Kriegstagebuch 16. Februar 1917


Kriegsversehrte erlernen neue Arbeit
In Deutschland erlernen Kriegsversehrte eine neue Tätigkeit.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freiatag den 16. Februar 1917:

Westfront


Frankreich: Nivelle besucht Haig in Montreuil, letzterem ist nicht bewusst, dass Lloyd George direkt mit Nivelle kommuniziert. Nivelle besichtigt die britische 7. Division am 17. Februar.

Ostfront

Deutschland: Hoffmann schreibt in sein Tagebuch ‘Es gibt sehr ermutigende Nachrichten aus dem Inneren Russlands. Es scheint, dass es nicht länger durchhalten kann, als bis zum Herbst.’

Luftkrieg

Westfront: Luftschiff LZ 107 bombardiert Calais und überfliegt dabei Deal, was einen Fehlarlarm in London in der Nacht vom 16./17. Februar verursacht.

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Im Blickpunkt:
  • Deutsche Panzer für Nordafrika verladen

    Aufstellung der deutschen 21. Panzer-Division und Einsätze 1941 bis 1943 in Nordafrika beim Deutschen Afrika-Korps DAK (Teil I). Teil I (1941-1943) der 21. Panzer-Division. Hier zu Teil II: 21. Panzer-Division im Westen (1944/45). 21. Panzer-Division von 1941 bis 1943 Bezeichnung 5. Leichte Division 5.lei.Afrika-Division (mot.trop.) (Februar 1941) 21. Panzer-Division (Ende Juli 1941) 21. Panzer-Division/neu (15. Juli 1943) 21. Panzer-Division (1944) Kommandeure Generalmajor Johannes Streich (Februar bis Juli 1941) Generalmajor Johann von Ravenstein (Juli bis November 1941) Oberstleutnant Gustav-Georg Knabe (November 1941) Generalleutnant Karl Bottcher (Dezember 1941 bis Februar 1942) Generalmajor Georg von Bismarck (Februar bis August 1942) Oberst Carl-Hans Lungershausen (September 1942) Generalleutnant Heinz von Randow (September bis Dezember 1942) Generalleutnant Hans-Georg Hildebrandt (Januar bis März 1943) Generalmajor Heinrich-Hermann von Hülsen (April bis Mai 1943) Generalleutnant Feuchtinger (Mai 1943 bis Januar 1944) Generalmajor Oswin Grolig (Januar bis März 1944) Generalleutnant Franz Westhoven (März bis Mai 1944) Generalleutnant Feuchtinger (Mai 1944 bis Januar 1945) Oberst Helmut Zollenkopf (Januar bis Februar 1945) Generalmajor Marcks (Februar bis April 1945)   Aufstellung Die Division stammt von der 5. Leichten Division von Ende 1940 ab, welche das Panzer-Regiment 5 der 3. Panzer-Division erhielt. Diese Einheit wurde bereits 1935 in Berlin aufgestellt. Die Mannschaften der 5. Leichten Division übernahmen die hauptsächliche Mischung aus Schlesiern und Brandenburgern der 3. Panzer-Division. Die Truppenteile dieser Division wurden im Frühjahr 1941 nach Nordafrika geschickt, wo der Verband als 5.lei.Afrika-Div. (mot. trop) aufgestellt und in der Nähe der Front