Kriegstagebuch 17. März 1917


1.500 britische einheimische 'Stammes-Transport"'-Träger
Etwa 1.500 britische einheimische ‘Stammes-Transport’-Träger. Alle in Ostafrika kämpfenden Streitkräfte waren zu einem sehr beträchtlichen Anteil von diesem auf dem Kopf transportierten Nachschub abhängig. Die Träger wurden oft in den Dienst gezwungen, schlecht bezahlt und nicht immer gut behandelt.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 17. März 1917:

Afrikanische Fronten


Ostafrika: Hoskins bittet um 15.000 Träger pro Monat, um die Abgänge zu ersetzen, sowie um 500 amerikanische leichte LKWs (200 werden für Mitte Mai versprochen). Auch verlangt er 300 neue Soldaten für das KAR (Kings African Rifles), wofür er vorwiegend ehemalige deutsche Askaris erhält, welche Morogoro mit der Bahn nach Tabora verlassen. Vom 23. März marschieren sie von dort nach Süden.

Westfront

Somme: Französische Truppen besetzen Roye, die 2. Australische Division besetzt Bapaume. Die Deutschen sprengen alle öffentlichen und gewerblichen Gebäude in die Luft und lassen eine versteckte, riesige Zeitzünderbombe unter der Mairie zurück, welche am 27. März explodiert und zwei französische Abgeordnete und einen britischen Stab tötet. Das BEF besetzt 13 Dörfer. Die britische Lucknow Kavallerie-Brigade wird nach vorn befohlen.
Aisne: Die deutsche Siebte Armee räumt Crouy und zieht sich auf neue Stellungen 8 km nördlich zurück. Die Franzosen können in Lassigny einrücken.

Seekrieg

Atlantik: Die britischen Schaluppen Migonette und Alyssm (am 18. März) werden durch Minen südwestlich von Irland versenkt.
Ärmelkanal: 16 deutsche Zerstörer überfallen Ramsgate und Broadstairs in der Nacht vom 17./18. März und versenken den Zerstörer HMS Paragon (10 Überlebende) und torpedieren den Zerstörer Llewellyn.
Ostsee: Der Oberbefehlshaber der russische Flotte, Nepenin, tritt zurück und wird von einem einzelnen Seemann niedergeschossen und ermordet. Vizeadmiral Maksimow wird an seine Stelle gewählt und stellt die Ordnung mit zwei Gesandten der Provisorischen Regierung wieder her.

Luftkrieg

Westfront: Fonck gerät in einen Luftkampf mit 5 Albatros-Jägern und zerstört einen davon, was sein zweiter Luftsieg ist.
Großbritannien: Deutsche Flugzeuge werfen 4 Bomben in der Nähe des U-Boot-Stützpunktes von Dover ab.
Arabien: Das Royal Flying Corps verlegt entlang der Küste von Rabegh nach Wejh.

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Im Blickpunkt:
  • Italienische Infanterie mit dem alten Tropenhelm

