Kriegstagebuch 19. August 1917


Tank im Schlamm
Ein britischer Tank ist während der Ypern-Schlacht im Schlamm steckengeblieben.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 19. August 1917:

Westfront


Ypern: Geringer Fortschritt dern britischen Truppen auf der Straße von Ypern nach Poelcapelle, in der 12 Panzer (1 festgefahren) Bunker bei St. Julien für 26 Mann Verluste einnehmen. Die Deutschen erobern am 25. August die Stellungen kurzzeitig zurück.

Ostfront

Galizien und Bukowina: Die Deutschen melden in den letzten Kämpfen 22.000 Kriegsgefangene eingebracht zu haben.
Rumänien: Angriffe von Mackensen bei Marasesti bis zum 20. August mit 4 Divisionen nach 3-stündigem Artilleriebeschuss, aber Averescu gewinnt das verlorene Gelände zurück, als General Popescus 47. und 51. Regiment der 13. Division einen Bajonettangriff durch den Razoave-Wald führen. Die Kämpfe schlafen dann bis zum 28. August ein.

Südfronten

Isonzo: 12 italienische Bataillone jetzt über den Fluss. Höhe 300 von Badoglios II. Korps genommen und viele Vorstöße bergauf. Die italienische Dritte Armee greift auf dem Kars bis zum2 3. August an, aber die Operationen werden nach nur minimalen Geländegewinnen – außer bei Diaz XXIII. Korps – bei schweren Verlusten abgebrochen.

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    B-24 Liberator-Bomber, meist gebautes amerikanisches Flugzeug im Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz beim Ploesti-Angriff, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Consolidated Vultee B-24 Liberator Typ: schwerer Langstrecken-Bomber. Geschichte: Mit einer Produktion von insgesamt 18.482 Flugzeugen war die B-24 Liberator das meist gebaute und zahlreichste US-Kampfflugzeug des Zweiten Weltkriegs. Die B-24 Liberator wurde an jeder Front im dicksten Kampfgetümmel eingesetzt und das in einer Vielzahl von Rollen, einschließlich zur Bombardierung, Seeaufklärung, U-Boot-Bekämpfung und Transportaufgaben. Aber das Haupteinsatzgebiet war das des Bombers, vor allem im Pazifik-Krieg. In drei Jahren von Kampfeinsätzen warfen B-24-Bomber 635.000 Tonnen Bomben ab und schossen 4.189 feindliche Flugzeuge ab. Obwohl die Besatzungen die B-17 Fliegende Festung bevorzugten, da sie widerstandsfähiger war, erwies sich der Liberator als ein exzellentes und vielseitiges Kampfflugzeug. Neben Consolidated bauten mehrere andere Unternehmen Liberator-Bomber. Insgesamt wurden 1.694 direkt an die Royal Air Force für den Dienst beim Küsten- und Bomber-Kommando geliefert. Allerdings waren die ersten, an die RAF gelieferte Modelle, nicht für Kampfeinsätze zu gebrauchen und übernahmen als LB-30A den Atlantiktransport. Der RAF Liberator I hatte dann eine bessere Abwehrbewaffnung und wurde von der Küstenverteidigung mit ASV-Radar und einer starr eingebauten Batterie von 20-mm-Kanonen eingesetzt. Durch seine große Reichweite war er bei der Überwachung des Atlantiks gegen die deutschen U-Boote sehr wertvoll. Der RAF Liberator II bekam angetriebene Kampfstände und diente als Bomber im Mittleren Osten. Die ersten Studien, welche zur Entstehung der B-24 führen sollten, begannen Anfang 1939, als Consolidated Aircraft Corporation eine Anfrage vom US Army Air Corps für einen neuen schweren Bomber erhielt. Es wurde ein moderneres Flugzeug mit besserer Geschwindigkeit, Reichweite und Dienstgipfelhöhe