auch sogleich aufgefrischt werden mußte, da es beim Seetransport über das Mittelmeer schon zu erheblichen Verlusten gekommen war. Beim Eintreffen in Tripolis am 10. März 1941 verfügte das Panzer-Regiment 5 über 7 Panzerbefehlswagen, 25 PzKpfw I, 45 PzKpfw II, 61 PzKpfw III und 17 PzKpfw IV. 10 PzKpfw III und 3 PzKpfw IV gingen beim Transport über das Mittelmeer verloren. Die Division nahm kurz nach ihrer Ankunft schon beim ersten Vorstoß von Rommels Afrika-Korps in Richtung Ägypten und beim Angriff auf Tobruk teil, wobei es ebenfalls erhebliche Verluste gab. So hatte das Panzer-Regiment 5 Mitte April vor Tobruk nur noch 22 bis 25 einsatzfähige PzKpfw II, PzKpfw III mit 3,7-cm-Kanonen und PzKpfw IV mit kurzer 7,5-cm-Kanone, was aber auch an der noch unbekannten Umgebung der nordafrikanischen Wüste lag, was zu zahlreichen mechanischen Ausfällen führte. Am 14. Juni 1941 wehrte die Division die britische Operation Battleaxe westlich von Fort Capuzzo ab und entsetzte zusammen mit den Panzern der 15. Panzer-Division die deutschen Verteidiger von dem Halfaya-Pass. Im Sommer 1941 wurde der Verband durch das Einfügen des Panzergrenadier-Regiment 104 der 15. Panzer-Division verstärkt und als 21. Panzer-Division neu bezeichnet. Dabei erhielt das Panzer-Regiment 5 die ersten Pzkpfw III mit 5-cm-Kanone. Das motorisierte Artillerie-Regiment 155 wurde in Libyen aus der Heeres-Artillerie-Abteilung 864 (mot.) und schweren Artillerie-Abteilungen neu gebildet, welche im August 1941 im Wehrkreis XI aufgestellt worden waren. Die vollständige Aufstellung und Auffrischung zog sich bis November 1941 hin. Erst Ende Dezember kam die vor allem mit 5-cm Pak und den ersten russischen 7,62-cm-Pak, teilweise auf Selbstfahrlafetten, voll motorisierte Panzer-Jäger-Abteilung 39 an.   Die Division verlor Ende 1941 am Halfaya-Pass das dort haltende und eingeschlossene I. Bataillon und dieses wurde daher im April 1942 durch das I./Schützen-Regiment 104 und dem Kradschützen-Bataillon 15 (letzteres von der 15. Panzer-Division) ersetzt. Ausstattung der 21. Panzer-Division Sep-Dez 1941: Einsätze beim Afrika-Korps 1941-1943 Die Division wurde eine der wichtigsten Formationen von Erwin Rommels Panzerarmee Afrika und war an allen wichtigen Schlachten des Nordafrika-Feldzugs beteiligt. Teile wurden bei den Abwehrkämpfen und Gegenangriffen während der britischen Operation Crusader ab Oktober 1941 in der Cyrenaika und Marmarica verwendet. Dabei ein Gegenangriff südlich von Tobruk und Sizi Razegh in Richtung Bardia im Oktober und November. Im November 1941 fügte sie der angreifenden britischen 7. Panzer-Brigade südlich von Tobruk und Sidi Rezegh erhebliche Verluste zu, verbrauchte sich aber bei der Verteidigung südlich von Tobruk.   