Kriegstagebuch 18. Januar 1917



britische Zerstörer 'Jackal'
Der britische Zerstörer ‘Jackal’, welcher wie ‘Ferret’ zur I-Klasse von 1911 gehört.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 18. Januar 1917:

Seekrieg


Ärmelkanal: UC 18 torpediert den britischen Zerstörer Ferret, welcher den Treffer schwer beschädigt übersteht und noch zum Minenleger umgebaut werden kann.
Südatlantik: Der Handelszerstörer Wolf legt 29 Minen vor Kap Agulhas in Südafrika. 2 Schiffe sinken und nur 7 Minen werden während des Jahres 1917 geräumt.
Schwarzes Meer: Das russische U-Boot Nervel versenkt einen 3000-Tonnen-Dampfer. 440 Minen werden den Minenfeldern vor dem Bosporus hinzugefügt.

Südfronten

Griechenland: Der britische Militär-Attaché und der Chef-Kontroll-Offizier melden, daß 8.948 griechische Soldaten, 3.132 Lasttiere, 78 Geschütze und 62 MGs auf den Peloponnes im vergangenen Monat zurück überführt wurden.

Mittlerer Osten

Arabien: Feisal beginnt mit seinem endgültigen Marsch auf Wejh.

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Im Blickpunkt:
  • die Mannschaft einer dänischen Flugabwehr-Kanone

