Kriegstagebuch 17. Juni 1917


Offizier des portugiesischen Expeditionskorps
Offizier des portugiesischen Expeditionskorps mit einem britischen Verbindungsoffizier in Gräben bei Neuve Chapelle.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 17. Juni 1917:

Westfront


Flandern: Das Portugiesisches Expeditionskorps zum erstenmal im Einsatz.
Champagne: Vormarsch der französische Vierte Armee zwischen den ‘Bergen’ Cornillet und Blond, wehrt einen Angriff auf den Mt.Le-Teton am 21. Juni ab.

Politik

Frankreich: Der erste US-Militärangehörige wird begraben, bei Pauillac. Ein Seemann, welcher am 12. Juni ertrunken war. Pariser Zukunfts-Wirtschaftskonferenz.

Heimatfronten

Italien: General Giardino wird Kriegsminister und Admiral Triangi Marine-Minister, nachdem die Politik-Krise wegen Albanien beendet ist.
Russland: Die Provisorische Regierung erklärt die Zemstvo-Selbstverwaltung für Sibirien und Fernost.
USA: Charlie Chaplins Film ‘The Immigrant’ (‘Der Einwanderer’) veröffentlicht.

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Im Blickpunkt:
  • antikes Kriegsschiff

    Der Konflikt zwischen Rom und Karthago seit 264 v.Chr. bis zum Eingreifen des größten Feldherrn Hannibals im Zweiten Punischen Krieg. Die Punischen Kriege waren eine Epoche, als die wenige Jahrzehnte zuvor kaum bekannte Stadt Rom in Mittelitalien aufbrach, das wichtigste Weltreich der Geschichte zu gründen und bis zur Eroberung von Konstantinopel, der späteren Hauptstadt und heute Istanbul, am 29. Mai 1453 durch die Osmanen die heutigen sozialen, kulturellen und politischen Strukturen von Europa und daraus letztendlich einem Großteil der Erde zu bestimmen. Nach dem ersten ‘Welteroberer’, Alexander dem Großen, dessen überraschender und früher Tod etwa hundert Jahre vor dem Beginn der Punischen Kriege, das von ihm eroberte persische Großreich in Makedonien, Perganum, Seleukiden-Reich, Bithynien, Pontus, Armenien, Baktrien, Ägypten, die griechischen Stadtstaaten und eine Vielzahl kleinerer Reiche zerfallen ließ, die in blutigen Fehden eine Nachfolgeregelung erzwingen wollten, nutzte eine bis dahin kaum bekannte, kleine Stadt in Italien dazu, nahezu unbemerkt die griechischen und etruskischen Städte in Süd- und Mittelitalien zu unterwerfen. Ihre großen Erfolge verdankte die römische Armee, welche in ‘Legionen’ gegliedert war, ihrer Disziplin. Die Gallier zum Beispiel stürzten sich in wilden, ungeordneten Haufen in die Schlacht. Jeder kämpfte für sich allein, schwang seine Waffe und stieß dabei ein schauerliches Kriegsgeheul aus. Schon von diesem Geschrei ergriffen manche Gegner die Flucht. Ganz anders kämpften die Römer: Sie gingen in einer geschlossenen Schlachtordnung vor, der sogenannten ‘Phalanx’, die aus acht, zwölf oder gar fünfundzwanzig eng geschlossenen Reihen hintereinander bestand. Spieß reihte sich an Spieß – der Feind hatte kaum eine Chance zum Durchbruch. Im 3. Jahrhundert v.Chr. hatten die Römer sich eine neue Schlachtordnung erdacht, die in den nächsten Jahrhunderten jeden Gegner bezwang. Jetzt kämpften drei Phalangen, zu einer ‘Manipel’ zusammengeschlossen, hintereinander, an die Stelle des Spießes war der Wurfspeer (Pilum) getreten. Feinde, die den Geschosshagel dieser Speere überlebten, standen nun zumeist ohne den unbrauchbar gewordenen Schild den kurzen, tödlichen Schwertern gegenüber, mit denen das römische Fußvolk den Nahkampf führte. Aber keine Armee ist unschlagbar und auch die Römer mussten Anfangs einige blutige Niederlagen hinnehmen: 321 v.Chr. hungerten die Samniter, ein Bergvolk in Mittelitalien, zwei römische Legionen aus. Rund 40 Jahre später verloren die Römer wieder um zwei Schlachten: Bei Heracleia am Golf von Tarent (280 v.Chr) und bei Asculum (279 v.Chr) unterlagen sie dem Molosser-König Pyrrhos (‘Phyrus-Sieg’, noch heute ein Sprichwort), der mit 25.000 Mann und 20 Kriegselefanten nach Italien gekommen war. Doch Rom war immer ein ‘Stehaufmännchen’. Es rächte sich. 295 besiegte es die Samniter, 275 wurde Pyrrhos bei Benevent vernichtet. Eine siegreiche Schlacht bedeutete für die Römer im Gegensatz zu anderen Reichen oft mehr als ein militärischer Triumph. Aus geschlagenen Feinden wurden oft Verbündete, eroberte Gebiete wurden römische Kolonien. So wuchs das Reich, bis es schließlich fast ganz Italien umfasste. 