Kriegstagebuch 13. Februar 1917


Tänzerin Mata Hari
Die holländische Tänzerin Mata Hari soll für Deutschland spioniert haben.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 13. Februar 1917:

Heimatfronten


Frankreich: Mata Hari wird in Paris verhaftet.

Westfront

Artois: Britischer Grabenüberfall nordöstlich von Arras, welcher 40 Kriegsgefangene einbringt.

Afrikanische Fronten

Süd-Algerien, Sahara: 150 Rebellen werden bei Ain El Hadjadj abgewehrt, südlich von Fort Flatters.

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Im Blickpunkt:
  • Hummel

    Deutsche schwere Panzerhaubitze Hummel auf Fahrgestell Panzerkampfwagen III/IV (Sf), SdKfz 165. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Hummel auf Fahrgestell Panzerkampfwagen III/IV (Sf) (SdKfz 165) Typ: Schwere Panzerhaubitze. Geschichte der Hummel Die Artillerie-Selbstfahrlafette, welche als Hummel bekannt wurde, war ein Hybrid, welcher Bauteile des PzKpfw III und PzKpfw IV zu einem neuen Fahrzeug kombinierte, welches als Geschützwagen III/IV bezeichnet wurde. Der erste dieser Hybride wurde während des Jahres 1941 gebaut und verwendete verlängerte Aufhängungen und Fahrwerk des PzKpfw IV zusammen mit dem Achsantrieb, Ketten und Getriebe des PzKpfw III. Auf dieses neue Fahrgestell wurde ein offener Überbau mit dünnen Panzerplatten gebaut und zwei verschiedene Waffen wurden schließlich verwendet.   Das Waffenamt hatte ursprünglich für die Unterstützung der Panzer-Division Artillerie auf gepanzerten Vollkettenfahrzeugen, bewaffnet mit der 10,5-cm leFH18 auf dem Fahrgestell des PzKpfw III/IV vorgesehen. Am 25. Juli 1942 wurde aber schließlich entschieden, die 15-cm schwere Feldhaubitze auf den Geschützwagen III/IV einzubauen, da das Fahrgestell des PzKpfw II für die 10,5-cm-Feldhaubitze ausreichend war und als Wespe in die Produktion ging. Die Firma Alkett wurde mit der Entwicklung des Fahrzeuges mit der schweren 15-cm-Haubitze beauftragt und stellte Hitler den Prototyp im Oktober 1942 vor. Die Hummel galt dabei nur als Zwischenlösung, bis ein spezielles Fahrgestell für Selbstfahrlafetten als Geschützplattform entwickelt und produziert werden konnte. Bis zum 12. Mai 1943 sollten 100 Hummel für die in diesem Jahr geplante Sommeroffensive im Osten gebaut werden. Fahrzeuge, welche als Panzerjäger Nashorn vorgesehen waren, erhielten die 88-mm-Pak, während die Fahrzeuge, welche als Artillerie-Selbstfahrlafetten verwendet wurden, mit einer speziellen Version der 15-cm FH18 Feldhaubitze bewaffnet waren.   Das Fahrgestell des Geschützwagen III/IV hatten den verlängerten Rumpf des PzKpfw IV als Grundentwurf, wobei aber der Motor weiter nach vorne in die Mitte verlegt wurde, um den Kampfraum möglichst niedrig zu halten. Dadurch lag das Kanonenrohr nur 2,30 Meter über dem Boden, was für diese improvisierte Lösung ein beachtliches Resultat war. Die Basisaufhängung des PzKpfw IV blieb, mit Ausnahme von mehr Platz zwischen den einzelnen Komponenten, die gleiche. Das Antriebskettenrad war von dem Typ, welcher für den PzKpfw III entworfen war. Der oben offene Kampfraum war an allen vier Seiten durch schräge Panzerplatten, welche auf den Rumpf verschraubt waren, umgeben. Die stärkste Panzerung des Fahrzeuges betrug 50 mm, aber die Panzerplatten des Kampfraumes waren nur 10 mm dick. Die Glacisplatte wurde vergrößert und eine kleine Kabine für den Fahrer wurde auf der linken Seite eingebaut. Die Hummel hatte eine Besatzung von fünf Mann, darunter der Fahrer, der vorne in der gepanzerten Kabine saß. Die Bereitstellung einer gepanzerten Kabine nur für den Fahrer allein wurde zwar unter den kriegsbedingten Anforderungen an eine hohe Produktion als purer Luxus angesehen, aber anstatt diese Eigenschaft einfach wegzulassen, machten die Konstrukteure die gesamte Angelegenheit billiger, indem sie die Panzerkabine vergrößerten und mehr flache Stahlplatten