Kriegstagebuch 13. Juli 1917


Dr. Michaelis
Dr. Michaelis im Jahr 1932 (Bundesarchiv, Bild 183-2004-0720-500). Der völlig unbekannte Jurist wurde, nach dem die OHL den zu ‘weichen’ Bethmann abgesägt hatte, völlig überraschend als Reichskanzler berufen. Unerfahren sabotierte er die Friedens-Resolution des Reichstages und mußte sich dafür 1926 wegen ‘womöglicher Kriegsverlängerung zu ungunsten Deutschlands’ verantworten. Nach nur 3 1/2 Monaten im Amt wurde er wieder abgelöst.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 13. Juli 1917:

Politik


Deutschland: Bethmann tritt als Reichskanzler zurück, Dr. Michaelis (dem Kaiser unbekannt) wird am 14. Juli Nachfolger. Außenminister Zimmermann tritt am 15. Juli zurück.

Heimatfronten

Frankreich: General-Petroleum-Komitee gebildet.
Deutschland: Bethmann tritt zurück, Michaelis vom Preußischen Nahrungsmittel-Amt wird am 14. Juli als erster Nicht-Aristokrat neuer Reichskanzler.

Afrika

Sahara: 960 Franzosen und Verbündete aus Agades besiegen den Senussi Khoassen und erobern seine Kanone bei Amzet, aber dieser überfällt Dammerghou am 30. August und tötet 20 Franzosen.

