Kriegstagebuch 16. Mai 1917


Trotzki
Lew Davidowitsch Bronstein, genannt Trotzki.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 16. Mai 1917:

Heimatfronten


Russland: Trotzki trifft in Petrograd ein, nach seiner Internierung in Kanada am 3. April. Das Kabinett nimmt 6 Menschewiki-Mitglieder des Petrogader Sowjet auf.
USA: Flugzeug-Produktions-Behörde eingerichtet.

Westfront

Artois – Schlacht von Arras zu Ende: Das BEF hat in 38 Tagen knapp 80 Quadratkilometer erobert, 20.834 Kriegsgefangene eingebracht und 252 Geschütze erbeutet. Britische Truppen wehren Gegenangriffe nördlich von Gavrelle ab.

Ostfront

Russland: Kerenski wird Kriegsminister. Er wird in Petrograd von allen Oberbefehlshabern besucht.
Österreich-Ungarn: Generalstabschef Arz äußert gegenüber Czernin, daß er glaubt, dass der Zusammenbruch der russischen Armee die Notwendigkeit von Waffenstillstandsgesprächen überflüssig macht.

Seekrieg

Adria: Das österreich-ungarische U-Boot U 5 läuft vor Pola auf eine Mine und sinkt. Es wird aber später gehoben und wiederverwendet.

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Im Blickpunkt:
  • 2-cm Flak 38