275 v.Chr. reichte es von dem heutigen Seebad Rimini und Pisa bis hinunter an die Straße von Messina nach Sizilien. Hier standen die Römer zum ersten Mal dem Volk gegenüber, das ihr erbittertster und gefährlichster Feind werden sollte: DEN KARTHAGERN. Armeen der Punischen Kriege: Karthago, ein Stadtstaat in Nordafrika am Golf von Tunis, war älter als Rom. Es war im 9. Jahrhundert vor Christus von Phöniziern aus Tyros (Libanon, von Alexander dem Großen zerstört) gegründet worden; die Bewohner des Stadtstaates wurden von den Römern ‘Punier’ genannt. In mancher Hinsicht glichen Karthager den Römern: Auch sie waren stolz und angriffslustig und auch sie waren harte Arbeiter. Sie waren aber auch Seeleute. Als man glaubte, dass jeder sterben müsse, der an den Säulen des Herkules (Gibraltar) vorbeisegelte, wagten sich die Karthager bereits durch die Meerenge weit in den Atlantik bis zu den Azoren hinaus. Sie segelten an der afrikanischen Küste bis nach Guinea hinunter und sie kamen zum Warentausch regelmäßig nach England. Vermutlich wurde auch Grönland und Kanada erreicht. Die karthagischen Kaufleute waren reich. Sie wohnten in großen Häusern mit Badezimmern und Schwimmbädern, ihre Segelschiffe waren bis zu 36 Meter lang Wie die Römer hatten auch die Karthager den ungestümen Drang, ihr Reich auszudehnen. Da die Wüste jedoch unbewohnbar war, richteten sich die Eroberungsgelüste der Karthager nach Norden über das Meer. Als Rom den Südgipfel Italiens erreichte, beherrschten die Karthager bereits ein großes Reich, zu dem Sardinien, Korsika, die Balearen, Teile von Spanien und Sizilien gehörten. Früher, als beide Reich noch damit beschäftigt waren, ihre Gebiete auszudehnen, aber ihre Grenzen sich noch nicht berührten, waren sie Verbündete. Sie hatten mehrere Verträge abgeschlossen, den ersten bereits 508 vor Chr. Noch 279 v.Chr. hatten sie gemeinsam gegen Pyrrhos gekämpft. Aber 15 Jahre später waren sie Rivalen geworden. Der Krieg war unvermeidlich. Der erste von drei PUNISCHEN KRIEGEN in den folgenden 120 Jahren kam im Jahre 264 v.Chr.: Kriegsgrund war die Stadt Messina im Nordosten von Sizilien. Samnitische Soldaten hatten die Stadt besetzt und der König von Syrakus bat Rom und Karthago um Hilfe. Beide Reiche sagten zu. Als erste erschienen die Karthager und besetzten die Stadt. Dadurch fühlte Rom sich in seiner Ehre gekränkt. Der römische Befehlshaber bestand darauf, auch mit seinen Truppen in Messina einmarschieren zu dürfen. Als der karthagische Befehlshaber diesen Wunsch ablehnte, nahmen die Römer in gefangen und zwangen ihn, die Stadt zu räumen. So begann – wegen eines verhältnismäßig harmlosen Zwischenfalls – ein furchtbarer Krieg, der ‘Erste Punische Krieg’. Er dauerte 23 Jahre. Als er begann, hatten die Römer – im Gegensatz zu den Karthagern – weder eine Flotte noch seemännische Erfahrung. Ihre Stärke lag im Heer und die Flotte, die sie in aller Eile bauten, war die erste ihrer Geschichte.   Die Römer gewöhnten sich jedoch schnell an das neue Element, und es war für die Karthager ein furchtbarer Schock, als sie gleich die erste Seeschlacht gegen die neue römische Flotte verloren. Seeschlachten wurden von den Römern, im Gegensatz zu den bis dato bekannten Ramm-Manövern, nach den gleichen Regeln und Gesetzen wie Schlachten zu Lande, ihrer Stärke, geführt. Soldaten mussten die feindlichen Schiffe entern und die Entscheidung fiel dann im Kampf Mann gegen Mann. Dazu hatten sie die Enterbrücke erfunden, an deren Ende ein dicker Haken saß. Die Brücke wurde am Bug heruntergelassen und hakte sich mehr …

