Kriegstagebuch 12. September 1917



Italienische Gefallene.
Italienische Gefallene.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 12. September 1917:

Südfronten


Italienische Front: Italienische Verluste seit 10. August auf dem Rekordstand von bisher 166.000 Mann (davon 18.000 Kriegsgefangenen), die österreich-ungarischen Truppen haben ca. 85.000 Mann verloren (davon 29.000 Kriegsgefangene).
Albanien: Der französische Vorstoß endet nach 32 km und der Einbringung von 414 österreich-ungarisch-bulgarischen Kriegsgefangenen und 4 erbeuteten Kanonen für 175 Mann Verluste. Es ist der einzig wirkliche alliierte Erfolg auf dem Balkan 1917. Essads Albaner kehren am 20. September mit 156 österreich-ungarischen Kriegsgefangenen von einem Überfall auf das Skumbi-Tal zurück.

Seekrieg

Ostsee: Die Deutschen bereiten sich darauf vor, die Inseln im Golf von Riga durch amphibische Operationen zu erobern; die OHL genehmigt dies am 18. September. Die Hochseeflotte schickt dafür 2 Schlachtgeschwader (10 Schiffe), den Schlachtkreuzer Moltke, die 2. Aufklärungsgruppe (leichte Kreuzer) und 5 Zerstörerflotillen (47 Schiffe). Russische Kriegsschiffe beschießen deutsche Küstenbatterien an der Kurlandküste. 19 deutsche Trawler jagen das britrische U-Boot E9 vor Pommern, nachdem letzteres 2 Handelsschiffe verfehlt hat (ein weiteres wird am 13. September verfehlt).
Mittelmeer: ​​Die Fiktion von U 35, U 38 und U 39 wird auf österreich-ungarischen Wunsch hin beendet, als diese nun offiziell unter österreich-ungarischer Flagge laufen.
Nordatlantik: Das britische U-Boot D7 versenkt U 45 nördlich von Irland.

Politik

Frankreich: Painieve neuer französischer Ministerpräsident mit Ribot als Außenminister.

Neutrale

Argentinien: Graf Luxburg werden seine Pässe übergeben. Das argentinische Parlament stimmt am 19. und 25. Sewptember darüber ab, die Beziehungen zu Deutschland trotz der Entschuldigung vom 17. September zu beenden, aber der Präsident legt sein Veto ein.

Besetzte Gebiete

Polen: Die Mittelmächte gewähren eine vorübergehende Verfassung einschließlich des Regentenrats. Die Gerichtsbarkeit war bereits am 1. September übertragen worden.

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Im Blickpunkt:
  • Forschungsmenü in Call of War.