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Im Blickpunkt:
  • Grille

    Grille und Bison, 15-cm schweres Infanteriegeschütz 33 (Sf) auf Panzerkampfwagen 38(t) Ausf. H oder Selbstfahrlafette 38(t) Ausf. M (SdKfz 138/1). Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell von Grille und Bison, sowie ihren Vorgängern Geschützwagen I Ausf. B, Sturmpanzer II und StuIG 33B. Grille oder Bison (SdKfz 138/1) Typ: Selbstfahrlafette für schweres Infanteriegeschütz. Grille / Bison Geschichte Die Infanterie-Bataillone der Wehrmacht verfügten zur direkten Feuerunterstützung neben vier 7,5-cm-Infanteriegeschützen auch zwei schwere 15-cm-Infanterie-Haubitzen. Beide waren sehr brauchbare und vielseitige Waffen und mit der Einführung motorisierter Verbände begann auch ihre Verwendung auf Selbstfahrlafetten. Die erste Form des sIG 33 auf Selbstfahrlafette erschien während des Westfeldzugs im Mai 1940 auf dem Fahrgestell des PzKpfw I. Das Fahrgestell des leichten Panzers war aber mit dem Geschütz völlig überladen und auch der Schwerpunkt lag viel zu hoch, sodass als Nächstes der PzKpfw II Ausf. C dafür verwendet wurde. Dieser Umbau war so erfolgreich, dass 1943 eine Version auf einem verlängerten Fahrgestell des Panzer II erschien. Allerdings sollten später alle verfügbaren PzKpfw II zur Herstellung der Wespe verwendet werden, sodass auch andere Fahrgestelle für das IG 33 verwendet wurden, darunter sogar PzKpfw III. Doch war dieses Fahrgestell für das IG 33 zu überdimensioniert und konnte ohne weiteres auch schwerere Waffen tragen, sodass nur lediglich 12 Stück gebaut wurden, welche an der Ostfront verwendet wurden. Deshalb wurde das sIG 33 hauptsächlich auf dem Fahrgestell des veralteten PzKpfw 38(t) montiert. Grille auf Panzerkampfwagen 38(t) Ausf. H Die Grille sollte ursprünglich aus dem überarbeiteten Fahrgestell des PzKpfw 38(t) Ausf. M für Selbstfahrlafetten entstehen. Zweihundert sIG33 sollten auf diesen montiert werden. Am 1. Februar 1943 stimmte Hitler jedoch dem Vorschlag zu, das sIG33 auf das Fahrgestell des PzKpfw 38(t) Ausf. H zu montieren, dessen Motor noch im hinteren Teil des Fahrzeuges lag, um die Grille so schnell als möglich zum Einsatz zu bringen. Zudem konnten beschädigte, von der Front zurückgeschickte PzKpfw 38(t), in die Grille umgebaut werden. Infolgedessen befahl Adolf Hitler, dass ab März 1943 alle zu reparierenden Fahrzeuge des ursprünglichen tschechischen Panzers zu diesem Zweck verwendet werden sollten. Zusätzlich wurde vereinbart, dass, nach dem der Bau von 200 Stück erfolgt war, alle weiteren Grille aus dem Umbau von der Front zurück geschickter PzKpfw 38(t) entstehen sollten. Das Standard-Fahrgestell der Ausf. H musste mit einem neuen Kampfraum überzogen werden, welcher über den hinten liegenden Motorraum erweitert wurde, um das schwere Geschütz und die zugehörige Munition aufzunehmen. Da der Motor hinten lag, begann der Kampfraum mit Kanone ähnlich wie bei einem Sturmgeschütz fast direkt vorne am Fahrzeug. Von Februar bis April 1943 wurden 90 Stück sowie ein Prototyp der Grille auf dem Fahrgestell des PzKpfw 38(t) Ausf. H hergestellt. Die Grille wurde sofort an die schweren Infanteriegeschütz-Kompanien der Panzergrenadier-Regimenter ausgegeben. Sie wurde in Russland, Tunesien, Italien und Frankreich ab Anfang 1943 verwendet. Im Juni 1944 befand sich diese erste Version der Grille immer noch im Einsatz bei der 38. schweren Infanteriegeschütz-Panzerabteilung der 2. Panzer-Division in der Normandie. Jede Abteilung hatte sechs Fahrzeuge. Grille