Kriegstagebuch 16. Oktober 1917



Alliiertes Umschlaglager bei Boulogne
Alliiertes Umschlaglager bei Boulogne zur Verteilung der Güter an die Westfront.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 16. Oktober 1917:

Westfront


Aisne: Ein französischer Angriff westlich von Craonne scheitert. 1.800 französische Geschütze und 460 Mörser bereiten den Weg für eine begrenzte Offensive bis zum 22. Oktober auf einem 12 km breiten Frontabschnitt vor, d.h. maximal eine Kanone je 5,3 Meter mit zusammen 120.000 Tonnen Artillerie-Granaten.

Ostfront

Baltikum: Russische Zivilisten werden aus Reval (Estland) evakuiert.
Nordrussland: Die Masse der Royal Navy Air Service Panzerwagen-Einheit läuft von Archangelsk aus. Die meisten landen in Newcastle am 29. Oktober an.

Afrika

Ostafrika: Wahle evakuiert Nyangao, aber Lettow-Vorbecks 1.000 Mann mit 2 Kanonen verstärken ihn, um die nigerianische Brigade in zwei Gruppen zu umzingeln, die 300 Mann und 1 Kanone verliert.

Seekrieg

Ostsee: Die deutsche Flotte liegt im Golf von Riga vor Avensburg mit Blick auf den Moon-Sund. Das britische U-Boot C27 (Sealy) torpediert den Minensucher Indianola, nur der einzige Erfolg zahlreicher Angriffe.
Adria: 2 österreich-ungarische Schlachtschiffe und 10 Torpedoboote beschiessen die italienische Küste bei Cortellazzo (Piave); 2 italienische MAS-Boote greifen an.

Luftkrieg

Mesopotamien: 3 britische Martinsyde-Flugzeuge (1 zur Notlandung gezwungen) der 30. Staffel des Royal Flying Corps bombardieren den Flugplatz Kifri (sowie am 31. Oktober, wobei 4 Flugzeuge verloren gehen).

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Im Blickpunkt:
  • die deutsche Luftwaffe in Polen

