Kriegstagebuch 17. April 1917



Exekution eines französischen Soldaten
Exekution eines französischen Soldaten wegen Befehlsverweigerung.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 17. April 1917:

Westfront


Champagne – Schlacht um die Hügel (Moronvillers) beginnt (bis zum 20. Mai) bei sich verschlechternden Wetter: die französische Vierte Armee (7 Divisionen) bricht nicht die deutsche Ostflanke auf und nimmt nur die erste Linie in einem bis 2,5 km tiefen Vorstoß.
Aisne: Die Deutschen evakuieren und verbrennen 4 Dörfer südlich vom Chemin des Dames.
Foch besuchte General H. Wilson bei Senlis. Foch stellt klar gegenüber Wilson fest, dass ‘Nivelle fertig ist, vor allem wegen des Scheiterns der Sechsten Armee … Foch sagte, er wusste … daß die Stellungen, wo sich diese Armee befand … im Angriff unmöglich zu nehmen waren … Er denkt … Nivelle wird degomme (entlassen) und Petain nimmt seinen Platz ein, der ein Zeitspiel spielen wird, bis die USA kommen … sagen wir für ein Jahr. Ich fragte nach einer zentralen Organisation der Alliierten, um wirklich anzuhalten und er war auch dafür … würde gerne der französische Vertreter sein.’
DIE FRANZÖSISCHEN ARMEE-UNRUHEN BEGINNEN mit 17 Mann beim 108. Infanterie-Regiment, die ihre Posten vor einem Angriff verlassen. Bis Ende August 1917 sind 46 Divisionen davon ernsthaft betroffen mit ca. 35.000 Meuterern, die sich Streikende nennen. 2.873 Kriegsgerichtsverfahren und Verurteilungen, viele werden suspendiert. 629 erhalten Todesurteile (von denen 43 ausgeführt werden).

Mittlerer Osten

Palästina – Zweite Schlacht von Gaza (bis zum 19. April): 40.000 britische Soldaten, 170 Kanonen, 8 Panzer gegen 19.500 Türken mit 101 Kanonen und 86 MGs. Die britischen Truppen erstürmen die Samsons-Höhe, aber es gibt zu wenige Panzer und Gasgranaten, um die Geländegewinne zu halten. Dobell verliert 6.444 Mann (272 Kriegsgefangene) und 3 Panzer gegenüber 2.013 Türken (200 Kriegsgefangene).

Seekrieg

Großbritannien: Thorneycroft-Wasserbombenwerfer innerhalb von 10 Tagen entworfen (von Sir J. Thorneycroft, einem Marine-Ingenieur). 2.760 werden hergestellt und 28 U-Boote durch diese versenkt (6 im Jahre 1917).
Jellicoe drängt auf einen Rückzug aus Saloniki, um Schiffsraum für 1918 zu sparen.

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Im Blickpunkt:
  • Getarnte Feuerstellung einer Pak 43/41 am Rhein

    Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 1. März 1945 vor der Überquerung des Rheins durch die Alliierten. Heeresgruppen, Armeen, Korps und Divisionen. Kriegsgliederung der Wehrmacht vom 1. März 1945 Die Aufstellung und Verteilung der Divisionen der Wehrmacht und unterstellter Einheiten von Verbündeten am 1. März 1945. Dabei sind: VG-Division die Volks-Grenadier-Divisionen. Bodenständige Infanterie-Division ist eine Infanterie-Division, welche normalerweise als Festungs- oder Küstenschutz-Division verwendet wird und daher über keine oder nur wenige Transportmittel verfügt. Kampfgruppen sind die noch verfügbaren, einsatzfähigen Truppeneinheiten von aufgeriebenen Divisionen. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 1. März 1945. Ostfront Heeresgruppe F (OB Südost, in Jugoslawien und auf Kreta sowie Rhodos) Heeresgruppe Süd Heeresgruppe Mitte Heeresgruppe Weichsel Heeresgruppe Nord Heeresgruppe Kurland Norden OB West Reserven im Westen: 159., 172. Inf.Div., 245. bodenständige Inf.Div. Heeresgruppe H Heeresgruppe B Heeresgruppe G Italien (OB Südwest) Reserven: 600. Inf.Div. (Münsingen), 48. Inf.Div. (Wehrkreis XVII), 264. Inf.Div. (Dänemark), 716. bodenständige Inf.Div. (Oberrhein), 106. Inf.Div. (Oberrhein), 189. Inf. Div. (Oberrhein), unklare Inf.Div. (Mährisch-Ostrau), 14. (ukrainische Nr.1) SS-Div. (Slowakei), 34. Waffen-SS-Brigade Nederland (Holland), 2. Kosaken-Div. (Kroatien), 25. (ungar. Nr.2) SS-Gren.Div., 30. (russische Nr.2) Waffen-SS-Div. (Grafenwöhr) Siehe auch: Wehrmachts-Verbände Organisation 1942-45 Der alliierte Angriff auf die Rhein-Barriere im März 1945 Gerade als die Offensive der Roten Armee an der Oder zum Stillstand kam und die Wehrmacht sich auf eine weitere Gegenoffensive in Ungarn vorbereitete, machten sich auch die Alliierten im Westen wieder zum Angriff bereit. Sie hatten nun den Fronteinbruch, welche die deutsche Ardennen-Offensive im Dezember verursacht hatte, bereinigt. Zuerst bestand aber Eisenhower noch auf die Beseitigung der deutschen Frontausbuchtung um Colmar im Elsass westlich des Oberrheins, welche durch französische und amerikanische Truppen der 6. Armee-Gruppe von General Devers durchzuführen waren. Dahinter stand der Gedanke, dass Adolf Hitler wie schon bisher seine Truppen bei der Verteidigung des Vorfeldes vom Rhein verheizte und damit nur noch weniger Kräfte für die eigentliche Abwehrlinie am Rhein verblieben. Der Plan ging auf und erbitterten Kämpfen erreichten die Alliierten während des Februars den Oberrhein. Anschließend wurden eine Reihe von Operationen durchgeführt, welche mit dem Unternehmen ‘Veritable’ im Norden durch britisch-kanadische Einheiten in Richtung Wesel begann. Dieser Angriff traf mit einer amerikanischen Offensive unter dem Codenamen ‘Grenade’ (Granate) weiter südlich aus der Gegend um Jülich in Richtung Nordosten zusammen. Der Erfolg dieser Operationen würde den Niederrhein absperren und anschließend einen Großangriff über den Rhein unter dem Befehl von Montgomery in die deutsche Tiefebene nördlich des Ruhrgebiets ermöglichen. Im Anschluss an diese Zangenoperation sollten Bradleys Streitkräfte mit der Operation ‘Lumberjack’ (‘Holzfäller’) weiter südlich in Richtung Rhein und Mosel vorstoßen. Anschließend sollte der Angriff in südöstlicher Richtung über die Mosel in den Rücken der deutschen Truppen am Westwall entlang der alten französisch-deutschen Grenze und Luxemburg fortgesetzt werden. Die Möglichkeit einer frühzeitigen Überquerung des Rheins während dieser Operationen wurde zwar nicht ausgeschlossen, aber die alliierten Stäbe gingen davon aus, dass nach Erreichen des Rheins auf breiter Front zusätzliche Übersetzungs-Operationen südlich des Ruhrgebietes zur Einschliessung des Industriegebietes zusammen mit den