auf Selbstfahrlafette 38(t) Ausf. M Die ursprüngliche Bestellung von 200 Grille forderte zuerst die Verwendung des alten Fahrgestells der Ausf. H, um das Fahrzeug so schnell wie möglich in den Einsatz zu bringen. Neunzig wurden auf dem Fahrgestell der Ausf. H fertiggestellt und die verbleibenden 110 Stück des Auftrags wurden dann ab April 1943 auf dem neuen Fahrgestell der Ausf. M, welches extra für Selbstfahrlafetten entwickelt worden war, gebaut. Dieser Auftrag wurde im Juni 1943 abgeschlossen. Allerdings war das Fahrzeug so erfolgreich, dass ein weiterer Auftrag erteilt wurde und eine regelmäßige Serienproduktion begann ab Oktober 1943 und lief bis zum September 1944. Die Grille war das letzte Fahrzeug, welches auf der Selbstfahrlafette Ausf. M des ehemaligen PzKpfw 38(t) gebaut wurde und die letzten 10 Stück im September 1944 mussten auf Fahrgestelle montiert werden, welche ursprünglich für den Flakpanzer 38(t) gebaut worden waren. Wie beim Panzerjäger 38(t) Marder befand sich der Kampfraum auf dem hinteren Teil und der Motor in der Mitte des Fahrzeuges. Beim Aufrichten wurde die Kanone durch eine schwere Federklappe geschützt, welches ein Merkmal aller sIG33 (Sf) war. Insgesamt wurden 282 Grille auf Selbstfahrlafette Ausf. M gebaut und an allen Fronten bei den schweren Infanteriegeschütz-Kompanien (Sf) der Panzergrenadiere verwendet. Es wurde keine besondere Unterscheidung zwischen den beiden Versionen der Grille gemacht und im Februar 1945 waren immer noch 173 Stück im Einsatz. Auf der Selbstfahrlafette Ausf. M wurden zusätzlich von Januar bis Mai 1944 noch 102 Munitionstransporter gebaut, welche 40 Reservegranaten für die Grille transportieren konnten. Diese Munitionspanzer 38(t) (Sf) Ausf. M (Sdkfz 138) konnten bei Bedarf auch zu einer Grille mit 15-cm sIG33 umgebaut werden. Die Fahrzeuge mit dem sIG33 auf PzKpfw 38(t) wurden auch manchmal als Bison bezeichnet, womöglich zur besseren Unterscheidung derjenigen mit dem Kampfraum vorne auf PzKpfw 38(t) Ausf. H und hinten auf der neueren Ausf. M. Benutzer: Deutschland. Animation 3d-Modell Grille Weitere Selbstfahrlafetten mit 15cm sIG33 15cm sIG33(Sf) auf Panzerkampfwagen I Ausf. B Die erste Form des mobilen sIG33 trat während des Westfeldzugs im Jahr 1940 auf. Sie war entwickelt worden, um der motorisierten Infanterie (später Panzergrenadiere) schnell schwere Feuerunterstützung von einer selbstfahrenden, gepanzerten Plattform geben zu können, welche ihnen bei ihren Einsätzen dicht folgen konnte. Es war eine der einfachsten deutschen Konstruktionen an Selbstfahrlafetten, denn lediglich Turm und Aufbau wurden von dem PzKpfw I Ausf. B entfernt. Anschließend wurde ein großer kastenförmiger, oben und hinten offener Geschützschild auf die Wanne montiert. Das 15 cm sIG (schweres Infanteriegeschütz) auf seiner normalen Feldwagen, jedoch ohne die Lafetten-Räder, wurde in diesen Umbau montiert. Das war es und das Ganze wurde als Geschützwagen I Ausf. B bezeichnet. Die Selbstfahrlafette war kein besonders zufriedenstellender Umbau, da der Schwerpunkt ziemlich hoch lag und das Fahrgestell überladen war. Außerdem war der Panzerschutz schlecht. Aber er gab der deutschen Panzertruppe eine Vorstellung davon, was zukünftig von Selbstfahrlafetten erwartet werden musste. Die 38 im Februar 1940 umgebauten Fahrzeuge dienten zur Ausrüstung der sIG(Sf) Kompanien 701-706, die vor dem Angriff auf Belgien, Holland und Frankreich sechs Panzerdivisionen zugeordnet wurden. Sie befanden sich im Mai und Juni 1940 im Westen mehr …

