Kriegstagebuch 16. April 1917


Beginn der Nivelle-Offensive
Bei dem Beginn der Nivelle-Offensive rücken französische Soldaten gegen die von deutschen Truppen befestigten Höhen des Chemin des Dames vor.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 16. April 1917:

Westfront


Aisne – NIVELLE-OFFENSIVE (ZWEITE SCHLACHT AN DES AISNE) auf einem 41 km langen Frontabschnitt (bis 20. April): Trotz langer Artillerievorbereitung und dem ersten französischen Panzerangriff können 20 französische Divisionen (alleine bei 3 Divisionen fallen 6.731 Infanteristen) ab 6 Uhr bis zum Einbruch der Nacht gegen 15 deutsche Divisionen nur weniger als ca. 600 Meter Gelände gewinnen – gegenüber 10 km, welche eigentlich geplant waren.
Durch MG-Feuer dezimiert senegalesische Truppen brechen zusammen und fliehen. Von den 128 Schneider-Panzer der Fünfte Armee gehen 32 verloren und die meisten bleiben in Schlammlöchern stecken; nur wenige erreichen die deutsche dritte Linie. Die Französische Verluste steigen bis auf ca. 100.000 Mann an, anstatt der 15.000 eingeplanten.
Nivelle lässt verspätet die deutsche Flanke auf dem Chemin des Dames angreifen. Vorgewarnt haben die Deutschen die neue Erste Armee (F. Below) von Somme zwischen die Dritte und Siebte Armee an der Angriffsfront eingeschoben.
Artois: Haig und seine Armeekommandanten treffen sich, um den nächsten Angriff zu planen.

Luftkrieg

Aisne: 131 Französische Flugzeuge (von 200 auf dem Papier) unterstützen die Nivelle-Offensive, anschließend 153 bis zum 21. April. Aber die deutschen Jäger vertreiben die französischen Artilleriebeobachtungs- und Kontakt-Patrouillen, dazu kommen Behinderungen durch schlechtes Wetter.

Heimatfronten

Deutschland: Streiks (bis zum 23. April) in Berlin (217.000 Arbeiter) und Leipzig gegen die Verringerung der Brotration am 15. April.
Russland: Lenin trifft in Petrograd ein und gibt am 17. April seine ‘April-Thesen’ in einer Rede vor dem Petrograder Sowjet bekannt.
USA: Eine zivile Schifffahrts-Flotte wird gechartert. 280.000 Werftarbeiter werden bis zum 20. April eingeschrieben.

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Im Blickpunkt:
  • 3D-Modell eines Liberty-Frachter.