    Deutsche 2-cm Flak 30, Flak 38 und Flakvierling. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Deutsche 2-cm Flak-Geschütze 2-cm Flak 30 2-cm Flak 30 Typ: leichte Flugabwehrkanone Geschichte: Bis zu dem Zeitpunkt, als die neuen deutschen Streitkräfte Anfang der 1930er Jahre bereit zur Wiederbewaffnung waren, hatten die Rüstungshersteller in Deutschland ein beträchtliches Fachwissen bei schweren automatischen Waffen angesammelt. Dies traf insbesondere auf den riesigen Rheinmetall-Borsig-Konzern zu, und dementsprechend erhielt das Unternehmen einen Auftrag für ein leichtes Flugabwehrgeschütz mit dem Kaliber 20 mm. Diese 2-cm Flak war bereits 1935 einsatzbereit. Bezeichnet als 2-cm-Flak 30, wobei der Begriff Flak für Fliegerabwehrkanone steht, war dieses leichte Geschütz das erste in einer Reihe von Waffen, welche von den Besatzungen tieffliegender Flugzeuge während des Zweiten Weltkrieges so gefürchtet wurden. Die Flak 30 war für ihr leichtes Kaliber eine ziemlich komplexe Waffe, welche sich auf einem Wagen mit zwei Rädern zum Schleppen befand und im Einsatz auf einer Bodenplatte ruhte. Diese Bodenplatte bot eine stabile Feuerplattform mit einem 360°-Schwenkbereich und hatte einen Sitz für den Kanonier, welcher in der ursprünglichen Konfiguration der Flak 30 mit einer ziemlich komplizierten Version eines Reflektorvisiers ausgestattet war. Diese Visiere wurden jedoch noch weiter verkompliziert, als einfache Position-Vorhersagesysteme eingebaut wurden. Dies erreichte dann einen Punkt, wo das ganze Visier von einem Uhrwerk angetrieben wurde. Das Ganze wurde so kompliziert, dass die gesamte Idee fallen gelassen wurde und spätere Versionen erhielten ein einfaches Eisenvisier. Das Geschütz hatte eine fünfköpfige Mannschaft, aber im Kampfeinsatz wurde sie häufig von weniger Männern gehandhabt, insbesondere wenn es sich in einer statischen Stellung befand. Im Allgemeinen bestand die Anzahl zumeist aus vier Mann, wobei einer gewöhnlich einen stereoskopischen Entfernungsmesser benutzte. Im Jahr 1944 wurde dessen Funktion jedoch gestrichen, da sich herausgestellt hatte, dass die zusätzlichen Entfernungsangaben im Einsatz unnötig waren. Die Munition wurde der Kanone in 20-Schuss-Magazinen zugeführt, aber aus nie völlig geklärten Gründen war die Flak 30 anfällig für Ladehemmungen. Zur Zeit ihrer Truppeneinführung war die Feuergeschwindigkeit trotzdem vollkommen ausreichend, aber zu Beginn des Zweiten Weltkrieges stellte sich heraus, dass diese zu gering war, um angemessen für die angestiegenen Geschwindigkeiten der Flugzeugtypen nach 1940 zu sein. Folglich wurde die Flak 38 in die Produktion genommen, aber diejenigen Flak 30, welche bereits im Truppengebrauch waren, wurden auch weiterhin verwendet, bis sie verschlissen oder im Gefecht verloren gingen. In den leichten Flugabwehr-Abteilungen des Heeres befanden sich gewöhnlich drei Batterien mit 2-cm-Flak auf jede 3,7-cm-Batterie. Aber mit Fortdauer des Krieges gab es mehrere unterschiedliche Zusammensetzungen dieser Einheiten. Die Flak 30 wurde jedoch nicht nur von der Wehrmacht eingesetzt, denn vor 1939 wurden einige an die Holländer und sogar nach China verkauft. Die Flak 30 wurde ebenso von der deutschen Luftwaffe für die Verteidigung von Flugplätzen und anderen Bodeneinrichtungen verwendet und es gab auch spezielle Marine-Versionen für die Kriegsmarine, sowohl auf Kriegsschiffen als auch an Land. Einige der Geschütze versahen auch ihren Dienst auf Panzerzügen und die Waffe wurde auf einer Vielzahl von Halbkettenfahrzeugen und Lastkraftwagen für die Sicherung motorisierter Kolonnen und Truppenverbände montiert. Auch wurde die Flak 30 häufig gegen Bodenziele eingesetzt und es gab sogar eine spezielle panzerbrechende Granate zur Bekämpfung von Panzern. 