    Führe als Staatschef die Nation im gratis Browser-Strategiespiel Call of War durch die Wirren des Zweiten Weltkrieges und des beginnenden Atomzeitalters und Kalten Krieges. Call of War In einer Standard-Partie des gratis Browser-Strategiespiel Call of War führt man – oberflächlich erst einmal ähnlich wie in dem schon vorgestellten Supremacy 1914 in der Zeit des 1. Weltkrieg – eine Nation durch das Zeitalter des 2. Weltkrieg und des beginnenden Kalten Krieges mit Atomwaffen und Raketen. Allerdings kommt Call of War mit einigen Neuerungen, Veränderungen und ansprechenderer Grafik daher – und auch das Management der Streitkräfte, Wirtschaft und die Schlachten in Echtzeit ist übersichtlicher und mit weniger Aufwand für den Spieler verbunden im Vergleich zu Supremacy 1914. Dazu gibt es wesentlich mehr unterschiedliche Einheiten, welche erforscht werden können. https://youtu.be/B0ST8DgkMgs Spielkarte Die Spielkarte erstreckt sich vom östlichen Nordamerika (Kanada bis Kuba) bis in den Nahen Osten und von Grönland und dem Nordkap nach Süden bis in die nordafrikanische Wüste. Die Staaten entsprechen nicht immer den historischen Gegebenheiten und wurden so angepasst, dass sie etwa gleichstark sind. Einige Großmächte (wie USA und Sowjetunion) wurden in mehrere Staaten aufgeteilt, dagegen einige kleinere Staaten zu einem Großstaat zusammengelegt (wie etwa ‘Großrumänien’ auf dem Balkan). Alle 22 Spieler-Staaten starten mit 20 sogenannten ‘Kern-Provinzen’. Kern-Provinzen sind Provinzen mit nationaler Bevölkerung und produzieren Geld, Arbeitskräfte/Rekruten und einige davon Rohstoffe zu 100 %, während andere Provinzen als ‘besetzte Gebiete’ gelten und maximal 25 % davon produzieren. An dieser Stelle fängt auch schon die Optimierung und Vereinfachung des Spielprinzips von Call of War gegenüber Supremacy 1914 an: während der Spieler in Supremacy 1914 später zahllose Provinzen ständig überwachen und ausbauen muss, genügt es eigentlich in Call of War sich auf die Kernprovinzen zu konzentrieren, da der Ausbau der anderen Provinzen sich nur in den seltensten Fällen wirtschaftlich lohnt. Auch sind diese ‘Kern-Provinzen’ auch diejenigen Gebiete, deren Verteidigung existenziell wichtig ist. Alle anderen Provinzen werden nur für geringfügige Ergänzungen fehlender Rohstoffe, als Stützpunkte für Häfen und Flugplätze und im Wesentlichen für die Sammlung der benötigten Siegpunkte zum Sieg in der Partie benötigt. Nebenbei bemerkt hat jede Provinz nun auch ein bestimmtes Gelände (Flachland, Berge, Wälder, Städte), welcher unterschiedlichen Einfluss auf die Bewegungsgeschwindigkeit und Kampfleistungen der verschiedenen Einheiten hat. Einheiten In Call of War gibt es auch vielmehr unterschiedliche Einheiten als in Supremacy 1914, welche erforscht und weiterentwickelt werden müssen. Da dies nicht unbegrenzt möglich ist (es können nur zwei Forschungen gleichzeitig laufen), muss man sich auf Schwerpunkte konzentrieren. Neben Infanterie gibt es Miliz, motorisierte Infanterie und mechanisierte Infanterie (in Schützenpanzern). In der Kategorie Fahrzeuge gibt es Panzerwagen, Leichte Panzer, Mittlere Panzer, Schwere Panzer, Pak-Geschütze, Artillerie, Panzerhaubitzen, Flugabwehrgeschütze und Flak auf Selbstfahrlafetten. Bei den Flugzeugen gibt es Abfangjäger, Taktische Bomber, Strategische Bomber und Marinebomber. Bei den Seeeinheiten gibt es Zerstörer, Unterseeboote, Kreuzer, Schlachtschiffe und Flugzeugträger. Schließlich bei den Geheimwaffen Raketen, Raketenjäger, Eisenbahn-Ferngeschütze, Kommando-Einheiten, Kernenergie, Atombomben, Atombomber sowie Atomraketen und atomar angetriebene Schlachtschiffe, U-Boote und Flugzeugträger. Alle sind für alle Nationen identisch und gleichermaßen entwickelbar. In diesem Bereich