verwendeten. So gab es mehr Raum im inneren für ein weiteres Besatzungsmitglied. Daher hatte die Hummel, welche ab 1944 gebaut wurde, eine Kabine für Fahrer und Funker, welche sich über die gesamte Breite des vorderen Rumpfes hinzog. Die Bewaffnung war die Panzerfeldhaubitze 18/1 und wurde in der Mitte über dem Motor montiert, was dem Fahrzeug trotzdem immer noch eine sehr hohe Silhouette gab. Die 15 cm sFH18/1 konnte eine 43,5 kg schwere Granate bis zu einer Entfernung von 13.325 Meter verschießen. Die ersten produzierten Haubitzen wurden mit großen Mündungsbremsen gebaut, aber die Erfahrung zeigte, dass diese nicht unbedingt notwendig waren und wurden daher bei späteren Serienversionen weggelassen. Dies sparte Aufwand bei der Produktion und von hochfestem Stahlguss ein. Die Hummel konnte nur 18 Artilleriegranaten mit sich führen. Deshalb musste ein größerer Vorrat in der Nähe bereitgehalten und bei Bedarf herangebracht werden. Lastkraftwagen waren für diese Aufgabe wenig geeignet, deshalb wurden bis Ende 1944 nicht weniger als 150 Hummel-Fahrgestelle (insgesamt 157) ohne die Haubitze gebaut. Dabei wurden die verteilten Panzerplatten an der Front des Kampfraumes durch eine einzige Platte ersetzt, um die Lücke, wo sich normalerweise die Haubitze befand, zu verschließen. Auch unterschied sich der interne Stauraum. Diese Fahrzeuge wurden als Munitionstransporter bei den Batterien aus Hummel-Haubitzen eingesetzt. Mit der FH18 wurde das Fahrzeug vollständig als 15-cm Panzerfeldhaubitze 18M auf GW III/IV SdKfz 165 Hummel bezeichnet und bildete von Ende 1942 an den Anteil der schweren Feldartillerie in den Panzer- und Panzergrenadier-Divisionen. Mehrere Panzer-Divisionen erhielten die Hummel bis Anfang 1943 und diese Fahrzeuge sahen ihren ersten Kampfeinsatz in der Schlacht von Kursk. Anfangs hatte jede Panzer-Division nur sechs Hummel in einer einzigen schweren Batterie. Dann wurden zwei Munitionsfahrzeuge hinzugegeben und später erhielten einige Panzer-Divisionen eine zweite schwere Batterie. Bis Ende 1944 wurden nicht weniger als 666 Hummel-Selbstfahrlafetten mit der Haubitze gebaut und das Fahrzeug blieb praktisch bis Kriegsende in Produktion. Die Hummel stellte sich als nützliche, außerordentlich erfolgreiche und bei der Truppe beliebte Waffe heraus und wurde an allen Fronten eingesetzt. Die Haubitze konnte es auch mit schwersten Ziele aufnehmen und wurde dagegen oft eingesetzt. Das schloss auch Direktbeschuss auf sichtbare Ziele und selbst Kampfpanzer ein. Besondere Ausführungen einer breiteren Kette, genannt Ostkette, wurden hergestellt, um in den Wintermonaten an der Ostfront an den Fahrzeugen verwendet zu werden. Der oben offene Kampfraum wurde oft mit Segeltuchplanen abgedeckt, um vor dem schlimmsten Wetter geschützt zu sein. Die Besatzung lebte gewöhnlich in dem Fahrzeug und zahlreiche Hummel wurden nicht nur mit der Plane und Tarnmaterialien geschmückt, sondern mit allen möglichen Arten von der Besatzung als angenehm angesehenes Zubehör ausgestattet. Dazu gehörten Bettrollen, Kochtöpfe und alle möglichen, persönlichen Dinge. Die Hummel war eines der am besten gelungenen Beispiele für deutsche Artillerie-Selbstfahrlafetten. Das Fahrzeug war sehr geräumig mit viel Platz für die Bedienungsmannschaft der Haubitze und das Fahrgestell gab der Waffe die notwendige Mobilität, um innerhalb der Panzer-Divisionen Schritt zu halten. Zugleich war die Hummel auch die letzte deutsche Entwicklung einer Panzerhaubitze, welche noch im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam. Der Name Hummel störte Hitler jedoch aus unerfindlichen Gründen und so liegt ein Befehl vom 27. Februar 1944 vor, indem er die weitere Verwendung dieses Namens untersagte. Benutzer: Deutsches Reich. Animation 3d-Modell Hummel Waffenträger Der Waffenträger sollte alle bestehenden Artillerie-Selbstfahrlafetten ersetzen. Es war ein mehr …

