Kriegstagebuch 13. März 1917


Britische und indische berittene Militärpolizei
Britische und indische berittene Militärpolizei an der Westfront, fotografiert etwa zu dieser Zeit.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 13. März 1917:

Westfront


Großbritannien: In London unterzeichnen Haig und Nivelle eine Vereinbarung zur Klärungen ihrer jeweiligen Befehlsbefugnisse.
Somme: Die britische Vorhut steht jetzt 18 km vor Bapaume. Weitere Geländegewinne östlich und nordöstlich von Gommecourt.
Aisne: Deutsche Truppen werden am Hügel 185 zurückgeschlagen.
Maas: Kämpfe in der Nähe von St.Mihiel.

Seekrieg

USA: Das Navy Department erlaubt bewaffneten Handelsschiffen, gegen U-Boote vorzugehen.
Frankreich: Die Parlament-Kommission de la marine de guerre drängt die Anti-U-Boot-Direktion die Priorität auf Patrouillenfahrzeuge zu legen.
OstseePetrograd: Revolutionäre ermorden den Kapitän des in Überholung befindlichen Kreuzer Aurora und die Besatzung wählt ihr erstes Schiffskomitee. Meuterei auf dem Kronstadt-Marinestützpunkt (bis 14. März), bei der etwa 40 Offiziere und Unteroffiziere getötet und 162 Offiziere verhaftet werden. Der Oberbefehlshaber der Flotte ist der erste bedeutende Militär, welcher die provisorische Regierung am 14. März anerkennt.

Heimatfronten

Großbritannien: Die Regierung übernimmt alle Steinbrüche und Minen (außer Kohle). Erste Einschreibungen in das WAAC (Women’s Army Auxiliary Corps = Frauen-Armee-Hilfskorps), vor allem durch ehemalige Mitglieder der Women’s Legion.
Russland: Das Blatt Izvesteya wird erstmals veröffentlicht und der Petrograder Sowjet am 12. März gebildet. Der Pöpel stürmt das Militär-Hotel Astoria und nur die Gegenwart der Briten rettet viele russische Offiziere.

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Im Blickpunkt:
  • Deutsche Panzer für Nordafrika verladen