  • Crusader-Panzer Testschiessen

    Feuerkraft der Panzer im Zweiten Weltkrieg: Historische Testergebnisse im Vergleich zu berechneten Werten der Durchschlagskraft der panzerbrechenden Granaten. Für militärische Kriegsspiele, Konflikt-Simulationen und auch in Computerspielen wird die Fähigkeit eines Waffensystems oder Kampfverbandes mit der zugehörigen standardmäßigen panzerbrechenden Granate eine homogene Panzerplatte zu durchdringen, die in einem Winkel von 30 Grad in 1000 Metern Entfernung geneigt, als Grundlage der Berechnungen für die Panzerabwehr verwendet. Testergebnisse Leider führt die Verwendung spezifischer Durchschlagskraft-Werte als Grundlage der Fähigkeit zur Bekämpfung von Panzern dazu, dass eine ‘Büchse der Pandora’ in Bezugnahme auf den ‘realen’ und ‘richtigen’ Wert geöffnet wird. Dabei gibt es zwei hauptsächliche Ursachen, welche zu Ungenauigkeiten führen. Erstens gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen historischen Quellen in Bezug auf die Durchschlagwerte, die bei Tests erzielt wurden; manchmal sogar für die gleiche Waffe und Munition. Zweitens gibt es oft erhebliche Unterschiede zwischen den tatsächlich praktisch erprobten Durchschlagwerten einer Panzerung und den mit physikalischen Gleichungen berechneten prognostizierten Durchschlagwerten. Bei der Betrachtung historischer Aufzeichnungen von Testschüssen werden aus verschiedenen Gründen Schwankungen von vermeintlich vergleichbaren Zahlen festgestellt. Dazu gehören: Die Testzahlen kommen von ähnliche Tests mit vergleichbaren Schussentfernungen und Auftreffwinkeln, aber zu einem unterschiedlichen Datum und in verschiedenen Ländern. Die für die Tests verwendete Panzerung ist bei Brüchigkeit, Härte und Qualität unterschiedlich je nach Prüfung und Land, d.h. es gibt unterschiedliche Poldi- oder Brinell-Härtewerte. Die Definition eines ‘Durchschlages’ ist in verschiedene Ländern unterschiedlich. So schlossen beispielsweise deutsche Zahlen das gesamte Geschoss ein, während britische Testzahlen auch teilweise Durchschläge zuließen. Wenn dies eine APHE-Granate (panzerbrechende Hochexplosivgranate) ist, dann ist für die vollständige Wirkung auch ein vollständiger Durchschlag erforderlich. Wenn dies jedoch ein Wuchtgeschoss ist, ist die partielle Penetration immer noch wirksam. Vor allem die britischen Durchschlagzahlen müssen mit Vorsicht behandelt werden, da in einigen Fällen sogar nur mit 20 % in die Panzerung eindringende Schüsse als ‘Durchschlag’ gewertet wurden. Manchmal wurden auch unterschiedliche Treibladungen verwendet, um die Durchschlagskraft bei einem Geschoss zu bestimmen. Das bedeutet, dass die Munition unterschiedlich war, auch wenn sie möglicherweise die gleiche Bezeichnung hatte. Bei einigem Test wurde auch stirnseitige gehärtete Panzerung verwendet, während diese bei anderen nicht verwendet wurde. Die stirnseitige gehärtete Panzerung hat mehr Auswirkungen auf ein Wuchtgeschoss (AP) als auf ein Panzerbrechendes Wuchtgeschoss mit Schutzkappe (APC) oder eine panzerbrechende Hochexplosivgranate (APCBC). Zusammengenommen und im Nachhinein ist es nicht realistisch, zu erwarten, dass verschiedene Tests zu verschiedenen Zeitpunkten und Orten identisch sind. Mit sorgfältiger historischer Forschung ist es jedoch möglich, einen großen Teil der Ursachen für die Unterschiede auszuschließen. Dazu gehört die Sicherstellung, dass die Reichweiten und Winkel so identisch wie möglich sind; die Sicherstellung des verwendeten Munitionstyps und die Sicherstellung, dass die Definition eines Durchschlags einigermaßen einheitlich ist. Der größte Faktor außerhalb der historischen Kontrolle scheint die Härte und Qualität der verwendeten Panzerplatten zu sein, die bei dem Testschießen verwendet wurde. Dies scheint zu variieren, je nachdem, wann, wo und in welchem Land sie produziert wurde. Dennoch ergeben sich