als die sich schon in der Produktion befindliche Boeing B-17 gesucht. Chef-Entwickler Isaac M. Laddon entschied sich für einen Hochdecker mit Doppelflossen und Ruder. Der Flügel war sicherlich das originellste und fortschrittlichste Merkmal des Laddon-Entwurfs. Consolidated hatte vor kurzem begonnen, fließende Laminar-Konturen von Davis in seine Entwürfe einzuarbeiten und zögerte nicht, diese neue Technik auch bei dem neuen Bomber anzuwenden. Der Davis-Flügel mit dem hohen Seitenverhältnis erbrachte eine beeindruckende Tragleistung, Auftrieb und Reichweite. Diese Flügel waren für den Marschflug wirtschaftlich und gaben der Liberator zusammen mit dem großen Treibstoffvorrat eine enorme Reichweite, größer als sie jedes andere landgestützte Flugzeug seinerzeit hatte. Ein Vertrag, welcher am 30. März 1939 unterzeichnet wurde, forderte ein vollwertiges Modell und einen Prototyp. Letzterer ging am 29. Dezember desselben Jahres erstmals in die Luft. Der neue Bomber hatte einen tiefen Rumpf und einen großen Bombenschacht mit Schiebetüren. Das Fahrwerk war damals ungewöhnlich: eine Dreiradanordnung, bei der das Hauptrad in den Flügel eingezogen wurde. Das Hauptfahrwerk war so lang, dass es nach außen eingezogen werden musste – durch Elektromotoren, wie fast alles an Bord elektrisch angetrieben wurde. Der Typ wurde ursprünglich von vier Pratt&Whitney R-1830-33 Motoren mit zwei mechanischen Ladern angetrieben, die anschließend durch Abgas-betriebene Turbolader ersetzt wurden. Dieses eindrucksvolle Flugzeug wurde zu einem der wichtigsten in der Luftfahrtgeschichte. Fünf Jahre jünger als die Boeing B-17 Fliegende Festung, brachte die B-24 Liberator keine wesentlich besseren Leistungen als der Vorgänger. Im Hinblick auf Maschinenleistung, Stabilität und Steuerung war es schwächer und für den Durchschnittspiloten anstrengend zu fliegen. Es war auch das komplizierteste und teuerste Flugzeug, das man bis dahin kannte – doch gerade dadurch zeigte es, wie sich Flugzeuge in der Zukunft entwickeln würden. Trotzdem wurde es in größeren Stückzahlen gebaut als jedes andere amerikanische Flugzeug, in mehr Versionen für mehr Aufgaben als jedes andere Flugzeug der Geschichte, und es wurde von den Alliierten an allen Fronten eingesetzt. Und auch in Bezug auf den industriellen Aufwand übertraf es alles bisher Dagewesene. Sieben Vorserienflugzeuge wurden gebaut und 1940 folgte ein erster Auftrag für 36 Flugzeuge. Nur neun davon wurden gebaut, der Rest wurde als B-24C produziert. Die B-24C hatte Turbo-geladenen Pratt&Whitney R-1830-Motoren, die strukturelle Modifikationen an den Triebwerksgondeln erforderten. Die Bewaffnung wurde ebenfalls erhöht. Die erste bedeutende Version war jedoch die B-24D, für die 1940 große Aufträge erteilt wurden. Weitere Aufträge brachten die Gesamtproduktion dieser Variante auf 2.738 Stück. So groß war die Nachfrage nach der B-24, dass die ursprünglichen Produktionsanlagen erweitert werden mussten. Consolidated baute B-24 in San Diego und fügte dann eine zweite Fabrikationsanlage in Fort Worth, Texas, hinzu. Ab der B-24D bauten Douglas, Ford und North American auch Liberator-Bomber. Im April 1942 war die B-24D Liberator die erste Version, welche erstmals in den Einsatz ging. Die frühen Kampfeinsätze der Liberator fanden im Nahen Osten und auf dem Pazifik-Kriegsschauplatz statt. Die nächste Version war die B-24E, welche andere Motoren und Propeller hatte. 