    Kräfteverteilung der Achsen-Verbündeten (Italien, Finnland, Rumänien, Ungarn, Bulgarien und Slowakei) nach Kriegsschauplätzen im Sommer 1942. Die Kräfteverteilung der Verbündeten Deutschlands im Sommer 1942 Kräfteverteilung der Bodenstreitkräfte Italienische, finnische, rumänische, ungarische, bulgarische und slowakische Kräfteverteilung nach Kriegsschauplätzen im Sommer (Juni/Juli) 1942 nach Sollstärken. ITALIEN Italienische Streitkräfte: Divisionen:                     Italienische Infanterie: Italienische Fahrzeuge und Artillerie: FINNLAND Finnische Streitkräfte: Divisionen: Finnische Infanterie: Finnische Fahrzeuge und Artillerie: RUMÄNIEN Rumänische Streitkräfte: Divisionen: Rumänische Infanterie: Rumänische Fahrzeuge und Artillerie: UNGARN Ungarische Streitkräfte: Divisionen: Ungarische Infanterie: Ungarische Fahrzeuge und Artillerie: BULGARIEN Bulgarische Streitkräfte: Divisionen: Bulgarische Infanterie: Bulgarische Fahrzeuge und Artillerie: SLOWAKEI Slowakische Streitkräfte: Divisionen: Slowakische Infanterie: Slowakische Fahrzeuge und Artillerie: Kräfteverteilung der Luftstreitkräfte Die Stärkenachweise der Flugzeuge für die Regia Aeronautica stammt vom Oktover/November 1942. Stärke der Regia Aeronautica: alle anderen Luftwaffen der Achsen-Verbündeten: Kräfteverteilung der Seestreitkräfte Stärke der Achsen-Verbündeten an Schiffen: Deutschlands Verbündete im Osten Die Teilnahme dieser Satellitenstaaten am Krieg im Osten kann grob in vier Phasen untergliedert werden. Während der ersten Abschnitte des Unternehmens Barbarossa drangen starke finnische und rumänische Streitkräfte zusammen mit den Deutschen in die Sowjetunion ein. Dazu kamen kleinere, eher repräsentative Kontingente aus Ungarn, Italien und der Slowakei. Nachdem die Finnen ihre Grenzen von 1939 erreicht hatten, gruben sie sich ein und weigerten sich weiter vorzurücken. Die anderen nationalen Kontingente waren bis zum Beginn des Winters 1941/42 erschöpft und die Ungarn und der Großteil der Rumänen wurde abgezogen, um sich neu zu gruppieren. Als den Deutschen Anfang 1942 klar geworden war, dass sie mehr Männer für ihre Offensive im Sommer 1942 benötigen würden, schickten sie Feldmarschall Keitel aus, um die Ungarn und Rumänen zu überreden, mehr Truppen bereitzustellen. Keitel musste jedoch einwilligen, dass diese Truppen im Rahmen unabhängiger, nationaler Armee eingesetzt werden. Diese Armeen begannen an der Ostfront während des Sommers 1942 einzutreffen. Als die Deutschen sich ihren Weg in den Kaukasus und nach Stalingrad freikämpften, fanden sich ihre Verbündeten in langen Abschnitten entlang des Dons wieder. In diesen verbündeten Armeen erkannte die Rote Armee ihre Möglichkeiten und im November 1942 durchbrachen sie die zwei rumänischen Armeen, um Stalingrad einzuschließen. Dem folgte eine Reihe von Hammerschlägen auf die italienische und ungarische Armee. Nach diesen Katastrophen sagte Hitler ‘Ich will nie mehr einen Soldaten unserer östlichen Verbündeten an der Ostfront sehen’ und die meisten dieser Überlebenden wurden tatsächlich mit Beginn des Jahres 1943 nach Hause geschickt. Die Verbleibenden wurden zur Bekämpfung von Partisanen, Garnison-Dienst oder Küstenschutz am Schwarzen Meer für den Rest des Jahres verwendet. Die Moral dieser Soldaten zerfiel und ihre Regierungen zu Hause streckten Friedensfühler zu den westlichen Alliierten aus. 1944 war dann das Jahr des endgültigen Zerfalls des Achsenbündnisses. Anfang 1944 mussten die Rumänien zurück in die Frontlinie kommen, um die Situation im Süden nun vor ihrer Haustür zu stabilisieren, während Slowaken und Ungarn sich darauf vorbereiteten, die Karpaten-Pässe gegen die vorstürmende Rote Armee zu verteidigen. Im August 1944 stießen die Russen dann