Kriegstagebuch 17. Juli 1917


Bolschewistischer Aufstandsversuch
Bolschewistischer Aufstandsversuch an diesem Tag in Petrograd.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 17. Juli 1917:

Heimatfronten


Russland: Das Justizministerium behauptet, Lenin sei ein deutscher Agent (bis 18. Juli), ebenso wie andere Quellen. 6.000 Kronstädter Matrosen treten dem Aufstand der Roten bei, aber Kosaken beginnen mit Angriffen, als die Truppen von der Front zur Unterstützung der Regierung eintreffen.
USA: Ein präsidialer Befehl verlangt die Einziehung von 678.000 von denen am 5. Juni registrierten dienstpflichtigen Männern. Der Kriegsminister bestimmt am 20. Juli die erste Nummer eines Dienstpflichtigen für den Einzug zum Militär.
Großbritannien: Eine Regierungsumbildung macht Churchill zum Munitions-Minister, Addison wird neuer Wiederaufbau-Minister, Carson tritt dem Kriegskabinett bei.

Westfront

Dritter Ypern-Beschuss (bis zum 30. Juli) beginnt: die britische Artillerie verfeuert 4.283.550 Granaten (Kosten über 22,2 Millionen Britische Pfund), einschließlich 100.000 Chlorpicrin-Gasgranaten (250 t) auf die deutschen Truppen (bis zum 31. Juli). Dabei werden 1.250 Deutsche vergast, darunter 75 Todesfälle. Britische Grabenüberfälle.
Verdun: Französisch Truppen erobern die im Nordwesten vom Mort Homme (Hügel ‘Toter Mann’) in den letzten 18 Tagen verloren Stellungen wieder zurück. Erfolglose deutsche Grabenüberfälle nordwestlich von Verdun am 18. Juli.

Politik

Großbritannien: Die britische Königsfamilie ändert ihren Namen von Saxe-Coburg-Gotha auf Windsor.

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Im Blickpunkt:
  • 3d-Modell SdKfz 124 Wespe