    Stückgut-Frachter Liberty-Schiff, welches half die Schlacht im Atlantik zu entscheiden. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Liberty-Schiff (2.710 Schiffe) Typ: Stückgut-Frachter für Massenbauweise, gebaut 1941-1945. Geschichte des Liberty-Schiffs Der von den Werften Henry J. Kaisers in Amerika vervollkommnete Liberty-Schiffstyp half die ‘Schlacht im Atlantik’ zu entscheiden. Dieser vorgefertigte 10.000-Tonnen-Frachter konnte in weniger als 5 Tagen zusammengebaut werden. 2.710 Einheiten wurden von 18 amerikanischen Werften gebaut. Die Konstruktion geht noch auf den einfachen englischen Ocean-Typ von 1879 zurück. Die schnelle Massenfertigung der Liberty-Schiffe bildete den Ausgleich für die bedrohlichen Handelsschiffsverluste der Alliierten. Entwurf Im Jahr 1936 wurde in den USA ein Gesetz zur Subvention von jährlich 50 zu bauenden kommerziellen Handelsschiffen verabschiedet, welche im Kriegsfall der US-Marine als Hilfsschiffe mit Mitgliedern der US-Handelsmarine zur Verfügung stehen sollten. Die Zahl wurde im Jahr 1939 verdoppelt und 1940 auf sogar 200 Handelsschiffe pro Jahr erhöht. Es wurden fünf Schiffsentwürfe dafür ausgewählt, zwei für Tanker und drei Typen von Handelsschiffen, welche alle von Dampfturbinen angetrieben werden sollten. Allerdings führte eine eingeschränkte Industriekapazität und der Mangel an einigen Bauteilen dazu, dass nur wenige dieser Schiffe tatsächlich fertig wurden. Im Jahr 1940 bestellte dann die britische Regierung 60 Ozean-fähige Frachtschiffe, welche Verluste durch deutsche U-Boote ersetzen und die britische Handelsflotte verstärken sollten. In der Zeit der Not sollten dies einfache, dafür für die damalige Zeit aber große Schiffe werden, welche von einer 2.500 PS starken Dampfmaschine mit Kohlefeuerung angetrieben werden sollten. Da es genügend Kohle in Großbritannien selbst gab, Öl aber importiert werden musste, bevorzugten die Briten einen Kohleantrieb. Der Entwurf basierte auf einem einfachen Dampfer, welcher ursprünglich von der Werft J.L.Thompson&Sons in Sunderland (Nordost-England) ab 1879 bis 1939 gebaut wurde. Im Jahr 1935 baute diese Werft ein Handelsschiff mit dem Namen Embassage. Dieses war in gewisser Weise revolutionär, da es wirtschaftlich war und gleichzeitig eine große Ladung transportierte konnte, während es weniger Kohle bei gleicher Geschwindigkeit und Fahrbereich verfeuerten. Dies führte 1939 zum Frachtschiff Dorrington Court, dem direkten Vorläufer der Liberty-Schiffe. R.C. Thompson wurde 1940 in die USA geschickt, um 60 Schiffe für die britische Schiffsbaukommission fertigen zu lassen, weil britische Handelsschiffe dreimal schneller versenkt wurden, als sie in Großbritannien nach gebaut wurden. Er nahm die Pläne der Dorrington Court als Muster mit. Dieses Schiff sollte etwas verstärkt werden, um eine noch größere Ladung von bis zu 10.300 Tonnen zu transportieren. Die Kabinen, Brücke und der Hauptantrieb sollten sich mittschiffs befinden, zusammen mit einem Tunnel, welcher den Hauptmotorenschacht mit dem Propeller über eine lange Achterverlängerung verbindet. Die Werft von Kaiser bot an, 30 Schiffe an der amerikanischen Ostküste und 30 weiter an der Westküste auf neuen Werften eines fast identischen Entwurfs zu bauen. Sie waren aber verschweißt, während die ursprünglichen britischen Schiffe genietet waren, sie hatten kohlebefeuerte Kessel aus Schottland und dreifache Expansionsmotoren. Dies war zwar etwas altmodisch, dafür aber billig, zuverlässig und schnell zu bauen. Diese Schiffe waren die Ocean-Klasse. Das erste Schiff dieser Klasse, die Ocean Vanguard, lief am 16. August 