Kriegstagebuch 18. November 1917


Beerdigung von General Sir Frederick Maude
Beerdigung von General Sir Frederick Maude bei Bagdad. Er hatte sich an verseuchter Milch mit der Cholera infiziert.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 18. November 1917:

Naher Osten


Mesopotamien: Tod von Maude an der Cholera in Bagdad im Alter von 53 Jahren. Generalleutnant Marshall wird Nachfolger. Er hat 69.500 Mann und 302 Kanonen in der Nähe von Bagdad (Stärke des MEF insgesamt 254.924 Soldaten plus 158.428 Hilfskräfte).
Palästina: Allenby nimmt seine Operationen gegen Jerusalem bis zum 24. November wieder auf, mit 14.500 Mann und 18 Geschützen gegen ca.5.900 Türken mit 50 Geschützen. Die Briten kommen in den Judea-Hügeln an, als der Winterregen am 19. November beginnt. Falkenhayn verlegt sein Hauptquartier von Jerusalem nach Nablus zurück.

Südfronten

Italienische Front: Krauss österreich-ungarische Truppen und eine deutsche Jäger-Division greifen den Grappa-Sektor bis zum 22. November zwischen den Flüssen Brenta und Piave an und nehmen 1.286 Kriegsgefangene.
Albanien: Die österreich-ungarischen Truppen greifen im Süden an und versuchen, den Fluss Voyusa 20 km nördlich von Valona zu überqueren, greifen die Italiener am 22. November an und erzwingen dann den Übergang über den Fluß Osum in der Nacht vom 25./26. November.

Afrika

Ostafrika: Nigerianische Truppen nehmen das Krankenhaus mit 959 Kriegsgefangenen und befreien 32 alliierte Gefangene 30 km südöstlich von Chiwata.

Seekrieg

Mittelmeer: Ein ​​U-Boot versenkt die Q-Schiff-Schaluppe (U-Boot-Falle) Candytuft (9 Tote).
Ostsee: Eine russische Mine im Golf von Finnland versenkt UC 57.
Großbritannien: Memorandum von Jellicoe an das Kriegskabinett ‘… unsere Marinepolitik wird notwendigerweise von der Angemessenheit unserer Zerstörer-Streitkräfte bestimmt’.
Nordsee: Das britische P57 rammt und versenkt UC 47 (52 Schiffe mit 65.884 Tonnen im Jahr 1917 versenkt) vor Flamborough Head.