  • Vormarsch in Jugoslawien

    Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 5. April 1941 beim Angriff auf Jugoslawien und Griechenland, Luftlandetruppe und Luftwaffe. Um seine Südflanke für den geplanten Angriff auf Russland abzusichern, hatte Hitler den jugoslawischen Prinzregenten Paul in das Achsen-Bündnis gedrängt. Als dann aber anti-deutsche Putschisten die Regierung in Belgrad stürzten, befahl Hitler die Besetzung von Jugoslawien und die Vertreibung der Engländer aus Griechenland. Kriegsgliederung der Wehrmacht im Balkanfeldzug Unternehmen Marita, die Invasion Jugoslawiens begann am 6. April 1941, nach einer erstaunlich kurzen Vorbereitungszeit von nur 10 Tagen. Es wurde zu einem vollen Erfolg, denn bei einem Verlust von 558 Mann wurde die jugoslawische Armee völlig zerschlagen und über 300.000 Mann gerieten in Gefangenschaft. Gleichzeitig griffen 5 Divisionen von Lists 12. Armee Griechenland an und eroberten das Land bis Ende April, wenn auch die Verluste hier mit knapp über 5.000 Mann viel höher waren. Der schnelle Sieg der Wehrmacht auf dem Balkan beruhte auf dem perfekten Umgang mit den Panzer- und Luftstreitkräften gegen die Armeen eines unorganisierten Gegners. Aus der Kriegsgliederung weiter unten ist zu sehen, dass die deutschen Armee-Korps eine sehr flexible Zusammensetzung hatten, wodurch eine Vielzahl von unterschiedlichen Formationen für die jeweiligen, örtlichen Gegebenheiten verwendet werden konnte. So verfügte das XVIII. Korps beispielsweise über 2 Gebirgsdivisionen und eine Panzerdivision, speziell für den Einsatz in dem schwierigen Gelände dort. Die Divisionsgliederung der Wehrmacht war die gleiche wie aus dem Jahr 1940, mit Ausnahme der Panzerdivisionen, welche neu zusammengesetzt wurden, um ein ausgewogeneres infanteristisches Element zu erhalten. Im Frankreich-Feldzug 1940 trat nämlich des Öfteren das Problem auf, dass Panzerverbände ohne die Unterstützung der anderen Waffengattungen durch das Feindesland rasten, während die zu Fuß marschierende Infanterie überhaupt nicht mehr hinterherkam. Die Panzer-Divisionen hatten daher jetzt nur noch ein Panzer-Regiment bei weiterhin zwei motorisierten Infanterie-Regimenter sowie stärkere Unterstützungseinheiten, welche Selbstfahrlafetten für die PAK und Artillerie beinhalteten. Die Division war nun 15.600 Mann stark und hatte eine Sollstärke von 211 Panzern, wobei die PzKpfw III und PzKpfw IV nun deren hauptsächliche Schlagkraft bildeten. Luftlandetruppe Nach dem Erfolg der Fallschirmjäger in Holland und Belgien wurde das XI. Luftlande-Korps im Sommer 1940 unter dem Kommando von Kurt Student offiziell aufgestellt. Dieser neue Verband war erstmals in Aktion während der deutschen Invasion Griechenlands, als das 2. Fallschirmjäger-Regiment über Korinth absprang, um die einzige Brücke über den Kanal intakt zu sichern, was allerdings letztlich fehlschlug. Die Kontrolle über Griechenland war jedoch nicht gleichzeitig die Kontrolle über das Mittelmeer und so wurden schnell Pläne erstellt, um die strategisch wichtige Insel Kreta zu erobern. Das XI. Luftlande-Korps war die Speerspitze dieses Angriffs. Die Luftlandung auf Kreta mit 22.000 Mann und mehr als 500 Transportflugzeugen, sowie Kräften welche über See anlanden sollten, begann am 20. Mai 1941 und nach 11 Tagen erbitterter Kämpfe evakuierten die Alliierten die Insel. Die Verluste waren jedoch hoch und die Deutschen hatten 3.250 Gefallene und Vermisste sowie 3.400 Verwundete, während 10.000 alliierte Soldaten gefangengenommen werden konnten. Die Eroberung Kretas nur aus der Luft war einer der größten Triumphe der Luftlandetruppe, während deren hohe Verluste Hitler dermaßen schockierten, das diese Eliteverbände