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Zu den wichtigeren experimentellen Varianten und Modifikationen der B-24 gehörten der Foto-Aufklärer F-7, der C-87-Transporter, die AT22, welche ein fliegendes Klassenzimmer für das Navigator-Training war und das C-1O9 Transport- und Tankflugzeug. Der Liberator XB-41, eine B-24D, die 1942 zu einem schweren Bomber-Begleiter umgebaut wurde, kam nie über den Prototypen hinaus. Dieses Flugzeug trug vierzehn 12,7-mm-Maschinengewehre. Benutzer: Australien, Brasilien, Kanada, China, Tschechoslowakei, Frankreich, Indien, Neuseeland, Portugal, Süd-Afrika, Sowjetunion, Türkei, Großbritannien, U.S.A. Der Angriff auf Ploesti Der bedeutendste Angriff der B-24 Liberator war der Angriff auf Ploesti. Der Angriff wurde von fünf amerikanischen Gruppen mit Liberator-Bomber von fünf Stützpunkten um Bengasi in Libyen durchgeführt. Dazu gehörten drei B-24-Einheiten, welche von der 8. US-Air-Force aus Großbritannien eingeflogen waren, nämlich die 93., 44 und 389. Bomber-Gruppe. Hinzu kamen die in Nordafrika stationierten 376. und 98. Bomber-Gruppen. Die B-24 Liberator war der einzige infrage kommende Bomber-Typ, um das 3218 Kilometer weit entfernt liegende Ziel anzugreifen. Die Alliierten hofften, mit mehr …

  • Die britische Armee im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918. Uniformen, Organisation, Kommandeure, Heeresstärke und Verluste. Im Jahre 1908 hatten die Briten ihre Armee reorganisiert, wobei die Verbände auf den britischen Inseln in eine Expeditions-Streitmacht aus sechs Infanterie- und eine Kavallerie-Division, zusammen etwa 160.000 Mann, umgewandelt wurden. Diese Streitmacht war in der Lage, sowohl bei Konflikten in den Kolonien oder auf dem europäischen Kontinent eingesetzt zu werden. Die britische Armee Berits im Jahre 1905 begann die Zusammenarbeit mit dem französischen Generalstab, welche aber bis zu Ernennung von Major-General Wilson als Generalstabschef im Jahre 1911 wenig fruchtbar war. In August bewog die Agadir-Krise (deutsche Kanonenboote vor Marokko) Frankreich und Großbritannien zu engerer Zusammenarbeit, sodass die britische Expeditions-Streitmacht fest am linken Flügel der französischen 5. Armee im Kriegsfalle gegen Deutschland eingeplant wurde. Die Royal Navy war zwar strikt gegen eine Verwendung der britischen Armee auf dem Kontinent, konnte jedoch keinen besseren Plan vorlegen als Wilson. Zwar schob der britische Verteidigungsrat die endgültige Entscheidung vor sich her, erlaubte aber dem Kriegsministerium die Planungen zusammen mit den Franzosen fortzusetzen. Als der Krieg im Jahre 1914 ausbrach, brach in Großbritannien jedoch ein Konflikt aus, ob die Expeditionsstreitkräfte nicht doch besser in Großbritannien verbleiben oder wenigstens direkt in Belgien eingesetzt werden sollten, für dessen Garantieerklärung man ja schließlich in den Kampf gezogen war. Zum Glück für die Alliierten waren jedoch die Aufmarsch- und Terminpläne so schwer umzuwerfen, sodass am 6. August die Masse der Streitkräfte wie geplant eingesetzt wurde. Lediglich zwei Divisionen blieben in England zurück. Wenn auch die britische Armee klein war, so war sie dafür gut trainiert und hervorragend ausgerüstet. Während des zurückliegenden Burenkrieges in Südafrika