Praktisch ohne einen einzigen einsatzfähigen Panzer zog sich die 21. Panzer-Division im Rahmen des DAK bis Januar 1942 in die Marsa-el-Brega-Stellung zurück. Es folgte eine kurze Auffrischung und Neuausrüstung bei El Agheila knapp hinter der Front bis Mitte Januar 1942. Gliederung 1942: Mit der Gegenoffensive ab dem 21. Januar 1942 erreichte die Division im Rahmen der ‘Panzer-Kampfgruppe v.Bismarck’ über Adedabia und Fort Mechilli die Ghazala-Stellung westlich von Tobruk bis Mai 1942. Bestand Panzer-Regiment 5, Mai 1942: Ab dem 26. Mai Angriff auf die britische Ghazala-Stellung gegen das Wüstenfort Bir Hacheim, welches durch die frei-französische Brigade heldenhaft verteidigt wurde. Während des ersten, fehlgeschlagenen Durchbruchsversuches wurde ihrem Divisionskommandeur mangelnder Erfolg durch Rommel vorgeworfen und dieser von seinem Posten abgelöst. Nach wechselvollen Gefechten wurde schließlich der Durchbruch erzielt und Festung und Hafen von Tobruk vom 19. bis 21. Juni 1942 genommen. Vor El Alamein Ab dem 26. Juni Vorstoß zum Halfaya-Pass und Durchbruch durch die britische Fuka-Linie bis zum Ruwisat-Rücken südlich von El Alamein am 4. Juli. Anschließend mussten wieder Gegenangriffe und verlustreiche Abwehrkämpfe südlich von El Alamein bis Mitte August geführt werden. Anfang Juli 1942 belief sich die Waffenstärke der 21. Panzer-Division auf nur noch 29 Panzer und 2 Panzerspähwagen in einem Bataillon des 5. Panzer-Regiments, das zweite Bataillon verfügte nur noch über Kader-Mannschaften. Das 104. Infanterie-Regiment hatte bei einem Bataillon drei Kompanien und sechs 5-cm Pak, eine erbeutete britische 2-Pfünder und eine 3,7-cm Pak 36. Das zweite Bataillon hatte zwei Kompanien mit sechs 5-cm Pak, einer 3,7-cm Pak und einem britischen 25-Pfünder-Feldgeschütz. Das dritte Bataillon hatte zwei Kompanien mit drei 5-cm Pak, einer 7,62-cm-Pak (russisch), drei 2-Pfünder und zwei 6-Pfünder-Pak. Die Panzerjäger-Abteilung 39 verfügte über zwei Kompanien mit zusammen dreizehn 5-cm-Pak. Über die Ausstattung des 155. Artillerie-Regiment gibt es keine Angaben.   Die Division spielte wieder eine große Rolle bei Rommels Versuchen, die El-Alamein-Linie im Sommer zu durchbrechen. Ende August 1942 war die 21. Panzer-Division an der Schlacht von Alam Halfa beteiligt, wobei der Durchbruch bis 15 Kilometer südlich der Küstenstraße nach Alexandria östlich von El Alamein gelang. Jedoch musste am 5. September der Rückzug nach Südwesten erfolgen, woraufhin die Division bis Mitte Oktober eine Verteidigungsstellung bezog. Den Nachschub für die Panzerarmee Afrika heranzubringen, war eine logistische Herkules-Aufgabe. Abgesehen davon, mehr …

