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Kämpfers von Verdun

Kriegstagebuch 1916


Die Situation an den Fronten im Jahr 1916.

Nivelle
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britisches Kanonenboot auf dem Tigris
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Krieg im Kino
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Deutsche Kriegsgefangene Verdun
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Befehlshaber der deutschen Fünften Armee vor Verdun, Kronprinz Wilhelm
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Verdun
Deutscher Infanterieangriff bei Verdun.
Das Überrennen Serbiens durch die Streitkräfte der Mittelmächte (einschließlich der Bulgaren), die Evakuierung von Gallipoli durch die Alliierten und die Belagerung der britischen Streitkräfte in Kut in Mesopotamien trübten die gehätschelten Träume der ‚Ost-Fraktion‘ innerhalb der alliierten verantwortlichen Kreise. Wieder einmal gewannen alliierte Pläne für eine ‚entscheidende Offensive‘ an der Westfront oberste Priorität. Eine massives, kombiniertes anglofranzösisches Unternehmen wurde für das Frühjahr 1916 geplant, aber der deutsche Generalstabschef Falkenhayn schlug am bisher ruhigen Frontabschnitt von Verdun zuerst zu.

Die längste Schlacht des 1. Weltkrieg begann am 21. Februar 1916 und dauerte bis zum Dezember. Die deutsche Artillerievorbereitung war die heftigste, welche die Welt bisher gesehen hatte. Die blutigsten Kämpfe fanden um den Besitz der Forts Douaumont (Februar) und Vaux (Juni), bei Hügel 30 und auf einem Hügel namens Le Mort Homme (‚Fluch der Hügel‘) statt. Douaumont wurde dem Erdboden gleichgemacht und der Erdboden herum wurde zu feinem Staub zermahlen.
Die Verteidiger wurden von General (später Marschall) Philippe Petain unter der Parolen ‚Ils ne pas passeront !‘ (‚Sie werden nicht durchkommen !) angeführt. Und sie sollten nicht durchkommen !
Ein Rund-um-die-Uhr und an jedem Tag der Woche laufender Nachschubverkehr mit Lastkraftwagen hielt die französische Garnison ständig versorgt. Das Hinziehen der Kämpfe und deren zunehmende Heftigkeit hatte bald keinen Bezug mehr zum ursprünglichen deutschen Operationsplan, dar nach Falkenhayn das ‚Ausbluten des französischen Heeres‘ zum Ziel hatte. 66 französische und 42 deutsche Divisionen wurden letztlich durch die ‚Blutmühle‘ von Verdun getrieben.
Wenn man die französischen Gegenangriffe von August und September 1971 mitrechnet, beliefen sich die Opfer von Verdun auf rund eine Million Soldaten (550.000 Franzosen, 450.000 Deutsche).

Die Alliierten antworteten auf den deutschen Ansturm auf Verdun im Tal der Somme im Juli bis November 1916. Aber Haigs einfallslose Frontalangriffe und die beklagenswerte Leistung der britischen Artillerie (trotz ausreichende Versorgung mit Granaten) brachten kein entscheidendes Ergebnis für den Preis von 420.000 britischen und 195.000 französischen Verlusten während der Schlacht an der Somme. Das Debüt der Tanks auf dem Schlachtfeld am 15. September 1916 war zahlenmäßig zu schwach, um größeren Einfluss zu haben. Meinungsverschiedenheiten über das Patt an der Westfront und der Zusammenbruch Rumäniens im Herbst bedeuteten das Ende der britischen Regierung von Asquith. David Lloyd George wurde von König George V. im Dezember 1916 zum Premierminister ernannt.

General Alexei Brussilow
Der russische General Alexei Brussilow. Er behauptete später, dass, wenn seine traumhaft gestartete und erfolgreiche Offensive richtig genutzt worden wäre, Russland den Krieg für die Alliierten gewonnen hätte. Selbst wenn er nicht den Krieg gewonnen hat, hat er aber wahrscheinlich verhindert, dass die Alliierten ihn verloren haben.
An der Ostfront begannen die jetzt besser ausgerüstet und ausgebildeten russischen Truppen unter Brussilow im Juni mit der überraschenden Brussilow-Offensive, die im Juni spektakuläre Gewinne zwischen den Pripjetsümpfen und Karpaten machten.