    Deutsche Panzerhaubitze SdKfz 124 – leFH 18 auf Fahrgestell PzKpfw II (Sf), ‘Wespe’ Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. SdKfz 124 Wespe Typ: Panzerhaubitze, Selbstfahrlafette für leFH 18/2 auf PzKpfw II (Gw. II). Geschichte der Wespe Die kleine Artillerie-Selbstfahrlafette ist wohl das bekannteste und wichtigste deutsche Modell dieser Art im Zweiten Weltkrieg. Da der PzKpfw II offensichtlich für seine ursprünglich gedachten Aufgaben zwischenzeitlich veraltet war, bot sich dessen Fahrgestell hierfür an. Die Wespe wurde von der Firma Alkett Anfang 1942 entwickelt und wurde als die am besten geeignete Lösung angesehen, die leFH 18 (Leichte Feldhaubitze 18) auf einer Selbstfahrlafette zu montieren und denen auf dem PzKpfw III und PzKpfw IV vorgezogen. Obwohl die Wespe nur als Zwischenlösung gedacht war, wurde sie ein großer Erfolg und es wurde angeordnet, ab Februar 1943 alle Fahrgestelle des PzKpfw II zu derer Herstellung zu verwenden. Die ursprüngliche Bestellung von 1.000 Exemplaren wurde Ende 1943 auf 835 gekürzt. Davon entfielen 159 (ohne die leFH 18/2) auf den Munitionstransporter ‘Munitions-Sf auf Fgst PzKpfw II’, welcher jeweils 90 Schuss Reservemunition bei einer Besatzung von 3 Mann mit sich führten. Die Wespe wurde aus einem modifizierten Fahrgestell des PzKpfw II gebaut, dessen Rumpf leicht verlängert wurde, mit dem Motor vorne und das Kühllamellen-System komplett neu gestaltet. Das Kettenlaufwerk wurde leicht verändert, indem die Rücklaufrollen von vier auf drei reduziert und Federpufferhalterungen für die Räder hinzugefügt wurden, um die Rückstoßbelastungen zu verringern. Der Fahrer hatte einen kleinen Raum neben dem Getriebe und die restliche Besatzung befand sich im hinteren Kampfraum, welcher durch geneigte Stahlplatten geschützt war. Allerdings war ein Mann im Kampfraum, wenn er vorne stand, nur bis in Höhe der Schulter gedeckt und umso mehr er sich nach hinten bewegte, desto weniger war er geschützt, da die Panzerung nach hinten abfiel, bis sie nur noch etwa zur Hüfte reichte. Bei derartig veralteten Fahrgestellen, welche ursprünglich nicht für solche einen Einsatzzweck konstruiert worden waren, ließen sich derartige Nachteile kaum vermeiden. Die Hauptbewaffnung war die standardmäßige 10,5cm leFH (leichte Feldhaubitze) mit identischer Munition und Schussweite von bis zu 10.675 Metern, welche zwar einen großen Höhenrichtbereich von 45° Grad hatte, aber zu den Seiten jeweils nur 17° Grad. In den meisten Fällen reichte dies aus, aber bei größeren Richtungsabweichungen zum Ziel musste das gesamte Fahrzeug gewendet werden. Da bei fünf Mann Besatzung der verfügbare Platz im Kampfraum nur sehr begrenzt war, konnten nur 32 Schuss 10,5-cm-Munition mitgeführt werden, sodass Wespen in der Regel immer ein Begleitfahrzeug als Munitionstransporter dabei hatten. Dies war oft ein identisches Fahrzeug ohne Feldhaubitze, der Munitionstransporter ‘Munitions-Sf auf Fgst PzKpfw II’. Der Entwurf der Munitionstransporter-Version erlaubte zudem auch immer noch den nachträglichen Einbau der leFH 18/2 durch Feldwerkstätten, um unbrauchbare Wespen zu ersetzen. Im Gelände war die Wespe durch ihren hohen Aufbau sehr kopflastig, was große Ansprüche an Fahrer und Kommandanten stellte. Auch war es nicht einfach, das hohe Fahrzeug im offenen Gelände zu tarnen. Und bei Regen oder im Winter gab es noch nicht einmal irgendeinen Wetterschutz, sodass die Besatzung im Kampfraum es wenig angenehm hatte. Da der Umbaubetrieb Famo für die Wespe bei Warschau in Polen lag, endete deren Produktion erst, als dieser von