Kriegstagebuch 19. Oktober 1917


Gondel von L54,
Das ist die Gondel von L54, welches an dem berühmten Angriff an diesem Tag teilnahm, welcher von Höhenwinden zerschlagen wurde.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 19. Oktober 1917:

Luftkrieg


Großbritannien – Der ‘Stille Angriff’: 13 deutsche Marine-Zeppeline (5 verloren) fliegen einen katastrophalen Höheneinsatz gegen die nördlichen englischen Industriezentren in der Nacht vom 19./20. Oktober. 78 britische Abfangeinsätze kosteten diese 4 zerstörte Flugzeuge. L45 kann durch Zufall London bombardieren (dort 83 von 91 Opfern insgesamt), 300 kg Bomben treffen den Piccadilly Circus. Der Rest wird zerstreut von unvorhersehbaren nördlichen Stürmen mit 100 km/h Windgeschwindigkeit. Dabei werden 4 Luftschiffe nach Frankreich hinüber geblasen: L50 wird über dem Mittelmeer vermisst, L44 wird aus einer Höhe von 5.800 Metern durch französisches Luftabwehrfeuer abgeschossen, L45 macht eine Bruchlandung westlich von Sisteron in der Provence und wird von seiner Besatzung abgebrannt, L49 fällt in Bourbonne-Ies-Bains bei Langres in französische Hände.

Afrika

Ostafrika: Deventer bricht einen weiteren Angriff ab, ersetzt Beves mit Cunliffe als Oberbefehlshaber der Linforce. Lettow-Vorbeck gewinnt so Aufschub.

Politik

USA: Embargo für den Handel mit den nordeuropäischen Neutralen.

Neutrale

Spanien: Britische Filme dürfen nicht mehr öffentlich gezeigt werden.

close
Hallo 👋
Schön, dass Du Dich für diese Inhalte interessierst !
Trag dich ein, um jeden Sonntag morgen die Top-Beiträge von Weltkrieg2.de in deinen Posteingang zu bekommen (es wird garantiert nicht mehr oder Werbung verschickt!).

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Zum teilen:

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Leutnant, Unteroffizier norwegische Armee 1940