wieder durch die rumänischen Armeen hindurch und schlossen dabei wieder eine deutsche Armee ein. Durch einen Putsch in Bukarest liefen die Rumänen zu den Russen über und die Slowaken begannen einen erfolglosen Aufstand. Zwischenzeitlich hatten die Russen auch im Norden eine Offensive gegen die Finnen begonnen, welche um Frieden bitten mussten und zustimmten, die deutschen Einheiten aus ihrem Land zu vertreiben. Der letzte Abschnitt des Krieges brachte dann Rumänen und Finnen dazu, aktiv auf der Seite der Sowjets gegen die Deutschen zu kämpfen, während die Slowakei zu einem besetzten Land wurde. Nur Ungarn verblieb an der deutschen Seite, aber hauptsächlich nur deshalb, weil ein deutscher Putsch eine faschistische Regierung an die Macht brachte. Dazu führte der Umstand, dass die verhassten Rumänen nun auf der anderen Seite kämpften, auch dazu, dass die Ungarn sich nun wesentlich mehr in diesem Krieg engagierten. Rumänen und Ungarn waren sich gegenseitig so sehr verhasst, dass sie nun mit erheblich mehr Enthusiasmus aufeinander schossen, als sie das noch gegen die Russen getan hatten. Während des Jahres 1942, als ihre Teilnahme an dem Krieg am größten war, stellten die Satelliten-Armeen etwa ein Viertel der Achsen-Divisionen an der Ostfront. Abgesehen von den Finnen, waren sie fast ausschließlich bei der deutschen Heeresgruppe Süd konzentriert. Jedoch bedeutete ihre Mängel bei Ausrüstung, Training und Begeisterung, dass ihre Präsenz in der Frontlinie eine Schwachstelle darstellte. Gegen Ende des Krieges hatten die Deutschen jegliche Begeisterung für Massen von unwilligen Wehrpflichtigen ihrer Verbündeten verloren und beschränkten sich auf eine begrenzte Anzahl fanatischer Freiwilliger, welche nach deutschen Maßstäben ausgerüstet und organisiert werden konnten. Trotzdem gaben deutsche Verantwortliche zu, dass die Finnen überlegen in ihrem eigenen, nördlichen Kriegsschauplatz waren und das auch Ungarn, Rumänen und Slowaken bei vielen Gelegenheiten gut gekämpft hatten. Verhältnis Deutschlands zu den Verbündeten Die Beziehungen zwischen den Deutschen und ihren Verbündeten waren im allgemeinen gut. Viele der höheren Offiziere dieser osteuropäischen Armeen hatten vorausgegangene Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den Deutschen. Die Ungarn und Slowaken hatten in der österreich-ungarischen Armee zusammen mit deutschen Einheiten während des Ersten Weltkriegs gekämpft, vor allem gegen Russen an der Ostfront. Und viele der Finnen hatten in der deutschen Armee gekämpft, als sie in den Jäger-Freiwilligen-Bataillonen organisiert waren. Ihr Respekt vor den deutschen militärischen Fähigkeiten half ihnen dabei, die ‘Ratschläge’ deutscher Vorgesetzter zu akzeptieren, wenn auch die an eher zeremonielle Ausdrucksweise gewöhnten Italiener und Rumänen durch die manchmal grobe Sprache deutscher Generalstäbe sich gekränkt fühlten. Aus Sicht der Rassentheorie der Nazis war es auch nicht unwichtig, dass abgesehen von den Slowaken keiner der Verbündeten der slawischen Volksgruppe angehörte. Die Finnen und Ungarn sind rassisch eindeutig unterschiedlich und die Rumänen bezeichneten sich selbst als die Römer oder Italiener Osteuropas. Die Finnen stellten auch aus diesem Grunde einige der ersten ausländischen Freiwilligen für die Waffen-SS, wenn auch die Deutschen offensichtlich zuerst annahmen, dass diese vor allem ‘schwedische’ und damit ‘germanische’ Finnen waren. Die Rasse verursachte jedoch ein schwieriges anderes Problem. Verteilt über ganz Osteuropa befanden sich Kolonien von Volksdeutschen oder rassisch deutschstämmigen Menschen, von denen viele stolz auf ihre Abstammung waren und in deutschen Einheiten dienen wollten. Diejenigen davon, welche in den besetzten Gebieten lebten, mehr …