2-cm Flak 38 und Flakvierling 38 2-cm Flak 38, Flakvierling Typ: leichte Flugabwehrkanone Geschichte Vor 1940 war bereits abzusehen, dass die Feuerrate der 2-cm Flak 30 zu niedrig ist, um Ziele bei deren zukünftiger Geschwindigkeit zu treffen. Daher wurde beschlossen, die Feuergeschwindigkeit zu erhöhen, damit eine möglichst große Anzahl von Geschossen das Ziel treffen würden. Gleichzeitig wurde beschlossen, die Kanone neu zu gestalten, um die bisher aufgetretenen Störungen im Feuermechanismus zu beseitigen. Aus diesem Grunde wurde nicht Rheinmetall-Borsig, dem Entwickler und Hersteller der Flak 30, der Auftrag übergeben, sondern Mauser. Mauser entwickelte eine neue Waffe, die zwar nach außen hin ähnlich der Flak 30 war, aber innen stark geändert war und die zyklische Feuergeschwindigkeit von 420 auf 480 Schuss in der Minute erhöhte. Die Munition, Nachlade-Mechanismus und die Lafette blieben weitgehend wie zuvor. Die neue Waffe hatte ebenfalls einige komplizierte Extras, die später vereinfacht wurden. Die 2cm Flak 38, wie der Mauser-Entwurf hieß, wurde Ende 1940 in Dienst gestellt und ersetzte schließlich die Flak 30 auf der Produktionslinie. Die Flugabwehrkanone diente neben der Flak 30 und wurde auch von der deutschen Luftwaffe und Kriegsmarine benutzt. Es wurde sogar eine spezielle Version zum Einsatz bei den Gebirgsjägern entworfen, die sich in mehrere Packladungen zerlegen ließ. Diese verwendete die gleiche Kanone wie die Flak 38, aber die Lafette war kleiner und leichter. Sie wurde bekannt als 2 cm Gebirgs-Flak 38 und war eine Mehrzweck-Waffe zum Einsatz gegen Bodenziele und Flugzeuge. 1940 war auch abzusehen, dass Flugzeuge nicht nur schneller, sondern auch besser gegen Feuer vom Boden und der Luft aus geschützt sein würden. Die mit typischer deutscher Gründlichkeit erstellte operationale Analyse ergab, dass trotz der hohen Feuerrate der Flak 38 ein Ziel zwar getroffen werden konnte, aber die geringe Explosionswirkung des Projektils nicht genug Schaden zufügen würde, um einen Abschuss zu erzielen. Die einzige direkt und einfachste Weg hier Abhilfe zu schaffen, war die Anzahl der treffenden Geschosse zu erhöhen und dadurch entstand die 2 cm Flakvierling 38. Sie war praktisch nur eine normale Flak 38 Lafette, die dahingehend geändert wurde, dass sie vier Kanonen hatte, die alle gleichzeitig feuerten. Diese Kombination wurde zu einem gefürchteten Flugzeug-Killer, die den ganzen Krieg über ihren Tribut von tieffliegenden alliierten Flugzeugen einforderte. Die ersten derartigen Flugabwehrkanonen wurden Ende 1940 in Dienst gestellt und es konnte niemals genug von ihnen geben. Sie wurden vom Heer, der Luftwaffe und der Kriegsmarine verwendet. Viele wurden auf Selbstfahrlafetten gesetzt, wie zum Beispiel als SdKfz 7/1, um sie zum mobilen Schutz motorisierter Kolonnen zu verwenden. Es wurde auch eine spezielle Version für den Einsatz auf gepanzerten Eisenbahnzügen gebaut und an einer Radar-gesteuerten Variante wurde ebenfalls gearbeitet. Die Flakvierling erforderte eine größere Anzahl von Personal, zumeist sechs oder sieben Mann Bedienung. Für die Wehrmacht gab es nie genug von ihnen, und so waren im ganzen Reich viele Produktionsstätten nur mit der die Herstellung dieser Waffe, ihrer Lafette und Munition beschäftigt. Munition wurde in verschiedenen mehr …