    Stärke, Organisation und Uniformen der Armee, Luftwaffe und Marine von Norwegen im April 1940 beim Unternehmen Weserübung. Norwegische Armee Nach mehr als einhundert Jahren des Friedens verfügte Norwegen 1939 über kein stehendes Heer und die Regierung war der Auffassung, dass eine wirksame Verteidigung des Landes gegen eine Großmacht sowieso unmöglich war. Der russische Angriff auf Finnland im November 1939 war jedoch ein schwerer Schock und während des Winters wurde eine beträchtliche norwegische Streitmacht im Norden des Landes zusammengezogen. Nachdem Russland jedoch einen Waffenstillstand mit Finnland im März 1940 vereinbart hatte, wurde diese Streitmacht wieder aufgelöst. Bei der deutschen Invasion am 9. April war die norwegische Armee daher nur teilweise mobilisiert und befand sich in Mitten der Ausbildung neuer Rekruten. Die Deutschen hatten gehofft, durch Unterstützung des norwegischen Verteidigungsministers Quisling, Norwegen beim Unternehmen Weserübung ebenso wie Dänemark weitgehend friedlich zu besetzten. Aber König Haakon VII. war von Natur aus ein starrköpfiger Mensch und zusammen mit der Regierung entschlossen, Widerstand bis zum Letzten zu leisten. So sinkt noch am selben Tag der deutsche Schwere Kreuzer Blücher unter dem Feuer norwegischer Küstenbatterien im Oslofjord. Trotzdem gelingt es den deutschen Truppen in Kristiansand, Stavanger, Bergen, Trondheim und Narvik anzulanden und die Städte unter Kontrolle zu bringen. Doch trotz dieser Nachteile lieferte Norwegen einen hartnäckigen Kampf und es dauerte zwei Monate, bevor das Land völlig besetzt war und die eingreifenden englischen, französischen und polnischen Truppen vertrieben waren. Bis Anfang Mai 1940 hatten die deutschen Truppen ganz Süd- und Mittelnorwegen unter Kontrolle gebracht. Die norwegische Regierung kapitulierte schließlich am 9. Juni 1940. Noch bis zum 10. Juni hielten sich Teile der norwegischen Armee, nachdem die Alliierten die Stadt Narvik schon Ende Mai aufgegeben hatten und der König mit der Regierung nach Großbritannien geflohen war. Trotz der erbitterten Kämpfe waren die Opfer verhältnismäßig gering, die Norweger verloren 1.335 Tote und Verwundete. Kleineren Kontingenten von Norwegern gelang die Flucht nach England, während andere die Grenze nach Schweden überschritten. König Haakon VII. war der Oberbefehlshaber einer weitgehend territorial strukturierten Armee, welche nach voller Mobilisation etwa 100.000 Mann stark war. Eine kleine Gruppe von professionellen Offizieren und Unteroffizieren waren für die Organisation der Armee und für die Ausbildung von Rekruten verantwortlich. Das Land war in sechs Militärbezirke eingeteilt, mit Hauptquartieren in Halden, Oslo, Kristiansand, Bergen, Trondheim und Harstadt. Jeder Bezirk sollte im Ernstfall ursprünglich eine Brigade ins Feld schicken, welche später zu einer Division sowie Garnisons- und Reservetruppen ausgebaut werden sollte. Eine Infanterie-Division bestand aus dem Stab, zwei oder drei Infanterie-Regimentern und entweder ein Feldartillerie-Regiment oder ein Gebirgsartillerie-Bataillon. Die 2. Infanterie-Division in Oslo beinhaltete die Königliche Garde und ein Kavallerie-Regiment. Die 5. und 6. Infanterie-Division hatten darüber hinaus ein Pionier- und ein Flugabwehr-Bataillon. Ein Infanterie-Regiment hatte eine Sollstärke von 3.750 Mann und war mit dem Krag-Joergensen M1894 Gewehr bewaffnet. Einige Regimenter hatten ein Fahrrad-Bataillon als Aufklärungseinheit, welches im Winter als Ski-Bataillon eingesetzt wurde. Die Unterstützungswaffen bestanden aus 96 leichten Maschinengewehren vom Typ 6,5-mm Madsen, 36 schweren Maschinengewehren Colt-Browning M29 und 8 schweren Granatwerfern. Die Feldartillerie-Regimenter bestanden aus drei Bataillonen mit drei Batterien zu je vier Geschützen. Das