Kriegstagebuch 19. Dezember 1917


Fünfmotoriger Zeppelin Staaken
Fünfmotoriger Zeppelin Staaken ‘Gigant’-Bomber
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 19. Dezember 1917:

Luftkrieg


Großbritannien: Die Luftabwehr hat nach dem achten Luftangriff endlich Kenntnis vom Gigant-Bomber erlangt, der den Codename Bertie erhält.

Seekrieg

Ärmelkanal: Die neue Unterwasser-Minensperre über die Strasse von Dover meldet ihr erstes Opfer, das Küsten-U-Boot UB 56, nachdem Vizeadmiral Bacon empfohlen hat, mit Fackel und Suchscheinwerfer entlang der Wasseroberfläche Patrouille durchzuführen.
Adria: 2 alte österreich-ungarische Schlachtschiffe, 1 Kreuzer und 6 Zerstörer beschiessen wieder die italienischen Cortellazzo-Batterien, aber die großen Schiffe ziehen sich am 20. Dezember nach Pola zurück. 3 alte Schlachtschiffe werden nach dem 28. Dezember stillgelegt, um Personal frei zu bekommen.

Südfronten

Piave: Britische Artillerie in Aktion bei Montello. Italienische Gegenangriffe gegen den Mt.Rertica und Mt.Asolone scheitern und gewinnen kein Gelände bis zum 21. Dezember, als Nebel und dichter Schneefall die Operationen beenden.

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Im Blickpunkt:
  • 3D-Modell B-24 Liberator