  • Belgische Soldaten 1940

    Belgische Armee, Luftwaffe und Marine beim deutschen Angriff im Mai 1940. Organisation, Uniformen, Stärke und Ausrüstung. Belgische Armee Im Jahre 1914 wurde das neutrale Belgien von den deutschen Armeen überrollt und mußte vier Jahre Stellungskrieg über sich ergehen lassen. Nachdem Hitler 1936 das Rheinland wieder militärisch besetzt hat lassen, rückte diese Gefahr erneut in das Bewusstsein der Belgier. Der Wehrdienst wurde von 8 auf 12 Monate verlängert, der Verteidigungshaushalt stieg um 15 Prozent und neue Verteidigungsanlagen wurden errichtet. Aber all dies konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass das militärische Denken sich seit den Tagen des Stellungskrieges des Ersten Weltkriegs nicht weiterentwickelt hatte. Zum Beispiel wurden Panzerkampfwagen ausschließlich als eine offensive Waffe angesehen und da die Armee Belgiens eine rein defensive Rolle hatte, gab es auch keine Panzereinheiten. Belgien stellte 22 Divisionen gegen die einfallenden Truppen der deutschen Heeresgruppe B im Mai 1940 und die Hartnäckigkeit der belgischen Infanterie überraschte die Deutschen anfangs. Dennoch befand sich die belgische Armee binnen zwei Wochen an einem Punkt, an dem der Zusammenbruch abzusehen war und am 28. Mai kapitulierten die letzten Einheiten. Nach 18 Tagen des Kampfes hatten die belgischen Streitkräfte 23.350 Gefallene und Verwundete zu beklagen. Organisation der belgischen Armee Die in Friedenszeiten 100.000 Mann starke belgische Armee, unter dem Oberbefehl ihres Königs Leopold, war zwar im Grunde zwar ein ‘stehendes Heer’, aber eines welches von den jährlichen Wehrpflichtigen getragen wurde. Die Gesamtstärke bei der Mobilisation lag in der Größenordnung von etwa 550.000 Soldaten, was für ein kleines Land mit acht Millionen Einwohner eine bemerkenswerte Leistung war. Das Land war unterteilt in drei Armeekorps, welche in Brüssel, Antwerpen und Liege stationiert waren, sowie ein Kavallerie-Korps in Brüssel, eine Heeres-Artillerie-Brigade in Antwerpen, die Ardennen-Schützen in Namur, sowie drei Grenzerzschutz-Bataillone auf Fahrrädern, sechs unabhängige Infanterie- und zwei Kavallerie-Divisionen. Jedes Armeekorps bestand aus dem Stab, zwei Infanterie-Divisionen, einem Korps-Artillerie-Regiment und einem Pionier-Regiment. Eine Infanterie-Division hatte einen Stab und drei Infanterie-Regimenter. Jedes Regiment verfügte über 3.000 Mann, bewaffnet mit dem belgischen Mauser M35 Gewehr. Die Unterstützungswaffen des Regiments bestanden aus 108 leichte Maschinengewehre Browning M30, 52 schwere Maschinengewehre Maxim M08, 108 leichte Granatwerfer, 9 schwere Granatwerfer und Infanteriegeschütze, 6 Panzerabwehr-Kanonen. Das Korps-Artillerie-Regiment hatte vier Bataillone, jedes mit zwei Batterien. Der Transport erfolgte teilweise mit Pferdefuhrwerken und teilweise motorisiert. Die Korps-Geschütze bestanden aus 16 Schneider 155 mm M7 Feldhaubitzen, 8 Schneider 105 mm M13 Kanonen und 8 Cockerill 120-mm-M32-Feldkanonen. Kurz vor dem Krieg gab es einen eiligen Versuch, die Beweglichkeit zu erhöhen und eine der beiden Ardennen-Schützen-Divisionen und die beiden Divisionen des Kavallerie-Korps erhielten Kraftfahrzeuge. Das motorisierte Kavallerie-Korps bestand dann aus dem Stab, zwei Kavallerie-Divisionen, einem Korps-Artillerie-Regiment und einem Fahrrad-Pionier-Bataillon. Eine Kavallerie-Division hatte drei gemischte Regimenter, jedes mit einem Bataillon aus Kavallerie, ein Bataillon von Kradschützen, eine Panzerwagen-Schwadron und eine Trainings-Schwadron. Die gesamte belgische Armee verfügte nur über 42 Panzer. Divisionen der belgischen Armee 1940: Uniformen der belgischen Armee Während des Ersten Weltkrieges übernahm die belgische Armee Khakifarbene Uniformen, hauptsächlich deswegen, weil die Briten genug ihrer Uniformteile liefern konnten, um die veralteten farbigen Uniformstücke