der Roten Armee im Sommer 1944 nahezu erreicht wurde. Bis dahin wurden 676 bis 683 Wespen und 158 oder 159 Munitionstransporter fertiggestellt. Der Name ‘Wespe’ wurde von der Truppe inoffiziell 1942 vergeben, aber im Januar 1944 durch Hitler verboten, sodaß im Heer wieder die Bezeichnung SdKfz 124 verwendet werden musste. Die Wespe wurde von den Selbstfahrlafetten-Abteilungen der Panzer-Artillerie-Regimenter in den Panzer- und Panzergrenadier-Divisionen verwendet. Gewöhnlich waren sie in Batterien zu je 6 Haubitzen eingeteilt, wobei eine Abteilung aus fünf Batterien bestand. Ihr erster größerer Einsatz erfolgte während der Panzerschlacht von Kursk an der Ostfront im Juli 1943. Wenn auch das Laufwerk etwas überlastet war und auch die Bereitschaftsmunition begrenzt war, so war die Wespe jedoch ein zuverlässiges und erprobtes Waffensystem in größeren Stückzahlen, welches dann umfangreiche Einsätze im Osten, Westen und in Italien bis zum Kriegsende sah. Die Batterien aus Wespen-Selbstfahrlafetten waren vollständig mobil. Die Artilleriebeobachter verwendeten leicht gepanzerte Fahrzeuge oder bei manchen Batterien auch veraltete, ehemalige tschechische oder französische Panzer. Der Feuerbefehl und Zielkoordinaten erreichten die Feuerbefehlsstelle der Batterie per Funk von den Artilleriebeobachtern, von wo aus sie per Kabel an die einzelnen Feuerpositionen weitergeleitet wurden. Benutzer: Deutschland. Animation 3d-Modell SdKfz 124 Wespe Spezifikationen SdKfz 124 Wespe (leFH 18/2 auf Fahrgestell PzKpfw II Sf) Spezifikationen: Panzerung: Bewaffnung und Ausrüstung: siehe auch: 105mm leFh18 Durchschlagskraft mm der Kanone auf 30° Panzerplatte: Herstellung: Einsatzstatistik für SdKfz 124 Wespe: Weitere Selbstfahrlafetten mit der 10,5cm leFH Neben der Wespe wurde die leichte 10,5cm Feldhaubitze 16 und 18 auch auf einer Reihe anderer Fahrgestelle montiert. Als Fahrgestelle dienten erbeutete französische Panzerfahrzeuge oder Kampfpanzer, deren Turm entfernt worden war. 10,5cm leFh18(Sf) auf Geschützwagen Lorraine Schlepper(f) SdKfz 135/1 Während der ersten Monate des Jahres 1942 wurden viele Möglichkeiten in Erwägung gezogen, so schnell wie möglich zahlreiche Selbstfahrlafetten mit Panzerabwehrkanonen an die Front zu bringen. Über 300 französische Tracteur Blinde 37L wurden im Westfeldzug 1940 erbeutet und eingelagert. Ursprünglich sollten diese alle für Panzerjäger verwendet werden, aber im Mai 1942 befahl Hitler, 40 davon mit der 15cm sFH auszurüsten, welche Rommel in Nordafrika für Spezialeinsätze benötigen würde. Der Aufbau wurde von Alkett geliefert und der Zusammenbau erfolgte bei Paris. Im Juli wurden weitere 78 Lorraine Schlepper verfügbar gemacht und Keitel befahl darauf hin, dass 30 davon sofort mit der 15cm sFH in Krefeld ausgerüstet werden sollen, während die anderen aufgeteilt zwischen Panzerjägern und 15-cm FH 18 bei Paris umgebaut werden sollen. Im Mai 1942 wurden dann ebenfalls befohlen, sechzig Selbstfahrlafetten mit der 10,5cm leFH18/4 aus dem Lorraine-Schlepper umzubauen, aber nur zwölf wurden fertig. Im September 1944 wurde eines dieser Fahrzeuge als Teil eines Panzerzuges in Burgund von den Alliierten erbeutet, welches mit einer russischen 122-mm-Haubitze nachgerüstet worden war. Für den Umbau wurden die ursprünglichen Traktoren Blinde 37L ohne Änderungen übernommen, mit Ausnahme einer geringfügigen Verstärkung der Kettenaufhängungen. Überarbeitete Fahrzeuge, welche 1944 im Einsatz waren, hatten einen verlängerten Rückstoßspaten, welcher innerhalb des Kampfraumes betrieben werden konnte. Zwischen mehr …