    B-24 Liberator-Bomber, meist gebautes amerikanisches Flugzeug im Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz beim Ploesti-Angriff, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Consolidated Vultee B-24 Liberator Typ: schwerer Langstrecken-Bomber. Geschichte: Mit einer Produktion von insgesamt 18.482 Flugzeugen war die B-24 Liberator das meist gebaute und zahlreichste US-Kampfflugzeug des Zweiten Weltkriegs. Die B-24 Liberator wurde an jeder Front im dicksten Kampfgetümmel eingesetzt und das in einer Vielzahl von Rollen, einschließlich zur Bombardierung, Seeaufklärung, U-Boot-Bekämpfung und Transportaufgaben. Aber das Haupteinsatzgebiet war das des Bombers, vor allem im Pazifik-Krieg. In drei Jahren von Kampfeinsätzen warfen B-24-Bomber 635.000 Tonnen Bomben ab und schossen 4.189 feindliche Flugzeuge ab. Obwohl die Besatzungen die B-17 Fliegende Festung bevorzugten, da sie widerstandsfähiger war, erwies sich der Liberator als ein exzellentes und vielseitiges Kampfflugzeug. Neben Consolidated bauten mehrere andere Unternehmen Liberator-Bomber. Insgesamt wurden 1.694 direkt an die Royal Air Force für den Dienst beim Küsten- und Bomber-Kommando geliefert. Allerdings waren die ersten, an die RAF gelieferte Modelle, nicht für Kampfeinsätze zu gebrauchen und übernahmen als LB-30A den Atlantiktransport. Der RAF Liberator I hatte dann eine bessere Abwehrbewaffnung und wurde von der Küstenverteidigung mit ASV-Radar und einer starr eingebauten Batterie von 20-mm-Kanonen eingesetzt. Durch seine große Reichweite war er bei der Überwachung des Atlantiks gegen die deutschen U-Boote sehr wertvoll. Der RAF Liberator II bekam angetriebene Kampfstände und diente als Bomber im Mittleren Osten. Die ersten Studien, welche zur Entstehung der B-24 führen sollten, begannen Anfang 1939, als Consolidated Aircraft Corporation eine Anfrage vom US Army Air Corps für einen neuen schweren Bomber erhielt. Es wurde ein moderneres Flugzeug mit besserer Geschwindigkeit, Reichweite und Dienstgipfelhöhe als die sich schon in der Produktion befindliche Boeing B-17 gesucht. Chef-Entwickler Isaac M. Laddon entschied sich für einen Hochdecker mit Doppelflossen und Ruder. Der Flügel war sicherlich das originellste und fortschrittlichste Merkmal des Laddon-Entwurfs. Consolidated hatte vor kurzem begonnen, fließende Laminar-Konturen von Davis in seine Entwürfe einzuarbeiten und zögerte nicht, diese neue Technik auch bei dem neuen Bomber anzuwenden. Der Davis-Flügel mit dem hohen Seitenverhältnis erbrachte eine beeindruckende Tragleistung, Auftrieb und Reichweite. Diese Flügel waren für den Marschflug wirtschaftlich und gaben der Liberator zusammen mit dem großen Treibstoffvorrat eine enorme Reichweite, größer als sie jedes andere landgestützte Flugzeug seinerzeit hatte. Ein Vertrag, welcher am 30. März 1939 unterzeichnet wurde, forderte ein vollwertiges Modell und einen Prototyp. Letzterer ging am 29. Dezember desselben Jahres erstmals in die Luft. Der neue Bomber hatte einen tiefen Rumpf und einen großen Bombenschacht mit Schiebetüren. Das Fahrwerk war damals ungewöhnlich: eine Dreiradanordnung, bei der das Hauptrad in den Flügel eingezogen wurde. Das Hauptfahrwerk war so lang, dass es nach außen eingezogen werden musste – durch Elektromotoren, wie fast alles an Bord elektrisch angetrieben wurde. Der Typ wurde ursprünglich von vier Pratt&Whitney R-1830-33 Motoren mit zwei mechanischen Ladern angetrieben, die anschließend durch Abgas-betriebene Turbolader ersetzt wurden. Dieses eindrucksvolle Flugzeug wurde zu einem der wichtigsten in der Luftfahrtgeschichte. Fünf Jahre jünger als die Boeing B-17 Fliegende Festung, brachte die B-24 Liberator keine wesentlich besseren Leistungen als der Vorgänger. Im