erste und zweite Bataillon waren mit den 120 mm Kongsberg-Feldhaubitzen ausgerüstet, während das dritte Bataillon als Reserve diente und über drei Batterien mit 75mm M1901-Ehrhardt Feldkanonen verfügte. Alle Artilleriegeschütze wurden durch Pferdegespanne gezogen. Das Flugabwehr-Regiment war motorisiert und mit schweren 20-mm-Madsen-Maschinengewehren und 75 mm M1932-Kongsberg-Flak-Gechützen ausgerüstet. Stärke und Ausrüstung der norwegischen Divisionen: Uniformen der norwegischen Armee Die grau-grüne Uniform der norwegischen Armee war ursprünglich 1912 eingeführt worden. Die Uniform war höchst standardisiert und die gleiche für alle Ränge. Die grundsätzliche Uniform für Offiziere und andere Ränge ist in der Abbildung dargestellt, aber zudem gab es noch eine Seitenkappe mit Paspeln und zwei Arten von Stahlhelmen. Der erste Helm war der britische Mark I, welcher aber im Prozess der Ablösung durch den schwedischen Zivilschutz-Helm war, der bei den Norwegern M1931 genannt wurde. Im Jahr 1935 wurde ein ovales, gestanztes Abzeichen mit dem norwegischen Löwe eingeführt, welches an der Vorderseite des Helmes getragen wurde. Über der Feldbluse, die es in drei Arten gab, wurde oft eine zweireihige, wasserabweisende grau-grüne Baumwoll-Kanevas-Jacke ohne Abzeichen getragen. Bei Kälte trugen norwegische Offiziere und Mannschaften auch Schaffellmäntel oder andere Bekleidungsstücke ziviler Winterkleidung. Rangabzeichen: Rangabzeichen-Spitzen erschienen auf der Kappe, Kragen der Feldbluse und auf Schulterstücken auf den Mänteln, während Unteroffiziere Rangabzeichen an den Ärmel-Manschetten hatten. Die Waffengattung wurde durch die Farbe und Form der Uniform-Knöpfe angezeigt. Norwegische Luftwaffe Schon um die Mittagszeit des 9. April 1940 hatten die deutschen Streitkräfte fast alle Flugplätze und Wasserflugzeug-Stützpunkte südlich von Narvik besetzt und die meisten der halbwegs modernen norwegischen Jagdflugzeuge (Gloster Gladiator Doppeldecker) waren bei der Verteidigung von Oslo zerstört worden. Danach konnte die norwegische Luftwaffe kaum noch in die Kämpfe eingreifen. Die Luftwaffe war in drei Ketten (jeweils eine aus Jägern, Bombern und Aufklärern) mit zusammen 76 Flugzeugen und 940 Mann organisiert und sollte die Bodenstreitkräfte unterstützen. Uniformen der norwegischen Luftwaffe Das Personal der norwegischen Luftwaffe trug Armee-Uniformen mit einer hellgrünen Farbe für die Waffengattung als Kordel an der Mütze, Seitenkappe, Uniform-Bluse, Mänteln und Hosen. Ein silberner Knopf zeigte einen horizontalen Propeller mit einer Krone. Rangabzeichen: Rangabzeichen-Spitzen erschienen an der Mütze, Kragen der Bluse und als Schulterstreifen auf Mänteln. Unteroffiziere trugen ihre Rangabzeichen an den Ärmel-Manschetten. Es gab auch markante Muster von Mützenabzeichen für Unteroffiziere, Offiziere und Generale. Es gab keine speziellen Abzeichen für die Waffengattung oder Funktion, aber Piloten und Beobachter trugen ein Silber-besticktes Flügel-Abzeichen auf ihrer rechten Brust. Norwegische Marine Am 8. April 1940, dem Tag vor der deutschen Invasion, hatte die norwegische Marine und Marineluftwaffe eine Stärke von 5.200 Mannschaften und Offizieren. Trotz der Tatsache, dass der Großteil der Schiffe der norwegischen Marine veraltet waren, hinterließen sie einen guten Eindruck in den Kämpfen gegen Deutschland. So mussten schließlich die meisten ihrer Schiffe kampfunfähig geschossen oder versenkt werden. Die norwegische Marine verfügte zu Beginn über 113 Schiffe: 2 kleine Küstenpanzerschiffe, 10 Minenleger, 7 Zerstörer, 3 große Torpedoboote der Trygg-Klasse, 14 Torpedoboote, 9 U-Boote, 8 Minensucher, 9 Patrouillenboote, 49 Hilfs-Patrouillenboote (umgebaute andere Schiffe). Nur 13 dieser Schiffe erreichten britische Häfen nach der norwegischen mehr …