  • Freiwillige der britischen Home Guard

    Britische Armee und Home Guard in Westeuropa und im Mittelmeer-Raum im Jahr 1940. Organisation, Divisionen, Ausrüstung und Home-Guard-Uniformen. Die kanadische Armee in Großbritannien und die Empire-Verbände im Nahen Osten. In den ersten sechs Monaten des 2. Weltkrieges gab es wenig Kampfhandlungen an der Westfront, mit Ausnahme einer kleinen und halbherzigen französischen Offensive in der Saar-Region. Das britische Expeditionskorps BEF führte Übungen durch, verstärkte seine Stellungen und legte Depots und Vorratslager an. Von November 1939 an befand sich, in Absprache mit den Franzosen, immer eine der englischen Divisionen für einen kurzen Zeitraum an der Saar-Front und unter französischem Kommando, um Einsatzerfahrung zu sammeln. Die britische Armee 1940 Ende April 1940 hatte das BEF eine Stärke von 394.165 Mann in 10 Divisionen. Als dann der Krieg am 10. Mai 1940 ernsthaft begann, war das relativ kleine englische Kontingent nicht in der Lage, den schnellen deutschen Vorstoß aufzuhalten. Innerhalb von zwei Wochen wurde das BEF an die Kanalküste zurückgeworfen und das Unternehmen ‘Dynamo’, die Evakuierung aus Dünkirchen, begann. Vor allem durch den Widerstand der französischen Streitkräfte, welche den deutschen Vormarsch verzögerte, und des umstrittenen Halte-Befehls Hitlers, die deutschen Panzer außerhalb Dünkirchens zurückzuhalten, konnten 224.320 englische (einschließlich 15.350 Verwundete) und 141.842 alliierte Soldaten evakuiert werden. Obwohl Dünkirchen der letzte Akt einer großen englischen Niederlage war, stellte das Entkommen von über 350.000 alliierten Soldaten einen großen Erfolg dar und war ein wichtiger Impuls für die auf ihren Tiefpunkt angekommene britische Kampfmoral. 3.457 Mitglieder des BEF sind während des Westfeldzug gefallen und wenn auch die englische Rolle in den Kämpfen nur untergeordnet war, so waren doch viele deutsche Soldaten von dem disziplinierten Auftreten der britischen Truppen beeindruckt. Home Guard (Heimwehr) Die deutschen Luftlandeeinsätze in Holland und Belgien zur Besetzung wichtiger Positionen hinter der eigentlichen feindlichen Hauptverteidigungslinie richtete die Aufmerksamkeit auf die Möglichkeit, dass diese Form des Angriffes auch gegen England selbst eingesetzt werden könnte. Als Vorsichtsmaßnahme rief der Kriegs-Staatssekretär Anthony Eden am 14. Mai 1940 über Rundfunk alle einsatzfähigen Männer im Alter von 16 bis 65 Jahren dazu auf, sich bei einer Militärorganisation, welche als ‘Local Defence Volunteers’ (abgekürzt LDV und das britische Äquivalent zum späteren deutschen Volkssturm) benannt wurde, zu melden. Bis zum 20. Mai hatten sich fast 250.000 Freiwillige in die Listen eingetragen und bis zum Ende des Monats hatte ihre Zahl 300.000 erreicht. Diese Streitmacht wurde zusammen mit den Territorial-Streitkräften organisiert und kam unter die Einsatzkontrolle des Oberbefehlshabers der britischen Heimatstreitkräfte. Am 31. Juli 1940 wurde dann die Bezeichnung dieser Streitmacht in Home Guard (Heimwehr) geändert. Das unmittelbare Problem mit dem die Home Guard konfrontiert war, war ein akuter Mangel an Waffen, Uniformen und Ausrüstung. Es gab nur Militär-Gewehre für ein Drittel der Home Guard und der Rest musste sich auf Monate mit Schrotflinten, Sport- und Jagdgewehren oder sogar Golfschlägern und selbstgemachten Piken begnügen. Die Mitglieder der Home Guard erhielten keinen Sold und wurden zum Dienst oder zur Übung nur außerhalb der Arbeitszeit eingezogen. Sie waren in Bataillone, Kompanien und Züge organisiert, aber es gab keine festgelegte Anzahl für die Größe dieser Einheiten. Eine Kompanie konnte