1941 von Stapel. Kanada baute sie als die Fort- und Park-Klasse, wobei es aber einige Unterschiede zum Entwurf von Kaiser gab. Die USA starteten ein ähnliches Programm, um ihre Handelsflotte mit Schiffen der Klassen C1 (unter 120 Meter lang), C2 (bis 135 Meter) und C3 (über 135 Meter) zu erweitern. Dies waren ölbefeuerte Turbinenschiffe, aber sie wurden nicht schnell genug produziert. Die Amerikaner kamen daher widerstrebend zu der Einsicht, dass der britische Entwurf besser geeignet sei. Also nahm Gibbs&Cox im Grunde die britische Ocean-Klasse, änderte ihn ab, teilweise um ihn besser den amerikanischen Bauverfahren anzupassen, aber vor allem, um noch schneller und billiger diese Schiffe bauen zu können. Zu den Änderungen gehörten ein paar geringe Anpassungen am Rumpf und die Änderung der Aufbauten von der ‘Zwei-Insel’-Anordnung zu einer Mittelschiff-Insel. Es wurden die gleichen Maschinen beibehalten, welche aber ölbefeuerte Wasserrohrkessel verwendeten und so entstand die Liberty-Klasse, bezeichnet als EC2-S-C1 (EC für Emergency = Nofall). Dieser neue Entwurf ersetzte viele Nieten, welche für ein Drittel der Arbeitszeit beim Bau verantwortlich waren, durch Schweißen. Dazu wurde der Ölkessel statt der Kohleturbine verwendet. Der Auftrag wurde an ein Firmenkonsortium aus 6 Werften unter der Leitung von Henry J. Kaiser vergeben. Diese Liberty-Schiffe waren so entworfen, dass sie 10.000 Long Tons (10.200 Tonnen) an Fracht transportieren können. Während des Krieges wurden die Schiffe aber oft darüber hinaus vollgestopft. Einige Liberty-Schiffe wurden als Tanker benutzt, einige als Kohleschiffe, andere als Lazarettschiffe. Die Bewaffnung variierte je nach dem Verwendungszweck der Liberty-Schiffe. Am 27. März 1941 wurde die vorgesehene Bauzahl von Lend-Lease-Frachtern auf 200 erhöht und im April sogar auf 306, wovon 117 Liberty-Schiffe sein sollten. Herstellung Die Schiffe wurden aus Bauabschnitten zusammengesetzt, welche verschweißt wurden. Dies ähnelt Techniken, welche in Großbritannien verwendet wurden, ersetzt aber das Nieten durch Schweißen. Der Bau genieteter Schiffe dauerte mehrere Monate, sodass für Liberty-Schiffe die Arbeitskräfte neu geschult werden mussten. Da in den USA viele männliche Arbeiter zum Militärdienst eingezogen wurden, stellten viele Werften neue weibliche Arbeitskräfte ein, welche die neuen Techniken von Grund auf erlernen mussten. Die Schiffe hatten anfangs einem schlechten öffentlichen Ruf wegen ihres einfachen und veralteten Erscheinungsbild. In einer Rede, die das Notfall-Schiffsprogramm ankündigte, hatte Präsident Franklin D. Roosevelt das Schiff als ‘ein schrecklich aussehendes Objekt’ bezeichnet und das Time-Magazin nannte es ein ‘hässliches Entlein’. Der 27. September 1941 wurde dann zum Liberty Fleet Day (Liberty-Flotten-Tag) gemacht, um die öffentliche Meinung zu verbessern, da an diesem Tag die ersten 14 ‘Notfall’-Schiffe vom Stapel liefen. In einer Bemerkung bei der Einführungszeremonie zitierte Roosevelt dann Patrick Henrys Rede von 1775 ‘Give me Liberty or give me death’ (‘Gib mir Freiheit oder gib mit den Tod’) und sagte, dass diese neue Klasse von Schiffen die Freiheit nach Europa bringen würde, woher der Name Liberty-Schiff (‘Freiheits’-Schiff) herrührt. Das erste Liberty-Schiff war die Patrick Henry, welche am 27. September 1941 in Baltimore vom Stapel lief. Die Bauzeit des Schiffes betrug noch 244 Tage und sie wurde am 31. Dezember 1941 in Dienst gestellt. Später wurden die einzelnen Sektionen vorgefertigt, sodass sich die durchschnittliche Bauzeit auf 42 Tage reduzierte. Am schnellsten wurde die Robert mehr …