von nun an praktisch nur noch in der Infanterie-Rolle zum Einsatz kamen. Die Landung auf Kreta wurde von der 7. Fallschirmjäger-Division, unterstützt durch die 5. Gebirgs-Division, durchgeführt. Die 7. Fallschirmjäger-Division war wie folgt gegliedert: 3 Fallschirmjäger-Regimenter zu je 3 Bataillonen, Luft-Nachrichten Kompanie, Transport-Kompanie, Sanitätskompanie, leichte Flak-Batterie, PAK-Kompanie, Motorrad-Zug. Nach der Eroberung der Insel wurde die 7. Fallschirmjäger-Division abgezogen und später der Ostfront zugeführt, während die hochwertige 22. Luftlande-Division, welche nicht am Angriff beteiligt war, stattdessen als Besatzungstruppe auf Kreta verblieb. Die 22. Luftlande-Division war eine soweit normale Infanterie-Division, welche für den Lufttransport trainiert war und eine entsprechende Ausrüstung erhalten hatte. Luftwaffe Der erste Einsatz der deutschen Luftwaffe über dem Mittelmeer erfolgte nach der Ankunft des X. Fliegerkorps aus Norwegen im Dezember 1940. Es sollte Unterstützung für die Bodenkämpfe in Nordafrika liefern und die englischen Versorgungsrouten durch das Mittelmeer abschneiden. Für einige Zeit beherrschte die deutsche Luftwaffe den dortigen Himmel, was auch an der Überlegenheit der Messerschmitt Bf 109 über die dort nur vorhandene Hawker Hurricane der RAF lag. Der Balkan-Feldzug wurde von der Luftflotte 4 mit 1.200 Flugzeugen mit großem Erfolg unterstützt, was auch die Eroberung Kretas ermöglichte. Jedoch wurden anschließend eine große Anzahl der Flugzeuge, sowohl vom X. Fliegerkorps als auch von der Luftflotte 4, zurückgezogen und zur Unterstützung der Invasion Russlands verwendet. Dies hatte zur Folge, dass die deutsche Luftwaffe im Mittelmeerraum von nun an der Zahl der Flugzeuge hoffnungslos unterlegen war. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 5.4.1941 Heeres-Gruppe A: Heeres-Gruppe D: Heeres-Gruppe C: Heeres-Gruppe B: Aufmarsch Balkan-Feldzug: Sonstige: Zahlenmäßige Übersicht der vollständig aufgestellten und einsatzbereiten Divisionen der deutschen Wehrmacht, Waffen-SS und Luftwaffe: Pz = Panzer; mot.Inf = motorisierte Infanterie; Kav = Kavallerie; Inf = Infanterie; Geb = Gebirgsjäger; Luftl. = Luftlande Ungefähre Soll-Stärke der wichtigsten Divisions-Typen des Feldheeres im Jahr 1941: Überblick Balkanfeldzug Die Invasion von Jugoslawien Am 6. April 1941 begann die Sicherung des deutschen Einflussraumes auf dem Balkan durch die Invasion von Jugoslawien durch die Wehrmacht. Dessen Regent, Prinz Paul, war bis zum 25. März 1941 dazu gedrängt worden, den Dreimächte-Pakt zu unterzeichnen. Durch einen schon seit längerem geplanten Putsch wurde er durch anti-deutsche, serbische Kräfte abgesetzt, welche den jungen König Peter auf den Thron erhoben und eine Regierung bildeten, welche aber nur wenige Tage bestehen sollte. Hitler befahl den Angriff mit 33 Divisionen auf Jugoslawien und ein schwerer Luftangriff traf Belgrad in einer neuen Eskalation des Blitzkrieges. Gleichzeitig wurde die jugoslawische Luftwaffe ausgeschaltet, bevor sie überhaupt zur Verteidigung eingesetzt werden konnte. Der deutsche Angriffsplan sah den Einfall der 12. Armee aus Bulgarien vor, welcher nach Süden in Richtung Skopje zielen sollte, um Monastir zu nehmen und die Vereinigung mit den griechischen Streitkräften zu verhindern. Von dort aus sollte die Armee – wie schon seit dem letzten Jahr geplant, als Jugoslawien noch als Verbündeter galt – nach Griechenland eindringen. Zwei Tage später führte General Paul von Kleist seine Panzer-Gruppe 1 gegen Nis und Belgrad selbst, wo sie mit der deutschen Zweiten Armee aus Österreich sowie italienischen und ungarischen Truppen zusammentreffen sollte. Der Angriffplan mehr …