zwischen 300 und 400 Mann stark sein. Befehlshaber der Einheiten waren nicht Offiziere des regulären Militärs, sondern damit beauftragte öffentliche Amtsträger (z.B. Bürgermeister) und alle Mitglieder unterstanden dem Militärrecht als einfache Soldaten. Die Heimwehr war über das ganze Land zerstreut und jeder Bezirk, Stadt oder jedes Dorf hatte seine eigenen Einheiten. Ihre Aufgaben bestanden in der Bewachung wichtiger Gebäude, Verkehrskreuzungen, Eisenbahnlinien und Fabriken sowie mit der Patrouille an Küstenabschnitten, wo deutsche Landungen stattfinden könnten. Bis Ende Juli 1940 war die Home Guard bis auf 500.000 Mann aller Ränge angewachsen und während der Monate der Gefahr einer deutschen Invasion hatte ihre Präsenz und Begeisterung nicht nur geholfen, die britische Bevölkerung zu beruhigen und zu motivieren, sondern sie befreite auch eine große Anzahl regulärer Soldaten vom Wach- und Garnison-Dienst, welche dadurch bei aktiven Kampfverbänden verwendet werden konnten. Einige der amerikanischen Staatsbürger, welche in London lebten, traten den Local Defence Volunteers bei. Sie bildeten die ‘1st American Squadron’ (1. Amerikanische Staffel), welche als ‘Red Eagles’ (Rote Adler) bekannt wurde. Etwa 128 amerikanische Staatsbürger dienten in dieser Einheit während des gesamten Zweiten Weltkrieges. Sie setzten dabei nicht nur ihre eigenen Privat-Fahrzeuge ein, sondern einige der Mitglieder besorgten sich auch ihre eigenen Thompson-Maschinenpistolen. Uniformen der Home Guard: Zu Beginn verwendeten die Local Defence Volunteers ihre gewöhnliche, tägliche Kleidung mit einer khakifarbenen Armbinde am oberen rechten Arm, auf welcher die Buchstaben LDV in schwarz zu sehen waren. Ehemalige Soldaten und hier insbesondere die Offiziere verwendeten ihre alten Uniformen. Ebenso wurden die ehemaligen Regiments- und Korps-Abzeichen auf diesen alten Uniformen oder denen der Home Guard gerne geführt. Diese Praxis wurde aber von offizieller Seite nicht gerne gesehen und aktiv bekämpft. Sobald es möglich war, erhielten die Mitglieder der Home Guard besondere Jacken und später Kampfanzüge, sodass sie nach und nach begannen, wie richtige Soldaten auszusehen. Die Ausrüstung bestand zuerst aus dem sogenannten ‘Home-Guard’-Mustern mit einem Taillen-Gürtel und Riemen aus Leder, Web-Beuteln und einem speziellen Muster einer Wasserflasche und Brotbeutel. Die ersten Abzeichen, welche offiziell an die Home Guard ausgegeben wurden, war eine Armbinde mit einem großen Buchstaben, welcher aus farbigen Stoffen herausgeschnitten wurde. Dieses zeigte die Einsatzzone des Mitgliedes an, z.B. ‘S’ für ‘South’ (Süden). Diese wurden aber recht schnelle gegen ein Regional-Abzeichen ausgetauscht, welches die Bataillons-Nummer anzeigte. Stabsmitglieder der Home Guard, welche den Distrikt-Kommandos zugeteilt waren, führten zusätzliche Formations-Abzeichen des Kommandos. Einige Einheiten der Home Guard in Küstenabschnitten übernahmen auch Marine-Uniformen, auf welchen sie die Abzeichen der Home Guard führten. Kanadische Armee Im Juni 1940 wurde die kurz zuvor ausgeschiffte 1. kanadische Division wieder schon aus Frankreich evakuiert. Im Juli wurde die Division zusammen mit der 1. britischen Panzer-Division und der Masse der 2. neuseeländischen Division zum 7. britischen Korps zusammengefasst. Seit Mai 1940 kamen außerdem Einheiten der 2. kanadischen Division in Großbritannien an, aber die Division war nicht vollständig vor dem 25. Dezember 1940 versammelt. Von Ende Oktober an bewachten die schon eingetroffenen Teile der Division die Strände zwischen Worthing und Newhaven in Sussex. Am Weihnachtstag 1940 wurde das 7. britische mehr …