  • 3d-Modell Königstiger

    Tiger II – deutscher schwerer Panzerkampfwagen VI Ausf. B (Königstiger, Tiger II). Feuerkraft, Schutz, Feuerkraft und Mobilität im Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und 3d-Modell (Teil II). hier zu Teil I vom Königstiger: Geschichte, Herstellung, Einsatz, Bilder und Video. Leistung des Königstigers im Einsatz Feuerkraft Der Tiger II verwendete die KwK 43, welche von der 88-mm Pak 43 abgeleitet war und allgemein als beste Panzerabwehrkanone des Zweiten Weltkrieges gilt. Diese Waffen hatten eine dramatisch verbesserte Leistung gegenüber der ursprünglichen 88-mm Flak. Was in einem Panzer geschah, wenn ihn lediglich nur eine Granate der schwächeren 88-mm-Flak getroffen hatte, wurde von einem amerikanischen Offizier 1943 wie folgt beschrieben: ‘Wir konnten tatsächlich die Granaten sehen, welche knapp über den Boden wie ein springender Stein auf der Wasseroberfläche auf uns zukamen. Ein Granatsplitter kam direkt durch das Rohr unserer Kanone hindurch, verursachte aber keine schweren Verletzungen unter der Besatzung. Eine andere Granate ging wie ein Hase durch die Drehgestell-Räder unter dem Panzer durch und riss die andere Seite auf. Eine weitere traf den Turm, detonierte aber nicht. Dann traf eine Granate unser Ketten-Aufhängungssystem. Jeder Treffer verursachte ein Geräusch wie ein gigantischer Amboss oder riesige Glocke und ließ unsere Ohren klingeln. Sobald unsere Kanone wieder schussbereit war, begannen wir zu schießen. Dann zerschlug eine weitere Granate unseren linken, hinteren Treibstofftank. Brennendes Benzin spritzte über die Rückseite unseres Panzers, die Ketten und auf den Boden bei uns. Ich schrie zu meinen Jungs, dass es jetzt an der Zeit wäre zu gehen. Wir sprangen aus unserem Panzer wie Erbsen aus einer heißen Schote, noch bevor der Panzer zum Stehen kam.’ Welcher Schaden tatsächlich an einem Panzer geschah, wenn er von einer Hochgeschwindigkeits-Granate einer Acht-Acht-Kanone getroffen wurde, ist abhängig von einer Reihe von Bedingungen. Der prinzipielle Schaden entsteht dadurch, wenn die Granate die Panzerung durchschlägt und den anschließenden Querschlägern des Geschosses innerhalb des getroffenen Fahrzeuges. Neben dem in das Fahrzeug eingedrungene Geschoss wird auch die Panzerung durch Absplitterung in Mitleidenschaft gezogen. Dies geschieht durch den Aufprall des Geschosses auf die Panzerung und verteilt davon Fragmente mit hoher Beschleunigung innerhalb des Fahrzeuges. Ein Bergungsexperte der amerikanischen Armee in Westeuropa 1944/45, welcher zerstörte oder brennende Panzer seiner Einheit untersuchte, beschreibt die Zustände innerhalb eines Sherman-Panzers nach dem Treffer einer Acht-Acht wie folgt: ‘Es war nicht schön. Eine 88-mm-Granate, welche innerhalb des Panzers umherrotiert war, hat jedes Besatzungsmitglied, welches das Pech hatte, in dessen Weg gestanden zu haben, zerschmettert. Wenn der Panzer von einer Acht-Acht getroffen und in Brand geraten war, konnte der Geruch von verbrannten Fleisch überwältigend sein. Durch die starke Hitze eines brennenden Panzers schrumpften die verbrannten Körper seiner Besatzung auf die Hälfte ihrer ursprünglichen Größe’. Die Verletzung, welche von den Hochgeschwindigkeits-Panzerabwehrgranaten der deutschen Geschütze innerhalb durchschlagener amerikanischer Panzer verursacht wurden, waren so schrecklich, dass es bei der 4. US-Panzer-Division eine feste Regel gab, dass wenn die Besatzung einen getroffenen Panzer verlassen hatte, nur verwundeten Kameraden nach außerhalb des Fahrzeuges geholfen werden durfte. Wenn irgendeiner der Panzerleute getötet wurde, war