  • geglueckter Schuss

    Die deutsche militärische Leistungsfähigkeit an der Ostfront im Zweiten Weltkrieg. Teil IV der Analyse der Kampfkraft mit einem statistischen Vergleich während der Schlacht von Kursk und für die sowjetischen gegen die deutschen Streitkräfte 1944. zurück zu Deutsche militärische Leistungsfähigkeit gegen die westlichen Alliierten an der Westfront 1944 Teil IV der Analyse der Kampfkraft Leider ist die HERO-Datenbasis (Historical Evaluation and Research Organization) für die deutsche Ostfront im 2. Weltkrieg weniger umfangreich als für die militärische Leistungsfähigkeit an Westfront. Jedoch zeigen die verfügbaren Daten, dass der deutsche Kampfwert dem der Roten Armee noch deutlicher überlegen war, als auf den westlichen Kriegsschauplätzen gegen Briten, Amerikaner und ihre Verbündeten. Allerdings war diese Überlegenheit nicht mehr so gewichtig, wie noch die Kampfkraft im 1. Weltkrieg. In der nachfolgenden Übersicht werden Werte während der Panzerschlacht von Kursk im Abschnitt Oboyan wiedergegeben. In einer sieben Tage anhaltenden Schlacht griff das deutsche XLVIII. Panzer-Korps die russische 6. Garde-Armee und die 1. Tank-Armee an. In diesem Zeitraum waren die deutschen Verbände im Verhältnis von rund 2:3 zahlenmäßig unterlegen. Trotzdem konnten sie etwa 35 km durch eine der am stärksten verteidigten und ausgebauten Stellungssysteme, welche es seit dem Ende des 1. Weltkrieg gab, vordringen. Der Vorstoß kam erst zum Erliegen, als noch eine russische Tank-Armee und zusätzliche Reserven eintrafen und sich das bisherige Kräfteverhältnis vollständig verschob. Um bei dem ursprünglichen Kräfteverhältnis so tief vordringen zu können, mussten die Soldaten der Wehrmacht eine Kampfwertüberlegenheit von mindestens 168 % bzw. eine relative Kampfeffektivität (Combat Effectiveness Value = CEV) von 2,68 gehabt haben. Bei dem Großteil der von HERO analysierten Gefechte war der Kampfwert (Score Effectiveness, CE) größer als die relative Kampfeffektivität (Combat Effectiveness Value = CEV), meistens um das Quad­rat des CEV. Bei diesen 7 Tage anhaltenden Gefechten war der Wert etwas geringer, was die Russen vermutlich ihren ausgebauten Stellungssystemen verdankten, wodurch sie weniger empfindlich für Verluste waren als üblich. Statistischer Vergleich in der Schlacht von Kursk, Abschnitt Oboyan 5.-11. Juli 1943: Kampfwerte an der Ostfront 1944 Für das Jahr 1944 an der Ostfront, in welchem sich die Rote Armee praktisch durchgehend in der Offensive und auf dem Vormarsch befand, gibt es eine Übersicht mit Gesamtzahlen. Die deutschen Armeen standen praktisch das ganze Jahr unter Druck, erhielten kaum Verstärkung und Nachschub, wurden zurückgetrieben, eingeschlossen und mussten sich zurückziehen. Jede andere Streitmacht wäre unter diesen Umständen zusammengebrochen und hätte sich aufgelöst. Die Wehrmacht stand zwar oft am Rande des Zusammenbruchs, aber dieser trat nie ein. Dafür musste der sich in der Verteidigung befindende deutsche Soldat bei einer Frontstärke von 2,5 Millionen Mann an der Ostfront eine Kampfwertüberlegenheit von zumindest 88 % bzw. eine Effektivität von 1,88 gehabt haben. Dadurch ergibt sich, dass die deutsche Fähigkeit, den Russen Verluste zuzufügen (Score effective­ness = CE) fast sechsmal so hoch war, wie umgekehrt. Als Ursachen kommen hierbei vermutlich noch hinzu, die Qualitätsminderung der russischen Infanterie, welche von Feldmarschall Manstein schon Anfang 1944 festgestellte wurde, sowie die rücksichtslose Taktik der Massenangriffe, was natürlich zu einem erheblichen Blutzoll führte. Statistischer Vergleich sowjetische gegen deutsche Streitkräfte, Ostfront 1944: Siehe auch: Zahlenvergleiche deutscher und russischer Panzer Siehe auch: Deutsche Kampfkraft im 1. Weltkrieg Siehe auch: Ergebnisse von Schlachten im 1. Weltkrieg