  • Einmarsch deutscher Soldaten in die entmilitarisierte Zone des Rheinlandes

    Die Organisation der Wehrmacht, des Generalstabes, des Dritten Reich und der NSDAP sowie Kräftebilanz des Großdeutschen Reich im Zweiten Weltkrieg. hier zu Teil I über die Wehrmacht Organisation der Wehrmacht Im März 1939 wurde die operative Führung der deutschen Streitkräfte unter dem Dach des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW) vereinigt, deren Chef Generaloberst Keitel war. Die Leitung des Heeres unterlag dem Oberkommando des Heeres (OKH), welches ebenfalls über einen Generalstab verfügte. Während der Krise in der Schlacht um Moskau im Dezember 1941 übernahm Hitler auch persönlich dieses Oberkommando von dessen bisherigen Oberbefehlshaber von Brauchitsch und griff zunehmend in den Tagesablauf des Krieges – bis teilweise in die kleinsten Details – ein. Spitzengliederung der wichtigsten Bereiche der Wehrmacht und im Dritten Reich Spitzengliederung: Der Generalstab im Dritten Reich Die Beziehungen zwischen dem deutschen Generalstab zur Zeit des Dritten Reich von 1933 bis 1945 und Hitler sind äußerst komplex und widersprüchlich. Nach einigen Meinungen verdankte Hitler seinen Aufstieg und die Machtergreifung im Wesentlichen den deutschen Generalen und dem Generalstab, welche zynisch unter Schleicher hofften, ihn kontrollieren und auszunutzen zu können. Auf der anderen Seite entstand der einzige, ernsthafte Widerstand gegen das Nazi-Regime aus Kreisen der deutschen Streitkräfte, dessen Höhepunkt das Stauffenberg-Attentat mit dem nachfolgenden Putschversuch am 20. Juli 1944 war. Im deutschen Heer gab es die bedeutendste Opposition gegen Hitler und seine Pläne als in jedem anderen Teil der Gesellschaft. Der Generalstab war in erster Linie mit Hitler nur in der Frage der Aufhebung der Beschränkungen des Versailler Vertrages und der Wiederbewaffnung vereint, stand aber in fast allen Fragen der Militärpolitik und Strategie in ständiger Opposition zu ihm seit 1933. Auf der anderen Seite haben in kritischen Momenten Generale wie Blomberg, Reichenau und Jodl die entscheidende Unterstützung für Hitler gegeben. Und der Generalstabsoffizier Kurt von Schleicher eröffnete, wenn auch unbeabsichtigt, Hitler erst den Weg zur Machtergreifung. Nachdem Hitler von Hindenburg am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt worden war, setzte er Generalleutnant Werner von Blomberg zum Reichswehrminister ein. Blomberg wurde gleichzeitig zum General der Infanterie befördert und der ebenfalls den Nationalsozialisten zugetane Generalstabsoffizier Walther von Reichenau wurde zum Chef des Ministeramtes ernannt. Es folgte der Reichstagsbrand, die Ausschaltung der Kommunistischen Partei und das Ermächtigungsgesetz, welches die Grundlage der zwölfjährigen Nazi-Herrschaft über Deutschland legte und Hitler den Titel ‘Führer’ einbrachte. Anschließend wandte er sich der Reichswehr zu, um sich ihrer Treue und Unterstützung zu versichern. Dies war sehr erfolgreich, da die Mehrheit der Offiziere Hitlers öffentlich publizierte Ziele unterstützten, die Beschränkungen des Versailler Vertrages aufzuheben, obwohl sie weiterhin die Nazi-SA-Schlägertruppe und den ‘Gefreiten aus dem Weltkrieg’ verachteten. Dafür wurde er allerdings gerade von der Mehrzahl der jüngeren Offiziere im Leutnants- oder Hauptmanns-Rang umso mehr bewundert. Hitler genehmigte einen Plan zur heimlichen Erweiterung der Reichswehr auf bis zu 21 Divisionen innerhalb von drei Jahren und als die ehemaligen Alliierten des Ersten Weltkriegs Deutschlands Forderung auf militärische Gleichberechtigung zurückwiesen, trat