  • Browning M2

    Browning schwere 12,7-mm-Maschinengewehre M1921 und M2. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. hier zum Vorgänger Browning M1917 und M1919. Browning M1921, M2 Typ: Schweres Maschinengewehr. Geschichte Seit das erste schwere 12,7-mm-Maschinengewehr von Browning im Jahre 1921 produziert wurde, war es für gegnerische Infanteristen eine der am meisten gefürchteten Waffen. Das von dem Maschinengewehr abgefeuerte Projektil setzt jeden getroffenen Soldaten sofort außer Gefecht und die Waffe kann auch dazu verwendet werden, gepanzerte Ziele zu zerstören, insbesondere wenn panzerbrechende Munition verwendet wird. Das Projektil ist das eigentliche Herzstück der Waffe und vorausgegangene Versuche von Browning, ein derartig schweres Maschinengewehr zu bauen, scheiterten alle an dem Fehlen einer geeigneten Patrone. Erst als eine im Ersten Weltkrieg erbeutete deutsche 13-mm-Patrone aus der Mauser-Panzerbüchse untersucht wurde, konnte eine brauchbare Lösung gefunden werden. So blieb die Grundausführung der Patrone seitdem unverändert, obwohl zahlreiche alternative Treibmittel und Projektil-Arten zwischenzeitlich verwendet wurden. Vom ursprünglichen schweren Maschinengewehr Browning M1921 wurden eine ganze Reihe von Varianten bis heute entwickelt, welches noch immer als Browning M2 Maschinengewehr im Einsatz ist. Bei all diesen Varianten blieb der Mechanismus der Waffe identisch, welcher dem kleineren Maschinengewehr Browning M1917 sehr ähnlich ist. Worin sich diese Varianten voneinander unterschieden, war der Typ des angebrachten Laufs und die Ausstattung für den Sockel der Waffe.   Eines der zahlreichsten Modelle des M2 war der Typ M2 HB, wobei die zwei Buchstaben am Ende als Abkürzung für ‘Heavy Barrel’ (schwerer Lauf) stehen. Diese HB-Version kann in allen möglichen Arten installiert werden und wurde in der Vergangenheit als Infanteriewaffe, als Flugabwehr-Waffe und sogar als starr eingebaute oder manuell bedienbare Flugzeug-Bewaffnung verwendet. Für den Einsatz bei der Infanterie ist das M2 HB gewöhnlich auf einem Dreibein montiert, kann aber auch auf Fahrzeug-Pinolen, Ringbefestigungen und Drehzapfen montiert werden. Andere M2-Typen schließen Versionen mit wassergekühlten Läufen ein, welche gewöhnlich als Flugabwehr-Waffen eingesetzt wurden. Insbesondere auf Schiffen der US-Marine wurden sie während des Zweiten Weltkriegs in Mehrfachbefestigungen gegen tieffliegende Angriffsflugzeuge verwendet. Einzelne wassergekühlte MG-Befestigungen wurden oft bei Landinstallationen zur Luftabwehr verwendet.   Der hauptsächliche Unterschied zwischen den auf dem Boden und in Flugzeugen eingesetzten Versionen des Maschinengewehrs war der, dass die Flugzeug-Ausführung eine Lauflänge von 91,4 cm hatte, während der Lauf des konventionellen 12,7-mm-Brownings bei den Bodentruppen 114,3 cm lang war. Abgesehen vom Lauf und der Art der Anbringung, konnten alle Teile zwischen allen Versionen der M1921 und M2-Maschinengewehren ausgetauscht werden. Modernes M2 Das heutige Browning M2 ist immer noch die automatische, durch einen Patronengurt gespeiste und luftgekühlte Waffe aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Es hat eine Rückenplatte mit Haltegriffen, eine Blatt-Kimme, Mündungsfeuer-Unterdrücker und einen Ersatzzylinder. Durch die Veränderung einiger Bauteile kann die Munition entweder von der rechten oder linken Seite eingeführt werden. Das M2 ist in der Lage, im Einzelfeuer oder automatischen Dauerfeuer zu schießen. Heutzutage wird das M2 fest eingebaut auf Fahrzeugen zur Bekämpfung von Infanterie und Flugzeugen verwendet. Zugehörige Komponenten sind der Flugabwehr-Sockel und das M3-Dreibein, welche beide stabile Waffenplattformen abgeben. Die M2 0,5-inch flexible Version wird als Bodenwaffe auf dem M3-Dreibein oder auf verschiedenen Befestigungen der US-Marine an Bord von Schiffen verwendet.   