ist Call of War wesentlich komplexer als Supremacy 1914, da eine vorausschauende Entwicklung der vermutlich am meisten benötigten Einheiten unumgänglich ist. Auch gibt es ein ‘Schere-Stein-Papier’-Prinzip, sodass bestimmte Einheiten sehr zweckmäßig sind, wenn der Gegner sich mehrheitlich auf einen bestimmten Einheiten-Typ spezialisiert hat. So wirkt eine gute Panzerabwehr insbesondere bei geeignetem Gelände oder mit ausgebauten Stellungen heftig auf angreifende, feindliche Panzerverbände ein und ist auch ökonomischer – allerdings wenig für den Angriff geeignet. Kommando-Einheiten sind bestens für die Verteidigung und dem Angriff im Gebirge geeignet, während mittlere Panzer die beste Angriffseinheit für die Landkriegsführung sind, solange man nicht in Städten kämpfen muss und auf befestigte Pak-Stellungen trifft. Taktische Bomber können Bodentruppen ohne Luftdeckung durch Jäger oder Flak zerschlagen, während Marinebomber neben feindlichen Überwasserschiffe auch U-Boote entdecken und bekämpfen können. Schließlich gibt es noch Atombomber zu erforschen, die ganze Städte in Schutt und Asche legen können. Als steigerungsfähige Alternative gibt es auch Marschflugkörper (V-1) und Raketen (V-2), welche schließlich in einer nicht durch Jäger abfangbaren Atomrakete gipfeln. Provinzausbau Der Provinzausbau gestaltet sich – wie schon erwähnt – auch einfacher und übersichtlicher als bei Supremacy 1914. Das am rechten Rand ausklappbare Provinzverwaltungsmenü zeigt übersichtlich die jeweiligen Siegpunkte, Moral, Rohstoffe (einschließlich Produktionsmenge), Arbeitskräfte, Gebäude (sortiert und aktivierbar bzw. deaktivierter) sowie im Bau befindliche Gebäude und Einheiten an. Diese Tabelle lässt sich beliebig sortieren und da sowieso nur die eigenen Kern-Provinzen, zuzüglich einige womöglich besetzte Provinzen mit doppelter Produktionsmenge oder wichtige Stützpunkte, Befestigungen oder frontnahe Produktionsgebiete wichtig sind, lässt sich hier alles bequem überblicken und steuern. Zudem kann auch jede Provinzstadt auf der Karte angeklickt werden und dort Konstruktionen von Gebäude, Produktion von Einheiten oder Aufträge für Spione bestimmt oder überprüft werden. Diplomatie, Bündnisse, Koalitionen In Call of War können auch offizielle Koalition gebildet werden. Dies beinhaltet eine aufgedeckte Karte für die Mitglieder, welche alle Aufklärungsergebnisse und Einheiten ihrer Verbündeten sehen können, über befreundetes Gebiet marschieren und zusammen kämpfen können. Es ist auch hier von besonderer Bedeutung, seine Nachbarn aufmerksam zu beobachten. Zu einem um Gelegenheiten beim Schopf zu packen, wenn Spieler ihre Nation nur unzureichend führen oder ganz aufgeben. Die Mehrzahl der 22 Spieler einer Partie gibt tatsächlich schnell auf oder steigt erst gar nicht richtig in die Partie ein, dafür kämpfen aber die verbleibenden Teilnehmer zumeist umso hartnäckiger um den Sieg in einer spannenden Partie. Die Nationen von Spielern, welche nicht mehr aktiv sind, werden von einer relativ starken KI geführt, ebenso wie die zahlreichen zu Beginn vorhandenen kleineren Staaten – welche aber zumeist die erste Beute der aktiveren Spieler werden. Spiele Call of War Auch Call of War läuft den ganzen Tag in Echtzeit, sodass man sich in regelmäßigen Abständen einloggen sollte, um seinen aktuellen Status und die Lage zu überprüfen und entsprechende neue Aufträge an seine Einheiten, Provinzen und Fabriken zu erteilen. Grundsätzlich ist das Echtzeit-Strategiespiel kostenlos, aber es gibt eine ‘In-Game’-Währung Gold, mit der Spieler, welche sich nicht so oft einloggen können, diese Nachteile z.B. durch Beschleunigung beim Bau oder Forschung oder bei der Anhebung der Moral wieder ausgleichen können. Bei Call of War gibt es mehr …