britisch-kanadischen Truppen von Montgomery weiter nördlich, sowie in Richtung Frankfurt am Main durchgeführt werden müssten. Für diese Pläne wurde Montgomerys 21. Armee-Gruppe mit drei kanadischen und zwei britischen Divisionen aus Italien verstärkt, während die Amerikaner ihre letzte verfügbare Division aus den USA über den Atlantik heranbrachten. Somit standen über 400.000 Briten und Kanadier, 1,5 Millionen Amerikaner und mehr als 100.000 Franzosen für den Sturm auf Deutschland bereit. Die kanadische 1. Armee begann mit dem Unternehmen ‘Veritable’ am 8. Februar und kam langsam gegen erbitterten deutschen Widerstand vorwärts. Überschwemmungen durch die Schneeschmelze und die Öffnung der Schleusentore durch die Deutschen, zusammen mit ihrem entschlossenen Widerstand, verlangsamten sowohl den kanadischen Vormarsch, wie auch den darauf beginnenden Angriff der südlichen Zangenbewegung unter dem Codenamen ‘Grenade’ der 9. US-Armee. Erst am 3. März konnten die amerikanischen und kanadischen Speerspitzen aufeinandertreffen. Bis zum 7. März erreichten die alliierten Truppen den gesamten Niederrhein mit Ausnahme eines kleinen deutschen Brückenkopfs um Xanten. Die deutschen Verteidiger zogen sich nun über den Rhein zurück und sprengten hinter sich die Brücken. Wenn auch die Kämpfe heftig waren, so zeigten sich jedoch erstmals Anzeichen, dass die deutschen Truppen zunehmend demoralisiert wurden, denn über 50.000 Gefangene fielen in alliierte Hände. Montgomery begann nun mit gewaltigen Vorbereitungen zur Rheinüberquerung. Während er damit beschäftigt war, durchtrennten die Amerikaner weiter südlich die deutschen Abwehrlinien westlich des Rheins und konnten den Rhein noch aus der Bewegung überqueren. Am 23. Februar griff die Armee von General Hodges südwestlich an und drängte auf Köln vor. Die Amerikaner drangen schnell in die Außenbezirke der großen Stadt vor und drehten nach Süden ein, in das Hinterland der deutschen Truppen, die noch an der deutsch-belgischen Grenze standen. Als sie dabei am 7. März die Höhen über der Eisenbahnbrücke bei Remagen erreichten, sahen die Vorhut der amerikanischen Panzertruppen die Brücke immer noch intakt stehen und stürmte auf sie zu, während die Deutschen verzweifelt versuchten, sie zu sprengen. Ironischerweise hatte die durch einen amerikanischen Luftangriff verursachte Explosion vom Oktober 1944, bei der eine Hängebrücke in den Rhein gestürzt war, die Deutschen dazu veranlasst, die Sprengsätze der anderen Brücken erst vor der geplanten Sprengung zu verdrahten, damit kein weiteres, ähnliches Unglück passierte. Das überraschende Auftauchen der Amerikaner verhinderte nun die vollständige Verdrahtung der Sprengsätze und so fiel die Brücke kaum beschädigt in deren Hände. Mit der Zustimmung von Bradley und Eisenhower beorderte Hodges alle verfügbaren amerikanischen Streitkräfte schnell über den Fluss und errichtete einen Brückenkopf auf dem östlichen Rheinufer gegen verzweifelte deutsche Gegenangriffe. Dazu ließ er noch Pontonbrücken neben der durch den Sprengversuch geschwächten Eisenbahnbrücke errichten, welche dann nach einiger Zeit durch Bomben und Artilleriebeschuss zusammenbrach. Damit war die letzte und mächtigste Barriere im Westen von Deutschland durchbrochen worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte Pattons 3. US-Armee die Deutschen auf der rechten Flanke der 1. Armee an die Mosel zurückgedrängt und fuhr nun fort über diesen Fluss hinweg in das rückwärtige Gebiet der deutschen Streitkräfte einzudringen, welche einem Angriff der 7. US-Armee der südlichen 6. Armee-Gruppe gegenüberstanden. Als der deutsche Oberbefehlshaber im Westen, von Rundstedt, diese Einheiten über den Rhein zurückziehen wollte, ersetzte Hitler ihn durch Feldmarschall Albert Kesselring, der die mehr …