es den überlebenden Besatzungsmitgliedern verboten, diese Körper aus dem Fahrzeug zu bergen. Stattdessen wurden Bergefahrzeuge eingesetzt, den getroffenen Panzer nach hinten abzuschleppen, wo Hilfskräfte deren Überbleibsel entfernten. Der Grund dafür war, dass die Panzerbesatzungen niemals sehen sollten, auf welche schreckliche Weise sie innerhalb ihrer Fahrzeuge sterben können, wenn diese von einer deutschen Panzerabwehrgranate getroffen werden. Dies hätte ihre Moral und Aggressivität beim nächsten Gefecht mit deutschen Truppen nachhaltig beeinflusst. Schutz Während des Zweiten Weltkrieges war das einzige Material, welches für die Panzerung verfügbar war, Stahl. Der Schutz stieg mit der Dicke der Stahlpanzerung an, hatte aber den Nachteil des zunehmend größeren Gewichts. Da die Fahrzeugtechnologie in dieser Zeit nicht in der Lage war, Panzer mit einem starken Schutz und gleichzeitiger großer Mobilität zu konstruieren, waren die Entwürfe ein Kompromiss. Beim Tiger wurde Schutz der Mobilität vorgezogen. Trotzdem kann kein Panzer gegen Bedrohungen aus allen Richtungen und Entfernungen geschützt werden. Deshalb setzten zeitgenössische Konstrukteure ihren gesunden Menschenverstand ein, um die Panzer möglichst gut zu schützen. Heute wissen wir, dass die Frontpanzerung der Fahrzeuge zu 60° Grad für den optimalen Schutz angewinkelt sein sollte. Beim Tiger II wurde aufgrund der Erfahrungen mit dem russischen T-34-Panzer, ebenso wie schon zuvor beim Entwurf des PzKpfw V Panther, angewinkelte Panzerung verwendet, welche die Effektivität des Schutzes stark verbesserte. Dies geschieht auf zwei Weisen: erstens, weil es die Dicke der Panzerung in der Horizontalen vergrößert und zweitens, weil diese weniger Angriffsfläche für ein Geschoss bietet, was zudem noch dadurch eher abprallen als durchschlagen kann. Die Effektivität der Panzerung des Tiger II wird aus einem Gefecht aus dem Jahr 1945 klar, als ein Tiger II einen Sherman-Panzer überraschend aus weniger als 150 Metern abschoss. Die fünf anderen Sherman-Panzer eröffneten daraufhin das Feuer aus weniger als 200 bis 600 Metern und erzielten fünf oder sechs Treffer auf die Vorderseite des Tigers. Sie prallten alle ab, der Tiger II fuhr zurück und war weg. Die amerikanischen Panzerbesatzungen bemerkten zu dem Vorfall, wenn sie Panzer wie den Königstiger hätten, würden sie noch heute den Krieg gewinnen. Bei der US-Army mussten vor allem die M4 Sherman gegen den Tiger ‘ran’. Das amerikanische panzerbrechende Standard-Geschoss M61 für die 75-mm-Kanone prallte allerdings sowohl beim Tiger I als auch beim Königstiger an der Frontpanzerung und manchmal sogar an der Seitenpanzerung einfach ab. Selbst der verbesserte Sherman mit der 76-mm-Kanone konnte beide Tiger-Modelle aus Entfernungen von über 50 Meter nicht frontal durchschlagen. Der einzige bedrohliche Gegner für den Tiger II war der sowjetische Josef-Stalin-Panzer. Der JS-2 erschien erstmals im Februar 1944 auf dem Schlachtfeld und war so wirksam gegen den Tiger I, dass dessen Besatzungen angewiesen wurden, immer zuerst diesen schweren sowjetischen Panzer bei seinem Auftreten zu bekämpfen. Im Februar 1945 wurden 21 Tiger II der schweren 503. SS-Panzer-Abteilung für einen Gegenangriff beim bedrohten Danzig in vier Kampfgruppen eingesetzt. Karl Bormann war einer der Panzerkommandanten und berichtete, dass alleine seine Mannschaft dabei innerhalb von sechs Wochen 66 sowjetische Panzer, 44 Geschütze und 15 Lastkraftwagen zerstört hat. Um auf die Bedrohung durch die Tiger II zu reagieren, brachte die sowjetische 2. Garde-Panzer-Armee ihre zahlreichen JS-2-Panzer mit mehr …