  • 3D-Modell JS-2

    Sowjetischer schwerer Kampfpanzer Josef Stalin JS-2 und JS-3. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modelle. JS-1, JS-2, JS-3 Josef Stalin Typ: schwerer Panzer. Geschichte: Den Sowjets war spätestens seit August 1942 bewusst, dass für den Wehrmacht neue schwere Panzer, wie der Tiger-Panzer und den PzKpfw V Panther mit wirkungsvollerer Bewaffnung und stärkerer Panzerung, entwickelten wurden. Nach der Schlacht von Kursk im Sommer 1943 übernahm die Rote Armee die strategische Initiative an der Ostfront, welche sie bis zur Eroberung von Berlin im Mai 1945 nicht mehr abgeben sollte. Dabei versuchten die Sowjets mit ihren Panzerentwürfen mit den Deutschen Schritt zu halten, wobei sie im Großen und Ganzen erfolgreich waren. Das galt sowohl für den mittleren T-34 Panzer, welcher mit ab Ende 1943 eine 85-mm-Kanone erhielt und zum T-34-85 wurde, als auch für den schweren KW-Panzer. Die Entwicklung vom KW-1 zum JS-1 JS-1 Der KW-1 wurde nach und nach weiterentwickelt, bis es 1943 dem KW-85 mit ebenfalls einer 85-mm-Kanone und einem umgestalteten Turm gab. Durch die schrittweise Überarbeitung der Kraftübertragung, Umformung und Neugestaltung des Rumpfs und der Kettenaufhängungen entstand ein flacherer und leichterer Panzerentwurf. Dieser neue schwere Panzer wurde als JS-1 bezeichnet, wobei ‘JS’ als Abkürzung für Josef Stalin stand. Der neue Kampfpanzer wog etwas mehr als der KW-Panzer, hatte aber eine stärkere und günstiger geformte Panzerung, die einen hervorragenden Panzerschutz bot. Das Gewicht wurde auch dadurch in Grenzen gehalten, dass die einzelnen Baugruppen sehr kompakt gehalten wurden. Dieser JS-1 übernahm die 85-mm-Kanone des KW-85 und wurde daher zuerst als JS-85 bezeichnet. Da nun wieder einmal die Frage im Raum stand, warum der neue schwere Panzer wiederum nur die gleiche 85-mm-Kanone wie der neue mittlere T-34-85 erhalten sollte, wurde über eine schwerere Bewaffnung nachgedacht. JS-2 Die Entwicklungsmannschaft für das JS-Projekt in Tscheljabinsk passte zwei schwerere Geschütze an den JS-1 an, das 100-mm-Panzerabwehrgeschütz BS-3 und das 122-mm-Geschütz A-19, welche als schwere Panzer IS-100 bzw. IS-122 bezeichnet wurden. Im November 1943 wurden beide in Kubinka Schießversuchen unterzogen. Ein erbeuteter Panzer V Panther wurde als Ziel benutzt und ein 122 mm-Geschoss durchschlug sowohl die Frontpanzerung des Turms, als auch die Rückseite. Die 100-mm-Kanone hatte jedoch eine bessere Durchschlagskraft auf Panzerplatten, nämlich etwa 185 mm auf 1.000 Metern im Vergleich zu 160 mm bei der 122-mm-Kanone. Schließlich wurde aber entschieden, die 122-mm-Kanone zu verwenden, weil es einen Überschuss bei der Produktion an 122-mm-Rohren und eine bessere Munitionsbevorratung dafür gab, während es bei der 100-mm-Kanone genau das Gegenteil war. Einige wenige JS-1 mit 85-mm-Kanonen wurden fertiggestellt, bevor diese Entscheidung getroffen wurde. Nach Übernahme des JS-122 für die Verwendung durch die Rote Armee als Stalin-Panzer JS-2 wurden diese JS-1 vor dem Einsatz ebenfalls auf die schwere Kanone umgerüstet. Insgesamt 102 JS-2 und die Prototypen wurden somit im Jahr 1943 noch fertiggestellt. Der JS-2 sah seinen ersten Einsatz mit dem 11. schweren Garde-Panzer-Regiment bei den Schlachten von Korsun und Schewtschenko im Frühjahr 1944. Während des ersten Einsatzes beobachtete General Kotin persönlich die Leistungsfähigkeit des JS-2 und gewann so wichtige Hinweise auf die Vor- und Nachteile des neuen Kampfpanzers. Der schwere Panzer war nach seinem erstmaligen