hatten britische Offiziere – im Gegensatz zu ihren Kollegen auf dem europäischen Kontinent – eine realistische Vorstellung von der Feuerkraft moderner Waffen und Taktiken. Zudem bestand die britische Vorkriegsarmee zumeist nur aus freiwilligen Berufssoldaten. Auch die Kavallerie war mit dem besten Armeegewehr der damaligen Zeit, der Enfield, ausgerüstet und verwendete nicht, wie in Europa sonst noch üblich, kurzläufige Karabiner, sodass sie flexibel als mobile Infanterie hätte eingesetzt werden können. Jedoch hatte die Friedenszeit verantwortliche Kavallerie-Offiziere wieder dazu verführt, glamouröse und gleichzeitig sinnlose Attacken reiten zu lassen. Von den deutschen Soldaten als eine ‘Söldner-Armee’ bezeichnet, was für die Briten eher schmeichelhaft war, bestand die britische Armee aus Freiwilligen, welche sich für sieben Jahre Dienstverpflichtet hatten, auf denen noch fünf weitere Jahre in der Reserve folgten. Jedes Bataillon in Großbritannien rekrutierte auch Soldaten für ein anderes Bataillon im britischen Übersee-Reich, sodass seine Männer oft raue Gesellen und ihre Zahl oft knapp war. In den nach Frankreich geschickten Divisionen befanden sich zwar erfahrene Männer, aber sie alle als abgehärtete Profis anzusehen, wäre ein Fehler. Einige waren erst junge Soldaten, andere ältere Reservisten, welche im Zivilleben zu ‘Weicheiern’ geworden waren. In Fortsetzung der alten Tradition in einem modernen Gewand, war die Territorial-Streitmacht und die ‘Yeomanry’ von Haldane 1908 in eine Armee der zweiten Linie aus vierzehn Divisionen reorganisiert worden, welche allerdings weit davon entfernt war, gut ausgebildet oder ausgerüstet gewesen zu sein. Trotzdem stellten sich diese Truppen dann als effektiver als angenommen heraus. Dahinter standen noch die älteren Reservisten und Milizionäre, welche als Ersatzmannschaften oder für die weit entfernten britischen Garnisonen und Verbände in Indien und den Dominions verwendet werden konnten. Mit dem Anwachsen der Armee wurden jedoch immer mehr weniger gut ausgebildete Freiwillige, ältere Reservisten und Truppen aus den Kolonien (zumeist Indien) oder den Dominions (Kanada und Australien) verwendet, was eine Verschlechterung der Qualität zur Folge hatte.   Ihr Oberbefehlshaber, Sir John French, war ein erfolgreicher Kavallerieführer aus dem Burenkrieg, aber mit nunmehr 62 Jahren nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Sir Douglas Haigh, Kommandeur des I. Korps und Generalstabschef von French in Südafrika und Haldanes Assistent während der Reorganisation von 1908, war kompetent, jedoch unflexibel und bewertete die Möglichkeiten der Kavallerie nach althergebrachten Traditionen. Kitchener, nun Kriegsminister, war eine großartige Persönlichkeit für die ganze Nation, hatte Geistesblitze, die fast schon genial waren, aber nur wenig Wertschätzung für Stabsorganisation oder Zivilkontrolle. Im Allgemeinen waren britische Offiziere zwar effizient und ihren Aufgaben zugetan, hatten aber nur einen begrenzten Blickwinkel auf das moderne Kriegsgeschehen. Jedoch hatte ein weit größerer Anteil von ihnen echte Erfahrungen unter realen Kriegsbedingungen sammeln können, als zum Beispiel Offiziere in der französischen oder deutschen Armee. Organisation Infanterie Infanterie-Division Die britische Infanterie-Division stand unter dem Kommando eines