax in einer Rundfunkansprache bekannt, was Hitler bereits wusste: daß das Empire die Möglichkeit eines Verhandlungsfrieden nicht in Erwägung ziehe und zum Kampf entschlossen sei. Bereits einen Tag vor Halifax Rede hatte Hitler die kategorische Ablehnung seines ‘Appells’ akzeptiert und vor den Oberbefehlshabern der Wehrmacht erstmals über die Möglichkeit gesprochen, noch im selben Herbst die Sowjetunion anzugreifen. Am 31. Juli 1940 teilte er der erstaunten Generalität mit: ‘Ist aber Russland zerschlagen, dann ist Englands letzte Hoffnung getilgt. Der Herr Europas und des Balkans ist dann Deutschland. Entschluss: Im Zuge dieser Auseinandersetzung muss Russland erledigt werden, im Frühjahr (Mai) 1941.’ Dies war die am weitesten reichende Entscheidung des 2. Weltkrieges. Und sie war ohne direkte Not gefällt worden, also keineswegs, um einem unmittelbaren Angriff der Sowjetunion zuvorzukommen. Diese Rechtfertigung wurde erst später vorgeschoben, selbst Hitler hatte noch zehn Tage zuvor festgestellt, dass Russland keinen Krieg mit Deutschland wolle. Aber genauso wenig hatte das Militär oder eine andere Lobby der deutschen Machteliten diesen Angriff gefordert. Vielmehr hatten Oberbefehlshaber und Generalstabschef des Heeres noch am Tag zuvor gefordert, ‘dass man besser mit Russland Freundschaft hält’. Das Wirtschaftsministerium machte Hitler jedoch darauf aufmerksam, dass man sich für einen langen Krieg gegen Großbritannien und womöglich auch gegen die USA wappnen müsse – und das man dazu weit mehr brauche als man gegenwärtig aus der Sowjetunion nach dem Hitler-Stalin-Pakt an Lebensmitteln und Rohstoffen erhalte. Sich in zunehmende Abhängigkeit von der Sowjetunion zu begeben war für Hitler unannehmbar. Er pflichtete Wirtschaftsminister Funk darin bei, dass der großdeutsche Wirtschaftsraum nicht von Kräften und Mächten abhängig werden dürfe, auf die man keine Kontrolle habe. Diese Ansicht wurde in führenden Kreisen von Wehrmacht, Wirtschaft und Bürokratie geteilt, weshalb der Angriff auf die Sowjetunion in diesen entscheidenden Kreisen auf keinen großen Widerstand treffen konnte. Auch in der Wehrmachtführung stieß Hitlers einsamer Entschluss nicht auf entschlossenen Widerspruch. Tatsächlich hatte der Generalstab des Heeres, das Kommende schon ahnend, Machbarkeitsstudien schon Wochen zuvor angefertigt. Die Militärführer waren sich der strategischen Lage ebenso bewusst wie Hitler. Sie nahmen an, dass Großbritannien weder durch eine Invasion noch durch Bombenangriffe in die Knie gezwungen werden könne. Sie entwarfen allerdings auch keine eigene Strategie, wie der endgültige Sieg errungen werden könnte. Darüber hinaus unterschätzten sie wie Hitler die Rote Armee erheblich, insbesondere nach den dürftigen Leistungen im Winterkrieg gegen Finnland. Der geplante, nur kurz zu dauernde Ostfeldzug versprach nicht nur die Hegemonie auf dem europäischen Kontinent, sondern auch den endgültigen Sieg in diesem Krieg. Danach würde irgendwann in der Zukunft die Auseinandersetzung mit den USA folgen. Ideologie und militärstrategische Überlegungen standen in Hitlers Vorstellung über den Angriff auf die Sowjetunion nicht in Widerspruch zueinander. Vielmehr gingen sie Hand in Hand. Teil II: Hatte Hitler Alternativen zum Russland-Feldzug ?