    Dänische Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg. Stärke und Organisation der Armee, Luftwaffe und Marine bei der deutschen Besatzung von Dänemark. Dänische Streitkräfte 1940 Der Verteidigungsauftrag von 1937 sah eine Friedensstärke der dänischen Streitkräfte von zwei Divisionen, einem unabhängigen Flugabwehr- und Pionier-Regimentes, eine Armee-Luftwaffe, die Garnison von Bornholm, ein Transport-Bataillon und ein Hauptquartier vor. In Friedenszeiten bestanden die Regimenter und Bataillone nicht mehr als aus einem kleinen Verwaltungsstab, welcher für das Training und die Ausbildung der jährlich 6.599 Wehrpflichtigen verantwortlich war. Von den Wehrpflichtigen waren 4.340 Mann für die Infanterie, 465 für die Königliche Leibgarde, 374 für die Kavallerie, 1.120 für die Artillerie und 300 für die Pioniere vorgesehen. Am 8. April 1940 waren 6.600 Wehrpflichtige mit einer elfmonatigen Ausbildung unter den Fahnen, sowie weitere 2.050 Mann, welche nicht den Kampftruppen angehörten. Während der deutschen Besetzung von Dänemark beim Unternehmen Weserübung war ein Teil dieser Truppen im Urlaub, während weitere sieben Prozent nicht für den Dienst einsatzbereit waren. Die Seeland-Divison hatte ihr Hauptquartier in Kopenhagen und bestand aus der Königlichen Leibgarde, dem 1., 4. und 5. Infanterie-Regiment, den Garde-Husaren, dem 1. und 2. Feldartillerie-Regiment, dem 13. Flugabwehr-Bataillon und einem Pionier-Bataillon. Die Jütland-Division hatte ihr Hauptquartier in Viborg und bestand aus dem 2., 3., 6. und 7. Infanterie-Regiment, dem Infanterie-Pionier-Regiment, dem Jütland-Dragoner-Regiment, dem 3. Feldartillerie-Regiment, dem 14. Flugabwehr-Bataillon und dem 2. Pionier-Bataillon. Die Sollstärke eines Infanterie-Regimentes waren 3.000 Mann aller Ränge, bewaffnet mit Krag-Joergensen M84/24 Gewehren und Bayard M1910 Pistolen. Stärke und Ausrüstung der dänischen Divisionen: Der deutsche Vorwand für die Besetzung von Dänemark war es, das Land vor einem englischen Angriff zu schützen. Aus diesem Grund wurde den deutschen Truppen befohlen, den Einmarsch so friedlich und freundschaftlich wie möglich durchzuführen. Tatsächlich kamen nur 12 dänische Piloten, 11 Soldaten und 3 Grenzsoldaten ums Leben (deutsche Verluste: 20 Tote, 65 Verwundete). Die deutschen Behörden erlaubten es dem König und der Regierung von Dänemark die Regierungsgewalt weiterhin in beschränktem Rahmen auszuüben, während Fragen, welche im Zusammenhang mit der Besetzung des Landes standen, Gegenstand von Verhandlungen zwischen beiden Parteien waren. Die dänischen Streitkräfte konnten weiterbestehen, jedoch in erheblich reduzierten Rahmen von nicht mehr als 3.300 Mann. Diese bestanden aus der Königlichen Leibgarde, Wehrpflichtigen in der militärischen Ausbildung sowie weitere Wehrpflichtige, welche für Wartungs- und Reparaturarbeiten benötigt wurden. Darüber hinaus gab es eine Reihe von Reserve-Offizieren und Unteroffiziere welche in der dänischen Heeres-Offizierschule ausgebildet wurden. Bedingt durch den für Deutschland sich ungünstig entwickelnden Kriegsverlauf verschlechterten sich jedoch die Beziehungen zwischen den beiden Ländern ständig und im November 1942 wurde es dänischen Soldaten in Uniform verboten sich auf Jütland aufzuhalten. Die dänische Armee war damit auf Seeland und die Insel Fünen beschränkt. Der letzte Akt folgte im August 1943, als die Deutschen die dänischen Truppen in einem kurzen Kampf überrumpelten und entwaffneten. Danach wurden alle gefangengenommen dänischen Soldaten zu Kriegsgefangenen und die dänischen Streitkräfte wurden aufgelöst. Uniformen der Armee 1940 waren die Uniform der dänischen Armee im Wandel begriffen und eine neue khakifarbene Uniform mit brauner Lederausrüstung und Schuhwerk ersetzte die alte Uniform mit ihrer schwarzen Lederausrüstung und Schuhwerk. Aufgrund der Neutralität Dänemarks