Deutschland am 14. Oktober 1933 aus dem Völkerbund aus. Etwa zur gleichen Zeit wurden mit der Zustimmung von Hitler durch Blomberg zwei wichtige Personalentscheidungen gefällt. So wurden zum einen am 1. Oktober 1933 Generalleutnant Ludwig Beck zum neuen Chef des Truppenamtes ernannt. Das Truppenamt erfüllte bei der Reichswehr die Funktion der von den Alliierten nach dem Ersten Weltkrieg erzwungen Auflösung des großen Generalstabs. Kurze Zeit später wurde zum Zweiten der noch ziemlich junge Oberst Friedrich Fritz Fromm im Alter von 45 Jahren zum Chef des neuen ‘Allgemeinen Heeresamt’ ernannt. Beck und Fromm wurden zu denjenigen, welche die Entstehung der neuen Wehrmacht in den nächsten Jahren leiteten Am 1. Februar 1934 wurde Generalleutnant Werner Freiherr von Fritsch neuer Chef der Heeresleitung, welcher ein brillanter und geistig gebildeter Generalstabsoffizier war. Allerdings hatte er keinen starken Charakter, was zu entschlossener Führung in Krisen notwendig gewesen wäre. Er unterstütze Hitlers Ziele der Wiederbewaffnung und dachte, die Generale hätten die Macht, Hitlers Herrschaft im Notfall ein Ende setzen zu können. Auch war er hauptsächlich damit beschäftigt, zu verhindern, dass Röhm die Pläne verwirklichen konnte, Reichswehr und SA zu einer neuen, gemeinsamen Streitmacht zu vereinigen. Selbst den Nazis zugeneigte Spitzengenerale wie Blomberg und Reichenau konnten sich nicht vorstellen, in einer gemeinsamen Streitmacht mit den SA-Schlägertrupps und homosexuellen Genossen von Röhm zusammenzuarbeiten. Hitler kannte dies ausgeprägte Gegnerschaft der Reichswehr zur SA und wollte es sich nicht mit den Generalen verderben und so beschloss er die SA zu opfern. Es ist nicht bekannt, inwieweit die führenden deutschen Generale davon Kenntnis hatten, was geschehen würde. Sicher ist aber, dass Fritsch etwas ahnte, da er bereits am 25. Juni 1934 das Heer in Alarmzustand versetzte. Am 30. Juni begann das zweitägige Morden, dem neben Röhm auch der General von Schleicher und dessen Frau zum Opfer fielen. Die genaue Anzahl der Ermordeten ist nur schwer festzustellen, aber im Prozess von 1957 gegen die SS-Mörder wurde von mehr als eintausend Opfern ausgegangen. Während der ganzen zwei Tage der amtlichen Vogelfreiheit blieben die alarmierten Truppen in den Kasernen und Reichswehrminister von Blomberg gratulierte dem Führer am 2. Juli in einem Tagesbefehl zu der Aktion. Nur der alte, kaiserliche Feldmarschall von Mackensen und der ehemalige Chef der Heeresleitung, General Hammerstein-Equord, protestierten offen, dass das Heer öffentlichen Massenmord duldete. Am 2. August 1934 starb der schon kranke Reichspräsident von Hindenburg und am nächsten Tag ließ Blomberg alle Offiziere der Wehrmacht einen Treueid persönlich auf Hitler schwören und nicht wie üblich, auf das Amt des Reichspräsidenten oder auf das Deutsche Reich. Nun war die beginnende Wiederbewaffnung Deutschlands zum Fakt geworden und die Alliierten beließen es bei Protesten. Am 16. März 1935 kündigte Hitler die militärischen Beschränkungen des Versailler Vertrages auf und das Truppenamt wurde wieder zum deutschen Generalstab, mit Beck als Chef. Das neue Heer sollte laut Hitler 550.000 Soldaten in 36 Divisionen umfassen. Dagegen hatte Beck jedoch bedenken und nahm an, dass dieses Ziel erst Anfang der 1940er Jahre erreicht werden könnte, da es nicht genügend ausgebildete Offiziere für ein so großes Heer aus Wehrpflichtigen geben würde und die Männer dann nur Kanonenfutter wären. Hitler schob diese Bedenken erstmals mit später immer öfter auftretenden Bemerkungen beiseite, dass es genügend Männer mehr …