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Der Grund hierfür war wohl, dass die geplanten neuen Flugzeugträger mit 30 Knoten laufen sollten und somit schneller gewesen wären, als die begleitenden Schlachtschiffe. Deshalb wurden zur Sicherung der neuen Flugzeugträger ebenso schnelle Großkampfschiffe benötigt. Vorbild für den Entwurf war die South-Dakota-Klasse. Jedoch wurde der Schiffskörper erheblich verlän­gert, um die zusätzlichen Antriebsmaschinen unter­zubringen. Zur Lafettierung der weiterentwickelten 40,6-cm-L/50-Geschütze war ein neuer Drillings­turm konstruiert worden, mit dem rund 864 t Ge­wicht eingespart werden konnten. Obwohl die Schiffe der Iowa-Klasse niemals als Schlachtkreuzer angesehen wurden, waren sie genau solche, denn Panzerung wurde zugunsten hoher Geschwindigkeit geopfert, während sie die gleiche Wasserverdrängung und Bewaffnung wie die vorhergehenden Schlachtschiffe der Washington- und South-Dakota-Klassen hatten. Trotzdem war der Panzerschutz jedoch für ein Großkampfschiff der ersten Linie angemessen und die Schiffe der Iowa-Klasse schnitten gegenüber ihren Zeitgenossen gut ab, mit Ausnahme der riesigen, japanischen Yamato-Klasse. Um ihre auf 310 mm ausgedünnte Panzerung zu verheimlichen, wurde über viele Jahre hinweg offiziell angegeben, dass die Schiffe einen 460-mm-Panzergürtel und eine massive Deckpanzerung hätten. Allerdings hatten schon im Jahr 1937 Studien gezeigt, dass es völlig unmöglich war, bei einer solch dicken Panzerung eine Geschwindigkeit von 30 Knoten zu erzielen. Wen auch der amerikanische Geheimdienst annahm, dass die Japaner 457-mm-Geschütze einführen würden, hoffte die US-Marine jedoch, dass die Schiffe der Iowa-Klasse niemals auf solche im Artilleriegefecht treffen würden. Es wurde angenommen, dass die Flugzeuge der schnellen Flottenträger die feindlichen Schlachtschiffe dazu zwingen würden, Abstand zu halten und dass die schnellen Schlachtschiffe jeden japanischen Kreuzer daran hindern würden, den Trägern zu nahezukommen. Wahrscheinlich hatten die Schiffe der Iowa-Klasse Glück, dass sie niemals auf Einheiten der Yamato-Klasse trafen. Auch die Erfahrungen der anderen Marinen, welche zum Zeitpunkt des Baus der Schiffe der Iowa-Klasse bereits Kampferfahrungen im Zweiten Weltkrieg gesammelt hatten, konnten nicht mehr berücksichtigt werden. Dabei verursachte besondere Beunruhigung der mangelhafte Schutz gegen Fliegerbomben. Die 40,6-cm-Hauptbewaffnung für die neue Klasse hatte viele anfängliche Probleme zu überstehen. Eine wenig professionelle Unterbrechung der Absprachen zwischen dem Bureau of Ordnance (Ordonanz-Büro) und dem Bureau of Construction and Repair (Konstruktions- und Reparatur-Büro) von April bis November 1938 führte dazu, dass mit unterschiedlichen Größen und Gewichten für die neuen 40,6-cm-Dreifachtürmen gearbeitet wurde. Dies führte dazu, dass die für die neuen Schiffe entworfenen Barbetten mit 11,35 m Durchmesser zu klein waren, um die vorhandenen 40,6-cm-Mk-II-Geschütze aufzunehmen, welche bereits 1916 bis 1918 für die damals stornierten South Dakota- und Lexington-Klassen gebaut worden waren. Die einzige Lösung war es, neue und leichtere 40,6-cm-Mk-VII-Geschütze zu verwenden. Das Ergebnis eines langen Entwurfsprozesses durch das Ordonanz-Büro war, dass