und seiner Wirtschaft in Friedenszeiten ging die Umstellung nur langsam vonstatten, und als die Deutschen im April 1940 einmarschierten, trafen sie auf Militärs, die sowohl graue als auch khakifarbene Uniformen mit einer Mischung aus brauner und schwarzer Ausrüstung trugen. Offiziere und reguläre Unteroffiziere trugen im allgemeinen Khaki, aber der Großteil der Armee und insbesondere die Wehrpflichtigen trugen noch graue Tuniken und Mäntel, hellblaue Hosen und schwarze Lederausrüstung. Die khakifarbene Uniform bestand aus einer einreihig gearbeitete Tunika mit Stehkragen, die mit sechs bronzenen Knöpfen und aufgesetzten Faltentaschen geschlossen wurde. Der Mantel war zweireihig mit zwei Reihen von sechs Knöpfen und einem großen Fallkragen. Die Hose wurde außerhalb der ledernen Schnürfeldstiefel aus Leder auf halber Wadenhöhe zusammengerollt getragen. Der neue Stahlhelm vom Muster M1923 (1937 eingeführt) hatte eine markante Form und trug das dänische Wappen auf der Vorderseite. Wenn der Helm nicht gebraucht wurde, trugen alle Dienstgrade eine khakifarbene Seitenmütze. Die Königlich Dänische Leibgarde hatte eine Felduniform im gleichen Schnitt, aber sie wurde in einem graugrünen Tuch gefertigt, das dem deutschen Feldgrau nicht unähnlich war und später im Krieg wurde diese Uniform vom deutsch-freundlichen Schalburg-Korps übernommen. Abzeichen: Der Rang wurde durch die Anzahl, Breite und Farbe der Spitzen und Geflechte an der Seitenkappe und den Schulterträgern angegeben. Unteroffiziere trugen gelbe Spitzenzwickel an den Ärmeln. Zur Kennzeichnung der Waffengattung trugen bestimmte Kategorien von Dienstgraden vergoldete Metallabzeichen am Kragen der Tunika, während andere Dienstgrade ein emailliertes Abzeichen über der rechten Brusttasche hatten. Linke Spalte (von oben nach unten): Futtermütze Offiziere; Offiziersanwärter und Unteroffiziere; andere Ränge; Piloten-Flügeln. Obere Reihe (v.l.n.r. nach linker Spalte): Mützenabzeichen für Generalsrang; Leitende Offiziere; National-Kokarde; Mützenabzeichen Unteroffiziere und Anwärter; Gefreite. Zweite Reihe Schulterstücke balu-grau (v.l.n.r.): General; Generalleutnant; Generalmajor; Oberst; Oberstleutnant; Hauptmann; Zweiter Hauptmann; Leutnant; Reserve-Leutnant; Zweiter Leutnant. Dritte Reihe Schulterstücke braun (v.l.n.r.): Korps-Stabsfeldwebel; Stabsfeldwebel; Hauptfeldwebel; Feldwebel; Cornet; Oberfeldwebel; Unterfeldwebel; Unteroffizier; Gefreiter; Helmabzeichen. Dänische Luftwaffe Die Luftwaffe, welche ein Teil der Armee waren, bestand aus zwei Bataillonen, von denen eines in Jütland und das andere auf Seeland stationiert war. Am Morgen des 9. April 1940 bestanden diese aus: 1 Staffel mit 13 Abfangjägern 1 Staffel mit 8 Abfangjägern und 2 Aufklärungsflugzeugen 1 Staffel mit 11 Aufklärungsflugzeugen und 1 Trainingsflugzeug 1 Staffel mit 14 Aufklärungsflugzeugen die Luftwaffen-Schule mit 18 Trainingsflugzeugen Gesamtstärke zusammen mit der Marine etwa 100 Flugzeuge. Nach der Auflösung der dänischen Streitkräfte im August 1943 setzten sich eine Reihe von dänischen Piloten nach Schweden ab, wo sie damit begannen auf schwedischen Maschinen (Saab B-17) zu üben. Es sollte eine Luftunterstützungs-Einheit für die in Schweden gebildete dänische Brigade aufgestellt werden, was aber bis zum Ende des 2. Weltkrieges nicht mehr abgeschlossen wurde. Uniformen Luftwaffe Angehörige der dänischen Luftwaffe, welche ein Teil der Armee waren, trugen deshalb ebenfalls eine Armee-Uniform. Allerdings schienen Offiziere eine offene Version der khakifarbenen Dienstuniform zu bevorzugen. Qualifiziertes Flugpersonal trug auf der rechten Brust die bestickte ‘Flügel’. Dänische Marine Der König von Dänemark war der Oberbefehlshaber der Streitkräfte, während das eigentliche Kommando über die Marine der Marineminister, Vize-Admiral H. Rechnitzer, ausübte. Dieser war mehr …