  • HG-Wachkompanie in Karinhall

    Aufstellung und Einsätze der Fallschirm-Panzer-Division HG der Luftwaffe. Teil I: Das Regiment General Göring 1935 bis 1941. Regiment General Göring Bezeichnungen Polizei-Abteilung z.B.V. Wecke Landespolizeigruppe Wecke Landespolizeigruppe General Göring Regiment ‘General Göring’ Brigade ‘Hermann Göring’ Hermann-Göring-Division (Kampfgruppe Schmid) Panzer-Division Hermann Göring (HG) Fallschirm-Panzer-Division Hermann Göring (HG) Kommandeure Major der Schutzpolizei Wecke, Oberstleutnant der Landespolizei Friedrich Wilhelm Jakoby, Generalmajor Conrath, Oberst/Generalmajor Schmid (in Tunesien), Generalmajor Conrath, Generalmajor Schmalz, Oberst v. Neckar, Oberst Lemke   Aufstellung Hermann Göring, Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe und hochdekoriertes Jagdflieger-Ass aus dem Ersten Weltkrieg, war berechtigterweise sehr stolz auf diese Einheit, welche seinen Namen trug. Die führende Kampfeinheit der Bodentruppen der durch die Nazis geschaffenen deutschen Luftwaffe hatte zwar ohne Zweifel viele überzeugte Mitglieder der NSDAP in ihren Reihen, focht aber einen weitgehend ‘sauberen’ Krieg. Dies stand im Gegensatz zu vielen anderen Kampfeinheiten, welche starke politische Wurzeln hatten. Tatsächlich war eine der bemerkenswertesten Leistungen der Hermann-Göring-Division während des Zweiten Weltkrieges nicht militärischer Art, sondern die Rettung der historischen Schätze des Benediktiner-Klosters auf dem Monte Cassino. Im Februar 1933, sofort nach der Machtübernahme Hitlers, wurde Hauptmann Hermann Göring, ein langer Weggefährte des Führers, zum preußischen Innenminister ernannt. Dieser Posten gab Göring die Kontrolle über die preußische Landespolizei und brachte ihm den Rang eines Generals ein. Er begann sofort eine neue Abteilung aufzustellen, welche aus Polizisten bestand, die dem Nazi-Regime zweifelsfrei loyal waren. Knapp über 400 Mann wurden für diese neue Einheit ausgewählt, welche vom Major der Schutzpolizei Wecke, befehligt wurde. Die Einheit, welche im berüchtigten linken Arbeiterbezirk Kreuzberg in Berlin stationiert wurde, erhielt nach ihrem Kommandanten die Bezeichnung ‘Polizei-Abteilung z.B.V. Wecke’. Innerhalb eines Monats wurde die Einheit schon gegen bewaffnete kommunistische Zellen in Berlin eingesetzt. Im Juli 1933 wurde die Abteilung in ‘Landespolizeigruppe Wecke’ umbenannt und kurz danach in ‘Landespolizeigruppe General Göring’. Die Einheit vergrößerte sich stark unter Görings Schirmherrschaft und wurde im April 1395 formell zum Regiment ‘General Göring’ unter dem Kommando von Oberstleutnant der Landespolizei, Friedrich Wilhelm Jakoby. Nur sechs Monate nach der Aufstellung transferierte Göring das Regiment von der Polizei, deren Kontrolle letztendlich von seinem erbitterten Rivalen Reichsführer-SS Heinrich Himmler übernommen wurde, zur neu gebildeten Luftwaffe, deren Oberbefehlshaber Göring wurde. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Gliederung des Regiments aus folgenden Einheiten: Regimentsstab, Musikkorps, I. und II. Jäger-Bataillon, 13. Kradschützen-Kompanie, 15. Pionier-Kompanie, Reiterzug, Nachrichtenzug. Zum Zeitpunkt, als das Regiment ‘General Göring’ zur Luftwaffe überstellt war, wurden auch Befehle zur Aufstellung eines Fallschirmjäger-Bataillons ausgegeben. Alle Freiwilligen für diese Einheit, welche Überlaufen von ungeduldigen Bewerbern war, wurden im I. Jäger-Bataillon versammelt. Ende 1937 wurden dann die Verschleierungsmaßnahmen zur vorgesehenen Verwendung dieser Truppe fallengelassen und die Freiwilligen, zusammen mit der 15. Pionier-Kompanie, als IV. Fallschirmschützen-Bataillon bezeichnet. Diese Einheit blieb bis März 1938 Bestandteil des Regiment ‘General Göring’, bevor sie zum Truppenübungsplatz Stendal verlegt wurde, um den Kader der ersten Fallschirmjäger-Einheit der Luftwaffe zu bilden, das I./Fallschirmjäger-Regiment 1.   