überraschend einheitliche Zahlen für die Durchschlagwerte der Mehrzahl der im Zweiten Weltkrieg eingesetzten Panzer- und Panzerabwehr-Waffen. Berechnete Werte Die zweite Methode ist es, die historischen Testzahlen durch prognostizierte Durchschlagwerte zu ersetzen, die mithilfe von physikalischen Gleichungen berechnet wurden. Um diese Möglichkeit untersuchen, betrachten wir die zwei grundlegenden Gleichungen, welche dabei verwendet werden: Pen = kmv² / d² Wobei ‘Pen’ die Durchschlagskraft in mm einer vertikal stehenden Panzerplatte (also 0° Grad) ist. ‘k’ ist der Koeffizient, der mit der Panzerungsqualität variiert, ‘m’ ist die Geschossmasse (in kg), ‘v’ ist die Projektil-Auftreffen-Geschwindigkeit (in m/s) und ‘d’ ist der Geschossdurchmesser (in mm). Die Geschwindigkeitsänderung des Projektils in Abhängigkeit von der Entfernung ist gegeben durch, wobei ‘v’ die Geschoss-Geschwindigkeit (in m/s), ‘vo’ die Mündungsgeschwindigkeit (in m/s), ‘e’ die Exponentiell-Konstante, ‘d’ der Geschossdurchmesser (in mm), ‘m’ die Geschossmasse (in kg), ‘x’ die Entfernung, die das Geschoss zurückgelegt hat (in Metern), und ‘c’ ist ein Koeffizient, der den aerodynamischen Widerstand des Geschosses darstellt. Diese Gleichung geht davon aus, dass die Geschossbahn des Projektils horizontal ist. Die Idee hinter diesen Gleichungen ist es, Variationen in den Variablen zu eliminieren, die bei Testfeuer-Ergebnissen verwendet wurden, um einen genaueren Vergleich der Fähigkeiten der Durchschlagskraft zwischen den unterschiedlichen Kanonen zu erhalten. Die Anwendung dieser Gleichungen auf einige der bekanntesten Panzer- und Panzerabwehrkanonen, die während des Zweiten Weltkriegs verwendet wurden und der Vergleich mit historischen Testergebnissen führt zu den in der nachfolgenden Tabelle abgebildeten Ergebnissen. Die in dieser Tabelle verwendeten historischen Testdaten verwenden die konstantesten Informationen aus seriösen Quellen. Es wurde darauf geachtet, dass für alle betrachteten Waffensysteme einheitliche Reichweiten und Schusswinkel verwendet werden. Darüber hinaus ist die gewählte Testmunition vom gleichen Typ, d.h. das standardmäßige ballistische AP-Wuchtgeschoss mit Schutzkappe wo immer möglich. Historische Testergebnisse gegen berechnete Werte (1.000 m auf 30°): Im Allgemeinen zeigt diese Tabelle der Durchschlags-Werte eher unklare Ergebnisse, obwohl es wohl einige Muster gibt. In 16 von 21 Fällen ist das theoretische Ergebnis höher als das in Tests erzielte. Mit anderen Worten, die Geschütze haben nicht so gut funktioniert, wie sie es theoretisch sollten, wenn die Mündungsgeschwindigkeiten wie angegeben waren und die Munition vernünftig entworfen und hergestellt wurde. Interessanterweise gehören alle sowjetischen, britischen und amerikanischen Beispiele zu dieser Kategorie, obwohl die meisten von ihnen nicht allzu weit unter der Marke liegen (d.h. eine Fehlerquote zwischen 1% und 10%). Bei den Waffen mit einem Fehler von 11 % oder mehr liegt offensichtlich ein grundlegendes Problem vor. Es ist unwahrscheinlich, dass die von den Sowjets oder Westalliierten verwendeten Panzerplatten bei den Tests eine höhere Qualität hatten, als die von den Deutschen verwendeten (was helfen würde, die Ergebnisse zu erklären, wenn dies der Fall wäre) und auf jeden Fall fallen auch einige der deutschen Teststudien in diese Kategorie. In diesen Fällen ist die wahrscheinlichste (und vernünftigste) Erklärung, dass die Mündungsgeschwindigkeiten nicht so hoch waren wie angegeben, oder die Munition, die Konstruktion oder das Material von minderwertiger Qualität waren. In nur 5 von 21 Fällen ist das theoretische Ergebnis geringer als bei den Tests. Dies sind alles deutsche Testergebnisse, obwohl die meisten nahe an der Marke und in einer angemessenen Fehlerspanne (5 % oder weniger) liegen. Die beiden Fälle mit großen Fehlern (21-27 mehr …