der Belgier zu ersetzen. Die belgischen Soldaten von 1939 hatten aber zwischenzeitlich eher das Aussehen von Franzosen, welches vor allem durch den französischen Adrian-Stahlhelm und der Gewohnheit, die Mantelröcke zurückgeklappt zu tragen, betont wurde. In vollständigen Kontrast sahen die Offiziere dafür wie Briten aus, insbesondere nach 1935, als eine offene Tunika mit Kragen und Krawatte eingeführt wurde. Das Ardennen-Schützen-Korps trugen eine Variante der Basis-Uniform mit einem grünen Barett mit Eberkopf-Abzeichen, eine kürze Version des Mantels und lange Leder-Gamaschen. Mechanisierte Truppen erhielten entweder einen Faserhelm belgischer Art oder den französischen Stahlhelm für motorisierte Truppen, welche beide vorne mit einem Löwenkopf geschmückt waren. Zusätzlich erhielten die mechanisierten Truppen eine Lederjacke und eine Hose mit langen Leggings, oder einen einteiligen Lederüberzug. Rangabzeichen: Rangabzeichen waren auf der Schirmmütze, Seitenkappe und auf den Kragenstücken und Schulterstücken vorhanden. Andere Ränge trugen ihre Rangabzeichen auch als Ärmelabzeichen. Das hauptsächliche Verfahren, die Waffengattung zu identifizieren, war die Waffenfarbe auf den Kragenstücken und Kordeln an diesen. Zusätzlich gab es eine umfangreiche Serie von gelben Metallabzeichen, welche an der Kopfbedeckung, Kragenstücken und an den Schulterstücken angebracht waren. Schließlich wurden eine Reihe von Stabs- oder administrativen Funktionen durch gestickte Abzeichen auf den Kragenstücken und manchmal auch auf der Vorderseite der Schirmmütze angezeigt. Belgische Luftwaffe Am 1. März 1920 wurde die belgische Luftwaffe als Teil des Heeres aufgestellt. Von Anfang an bis zum Ausbruch des Krieges war die Luftwaffe durch einen Mangel von modernen Flugzeugen geplagt. Während das Land ein eigenes Jagdflugzeug entwickelte (die Renard R-36), musste es Flugzeuge aus England und den USA importieren. Als die deutsche Wehrmacht angriff, waren nur 180 der 234 belgischen Flugzeuge einsatzbereit. Die meisten von diesen waren veraltet, und nur eine der wenigen modernen Hawker Hurricane überstand den ersten Luftangriff auf den Flugplatz Schaffen, bevor die Flugzeuge verteilt werden konnten. Im Mai 1940 wurde die L’Aeronautique Militaire Belge mit dem Luftbeobachtungsdienst und der Flak zur Heimatluftverteidigung (Defense Aeronautique du Territoire oder kurz DAT) zusammengelegt. Die belgische Luftwaffe bestand aus drei Regimentern: das 1. Regiment war die Beobachtungs- und Verbindungseinheit für die Armee, das 2. das Jagdflieger-Regiment und das 3. ein Aufklärer- und Bomber-Regiment. Zusätzlich gab es ein Unterstützungs-Regiment mit Hilfs- und Betankungs-Kompanien. Das 1. Luftwaffen-Regiment bestand aus sechs Staffeln mit zusammen 62 einsatzbereiten Maschinen. Das 2. Luftwaffen-Regiment hatte sechs Staffeln mit insgesamt 79 Flugzeugen. Das 3. Luftwaffen-Regiment verfügte über 41 Flugzeuge in vier Staffeln. Jede Flugzeug-Staffel hatte eine zusätzliche Flugabwehrkanonen-Einheit (Escadrille de Parc). Uniformen der belgischen Luftwaffe Es gab zwei grundlegende Uniformen in der belgischen Luftwaffe. Die erste war die der Armee, da die Luftwaffe nur eine Waffengattung von dieser war. Die zweite Uniform war eine blau-graue Luftwaffen-Uniform, welche für das reguläre Flugpersonal eingeführt worden war. Die Situation wurde dadurch komplizierter gemacht, dass eine Reihe von Luftwaffen-Offizieren weiterhin eine Regiments-Uniform trugen. Zusätzlich gab es eine Schirmmütze mit einem schwarzen Band und schwarzer Spitze, sowie einen zweireihigen, blau-grauen Übermantel. Üblicher als Kniehosen und Stiefel waren lange, blau-graue Hosen mit schwarzen Schuhen. Rangabzeichen: Die Rangabzeichen auf den grau-blauen Fliegeruniformen waren die gleichen, wie auf den Khaki-Armeeuniformen. Die Waffenfarbe erschien auf den Kragenstücken der Khaki-Uniform mehr …