  • 3D-Modell Sten Mk 2

    Englische Maschinenpistole Sten Gun. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell der britischen Standard-Maschinenpistole Sten MP im Zweiten Weltkrieg. Sten Mk I, II, III, V Typ: Maschinenpistole. Geschichte der Sten MP Die britische Armee musste 1939 ohne irgendeine Maschinenpistole in den Krieg ziehen, da sie diese gering schätzte und sich lange gegen die Einführung einer derartigen Waffe gewehrt hatte. Schnell mussten die britischen Soldaten aber erkennen, dass es ohne die bisher verschmähte Maschinenpistole in einem modernen Krieg überhaupt nicht mehr ging. So kauften die Briten in den USA in großen Stückzahlen die Thompson-MPi ein. Diese amerikanische Maschinenpistole hatte jedoch einige Nachteile. Sie war schwer, schwierig in der Herstellung und obendrein teuer. Der hohe Preis und die Versorgungsschwierigkeiten der Thompson-MP ließen die Engländer bald daran denken, ein eigenes Modell zu entwickeln. Die Ereignisse Mitte des Jahres 1940, wo die Briten viele ihrer Waffen bei der Evakuierung aus Dünkirchen verloren, führten zu einer Beschleunigung dieser Gedanken. Im August 1940 wurde die Entscheidung von der britischen Regierung getroffen, eine Kopie der deutschen MP28 in die Produktion zu nehmen und davon 50.000 Waffen zu bauen. Gleichzeitig wurden 110 Millionen Stück 9-mm-Patronen dafür in den USA bestellt, da die Herstellung dieses Kalibers in Großbritannien viel zu gering war. Die neue Maschinenpistole wurde als ‘Lanchester’ bezeichnet und Einsatzvorführungen wurden am 28. November 1940 durchgeführt. Anschließend wurden Vorbereitungen zur Produktion dieser Waffe getroffen. Allerdings änderte sich in den ersten Tagen des neuen Jahres 1941 die Lage. Eine einfachere Waffe, bezeichnet als ‘N.O.T.40/1’ wurde von Major R.V. Stepherd und Mr. H.J.Turpin vom Chief Superintendent of Design’s Department (Chef-Superintendenten der Entwicklungsabteilung) fabriziert. Die Waffe wurde bei der Royal Small Arms Factory in Enfield Lock bereits am 10. Januar 1941 vorgeführt. Daraufhin wurde am 21. Januar Anweisung erteilt, sofortige Versuche mit beiden Maschinenpistolen durchzuführen und zeitnah zu entscheiden, ob die ‘Lancaster’ wie geplant oder der neue Entwurf produziert werden soll. Das britische Beschaffungsamt teilte am nächsten Tag dazu mit, daß ‘die wichtigste Berücksichtigung im Moment ist, irgendeine Art von Maschinenkarabiner, welche bei allen drei Bereichen der Streitkräfte verwendet werden kann, so schnell als möglich in die Produktion zu bringen’. Die N.O.T.40/1 wurde anschließend getestet und ein Bericht darüber ging am 31. Januar 1941 heraus. Die verschiedenen Versuche wurden zufriedenstellend abgeschlossen und 5.400 Schuss ohne Unterbrechung oder eine Fehlfunktion abgefeuert. Der Bericht schloss zusammenfassend, dass ‘dieser Karabiner scheint grundsätzlich brauchbar zu sein und funktioniert zufriedenstellend und genau.’ Daraufhin wurden Vorbereitungen getroffen, diese neue Waffe in Produktion zu nehmen und die ersten Exemplare kamen im Juni 1941 aus den Fabriken. Sten Mk I Das Ergebnis all dieser Bemühungen wurde zur Sten Mark I MP. Der Name ‘STEN’ setzt sich aus den beiden Namen der Konstrukteure Shepperd und Turpin sowie dem Hersteller Enfield zusammen. Während die Waffe immer noch einfach war, so verfügte sie doch immer noch über eine gewisse Raffinesse. So gab es einen hölzernen Vorderschaft und einen Klappgriff für die vordere Hand, einen Rohrrahmen-Hauptschaft als Laufummantelung, einen Schutz für das Zielkorn und einen Kompensator zur Unterdrückung von