die Mk VII klein genug wurde, um in die ursprünglich entworfenen Barbetten hineinzupassen. Der Bau dieser neuen 40,6-cm-Mk-VII-Geschütze wurde in höchsten Tempo vorangetrieben und glücklicherweise waren die Hersteller der Herausforderung gewachsen. Es konnten genügend Geschütze hergestellt werden, um die ersten beiden Schiffe der Klasse im Sommer 1940 auf Stapel zu legen und in der ersten Hälfte des Jahres 1943 fertigstellen zu können. Die Konstruktion der Maschinenanlage war jedoch hervorragend, denn diese erzeugte mit 212.000 PS die höchste Antriebsleistung, die je in ein Schlachtschiff eingebaut wurde. Eine sorgfältig geplante, wasserdichte Unterteilung mit sehr anpas­sungsfähigen Rumpfverbindungen ergab die bestmöglichen Voraussetzungen, Gefechtsschäden erfolg­reich zu überstehen. Dazu half die Ge­schwindigkeit von bis zu 33 kn – welche manchmal bis auf 35 kn heraufgesetzt werden konnte – die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, solche Schäden überhaupt erst zu erhalten. Sechs Schiffe waren geplant: Iowa (BB-61), New Jersey (BB-62), Missouri (BB-63), Wisconsin (BB-64), Illinois (BB-65) und Kentucky (BB-66). BB-61 und 63 sollten von New York Navy Yard gebaut werden, BB-62, 64 und 65 von Philadelphia Navy Yard und BB-66 von der Norfolk Navy Yard. Schlachtschiff Iowa Iowa lief am 27. August 1942 von Stapel und im August des folgenden Jahres lief sie nach Neufundland, um Konvois gegen das deutsche Schlachtschiff Tirpitz zu decken. Nachdem sie Präsident Roosevelt nach Nordafrika gebracht hatte, ging sie mit der 5. US-Flotte in den Pazifik. Sie erlitt leichte Schäden durch Treffer einer japanischen Küstenbatterie auf den Marshall-Inseln und war bei der Schlacht im Golf von Leyte Bestandteil von Admiral Halseys schnellen Flugzeugträger-Kampfverband. Sie unterstützte den letzten Angriff auf Okinawa, beschoss Hokkaido und Honshu im Juli 1945 und war bei der japanischen Kapitulation in der Bucht von Tokio anwesend. Sie wurde 1949 außer Dienst gestellt, aber 1952 für den Koreakrieg reaktiviert. Während dieser Zeit führte sie eine Reihe von Angriffen auf Landzielen mit ihren 40,6-cm-Geschützen durch. Sie wurde ab 1953 eingemottet. Schlachtschiff New Jersey New Jersey hatte am 7. Dezember 1942 ihren Stapellauf und ging im Januar 1944 direkt in den Pazifik, nachdem das Schiff sechs Monate eingefahren und die Besatzung ausgebildet wurde. Als Flaggschiff der 3. US-Flotte kämpfte sie am Golf von Leyte und lief mehr als 354.000 km als Geleitschutz für schnelle Flugzeugträger-Kampfgruppen. Sie wurde im Juni 1948 außer Dienst gestellt, aber wie ihr Schwesterschiff Iowa für den Koreakrieg von 1951 bis 1953 reaktiviert. Im Jahr 1967 wurde sie für die Wiederindienststellung ausgewählt, um dringend benötigte Feuerunterstützung beim Vietnamkrieg zu liefern. Nach einer Generalüberholung der Nachrichtensysteme und Elektronik wurde sie im April 1968 für die wohl letzte Operation mit Schlachtschiffen wieder in Dienst gestellt. Sie war ein bemerkenswerter Erfolg bei der Artillerieunterstützung bis 1969, als ein Mangel an 40,6-cm-Granaten sie zur Beendigung ihres Einsatzes zwang. Zwar wurde ein vergessenes Lager voller 40,6-cm-Granaten in den USA wiederentdeckt, aber dies kam zu spät, um New Jersey weiter im Einsatz zu halten mehr …