Hinblick auf Maschinenleistung, Stabilität und Steuerung war es schwächer und für den Durchschnittspiloten anstrengend zu fliegen. Es war auch das komplizierteste und teuerste Flugzeug, das man bis dahin kannte – doch gerade dadurch zeigte es, wie sich Flugzeuge in der Zukunft entwickeln würden. Trotzdem wurde es in größeren Stückzahlen gebaut als jedes andere amerikanische Flugzeug, in mehr Versionen für mehr Aufgaben als jedes andere Flugzeug der Geschichte, und es wurde von den Alliierten an allen Fronten eingesetzt. Und auch in Bezug auf den industriellen Aufwand übertraf es alles bisher Dagewesene. Sieben Vorserienflugzeuge wurden gebaut und 1940 folgte ein erster Auftrag für 36 Flugzeuge. Nur neun davon wurden gebaut, der Rest wurde als B-24C produziert. Die B-24C hatte Turbo-geladenen Pratt&Whitney R-1830-Motoren, die strukturelle Modifikationen an den Triebwerksgondeln erforderten. Die Bewaffnung wurde ebenfalls erhöht. Die erste bedeutende Version war jedoch die B-24D, für die 1940 große Aufträge erteilt wurden. Weitere Aufträge brachten die Gesamtproduktion dieser Variante auf 2.738 Stück. So groß war die Nachfrage nach der B-24, dass die ursprünglichen Produktionsanlagen erweitert werden mussten. Consolidated baute B-24 in San Diego und fügte dann eine zweite Fabrikationsanlage in Fort Worth, Texas, hinzu. Ab der B-24D bauten Douglas, Ford und North American auch Liberator-Bomber. Im April 1942 war die B-24D Liberator die erste Version, welche erstmals in den Einsatz ging. Die frühen Kampfeinsätze der Liberator fanden im Nahen Osten und auf dem Pazifik-Kriegsschauplatz statt. Die nächste Version war die B-24E, welche andere Motoren und Propeller hatte. Als Nächstes folgte die B-24G und mit dem 26. Serienflugzeug wurden wesentliche Modifikationen eingeführt. Dazu gehörten ein mechanisch angetriebener Bug-Kampfstand, womit eine zusätzliche Verteidigung gegen Frontalangriffe geschaffen wurde, bei denen sich die B-24 als besonders empfindlich herausgestellt hatte. Diese Einrichtung war bei allen nachfolgenden Versionen Standard. Insgesamt wurden 3.100 B-24H von Consolidated, Convair, Douglas und Ford produziert. Im Jahr 1943 erschienen eine Vielzahl von B-24-Varianten, darunter der B-24J mit neuen Motorsteuerungen, einem neuen Bombenzielgerät und Änderungen bei den Kraftstoff- und Steuerungssystemen. Die endgültigen Versionen, die B-24L und B-24M, hatten weitere Verbesserungen in der Bewaffnung. Bis zum 31. Mai 1945 waren insgesamt 1.667 L und 2.593 M-Modelle gebaut worden. Zu den wichtigeren experimentellen Varianten und Modifikationen der B-24 gehörten der Foto-Aufklärer F-7, der C-87-Transporter, die AT22, welche ein fliegendes Klassenzimmer für das Navigator-Training war und das C-1O9 Transport- und Tankflugzeug. Der Liberator XB-41, eine B-24D, die 1942 zu einem schweren Bomber-Begleiter umgebaut wurde, kam nie über den Prototypen hinaus. Dieses Flugzeug trug vierzehn 12,7-mm-Maschinengewehre. Benutzer: Australien, Brasilien, Kanada, China, Tschechoslowakei, Frankreich, Indien, Neuseeland, Portugal, Süd-Afrika, Sowjetunion, Türkei, Großbritannien, U.S.A. Der Angriff auf Ploesti Der bedeutendste Angriff der B-24 Liberator war der Angriff auf Ploesti. Der Angriff wurde von fünf amerikanischen Gruppen mit Liberator-Bomber von fünf Stützpunkten um Bengasi in Libyen durchgeführt. Dazu gehörten drei B-24-Einheiten, welche von der 8. US-Air-Force aus Großbritannien eingeflogen waren, nämlich die 93., 44 und 389. Bomber-Gruppe. Hinzu kamen die in Nordafrika stationierten 376. und 98. Bomber-Gruppen. Die B-24 Liberator war der einzige infrage kommende Bomber-Typ, um das 3218 Kilometer weit entfernt liegende Ziel anzugreifen. Die Alliierten hofften, mit mehr …