    Aufstellung der deutschen 21. Panzer-Division und Einsätze 1941 bis 1943 in Nordafrika beim Deutschen Afrika-Korps DAK (Teil I). Teil I (1941-1943) der 21. Panzer-Division. Hier zu Teil II: 21. Panzer-Division im Westen (1944/45). 21. Panzer-Division von 1941 bis 1943 Bezeichnung 5. Leichte Division 5.lei.Afrika-Division (mot.trop.) (Februar 1941) 21. Panzer-Division (Ende Juli 1941) 21. Panzer-Division/neu (15. Juli 1943) 21. Panzer-Division (1944) Kommandeure Generalmajor Johannes Streich (Februar bis Juli 1941) Generalmajor Johann von Ravenstein (Juli bis November 1941) Oberstleutnant Gustav-Georg Knabe (November 1941) Generalleutnant Karl Bottcher (Dezember 1941 bis Februar 1942) Generalmajor Georg von Bismarck (Februar bis August 1942) Oberst Carl-Hans Lungershausen (September 1942) Generalleutnant Heinz von Randow (September bis Dezember 1942) Generalleutnant Hans-Georg Hildebrandt (Januar bis März 1943) Generalmajor Heinrich-Hermann von Hülsen (April bis Mai 1943) Generalleutnant Feuchtinger (Mai 1943 bis Januar 1944) Generalmajor Oswin Grolig (Januar bis März 1944) Generalleutnant Franz Westhoven (März bis Mai 1944) Generalleutnant Feuchtinger (Mai 1944 bis Januar 1945) Oberst Helmut Zollenkopf (Januar bis Februar 1945) Generalmajor Marcks (Februar bis April 1945)   Aufstellung Die Division stammt von der 5. Leichten Division von Ende 1940 ab, welche das Panzer-Regiment 5 der 3. Panzer-Division erhielt. Diese Einheit wurde bereits 1935 in Berlin aufgestellt. Die Mannschaften der 5. Leichten Division übernahmen die hauptsächliche Mischung aus Schlesiern und Brandenburgern der 3. Panzer-Division. Die Truppenteile dieser Division wurden im Frühjahr 1941 nach Nordafrika geschickt, wo der Verband als 5.lei.Afrika-Div. (mot. trop) aufgestellt und in der Nähe der Front auch sogleich aufgefrischt werden mußte, da es beim Seetransport über das Mittelmeer schon zu erheblichen Verlusten gekommen war. Beim Eintreffen in Tripolis am 10. März 1941 verfügte das Panzer-Regiment 5 über 7 Panzerbefehlswagen, 25 PzKpfw I, 45 PzKpfw II, 61 PzKpfw III und 17 PzKpfw IV. 10 PzKpfw III und 3 PzKpfw IV gingen beim Transport über das Mittelmeer verloren. Die Division nahm kurz nach ihrer Ankunft schon beim ersten Vorstoß von Rommels Afrika-Korps in Richtung Ägypten und beim Angriff auf Tobruk teil, wobei es ebenfalls erhebliche Verluste gab. So hatte das Panzer-Regiment 5 Mitte April vor Tobruk nur noch 22 bis 25 einsatzfähige PzKpfw II, PzKpfw III mit 3,7-cm-Kanonen und PzKpfw IV mit kurzer 7,5-cm-Kanone, was aber auch an der noch unbekannten Umgebung der nordafrikanischen Wüste lag, was zu zahlreichen mechanischen Ausfällen führte. Am 14. Juni 1941 wehrte die Division die britische Operation Battleaxe westlich von Fort Capuzzo ab und entsetzte zusammen mit den Panzern der 15. Panzer-Division die deutschen Verteidiger von dem Halfaya-Pass. Im Sommer 1941 wurde der Verband durch das Einfügen des Panzergrenadier-Regiment 104 der 15. Panzer-Division verstärkt und als 21. Panzer-Division neu bezeichnet. Dabei erhielt das Panzer-Regiment 5 die ersten Pzkpfw III mit 5-cm-Kanone. Das motorisierte Artillerie-Regiment 155 wurde in Libyen aus der Heeres-Artillerie-Abteilung 864 (mot.) und schweren Artillerie-Abteilungen neu gebildet, welche im August 1941 im Wehrkreis XI aufgestellt worden waren. Die vollständige Aufstellung und Auffrischung zog sich bis November 1941 hin. Erst Ende Dezember kam die vor allem mit 5-cm Pak und den ersten russischen 7,62-cm-Pak, teilweise auf Selbstfahrlafetten, voll motorisierte Panzer-Jäger-Abteilung 39 an.   