Das Regiment ‘Hermann Göring’, ebenso wie die Elite-Formationen Regiment Grossdeutschland des Heeres und das erste Regiment der Waffen-SS, Leibstandarte-SS-Adolf Hitler, rekrutierten ihr Personal aus ganz Deutschland und nahmen nur Kandidaten des höchsten Kalibers und in physischer Höchstform auf. Die Angehörigen des Regiment ‘Hermann Göring’ bezogen einen brandneuen Baracken-Komplex in Berlin-Reinickendorf, welcher nach höchsten Standards und mit den modernsten Einrichtungen gebaut worden war. Dieser Komplex zeichnete sich durch über 120 Gebäude aus, einschließlich Sporthalle, Schwimmbäder und Freischwimmbädern und Sportplätzen und hatte sogar sein eigenes Postamt. Soldaten des Regiments in ihren unverwechselbaren Uniformen mit weißen Kragenspiegeln und dem Manschetten-Band der Sonderverbände wurden bald zu einem üblichen Straßenbild in Berlin. Die Truppen des Regimentes waren Bestandteil vieler großen Militärparaden der Vorkriegszeit in Berlin. Sie stellten auch die Wachen für Reichsmarschall Görings persönliches Hauptquartier in Berlin und die Ablösung der Wachtruppen wurde oft in vollem Zeremoniell unter Anwesenheit des Musikkorps des Regiments vollzogen. Soldaten des Regiments übten auch den Wachdienst bei Görings privaten Anwesen Carinhall nördlich von Berlin aus, welches nach seiner verstorbenen ersten Frau benannt war. Zu den Kriterien für die Übernahme in das Regiment gehörte ein Eintrittsalter von 18 bis 25 Jahren, eine Mindestgröße von 1,68 Meter, die deutsche Staatsbürgerschaft, Eignung zum Militärdienst, körperliche Leistungsfähigkeit für den aktiven Dienst, arische Abstammung, Unverheiratet, ein sauberer Polizeibericht und keine laufenden oder bestätigten strafrechtlichen Vergehen, sowie eine bestätigte Unterstützung des nationalsozialistischen Staates. Während der ersten Kriegsjahre wurde als weitere Anforderung hinzugefügt, dass der Freiwillige sich für eine Dienstzeit von mindestens 12 Jahren verpflichtete. Diese Voraussetzungen waren im Großen und Ganzen auch für die anderen Elite-Formationen, Grossdeutschland und Leibstandarte, Voraussetzung. Als dann im weiteren Kriegsverlauf die Verluste immer größer wurden, konnten solche strengen Voraussetzungen für keinen der Elite-Verbände mehr aufrechterhalten werden. Bei der ‘Hermann Göring’ Division wurden später daher auch Wehrpflichtige der Luftwaffe als Ersatz für die Verluste übernommen. Vor dem Ausbruch des 2. Weltkriegs nahmen Angehörige des Regiment ‘General Göring’ bei den sogenannten ‘Blumenkriegen’ teil. Das Regiment war am Anschluss Österreichs beteiligt, wo es mehrere Wochen in Wiener Neustadt blieb. Auch bei der Besetzung des Sudetenlandes und beim Einmarsch in Prag war es dabei, wo es die Sicherung der strategisch wichtigen Skoda-Werke übernahm. Am Vorabend des Krieges bestand das Regiment aus folgenden Teileinheiten: Regimentsstab, Musikkorps, Stabsartillerie, I.(schwere) Flak-Abteilung, II. (leichte) Flak-Abteilung, III. Scheinwerfer-Abteilung, IV. (leichte) Flak-Abteilung, Wachbataillon (Reiterschwadron, 9. Infanterie-Wachkompanie, 10. und 11. Wachkompanie), Reserve-Scheinwerfer-Abteilung, Ersatz-Abteilung, (schwere) Eisenbahn-Flak-Batterie, (leichte) Flak-Batterie. Blitzkriege 1940 Während des Polenfeldzug im September 1939 verblieb der Großteil des Regiments in Berlin, um Luftschutz für die Reichshauptstadt zu geben und Görings Hauptquartiere zu bewachen. Teile des Regiments nahmen jedoch am Unternehmen Weserübung teil, der Invasion von Dänemark und Norwegen im April 1940. Die Masse des Regiments war jedoch an der holländischen Grenze versammelt und wartete auf den Befehl zum Losschlagen im Westen.   Die in Dänemark eingesetzten Teile von ‘Hermann Göring’ standen unter dem Kommando von Hauptmann Kluge und bestanden aus einer Kompanie des Wachbataillons, zusammen mit einer 2-cm-Flak-Batterie auf Selbstfahrlafetten und einer Kradschützen-Kompanie. Sie nahmen an der Besetzung des Flugfeldes und der Funkstation von Esbjerg und der Sicherung der Küstenlinie von Jütland teil. Anschließend wurden sie über See nach Oslo transportiert, wo sie zusammen mit Heeres-Truppen beim Vormarsch auf Trondheim und mehr …