Mündungsblitzen. Ein Sicherheitsschlitz an der Rückseite des Spannhebels ermöglichte eine rudimentäre Sicherung des Abzugshebels. Sobald die Produktion begann, wurde untersucht, ob ein Teil dieser Verfeinerung abgeschafft werden konnte, was sowohl die Produktion beschleunigte als auch die Waffe leichter machte. Der Unterdrücker für Mündungsblitze und der Vordergriff wurden weggelassen und das hölzerne Vorderende wurde durch eine Blechabdeckung über dem Abzugsmechanismus ersetzt. Die Konstruktion war sehr einfach und verwendete nur ein Minimum an Drehteilen. Die Herstellung fand vor allem mit Pressteilen und Schweißarbeiten statt. In ihrer äußeren Erscheinung wirkte sie beinahe so ‘zusammengehauen’, wie die russische PPS-MPi, da alles an ihr aus gepresstem, zum Teil gewelltem Metall bestand, auch die Schulterstütze. Doch sie besaß genau jene Vorzüge, die gefordert wurden: sie arbeitete gut und sie war billig, schnell und einfach zu produzieren. Ohne weitere Einwendungen ging die Sten MP in Produktion. Von Juni 1941 bis Juli 1942 wurde die Sten Mk I in einer Stückzahl von 100.000 Exemplaren gebaut. Sten Mk II Um die Forderung nach einer Monatsproduktion von 20.000 Stück zu erfüllen, wurden weitere Vereinfachung an der Maschinenpistole vorgenommen. Die dadurch entstandene Sten Mark II wurde zur häufigsten aller Varianten. Sie wurde in zwei Ausführungen hergestellt, mit Schulterstütze aus einem Profilrahmen oder aus Rohrmaterial mit aufgeschweißter Kappe. Die Schulterstütze ließ sich einfach abnehmen. Da am Verschluss und am Abzug so gut wie nichts mehr vereinfacht werden konnte, entfiel lediglich der hölzerne Vorderschaft. Es wurde aber auf den Laufmantel verzichtet und der Lauf mit einer kurzen zylindrische und perforierte Hülle, welche auch als Vorderhandgriff diente, angeschraubt. Dieser Lauf ließ sich ebenfalls leicht abnehmen. Das Magazingehäuse wurde so modifiziert, dass es um 90 Grad heruntergeschwenkt werden konnte, um die Zufuhr- und Auswurföffnungen gegen Schmutz zu verschließen. Der Sicherheitsschlitz wurde an der oberen Rückseite des Spanngriffschlitzes neu positioniert, da das Drehen des Griffs zum Verriegeln eine leichtere Bewegung war als das Herunterdrehen. In den Laufmantel konnte außerdem ein kurzes Tüllenbajonett eingeschoben werden. Über zwei Millionen dieser Muster wurden hergestellt und eine Zeit lang wurden sie mit einer Rate von mehr als 20.000 Stück pro Woche aus einer einzigen Fabrik hergestellt, dazu viel der Preis der Herstellung auf 2,87 Britische Pfund (ca. 30 Reichsmark) pro Waffe. Die Mark II wurde zum ersten Mal während der Dieppe-Landung im August 1942 eingesetzt. Obwohl der Überfall ein Fiasko war, gab es keine Beschwerden über den Teil, den die Sten-MP dabei spielte. Eine große Zahl der Sten Mk II wurde über den von Deutschland besetzten Teilen Europas für Partisanengruppen und Widerstandskämpfer aus Flugzeugen abgeworfen, wofür die einfache Zerlegbarkeit wichtig war. Es gab noch die Version Sten Mk IIS für Kommando- und Untergrundeinsätze, wo auf dem Lauf einen Schalldämpfer angebracht wurde. Dabei waren allerdings nur Einzelschüsse möglich. Sten Mk III Als Nächstes kam die Sten Mk III, welche noch einfacher herzustellen war. Dafür wurde aber auf den abnehmbaren Lauf und das bewegliche Magazingehäuse verzichtet. Der Feuermechanismus und die beiden Schulterstützen blieben zwar identisch, aber das Verschlussgehäuse wurde zusammen mit dem Laufmantel als ein Stück im Maschinenschweißen produziert. Dieses geschweißte Stahlrohr hatte ein mehr …

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