  • SS-Brigade Langemarck

    Befehlshaber, Aufstellung, Einsätze, Ende, Infanterie-Stärke und Panzerausstattung der Waffen-SS-Divisionen 26-32 (ungarische Nr. 2 bis 30. Januar). Einige der auf dieser Seite aufgelisteten Waffen-SS-Divisionen bestanden letztlich nur auf dem Papier, da die Befehle zu ihrer Aufstellung selten mit der noch zur Verfügung stehenden Zeit und den noch vorhandenem Personalbestand in Einklang standen. Viele Divisionen bestanden aus Ausländern, Russen, Ukrainern oder sogenannten ‘Volksdeutschen’ und sind teilweise für erhebliche Kriegsverbrechen verantwortlich. hier zu Waffen-SS-Divisionen 20-25 Waffen-SS-Divisionen 26-32 26. Waffen-Grenadier-Division der SS Ungarn (ungarische Nr.2) Befehlshaber: SS-Sturmbannführer Tiermann, SS-Oberführer Maack. Aufstellung (als Division): Aufstellung im März 1945 befohlen. Ende: Niemals wirklich fertiggestellt, existierte nur auf dem Papier. Infanterie-Stärke: 3 schwache motorisierte Infanterie-Regimenter. Waffen-Grenadier-Regimenter 64, 65 und 66. Panzer-Ausstattung: SS-Panzer-Brigade 49 niemals vollständig aufgestellt, existierte nur auf dem Papier. Einsätze: Zweite ungarische SS-Division, deren Aufstellung mit der Nummer 26 im März 1945 befohlen wurde und mit den möglichen Namen ‘Hungaria’ oder ‘Gömbös’. Keine Bestätigungen über den tatsächlichen Fortschritt bei der Aufstellung vorhanden und alle Informationen über die Einheit stammen aus den Dokumenten vom Feldpost-Büro. Die SS-Panzer-Brigade 49 wurde im Sommer 1944 von Dänemark nach Frankreich verlegt um den Stamm für die 26. SS-Panzer-Division zu bilden. Diese Panzer-Division wurde niemals aufgestellt und existierte als Kampfeinheit nur auf dem Papier. 27. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division Langemarck (flämische Nr.1) Befehlshaber: SS-Obersturmbannführer Schellong. Aufstellung (als Division): Legion im Mai 1943 als Brigade reorganisiert und ab September 1944 als Division bezeichnet. Ende: Überlebende gingen am 5. Mai 1945 in britische Kriegsgefangenschaft in Schleswig-Holstein. Infanterie-Stärke: 1943 mit 2, 1944 mit 3, 1945 mit 1 motorisierten Infanterie-Regiment. Bestehend im November 1944 aus den SS-Freiwilligen-Grenadier-Regimentern 66, 67 und 68. Panzer-Ausstattung: 1943/44 mit 14 StuG III und StuG IV, 10 Marder PAK-Selbstfahrlafetten. Insgesamt 24 Panzer. 