Zwischen dem 4. Juni und 15. August 1916 verloren die österreich-ungarischen und deutschen Armeen 700.000 Mann (einschließlich 360.000 Kriegsgefangenen) und die russischen Verluste lagen bei 550.000 Mann. Der Verzweiflung nahe, waren die Mittelmächte gezwungen, nicht weniger als 44 Divisionen von anderen Fronten abzuziehen, um Brussilows tödlicher Bedrohung zu begegnen.
Aber Rumäniens Kriegseintritt aufseiten der Alliierten Ende August, und die Katastrophe welche dessen überforderte Truppen bald ereilte, brachte die ursprüngliche Brussilow-Offensive zum Erliegen. Die radikale Änderung von Brussilows Auftrag, von der Vernichtung der österreich-ungarischen Armeen an der Ostfront, hin zur Verhinderung des kompletten rumänischen Zusammenbruchs, band bald ein Viertel der russischen Armee.
Es wurde zu einem schmachvollen Ende für ein Unternehmen, das ausgesprochen gut begonnen hatte. Bis zum Ende der Offensive hatten Brussilows Armeen 1.412.000 Mann verloren. Brusilows Offensive war der letzte schwungvolle Schlag des alten, untergehenden zaristischen Russlands.

Die britischen Streitkräfte bei Kut in Mesopotamien wurden belagert und musste gegenüber den Türken im April 1916 kapitulieren, die größte britische Kapitulation seit Kabul im Jahr 1842. Aber das blieb der einzige Erfolg der Osmanen.
Spät im zuvor zu Ende gegangenen Winter, im Februar 1916, hatten die Russen unter Judenitsch die stark befestigte Stadt Erzurum in Türkisch-Armenien erobert. Eine zweiter türkischer Angriff auf den Suezkanal scheiterte ebenso im August, während der arabischen Sherif von Mekka seinen Aufstand ausruft und durch eine britische Mission unterstützt wurde, welcher auch der außergewöhnlich begabte Hauptmann T.E. Lawrence angehörte. Lawrence half bei der Organisation der arabischen Armee und während der Jahre 1916-1918 gab er unschätzbare Hilfe für die britischen Streitkräfte in Palästina durch die Bildung und die Sicherung ihrer rechten Flanke mit arabischen Aufständischen.

In Ostafrika überrannte eine lang anhaltende britische und belgische Offensive unter Smuts den Großteil von Deutschlands letzter Kolonie, aber zu einem hohen Preis an Menschenleben und Kranken aus dem Dschungelkrieg gegen die niemals entscheidend geschlagenen deutschen Verteidiger unter dem beweglichen Lettow-Vorbeck.

Schlachtkreuzer Seydlitz am Skagerak
Der deutsche Schlachtkreuzer Seydlitz steht in Brand während der Schlacht am Skagerrak. Obwohl stark von einem Torpedo und Granaten beschädigt, ist das Schiff nicht außer Gefecht gesetzt.
Deutschland hatte den uneingeschränkten U-Bootkrieg im Februar 1915 begonnen, aber wiederholte amerikanische Proteste seit dem Untergang des Passagierschiffs Lusitania und ähnlicher Vorfälle zwangen Berlin im April 1916 dazu, die Operationen auszusetzen.

Dafür begann der neue Befehlshaber der deutschen Hochseeflotte, Admiral Scheer, den Beschuss englischer Küstenstädte im April 1916 wieder aufzunehmen, welche schon von seinem Vorgänger durchgeführt worden waren. Dabei provozierte er den ersten und einzigen Zusammenstoß der Schlachtflotten während des Krieges in der Seeschlacht am Skagerrak. Zwar waren die britischen Verluste schwer, aber die deutsche Hochseeflotte wagte es danach niemals mehr ernsthaft, in die Nordsee auszubrechen. In dem Versuch, die Briten doch noch in die Knie zu zwingen, wurde der uneingeschränkte U-Bootkrieg dann wieder im Februar 1917 aufgenommen.

Der ehrwürdige österreich-ungarische Kaiser Franz Joseph II. starb am 21. November 1916 im Alter von 86 Jahren. Sein Nachfolger wurde sein Großneffe Erzherzog Karl. Obwohl bei ihm kein anderes Interesse oder Eignung für irgendetwas außer dem Soldatentum und die Hingabe an seine glamourösen Frau Zita und seinem kleinen Sohn angenommen wurde, war Karl bald sehr ernsthaft darin bestrebt, sein gefährlich bedrohtes Erbe zu retten und Frieden zu schließen. Er erneuerte seiner Bemühungen im folgenden Frühjahr, indem er seinen Schwager, Prinz Sixtus von Bourbon-Parma, als Vermittler zwischen der österreich-ungarischen und französischen Regierungen einband.
Doch weder diese Initiative noch eine ‚Friedensnote‘ von Papst Benedikt XV. im August 1917 trugen Früchte. Andere, noch weniger erfolgreiche ‚Friedensstifter‘ waren der britische Peer, Lord Lansdowne, der deutsche Baron von der Lancken und der Millionär und amerikanische Industrielle Henry Ford.

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