  • frühes US-Kriegsplakat

    Kriegstagebuch für das Jahr 1942 im 2. Weltkrieg. Der Wendepunkt des Krieges: Amerikas Kriegseintritt, Seeschlacht von Midway und Schlacht um Stalingrad. Das Jahr 1942 ist geprägt von Kriegseintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg. Amerikas Kriegseintritt Japans Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 zertrümmerte die Illusion der US-Neutralität, die den Krieg bis zu diesen Tag geprägt hatte – Roosevelts ‘Datum, das in Schande bleiben wird’. Innerhalb weniger Tage stand die industrielle Macht und das militärische Potenzial der stärksten Nation auf der Erde nicht nur Japan, sondern auch Deutschland und Italien gegenüber. Und Japans beabsichtigter entscheidender Schlag erwies sich lediglich als kurzfristiger Rückschlag für die Alliierten. Trotz der zuvor fortschreitenden Verschlechterung der diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und Japan glaubten die meisten objektiven Beobachter, dass die Führer Japans keine Notwendigkeit hätten, sich auf einen Krieg mit Amerika einzulassen. Denn die mineralreichen britischen, französischen und niederländischen Besitzungen im Fernen Osten lagen mehr oder weniger ungeschützt vor ihrer Haustür, während das deutsche Unternehmen Barbarossa ähnliche Möglichkeiten zur Expansion in Ostsibirien und dem Fernen Osten Russlands boten. Sie rechneten jedoch nicht mit der grenzenlosen Arroganz, der politischen Naivität und schierer Dummheit der militärischen Clique, die von General Tojo geleitet wurde, welcher im Oktober 1941 die absolute Kontrolle über die japanische Regierung erlangt hatte. Sie hatten auch nicht die hervorstechenden Eitelkeiten des japanischen Marine-Oberbefehlshabers berücksichtigt. Kriegstagebücher zu den einzelnen Monaten des Jahres 1942 Admiral Yamamoto hatte sich seit vielen Jahren stark für die Entwicklung des Flugzeugträgers eingesetzt. Im November 1941 konnte er sechs schnelle und große Flugzeugträger einsetzen, die mehr als 350 moderne und leistungsfähige Flugzeuge aufnehmen konnten, von denen viele mit dem neuen ‘Tarent-Typ’-Torpedos bewaffnet waren, welcher entworfen war, um auch in flachem Wasser abgeworfen werden zu können. Dazu kamen panzerbrechende Bomben für die Träger-Sturzkampfflugzeuge. Noch beeindruckender waren die Zero-Jäger, die ersten von Trägern aus eingesetzten Jagdflugzeuge, welche ihren Kontrahenten auf dem Land überlegen waren. Doch trotz der scheinbar uneingeschränkten Begeisterung für diese neuen Waffen, blieb Yamamoto im Herzen ein Traditionalist. Er verpasste es, die drei US-Flottenträger, welche sich an diesem Tag außerhalb von Pearl Harbor auf See befanden, zu suchen und zu vernichten. Zufrieden mit der Versenkung von fünf Schlachtschiffen und der Zerstörung von 188 Flugzeugen, war Yamamoto davon überzeugt, dass die später kommende, entscheidende Schlacht auf dem offenen Meer zwischen den ‘Resten’ der US-Marine und der japanischen Vereinigten Flotte mithilfe seines Flaggschiffs, dem Super-Schlachtschiff Yamato, und den anderen 10 Schlachtschiffen, den Tag entscheiden würden. Yamamoto klammerte sich hartnäckig an seine geheime Leidenschaft für die mächtigen Schlachtschiffe und sechs Monate später sollten diese unbegründeten und widersprüchlichen Vorstellungen in der Schlacht von Midway erheblich zur Zerschlagung der japanischen ‘Vereinigten Flotte’ beitragen. Da sich die Japaner bewusst dafür entschieden hatten, eine Schlüsselstellung einer der größten Mächte der Welt anzugreifen, wären sie gut beraten gewesen, den größtmöglichen Schaden zuzufügen. Vor dem Abdrehen hätte der japanische Träger-Kampfverband zumindest noch eine dritte Welle von Flugzeugen startet sollen, welche die noch unbeschädigten Installationen