  • Tirpitz in Norwegen

    Schlachtschiff Tirpitz. Geschichte, Bau, Einsätze, Spezifikationen und Fotos des deutschen Kriegsschiffs des Zweiten Weltkriegs. Schlachtschiff Tirpitz der Bismarck-Klasse. Typ: Schlachtschiff. Entwurf und Bau der Tirpitz Baugleich in fast allen Bereichen zum Schlachtschiff Bismarck, war die Karriere der Tirpitz in jedem Fall so lange und unspektakulär, wie die ihres Schwesterschiffs kurz und heldenhaft war. Doch dies würde die praktischen Erfolge beider Schiffe ignorieren, von denen eines zwar einen berauschenden, zehntägigen Kampf im Atlantik gegen die halbe britische Royal Navy während des Unternehmens Rheinübung austrug, der jedoch mit dem Austausch des brandneuen deutschen Schlachtschiffs gegen einen alten und nicht modernisierten Schlachtkreuzer endete. Dagegen zwang die Tirpitz die Briten dazu, über Jahre zwei Schlachtschiffe, einen Flugzeugträger und andere Flotteneinheiten in Gewässern zu halten, in denen sie eigentlich nicht notwendig waren und an anderen Stellen ebenfalls dringend benötigt wurden. Und dies alles nur durch ihre Anwesenheit in bedrohlichen Lauerstellung in norwegischen Fjorden. Das Schlachtschiff Tirpitz wurde in der Marinewerft von Wilhelmshaven im Oktober 1936 auf Kiel gelegt, hatte seinen Stapellauf am 1. April 1937 und war für die See-Erprobung am 25. Februar 1941 fertiggestellt worden. Sie unterschied sich von ihrem Schwesterschiff in kleineren Details, wie die Anordnung des Flugzeughangars und Kräne und die Anbringung von zwei Vierfach-Torpedorohr-Halterungen für den Einsatz gegen Handelsschiffe. Erprobungsfahrten in der Ostsee und Verbesserungsarbeiten am Schiff in Kiel dauerten 7 Monate, sodass Tirpitz nicht vor dem 20. September 1941 die Einsatzbereitschaft meldete. Einsätze der Tirpitz Sie wurde anschließend sofort auf ihre erste Mission geschickt, einer ereignislosen Kreuzfahrt vor den Aland-Inseln, an der Mündung des Golfs von Finnland. Dort sollte sie einen womöglichen Ausbruch der sowjetischen Ostseeflotte aus Leningrad zwischen dem 26. und 29. September zu verhindern helfen. Anschließend blieb Tirpitz in der Ostsee und unternahm Ausbildungsübungen bis zum 12. Januar 1942, als sie von Kiel aus durch den Nordostsee-Kanal nach Trondheim in Norwegen ging. Wie ihr Schwesterschiff sollte sie nie mehr nach Deutschland zurückkehren. Tirpitz vorrangige Rolle war es, die alliierten Seeverbindungen nach Nord-Russland zu stören, entweder durch unmittelbares Handeln oder durch die Androhung des abfangen der nach Murmansk und Archangelsk laufenden Arktis-Konvois. Ihr einziger vollständiger Ausfall zu diesem Zweck erfolgte am 6. März 1942, als sie aus Trondheim auslief um den nach Murmansk laufenden Konvoi PQ 12 abzufangen. Jedoch wurde sie durch britische U-Boote schon kurz nach dem Auslaufen gesichtet und gemeldet, sodass die britische Admiralität den Kurs des Konvois rechtzeitig ändern konnte. So fand das Schlachtschiff mit seinen drei begleitenden Zerstörern nicht sein Ziel. Zudem wurde sie durch abgefangene und decodierten Funksignale aufgespürt und entging Angriffen von britischen Flugzeugen vom Flugzeugträger Victorious am 9. März nur knapp. Das Schlachtschiff Tirpitz erzielte indirekt ihren größten Erfolg gegen einen Konvoi Anfang Juli 1942, durch einfache Vorverlegung von Trondheim zum Altenfjord, im äußersten Norden von Norwegen. Ihre dortige Anwesenheit in der Nähe der Route des Artkis-Konvoi PQ 17 verleitete die in Panik geratene britische Admiralität am 4. Juli dazu, den Konvoi aufzulösen und die Handelsschiffe sich zerstreuen zu lassen. Tirpitz lief erst am 5. Juli aus, wurde dreimal beobachtet und gemeldet sowie von einem russischen