Die Division verlor Ende 1941 am Halfaya-Pass das dort haltende und eingeschlossene I. Bataillon und dieses wurde daher im April 1942 durch das I./Schützen-Regiment 104 und dem Kradschützen-Bataillon 15 (letzteres von der 15. Panzer-Division) ersetzt. Ausstattung der 21. Panzer-Division Sep-Dez 1941: Einsätze beim Afrika-Korps 1941-1943 Die Division wurde eine der wichtigsten Formationen von Erwin Rommels Panzerarmee Afrika und war an allen wichtigen Schlachten des Nordafrika-Feldzugs beteiligt. Teile wurden bei den Abwehrkämpfen und Gegenangriffen während der britischen Operation Crusader ab Oktober 1941 in der Cyrenaika und Marmarica verwendet. Dabei ein Gegenangriff südlich von Tobruk und Sizi Razegh in Richtung Bardia im Oktober und November. Im November 1941 fügte sie der angreifenden britischen 7. Panzer-Brigade südlich von Tobruk und Sidi Rezegh erhebliche Verluste zu, verbrauchte sich aber bei der Verteidigung südlich von Tobruk.   Praktisch ohne einen einzigen einsatzfähigen Panzer zog sich die 21. Panzer-Division im Rahmen des DAK bis Januar 1942 in die Marsa-el-Brega-Stellung zurück. Es folgte eine kurze Auffrischung und Neuausrüstung bei El Agheila knapp hinter der Front bis Mitte Januar 1942. Gliederung 1942: Mit der Gegenoffensive ab dem 21. Januar 1942 erreichte die Division im Rahmen der ‘Panzer-Kampfgruppe v.Bismarck’ über Adedabia und Fort Mechilli die Ghazala-Stellung westlich von Tobruk bis Mai 1942. Bestand Panzer-Regiment 5, Mai 1942: Ab dem 26. Mai Angriff auf die britische Ghazala-Stellung gegen das Wüstenfort Bir Hacheim, welches durch die frei-französische Brigade heldenhaft verteidigt wurde. Während des ersten, fehlgeschlagenen Durchbruchsversuches wurde ihrem Divisionskommandeur mangelnder Erfolg durch Rommel vorgeworfen und dieser von seinem Posten abgelöst. Nach wechselvollen Gefechten wurde schließlich der Durchbruch erzielt und Festung und Hafen von Tobruk vom 19. bis 21. Juni 1942 genommen. Vor El Alamein Ab dem 26. Juni Vorstoß zum Halfaya-Pass und Durchbruch durch die britische Fuka-Linie bis zum Ruwisat-Rücken südlich von El Alamein am 4. Juli. Anschließend mussten wieder Gegenangriffe und verlustreiche Abwehrkämpfe südlich von El Alamein bis Mitte August geführt werden. Anfang Juli 1942 belief sich die Waffenstärke der 21. Panzer-Division auf nur noch 29 Panzer und 2 Panzerspähwagen in einem Bataillon des 5. Panzer-Regiments, das zweite Bataillon verfügte nur noch über Kader-Mannschaften. Das 104. Infanterie-Regiment hatte bei einem Bataillon drei Kompanien und sechs 5-cm Pak, eine erbeutete britische 2-Pfünder und eine 3,7-cm Pak 36. Das zweite Bataillon hatte zwei Kompanien mit sechs 5-cm Pak, einer 3,7-cm Pak und einem britischen 25-Pfünder-Feldgeschütz. Das dritte Bataillon hatte zwei Kompanien mit drei 5-cm Pak, einer 7,62-cm-Pak (russisch), drei 2-Pfünder und zwei 6-Pfünder-Pak. Die Panzerjäger-Abteilung 39 verfügte über zwei Kompanien mit zusammen dreizehn 5-cm-Pak. Über die Ausstattung des 155. Artillerie-Regiment gibt es keine Angaben.   Die Division spielte wieder eine große Rolle bei Rommels Versuchen, die El-Alamein-Linie im Sommer zu durchbrechen. Ende August 1942 war die 21. Panzer-Division an der Schlacht von Alam Halfa beteiligt, wobei der Durchbruch bis 15 Kilometer südlich der Küstenstraße nach Alexandria östlich von El Alamein gelang. Jedoch musste am 5. September der Rückzug nach Südwesten erfolgen, woraufhin die Division bis Mitte Oktober eine Verteidigungsstellung bezog. Den Nachschub für die Panzerarmee Afrika heranzubringen, war eine logistische Herkules-Aufgabe. Abgesehen davon, mehr …