  • Curtiss Hawk Jagdflugzeuge der Vichy-französischen Luftwaffe

    Stärke und Organisation der l’ Armee de l’ Armistice von Vichy-Frankreich. Vichy-französische Streitkräfte: Armee, Kolonialtruppen, Luftwaffe und Marine. Der Französisch-Deutsche Waffenstillstand vom 22. Juni 1940 teilte Frankreich in zwei Hälften. Der Norden und die Westküste sollten bis zum Kriegsende und eines nachfolgenden Friedensvertrages als Basis zum Kampf gegen England durch deutsche Streitkräfte besetzt bleiben, während Mittel- und Südfrankreich unbesetzte Zone wurden. Benannt nach der Stadt, welche der vorübergehende Regierungssitz sein sollte, wurde diese Zone Vichy-Frankreich genannt. Streitkräfte von Vichy-Frankreich Artikel IV des Waffenstillstandes genehmigte eine kleine französische Armee in der unbesetzten Zone (l’ Armee de l’ Armistice) sowie eine militärische Besatzung für die französischen Überseegebiete. Die Aufgabe dieser Streitkräfte war es, die innere Sicherheit zu gewährleisten und französisches Territorium gegen eventuelle alliierte Übergriffe verteidigen zu können, was zumindest theoretisch unter der deutschen Gesamtleitung erfolgen sollte. Die Streitkräfte Vichy-Frankreichs in Syrien, Madagaskar und Dakar leisteten tatsächlich heftigen Widerstand gegen britische und frei-französische (General de Gaulle) Versuche, diese Gebiete zu übernehmen. Gegen die vorwiegend amerikanischen Landungen im Rahmen des Unternehmen Torch (Fackel) in Nordwestafrika war der Widerstand jedoch nur gering, was auch an den vorausgegangenen Niederlagen der Achsenstreitkräfte in Nordafrika (Schlacht von El Alamein) lag. Nach der schnellen Aufgabe des französischen Widerstandes in Nordwestafrika war dem deutschen Oberkommando der Niedergang der Vichy-Regierung augenscheinlich und es setzte das Unternehmen ‘Anton’ in Gang: am 11. November 1942 besetzten deutsche Truppen auch die unbesetzte Zone in Frankreich. Nach der deutschen Besetzung wurde die Armee de I’ Armistice aufgelöst. Vichy-Französische Armee Die genaue Stärke der französischen Armee in der Heimat wurde auf 3.768 Offiziere, 15.072 Unteroffiziere und 75.360 Mann festgelegt, welche alle Freiwillige sein sollten. Daneben waren noch eine halb-militärische Gendarmerie von 60.000 Mann und Luftabwehr-Verbände von 10.000 Mann vorgesehen. Trotz des Zustroms von Berufssoldaten von den Kolonialtruppen, welche ebenfalls im Rahmen des Waffenstillstandes reduziert werden mussten, gab es einen Mangel an Freiwilligen, sodass zunächst 50.000 Mann der im Jahr 1939 mobilisierten Streitkräfte weiterhin unter der Fahne dienen mussten, bis diese Quote erreicht war. Anfang 1942 wurden die Einberufenen schließlich entlassen, aber es gab immer noch zu wenige Freiwillige. Schließlich gelang es der Vichy-Regierung durch einen Appell an Deutschland, eine reguläre Form der Wehrpflicht wieder einzuführen. Die Armee war in zwei Gruppen eingeteilt, jede aus vier Militärdivisionen, und bestand aus: 18 Infanterie-Regimenter, 11 Kavallerie-Regimenter, 8 Artillerie-Regimenter, 15 Bataillone von Chasseurs (Jäger). Die Armee war aller ihrer Panzer und Panzerfahrzeuge beraubt und litt unter einem drastischen Mangel an Kraftfahrzeugen, insbesondere in den Kavallerie-Verbänden, welche eigentlich motorisiert sein sollten. Kolonialtruppen Die französischen Territorien am Mittelmeer bestanden aus dem Departement von Algerien, dem Protektoraten Tunesien und Marokko sowie aus den Mandaten über Syrien und dem Libanon. Der Waffenstillstand forderte aufgrund italienischer Wünsche die Entmilitarisierung von Tunesien und eine allgemeine Verkleinerung der französischen Kolonialtruppen. Vichy-Frankreich waren 55.000 Mann in Marokko und 50.000 Mann in Algerien erlaubt. Die französische Levante-Armee in Syrien und dem Libanon musste von rund 100.000 auf knapp unter 40.000 Mann verkleinert werden. Später wurden