Generalleutnants oder Generalmajors. Sie bestand normalerweise aus drei Brigaden mit jeweils vier Bataillonen, drei Feldartillerie-, einer Feldhaubitzen- und einer Schweren Artillerie-Brigade. Eine Munitionskolonne, eine Divisions-Munitionskolonne, zwei Feldkompanien und einer Nachrichtenkompanie, ein Divisionszug, drei Feldambulanzen und ein Pionierbataillon standen zur Unterstützung bereit. Die Pioniere dienten zur Bereitstellung von Arbeitskräften für die Feldkompanien, wurden aber auch als Kampfeinheiten eingesetzt. Gesamtstärke bei der Mobilisierung: 598 Offiziere und 18.077 Unteroffiziere und Mannschaften. Infanterie-Brigade Unter dem Kommando eines Brigade-Generals mit einem Hauptquartier, das aus 4 Offizieren und 20 Unteroffizieren und Mannschaften bestand. Die vier Bataillone hatten eine Gesamtstärke von 120 Offizieren und 3.968 Unteroffizieren und Mannschaften. Infanterie-Bataillon Das Infanterie-Bataillon stand unter dem Kommando eines Oberstleutnants. Es hatte eine konzentrierte Stärke von 1.000 Offizieren und Mannschaften und eine effektive Kampfstärke von etwa 800 Mann. Das Bataillon bestand aus einer Hauptquartier-Kompanie und vier Schützenkompanien, die jeweils von einem Major (in der Praxis wegen der hohen Verlustrate oft nur ein Hauptmann) befehligt wurden. Die Unterstützungsabteilungen bestanden aus Nachrichtenpersonal, Pionieren, Trägern und Provost. Infanterie-Kompanie Befehligt von einem Hauptmann, Leutnant oder Zweiten Leutnant aufgrund der hohen Verlustraten. Sie hatte eine Stärke von 240 Unteroffizieren und Mannschaften, aufgeteilt in vier Züge zu je 60 Mann. Infanterie-Zug Befehligt von einem Unteroffizier, entweder einem Feldwebel oder einem Korporal, und in vier Sektionen zu je 14 Männern eingeteilt. Es gab auch Maschinengewehr-Kompanien und leichte Grabenmörser-Batterien zur Unterstützung. Das Personal beider Einheiten bestand aus Infanteristen, die mit Standardwaffen bewaffnet waren. Bei Ausbruch des Krieges hatte jedes Bataillon seine eigene MG-Abteilung, die aus zwei Maxim-Maschinengewehren bestanden, welche von einem Offizier bedient wurden und zwölf weitere Soldaten hatte. Die Maschinengewehren wurden von Maultieren getragen und die Abteilungen wurde in zwei Gruppen aufgeteilt. Die MG-Mannschaft mussten erfahrene Schützen sein. mehr …

  • Schlachtschiff Marat

    Russische Schlachtschiffe Archangelsk der britischen Royal-Sovereign-Klasse und Marat, Gangut. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Schlachtschiff Archangelsk Archangelsk Typ: russisches Schlachtschiff der englischen Royal-Sovereign-Klasse. Geschichte: Nach der Kapitulation Italiens im September 1943 beanspruchte die sowjetische Regierung umgehend ein Drittel der italienischen Flotte, als Ausgleich für die durch italienische Kriegsschiffe im Schwarzen Meer verursachten Schäden. Wenn auch die Angloamerikaner wenig Bereitschaft dafür zeigten, hatten sie jedoch keine andere Wahl, als einen Kompromiss einzugehen. Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die überlassenen italienischen Flotteneinheiten einsatzbereit und aufgeteilt werden könnten, wollten sie einige ihrer eigenen Schiffe an die Sowjetunion ausleihen. Als Teil dieser Vereinbarung machte die englische Royal Navy das alte Schlachtschiff Royal Sovereign (Stapellauf 1915), zusammen mit vier Unterseebooten (U- und S-Klasse) und neun ehemaligen amerikanischen Glattdeck-Zerstörer verfügbar. Die Schiffe der Royal-Sovereign-Klasse (oder kurz ‘R’-Klasse genannt) waren die letzten englischen Schlachtschiffe, welche während des 1. Weltkrieg gebaut wurden. Die Klasse bestand ursprünglich aus acht Schiffen, aber nur fünf wurden tatsächlich fertiggestellt: Resolution, Revenge, Royal Oak, Ramillies und Royal Sovereign. Ihre Abmessungen waren etwas kleiner als die der vorausgegangenen Queen Elizabeth Klasse, aber ihre Panzerung war besser verteilt und sie hatten die gleiche Hauptbewaffnung aus acht 38,1-cm-Geschützen in vier Türmen. Diese fünf Schiffe wurden zwar während der Jahre zwischen den beiden Weltkriegen umgebaut, jedoch nicht modernisiert. Während des 2. Weltkrieg taten sie daher nur Dienst bei zweitrangigen Aufgaben – welche aber trotzdem wichtig waren, wie die Sicherung von großen Geleitzügen oder Truppentransporten gegen deutsche Handelszerstörer oder als Abschreckung gegen die Japaner im Indischen Ozean. Der einzige Kriegsverlust der Klasse war die Royal Oak, welche bereits am 14. Oktober 1939 durch Günther Prien mit seinem U 47 in Scapa Flow versenkt wurde. Resolution wurde 1940 durch ein französisches Unterseeboot torpediert und Ramillies durch ein japanisches Kleinst-U-Boot vor Madagaskar im Jahr 1942, aber beide Schiffe konnten repariert werden und traten wieder der Flotte bei. Ramillies wurde später auch noch zum Beschuss der Küstenabschnitte an der Normandie und in Südfrankreich während der dortigen alliierten Invasionen eingesetzt. Die Royal Sovereign war zwar erst kurz zuvor mit neuem Radargerät und Flugabwehr-Kanonen ausgerüstet worden, trotzdem war sie nun – abgesehen von ihrer Einsatzmöglichkeit zum Küstenbeschuss – für die Royal Navy entbehrlich geworden. Eine sowjetische Schiffsbesatzung traf im Frühjahr 1944 in England ein und stellte das Schiff offiziell am 30. Mai 1944 als Archangelsk in Dienst. Im August 1944 lief sie zusammen mit dem Arktis-Konvois JW59 in das Weiße Meer. Sie verblieb in der Arktis für den Rest des Krieges und feuerte dabei keinen einzigen Schuss ab. Zu dem damaligen bizarren russischen Charakter noch die Anmerkung, dass als sie im Februar 1949 wieder an die Royal Navy zurückgegeben wurde, alle Waffen an Bord – von dem 38,1-cm-Geschütz bis zur 4-cm-Flak – noch immer geladen waren und zusätzlich die Messedecks mit menschlichen Exkrementen bedeckt waren. Benutzer: Britische Royal Navy, Russische (Sowjetische) Marine. Animation 3D-Modell Schlachtschiff Revenge der Royal-Sovereign-Klasse Spezifikationen für Schlachtschiff Archangelsk Spezifikation: Bewaffnung: Panzerschutz: Einsatzstatistik: Schlachtschiff-Klasse Marat oder Gangut (Oktjabrskaja-Revoluzia) Die einzigen anderen sowjetischen Schlachtschiffe des Zweiten Weltkrieges waren die Schiffe der Klasse Oktjabrskaja-Revoluzia, welche ursprünglich unter dem Namen Gangut-Klasse zu Beginn des Ersten Weltkrieges für die Marine des Zaren in Dienst gestellt worden waren. Etwa ein Dutzend russische Schlachtschiffe überstanden die Russische Revolution von 1917, aber die meisten wurde in den frühen zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts verschrottet. Die einzige Ausnahme waren die vier Einheiten der Gangut-Klasse, welche neben dem Klassenschiff die Namen Petropawlowsk, Poltawa und Sewastopol