und Vorratslager – einschließlich der lange angesammelten, fast unersetzlichen Kraftstoffreserven – zerstört hätten. Somit wurde Yamamotos Angriff auf Pearl Harbor, trotz aller katastrophalen Kurzzeit-Effekte, nur zu einem glorifizierten Überfall. Als es vorbei war, zog sich die japanische Flotte heimlich in die riesigen, leeren Weiten des Nordpazifik zurück, so schnell wie sie gekommen war. Eine Frage kann nicht unbeantwortet bleiben. Hätte Yamamoto wirklich an diesem schicksalhaften Sonntag Pearl Harbor überhaupt angreifen müssen ? Wäre es nicht stattdessen besser gewesen auf Zeit zu spielen ? Viele Experten haben sich darauf festgelegt, dass, wenn die Japaner nur den Rest ihrer komplexen Offensivstrategie – einschließlich der Invasion der amerikanischen Philippinen – durchgeführt hätten, dann wäre die US-Pazifikflotte gezwungen worden, Pearl Harbor zu verlassen und sich auf die lange Reise in den West-Pazifik zu machen. Dort wäre sie den Japanern praktisch in deren Heimatgewässern begegnet, wo diese auch ihre mächtige Bomberstreitmacht von Landstützpunkten aus hätten einsetzen können, wie es die britischen Schlachtschiffe HMS Prince of Wales und Repulse zu spüren bekamen. Nicht nur waren Tojo und Yamamoto dafür verantwortlich, einen unvollständigen und zum falschen Zeitpunkt durchgeführten Überfall befohlen zu haben, sie zeigten auch einen erstaunlichen Mangel an politischem Verständnis. Durch diese einzige ‘berüchtigte, feige’ Handlung hatten die japanischen Führer einen widerwilligen, uneinigen, politischen Gegner in einen zielstrebigen Todfeind verwandelt, bei dem sich der Wunsch nach Rache auf alle denkbaren militärischen Möglichkeiten bezog. Hitlers Kriegserklärung an die USA am 11. Dezember war ein weiterer Wendepunkt. Zwischen September 1939 und Dezember 1941 wurde es klar, dass die allmähliche immer mehr zunehmende amerikanische materielle und moralische Unterstützung für die bedrängten Briten und die unvermeidliche Verwicklung der US-Marine in die Schlacht im Atlantik, früher oder später dazu führen musste, dass sich Amerika im Krieg mit Deutschland befinden würde. Roosevelt selbst war seit langem auf einen Kampf gegen Hitler aus, aber Kongress und öffentliche Meinung ließen dies nicht zu. In den USA herrschte ein starkes Gefühl vor, den Krieg im Pazifik als ‘unseren Krieg’ und den europäischen Krieg als ‘ihren Krieg’ zu betrachten und alle Anstrengungen gegen Japan zu konzentrieren. Unter der Führung von Roosevelt verpflichtete sich Amerika dann aber zu einer ‘Deutschland-zuerst-Politik’, welche den Verlauf und das Ergebnis des 2. Weltkrieges bestimmen sollte. Im Jahr 1940 produzierte Amerika, das ‘große Arsenal der Demokratie’, nur begrenzte Mengen von militärischer Ausrüstung. Drei Jahre später überstieg die US-Rüstungsproduktion diejenige von Deutschland, Italien und Japan zusammen. Dazu haben bis 1945 15 Millionen Amerikaner in den US-Streitkräften gedient. Entscheidungsschlacht Stalingrad Das zweite wichtige Ereignis im Jahr 1942 war die Schlacht um Stalingrad. Adolf Hitler überließ die Eroberung von Stalingrad im Sommer 1942 den 20 Divisionen der 6. Armee, welche vom Donez-Becken nach Osten vormarschierten und an ihrer rechten Flanke von der 4. Panzer-Armee unterstützt wurden, welche der schwächste Verband der deutschen Panzertruppen war. Bis Ende September hatten die deutschen Truppen die Wolga erreicht und kontrollierten einen Großteil der Stadt, welche von der deutschen Luftwaffe größtenteils pulverisiert worden war; allerdings mit Ausnahme von drei riesigen Fabrik-Komplexen, welche entlang des Flusses lagen. Normalerweise erlaubte Hitler seinen Armeen nicht, in Straßenkämpfe verwickelt zu werden, da dies die überlegene mehr …