  • Albatros D.III

    Albatros D.I bis D.V, deutsches Jagdflugzeug aus dem Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Albatros D.I, D.II., D.III, D.V und D.Va Typ: Jagdflugzeug. Geschichte der Albatros-Jäger Albatros D.I und D.II Hauptsächlich wegen der britischen Airco D.H.2 und der französischen Nieuport XI konnten die Alliierten im späten Frühjahr 1916 mit den deutschen Fokker E Eindeckern gleichziehen. So benötigten die Deutschen eindeutig ein neues Jagdflugzeug, falls sie wieder die Luftüberlegenheit des vergangenen Winters haben wollten. Einige vorläufige Doppeldecker waren zwar erschienen, welche eine Bewaffnung aus zwei nach vorne feuernden Maschinengewehren hatten, aber im Allgemeinen verursachte das zusätzliche Maschinengewehr mit seiner Munition einen starken Abfall in der Leistung. Eindeutig wurde mehr Motorleistung und eine stärkere Bewaffnung benötigt. Bei den Albatros-Werken entwickelte ein Team unter Diplom-Ingenieur Robert Thelon einen Prototyp, welcher im August 1916 unter der Bezeichnung Albatros D.I erschien. Dieser war mit einem 7,92-mm-Zwillings-Spandau-Maschinengewehr bewaffnet und wurde von einem 160 PS starken Mercedes-D.III-Motor angetrieben. Der Albatros D.I war das erste deutsche Jagdflugzeug mit einer Bewaffnung aus zwei Maschinengewehren, welches nicht gleichzeitig unter einem entsprechenden Leistungsverlust litt. Das Flugzeug wurde schnell in die Produktion übernommen, nahezu unverändert vom Prototypen, mit Ausnahme der Anbringung eines hornförmigen, ausgeglichen Höhenruders. Zwar war es weniger manövrierfähig als der Fokker-Eindecker, aber dieser Umstand wurde mehr als ausgeglichen durch die größere Geschwindigkeit, Steigleistung und Feuerkraft. Die Truppeneinführung der Albatros D.I fiel mit einer Reorganisation der deutschen Flieger in Jagdstaffeln zusammen. So fand der erste Einsatz von mit Albatros D.I ausgerüsteten Jastas im September 1916 statt. Im Dezember befanden sich 50 D.I im Dienst an der Front. Zu diesem Zeitpunkt wurden sie aber in der Produktion durch die Albatros D.II abgelöst, welche im Oktober 1916 in Dienst gestellt wurde. Der größte Nachteil der D.I war die eher schlechte Sicht nach vorne im Cockpit und die D.II behob dieses Problem durch eine reduzierte Lücke zwischen dem Rumpf und dem oberen Flügel und einer ausgebreiteten N-förmigen Cabane-Verstrebungen. Weitere Verbesserungen waren der Ersatz der Seitenkühler der D.I mit einem bündig angebrachten Flügelkühler. Im Januar 1917, dem Höhepunkt ihrer Einsatzstärke, befanden sich 214 Albatros D.II an der Front, wo ihre Leistung und Feuerkraft kräftig dabei half, die Luftüberlegenheit wieder zu Deutschlands Gunsten zu verschieben. Die Albatros D.II wurde ihrerseits durch die spätere und noch bessere D.III abgelöst und bis zum Mai 1917 hatte sich ihre Zahl an der Front genau halbiert und bis November 1917 gab es dort von der D.I und D.II zusammen nur noch zwanzig Stück. Die deutsche Produktion der D.II erfolgte auch durch die Firma L.V.G. und weitere zwanzig D.II wurden auch für die österreich-ungarischen Luftstreitkräfte durch Oeffas als die Serie 53 mit einem 185-PS-Austro-Daimler-Motor gebaut. Nach dem Ende des Krieges wurden alle Albatros-Typen umbenannt, um die Waffenstillstandsbedingungen zu umgehen. So wurde die D.I zur L.15 und die D.II zur L.17. Blutiger April 1917 Die vier Monate heftiger Luftkämpfe zu Beginn des Jahres 1917, welche im April ihren Höhepunkt erreichten und bei den Briten als ‘Bloody April’ (‘Blutiger April’ oder ‘Verdammter April’) bezeichnet wurden, machten klar, dass