  • 3D-Modell der Boeing B-17G Fliegenden Festung ohne Tarnanstrich.

    Legendärer strategischer Höhenbomber Boeing B-17 Fliegende Festung. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3D-Modell. Boeing B-17 Fliegende Festung Typ: Strategischer Höhenbomber. Geschichte Die B-17 Fliegende Festung war schon zu ihrer Zeit legendär. Dieses Flugzeug von Boeing repräsentierte mehr als jedes andere die Macht der amerikanischen Luftfahrt und dass schon in den Jahren, als Europa von den Achsen-Streitkräften überrannt wurde. Insgesamt wurden 12.731 Fliegende Festungen während des Zweiten Weltkrieges produziert. Während des Krieges schrieben sie Luftfahrtgeschichte, als sie am 17. August 1942 mit Tagesangriffen auf Ziele in Westeuropa begannen. Am 27. Januar 1943 begannen dann die Tagesangriffe auf Deutschland selbst, während in der Nacht die Lancaster, Halifax und Stirling-Bomber der RAF erschienen. Zu den Zielen der B-17-Bomber gehörte Wilhelmshaven, Schweinfurt, Wiener Neustadt, Regensburg und Berlin. Über diesen Städten war der Himmel ausgefüllt mit mehreren hundert Bomber im Formationsflug, zusammen mit den brennenden Wracks, von abstürzenden Fliegenden Festungen. Abertausende von Menschen kamen ums Leben und Städte wurden dem Erdboden gleichgemacht. Das Projekt 299, was die interne Bezeichnung bei der Firma Boeing für die B-17 war, begann am 16. August 1934. Dies war acht Tage nachdem die Firma eine offizielle Regierungsanforderung für einen Prototyp eines mehrmotorigen Bombers erhalten hatte, welcher bis zum August des nachfolgenden Jahres fertig sein sollte. Dessen hauptsächliche Aufgabe sollte die Bekämpfung feindlicher Schiffe sein. Die Spezifikation verlangte ein Flugzeug, welches eine Zuladung von 907 kg über eine Entfernung zwischen 1.650 und 3.500 km bei einer Geschwindigkeit zwischen 320 und 400 km/h tragen konnte. Es wurde dabei an ein ähnliches Flugzeug wie den B-18 Bolo-Bomber gedacht. Die Boeing-Ingenieure hatten einen Vorteil durch ihre vorhergehenden Experimente beim Bau des zivilen Transportflugzeuges Modell 247 und der Entwicklung des Modell-294-Bombers. Deshalb gingen sie das hohe finanzielle Risiko für das Unternehmen ein und wählten für das Flugzeug vier 750 PS Pratt & Whitney Hornet Motoren aus. Damit konnte das Flugzeug mit der vorgegebenen Bombenlast schneller und höher fliegen. Die Besatzung bestand aus acht Mann und die Bombenzuladung aus bis zu acht 227-kg-Bomben, also insgesamt sogar 2.176 kg. Der Prototyp stieg erstmals am 28. Juli 1935 in die Lüfte. Knapp einen Monat später, bei einem Überführungsflug, zeigte das neue Flugzeug, was es konnte. Der Prototyp der B-17 flog dabei über eine Entfernung von mehr als 3.400 Kilometern Nonstop innerhalb von neun Stunden. Dieser Flug der Flying Fortress (Fliegende Festung) bei einer Marschgeschwindigkeit von 374 km/h nach Wright Field war der Beginn einer neuen Epoche in der Luftfahrtgeschichte. Jedoch wurde das Flugzeug am 30. Oktober bei einem Unfall während des Starts zerstört. Dreizehn Vorserien-Flugzeuge wurden für Versuche gebaut. Das erste dieser YB-17 flog erstmals am 2. Dezember 1936 und die anderen wurden zwischen dem 1. März und 5. August 1937 zur Erprobung an die 2. Bomber-Gruppe ausgeliefert. Diese Flugzeuge erhielten Wright Cyclone Motoren. Eine weitere Flugzeugzelle, welche ursprünglich für statische Prüfungen vorgesehen war, wurde mit vier mit Kompressoren ausgestatteten Wright-Motoren ausgerüstet und als YB-17A bezeichnet. Die Leistung dieser Maschine war so vielversprechend, dass die Kompressoren zum Standard bei den späteren Serienmodellen wurden. Die statischen Prüfungen waren abgesagt worden, da eine YB-17 ohne den