Taktisch soll das M2 Unterdrückungsfeuer während des eigenen Angriffs oder in der Verteidigung bieten. Es kann dabei effizient gegen Infanterie, leicht gepanzerte Fahrzeuge, langsame und tieffliegende Flugzeuge und kleine Boote eingesetzt werden. Die 12,7-mm-Patrone hat außerdem eine gute Durchschlagskraft gegen die meisten Arten von Mauerwerk. Überraschenderweise wurde das M2 aufgrund seiner geringen Feuergeschwindigkeit und guter Schwenkbarkeit und Hebemechanismus während des Vietnam-Krieges in begrenzter Zahl als Scharfschützen-Waffe gegen feste Installationen, wie Feuerbasen, verwendet. Es wurden in den USA mehr 12,7-mm-Browning-Maschinengewehre gebaut als von jedem anderen Typ eines MGs. Bis heute gehen die Stückzahlen in die Millionen und die Serienproduktion ist immer noch nicht beendet. Ende der 1970er Jahre fanden es zwei weitere US-Firmen rentabel, die Waffe wieder in die Produktion zu nehmen, und das Gleiche gilt für den belgischen FN-Konzern. Viele andere Firmen, verstreut über die ganze Welt, finden es profitabel, Ersatzteile und Zubehör für die M2-Serie herzustellen und praktisches jedes Jahr kommt ein anderer Munitionsfabrikant mit einem neuen Typ von Patrone für diese Waffen auf den Markt. Einige Händler haben sich ganz auf den Ankauf oder Verkauf dieser einzigen Waffe spezialisiert, so groß ist die Nachfrage nach diesen Maschinengewehren und keine Ende dafür in Sicht. Das M2 wird noch für viel Jahre im Einsatz sein und es gibt keine Anzeichen für einen moderneren Ersatz. Aus diesem Grunde ist das 12,7-mm-Browning eines der erfolgreichsten Maschinengewehre aller Zeiten. Animation 3d-Modell 12,7-mm Browning M2 Spezifikationen Browning M2 12,7-mm-Maschinengewehr Spezifikationen: Einsatzstatistik: Weitere amerikanische Maschinengewehre Johnson M1941 Melvin M. Johnson war Hauptmann in der Reserve des US-Marine-Korps und eine bekannte Autorität für automatische Waffen. Mitte der 1930er Jahre hatte er das automatische Johnson-Gewehr entworfen und begann daraus ein leichtes Maschinengewehr zu entwickeln. Wie das Gewehr wurde auch das Maschinengewehr durch Rückstoß betrieben. Dies war kein übliches System für leichte Waffen und erforderte einen hohen Fertigungsstandard, um zuverlässig zu funktionieren. Obwohl der Entwurf mechanisch einwandfrei funktionierte, war die Waffe nicht robust genug, den harten Bedingungen während eines Feldzuges standzuhalten. Das Maschinengewehr wurde von der US-Armee getestet, welche aber wenig Interesse zeigte, da sie mit dem Browning Automatic Rifle BAR zufrieden war und außerdem genug davon hatte und wenig Neigung zeigte, daran etwas groß zu ändern. Die niederländische Regierung kaufte dann eine Anzahl für ihre Streitkräfte in Ostindien, aber mit der japanischen Invasion dieses Gebietes verlor der Vertrag seine Grundlage. Die Produktion wurde während des gesamten Krieges für das US Marine Corps und die US Rangers fortgesetzt, aber die Gesamtproduktion war relativ gering. Die Waffe besaß eine Reihe interessanter Merkmale. Im Einzelschuss-Modus schloss und verriegelte sich der Bolzen vor jedem Schuss, im Automatik-Modus feuerte sie jedoch mit einem offenen Bolzen, wobei sichergestellt wurde, dass keine Patrone jemals in eine heiße Kammer geladen wurde und Luft zwischen den Schüssen durch den Lauf strömen konnte, um ihn zu kühlen. Das Magazin wurde von der linken Seite versorgt, was die Silhouette niedrig hielt, aber zu Gleichgewichtsproblemen führte. Zudem konnte das Magazin von der rechten Seite des Mechanismus mit dem standardmäßigen Springfield-M1903-Ladestreifen aus fünf mehr …