  • Lee-Enfield Rifle No.4 Mark 1

    Das Standard-Gewehr der englischen Infanterie im Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.   Lee-Enfield Gewehre Rifle No.1 Mk III Im späten 19. Jahrhundert übernahm die Britische Armee das Magazin- und Riegelverschluss-System für ihre Gewehre, welches vom amerikanischen Ingenieur James Lee entwickelt wurde. Nach einem langen Prozess mit eigenen, englischen Verbesserungen und Versuchen führte dies zu der Serie von Infanterie-Gewehren, welche als Lee-Enfield bekannt wurden. Der Teil von Enfield im Waffenname kommt von der in der britischen Grafschaft Middlesex gelegenen staatlichen Waffenfabrik Royal Small Arms Factory in Enfield Lock. Diese Waffenserie führte im Jahr 1907 zu einem neuen Entwurf, der Short Magazine Lee-Enfield (SMLE), einem Gewehr dessen Länge zwischen den bisherigen, normalen Infanterie-Gewehren und dem Karabiner der Kavallerie lag. Die SMLE war somit eine weitere Schusswaffe der neuen Generation, welche für alle Waffengattung von der Infanterie bis zur Kavallerie vorgesehen war. Die ersten SMLE-Gewehre hatten einen schweren Stand im Truppengebrauch, aber ständige Verbesserungen und einige Modifikationen lösten die Probleme. So wurde die SMLE im Jahr 1914 als Standardwaffe vom BEF nach Frankreich mitgenommen und wurde zu diesem Zeitpunkt als Rifle No. 1 Mk III bezeichnet. Dieses Gewehr entwickelte sich dabei zu einem weiteren Kandidaten für das ‘beste Infanterie-Gewehr aller Zeiten’. Es war eine vollbestückte Waffe mit einer stummelförmige Anpassung an der Mündung um das lange Messerbajonett zu befestigen. Der Verschluss bestand aus einem Drehriegel-Verschluss und benutzte Ohrverriegelungs-Laschen im Gegensatz zu den vorderen Verriegelungslaschen des Mauser-Systems. Theoretisch bedeutete dies, dass das Lee-System weniger sicher war als das Mauser-System, aber im Einsatz verursachte es keinerlei Probleme, und die reibungslose Funktion des Lee-Enfield-Mechanismus machte das britische Gewehr einfach und extrem schnell beim Abfeuern von Schüssen. Das abnehmbare Kastenmagazin vor der Abzugsgruppe fasste zehn Schuss, was der doppelten Kapazität vieler seiner Zeitgenossen entsprach. Es gab auch eine Ausschaltvorrichtung, welche alle Patronen im Magazin hielt, während der Schütze einzelne Patronen per Hand in die Kammer einführen konnte. Diese Einrichtung war dafür gedacht, das volle Magazin nur zu verwenden, wenn es unbedingt nötig war. Die wichtigsten Visiere waren vom Rampentyp und auf weit über 1.000 Yards (914 m) kalibriert. Dazu befand sich auf der linken Seite des Gewehrschaftes ein eigentümliches Fernvisier, das dazu diente, wirklich weitreichendes Flächenfeuer zur Abdeckung eines Schussfeldes zu ermöglichen. Es wurde nur unter sorgfältiger Kontrolle eingesetzt, wenn Salvenfeuer verwendet werden sollte. Das Lee-Enfield-Gewehr No. I Mk III war zwar ein exzellentes Gewehr für den Truppengebrauch, aber seine Herstellung war teuer und zeitaufwendig, denn schließlich musste alles maschinell oder von Hand gefertigt werden. Als die Kämpfe zum Stellungskrieg in den Schützengräben übergegangen waren, wurde eine immer größere Anzahl von Gewehren benötigt. So wurden einige Abstriche an der Serienausführung des Gewehres bei der Produktion vorgenommen, darunter die Entfernung des Magazinausschnitts und das Fernvisier. Das Ergebnis war die Rifle No. 1 Mk III* und diese Waffe wurde damit praktisch zum Standardgewehr der britischen Armee im Ersten Weltkrieg. Es wurde in Zehntausenden von Exemplaren nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern auch in Indien und Australien (wo es bis 1955 produziert wurde) hergestellt. Es handelte sich um ein robustes und solides Gewehr, das den Beanspruchungen der Kämpfe in den Schützengräben gut widerstehen konnte. Um seinen Nutzen zu erhöhen, wurden alle möglichen Vorrichtungen erfunden, von Periskop-Visieren bis hin zu Granatwerfern. In den Händen eines voll ausgebildeten Soldaten war es in der Lage, hohe Schussraten zu erzielen. Dabei wurde eine Feuerrate von 15 Schuss pro Minute als Norm angenommen und ausgebildete Soldaten konnten weitaus mehr Schüsse abgeben. Bei Mons im Jahr 1914 dachten die beteiligten deutschen Truppen zeitweise, sie hätten es mit Maschinengewehren statt mit Gewehren beim Gegner zu tun. Dies war aber nicht der Fall, denn es war einfach nur das massenhafte Schnellfeuer, das die hervorragend ausgebildeten Soldaten des BEF mit ihrer No. 1 Mk III Lee-Enfield-Gewehren voll ausnutzen wussten. Lee-Enfield Rifle No.4 Mark 1 Typ: Infanterie-Gewehr. Geschichte Das bekannte Lee-Enfield Gewehr begann seinen Dienst bei der englischen Armee im Jahr 1895 und es erschienen rund 27 verschiedene Modelle, bevor er durch eine automatische Waffe 1957 ersetzt wurde. Das bekannteste Modell war wohl Mark 3, genannt “Short” (englisch: kurz) Lee Enfield, weil es eine neue Idee für eine Militär-Waffe war. Vor seiner Einführung (1903) war es üblich, zwei Gewehre in einer Armee zu haben: eine lange Waffe für die Infanterie und einen kurzen Karabiner für die Kavallerie und andere berittene Truppen, wie Pioniere und Artilleristen. Die ‘kurze’ Lee Enfield war kürzer als ein normales “lange” Infanterie-Gewehr, aber länger als ein Karabiner, und somit war es möglich, eine einheitliche Waffe für die gesamte Armee zu haben. Als Mark 3 bezeichnet, gab es aber auch einige Nachteile an dem Gewehr. Der wichtigste war, dass die Herstellung viel Zeit kostete und anspruchsvoll war. Eine andere wichtige Beschwerde ihrer Benutzer war, dass das Gewehr aufgrund seines Abzuges nicht schnell im Kampf gehandhabt werden konnte. Deshalb begannen direkt nach dem Waffenstillstand des 1. Weltkrieges (1918) Versuche, die Vorzüge des Lee-Enfield Gewehres, wie Robustheit, Feuergeschwindigkeit und Zuverlässigkeit beizubehalten, aber die Nachteile zu beseitigen. Nach zwei nicht übernommenen Entwürfen wurde die Lee-Enfield No.4 Mark 1 das englische Standard-Gewehr des 2. Weltkrieges. Das Gewehr war ähnlich dem älteren, es gab aber viele kleine Veränderungen, welche die Produktion vereinfachten. Es wurde erstmals 1939 verwendet, aber nicht vor dem 13. Februar 1941 offiziell das Standard-Infanteriegewehr. Weit über eine Million Lee-Enfield No.4 Mark 1 wurden während des Zweiten Weltkrieges hergestellt, und zwar in England, Kanada und den USA. Das Lee-Enfield Gewehr war zwar etwas ungenau bei Schussentfernungen von 1000 m, was aber in der Praxis auf dem Schlachtfeld überhaupt keine Bedeutung hatte. Wesentlich wichtiger war die Eigenschaft, dass hinsichtlich der leichten Funktion seines Schlosses, bis zu 10 Schüsse in 10 Sekunden abgefeuert werden konnten. Das zeigte sich vor allem im 2. Weltkrieg bei den Kämpfen um jedes einzelne Haus in Ortschaften. Dabei wurde das Gewehr mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand in Hüfthöhe gehalten, die um den Kammerstängel fassten, während der Mittelfinger am Abzug lag und ihn durchdrückte, um den Schuss zu feuern. Ein kurzer Ruck aus dem Handgelenk, schon war das Gewehr wieder gespannt, mehr …

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