zahlenmäßige Überlegenheit im Luftkrieg nur wenig bedeutet, wenn der Gegner technologisch überlegen ist. Die Luftkämpfe, die den April 1917 eröffneten, setzten sich den ganzen Monat über ohne Unterbrechung fort. Die mit Zwillings-Maschinengewehren bewaffneten Albatros richtete bei den mit nur einem Maschinengewehr ausgerüsteten alliierten Jägern und den veralteten Aufklärungsflugzeugen große Verluste an. Gordon Taylor, ein Pup-Pilot des RCF (Royal Flying Corps), hatte einige Wochen nach dem ‘Bloody April’ die Gelegenheit, eine erbeutete Albatros D.II zu fliegen. Er hielt die Albatros für ‘eine Kriegsmaschine und eine Waffe von rücksichtsloser Effizienz’, während er seine Sopwith Pup für nach dem Krieg als geeignet für ein Sportflugzeug ansah. Die Pup konnte die Albatros zwar ausmanövrieren, aber die Albatros hatte die doppelte Feuerkraft und die doppelte Motorleistung, und da sie schneller war und besser steigen und stürzen konnte als die Pup, hatte sie normalerweise die Initiative. Die Albatros konnte den Kampf auch jederzeit abbrechen, wenn eine Pup den taktischen Vorteil hatte. Unter den britischen Jägern mussten die Nieuport XI besonders schwere Verluste hinnehmen, denn in zwei Wochen verlor alleine die 60. Squadron (Staffel) 13 Piloten. Innerhalb der ersten vier Tage der Luftoffensive verlor das RFC 75 Flugzeuge im Kampf und weitere 56 Flugzeuge bei Unfällen. Squadron-Commander Sholto Douglas erinnerte sich, dass seine Einheit, die 43. Squadron, im April bei Einsätzen mit der Sopwith 1 1/2-Strutter mehr als 100 Prozent Verluste hinnehmen musste. 32 Piloten und Bordschützen hatte die Staffel, 35 gingen verloren. Ersatzleute kamen gerade noch rechtzeitig, um abgeschossen zu werden. Nur sechs oder sieben der ursprünglichen 32 Mitglieder einer Staffel überlebten den April. Es mussten so viele Begleitjäger gestellt werden, nämlich mindestens fünf für ein Aufklärungsflugzeug, dass die nominelle zahlenmäßige Überlegenheit des RFC zunichtegemacht wurde. Die britischen Verluste waren schwerwiegend: 245 Flugzeuge gingen direkt durch Kampfhandlungen verloren, 211 Flugzeugbesatzungen wurden getötet, vermisst oder verstarben an ihren Verwundungen, 108 gerieten in Gefangenschaft und 116 wurden im Kampf verwundet. Im Vergleich dazu verlor die RFC in den viereinhalb Monaten während der Somme-Schlacht zwischen dem 1. Juli und dem 22. November 1916 499 Flugzeugbesatzungen. Die britische Luftwaffe gab zwar nie auf, aber Ende April 1917 war die Moral der Royal Flying Corps auf dem Tiefpunkt. Albatros D.III Der erste der Albatros-Jäger mit V-Verstrebung war die D.III, welches zugleich das beste und effektivste Flugzeug der Serie während des Ersten Weltkrieges war. Das Flugzeug war das Ergebnis einer Anforderung der Idflieg an deutsche Flugzeugbauer während des Jahres 1916, um einige der Eigenschaften der alliierten Nieuport-Jäger zu übernehmen, welche so erfolgreich über der Westfront operierten. Bei den Albatros-Werken entschied Diplom-Ingenieur Thelen den grundsätzlichen Rumpf der D.II beizubehalten, aber mit einer starken Kompressor-Version des Mercedes-D.III-Motors, um eine bessere Höhenleistung zu erzielen, ebenso wie eine vollständig neue Flügelzelle zu entwerfen. Ähnlich der Praxis bei Nieuport, aber weniger drastisch, machte er die unteren Flügel viel schmaler an der Sehne als das obere Paar. Das Ergebnis war ein Flugzeug mit einer noch besseren Geschwindigkeit und Steigleistung als die Albatros D.II. Als das neue Flugzeug ab Anfang 1917 die früheren Albatros-Jäger an der Front ergänzte, zeigte es mehr …