1945 insgesamt 10 Panzerjäger Hetzer. Einsätze: Im Mai 1943 wurde die Freiwilligen-Legion ‘Flandern’ bei Milowitz als 6. SS-Freiwilligen-Sturmbrigade ‘Langemarck’ reorganisiert und bestand vor allem aus flämischen Freiwilligen, aber womöglich auch einigen Finnen. Im Einsatz in der Ukraine ab Dezember 1943 und schwere Verluste bei Schitomir Anfang 1944. Im April 1944 zur Erholung und Auffrischung in die Tschechoslowakei verlegt. Im Juli 1944 an die Narwa-Front, dort schwere Verluste. Die Überlebenden werden im September 1944 nach Swinemünde, Hammerstein, verschifft. Zur Division umbenannt und mit flämischen Luftwaffen-Helfern, Personal der Kriegsmarine, NSKK und der Organisation Todt aufgefrischt. Kämpfte im Januar 1945 bei Zachan, im Februar und März 1945 bei Stargard und Altdamm. Teile im Einsatz an der Oder-Front im April 1945 und dort fast vollständig vernichtet im April und Mai 1945. Rückzug nach Mecklenburg im Mai 1945. Individuelle Abzeichen: Die Freiwilligen-Legion ‘Flandern’ trägt Runen als Kragenabzeichen von 1941 bis 1943. Die Brigade und Division führt Trifos, manchmal auch überlappend. Auf dem Manschetten-Band wird der Titel ‘Frw. Legion Flandern’, ‘Flandern’ oder ‘Langemarck’ geführt. 28. SS-Freiwilligen-Panzer-Grenadier-Division Wallonien Befehlshaber: SS-Sturmbannführer Leon Degrelle. Aufstellung (als Division): Wallonische Legion im Juni 1943 vom Heer an die Waffen-SS abgegeben, wurde seit Oktober 1944 als Division bezeichnet. Ende: Die meisten Angehörigen der Division wurden mithilfe von Pässen, welche Degrelle organisiert hatte, Ende April 1945 von der Ostfront nach Dänemark evakuiert. Später kamen sie in britische Kriegsgefangenschaft. Infanterie-Stärke: 1 motorisiertes Infanterie-Regiment (3 ab Oktober 1944, jedoch dann auch französische, belgische und spanische Freiwillige dabei). Im Oktober 1944 bestehend aus den SS-Freiwilligen-Grenadier-Regimentern 69, 70, 71. Panzer-Ausstattung: 1943 mit 10 StuG III und StuG IV, 12 Marder PAK-Selbstfahrlafetten. Insgesamt 22 Panzer. Sommer 1944: 14 StuG IV, 4 StuH 10,5cm. Insgesamt 18 Panzer. 1945 insgesamt 10 Jagdpanzer IV. Einsätze: Die ‘Wallonische Legion’ wurde im Juni 1943 vom Heer an die Waffen-SS abgegeben und zur 5. SS-Freiwilligen-Sturmbrigade ‘Wallonien’ ausgebaut. Sie wurde im November 1943 im Dnjepr-Bogen zusammen mit der Wiking-Division eingesetzt. Im Januar 1944 im Tscherkassy-Kessel eingeschlossen und nur 632 von 2.000 Mann überstehen den anschließenden Ausbruch. Erholung und Auffrischung in Wildflecken. Im Frühjahr 1944 an die Narwa-Front verlegt und schwere Verluste bei Reval. Im Sommer 1944 nach Breslau verlegt und im Oktober 1944 als Division bezeichnet, nachdem verschiedene französische, belgische und spanische Einheiten (darunter womöglich die Gruppe ‘Ezquerra’) eingegliedert wurden. Im Dezember 1944 als Reserve