  • Panzerbataillon mit Königstiger

    Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 26. November 1944 nach dem deutschen Rückzug vom Südost-Balkan im Anschluss an den Putsch in Rumänien. Die Aufstellung und Verteilung der Divisionen der Wehrmacht und unterstellter Einheiten von Verbündeten nach dem deutschen Rückzug vom Südost-Balkan am 26. November 1944. Wehrmacht Kriegsgliederung November 1944 Erläuterungen zu einigen Typen von Divisionen und Verbänden: VG-Division die neu eingeführten Volks-Grenadier-Divisionen. Bodenständige Infanterie-Division ist eine Infanterie-Division, welche normalerweise als Festungs- oder Küstenschutz-Division verwendet wird und daher über keine oder nur wenige Transportmittel verfügt. Kampfgruppen sind die noch verfügbaren, einsatzfähigen Truppeneinheiten von aufgeriebenen Divisionen. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 26. November 1944 Ostfront Heeresgruppe F (in Jugoslawien und in der Ägäis) Heeresgruppe Süd Heeresgruppe A Heeresgruppe Mitte Heeresgruppe Nord Norden Westfront Heeresgruppe H Heeresgruppe B Heeresgruppe G Italien Heeresgruppe C Reserven und Neuaufstellungen Siehe auch: Wehrmachts-Verbände Organisation 1942-45. Der deutsche Rückzug vom Balkan Die Vernichtung der deutschen Heeresgruppe Mitte im Sommer 1944 hatte zu einem tiefen sowjetischen Einbruch in der Mitte der Ostfront geführt und war erst vor Warschau zum Stillstand gekommen, was auch durch den westlich orientierten Warschauer Aufstand im August 1944 verursacht wurde und dessen Niederschlagung durch Hitler sich Stalin erhoffte. Deshalb setzte die Rote Armee ihre Offensiven an den Flanken fort. Zu diesem Zeitpunkt hielten rumänische und deutsche Truppen nach den sowjetischen Frühjahrsoffensiven eine wackelige Abwehrfront in Moldawien im Süden. Die deutschen Verbände wurden ständig durch Abzüge zu anderen, bedrohten Frontabschnitten im Norden verringert, während die Rumänen schon bei Stalingrad im Winter 1942/43 ihre besten Divisionen eingebüßt hatten. Weitere Verluste traten bei den Kämpfen und der Evakuierung der Krim 1944 ein. Dadurch hatten sowohl die rumänische Armee, wie auch die politische Führung des Landes ihren Willen zur Fortsetzung des Krieges eingebüßt. Die Armee war innerlich bereits zusammengebrochen und Offiziere und Mannschaften waren nicht mehr bereit weiterzukämpfen und der geringste Anlass würde zur Auflösung führen. Zwischenzeitlich hatten die Sowjets in den letzten Monaten in den zurückgewonnenen ukrainischen Gebieten mehrere hunderttausend Männer eingezogen, ausgebildet und politisch indoktriniert, sodass die 2. und 3. Ukrainische Front unter Malinowsky und Tolbuchin voll kampfkräftig waren. Die sowjetische Offensive am 20. August gegen die rumänischen 4. und 3. Armeen, welche links und rechts von der deutschen 6. Armee standen, traf praktisch auf keinen Widerstand; die rumänischen Truppen weigerten sich einfach, zu kämpfen. So wurde die 18 Divisionen der wieder aufgestellte deutsche 6. Armee zum zweiten Mal nach Stalingrad eingeschlossen und vernichtet. Die Reste der deutschen 8. Armee mussten sich auf die Karpaten zurückziehen. Am 23. August erfolgte dann ein Putsch in Bukarest, bei dem Marschall Antonescu von König Michael gestürzt wurde und die neue politische Führung suchte Frieden. Die überraschten Deutschen versuchten Stellungen innerhalb Rumäniens, insbesondere die wichtigen Karpaten-Pässe zu halten und ein von Hitler angeordneter Luftangriff auf Bukarest vereinigte nur Front und neue Regierung. So zog sich Rumänien nicht nur aus dem Achsenbündnis zurück, sondern erklärte auch gegenüber Deutschland und Ungarn den Krieg.   