    Einsatzstärken und Ausstattung an Flugzeugen der deutschen Luftflotten bei Kriegsbeginn und der Luftkrieg über Polen. Diese Kriegsgliederung der Luftwaffe gibt die Einsatzstärken und Ausstattung der Einsatzverbände am Tag nach dem deutschen Angriff auf Polen und einen Tag vor der Kriegserklärung durch England und Frankreich an Deutschland, wieder. Die Mehrzahl der Jagdeinsitzer, Sturzkampfbomber und Aufklärungsverbände in der Kriegsgliederung Luftwaffe waren der Luftflotte 1 und 4 für den Angriff auf Polen unterstellt. Allerdings waren Kampfflugzeuge mit größerer Reichweite von anderen Luftflotten auch in den Feldzug eingebunden. Die Lehrdivision operierte unabhängig von den Luftflotten, allerdings waren auch mehrere ihrer Verbände am Polenfeldzug beteiligt. Kriegsgliederung Luftwaffe vom 2. September 1939: Ausrüstung der Frontverbände der Luftwaffe am 1. September 1939: Staffel: Die Anzahl des Flugpersonals in einer Staffel hing natürlich vom Typ der Flugzeuge ab. Es waren 10 Piloten bei einsitzigen Jagdflugzeugen und konnten mehr als 40 Mann Flugpersonal bei mehrmotorigen Bombern sein. Die Anzahl des Bodenpersonals variierte zwischen 150 Mann bei einsitzigen Jagdflugzeugen und nur 80 Mann Mann bei mehrmotorigen Bombenflugzeugen. Der Grund für die im ersten Moment erstaunlich wirkende geringere Anzahl bei den Bombern ist, dass ein Großteil der Wartungseinrichtungen und administrativen Bürotätigkeiten von den örtlichen Luftgau übernommen wurde, in der die Einheit stationiert war. Eine Staffel hatte eine Stärke von 9 bis 12 Flugzeugen bei Kriegsbeginn, dies stieg aber ständig während des Krieges bis zu einer Maximalstärke von 16 an, wodurch natürlich auch die Anzahl des Flugpersonals und des Bodenpersonals vermehrt werden musste. Gruppe: Die Gruppe war normalerweise die grundsätzliche Einheit für operative Einsätze und Organisationsaufgaben. Ursprünglich bestand eine Gruppe aus drei Staffeln und dem Stab mit drei weiteren Flugzeugen, was somit eine Gesamtzahl von 30 Flugzeugen ergab. Ab der Mitte des Krieges hatten viele Jagdgruppen eine vierte Staffel und zusammen mit der maximalen Staffelstärke von 16 Jagdflugzeugen ergab dies eine Gruppenstärke von bis zu 67 Flugzeugen. Die Mannschaften eine Gruppe waren zwischen 35 und 150 Mann Flugpersonal sowie zwischen 300 und 515 Mann Bodenpersonal stark. Geschwader: Das Geschwader war die größte Flug-Formation in der Luftwaffe. Ursprünglich bestand es aus drei Gruppen mit 90 Flugzeugen und einem Stab mit vier, was insgesamt 94 Flugzeuge ergab. Luftkrieg über Polen 1939 Der Operationsplan der deutschen Luftwaffe für den Angriff auf Polen am 1. September 1939 sah die Umsetzung der ‘Douhet-Theorie’ vor. Durch ‘strategische’ Angriffe auf die polnischen Luftstreitkräfte sollten diese noch zu Beginn des Feldzuges auf dem Boden ausgeschaltet werden. Anschließend sollten die ‘taktischen’ Einsätze zur Unterstützung der Wehrmacht folgen. Tatsächlich wurden zwar in den ersten Tagen die Bodeneinrichtungen der polnischen Luftwaffe zerstört, zusammen mit Schulflugzeugen und nicht einsatzfähigen Maschinen, aber keine einzige polnische Frontmaschine, da diese zuvor auf provisorische Feldflugplätze verlegt und getarnt worden waren. Allerdings hat die deutsche Luftwaffe aufgrund ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit und auch besseren Flugzeuge von Anfang an die eindeutige Überlegenheit in der Luft. Der erste Angriff von Ju 87 des Stuka-Geschwaders 1 fand schon 15 Minuten vor dem eigentlichen Angriffsbeginn statt. Die Staffel hatte einen Sonderauftrag und sollte die polnischen Zündposten an der