  • 3D-Modell JS-2

    Sowjetischer schwerer Kampfpanzer Josef Stalin JS-2 und JS-3. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modelle. JS-1, JS-2, JS-3 Josef Stalin Typ: schwerer Panzer. Geschichte: Den Sowjets war spätestens seit August 1942 bewusst, dass für den Wehrmacht neue schwere Panzer, wie der Tiger-Panzer und den PzKpfw V Panther mit wirkungsvollerer Bewaffnung und stärkerer Panzerung, entwickelten wurden. Nach der Schlacht von Kursk im Sommer 1943 übernahm die Rote Armee die strategische Initiative an der Ostfront, welche sie bis zur Eroberung von Berlin im Mai 1945 nicht mehr abgeben sollte. Dabei versuchten die Sowjets mit ihren Panzerentwürfen mit den Deutschen Schritt zu halten, wobei sie im Großen und Ganzen erfolgreich waren. Das galt sowohl für den mittleren T-34 Panzer, welcher mit ab Ende 1943 eine 85-mm-Kanone erhielt und zum T-34-85 wurde, als auch für den schweren KW-Panzer. Die Entwicklung vom KW-1 zum JS-1 JS-1 Der KW-1 wurde nach und nach weiterentwickelt, bis es 1943 dem KW-85 mit ebenfalls einer 85-mm-Kanone und einem umgestalteten Turm gab. Durch die schrittweise Überarbeitung der Kraftübertragung, Umformung und Neugestaltung des Rumpfs und der Kettenaufhängungen entstand ein flacherer und leichterer Panzerentwurf. Dieser neue schwere Panzer wurde als JS-1 bezeichnet, wobei ‘JS’ als Abkürzung für Josef Stalin stand. Der neue Kampfpanzer wog etwas mehr als der KW-Panzer, hatte aber eine stärkere und günstiger geformte Panzerung, die einen hervorragenden Panzerschutz bot. Das Gewicht wurde auch dadurch in Grenzen gehalten, dass die einzelnen Baugruppen sehr kompakt gehalten wurden. Dieser JS-1 übernahm die 85-mm-Kanone des KW-85 und wurde daher zuerst als JS-85 bezeichnet. Da nun wieder einmal die Frage im Raum stand, warum der neue schwere Panzer wiederum nur die gleiche 85-mm-Kanone wie der neue mittlere T-34-85 erhalten sollte, wurde über eine schwerere Bewaffnung nachgedacht. JS-2 Die Entwicklungsmannschaft für das JS-Projekt in Tscheljabinsk passte zwei schwerere Geschütze an den JS-1 an, das 100-mm-Panzerabwehrgeschütz BS-3 und das 122-mm-Geschütz A-19, welche als schwere Panzer IS-100 bzw. IS-122 bezeichnet wurden. Im November 1943 wurden beide in Kubinka Schießversuchen unterzogen. Ein erbeuteter Panzer V Panther wurde als Ziel benutzt und ein 122 mm-Geschoss durchschlug sowohl die Frontpanzerung des Turms, als auch die Rückseite. Die 100-mm-Kanone hatte jedoch eine bessere Durchschlagskraft auf Panzerplatten, nämlich etwa 185 mm auf 1.000 Metern im Vergleich zu 160 mm bei der 122-mm-Kanone. Schließlich wurde aber entschieden, die 122-mm-Kanone zu verwenden, weil es einen Überschuss bei der Produktion an 122-mm-Rohren und eine bessere Munitionsbevorratung dafür gab, während es bei der 100-mm-Kanone genau das Gegenteil war. Einige wenige JS-1 mit 85-mm-Kanonen wurden fertiggestellt, bevor diese Entscheidung getroffen wurde. Nach Übernahme des JS-122 für die Verwendung durch die Rote Armee als Stalin-Panzer JS-2 wurden diese JS-1 vor dem Einsatz ebenfalls auf die schwere Kanone umgerüstet. Insgesamt 102 JS-2 und die Prototypen wurden somit im Jahr 1943 noch fertiggestellt. Der JS-2 sah seinen ersten Einsatz mit dem 11. schweren Garde-Panzer-Regiment bei den Schlachten von Korsun und Schewtschenko im Frühjahr 1944. Während des ersten Einsatzes beobachtete General Kotin persönlich die Leistungsfähigkeit des JS-2 und gewann so wichtige Hinweise auf die Vor- und Nachteile des neuen Kampfpanzers. Der schwere Panzer war nach seinem erstmaligen