In wenigen Tage überrollten die Russen Rumänien und die Wehrmacht verlor über 380.000 Mann innerhalb von zwei Wochen. Am 5. September 1944 erklärte die Sowjetunion auch Bulgarien den Krieg und am 8. September überschritt die Rote Armee die Grenze. Noch am selben Tag erklärte Bulgarien Deutschland den Krieg und die bulgarischen Truppen, welche sich bisher nicht aufgelöst hatten, kämpften nun auf Alliierter Seite. So hatte der Zusammenbruch Rumäniens dramatische Auswirkungen, nicht nur auf Bulgarien und Ungarn, sondern auch auf alle deutschen Stellungen weiter südlich auf dem Balkan. Auf der einen Seite kämpften nun die Ungarn viel erbitterter, härter und effektiver als jemals zuvor im Zweiten Weltkrieg, als sie endlich gegen die verhassten Rumänen antreten konnten. Trotzdem begann Ungarns Regent, Admiral Horthy, nun Friedensfühler nach Moskau auszustrecken. Am 24. September schickt er Abgesandte nach Moskau und plante das Achsenbündnis am 15. Oktober zu verlassen. Die ungarische Führung vermasselte dies aber genauso, wie ihre italienischen Kollegen ein Jahr zuvor.   Deutsche Spezialkommandos nahmen Horthy fest und deutsche Truppen besetzten die Hauptstadt Budapest. Es wurde ein neues Regime unter Ferenc Szalasi, dem Führer der ungarischen Pfeilkreuzler, eingesetzt. Die Pfeilkreuzler waren noch wahnsinniger als die gläubigsten Nazis und nicht wenige hielten ihren Anführer ebenso für einen Verrückten. So hatte Hitler nun die direkte Kontrolle über Ungarn und mit der enthusiastischen Hilfe von Szalasi und seiner Bewegung wurde erst einmal die wichtigste Aufgabe angegangen: die Deportation von über einer halben Million Juden in die Vernichtungslager aus dem einzig verbliebenen Zufluchtsort in Europa. Ende Oktober setzte dann eine deutsch-ungarische Gegenoffensive gegen die nach Ungarn vorgedrungene Zweite Ukrainische Front ein, aber die von den Russen schon kontrollierten Karpaten-Pässe konnten nicht mehr zurückgewonnen werden. Die weiteren Aussichten waren daher düster, da das ungarische Tiefland nur schwer zu verteidigen war. Die dramatischen Entwicklungen in Budapest führten zu einer langen und erbitterten Schlacht um Ungarn, die von Oktober 1944 bis in die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs andauerte und enorme Zerstörungen und schwere Verluste für beide Seiten zur Folge hatte. Die Auswirkungen des Zusammenbruchs Rumäniens und der deutschen Truppen dort auf die Lage in Griechenland und der angrenzenden Gebiete auf dem Balkan waren ebenso dramatisch, aber nicht so zerstörerisch. Als am 23. August die ersten Nachrichten von dem Putsch, welcher den rumänischen Diktator Antonescu stürzte, im Führerhauptquartier eingingen, befand sich der Oberbefehlshaber Südost, Feldmarschall Maximilian von Weichs, ebenfalls dort. Auf der an diesem Tag abgehaltenen Konferenz traf Adolf Hitler mehrere Entscheidungen, welche die deutsche Strategie und den allgemeinen Verlauf des weiteren Kriegsgeschehens wesentlich beeinflussten. Jahrelang hatte Hitler bisher darauf bestanden, die deutschen Positionen in Griechenland, auf Kreta und den Inseln in der Ägäis mit Truppen aufzubauen und zu halten. Als Italien im September 1943 kapitulierte, besetzten deutsche Truppen umgehend die italienischen Besatzungsgebiete in Griechenland und die zum italienischen Staatsgebiet gehörenden Domdekans-Inseln. Ursprünglich als Ausgangsstellung für ein weiteres Vordringen im Nahen Osten gedacht, hatte die deutsche Position dort seit einiger Zeit nun die Aufgabe, die Türkei vom Kriegseintritt auf alliierter Seite abzuhalten und gleichzeitig die Versorgung mit Chrom von dort sicherzustellen. Gleichzeitig verweigerten die Türken aus diesem Grund den Alliierten Luftwaffenbasen, von denen aus ihre Flugzeuge leichter die rumänischen Ölfelder mehr …

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