strategisch wichtigen Eisenbahnbrücke über die Weichsel bei Dirschau in Richtung Ostpreußen ausschalten, sodass ein Panzerzug die Brücke unversehrt erobern könnte. Die drei Stukas starteten um 4:26 Uhr und flogen im Tiefflug zu ihrem Ziel und erledigten ihren Auftrag, jedoch konnten die Polen die Zündkabel noch vor dem Eintreffen des Panzerzug flicken und um 6:30 Uhr wurde die Brücke trotzdem gesprengt. Den ersten Luftsieg des Zweiten Weltkriegs erzielte Stuka-Pilot Frank Neubert über dem Flugplatz von Krakau, als er einen polnischen P.11-Jäger abschoss. Kurz danach, um 5:30 Uhr, gelang es dem Polen Gnys im selben Luftkampf das erste deutsche Flugzeug abzuschießen, einen Stuka der I. Gruppe des Geschwaders Immelmann. Die bis zum Sommer 1940 größte Luftschlacht des Krieges fand am selben Tag ab 7 Uhr für etwa 50 Minuten nördlich von Warschau statt, als über 80 deutsche Bomber vom Typ He 111 und Do 17, gesichert durch 20 Zerstörer Messerschmitt Bf 110, von 64 polnischen Jägern P-11 angegriffen wurden. Jedoch waren die polnischen Doppeldecker zu langsam, um sich deutschen Flugzeugen auf vielversprechende Schussweite zu nähern. Auf Druck ihrer westlichen Verbündeten verweigerten die Polen ihren Bombern die Einsatzerlaubnis, selbst noch nicht einmal gegen deutsche motorisierte Kolonnen. Auch die modernen Los-Bomber, einer der besten mittleren Bomber zu Beginn des Zweiten Weltkrieges, mussten auf dem Boden bleiben. Erst am zweiten Kriegstag griffen erstmals 6 leichte Karas-Bomber Einheiten des XVI. Panzer-Korps an. Die deutschen Luftangriffe in den ersten beiden Tagen richteten sich neben den Angriffen auf die Flugplätze aber auch gegen Verkehrsziele, sodass die polnische Mobilisierung in ein Chaos ausartete und die Kommandostruktur teilweise lahmgelegt wurde. Am dritten Kriegstag, dem 3. September 1939, begann die deutsche Luftwaffe mit der hauptsächlichen Unterstützung der Bodentruppen. Von nun an operierten die Luftwaffenverbände mit den Bodentruppen zusammen und griffen polnische Verteidigungsstellungen, Artilleriepositionen und Truppenkonzentrationen an. Zwischenzeitlich hatten Großbritannien und Frankreich dem Deutschen Reich den Krieg erklärt. Zehn britische Blenheim-Bomber griffen am 4. September im hellsten Tageslicht die deutschen Kriegsschiffe vor Wilhelmshaven an. Davon wurden fünf abgeschossen und Feldwebel Troitsch von der II. Gruppe des JG 77 erzielt den ersten Luftsieg des Zweiten Weltkriegs im Westen. Nachdem am 4. September 1939 die polnische Verteidigung langsam zusammengebrochen war, erhielten auch die modernen Los-Bomber Starterlaubnis. Insgesamt 27 der mittleren Bomber griffen das XVI. Panzer-Korps bei Radomsko an. Aber die polnischen Fliegerverbände mussten nun auf andere Feldflugplätze zurückverlegen, wo kein Fliegerschutz bestand. Dadurch konnte die deutsche Luftwaffe erstmals 2 Los-Bomber und 3 P-11-Jäger auf dem Boden zerstören. Auch ging den polnischen Fliegern so langsam die MG-Munition aus. Am 5. September flogen die polnischen Bomber ihren letzten Angriff auf die Spitzen des XVI. Panzer-Korps, dass nun nahezu ungehindert auf Warschau vorstoßen konnte. Am nächsten Tag erfolgte nochmals ein Angriff von 6 Los-Bombern auf deutsche Panzertruppen bei Makow Mazowiecki, wobei die Hälfte von deutschen Jägern abgeschossen wurde. Die polnische Armeeführung wich nach Brest-Litowsk aus, wo sich auch die verbliebenen polnischen Fliegertruppen versammelten, welche bisher etwa 60 Prozent ihrer Flugzeuge eingebüßt hatten. Dies war auch auf den Beschuss durch eigene Flak und dem Versagen, auch nur ein einziges Mal Luftschutz für die mehr …