  • Fw 190 D-12

    Deutsche Abfangjäger und Höhenjäger Focke-Wulf D-Serie (Dora) und Ta 152 Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Focke-Wulf Fw 190D, Ta 152, Ta 153. Typ: Abfangjäger und Höhenjäger der deutschen Luftwaffe. Geschichte Fw 190 Dora und Ta 152 Seit dem ersten Aufeinandertreffen mit den Jagdflugzeugen der Royal Air Force war es für die Verantwortlichen bei der Firma Focke-Wulf Flugzeugbau klar, dass die Fw 190 A ein großartiger Erfolg war. Die Varianten des Fw 190 Jabo ersetzen später dann auch die Ju 87 Stuka als wichtigstes Bodenangriffsflugzeug der deutschen Luftwaffe. Der einzige Nachteil des Flugzeuges war der drastische Leistungsabfall in großen Flughöhen. Selbst mit der gewaltigen GM-1-Stickstoffoxid-Druckerhöhungs-Einrichtung war die Leistung dort enttäuschend. Während dieser Nachteil bei Luftkämpfen in niedriger Höhe über dem Gefechtsfeld oder bei Bodenangriffen nicht besonders wichtig war, schränkte es jedoch das große Potenzial der Fw 190 als Luftübergelegenheitsjäger ein, insbesondere gegen alliierte Jagdflugzeuge wie die P-51D Mustang. Die Antwort auf dieses Problem schien im Austausch des Motors zu bestehen. Die Vorstellungen von offizieller Seite waren es, den Jumo 213 Motor zu verwenden, aber der Konstrukteur Dipl.Ing. Kurt Tank bevorzugte den größeren DB 603. Beide Antriebe waren V12-flüssigkeitsgekühlte Umkehrmotoren in der 2.000-PS-Klasse. Seit Anfang 1942 wurden zahlreiche Prototypen und Entwicklungsflugzeuge mit diesen beiden Motoren gebaut und geflogen. Dies waren hauptsächlich Fw 190 der B- und C-Serie, von denen viele Turbolader in markanten Unterbodenverkleidungen hatten. Diese Turbolader sahen wie ein Kühlmittelkühler aus, ähnlich wie bei der amerikanischen P-51 Mustang. Tatsächlich hatten jedoch alle Flüssigkeitsgekühlten Fw 190 einen ringförmigen Kühler an der Nase, welche sie oberflächlich betrachtet wie Flugzeuge mit Sternmotor aussehen ließen. Unvermeidlich vergrößerten die mit Flüssigkeit gekühlten Motoren die Länge der Nase, und um die Richtungsstabilität zu gewährleisten, hatten viele mit Umkehrmotoren ausgestattete Varianten des Jägers einen zusätzlichen Abschnitt eingebaut im hinteren Rumpfteil. Da das Reichsluftfahrtministerium RLM für einen Höhenjäger die Flughöhe von 14.000 Metern verlangte, war der Bedarf an großer Leistung in extremen Höhen so groß, dass einige der Flugzeuge mit einem Druckcockpit, einem Turbolader und dem MW-50-Methanol/Wasser und GM-1 Kraftverstärkungssystem ausgerüstet wurden. Dipl.Ing. Tank und seine Mitarbeiter zweifelten niemals an ihrer Unterstützung für den 445 Liter großen DB 603, weshalb die Arbeiten an Projekten mit diesem Motor immer fortgesetzt wurden. Dies führte zu verschiedenen Modellen der Fw 190C, Ta 152C und Ta 153. Fw 190 Dora Offiziell wurde jedoch weiterhin der Junkers-Motor unterstützt und während des Jahres 1943 wurde es offensichtlich, dass dieser Antrieb auch früher verfügbar sein würde. Deshalb wurde die Priorität der Fw 190 D eingeräumt, welche von einem Jumo 213A-1 mit 1.776 PS angetrieben wurde. Dieser Motor war mithilfe des MW-50-Einspritzers kurzzeitig in der Lage bis zu 2.240 PS zu erzeilen. Es war zwar verständlich, aber etwas unglücklich, dass Konstrukteur Tank ständig auf den noch in weiter Ferne liegenden DB 603 Motor mit einem überarbeiteten Flugzeugrumpf schielte. Denn diese Erwartungshaltung ließ ihn die Fw 190D ständig nur als eine Übergangslösung ansehen, sodass er nicht das ganze Potenzial dieses Flugzeuges ausreizte. Die Probleme wurden außerdem dadurch