an den Rhein verlegt, um bei einem Erfolg der Ardennen-Offensive später in Belgien eingesetzt zu werden. Anfang 1945 nach Pommern verlegt, Kämpfe bei Stargard, Stettin und Altdamm von Februar bis April 1945, wobei die Stärke auf ca. 700 Mann zusammenschmolz. Ein Teil dieser Männer ziehen sich nach Schleswig-Holstein zurück, andere werden von der Roten Armee bei Schwerin gefangengenommen. Ihr Kommandeur Degrelle floh über Norwegen nach Spanien, wo er für viele Jahre ein öffentliches Leben führte. Höchste Kampfleistungen. Individuelle Abzeichen: Runen als Kragenabzeichen von 1941 bis 1945, Burgunder-Kreuz eingeführt. Auf dem Ärmel-Band soll der Titel ‘Wallonien’ geführt worden sein. Die vom Heer an die Waffen-SS abgegebenen Angehörigen der ‘Wallonischen Legion’ trugen das Edelweiss-Abzeichen der deutschen Gebirgsjäger am rechten Ärmel und an der Heeres-Feldmütze. 29. Waffen-Grenadier-Division der SS (russische Nr.1) Befehlshaber: Brastislaw Kaminski. Aufstellung (als Division): ‘Bande’ unter Bratislaw Kaminski, zur Waffen-SS Ende 1943 übernommen. Spätere als ‘Division’ bezeichnet. Ende: Nach dem Abzug vom Warschauer Aufstand (August 1944) wurde Kaminski unter ungeklärten Umständen erschossen und seine ‘Division’ aufgelöst. Die Waffen-SS-Nr. 29 wurde von der italienischen Nr.1 übernommen (siehe nächste Division). Infanterie-Stärke: Bande von 6.500 Mann mit erbeuteter russischer Artillerie. Panzer-Ausstattung: Einige erbeutete russische Panzerfahrzeuge. Einsätze: In die Waffen-SS auf dem Papier Ende 1943 übernommen, bestand die ‘Kaminski-Brigade’ aus bis zu 6.500 russischen Überläufern, Mördern und Kriminellen. Es waren vor allem Ukrainer und wurden von Bratislaw Kaminski angeführt. Während der Partisanen-Bekämpfung und Sicherungseinsätze hinter der Heeresgruppe Mitte wurden von dieser Bande so viele Kriegsverbrechen begangen, dass man sich ihrer Loyalität sicher sein konnte. So wurde ihnen erlaubt, erbeutete russische Panzerfahrzeuge und Artillerie zu verwenden. Verstärkt durch weiteren menschlichen Abschaum und andere ‘verlorene Seelen’, wie entlassenen Vertrauensleuten aus Konzentrationslagern, zogen sie sich gemeinsam mit deutschen Truppen nach der großen sowjetischen Sommeroffensive 1944 nach Polen zurück. Im August 1944 wurden sie in den Stadteil Wola geschickt, um gegen die Polnische Heimatarmee beim Warschauer Aufstand eingesetzt zu werden. Ihr erschreckendes Verhalten führte zu Forderungen zu ihrer Ablösung, selbst durch andere SS-Befehlshaber. An einem einzigen Tag – dem 5. August 1944 – sollen sie etwa 10.000 polnische Zivilisten mehr …