noch 15.000 Mann in Tunesien aufgrund alliierter Invasionsgefahren von den Italiener genehmigt. Die Vichy-französische Armee der Levante beherrschte die Mandatsgebiete in Syrien und dem Libanon – und obwohl sie keine Angriffshandlungen gegen die Briten unternahm, bedrohte alleine ihre Präsenz die strategisch wichtigen und empfindlichen britischen Ölfelder und Erdölleitung aus dem Irak und Kuwait. So fiel eine gemischte alliierte Streitmacht am 8. Juni 1941 nach Syrien ein, denen sich die Vichy-französische Levante-Armee verbissen entgegenstellte. Der Widerstand wurde mit verbissener Härte geführt, besonders wenn Franzosen gegen Franzosen kämpften. Als die Kämpfe in Syrien schließlich am 11. Juli 1941 endeten, hatten die Vichy-französischen Streitkräfte 6.000 Mann verloren, von denen 1.000 getötet worden waren. Insgesamt wurden 37.736 Soldaten gefangengenommen, aber nachdem sie vor die Wahl gestellt wurden, repatriiert zu werden oder sich den Truppen von General de Gaulle anzuschließen, nutzten nur 5.668 diese zweite Möglichkeit und alle anderen wurden nach Frankreich abtransportiert. Miliz Am 30. Januar 1943 wurde die paramilitärische Organisation Milice (Miliz) von Pierre Laval gegründet, um die ‘neue Ordnung’ im nun besetzten Vichy-Frankreich aufrechtzuerhalten. Dies brachte die Miliz zwangsläufig in direkte Konfrontation mit der Résistance, und sie wurde zur erbittertsten und am meisten verabscheuten kollaborierenden Organisation. Die Miliz war territorial in Departements, Regionen und Zonen unter dem Oberbefehl eines Generalsekretärs (Joseph Darnand) mit Sitz in Vichy organisiert. Im Herbst 1943 hatte die Milice ihre maximale Stärke von 29.000 Mann erreicht, aber nur 10.000 waren aktiv, während der Rest entweder nur Beiträge zahlte oder nur in Teilzeit verwendet wurden. Der militärische Arm der Milice war die Francs-Garde, die ab Juni 1943 auch eine reguläre und eine Teilzeit-Abteilung hatte. Die regulären Soldaten wurden bezahlt, kaserniert und von Oktober 1943 zunehmend bewaffnet. Sie überstieg aber nie eine Stärke von 2000 Mann. Wie die deutschen paramilitärischen Formationen der Vorkriegszeit übernahm die Milice archaische Bezeichnungen für ihre Unterabteilungen. Die Grundeinheit war ein Fünf-Mann-Trupp Main, dann folgten eine Dizaine (zehn Mann), Trentaine (30 Mann), Centaine (100 Mann) und eine Cohorte (500 Mann). Von letzteren bildeten vier ein Centre von etwa 2000 Mann, was einem Regiment entsprach. Je nach militärischer Lage konnten die Teilzeit-Mitglieder kurzfristig einberufen werden, und nach der alliierten Landung am D-Day wurden 3.000 Mann mobilisiert. Phalange Africaine Ende 1942 begann sich in Tunesien eine Einheit aus französischen pro-Achsen Freiwilligen zu bilden. Unter dem Kommando französischer Offiziere wurden etwa 300 Freiwillige (die Hälfte davon waren tunesische Araber) für die Phalange Africaine rekrutiert. Am 7. April 1943 traf das erste Kontingent in der Stärke einer starken Kompanie an der Front bei Medjez el Bab ein. Nach einigermaßen guten Leistungen bei den erbitterten Abwehrkämpfen gegen britische Truppen wurde die Einheit bis zum 29. April praktisch ausgelöscht. Am 8. Mai 1943 wurden die Überlebenden ausgezahlt und zum Untertauchen aufgefordert, während die Offiziere nach Vichy-Frankreich evakuiert wurden, wo einige weiterhin in der Miliz und der französischen Freiwilligenlegion dienten. Vichy-Französische Luftwaffe Als Folge britischer Luft- und Seeangriffe auf die französische Flotte in Mers-el-Kebir und die Angst vor Bombenangriffen auf Frankreich führten dazu, dass die deutsch-Italienisch-französische Waffenstillstandskommission den Franzosen erlaubte, einen Teil ihrer Luftwaffe weiterzuverwenden. Gleichzeitig wurde es Vichy-Frankreich erlaubt, Luftwaffenverbände in den Überseegebieten zu mehr …

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