Auftreten an der Front so sehr bei den Panzerverbänden der Roten Armee gefragt, dass das NKTP im April 1944 den Bau einer neuen Montagehalle in Tankograd anordnete, um die Produktionszahlen zu erhöhen. Die neu gestaltete Wanne und die Form des JS-2 gaben ihm einen besseren ballistischen Schutz als beim KW-Panzer und die maximale Turmpanzerung betrug beeindruckende 160 mm. Es war ein massives Fahrzeug, seine Größe wurde noch durch das lange Geschützrohr unterstrichen. Neben dem Turm war auch der Rumpf mehr als reichlich mit einer Panzerung von maximal 132 mm ausgestattet. Doch weitaus mehr geschätzt wurde von den Besatzungen die Wirkung der neuen Kanone, vor allem gegen Panzer. Sie entwickelte beim Aufprall 3,5-mal mehr kinetische Energie als die 76-mm-Granate. Selbst in den seltenen Fällen, in denen diese nicht ausreichte, um die Panzerung zu durchschlagen, reichte die Kraft des Aufpralls und der Wirkung der hochexplosiven Füllung in der Regel aus, um den Turm von fast jedem Panzer abzusprengen. Der gravierendste Nachteil des JS-2 war jedoch, dass sein geringer Innenraum nur das Verstauen von 28 Schuss Munition erlaubte. Dazu bestand die schweren Granaten aus zwei Teilen, was die Feuergeschwindigkeit der großkalibrigen Kanone noch weiter reduzierte. Die Sekundärbewaffnung bestand aus einem 12,7-mm und einem 7,62-mm-Maschinengewehr. Der JS-2 wurde in Bezug auf Panzerung und Feuerkraft unvorteilhaft sowohl mit dem Tiger I als auch später mit dem Königstiger verglichen. Allerdings muss bedacht werden, dass er in Bezug auf Gewicht, Größe und Kosten viel eher mit dem mittleren Panzerkampfwagen V Panther vergleichbar war als mit dem viel größeren und schwereren Tiger. Tatsächlich war die Entscheidung der Deutschen, für ihren mittleren Panzer einen so großen, schweren und komplexen Panzer wie den Panther auszuwählen, einer der Faktoren, die die deutsche Panzerproduktion auf ein Niveau weit unter dem der Sowjetunion beschränkte. Dies half den Sowjets, sich im letzten Kriegsjahr einen entscheidenden quantitativen Vorteil bei den Panzerstreitkräften aufzubauen. JS-2m Im Frühjahr 1944 wurde der JS-2 durch die Einführung des JS-2m (‘m’: modifikatsirovanniy = modifiziert) weiter verbessert. Abgesehen von Verbesserungen bei der Feuerleitung und anderen internen Änderungen bestand der Hauptunterschied in der Verwendung eines neuen, einfacheren und besser gewinkelten Gussentwurfs. Außerdem wurde das verbesserte Geschütz D-25T eingeführt, das nahezu identisch mit dem A-19 war, jedoch einen Fallverschluss hatte, der das Laden beschleunigte. Es wurden mehrere Versuchsversionen des schweren Panzers mit verschiedenen Geschützen gebaut, wobei die drastischste Variante der JS-2E mit einem neuen elektrischen Getriebe und einer neuen Kettenradkonfiguration war. Keine davon wurde zur Produktion angenommen, aber schwere Kampfpanzer vom Typ JS-2 waren bei den sowjetischen Streitkräften noch bis zum Ende der 1970er Jahre im Einsatz. Animation 3d-Modell JS-2: JS-3 Während die Experimente mit dem schweren Panzer durchgeführt wurden, wurde das TsKB-2-Team aufgeteilt, damit eines davon unter Dukhow die Untersuchung eines radikal umkonfigurierten JS-2 durchführen konnte. Die Entwicklungsgruppe unter N. Dukhow hielt sich dabei an das Vorbild des ideal abgeschrägten mittleren Kampfpanzers T-34. Zwei Versionen wurden vom Dukhow-Team vorgeschlagen: der Stalin 3-Panzer JS-3 mit einem neuen halbkugelförmigen Turm und der JS-4 mit einer längeren Wanne mehr …

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