  • Seeschlacht von Navarino

    Der griechische Unabhängigkeitskrieg von 1821 bis 1829. Teil II der Griechischen Revolution. Hier zu Teil I: die Griechische Revolution. Der griechische Unabhängigkeitskrieg Mit dem Erscheinen von Mehmed Ali, Pascha von Ägypten und eigentlich Vasall des Sultans in Konstantinopel, im Jahr 1824 beginnt die dritte Phase der griechischen Revolution. Ali versuchte, den Sultan zu stürzen oder die Unabhängigkeit zu erlangen, während er sich ihm vordergründig anschloss, um sich seine Gunst zu sichern. Die türkisch-ägyptische Flotte ankerte bei Pylos im Golf von Navarino, während die türkisch-ägyptische Armee, die nach französischen Maßstäben und unter französischen Offizieren reformiert worden war, damit begann, die griechische Revolution in Blut zu ertränken. 1826 fällt nach hartnäckigen Widerstand Missolunghi. In der Zwischenzeit hatte sich jedoch das politische Gleichgewichtssystem in Europa verschoben. Die drei Großmächte Großbritannien, Frankreich und Russland konnten angesichts dieser eher unerwarteten Entwicklung in Griechenland nicht passiv bleiben. Zwar verurteilte der Österreicher Metternich den Aufstand gegen die legitime Herrschaft des Sultans, aber der neue Zar Nikolaus I. steht ihr aus orthodoxer Verwandtschaft, Türkenfeindschaft und wegen dem alten russischen Ziel, das Mittelmeer zu erreichen, positiv gegenüber. 1827 treten dann im Londoner Vertrag Großbritannien, Frankreich und Russland für die griechische Unabhängigkeit ein. Die drei Großmächte versuchten nun den Konflikt zu beenden, ohne in militärische Auseinandersetzungen mit den Osmanen, weder zu Lande noch zur See, zu geraten. Auch wenn die Admirale der alliierten Flotte keine direkten Befehle hatten, war ihre Beteiligung an dem Zustandekommen der Seeschlacht von Navarino im Jahr 1827 nicht so ganz ‘zufällig’. Die Großmächte, vor allem Großbritannien, konnten eine ägyptische Vorherrschaft unter dem Einfluss Frankreichs im östlichen Mittelmeer nicht dulden, da dies das Gleichgewicht der Kräfte untergraben würde. Die Abfolge der Ereignisse, wie sie sich aus türkischer Sicht darstellte, deuten darauf hin, dass die alliierten Flotten nicht nur zum Überwintern in den Golf von Navarino einliefen, sondern mit aggressiven Hintergedanken. Offensichtlich hatten sie den Schlagabtausch unter dem Vorwand eingeleitet, dass Ibrahim sich nicht an das gehalten, was vereinbart worden war, nämlich untätig zu bleiben. Das erklärte Ziel war jedoch, die türkisch-ägyptische Flotte vom Peloponnes zu vertreiben oder zumindest zurückdrängen, was unter den gegebenen explosiven Rahmenbedingungen nicht möglich war. Es brauchte ein vielleicht nur ungeplantes Ereignis, um die Kettenreaktion auszulösen. Es folgte die Vernichtung der türkisch-ägyptischen Flotte durch das britisch-französische-russische Geschwader. Die Seeschlacht von Navarino war ein entscheidender Wendepunkt für die griechische Revolution. Der Weg zur Unabhängigkeit der Griechen war danach kaum noch aufzuhalten, denn nun drehten sich die Interessen der europäischen Großmächte um 180 Grad zugunsten der Griechen. Der Tod des widerwilligen Zars Alexander I. und die Nachfolge durch den mehr resoluten Nikolaus I. im Jahr 1825 und später der Fall des britischen Premierministers, dem Duke von Wellington, im Jahr 1830, halfen der griechischen Sache. Großfürst Kapoditrias wurde Regent und errichtete von Naupalia auf der Peloppones aus eine eigene, griechische Verwaltung. Ein französisches Expeditionskorps unter Nicolas Joseph Maison traf zur Verstärkung der Griechen ein und befreite Morea. 