  • Dirlewangers Männer

    Befehlshaber, Aufstellung, Einsätze, Ende, Infanterie-Stärke und Panzerausstattung der Waffen-SS-Divisionen 33-38 (ungarische Nr. 3 bis Nibelungen). Einige der hier als ‘Divisionen’ bezeichnete Verbände waren eigentlich nur Brigaden, Regimenter und manchmal nicht mehr als ein paar hundert schlecht ausgerüstete Männer, zusammengewürfelt aus sogenannten Volksdeutschen (Bewohner des Balkans oder Baltikums mit deutschen Wurzeln) und anderen Ausländern, welche noch durch Mitglieder aufgelöster Waffen-SS-Ausbildungsschulen verstärkt waren. Dazu findet sich auf dieser Seite der am meisten verbrecherische ‘Truppen’-Verband überhaupt. hier zu Waffen-SS-Divisionen 26-32 33. Waffen-Kavallerie-Division der SS (ungarische Nr.3) Befehlshaber: nicht bekannt. Aufstellung (als Division) Aufgestellt 1944/45 in Ungarn. Ende Zerstört in Budapest im Februar 1945. Infanterie-Stärke Unbekannt, aber weit unter Divisionsstärke. Panzerausstattung keine. Einsätze: Hastig eine in Ungarn 1944/1945 zusammengestellte, weitgehend ungarische Kavallerie-Einheit. Weit unter Sollstärke und in den Kämpfen in Budapest im Februar 1945 vernichtet. Nach dem Untergang wurde die Divisions-Nummer von Charlemagne übernommen (siehe nachfolgende Division). 33. Waffen-Grenadier-Division der SS ‘Charlemagne’ (französische Nr.1) Befehlshaber: SS-Oberführer Puaud (bis Februar 1945), SS-Brigadeführer Dr. Krukenberg (bis April 1945), SS-Standartenführer Zimmermann. Aufstellung (als Division): Die ‘Französische Freiwilligen-Legion’ wurde vom Heer an die Waffen-SS im August 1943 abgegeben. Am 10. Februar 1945 wurde sie zur Division umbenannt und übernahm die Nummer der in Budapest untergegangenen, zuvor aufgelisteten, Division. Ende: Teile wurden im März 1945 aus der Festung Kolberg nach Wollin evakuiert. Eine Kampfgruppe verteidigte das Berliner Regierungsviertel, wo sie aufgerieben wurde. Infanterie-Stärke: 1 motorisiertes Infanterie-Regiment (mit 3 Bataillonen), 1945 ein zweites Infanterie-Regiment (ursprünglich das 638. französische Regiment). Bezeichnet als Waffen-Grenadier-Regimenter 57 und 58. Panzerausstattung: PAK-Selbstfahrlafetten waren in der Panzerjäger-Kompanie vorhanden. Einsätze: Französische Freiwillige-Legion des Heeres mit guten Kampfleistungen. Im August 1943 zur Waffen-SS überführt als ‘Französisches SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment’. Nach schweren Verlusten im Juli 1944 nach Böhmen-Mähren verlegt und zur ‘Französischen Freiwilligen-Sturmbrigade Charlemagne’ umbenannt. Schwere Kämpfe im August 1944 im Abschnitt Sanok bei Mielec an der Front in den Karpaten. Wiederherstellung auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken im Herbst 1944 und kurzer Einsatz an der Westfront. Anschließend nach Pommern verlegt. Anfang 1945 zur Division umbenannt und im Einsatz bei Neustettin. Der Verbleib der Division ist unbestätigt, einige Überlebende erreichten die US-Kriegsgefangenschaft in der Gegend von Moosburg. Ob die in Berlin im April/Mai 1945 vernichtete französische Einheit Bestandteil der Division war, ist nicht geklärt. Aufgestellt mit französischen Freiwilligen und aus anderen westeuropäischen Nationen. Beinhaltete auch ehemalige französische Fremdenlegionäre. Erreichte nicht mehr Divisionsstärke. Hohe Kampfleistungen. Individuelle Abzeichen: SS-Runen am Kragen, ein Abzeichen mit Schwert und Lorbeeren wurde wohl nicht mehr ausgegeben. Überlebende der Division gaben an, ein Armband mit der Bezeichnung ‘Charlemagne’ getragen zu haben. 