  • Colt-M1911

    Colt M1911 und M1911A1, automatische Pistole der US-Armee von 1911 bis 1985. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Pistole Modell 1911 (Colt M1911 und M1911A1) Typ: Automatische Pistole. Geschichte Der Colt M1911 steht im Wettbewerb mit der Browning HP als eines der erfolgreichsten, jemals gebauten Pistolen-Entwürfe. Millionen wurden von der Waffe gebaut und sie ist überall auf der Welt noch in Verwendung, seit sie 1911 für die US-Armee akzeptiert wurde. Der Entwurf hatte seine Ursprünge aber schon lange vorher, denn die Waffe basierte auf dem Colt Browning Modell 1900. Diese Waffe wurde als Ausgangspunkt für eine neue Dienstwaffe verwendet, welche von der US-Armee für das neue 11,43-mm-Geschoss verlangt wurde. Denn das bisher übliche Kaliber 9,65 mm wurde von vielen Soldaten als zu leicht angesehen, um einen angreifenden Feind aufzuhalten. Im Jahr 1907 und 1908 wurden eine Reihe von Versuchen durchgeführt. Dabei stellten sich die Modelle Colt von John Browning, Savage und die Luger Parabellum Modell 1908 als vielversprechendste heraus. Der Colt wurde anschließend leicht überarbeitet, um den Anforderungen der Armee an Einfachheit, Robustheit und Sicherheit gerecht zu werden. Als Ergebnis davon wurde 1911 der Colt als Pistol Automatic Caliber .45 M1911 von der US-Armee übernommen. Während viele zeitgenössische Pistolen-Entwürfe einen Empfängeranschlag verwendeten, um die Rückwärtsbewegung des Empfängerschlittens festzuhalten, hatte die M1911 ein Verriegelung-System, welches ein festeres Anhalten lieferte. Der Lauf hatte Laschen in seine Außenfläche eingearbeitet, welche in die entsprechenden Nuten am Verschluss passten. Wenn die Pistole abgefeuert wurde, wurden der Lauf und Bügel eine kurze Distanz rückwärts bewegt, wobei diese Laschen noch nicht einrasten. Am Ende der Strecke wurde diese Bewegung durch ein Schwenkglied gestoppt, das umschwenkt und den Laufzapfen aus dem Schlitten herauszieht. Dadurch konnte sich dieser noch weiter bewegen und so die verbrauchte Kartusche auswerfen und den Ladevorgang neu beginnen. Dieses robuste System, verbunden mit einem positiv angelegten Sicherheitsverschluss mit Außenhahn bei gleichzeitiger Griffsicherheit, machte die Modelle Colt M1911 und später auch M1911A1 zu sehr sicheren Waffen unter Einsatzbedingungen.   Zu Beginn war die Produktion nur gering, aber bis 1917 war sie ausreichend ins Laufen gekommen, um Teile der sich schnell vergrößernden US-Armee für ihren Einsatz in Frankreich damit auszurüsten. Dies wohl auch deshalb, da bereits 1915 und 1916 eine Menge der M1911-Pistolen für die Royal Navy und das Royal Flying Corps hergestellt wurden, wobei die Kammer für die Patrone der automatischen Pistole .455 Webley & Scott verändert wurde. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges erhielt die US-Armee, US-Navy und die Marines insgesamt 592.981 Exemplare, welche hauptsächlich von der Firma Colt in Hartford hergestellt wurden. Zum Schluss waren auch noch die Waffenfabrik in Springfield sowie die Firma Remington an der Herstellung beteiligt. In Frankreich bewährte sich die neue Pistole gut, aber die Erfahrungen während des Ersten Weltkriegs zeigte jedoch die Notwendigkeit einiger kleiner Änderungen auf. Die Kontur des Kolbens wurde verändert, um ihn der Hand besser anzupassen. Dazu wurde der Abzug gekürzt und die Vorderkante des Kolbens wurde weggeschnitten, um dem Abzugsfinger einen besseren Griff zu ermöglichen. Schließlich wurde noch der Hammersporn gekürzt. Insgesamt waren diese Veränderungen nicht umfangreich und änderten wenig an der Verwendung im Einsatz. Der grundsätzliche Mechanismus blieb der gleiche und dieser war einer der stabilsten, welcher jemals bei einer Pistole Verwendung fand. Mit diesen Änderungen wurde die Waffe zum Colt M1911A1 und diese Version stammt aus dem Jahr 1922.   Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie neben Colt Firearms auch in einer Reihe anderer Waffenfabriken hergestellt, um die erforderlichen Stückzahlen zu liefern. Mehr als zwei Millionen Stück wurden dabei hergestellt und auch an andere Alliierte geliefert. Die Produktion lief auch nach dem Zweiten Weltkrieg weiter. Dazu wurde die Waffen in vielen Teilen der Welt kopiert und nach gebaut, allerdings nicht immer unter den hervorragenden amerikanischen Qualitätsnormen. Mit einem 14,9-Gramm-Geschoss bei 262 Meter Geschossgeschwindigkeit pro Sekunde war die M1911A1 die stärkste Militärpistole im Einsatz seit dem Ende des .455 Webley-Revolvers in den 1920er Jahren. Um einen Angreifer zu stoppen, ist die Waffe ohne Parallele und die Wirkung von über 400 Newtonmeter auf irgendeinen Teil des Körpers setzt jeden Mann außer Gefecht. Andererseits ist es nicht einfach, mit so einer mächtigen Waffe ohne viel Übung präzise zu schießen. Der Colt M1911 und M1911A1 war bis 1985 in der US-Armee weit verbreitet. Die Pistole wurde nicht nur von Unteroffizieren getragen, sondern war auch die persönliche Bewaffnung für die Mannschaften von schweren Waffen, darunter schwere Maschinengewehren und Granatwerfer. Aufgrund von Beschwerden über seine Nutzlosigkeit bei der Verwendung über größere Schussentfernungen wurde er jedoch nach 1942, insbesondere bei den Mannschaften schwerer Waffen, weitgehend durch den US Carbine cal .30 M1 oder die M3 Grease Gun Maschinenpistole ersetzt. Es besteht kein Zweifel, dass es die am weitesten verbreitete aller Kampfpistolen war, wahrscheinlich deshalb, weil Amerikaner aus Tradition schon zu Faustfeuerwaffen neigen. Dazu gibt unzählige Geschichten über die Wirksamkeit der Colt-Pistole im Kampfeinsatz. Die größte aller ‘Colt-Geschichten’ davon fand bereits am 8. Oktober 1918 statt, als Korporal (Unteroffizier) Alvin York, nachdem er eine Maschinengewehr-Mannschaft mit seinem Gewehr erschossen hatte, ergaben sich ihm 132 deutsche Soldaten und er brachte sie nur mithilfe seines Colt M1911 zu den eigenen Linien zurück in die Gefangenschaft. Benutzer: US Army (und andere Alliierte im 2. Weltkrieg). 3D-Modell Colt M1911A1 Spezifikationen Colt M1911A1 Spezifikationen: Einsatzstatistik:

  • 'Schlanke Emma' in Feuerstellung

    Skoda-Haubitzen 30,5cm Modell 1911 ‘Schlanke Emma’ und 149-mm-Feldhaubitzen Modell 14 und 14/16. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. In den Jahren bis zum Ersten Weltkrieg war der Skoda-Konzern mit Sitz in Pilsen in Österreich-Ungarn (heute Tschechoslowakei) bei der Entwicklung und Herstellung von überschwerer Artillerie führend. Wie so viele andere Nationen in Europa während dieser Zeit stand die österreich-ungarische Armee vor dem Problem, sich durch einen Ring massiver Festungswerke durchschlagen zu müssen, welche die wichtigsten Gebiete ihrer potenziellen Gegner schützten. Da diese Befestigungen immer mächtiger wurden, waren auch immer schwerere Waffen notwendig, diese zu überwinden. Skoda-Haubitze Schlanke Emma 1911 baute Skoda bereits eine 305-mm-Haubitze, die gleichwertig zu jeder ähnlichen Waffe bei den europäischen Streitkräften war. Diese kurzläufige Haubitze konnte eine 382-kg oder 287-kg-Granate verschießen, welche in der Lage waren, die dicksten aller vorhandenen Festungswerke zu durchdringen. Diese Haubitze Skoda Modell 1911 war ein bedeutender Entwurf, da es eines der ersten derartig schweren Artilleriegeschütze war, welche von Beginn unter Berücksichtigung des Transportes mit motorisierten Traktoren entwickelt worden war. Dazu konnte jede Haubitze in drei Hauptlasten zerlegt werden: den Lauf, die Feuerplattform und das Hauptgestell. Lauf und Hauptgestell konnten von einem kräftigen Austro-Daimler-Traktor über Straßen gezogen werden; zwar schwerfällig, aber dauerhaft über größere Strecken. Im Jahre 1911 waren solche Traktoren zwar nichts mehr ungewöhnliches, aber die Konstruktion einer schweren Haubitze, welche davon gezogen werden sollte, war neuartig und erregte deshalb viel Aufmerksamkeit. Die Haubitzen wurden in Batterien zu je zwei Geschützen organisiert, wozu zwei Traktoren für die beiden Geschützlasten und ein weiterer Traktor für beide Feuerplattformen hinzukamen. Auf jeder gezogenen Last saßen Mannschaftsmitglieder der Haubitzen, um die Bremsen während der Fahrt zu bedienen. Weitere Traktoren zogen Munitionsvorräte, Montagekräne, Werkzeuge und sogar eine besondere, mobile Werkstatt. Zusätzliche Lastkraftwagen transportierten die Feuerleit-Instrumente, Verpflegungen für die Batterie, ihre Offiziere und weitere benötigte Dinge. Derartige österreich-ungarische mobile Batterien aus der ‘Schlanken Emma’ wurden auch bei der Zerschlagung der belgischen Forts neben den 42-cm Dicken Berta-Haubitzen von Krupp eingesetzt. Der erste Kampfeinsatz erfolgte am 12. August 1914 gegen den angeblichen stärksten Festungskomplex der Welt von Lüttich. Zur Bestätigung der Mittelmächte und Entsetzen der übrigen Welt wurden die angeblich undurchdringbaren Beton- und Stahlwände der Festungen in weniger als vier Tagen in Schutthaufen verwandelt. Das Festungssystem von Namur erlitt kurz danach und die Forts von Antwerpen später das gleiche Schicksal. Zumindest die österreich-ungarischen ‘Schlanken Emmas’ hätten für die Welt keine Überraschung sein dürfen, denn die Österreicher legten nicht besonders viel Wert auf Geheimhaltung und so ziemlich alle Einzelheiten über diese Waffen hätte man auch aus den Zeitungen erfahren können. Trotzdem sorgten diese schweren Haubitzen unter den Alliierten für Entsetzen und so versuchten diese, schnell ihrerseits ähnlich schwere Haubitzen zu bauen. Einige der erfolgreicheren Versuche war die 220-mm Schneider Modell 1917, welche zwar nur eine 90,7 kg schwere Granate verschießen konnte, dafür aber über 22.400 Meter. Die meisten der alliierten schweren Haubitzen hatten kürzere Feuerreichweiten und konnten ebenfalls in mehrere Teile