  • Uniformen, Stärke, und Organisation der Armee von Belgien im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 und die Invasion Belgiens. Belgische Armee im Jahr 1914 Belgien lag 1914 direkt im Weg des deutschen Hauptschlags und verfügte über eine Armee aus 6 Infanterie-Divisionen mit insgesamt rund 117.000 Soldaten sowie 3 Festungsgarnisonen in Antwerpen, Lüttich und Namur. Da Belgien neutral war, standen zwei Infanterie-Divisionen an der französischen Grenze, eine in Antwerpen gegen eine womögliche britische Landung gerichtet und eine bei Lüttich gegen Deutschland. Der Rest befand sich in der zentralen Reserve. Unter Berufung auf seine Neutralität hatte Belgien seine Armee vernachlässigt. Der Dienst in ihr war unpopulär, die Ausbildung stark eingeschränkt, die Moral niedrig und das Offizierskorps war ernstlich zerstritten. Die Festungen waren veraltet und Verbesserungen, welche bereits im Jahr 1882 geplant waren, immer noch unvollständig umgesetzt und waren sowieso schon durch die Waffenentwicklung wieder überholt. Es gab nur einen Lichtblick: König Albert, 39 Jahre alt, intelligent und mutig. Er hatte eine große persönliche Integrität und wenn er auch nicht die Armee in Friedenszeiten kontrollierte, sah die Verfassung vor, dass er sie im Kriegsfalle zu befehligen habe. Uniformen der belgischen Armee Im Jahr 1914 befanden sich die belgischen Uniformen in einem Prozess von Veränderungen. Der Königliche Erlass vom 19. September 1911 veränderte die Uniformen der Offiziere sowie die Rangabzeichen für die unteren Ränge. Ein Rundschreiben vom 26. März 1913 ersetzt die steife Tunika und Dolman mit einer praktischeren Tunika (Vareuse) und veränderte die Abzeichenfarbe der Infanterie von Scharlach zu Grau-blau. Das typische Aussehen von Offizieren während eines Feldzugs wird in dem rechten Bild gezeigt. An der Stelle des Käppi trugen Offiziere entweder ihre unverwechselbare Kopfbedeckung oder die Seitenmütze. Sowohl die Doppel-Tunika als auch der M.1863 Dolman wurden im Jahr 1913 durch ein neues Muster der Tunika ersetzt, aber die alten Modelle wurden auch weiterhin benutzt, bis sie abgenutzt waren. Die M.1913 Tunika war ein Einreiher mit Stehkragen (Passants), neun vergoldeten Metall-Knöpfen auf der Vorderseite, schrägen Brusttaschen mit rechteckigen Klappen und Knopf sowie schrägen Seitentaschen auf der Rundung mit Klappen, runde oder spitze Bündchen mit einem rechteckigen Schnitt und drei Knöpfen auf der Außenseite, sowie angedeutete Taschen auf der Rückseite mit zwei ‘blinden’ Klappen mit je zwei Knöpfen. Die vordere und die obere Kante des Kragens und der Vorderseite wurden durch Bündchen und Taschenklappen in Abzeichenfarbe markiert. Der Mantel war das Modell aus der Friedenszeit, ein Zweireiher mit Fallkragen und zwei Reihen zu je fünf vergoldeten Metallknöpfe, Seitentaschen mit Patte, Halbgürtel und Schlitz auf der Rückseite, der durch zwei Knöpfe befestigt war. Berittene Offiziere trug einen ellbogenlangen Umhang. Reithosen waren grau-blau, Streifen oder Lampassen und wurden mit Reitstiefel und Ledergamaschen oder Gamaschen getragen. Andere Ränge trugen die ebenfalls in dem ersten Bild dargestellten Uniformen. Grenadiere trugen eine deutsche Musterfeldmütze mit scharlachroten Band, während die Radfahrer-Karabiniere die kegelförmige Feldmütze mit Kinnriemen und Spitze trugen. Diese Friedenszeiten-Uniformen waren völlig ungeeignet für die moderne Kriegsführung und fast sofort wurde damit begonnen, praktischer Uniformen zur Verfügung zu stellen. Diese wurde als ‘Yser’-Uniformen bekannt, da sie vor allem von den 58.000 Männer, welche am Fluss Yser kämpften, getragen