1828/1829 kommt es zu einem weiteren russisch-türkischen Krieg, welcher unter preußischer Vermittlung 1829 im Friede von Adrianopel (Edirne) beendet wird. Dadurch gewinnt Russland die Donaumündung und Griechenland als Protektorat. Auf der Londoner Konferenz von 1830 wird das ‘Londoner Protokoll’ am 3. Februar mit der Unabhängigkeit Griechenlands, der Vertrag von Konstantinopel und schließlich das Protokoll vom 18. Juli und 3. August 1832 unterzeichnet, in dem die Grenzen Griechenlands festgelegt wurden. Für die meisten griechischen Patrioten war jedoch klar, dass dies nur ein erster Schritt sein konnte, denn mehr als die Hälfte der griechischen Bevölkerung lebte noch außerhalb dieser Grenzen unter der Herrschaft des Sultans in Konstantinopel. Schon von Anfang an hatten die Griechen versucht, ein demokratisches Gemeinwesen zu errichten. Sie waren keine Räuberbande, die sich alles nehmen wollte, was sie konnte, oder ihre Gesetze nach Belieben durchsetzte, sondern sie organisierten von Anfang an eine nationale Bewegung mit einem moralischen und ideologischen Hintergrund. Andernfalls hätte sie nicht die weit verbreitete Sympathie großer Bevölkerungsgruppen in Europa und der Vereinigten Staaten für ihren Kampf gewinnen können. Schon in der ersten Verfassung hieß es, Griechenland würde all jenen Asyl gewähren, ‘die wegen ihres Kampfes für die Freiheit verfolgt werden’. Nach der Ermordung von Großfürst Kapodistrias wurde Otto I. von Wittelsbach als König gewählt. Griechenland erhielt zwar 1844 eine Verfassung, aber die absolutistische Herrschaft des bayerischen ‘Othon’ endete 1862 in dessen Absetzung. Eine weitere Folge der griechischen Revolution war die Auflösung der ‘Heiligen Allianz’ wegen des Gegensatzes zwischen Russland und Österreich-Ungarn in der ‘orientalischen Frage’ und den Interessen auf dem Balkan. Die Revolution auf Kreta Die Revolution auf Kreta wurde bereits im April 1821 ausgerufen. Die große Insel liegt ziemlich weit vom übrigen Griechenland entfernt, und daher war die Entsendung von militärischer Hilfe schwierig. Außerdem lebte auf Kreta eine beträchtliche muslimische Minderheit, die fast ein Drittel der Bevölkerung ausmachte. Trotz dieser widrigen Umstände wurde der Beitritt zur Revolution bei Treffen mit lokalen Anführern und Würdenträgern in Sfakia angesprochen, und dort wurde der Beschluss zum Aufstand gefasst. Die Türken reagierten, indem sie den Bischof von Kissamos hängten, andere Personen inhaftierten und die Verfolgung von Klerus und Laien in der Region fortsetzten. Der erste größere Sieg der Aufständischen ereignete sich am 14. Juni 1821 in Chania, wo eine Einheit der Janitscharen besiegt und ihr Anführer getötet wurde. Die Türken reagierten mit Plünderungen und Abschlachten von Zivilisten. Die Kämpfe gingen jedoch mit Siegen der Griechen im Juli 1821 weiter, aber im August kam eine mächtige osmanische Streitmacht in Sfakia an. Die Osmanen besiegten die Sfakianer und fuhr fort, Gräueltaten zu begehen und Menschen zu ermorden. Aber der Aufstand hörte nicht auf. Dimitrios Ypsilantis ernannte auf Wunsch der Kreter Michael Komninos Afentoulief zum Generalkommandanten der Revolution auf Kreta. Trotz des Scheiterns eines Versuches, Rethymno zu erobern, erzielten die Griechen Siege in der Region von Mylopotamos sowie vor der Festung von Chania. Petros Skylitsis Omiridis kam später auf Kreta als Vertreter der griechischen Zentralverwaltung an. Es wurde eine lokale Versammlung abgehalten, deren Ergebnis am 21. Mai 1822 die Institutionalisierung der ‘Übergangspolitik der Insel Kreta’ war. Afentoulief, mit seinem Titel ‘Generalpräfekt der Insel’, übernahm die allgemeine Führung der griechischen Revolution auf mehr …