geringsten Schaden durch einen schweren Sturm geflogen war. So wurden alle YB-17 mit Abgasturbolader nachgerüstet, um bessere Flugeigenschaften in großer Höhe zu erzielen. Der erste Auftrag zur Serienproduktion ging 1938 ein, als 39 B-17B bestellt wurden. Diese Serienflugzeuge hatten einen neuen Bug, größere Seitenruder und größere Landeklappen. Trotzdem blieb die Flächenbelastung mäßig und das herausragende Merkmal aller B-17 war die ruhige Fluglage. Eine zweite Bestellung im Jahr 1939 umfasste 38 B-17C mit stärkerer Bewaffnung durch Maschinengewehren in den Seiten, Panzerschutz für die Positionen der Besatzungsmitglieder, selbstdichtende Treibstofftanks und eine untere Wanne. Um Kampferfahrungen mit dem Flugzeug zu sammeln, wurden 20 Flugzeuge dieses Modells an die britische Royal Air Force abgegeben. Die 90. Squadron des Bomber-Kommandos verwendete sie bei nur einem Tagesangriff aus größer Höhe, wobei die Norden-Zielgeräte fehleranfällig waren, die Browning-Maschinengewehre in der großen Höhe einfroren und die deutschen Jagdflugzeuge beim Angriff von hinten nicht beschossen werden konnten. So wurden diese von den Briten als Flying Fortress I bezeichneten Bomber anschließend nur beim Küsten-Kommando und im Nahen Osten verwendet. Im Jahr 1940 wurden weitere 42 B-17D bestellt, welche dem vorhergehenden Modell ähnlich, aber verbessert waren. Diese beiden letzten Versionen der Fliegenden Festung waren auch die ersten, welche Kampfeinsätze sahen. Die B-17 wurden von den Briten ab Mai 1941 ohne großen Erfolg eingesetzt und nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor durch die Amerikaner. Allerdings wurden die meisten B-17 auf Hawaii bei dem japanischen Überfall im Dezember 1941 vollständig zerstört. Die überlebenden Bomber flogen aber die erste amerikanische Luftoffensive des Zweiten Weltkrieges, als sie am 10. Dezember 1941 die japanische Schifffahrt angriffen. Die Version von 1941 war die B-17E, welche aufgrund der britischen Kampferfahrung umfangreich modifiziert wurde. Der gesamte hintere Abschnitt wurde radikal verändert, um eine größere Stabilität zu erreichen, insbesondere in großen Flughöhen. Dazu wurde Platz gemacht für eine Defensivbewaffnung im Heck. Die Bewaffnung wurde verstärkt durch das Hinzufügen von zwei mechanisch angetriebenen Maschinengewehr-Türmen, einer davon auf dem oberen Rumpf und einer unter dem Bauch. Beide Türme hatten Zwillings-12,7-mm-Maschinengewehre, und ein weiteres Maschinengewehr wurde an jeder Seite des Rumpfes installiert. Zwei manuell bediente leichte 7,62-mm-Maschinengewehre wurden an jeder Seite der transparenten Nase eingebaut. Das Flugzeug hatte auch größere Seitenruder, um auch aus großer Flughöhe die Bomben ausreichend genau abzuwerfen, sowie verbesserten Panzerschutz und Ausrüstung. Insgesamt wurden 512 B-17E gebaut. Sie erschienen Anfang 1942 zuerst über dem Pazifik und im Juli des gleichen Jahres über Europa mit den Verbänden der 8. US-Air-Force, welche in Großbritannien stationiert waren. Am 17. August 1942 unternahmen diese Flugzeuge den ersten Angriff auf ein europäisches Ziel und bombardierten Rouen in Frankreich bei Tageslicht. Dieses Modell wurde auch erstmals neben Boeing auch bei Lockheed-Vega und Douglas-Tulsa gebaut. Das nächste Modell war die B-17F, welche 1942 erschien. Dieser Bomber, von dem 3.405 gebaut wurden, hatte eine noch schwerere Bewaffnung und einige weitere Veränderungen. Dazu gehörten ein langer Plexiglasbug, paddelförmige Propeller und Vorrichtungen für Unterflügellasten. Die Firmen Lockheed und Douglas halfen bei der Herstellung dieses Modells und bauten 500 bzw. 605 mehr …

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll to Top