verstärkt, dass der Jumo 213, ebenso wie schon der Jumo 211 zuvor, ausschließlich als ein Motor für Bomber konstruiert worden war. Deshalb entstanden völlig unzutreffende Gerüchte bei den mit der Fw 190 ausgerüsteten Staffeln, dass die neue Dora ein aufgemotzter, schwerfälliger und zweitklassiger Ersatz werden sollte. Die Entwicklung der D-Serie dauerte volle zwei Jahre, nämlich von April 1942 bis Mai 1944. Die meisten Flugversuche erfolgten mit umgebauten FW 190A-1, alle mit dem ziemlich standardmäßigen Jumo 213A in der Nase, welche das Flugzeug um 0,6 Meter verlängerten. Der Motor trieb einen Propeller mit drei sehr breiten Blättern an und zusätzlich wurde ein 0,495 Meter langer Abschnitt direkt am Beginn des Hecks in den Rumpf eingefügt. Ende 1943 wurden einige Umbauten aus Fw 190A-7 vorgenommen, wovon die meisten die Bewaffnung aus vier 20-mm-MG 151 in den Flügeln und zwei MG 17 über dem Motor beibehielten. Anfang 1944 führten weitere Veränderungen am Entwurf jedoch in der Entfernung der äußeren 20-mm-Kanonen in den Flügeln und die 7,92-mm-Maschinengewehre über dem Motor wurden durch 13-mm MG 131 ersetzt. Dazu erfolgte eine Vergrößerung der Flugzeugflosse, um die Stabilität unter allen Bedingungen zu verbessern. Dies führte zur endgültigen Serienmaschine Fw 190D-9, oder auch ‘Dora-Neun’ genannt, im Mai 1944. Das Flugzeug war mit drei Bombenaufhänge-Vorrichtungen, einem Sturzflug-Visier und dem MW-50-Einspritzer ausgerüstet. Die Auslieferung von Serienmaschinen an die Luftwaffe begann ab August 1944, wobei die III. Gruppe von JG 54 bei Oldenburg die ersten Fw 190D-9 erhielt. Dipl.Ing. Tank besuchte die Gruppe und stellte die neue ‘Dora-9’ eigentlich als ‘Notfalllösung’ dar. Trotzdem erkannten die Frontpiloten sofort, dass die Fw Dora trotz aller Gerüchte ein hervorragendes Flugzeug war, welches der Luftwaffe endlich ein Jagdflugzeug gab, das gegenüber der amerikanischen P-51 Mustang oder jedem anderen alliierten Jäger zumindest gleichwertig, wenn nicht überlegen war. Damit war die neuste Focke-Wulf wieder einmal das schnellste mit einem Kolbenmotor ausgerüstete Kampfflugzeug am Himmel. Kurz nach Beginn der Serienproduktion wurde die Cockpithaube durch die Blasenkabine ersetzt, welche zuvor bei der Fw 190F-2 eingeführt worden war, um dem Piloten eine bessere Rundumsicht zu geben. Nicht standardmäßige Modifikationen beinhalteten die Fw 190D-10 mit einem MG 151 im linken Flügel und einer durch die Propellernarbe feuernden MK 108 und die Fw 190D-11 mit einem dreistufigen Kompressor und vier Maschinenkanonen in den Flügeln, bestehend aus zwei MG 151 und zwei MK 108. Viele weitere Varianten erschienen noch in den letzten Kriegsmonaten. Es steht außer Frage, dass die Dora-9 der beste Jäger mit Kolbenmotor in Adolf Hitlers Luftwaffe war, welcher noch weitverbreitet zum Einsatz kam. Trotz massiver Luftangriffe auf die Produktionsstätten und ihrer schrittweisen Eroberung durch alliierte Bodentruppen, wurden von der Fw 190D-9 und ihrer Varianten noch enorme Stückzahlen in den letzten Kriegsmonaten gebaut, wovon aber der Großteil unbenutzt oder nicht an Luftwaffen-Verbände ausgeliefert wurde, weil es an Treibstoff und Piloten fehlte. Von vielen als der beste Kolbenjäger des 2. Weltkrieges angesehen, folgten der Fw 190 D-9 die Versionen D-11, 12, 13, 14 und 15, bei denen aber keine nennenswerte Steigerung der Produktion mehr erzielt wurde. Insgesamt wurden etwa 700 Doras bis Kriegsende fertiggestellt. Animation 3d-Modell Fw 190 D-9 mehr …

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