Kriegstagebuch 17. August 1943


beim Angriff auf Schweinfurt abgeschossenen B-17 Fliegenden Festung.
Oberstleutnant E.Mayer (links), Kommodore des JG 2, auf dem Flügel einer beim Angriff auf Schweinfurt abgeschossenen B-17 Fliegenden Festung.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Dienstag den 17. August 1943:

Luftkrieg

Deutschland – ERSTER SCHWEINFURT-ANGRIFF: 230 B-17 Fliegende Festungen der 8. US-Air-Force greifen die kriegswichtige Kugellagerindustrie in Schweinfurt und 146 weitere B-17 das Montagewerk von Messerschmitt in Regensburg an. 60 B-17 werden abgeschossen, jedes fünfte Besatzungsmitglied überlebt den ‚Jubiläumsangriff‘ der 8. USAAF nicht. Die amerikanischen Verluste sind so schwerwiegend, daß sie in den nächsten 5 Wochen keinen Angriff gegen das Reichsgebiet mehr fliegen.
ANGRIFF AUF PEENEMÜNDE: 597 RAF-Nachtbomber, von denen 40 verloren gehen, greifen die wissenschaftliche Versuchsanstalt für V-Waffen auf der Halbinsel Usedom (Nacht 17./18. August) an. Es gibt 732 Tote und die Tests der V-2-Raketen werden bis zum 6. Oktober aufgehalten.
Großbritannien: 88 deutsche Bomber (11 verloren) werden in der Nacht vom 17./18. August gegen Lincoln geschickt. Kein einziger findet das Ziel und die Bomben schlagen weit verteilt entlang der gesamten englischen Ostküste auf.
Pazifik: Die 5.US-Air-Force fliegt am 17. und 18. August eine Reihe von verheerenden Luftangriffen auf japanische Stützpunkte in Wewak und in anderen Gebieten von Neuguinea.

Heimatfronten

Deutschland: Unter dem Eindruck des Bombenangriffs auf Peenemünde – und weil Hitler und Göring ihm seit einiger Zeit die persönliche Verantwortung für den Niedergang der deutschen Luftwaffe in die Schuhe schieben wollen – begeht deren Generalstabschef, Generaloberst Hans Jeschonnek, Selbstmord.

Mittelmeer-Raum

Sizilien – ENDE DES SIZILIEN-FELDZUGS: Amerikaner und Briten rücken in Messina ein. Die Achsen-Streitkräfte wurden zuvor mit dem Unternehmen Lehrgang vollständig evakuiert: 39.569 Mann deutscher und 62.000 Mann italienischer Truppen, mit ihrer gesamten Ausrüstung und allen Nachschubsgütern, wurden in kleinen Booten über die Strasse von Messina transportiert. Ein beispielloser Flak-Schirm verhindert, daß die alliierten Luftstreitkräfte größere Störungen während der 14-tägigen Operation verursachen können.

[tableX caption=“Verluste im Sizilien-Feldzug “ colwidth=“40|30|30″ colalign=“left|center|center“]
, Soldaten, Flugzeuge
Deutsche, 32.000 (vor allem als Kriegsgefangene) , 597
Italiener, 132.000 (vor allem als Kriegsgefangene) , 144
Briten und Kanadier , 12.843, 345 (einschl. US)
US-Amerikaner, 9.968, (bei Briten)
[/tableX]

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