hatten. Sie hatten eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte, denn nach den schweren Verlusten der zaristischen Flotte im Russisch-Japanischen Krieg, musste Russland seine Flotte wieder vollständig neu bauen. Die ersten der neuen Großkampfschiffe waren die Einheiten der Gangut-Klasse für die Ostsee-Flotte, mit deren Planungen bereits 1906/1907 begonnen wurde. Das Ziel der russischen Marine war es, ihre ersten Großkampfschiffe mit einer Höchstgeschwindigkeit von 21,5 Knoten und einer Hauptbewaffnung aus zwölf 305-mm-Geschützen und einer Sekundärbewaffnung aus sechzehn 120-mm-Kanonen in Kasematten zu bauen. Dafür wurden einundfünfzig Entwürfe geprüft, aber der beste von der deutschen Werft Blohm&Voss wurde zurückgewiesen, da die Regierung des Zaren darauf bestand, dass die Schiffe in Russland gebaut werden müssen. Mithilfe des britischen Schiffbauers John Brown wurde deshalb dieser Entwurf überarbeitet, was dazu führte, dass das Schiff ungefähr in der Klasse zwischen einem Schlachtschiff und Schlachtkreuzer lag und daher zu ihrer Zeit als ‘Ostsee-Schlachtschiff’ bezeichnet wurde. Das lag daran, dass man sich dabei eng an die Vorstellungen des italienischen Generals Cuniberti gehalten hatte, der schwerer bewaffnete und schnellere Kriegsschiffe bevorzugte, dafür weniger Wert auf Panzerschutz legte. Deshalb ähnelten die russischen Schiffe in einem größeren Maßstab dem italienischen Schlachtschiff Dante Alighieri, welches ebenfalls 305-mm-Geschütze in Drillingstürmen auf der Mittschiffs-Linie trug. Die Schiffe der Gangut-Klasse hatten jedoch dagegen glatt durchlaufende Decks, eine anders angeordnete Maschinenanlage und Panzerungsaufbau. Die vier Türmen mit jeweils drei 305-mm-Geschützen standen alle entlang der Mittellinie, was eine Breitseite von zwölf Kanonen gegenüber den acht von zeitgenössischen britischen und deutschen Schlachtschiffen ergab. Diese russischen 30,5-cm-L/52-Geschütze erwiesen sich zudem als sehr Zielgenau. Obwohl die Drillingstürme eine starke Bewaffnung ergaben, mussten jedoch der Bug- und Heckturm knapp vor dem Schiffsenden montiert werden, da es keine überhöhte Anordnung der einzelnen Türme gab. Deshalb war es auf den Schiffen der Gangut-Klasse bei Fahrt immer sehr Nass. Die Mittelartillerie war zudem schlecht angeordnet und bei schwerer See nur wenig Wert. Der Entwurf der Antriebsmaschinen und des Schiffskörpers ergab eine Höchstgeschwindigkeit von 23 Knoten, was 1,5 Knoten über den ursprünglichen Anforderungen lag und damit einen Vorsprung von zwei bis drei Knoten gegenüber jedem anderen auf See befindlichen Schlachtschiff ergab. Im Gegensatz zum Rest des Schiffes lag der Panzerschutz jedoch unter dem Standard, da mehrere Kompromisse eingegangen werden mussten, um das Gesamtgewicht geringer zu halten. Da die Schiffe insbesondere für den Einsatz in der Ostsee vorgesehen waren, hatten sie einen besonderes verstärkten, Eisbrechenden Bug. Das Gewicht der Maschinenanlage und der Panzerung verhinderte jedoch den Einbau von Torpedoschotten. Die Korbmasten amerikanischer Art, welche bei der vorhergehenden Imperator-Pawel-Klasse erstmals erprobt worden waren, wurden während des Baus durch Stangenmasten ersetzt. Trotzdem wurde der verfügbare Raum des Schiffskörpers nicht optimal genutzt und die mehr …

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