  • Spitfire von Bf 109 verfolgt

    Schlacht um England 1940. Vom Unternehmen Seelöwe zur Luftschlacht um England (Battle of Britain) vom Adlertag bis zum ‘Blitz’. Unternehmen Seelöwe Die Schlacht um England wurde in der Luft geschlagen, um eine Invasion der Britischen Inseln über See zu verhindern bzw. – vom deutschen Standpunkt – zu ermöglichen. Der deutsche Invasionsplan mit dem Codenamen Unternehmen Seelöwe nahm Gestalt an, nachdem England nach der Niederlage Frankreichs nicht um Frieden gebeten hatte, wie es Hitler eigentlich erwartet hatte. Am 16. Juli 1940 wurde die Wehrmacht angewiesen, dass die deutsche Luftwaffe zuerst die englische Royal Air Force (RAF) niederringen muss, sodass die Kriegsschiffe der Royal Navy ungeschützt sein würden, falls sie die deutschen Invasionsflotten bei ihrer Überquerung des Ärmelkanals angreifen würden. Für die verhältnismäßig kleine deutsche Kriegsmarine war das Unternehmen Seelöwe ein sehr ehrgeiziges Projekt, wenn auch der Erfolg letztlich von der Luftüberlegenheit und nicht von der Seemacht abhängen würde. Kriegsbereitschaft der deutschen Seestreitkräfte im August 1940 Schlachtkreuzer Scharnhorst in Instandsetzung nach Torpedotreffer, kriegsbereit Oktober 1940. Schlachtkreuzer Gneisenau in Instandsetzung nach Torpedotreffer, kriegsbereit November 1940. Panzerschiff Admiral Scheer in Instandsetzung, kriegsbereit September 1940. Panzerschiff Lützow (ex Deutschland) unter Werftliegezeit, voraussichtlich kriegsbereit April 1941. Schwerer Kreuzer Prinz Eugen kriegsbereit. Schwerer Kreuzer Admiral Hipper unter Werftliegezeit, kriegsbereit voraussichtlich September 1940. Leichter Kreuzer Nürnberg kriegsbereit. Leichter Kreuzer Leipzig unter Werftliegezeit seit Dezember 1939, kriegsbereit voraussichtlich November 1940. Leichter Kreuzer Köln kriegsbereit. Leichter Kreuzer Emden im Einsatz als Schulschiff. 7 Zerstörer kriegsbereit, 3 unter Werftliegezeit. 19 Torpedoboote kriegsbereit, 1 in Fertigstellung. 23 Schnellboote (S-Boote) kriegsbereit, 12 in Reparatur oder Überholung. 28 U-Boote im Einsatz. Es standen nur 26 alliierte Divisionen in Großbritannien bereit, mit unzureichenden und veralteten Waffen, Transportmitteln und Panzern und dazu noch verstreut zwischen Kent und Cromarty und ohne die Gewissheit, an welcher Stelle die Deutschen beim Unternehmen Seelöwe landen würden. Nur die RAF alleine könnte in der Luftschlacht um England die nötige Zeit herausschlagen, um die britische Armee nach der Evakuierung aus Dünkirchen wieder richtig auszurüsten und die 25 erfahrenen, auf die Landungen vorbereiteten und gut ausgerüsteten deutschen Divisionen (darunter zwei Luftlandedivisionen) auf der anderen Seite des Kanals festzuhalten, bis es das stürmische Herbstwetter unmöglich machen würde, das Unternehmen Seelöwe durchgeführt wird. Siehe: Britische Armee und Home Guard in Westeuropa. Stärke der deutschen Luftwaffe vor dem Adlertag (13. August 1940) Luftwaffe: 14 Kampfgeschwader, 8 Jagdgeschwader, 4 Stukageschwader, 3 Zerstörergeschwader verteilt auf die Luftflotte 3 (GFM Sperrle in Paris), Luftflotte 2 (GFM Kesselring in Brüssel) und Luftflotte 5 (Generaloberst Stumpff in Norwegen und Dänemark). 1.700 einsatzbereite Flugzeuge (600 mittlere Bomber, 200 Junkers Ju 87 Sturzkampfbomber, 700 Messerschmitt Bf 109E Jäger, 200 Messerschmitt Bf 110 Zerstörer). Insgesamt im Westen 2287 Flugzeuge: 734 Bf 109, 268 Bf 110, 336 Ju 87, 949 mittlere Bomber. Gesamtstärke: 3.000 Flugzeuge (800 Bf 109 Jäger, 300 Bf 110 Zerstörer, 400 Ju 87 Stuka Sturzkampfbomber, 1.500 He 111, Do 17 und Ju 88 Bomber). Stärke der englischen RAF vor dem Adlertag (13. August 1940) RAF: 52 Jäger-Staffeln (Fighter Squadrons) in den Jäger-Kommandos (Fighter Commands) 11 (London und Südost-England), 10 (Cornwall und Süd-Wales), 12 (Mittel-England und Nord-Wales), 13 (Nordengland und Schottland) unter dem Kommando von Luftmarschall (Air Marshall) Hugh Dowding. 