  • Britische Soldaten und ein Mark I-Panzer

    Englischer Tank Mk I, erster Panzer im Ersten Weltkrieg und der Geschichte. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Bilder und 3d-Modell. Tank Mark I Typ: schwerer Infanteriepanzer. Geschichte: Die Idee des gepanzerten ‘Landship’ (Landschiff) war im Bereich der Fiktion schon vor 1914 weit bekannt und Vorschläge zum Bau einer solchen Maschine wurde bei fast allen Streitkräften der Großmächte eingereicht, auch beim britischen Kriegsministerium. Keiner dieser Vorschläge wurde aufgegriffen, aus dem einfachen Grund, dass es offensichtlich keine Notwendigkeit für solch eine Maschine gab. Das änderte sich jedoch 1914. Einige weitblickende Soldaten und andere Personen erkannten, dass die an der Westfront eingetretenen Zustände nur durch einen Einsatz von mobilen, gepanzerten Maschinen überwunden werden könnten.   Einer dieser führenden Visionäre war Oberst E.D. Swinton, welcher seine einflussreiche Position dazu nutze, führende Regierungsbeamte an diesem Konzept zu interessieren. Dementsprechend wurde im Kriegsministerium ein Ausschuss eingerichtet, welcher einige Vorschläge untersuchen sollten, aber die Bemühungen führten zu keinem Ergebnis. Die Royal Navy wurde davon jedoch nicht abgeschreckt und nahm die Sache in die Hand, da sie mit ihrer Royal Navy Aír Service Panzerwagen-Staffel während des Jahres 1914 schon einige Erfahrungen in der gepanzerten Kriegsführung gesammelt hatte. Aus diesen Erfahrungen stammten eine Reihe von Vorschlägen, die das ‘Riesenrad’-Fahrzeug beinhalteten, welches mit seinen großen Rädern Schützengräben überqueren sollte. In diesem Moment wurde Winston Churchill mehr als nur interessiert und richtete den Ausschuss ein, welcher als Landship-Komitee bekannt wurde um Wege zur Überwindung der Schlachtfelder in Frankreich zu finden. Für den Bau der ‘Riesenrad’-Maschine wurde grünes Licht gegeben und die Aufmerksamkeit des Ausschusses wurde auf ein anderes Gerät gelenkt, das Pedrail, welches eine breite Kette benutze, worauf sich irgendeine Last oder Motor befand. Dieses Gerät wurde ebenfalls für Versuche bestellt und mehrere andere Maschinen der Raupenform wurden für Experimente angefordert. Es gab mehrere von diesen, wie den Killen-Strait-Traktor, einem Bullock-Creep-Grip-Traktor und einer eigentümlichen zu diesem Zweck gebauten Maschine, welche die Räder eines Daimler-Foster-Traktors hatte und als die Tritton-Grabenüberfahrt-Maschine bekannt wurde. Keine dieser Maschinen wurde für die Aufgaben als geeignet angesehen und das gleiche Urteil wurde für das Pedrail gefällt, da es ein viel zu umständliches Fahrzeug war, um einen unebenen Boden zu überqueren. Die Bullock-Traktoren schien mehr zu versprechen und zwei solcher Fahrzeuge wurden extra aus den USA bestellt. Da in erster Linie eine landwirtschaftliche Maschine, konnte der Bullock-Traktor als nicht geeignet eingestuft werden, aber seine Ketten boten eine Lösung an, wie ein Weg durch den Schlamm und Drahthindernisse gefunden werden könnte. Dementsprechend wurde William Tritton (welcher später aufgrund seiner Verdienste zum Ritter geschlagen wurde) von Foster in Loncoln darum gebeten, den Traktor umzugestalten. Es war der gleiche Mann, welcher an dem Entwurf der Tritton-Grabenüberfahrt-Maschine beteiligt gewesen war, nach dem der ‘Riesenrad’-Entwurf aufgegeben wurde. Tritton verwendete entsprechend Ketten und das Fahrwerk des Bullock-Traktors und baute die ‘Nr.1 Lincoln-Maschine’. Dieser Entwurf war weitaus vielversprechender, aber die Spur zu spitz und es gab ständig Ärger. Eine neue Spur und einige andere Verbesserungen wurde geführt, welche zu dem Fahrzeug führten, was später im Dezember 1915 als ‘Little Willie’ bekannt wurde. ‘Little Willie’ war der erste ‘Tank’, auch wenn zu diesem Zeitpunkt der Begriff noch nicht geprägt worden war. Obwohl es so schien, als das die Anforderungen des Landship-Ausschusses erfüllt worden wären, war ‘Little Willie’ war noch zu instabil und hatte praktisch keine Fähigkeiten, Hindernisse zu überqueren. Als Folge davon kam Leutnant Wilson, der mit Tritton auf Geheiß des Landship-Ausschusses an dem Projekt gearbeitet hatte, auf den Gedanken, die Ketten des Tanks erheblich zu vergrößern, sodass sie praktisch um eine Rautenform herum liefen, was zum Markenzeichen der im 1. Weltkrieg eingesetzten britischen Panzer werden sollte. Das kastenartige Gehäuse von ‘Little Willie’ wurde dementsprechend verändert, um die neuen Ketten herum anzubringen und die Maschine wurde zu ‘Mother’ (Mutter). Durch ‘Mother’ wurde das Kriegsministerium wieder plötzlich interessiert und nach einer Demonstration in Hatfield Park im Januar 1916 wurde der Entwurf genehmigt. Der Landship-Ausschuss wurde daraufhin umorganisiert und wurde zum Tank-Produktions-Ausschuss, in dem Bemühen durch den Decknamen ‘Tank’ (Wasserbehälter) als ‘Wasser-Transportfahrzeug’ die wahre Rolle der neuen Maschine zu verschleiern. Dadurch wurde das Wort ‘Tank’ im englischen bis heute zur allgemein üblichen Bezeichnung von Panzerfahrzeugen. ‘Mother’ wurde zum Prototypen für die Fahrzeuge, welche anschließend zum ‘Tank Mark I’ wurden. Eine Bestellung von 100 Stück wurde im Februar 1916 ausgegeben und der Panzer oder ‘Tank’ war geboren. Der Tank Mark I war das Produktions- und Einsatz-Modell des Prototyp-Fahrzeug ‘Mother’, welches ja letztlich das Ergebnis einer Reihe von Entwicklungsmodellen, die ursprünglich auf die Verwendung eines Traktorenfahrwerks von Holt beruhten, war. Als ‘Mother’ hergestellt war, war der ursprüngliche Holt-Entwurf so überarbeitet worden, dass er erstaunliche Grabenüberschreitfähigkeiten erzielt, welche das ursprüngliche Holt-Konzept niemals erreicht hätte. Leutnant W.G. Wilson war der Hauptbeteiligte für die endgültige Gestaltung von ‘Mother’ nach umfangreichen experimentelle Arbeiten und Tätigkeiten im Ausschuss und der mit seiner Idee von den großen, umlaufenden Ketten für die charakteristische Form der britischen Tanks im 1. Weltkrieg verantwortlich war. ‘Mother’ wurde im Januar und Februar 1916 erstmals vorgeführt und bald darauf folgte die erste Bestellung von Produktionsfahrzeugen. Eine eigenständige Waffengattung wurde im März 1916 gegründet, um das neue Fahrzeug einzusetzen. Die Bezeichnung ‘Tank’ wurde nur als Tarnname verwendet, aber der Begriff prägte sich so sehr ein, dass er immer noch im englischen Sprachraum für den Panzer verwendet wird. Die ersten Serienfahrzeuge wurden der Schweren Abteilung des Maschinengewehr-Korps Mitte 1916 zugeteilt, welches damit begann, die ersten Mannschaften dafür bereitzustellen und auszubilden. Der Tank Mark I war ein großes und schweres Biest, welches durch einen einzelnen Daimer-105-PS-Benzinmotor angetrieben wurde, welcher sich in einer gepanzerten Kiste zwischen den beiden großen, rautenförmigen und durchgehenden Kettenlaufwerken befand. Ursprünglich war vorgesehen gewesen, einen Turm auf der Oberseite des Fahrzeuges zu installieren, aber dieser hätte die gesamte Konstruktion instabil gemacht, und so wurde stattdessen die Hauptbewaffnung aus zwei 6-Pfünder-Kanonen (57 mm) in Erkern an jeder Seite eingebaut. Jeder Erker hatte zudem ein einzelnes Lewis- oder Hotchkiss-Maschinengewehr und eine dritte derartige Waffe wurde als zusätzliche Verteidigung eingebaut. Die 6-Pfünder-Geschütze waren ehemalige Waffen der Marine, da die Armee auf Anfrage keine Kanonen zur Verfügung stellte. Der Tank Mark I wurde durch Panzerplatten geschützt, mehr …

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