U-Boot angegriffen, während eines Einsatzes der nicht einmal 12 Stunden dauerte. Sie hatte daher keinen direkten Anteil an der Versenkung von 24 alliierten Schiffen aus dem Konvoi. Obwohl sie nie mehr auslief, um einen Konvoi anzugreifen, genügte alleine die von ihr ausgehende Bedrohung, dass die Royal Navy mindestens zwei Großkampfschiffe und einen Flottenträger in den Heimatgewässern bereithalten musste, um die Arktis-Konvois und den Zugang in den Nordatlantik zu schützen. Im Oktober 1942 scheiterte ein Versuch, sie mit Zwei-Mann-Torpedos (sogenannt Chariots, Torpedo-ähnliche U-Boote) in Trondheim anzugreifen, wo sie sich zu einer Umrüstung aufhielt. Die Zwei-Mann-Torpedos gingen schon 8 km vor Erreichen der Tirpitz verloren. Tirpitz war wieder einsatzfähig Ende Januar 1943 und im März wurde sie in den Altenfjord, welcher ihre ständige Basis für die nächsten 19 Monate werden würde, verlegt. Hier erhielt sie Verstärkung durch den Schlachtkreuzer Scharnhorst und den Schweren Kreuzer Lützow. Große Dinge wurden von diesem mächtigen deutschen Geschwader im Frühjahr und Sommer 1943 erwartet, aber die Briten nahmen die Herausforderung nicht an und schickten die schweren Einheiten der Home Fleet zur Unterstützung in das Mittelmeer und setzten alle Arktis-Konvois bis November 1943 aus. So blieben die deutschen Großkampfschiffe ohne ein Ziel. Schließlich wurde für Tirpitz und Scharnhorst Anfang September eine andere Aufgabe gefunden, wenn auch der Beschuss und die Invasion des nahezu unverteidigten Spitzbergen kaum eine würdige Aufgabe für diese mächtigen Schiffe war. Sie waren zwischen dem 6. bis 9. September auf See und dieser See-Einsatz war auch der letzte für das Schlachtschiff Tirpitz. Am 22. September wurde sie dann von zwei britischen Kleinst-U-Booten vom Typ X-Craft mit Sprengladungen außer Gefecht gesetzt, welche umfangreiche Zerstörungen durch die Schockwellen der Explosionen an Antriebsmaschinen und dem Artilleriesystem verursachten. Die Reparaturen wurden zwar schnell mit bemerkenswerter Ingenieurleistung durchgeführt, aber gerade als das Schlachtschiff Tirpitz mit Erprobungsfahrten am 3. April 1944 beginnen wollte, wurde sie von 40 Barracuda-Sturzkampfbomber von Flugzeugträgern der britischen Home Fleet angegriffen und wieder schwer beschädigt. Weitere Angriffe im Juli und August, wobei sie zu diesem Zeitpunkt schon wieder repariert war, verursachten nur geringe Schäden. Versenkung der Tirpitz Die britische Royal Air Force hatte zuvor bereits versucht, Tirpitz anzugreifen. Erstmals 1941 in Kiel sowie im März und April 1942 in Trondheim. Aber erst im Herbst 1944 hatte das Bomber-Kommando die richtige Kombination aus Flugzeugen und Waffen, um auf diese Distanz einen Erfolg zu ermöglichen: Lancaster-Bomber mit 5.443-kg Tallboy-Bomben und stabilisierten automatischen Bombenabwurfgeräten. Die große Entfernung zum Altenfjord in Norwegen verhinderte einen konventionellen Zielanflug mit Start und Landung von einem Stützpunkt in Großbritannien aus. So wurde entschieden, den Einsatz – genannt Operation Paravane – von einem russischen Flugplatz aus durchzuführen, zu dem die Bomber nach dem Angriff auch wieder zurückkehren sollten, bevor sie zurück nach Großbritannien fliegen. Die Streitmacht bestand aus 20 mit SABS ausgerüsteten Lancaster-Bombern der 617 Staffel, 18 weiteren der 9. Staffel mit konventionellen Bombenzielgeräten und ein Fotoaufklärer der 463. Staffel, einem Mosquito-Bomber und zwei B-24 Liberator. Letztere transportierten Ersatzteile und das notwendige Bodenpersonal. Schlechtes Wetter und Probleme mit der Funkverbindung aufgrund mehr …

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