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Mit Ausnahme der japanischen Riesen der Yamato-Klasse hatten sie jedoch die stärkste Panzerung aller im Zweiten Weltkrieg gebauten Schlachtschiffe und waren technisch den meisten ihrer Zeitgenossen ebenbürtig. Außerdem gelang es drei Schiffen der Klasse, zwei deutsche Großkampfschiffe zu versenken. Bereits 1934 erkannten die Briten, dass das Land wahrscheinlich bis 1941 mit Deutschland oder Japan in einen bewaffneten Konflikt geraten würde, in dem Italien möglicherweise auch intervenieren wird. Was die Admiralität beunruhigte, war die Tatsache, dass die Royal Navy für einen solchen Krieg viel zu schwach war. Obwohl auf dem Papier immer noch die stärkste Marine der Welt, hatte die Royal Navy einen großen Anteil älterer Schiffe, von denen der Großteil Schwierigkeiten hätte, moderne Gegner zu bekämpfen. So waren die führenden Seemächte zwar bestrebt, die in den Verträgen verankerten Tonnage-Beschränkungen einzuhalten, jedoch nicht auf Kosten der Kampffähigkeit der neuen Schiffe. Der Washingtoner Flottenvertrag sollte im Dezember 1936 auslaufen und eine weitere Konferenz stand vor der Einberufung, um die Beschränkungen der Flotten der Welt zu diskutieren. Die britische Admiralität wollte diese Schwäche der Royal Nayy beheben und forderte vom Kabinett im Mai 1934, dass der neue Flottenvertrag Großbritannien den Bau neuer Schlachtschiffe gestatten muss. Die britische Admiralität war derartig besorgt, dass diese neuen Schiffe so schnell wie möglich auf Kiel gelegt werden sollten, da der bestehende Flottenvertrag auslief – selbst wenn dies bedeuten würde, dass sie eine geringere Größe und weniger Bewaffnung hätten. Mit Entwurfsstudien für neue Großkampfschiffe wurde bereits im Frühjahr 1933 begonnen, damit die britischen Vertreter für die Konferenz von 1935 klare Vorgaben haben, wie sie es zuvor schon in Washington hatten. Dem Panzerschutz wurde oberste Priorität eingeräumt, da erkannt wurde, dass, selbst wenn auf der Konferenz zugestimmt werden würde, die Geschützkaliber zu beschränken, die neuen Schiffe trotzdem auf noch vorhandene Gegner mit 381-mm oder 406-mm-Geschütze für einige Jahre treffen könnten. Auch sollte die Panzerung stark genug sein, um 910-kg-Bomben bei Luftangriffen zu überstehen. Die Geschwindigkeit sollte nicht mehr als 23 Knoten betragen, genauso wie bei den Schlachtschiffen anderer Marinen und der britischen Nelson-Klasse. Der entscheidende Kampfbereich wurde auf nur 11.000 bis 14.600 Meter festgelegt. Es wurde angenommen, dass eine höhere Geschwindigkeit von 30 Knoten zwar eine größere Gefechtsentfernung zulassen würde, aber die Erfahrung hat gezeigt, dass die Vernichtung eines feindlichen Schlachtschiffs nur auf kürzere Entfernungen möglich ist. Die Frage der Geschwindigkeit ärgerte die Konstrukteure für das, was man jetzt offiziell die ‘Großschiffe 1937’ nannte. Die Konferenz von 1935 führte zum Dreimächte-Vertrag zwischen Großbritannien, den USA und Frankreich. Die Franzosen aber, mit einem nervösen Auge auf Italien schielend, wollten nicht auf ihr Recht verzichten, 35.000 Tonnen große Schiffe mit 381-mm-Geschützen zu bauen. Die französischen Schlachtkreuzer Dunkerque und Straßburg waren ebenfalls schnell, ebenso wie die deutschen Antworten darauf, Gneisenau und Scharnhorst. Auch das Waffenkaliber war Gegenstand von heftigen taktieren. Auf der Konferenz im Jahr 1935 drängten die Briten immer noch auf eine Reduzierung auf das 305-mm-Kaliber für Geschütze von Schlachtschiffen, obwohl die USA das Kaliber 406 mm behalten wollten, während die Franzosen und Italiener heimlich schon 381-mm-Geschütze für ihre neuen Schiffe planten. Aber die Briten blieben optimistisch, um zumindest eine Beschränkung auf das Kaliber 356 mm zu erreichen und gewannen die Zustimmung der Vereinigten Staaten. Da Schiffsgeschütze und ihre gewaltigen Türme eine lange Zeit für den Entwurf benötigten und noch länger um sie zu bauen, mussten diese vor Ende 1935 in Auftrag gegeben werden, wenn sie 1940 für die ersten beiden neuen Schlachtschiffe fertig sein sollten. Das Ergebnis von all dem war, dass im Oktober 1935, zwei Monate vor der Einberufung der Londoner Marinekonferenz, der Ausschuss der Admiralität empfahl, dass die neuen Großkampfschiffe 35.000 Tonnen groß sein sollten, mit einer Geschwindigkeit von 28 Knoten und mit zwölf 356-mm-Geschützen bewaffnet. Nach dem noch gültigen Washington-Vertrag war die Typen-Verdrängung für Schlachtschiffe auf 35.560 Tonnen und das größte Geschützkaliber auf 406 mm beschränkt. Die Vereinigten Staaten bestanden anschließend auf einer Klausel, die es erlaubte, 406-mm-Geschütze wieder einzubauen, wenn die Japaner sich weigerten, die Vertragsbedingungen bis April 1937 zu ratifizieren. Für den Fall, dass dies geschah, würde Großbritannien als einzige Nation dastehen, welche Schlachtschiffe mit nur 356-mm-Geschützen bauen würde. Und dies war der Kern der meisten Kritik an diesen Schiffen, obwohl die Erfahrungen während des Zweiten Weltkriegs später zeigen sollte, dass die theoretisch größere Reichweite und Schlagkraft der 381-mm und 406-mm-Granaten kaum einen Unterschied im Gefecht ausmachte. Aber 1935 glaubten die britischen Konstrukteure, um die leichteren Granaten zu kompensieren, sollten sie die Anzahl der Geschütze von acht oder neun auf zwölf erhöhen, in drei Vierfach-Türmen. Diese Lösung wurde von den Amerikanern auch für ihre Entwürfe mit den schwereren 406-mm-Geschützen übernommen. Mit der fortschreitenden Arbeit an den neuen Schiffen wurden einige radikal neue Eigenschaften aufgenommen. Neue 133-mm-Mehrzweckgeschütze zur Bekämpfung von Seezielen und Flugzeugen wurden erstmals in einem Kriegsschiff verwendet, anstatt der geplanten 114-mm-Kanonen. Es wurde eine dicke horizontale Panzerung gegen steil einschlagende Granaten sowie 406-mm-Granaten und Bomben vom mittleren Deck bis auf das Hauptdeck gezogen, um die Stabilität des Schiffes in einem beschädigten Zustand zu verbessern und den Bereich des Schiffes zu verringern, welcher anfällig für halb-panzerbrechende Bomben ist. Ebenso wie die Nelson-Klasse hatten auch die Schiffe der King George V–Klasse eine ‘Alles-oder-nichts’-Panzerung. Allerdings wurde bei ihnen der schräg gestellte Binnengürtel weggelassen, da er nach einer Beschädigung nur schwer zu reparieren war. Dafür gewährte ein Außengürtel einen größeren gepanzerten Reserve-Auftrieb. Dazu mehr …