wurden. Die markante Kopfbedeckung und farbige Feldmützen wurden durch Käppis in weichen blauen oder grünen Farben ersetzt. Die Tunika war entweder dunkelblau oder grau und war ein Einreiher mit Standplatzkragen und sieben grauen Metall-Knöpfen auf der Vorderseite. Sie hatte aufgesetzte Brustfalten und Seitentaschen mit rechteckigen Klappe und wies Bündchen in den Waffenfarben auf, sowie angedeutete Taschenklappen auf der Rückseite mit jeweils mit zwei Knöpfen. Die blau-grauen Hosen wurden von weinroten Cord-Hosen (Satin) ersetzt, welche mit blauen Gamaschen und Stiefeletten getragen wurden. Knappheit bei den belgischen Uniformen wurden durch die zusätzliche Verwendung von französischen Uniformteilen wettgemacht. Im Frühjahr 1915 führte die belgische Armee das Khaki ein – nicht so sehr, weil es die Farbe ihrer Wahl war, sondern weil Großbritannien genügend Material davon liefern konnte. Die Offiziers-Uniform war eng nach dem britischen Muster modelliert, während die Uniform der anderen Ränge mehr den französischen Soldaten ähnelte. Fehlbestände an richtigen belgischen Uniformteilen wurden durch die Verwendung von britischen und amerikanischen Beständen ausgeglichen. Die Schirmmütze war Khaki mit einem passendem Tuch darauf, braunem Leder (vergoldet für Generäle), Kinnriemen und Reihen von Abzeichen in der Waffenfarbe um die Krone herum. Generäle hatten ein karminroten Kappenband. Auf der Vorderseite wurde die Einheit oder Rangabzeichen getragen; in Metall oder als Stickerei, mit der kreisförmigen Kokarde in den belgischen Farben darüber – rot, gelb und schwarz. Der Seitendeckel hatte eine Quaste und Abzeichen in der Farbe der Waffengattung für Mannschaften und Quaste und Trimmen entsprechend dem Rang für Offiziere. Typische Uniformen für Offiziere und Mannschaften sind auf dem rechten Bild dargestellt. Die anderen Ränge hatten einen Mantel mit zwei Reihen von fünf bronzenen Knöpfen, schräge Brusttaschen und Seitentaschen mit Patte. Schulterstücke wurden auf der Schulter mit einem Knopf an jedem Ende befestigt und zeigte die Farbe der Waffengattung an. Offiziersmäntel kamen in einer Vielzahl von Schnitten mit vielen detaillierten Unterschiede zwischen dem einem und dem anderen vor, aber sie waren in der Regel vom gleichen Schnitt wie der Mantel aus der Friedenszeit. Breite Hosen gab es für Offiziere, während nicht-berittene Mannschaften nur Khaki-Hosen passend mit Stiefeletten, entweder aus Leder oder Gamaschen hatten. Berittene Soldaten und Radfahrer hatten Hosen und Ledergamaschen. Gegen Ende des Jahres 1915 wurde der französische Adrian-Helm mit Löwenkopf auf der Vorderseite bei den belgischen Truppen nach und nach eingeführt. Im August 1918 wurde der italienische Farina-Helm mit Körper- und Armschutz Tests unterzogen, aber nicht angenommen. Im Dezember 1918 wurde ein belgischer gestalteter Helm, nach seinem Designer Weekers benannt, in begrenzten Stückzahlen eingeführt. Dieser war ungewöhnlich, da er ein Visier und eine kreisförmige gestanzter Metall-Kokarde in den Nationalfarben auf der linken Seite hatten. Zu Beginn des 1. Weltkrieg bestand die belgische Infanterieausrüstung aus einem schwarzen Leder-Gürtel, an der eine einzelne Patronentasche vorne hing, sowie Bajonett und Linnemann-Schanzwerkzeug an der linken Hüfte befestigt waren. Brotbeutel und eine mit Tuch bedeckten Aluminium-Wasserflasche wurden von der rechten Schulter befestigt. Die Ausrüstung hatte eine Kuhhaut-Klappe auf dem das schwarz lackierte Aluminium-Kochgeschirr geschnallt wurde. Im Jahr 1915 wurde begonnen, Ausrüstung in mehr …

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