  • Bf 109 G-14

    Kriegsgliederung der Luftwaffe vom 10. Januar 1945: Einsatzstärken und Ausstattung mit Flugzeugen der deutschen Luftflotten in der letzten Kriegsphase. Die deutsche Luftwaffe im letzten Kriegsjahr Nachfolgend wird die Stärke der Einsatzkräfte zu Beginn des Jahres 1945 wiedergegeben, als sich die Luftwaffe auf die letzten Kämpfe des Krieges bereitstellte. Die schrecklichen Verluste der letzten 2 1/4 Jahre hatte ihre Spuren hinterlassen und die Streitmacht war ein Schatten dessen, was sie die Luftwaffe im September 1942 gewesen war. Die Schlagkraft von zwei einst mächtigen Luftflotten war fast auf Nichts reduziert worden. Der sowjetische Vormarsch im Sommer 1944 hatte die Luftflotte 1 in Kurland abgeschnitten, deren 247 Einsatzflugzeuge aus Treibstoffmangel die meiste Zeit auf dem Boden bleiben mussten. Die Luftflotte 2 in Norditalien befand sich in einem noch kritischerem Zustand. Von ihren 68 Flugzeugen waren 23 veraltete Ju 87 Stuka und die restlichen Maschinen Aufklärungsflugzeuge verschiedener Typen. Diese Luftflotte besaß keinen einzigen Jagdverband. Selbst bei den Luftflotten mit einem großen Bestand an Flugzeugen führte der lähmende Treibstoffmangel zu einem starken Rückgang der Einsätze und mehrere der Bomber-Geschwader wurden aufgelöst. Obwohl die Einsatzverbände mit drei Typen von Düsenflugzeugen – der Me 163 Komet, der Me 262 Schwalbe und der Ar 234 Blitz Kampfeinsätze flogen, standen weniger als hundert dieser modernen Maschinen für den Einsatz zur Verfügung. So waren die Bf 109, Bf 110, Ju 87, Ju 88 und He 111, welche alle noch auf Vorkriegsentwürfen basierten und inzwischen völlig veraltet waren, weitaus zahlreicher und noch bei vielen Frontverbänden im Einsatz. Kriegsgliederung Luftwaffe vom 10. Januar 1945 Luftflotte 1 in Kurland (Litauen) Luftflotte 2 in Nord-Italien Luftflotte 3 in Westdeutschland und Holland Luftflotte 4 in Ungarn und Jugoslawien Luftflotte 5 in Norwegen und Finnland Luftflotte 6 in Ostpreußen und Polen Luftflotte Reich in Mittel-Deutschland Die deutsche Luftwaffe im Jahr 1945 Der letzten große Einsatz der deutschen Luftwaffe fand auch sogleich am 1. Januar 1945 statt. Als die alliierten Piloten und Bodenpersonal noch kräftig Neujahr in ihren Kantinen feierten, herrschte auf den deutschen Flugplätzen emsiges Treiben. In den Morgenstunden des ersten Tages des neuen Jahres begann ‘Unternehmen Bodenplatte’, mit dem die alliierten Luftstreitkräfte, welche seit dem Aufklaren des Winterwetters den deutschen Truppen in den Ardennen während ihrer Großoffensive im Westen so sehr zusetzen, zumindest vorübergehend ausgeschaltet werden sollten. Die Anzahl der eingesetzten deutschen Flugzeuge ist nicht mehr genau feststellbar und die Zahlenangaben liegen zwischen 800 und 1.500 gestarteten Maschinen. Das Tagebuch des OKW meldet für diesen Tag allerdings 1.035 einsatzbereite Flugzeuge. Praktisch alle fliegenden Verbände von Generalleutnant Schmids Luftwaffen-Kommando West wurden mithilfe von Pfadfinder-Flugzeugen gegen 13 britische und vier amerikanische Feldflugplätze in Nordfrankreich, Belgien und Südholland herangeführt. Für die Alliierten kam der Luftschlag völlig überraschend, denn schon wie bei der Ardennen-Offensive waren ihrer Feindaufklärung die deutschen Vorbereitungen und Verlegung ganzer Geschwader zu vorgeschobenen Flugplätzen entgangen. Der Bodennebel verzögerte die Starts vieler Maschinen, sodass diese verteilt zwischen 7:25 und 9:20 Uhr erfolgten. Der Anflug musste in einer Flughöhe von weniger als 200 Metern unter dem feindlichen Radar und unter absolutem Funkverbot erfolgen. Adolf Hitler hatte wieder