zerlegt werden. Später kam die ‘Schlanke Emma’ auch vor Verdun sowie an der Ostfront in Russland und an der italienischen Front zum Einsatz. Nachdem der Erste Weltkrieg ausgebrochen war, gab es bedarf nach noch schwerer Artillerie und Skoda begann damit, Waffen mit größerem Kaliber zu bauen. Das erste Geschütz war schon 1914 fertig, war aber nicht als Feldhaubitze geplant, sondern als Küstenartillerie zum Einbau in Panzerkuppeln vorgesehen. Das Kaliber dieses Geschützes Skoda Modell 1914 war 420 mm, genauso wie das der Krupp-Haubitze ‘Dicke Berta’. Trotz des ursprünglich vorgesehenen Einsatzzwecks wurde das Modell 1914 bei verschiedenen Gelegenheiten an der italienischen Front zur Zerschlagung von starken Befestigungen verwendet. Einige blieben jedoch in ihren Küstenbatterie-Stellungen bis in den Zweiten Weltkrieg hinein im Einsatz. Die massive 420-mm-Haubitze zu bewegen war eine so gewaltige Aufgabe, sodass Skoda im Jahr 1916 eine formale Haubitzen-Version Skoda Modell 1916 einführte, um das Geschütz im Feld besser verwenden zu können. Trotzdem war es immer noch eine Herausforderung, die mächtig und schwere 420-mm-Haubitze in Stellung zu bringen oder zu bewegen, was Tage an Vorbereitungen und Arbeiten erforderte. Es dauerte bis in das Jahr 1917, bis aus dem 420-mm-Entwurf von seinem ursprünglichen Einsatzzweck als Küstengeschütz ein verhältnismäßig einfach zu bewegende und in Stellung zu bringende Feldhaubitze entstanden war. Diese Skoda Modell 1917 war in vielen Bereichen das gleiche Geschütz wie das Modell 1916, konnte jedoch in verschiedene, einzelne Ladungen zerlegt werden, sodass es von großen Rad-Traktoren gezogen werden konnte. Das Gesamtgewicht des Skoda Modell 1917 in Feuerstellung betrug über 100 Tonnen und auf der Straße erreichten alle Teilladungen zusammen ein noch weitaus größeres Gewicht. Die Feuergeschwindigkeit betrug nicht mehr als ein oder zwei Schüsse per Stunde, aber die schwerste Granate wog nicht weniger als 1.000 kg und die maximale Schussweite betrug 14.600 Meter. Die Firma Skoda baute im Jahr 1916 auch noch die Skoda Modell 1916 Haubitze mit 380 mm, welche den Spitznamen ‘Barbara’ erhielt. Sie war ebenfalls für den motorisierten Transport entworfen worden, aber nur wenige dieser Waffen wurden dann tatsächlich gebaut. Nach 1918 waren die 305-mm-Haubitzen ‘Schlanke Emma’ auf die Streitkräfte der aus der Donaumonarchie neu entstandenen Staaten verteilt. Die meisten befanden sich in Besitz der Ungarn und Tschechen, aber Italien besaß ebenfalls einige, zusammen mit den 420-mm-Haubitzen in seinen neu eroberten Küstenbatterie-Stellungen. Benutzer: Österreich-Ungarn. Skoda 149mm Modell 14 und 14/16 In vielerlei Hinsicht kann das Skoda 149mm Modell 14 als die mittlere Haubitzen-Version angesehen werden, welche dem 100-mm-Modell 1914 entspricht. Die 149-mm-Haubitze war jedoch viel größer und schwerer und war für den Einsatz auf höheren Organisationsebenen der Artillerie vorgesehen, als die von der Feldartillerie verwendete 100-mm-Haubitze. Deshalb wurde sie auf Regiments-Ebene und höher eingesetzt, einschließlich bei der Korps-Artillerie. Das Modell 14 war für die Zerstörung der größeren gegnerischen Stellungen und Feldwerke bestimmt und konnte eine sehr mächtige Waffe sein. Das Modell 14 war nur für den Einsatz als Feldhaubitze vorgesehen und es gab keine Möglichkeit, die Waffe in Lasten zu zerlegen, wie es bei den kleinkalibrigen Waffen oder größeren Haubitzen der Fall war. Stattdessen war das Modell 14 mit einem großen Kastenwagen ausgestattet, der so schwer war, dass ein spezieller Nachlauflüftungshebel über den Spaten angebracht werden mehr …

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