  • BAR M1918A2

    Browning Automatic Rifle, amerikanisches leichtes Maschinengewehr oder Sturmgewehr. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell vom BAR. Browning Automatic Rifle (BAR) Typ: schweres automatisches Gewehr oder leichtes Maschinengewehr. Browning M1918 BAR im 1. Weltkrieg Kurz vor dem Kriegseintritt der USA in den 1. Weltkrieg führte Browning im Februar 1917 zwei automatische Waffenentwürfe dem Kongress in Washington vor. Eines davon war das schwere Maschinengewehr Browning M1917, während die andere Waffe eigentlich ein Zwitter ist. Dieses Browning Automatic Rifle M1918 oder kurz BAR passte in keine Kategorie. Die Waffe hatte die Größe eines gewöhnlichen Repetiergewehr, aber mit dem zweifachen Gewicht und ermöglichte Dauerfeuer durch einen Gasdruckmechanismus, welcher den verriegelten Verschluss bewegte. In vielen anderen Streitkräften diente die Waffe später als leichtes Maschinengewehr, aber in der US-Armee galt sie anfangs ausschließlich als automatisches Gewehr und wurde oft in ähnlicher Weise wie die späteren Sturmgewehre verwendet. Es war eine immer noch verhältnismäßig leichte und bewegliche Waffe, welche Einzel- oder Dauerfeuer abgeben konnte und von einem Mann eingesetzt wurde. Anfang 1918 wurde das BAR in mehreren Fabriken hergestellt, aber da die Firma Colt zu diesem Zeitpunkt die Browning-Patente hielt, stellte diese erst einmal die technischen Zeichnungen und Modelle für die anderen Hersteller fertig. So dauerte es bis zum September 1918, bis das BAR endlich in den Einsatz kommen konnte. Dann jedoch machte die Waffe einen derartig großartigen Eindruck auf die amerikanischen Soldaten, dass das BAR noch im Korea-Krieg eingesetzt wurde und bis 1957 von der US-Army verwendet wurde. Wieso die amerikanischen Soldaten so sehr vom BAR fasziniert waren, ist eigentlich schwer zu erklären. Die ersten BAR, welche im 1. Weltkrieg verwendet wurden, konnten nur aus den Händen abgefeuert werden, da sie noch nicht einmal das Zweibein eines leichten Maschinengewehrs hatten. Dazu fasste das Kastenmagazin nur 20 Schuss Munition, sodass beim automatischen Feuern die Länge des möglichen Feuerstoßes stark begrenzt war und für die meisten Infanteriegefechte viel zu kurz war. Auch konnte ein heißer Lauf nicht schnell und einfach ausgewechselt werden. Als ein leichtes Maschinengewehr war das BAR eigentlich zu leicht, während es als automatisches Gewehr zu groß und zu schwer war. Aber während des 1. Weltkrieges waren die amerikanischen Soldaten froh, das BAR erhalten zu haben und nicht mehr mit dem schrecklichen Chauchat-Maschinengewehr kämpfen zu müssen. Abgesehen vom Springfield-Gewehr war das BAR so ziemlich die einzige wirkliche amerikanische Waffe, welche sie erhalten hatten und zweifellos wollten sie die Qualität ihrer nationalen Schusswaffen hervorheben. Das BAR war tatsächlich eine eindrucksvoll aussehende Waffe, war exzellent verarbeitet und hatte einen hervorragenden hölzernen Schaft. Dazu konnte die Waffe schwere Schläge und eine harte Behandlung gut überstehen. Zur Pflege und für Reparaturen konnte das BAR schnell und einfach in seine 70 Einzelteile zerlegt werden und auch genauso einfach wieder zusammengebaut werden. Für den Gefechtseinsatz ließ die US-Army einige Kampfübungen für das BAR durchführen. Eine Drill hielt nicht lange an, bei dem angreifende Soldaten bei jedem linken Fußschritt vorwärts einen Schuss abgeben sollten. Tatsächlich entstanden praktische Drills erst nach dem die wenigen Kriegsmonate mit amerikanischer Beteiligung