Auftreten an der Front so sehr bei den Panzerverbänden der Roten Armee gefragt, dass das NKTP im April 1944 den Bau einer neuen Montagehalle in Tankograd anordnete, um die Produktionszahlen zu erhöhen. Die neu gestaltete Wanne und die Form des JS-2 gaben ihm einen besseren ballistischen Schutz als beim KW-Panzer und die maximale Turmpanzerung betrug beeindruckende 160 mm. Es war ein massives Fahrzeug, seine Größe wurde noch durch das lange Geschützrohr unterstrichen. Neben dem Turm war auch der Rumpf mehr als reichlich mit einer Panzerung von maximal 132 mm ausgestattet. Doch weitaus mehr geschätzt wurde von den Besatzungen die Wirkung der neuen Kanone, vor allem gegen Panzer. Sie entwickelte beim Aufprall 3,5-mal mehr kinetische Energie als die 76-mm-Granate. Selbst in den seltenen Fällen, in denen diese nicht ausreichte, um die Panzerung zu durchschlagen, reichte die Kraft des Aufpralls und der Wirkung der hochexplosiven Füllung in der Regel aus, um den Turm von fast jedem Panzer abzusprengen. Der gravierendste Nachteil des JS-2 war jedoch, dass sein geringer Innenraum nur das Verstauen von 28 Schuss Munition erlaubte. Dazu bestand die schweren Granaten aus zwei Teilen, was die Feuergeschwindigkeit der großkalibrigen Kanone noch weiter reduzierte. Die Sekundärbewaffnung bestand aus einem 12,7-mm und einem 7,62-mm-Maschinengewehr. Der JS-2 wurde in Bezug auf Panzerung und Feuerkraft unvorteilhaft sowohl mit dem Tiger I als auch später mit dem Königstiger verglichen. Allerdings muss bedacht werden, dass er in Bezug auf Gewicht, Größe und Kosten viel eher mit dem mittleren Panzerkampfwagen V Panther vergleichbar war als mit dem viel größeren und schwereren Tiger. Tatsächlich war die Entscheidung der Deutschen, für ihren mittleren Panzer einen so großen, schweren und komplexen Panzer wie den Panther auszuwählen, einer der Faktoren, die die deutsche Panzerproduktion auf ein Niveau weit unter dem der Sowjetunion beschränkte. Dies half den Sowjets, sich im letzten Kriegsjahr einen entscheidenden quantitativen Vorteil bei den Panzerstreitkräften aufzubauen. JS-2m Im Frühjahr 1944 wurde der JS-2 durch die Einführung des JS-2m (‘m’: modifikatsirovanniy = modifiziert) weiter verbessert. Abgesehen von Verbesserungen bei der Feuerleitung und anderen internen Änderungen bestand der Hauptunterschied in der Verwendung eines neuen, einfacheren und besser gewinkelten Gussentwurfs. Außerdem wurde das verbesserte Geschütz D-25T eingeführt, das nahezu identisch mit dem A-19 war, jedoch einen Fallverschluss hatte, der das Laden beschleunigte. Es wurden mehrere Versuchsversionen des schweren Panzers mit verschiedenen Geschützen gebaut, wobei die drastischste Variante der JS-2E mit einem neuen elektrischen Getriebe und einer neuen Kettenradkonfiguration war. Keine davon wurde zur Produktion angenommen, aber schwere Kampfpanzer vom Typ JS-2 waren bei den sowjetischen Streitkräften noch bis zum Ende der 1970er Jahre im Einsatz. Animation 3d-Modell JS-2: JS-3 Während die Experimente mit dem schweren Panzer durchgeführt wurden, wurde das TsKB-2-Team aufgeteilt, damit eines davon unter Dukhow die Untersuchung eines radikal umkonfigurierten JS-2 durchführen konnte. Die Entwicklungsgruppe unter N. Dukhow hielt sich dabei an das Vorbild des ideal abgeschrägten mittleren Kampfpanzers T-34. Zwei Versionen wurden vom Dukhow-Team vorgeschlagen: der Stalin 3-Panzer JS-3 mit einem neuen halbkugelförmigen Turm und der JS-4 mit einer längeren Wanne mehr …

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