34. SS-Grenadier-Division Landstorm Nederland (Holländisch) Befehlshaber: SS-Standartenführer Knapp, SS-Standartenführer Kohlroser (Mai bis November 1944). Aufstellung (als Division): Im Frühjahr 1943 in Holland aufgestellt, im September 1944 zur Waffen-SS transferiert. Ende: Kapitulierte im Mai 1945 gegenüber den Briten. Infanterie-Stärke: 2 Infanterie-Regimenter (erreichte niemals Divisionsstärke). Im Oktober 1944 bestehend aus SS-Freiwilligen-Grenadier-Regimentern 83 und 84 sowie der SS-Flak-Batterie ‘Clingendaal’. Panzerausstattung: SS-Panzerjäger-Abteilung Nordwest (Ausstattung unbekannt, womöglich keine Selbstfahrlafetten oder Sturmgeschütze, sondern nur gezogene PAK-Geschütze). Einsätze: Im Frühjahr 1943 als ‘Landwacht Niederlande’ formiert und eine Sicherheits-Einheit mit holländischen Freiwilligen unter dem Kommando von deutschen Polizei-Offizieren. Im September 1944 zur Waffen-SS überführt und im Kampfeinsatz bei Arnheim. Operationen gegen Widerstandskämpfer im Nordbrabant. Im Februar 1945 in das Gelderland verlegt, anschließend nach Rhein-Waal. Kapitulierte im Mai 1945 und der Verband erreichte niemals Divisionsstärke. Individuelle Abzeichen: Am Kragen SS-Runen. Dazu Motiv einer flammenden Granate in Metall an der Mütze, welches später durch den Totenkopf abgelöst wurde. Auf dem Armband wurde ‘Landstorm Nederland’ getragen. 35. SS-Polizei-Grenadier-Division Befehlshaber: SS-Oberführer Wirth, SS-Standartenführer Pipkorn. Aufstellung (als Division): Gegründet im Februar 1945. Ende: Kapitulierte gegenüber der Roten Armee im Kessel von Halbe, Mai 1945. Infanterie-Stärke: 3 Polizei-Infanterie-Regimenter, zuerst bestehend aus Polizei-Regimentern 29, 30 und 14, später zu Nummer 1, 2 und 3 geändert und schließlich als Polizei-Grenadier-Regimenter 89, 90 und 91 geführt. Panzerausstattung: keine. Einsätze: Im Februar 1945 aus Personal der Polizei-Schule Dresden und der SS-Junkerschule Braunschweig gebildet. Im Einsatz an der Neisse-Front im April 1945 und kapitulierte bei Halbe im Mai 1945. 36. Waffen-Grenadier-Division der SS Befehlshaber: SS-Oberführer Dr. Oskar Dirlewanger (bis Februar 1945), SS-Brigadeführer Schmedes. Aufstellung (als Division): Formiert 1940 als ein schwaches Bataillon (Strafeinheit). Zwischen 1942 und 1944 ständig erweitert bis zur Brigaden-Größe und letztlich als Division bezeichnet. Ende: Die Einheit wurde von der Roten Armee am 29. April 1945 südöstlich von Berlin massakriert. Ihr langjähriger Kommandant Dirlewanger (war im Februar 1945 verwundet worden) starb auf mysteriöse Weise in der Haft im Juni 1945. Infanterie-Stärke: Etwa 4.000 ‘Metzger’ im Sommer 1944. Panzer-Ausstattung keine. Einsätze: Diese Einheit war berüchtigt und Befehlshaber Dirlewanger war vor dem Krieg im Jahr 1935 wegen Sexualverbrechen inhaftiert. Früher war er im Heer ein Kamerad vom damaligen Stabschef der Waffen-SS, Gottlob Berger. Nachdem Dirlewanger aus dem Gefängnis entlassen wurde, erhielt er durch Fürsprache von Berger einen Posten in der Legion Condor in Spanien. Im Jahr 1940 wurde Dirlewanger erlaubt, ein kleines Bataillon aus deutschen Straftätern, welche wegen Wilderei verurteilt waren, aufzustellen. Diese Einheit wurde als ein Totenkopf-Sonderkommando 1941 in Polen eingesetzt, wo die Männer zum Arbeitsdienst eingesetzt wurden, aber auch Zwangsarbeiter bewachte. Im Jahr 1942 bis 1944 wuchs die Strafeinheit zu einer Brigade an und wurde schließlich als Division bezeichnet. Sie wurde als Sicherungsverband in Russland eingesetzt und erhielt ihr Personal aus deutschen Strafanstalten, Konzentrationslagern, SS-Militärgefängnissen und sonstigen menschlichen ‘Jauchegruben’. Der Verband war berüchtigt für skandalöse Kriegsverbrechen, aber Dirlewanger, welcher persönlich in die schrecklichsten Gräueltaten verwickelt war, wurde immer wieder von Vorgesetzten gedeckt. Himmler waren diese Vorfälle bekannt, trotzdem verlieh er Direlwanger im August 1943 das Eiserne Kreuz in Gold. Im Sommer 1944 führte Direlewanger seine 4.000 Schlächter, Vergewaltiger, Plünderer und Brandstifter zum Einsatz gegen den Warschauer Aufstand an. Innerhalb kürzester Zeit verübten sie dermaßen schreckliche Kriegsverbrechen, dass von Heeres- und auch den Waffen-SS-Befehlshabern erfolgreich ihre Abberufung durchgesetzt wurde. Trotz allem erhielt Direlwanger im Oktober 1944 nun auch noch das Ritterkreuz. Anschließend wurde die Einheit in der Slowakei, Ungarn und an der Oder-Front eingesetzt. Dort wurde Dirlewanger im Februar 1945 verwundet. Seine ‘Division’ wurde am 29. April 1945 südöstlich von Berlin von der Roten Armee eingeschlossen und massakriert. Dirlewanger selbst wurde im Juni 1945 unter mehr …