nach dem Waffenstillstand vom November 1918 analysiert worden waren. So wurde nun ein Zweibein und Schulterriemen zum Tragen an das BAR montiert und es wurde 1937 zum BAR M1918A1. Anstatt also als eine Art Sturmwaffe, wie es im Grabenkrieg des 1. Weltkrieges verwendet wurde, unterstützte das BAR fortan eher die Infanterie-Gruppe durch Deckungsfeuer während des Gefechtes. Insgesamt wurden etwa 85.000 Exemplare des Modells 1918 ausgeliefert und die Originalbestände des M1918 wurden im Jahr 1940 nach Großbritannien zur Ausrüstung der Home Guard und für andere zweitrangige Aufgaben geschickt. Browning M1918A2 BAR im 2. Weltkrieg Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde das leichte Browning-Maschinengewehr 1940 zum BAR M1918A2 abgeändert und in dieser Ausführung wurden von der US-Army in große Mengen bestellt. Bei diesem Modell wurde das Zweibein überarbeitet und die Stabilität beim Feuern verbessert. Neben dem M1918A1 war das neue M1918A2 die hauptsächlichen leichten Unterstützungswaffen für einen Infanterie-Zug der US-Army und der US-Marines im 2. Weltkrieg. Allerdings wurde die Waffe auch noch von Fall zu Fall als eine Art ‘Sturmgewehr’ in den Händen haltend abgefeuert. Die neue Waffe wurde von der New England Arms Company und der International Business Machines in einer Stückzahl von 208.380 hergestellt. Damit wurde das BAR M1918A2 zum häufigsten leichten Maschinengewehr in den US-Streitkräften und blieb in dieser Form bis Anfang der 1960er Jahre im Einsatz. Trotzdem bestand weiterhin der Mangel des zu kleinen Magazins mit nur 20 Schuss bei der Verwendung als leichtes Maschinengewehr. Es galt für Militär-Theoretiker immer noch als Zwitter, während es bei der Truppe im Feld im allgemeinen beliebt war. Während des 2. Weltkrieges wurde das M1918A2 von auch von vielen alliierten Streitkräften verwendet, darunter vor allem bei der National-chinesischen Armee. In Ländern der Dritten Welt wird es noch heute benutzt und für Polizei-Aufgaben ist eine modernisierte Version unter dem Namen ‘Monitor’ erhältlich. Browning M1918 BAR in Belgien und Polen Der Erfinder des Browning-Maschingewehr, John M. Browning, arbeitete noch Jahre nach dem 1. Weltkrieg für die belgische Fabrique Nationale d’Armes de Guerre in Herstal, wo er 1928 auch verstarb. Seit 1920 wurde sein BAR hier unter Lizenz hergestellt und geringe Mengen auch an die Streitkräfte von Schweden, einigen baltischen Staaten sowie in Mittel- und Südamerika, darunter auch Honduras, geliefert. Davon landeten viele schließlich bei der national-chinesischen Armee. Die belgischen Streitkräfte führten die leicht verbesserte und präzise verarbeitete Original-Waffe im Kaliber 7,65 mm als Modell 1930 ein und verwendete diese 1940. Die FN-Waffenfabrik baute während der deutschen Besetzung das Maschinengewehr für die Wehrmacht weiter. Die polnische Armee führte das BAR modifiziert im Kaliber 7,92 mm als Modell 1926 ein und die belgische Firma lieferte bis 1930 etwa 10.000 Stück. Anschließend begann die Waffenfabrik in Warschau ihr eigenes Modell 1928 zu bauen, welches auf einer belgischen Lizenz beruhte. Dieses leichte Maschinengewehr wurde bis 1939 perfektioniert und etwa 11.000 Stück standen den polnischen Streitkräften bei Ausbruch des 2. Weltkrieges zur Verfügung. Vor dem Krieg wurden von den Polen 1.880 Stück exportiert und in Polen erbeutete Exemplare wurden sowohl von der Roten Armee als auch den Deutschen während des 2. Weltkrieges verwendet. mehr …

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