960 Jagdflugzeuge, davon 704 Hawker Hurricane und Supermarine Spitfire (sowie 289 von diesen in Reserve). Die anderen sind mit den schweren Bristol Blenheim oder zweisitzigen Boulton Paul Defiant Jagdflugzeugen ausgerüstet, welche für die Bf 109 überhaupt keine Gegner sind. Siehe: RAF-Staffeln am Adlertag Genaue Zahlen vom 8. August: 527 Hawker Hurricane, 306 Supermarine Spitfire, 82 Bristol Blenheim, 26 Boulton-Paul Defiant (insgesamt 941). 350 Bomber (einschließlich 100 Bristol Blenheim), später 470. 2.000 Flugabwehrkanonen in 7 Flak-Divisionen. 21 einsatzbereite Radarstationen (von Oktober 1940 sind 40 einsatzbereit). Schlacht um England Im Juli 1940, als die deutsche Luftwaffe bereitstand von den erst kürzlich besetzten Flugplätzen an der Kanal- und Nordseeküste die englische Royal Air Force anzugreifen, war das Konzept des unabhängigen Luftkrieges kaum aus seinen Kinderschuhen heraus gewachsen und noch fast reine Theorie. Noch nie war eine reine Luftschlacht zwischen zwei etwa gleichstarken Gegnern ausgetragen worden, bevor es ab dem 10. Juli 1940 zur sogenannten Schlacht um England über Südengland und Südwales kam. Der Begriff ‘Battle of Britain’ stammte ursprünglich von Churchill und wurde zur allgemeinen Bezeichnung für die Luftschlacht. Während der nächsten 15 Wochen wurde so ziemlich jeder Aspekt der Philosophie, Theorie und Praxis von der Ausübung von Luftmacht und dem Entwurf von Militärflugzeugen auf die Probe gestellt. Zum Nachteil von Hitler und seinem korpulenten Luftwaffen-Oberbefehlshaber, Reichsmarschall Hermann Göring, stellte sich heraus, dass die deutsche Luftwaffe weder eine qualifizierte Führung, noch geeignete Taktiken oder auch Ausrüstungen für ein derartiges Unternehmen hatte. Kurzstreckenflugzeuge wie die Bf 109-Jäger oder die Ju 87 Sturzkampfbomber, schwerfällige zweimotorige Zerstörer vom Typ Bf 110 und unzureichend bewaffnete Mittelstreckenbomber – von denen keines für Einsätze entworfen wurde, welche die Luftschlacht um England oder die nächtlichen Terrorangriffe auf Städte (als ‘the Blitz’ von den Briten bezeichnet) charakterisierten. Die Ergebnisse der ‘elektronischen Kriegsführung’ waren vom deutschen Standpunkt aus ebenfalls unglücklich. Die Radio-Leitstrahlen in Richtung der Ziele in den englischen Städten wurden ausnahmslos erkannt und von den Engländern gestört, während die Radarstationen der RAF unschätzbar wertvolle Frühwarnungen über die deutschen Angriffsverbände gaben. So konnte die RAF ihre Hurricane- und Spitfire-Staffeln mit maximaler Konzentration einsetzen und vermied es, diese in ständigen Luftpatrouillen vor der englischen Küste zu verzetteln. Die RAF profitierte auch aus den geheimen Informationen, welche von den deutschen ‘Enigma’-Nachrichten der Luftwaffe entziffert wurden. Die Schlacht um England hatte verschiedene Phasen. Im Juli und bis Anfang August beschäftigten die Deutschen die RAF über dem Ärmelkanal durch Angriffe auf die dortige Schifffahrt, in dem Bemühen diese durch ständige Abnutzung aufzureiben. Aber die deutsche Luftwaffe verlor dabei doppelt soviel Flugzeuge wie die Engländer und so begann sie stattdessen Radarstationen und Flugplätze anzugreifen. Diese Angriffe verbesserten das Verlustverhältnis auf Vier für Drei, war aber in den zu wenigen Tagen ihrer Anwendung nicht ausreichend, den Himmel von der RAF zu säubern. 211 Spitfire und Hurricane Jäger wurden in diesen 10 Tagen abgeschossen und nur 40 konnten durch neue Maschinen in dieser Zeit ersetzt werden. Die begrenzte Reichweite ist die mehr …

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