  • Lord Byron in Missolunghi

    Der griechische Revolutions-Unabhängigkeitskrieg von 1821. Der Ausbruch der griechischen Revolution und der nachfolgende Unabhängigkeitskrieg jährt sich nun zum zweihundertsten mal. Die griechische Revolution Die griechische Revolution von 1821 war keine spontane Reaktion wie die serbische Revolution von 1815 bis 1817, sondern eine gut geplante Aktion, welche von den seit 1814 entstandenen griechischen Geheimbünden, den sogenannten Hetairien unter Großfürst Kapadidtrias in Athen und Fürst Ypsilanti im russischen Odessa, im Voraus entworfen wurde. Der 24. Februar 1821 gilt allgemein als Geburtsstunde der griechischen Revolution, als Alexander Ypsilantis in Iasi in Bessarabien, beim heutigen Rumänien, seine Proklamation an die Griechen veröffentlichte. Jedoch scheiterte der Versuch, die Rumänen für die hellenistische Idee zu begeistern und auch die Russen wollten sich nicht einmischen, sodass die Revolutionsbewegung aus dem Norden nach der Niederlage von Dragaschan zusammenbrach. Als Beginn der siegreichen Revolution auf dem Peloponnes wird der Einzug der griechischen Rebellen in Kalamata am 23. März 1821, nach der kampflosen Kapitulation der Osmanen in der Stadt angesichts einer überlegenen Streitmacht unter Petrobey Mavromichalis, angesehen. Ein weiterer markanter Starttermin ist der 25. März 1821, als der Messinische Senat den Erlass der ‘Warnung’ folgen ließ und heute ein alljährlicher griechischer Feiertag ist, an dem die Revolution gefeiert wird. Planung der Revolution Es erscheint so, dass die Hetairien den Beginn der revolutionären Bewegungen im Jahr 1820 an drei Schauplätzen geplant hatten. Der erste beinhaltete Konstantinopel, wo auch die Elite des griechischen Volkes residierte, der zweite den Peloponnes mit den dort befindlichen wichtigen Würdenträgern, den Proestoi oder Gemeindevorstehern, die sich den Hetairien verpflichtet sahen und über Armatoloi (bewaffnete Wachen) und Kleftes (geheime Milizen, die als Nationalgarde fungierten) verfügten. Der dritte Schauplatz sollte eine Invasion von Russland aus nach Moldawien durch eine griechische Streitmacht sein. Das Unternehmen in Moldawien war schlecht vorbereitet und erfolgte zu einem ungünstigen Zeitpunkt und an einem ungünstigen Ort. Russland widersetzte sich den griechischen Plänen, da es sich an die Beschlüsse der Laubach-Konferenz gebunden sah, worin Revolutionen gegen rechtmäßige Herrschaftsansprüche nicht toleriert werden sollten. Somit war das ganze dort zum Scheitern verurteilt. Dieser Teil des Osmanischen Reiches war eine rumänische Provinz und so marschierten die griechischen Invasoren nicht gegen Türken, sondern gegen rumänische Dorfbewohner. Gleichzeitig weigerte sich der Aufständische Tudor Vladimirescu, Ypsilantis zu unterstützen, da er in erster Linie die Interessen der rumänischen Bojaren im Auge hatte. Nicht nur die mächtige Armee des Sultans in der Hauptstadt Konstantinopel, sondern auch Meinungsverschiedenheiten zwischen den verschiedenen Klassen der Griechen der Stadt verhinderten eine revolutionäre Bewegung in der Polis. Die Ausschreitungen gegen Griechen, die nach Beginn der Revolution in Konstantinopel folgten, erstickten jeden Gedanken an Aufständen dort schnell. Der Beginn der Revolution auf dem Peloponnes war wahrscheinlich erst für einen späteren Termin geplant, wurde aber vorverlegt, als die Osmanen von den Absichten der Griechen erfuhren. Andere Autoren behaupten dagegen, dass die Revolution dort früher begonnen hätte, wenn sie nicht durch die strenge Verwaltung von Ali Pascha von Ioannina verzögert worden wäre. Die Gründe für die griechische Revolution gehen eindeutig aus der ‘Warnung’ des ‘Messinischen Senats’ an die europäischen Großmächte vom 25. März 1821 hervor. Der sehr treffende Text gibt als Grund für die Revolution die Unterdrückung durch die Türken an und dass die Griechen grundsätzlich für ihre Menschenrechte und ihre Menschenwürde kämpften. Die Zunahme bei der Alphabetisierung, die Verbreitung der europäischen Bildung und der durch den Handel angehäufte Reichtum der Griechen waren die Mittel für den Ausbruch und den Erfolg der Revolution. Die Finanzen der Revolution wurden durch private Gelder aufgebracht, während zeitweise wohlhabende Griechen sogar militärische Einheiten organisierten und unterhielten. Der demografische Parameter war, wie sich in der antiken oder modernen Geschichte oft gezeigt hat, ein wesentlicher Faktor der Machtverhältnisse. Die Griechen im Osmanischen Reich waren die größte nicht-muslimische Minderheit und bildeten die Mehrheit auf dem Peloponnes. Diese kompakte griechische Bevölkerung auf dem Peloponnes und anderswo trug zum Erfolg des Aufstandes bei, zusammen mit ihrer Hingabe an die Idee der Freiheit, die ein bedeutender Teil der Griechen von ganzem Herzen angenommen hatte. Natürlich gab es auch Einwände von Griechen, die dem Aufstand misstrauten und Untätigkeit vorzogen. Und auch nicht alle Griechen waren für die Revolution. Es gab sogar Griechen, die Teil des ottomanischen Machtsystems waren. Der Metropolit Germanos von Patras, welcher im Gemälde rechts angeblich die griechische Fahne der Revolution gesegnet hat, soll stattdessen an diesem Tag gesagt haben: ‘Lassen wir die Kinder des Mohammed die Kinder des Robespierre fertigmachen !’ Und einer der für die osmanische Verwaltung tätiger griechischer Würdenträger meinte dazu: ‘Es ist besser, wenn die Türken ihre christlichen Untertanen unterjochen, als dass es eine freie Nation mit einem Volk gibt, das Rechte hat’. Demnach ist es eine nachträglich geförderte Legende, dass Germanos von Patras als erster die Standarte der Revolution von 1821 erhoben hat. Vielmehr hisste in Patras der Volksführer Panagiotis Karatzas die griechische Fahne und wurde später dafür von den Gemeindeleitern von Patras ermordet. Patras auf der Peloponnes konnten die Türken dann bis zu ihrem Abzug nach dem Friedensvertrag von 1829 halten. An der Revolution von 1821 beteiligten sich nicht nur orthodoxe Christen und gebürtige Griechen, sondern auch die sogenannten Philhellenen aus Westeuropa und in den Donau-Fürstentümern Walachen, Moldauer, Bulgaren, Albaner, Serben, Zigeuner, Ungarn, Polen und andere. Zu den Unentschlossenen gehörten einige Würdenträger von Morea im Peloponnes. Ihre Vorladung durch den Pascha nach Tripolitza (Tripolis, Peloponnes) und die Angst vor ihrer bevorstehenden Hinrichtung zerstreute jedoch ihre Bedenken, die sie möglicherweise hegten. Aber die Zurückhaltung war teilweise gerechtfertigt und war eigentlich nicht überraschend. Die Gefahr durch die Osmanen war real und stand unmittelbar bevor. Auf der anderen Seite war die Härte der Aggressivität der Aufständischen ebenfalls bedenklich. Denn das Abschlachten von Muslimen, besonders während der Befreiung von Tripolitza, war unter allen Umständen ebenso unerträglich, wie dies ebenfalls die Osmanen bei verschiedenen Gelegenheiten immer wieder taten. Ausbruch der Revolution Die Wahl des Zeitpunkts für den Ausbruch der Revolution war auch ungeeignet. Nachdem die Großmächte erst wenige Jahre zuvor auf dem Wiener Kongress von 1815 die europäische Ordnung durch die Restauration nach der Niederwerfung Napoleons geregelt hatten, wurde von ihnen jede Veränderung – insbesondere revolutionärer Art nach dem mehr …

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