  • Modell 105mm leFH 18 Feldhaubitze

    Deutsche Feldartillerie im 2. Weltkrieg: 105 mm leichte Feldhaubitze 18, 7,5-cm leichte Feldkanone 18, 10,5-cm-Kanone 18. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. 105 mm leichte Feldhaubitze 18, 7,5-cm leichte Feldkanone 18, 10,5-cm-Kanone 18 Typ: deutsche Feldartillerie. Leichte Feldhaubitze 105 mm leFH 18 Die deutsche Armee hatte das Kaliber 105 mm für ihre standardmäßigen Feldhaubitzen schon weit vor dem Ersten Weltkrieg gewählt und blieb auch dabei. Im 1. Weltkrieg war das 10,5-cm leFH 16 die Standard-Feldhaubitze, welche die gleiche Lafette wie das vorherige Standard-Feldgeschütz 7,7-cm FK 16 verwendete. Nach 1918 verblieb eine Anzahl dieser Haubitzen bei der neuen Reichswehr und wurden dazu verwendet, die Batterie-Kommandeure und Unteroffiziere des 2. Weltkrieg auszubilden. Die Einsatzanalyse der deutschen militärischen Planer während der 20er Jahre ergab, dass in zukünftigen Konflikten eine 105-mm-Granate wesentlich effektiver wäre als das 75-mm-Äquivalent, und sich ohne großen Mehraufwand auf das Gewicht des Geschützes auswirken würde. So entschieden sie sich für eine neue 105-mm-Haubitze und die Entwurfsarbeiten begannen 1928/29. Die Firma Rheinmetall wurde zum Projektleiter und das Ergebnis ihrer Bemühungen war 1935 bereit für den Truppengebrauch. Die neue Kanone war die 105mm leFH 18, eine konventionelle und ordentliche Haubitze mit einem brauchbaren Projektil-Gewicht und angemessener Schussweite. Wenn es einen Fehler mit der leFH 8 gab, dann war es die Tatsache, dass sie so ordentlich gebaut war, da sie auch ziemlich schwer wurde. Allerdings wurde der Transport durch Kraftfahrzeuge vorausgesetzt, wodurch genügend Zugkraft zur Verfügung stehen würde – zumindest in der Theorie. Die leFH 18 wurde zu einem begehrten Exportgut und eine Reihe wurden an Spanien, Ungarn, Portugal und einige südamerikanische Staaten verkauft. Ebenfalls kamen große Stückzahlen von den Produktionsbändern, um die expandierende Wehrmacht auszustatten. Wie immer verlangten die Artilleristen bald nach einer größeren Schussweite – und als Folge davon wurde eine Granate mit erhöhter Treibladung für die leFH 18 eingeführt. Dies zwang zum Einbau einer Mündungsbremse, wodurch die damit ausgerüsteten Geschütze als 105mm leFH 18(M) – M für Mündungsbremse – bezeichnet wurden. Die Einführung der Mündungsbremse verhinderte jedoch die Verwendung einer speziellen, unterkalibrigen 88-mm-Granate, bis ein neuer und überarbeiteter Entwurf etwas später eingeführt wurde. So gingen die leFH 18 Modelle in den Krieg und erwiesen sich als effizient genug bis zur Winterschlacht im Osten 1941/1942. Während des einsetzenden Tauwetter gingen große Zahlen der 105mm-Haubitzen verloren, da ihr Gewicht zu groß für die verfügbaren Zugfahrzeuge war, um diese aus und durch den tiefen Schlamm zu ziehen. Dort zeigten die übergewichtigen Haubitzen ihre Nachteile mit aller Macht und eine eilige Suche nach einer alternativen Lafette begann. Das Ergebnis war eine unbefriedigende Improvisation aus der Lafette der Panzerabwehrkanone 7,5cm-Pak 40, auf welche ganz einfach eine neue Halterung für die leFH 18(M) montiert wurde, sowie aus dem großen Schutzschild. Das Resultat war nur geringfügig leichter als das Original, aber mit der improvisierten Anordnung gab es ständig Probleme, welche niemals vollständig behoben werden konnten. Also wurde vorgesehen, das gesamt Heer mit einer neuen, als 105mm leFH 18/40, bezeichneten Feldhaubitze auszurüsten. Dies gelang jedoch nicht mehr