die höchste Geheimhaltungsstufe ausgegeben und so wurden noch nicht einmal die Flak-Kanoniere eingeweiht. Und gerade die besonders starke 16. Flak-Division unter Generalmajor Deutsch schützte genau in dieser Gegend die wichtigen Abschussstellungen für die V-1-Marschflugkörper und V-2-Raketen. Zuvor gelang es jedoch den deutschen Flugzeugen bei ihren Überfällen etwa 439 alliierte Flugzeuge innerhalb kürzester Zeit vor allem auf dem Boden zu vernichten. Zuerst verloren sie dabei selbst 93 Maschinen durch alliierte Jagdflugzeuge und Luftabwehrkanonen. Auf dem Rückflug schoss die nicht gewarnte eigene Flak dann jedoch weitere 184 deutsche Flugzeuge ab, welche die im Tiefflug aus dem Westen zurückkehrenden Maschinen natürlich als feindliche Einflüge ansah. Dadurch stiegen die deutschen Verluste auf 277 Flugzeuge an und unter den Getöteten befanden sich 59 höchst erfahrene Fliegerführer. Am gleichen und nächsten Tag griffen dann 570 schwere US-Bomber die Rheinbrücken von Remagen, Neuwied und Koblenz an. Die deutschen Verbindungslinien wurden dadurch gestört, was die schon durch den zunehmenden alliierten Widerstand erlahmende Ardennen-Offensive bald ganz zum Zusammenbruch brachte. Auch in den ersten Tagen des neuen Jahres trat eine Änderung der britischen Einsatz-Taktik bei den bisherigen Angriffen auf Berlin ein. Ab der Nacht vom 3. auf den 4. Januar flogen nur noch Mosquito-Bomber in Gruppen von 35 bis 50 Maschinen, beladen mit schweren 1.800-kg-Bomben, Störangriffe auf die deutsche Hauptstadt. Diese kurzen Angriffe dauerten meist nur wenige Minuten, rissen die Bevölkerung aber jede Nacht aus dem Schlaf und wurden bis weit in den April 1945 fortgesetzt. Am 12. Januar 1945 begann die letzte sowjetische Winteroffensive mit der Schlacht im großen Weichselbogen. Die Sowjets waren zahlenmäßig ein vielfaches überlegen und so standen auch in der Luft den 4.800 Flugzeugen der Roten Luftwaffe nur 300 deutsche Maschinen gegenüber. Am 14. Januar 1945 um 4.30 Uhr schlug die letzte von 1.200 von He 111-Bombern gestarteten Fieseler Fi 103 ‘Fliegenden Bombe’ in Großbritannien ein. Ab der Nacht vom 22. auf den 23. Januar 1945 griffen die schweren strategischen Bomber der RAF-Bomberkommandos die deutschen Eisenbahn-Knotenpunkte an; in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Bombern der 8. US-Luftflotte bei Tage. Die zunehmenden Transportschwierigkeiten durch das verwüstete Eisenbahnnetz verschlechterte die deutsche militärische Lage weiter. Dazu zerstörten alliierte Jagdbomber bei Angriffen auf das Straßennetz zahlreiche Fahrzeuge. Alleine am 22. und 23. Januar 1945 wurden dadurch beim deutschen Rückzug aus den Ardennen 6.000 Fahrzeuge vernichtet. Gleichzeitig hielt Treibstoffmangel die deutsche Luftwaffe immer mehr von Einsätzen ab. Viele Geschwader erhielten nur noch gerade soviel Benzin, um eine einzige Staffel am Tag in die Luft zu bringen und manchmal fehlte selbst Treibstoff für die Evakuierung von den durch alliierte Bodentruppen bedrohten Feldflugplätzen. Die Vergeltungswaffe V-1 wurde dagegen im Januar 1945 mit 100 Starts pro Tag aus der Eifel und Holland gegen den wichtigen alliierten Nachschubhafen Antwerpen und Lüttich fortgesetzt. Auch der Großraum London lag immer noch unter Beschuss durch die V-2-Rakete. Erst im Februar 1945 wurde das erste mit Düsenjägern Me 262 Schwalbe ausgerüstete Jagdgeschwader 7 von Oberst Steinhoff einsatzbereit. Dazu kam noch der Jagdverband 44 unter Generalleutnant Galland, welcher von Göring wegen dessen Kritik als General der Jagdflieger abgelöst worden war. Der mehr …

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