und selbst 1945 war noch die alte FH 16 aus dem Ersten Weltkrieg bei den Frontverbänden zu finden. Die 105mm leFH 18 wurde aber ab 1943 sehr erfolgreich als Selbstfahrlafette Wespe bei den Panzer-Divisionen eingesetzt. Benutzer: Deutschland, Spanien, Ungarn, Portugal, südamerikanische Staaten. siehe auch 10,5cm leFH 18 auf SdKfz 124 Wespe 7,5-cm leichte Feldkanone 16 und 18 Ein weiteres Geschütz, welches die Feldartillerie der Wehrmacht verwendete, stammte ursprünglich noch aus dem 1. Weltkrieg. Praktisch schon bei der Einführung neuer Feldgeschütze am Ende des 19. Jahrhunderts für das kaiserliche Heer wurde das Kaliber 77 mm für die Standard-Feldgeschütze bestimmt. Im Jahre 1896 wurde die Feldkanone C/96 in diesem Kaliber eingeführt und im Jahre 1916 zur 7,7-cm-FK 16 (Feldkanone) verbessert. Nach 1918 gab es eine drastische Veränderung bei der deutschen Bewaffnung und eine der Änderungen war die Einführung des Kalibers 75 mm als Standard. Das Kaliber 75 mm war und ist immer noch das Kaliber für die Munition der Standard-Feldgeschütze weltweit und somit passte sich die Reichswehr damit der üblichen Praxis an. Auch hatte der Versailler Vertrag der Reichswehr einen Bestand der alten FK 16 belassen und um diese Kanonen zu modernisieren, wurden sie mit 75-mm-Rohren neu ausgerüstet. Diese Kanonen wurden als 7,5-cm FK 16nA bezeichnet, wobei der Anhang ‘nA’ für ‘neuer Art’ steht. Diese modernisierten Kanonen wurden 1934 ursprünglich den berittenen Artillerie-Batterien der Kavallerie-Einheiten zugeteilt. Zwar setzte die Wehrmacht bis Kriegsende Kavallerie-Einheiten ein, aber die FK 16nA wurde dort zwischenzeitlich aussortiert, da sie zu sehr Relikt einer vergangenen Zeit und zu schwer und zu wenig mobil war, um dort verwendet zu werden. Stattdessen wurden viele zum Training oder bei Reserve-Verbände verwendet. Trotzdem waren bei Kriegsende immer noch große Mengen im Einsatz, von denen es eine FK 16nA bis in die Geschichtsbücher schaffte. Im Juni 1944 hielt in der Normandie eine einzige dieser alten Kanonen eine alliierte Panzereinheit für einige Zeit auf. Bevor diese einzelne deutsche Kanone zerstört werden konnte, hatte sie mindestens 10 alliierte Panzer ausgeschaltet. Zu dem Zeitpunkt, als die neuen Rohre für die alten FK 16-Feldkanonen eingebaut werden sollten, wurde schon ein Auftrag vergeben, eine neue Kanone für die Kavallerie zu bauen. Während der Jahre 1930 bis 1931 bauten die Firmen Krupp und Rheinmetall beide Pilot-Modelle, wobei der Krupp-Entwurf letztlich ausgewählt wurde. Trotzdem dauerte es noch bis 1938, bevor die ersten Exemplare in Dienst gestellt werden konnten. Dieser neue Entwurf wurde zur 7,5-cm leFK 18 (leichte Feldkanone) und hatte moderne Eigenschaften, wie eine Spreizlafette, damit die Kanone auf der Lafette besser geschwenkt werden kann, was die Bekämpfung von beweglichen Zielen wie Panzern erleichtert. Dazu gab es eine große Palette unterschiedlicher Munition, einschließlich Hohlladungsgranate zur Panzerbekämpfung. Diese Eigenschaften hätten die leFK 18 zu einem großen Erfolg werden lassen können, wenn nicht dafür die Feuerreichweite geringer war, als die derjenigen Kanone, welche sie ersetzen sollte. Vor allem aber machte die komplizierte Lafette die leFK 18 teuer und schwierig herzustellen. Folglich wurden nicht viele gebaut und der Schwerpunkt für das Kaliber der Feldartillerie verlagerte sich auf 10,5 cm. Trotzdem blieb die leFK 18 weiter in Produktion und wurde auch an verschiedene mehr …

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