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Deutsche Infanterie marschiert zur Frühjahrsoffensive 1918

Kriegstagebuch 1918


Die Situation an den Fronten im Jahr 1918.

Deutsche Truppen landen auf den Aaland-Inseln
strong>Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 2. März 1918: Seekrieg Ostsee: Deutsche Landungen auf den Aaland-Inseln durch 900 Jäger, welche
Friede von Brest-Litowsk
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 3. März 1918: Ostfront RUSSISCH-DEUTSCHER FRIEDEN VON BREST-LITOWSK: Russland verzichtet auf die baltische Staaten,
US-Flieger Edward Rickenbacker,
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 4. März 1918: Luftkrieg Westfront: Die 94. US-Aero-Pursuit-Squadron (Jagdflugzeuge) trifft ein und fliegt die
Friede von Bukarest
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 5. März 1918: Ostfront VORLÄUFIGER FRIEDENSVERTRAG DER MITTELMÄCHTE MIT RUMÄNIEN in Buftea (am 7.
Deutsche Truppen in Arabien
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 6. März 1918: Naher Osten Arabien: Die Türken (einschließlich des 703. deutschen Bataillons) erobern
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 7. März 1918: Luftkrieg Großbritannien: 3 von 6 gestarteten Gigant-Bombern bombardieren in der mondlosen
Kamerad Lenin säubert die Welt vom Dreck
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 8. März 1918: Ostfront UdSSR: Trotzki ernannt zum Volkskommissar für Verteidigung. Baltikum: Der Thron
DH9
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 9. März 1918: Luftkrieg Westfront: Debüt der D.H.9, dem kontroversen Ersatzflugzeug für die D.H.4
deutsche 21-.cm-Haubitze
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 10. März 1918: Westfront Großbritannien: Das Hauptquartier des BEF gibt in seiner wöchentlichen Nachrichten-Zusammenfassung
Hansa-Brandenburg-Aufklärungsflugzeug
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 11. März 1918: Luftkrieg Frankreich: 60 Gotha-Bomber (4 verloren) greifen in der Nacht vom
Fokker Dr.I
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 12. März 1918: Luftkrieg Westfront: Richthofens 64. Luftsieg mit Jasta 11 nach einem Zusammenstoß
Arbeiterinnen in Waffenfabrik
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 13. März 1918: Heimatfronten Deutschland: Innenminister Waldow beschließt, die Rationen der Bauern zu kürzen
Curtiss H-12 Flugbooten
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 14. März 1918: Luftkrieg Nordsee: Luftgefecht zwischen Wasserflugzeugen, als 2 des Royal Naval Air
Hauptmann Rene Fonck
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 15. März 1918: Luftkrieg Westfront: Das französische Jagdflieger-As Fonck (20 Siege bisher) tötet das
Deutsche Infanterie marschiert zur Frühjahrsoffensive 1918
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 16. März 1918: Westfront Deutschland: Der größte Teil der Artillerie für das Unternehmen Michael
10,5-cm leichte Feldhaubitzen 16
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 17. März 1918: Westfront Großbritannien: Zwei deutsche Deserteure verraten dem XVIII. Korps des BEF,
Hindenburg und Ludendorff
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 18. März 1918: Westfront Deutschland: Hindenburg und Ludendorff verlegen das Hauptquartier von Spa weiter
Deutsche Artilleristen ziehen Feldgeschütze
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 19. März 1918: Westfront Deutsche Angriffe in der Champagne und an der Maas. Somme:
Staffel Fokker Dr.I vor Start
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 20. März 1918: Luftkrieg Deutschland: Die Eiserne-Kreuz-Markierungen an den Flugzeugen werden bis zum 15.
Michael-Offensive
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 21. März 1918: Westfront Somme - ZWEITE SCHLACHT AN DER SOMME UND DIE DEUTSCHE
Britische Soldaten sammeln sich bei einem steckengebliebenen Tank
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 22. März 1918: Westfront Somme - DIE DEUTSCHEN ÜBERRENEN DIE KAMPFZONE DES BEF. Massen
Tank Mark IV in Peronne
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 23. März 1918: Westfront Somme - Schlacht von St. Quentin endet. Die Briten verlieren
Petain, der Held von Verdun
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 24. März 1918: Westfront Somme: Erste Schlacht von Bapaume (bis 25. März). Die Trennung
Kampfgruppe aus französischen und britischen Soldaten
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 25. März 1918: Westfront Somme: Es öffnet sich eine Lücke zwischen dem BEF und
Whippet-Panzet des 3. Bataillon des Tank-Korps
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 26. März 1918: Westfront DOULLENS-KONFERENZ zwischen Clemenceau, Lord Milner, Haig, Petain und Foch (alle
Sturmangriff deutscher Infanteristen
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 27. März 1918: Westfront Großbritannien: Die wöchentlichen Verluste des BEF an Offiziere belaufen sich
Ende im Stacheldraht
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 28. März 1918: Westfront USA: Pershing unterstellt die amerikanischen AEF-Einheiten zur Verfügung von Foch.
Schaden der Paris-Kanone
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 29. März 1918: Heimatfronten Frankreich: Die Paris-Kanone verursacht 165 zivile Opfer in der Kirche
Französische Soldaten erwarten einen Gasangriff
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 30. März 1918: Westfront Somme: Britische, australische und kanadische Truppen (einschließlich 1.400 Kavalleristen) führen
General Erich Ludendorff
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 31. März 1918: Westfront Ostersonntag: Die Deutschen melden seit dem 21. März 75.000 Kriegsgefangene

Deutsche Infanterie marschiert zur Frühjahrsoffensive 1918
Deutsche Infanterie marschiert zur Frühjahrsoffensive 1918 an die Westfront.
Mit dem Ende der Kämpfe entlang der Ostfront im Dezember 1917 und den immer noch in einem psychologischen Taumeln nach der Katastrophe von Caporetto befindlichen Italienern, hatte Deutschlands de facto Oberkommandierender, General Erich Ludendorff (sein offizieller Titel war lediglich ‘Erster Quartiermeister-General’) genügend Spielraum, um alle seine organisatorischen und taktischen Fähigkeiten dem Problem des Stellungskrieges an der Westfront zu widmen.
Er kalkulierte, dass die US-Armee nicht in der Lage sein würde, vor Frühsommer 1918 entscheidend in Frankreich einzugreifen. Die Lage stellte sich für Ludendorff dermaßen dar, dass das Deutsche Reich keine andere Wahl hatte, als seine Divisionen aus Russland in den Westen zu verlegen und unter Ausnutzung der vorübergehenden Überlegenheit, einen entscheidenden Sieg über die Armeen von Großbritannien und Frankreich zu erringen, bevor die Amerikaner in Massen eintreffen. Dies war Deutschlands letzte Hoffnung, den bis dato größten Konflikt aller Zeiten doch noch zu gewinnen.

Nach einer längeren Diskussion und Meinungsverschiedenheiten, erreichte Ludendorff verspätet die Entscheidung, das Hauptgewicht der großen Offensive auf den von britischen Truppen gehaltenen Abschnitt von St. Quentin unter dem Code-Namen ‘Unternehmen Michael’ durchzuführen. Das Ziel war es, nach Westen zwischen Peronne und Arras zur Kanalküste durchzustoßen. Sollte dieser Schlag erfolgreich verlaufen, wäre das strategische Ergebnis enorm, da es die Masse der britischen Armee von den Franzosen getrennt und damit mit dem Rücken zum Meer stehen würden.

Dieser ambitionierte Plan hing von dem Erfolg der maximalen Ausnutzungen eines Durchbruchs mithilfe der ‘Sturmtruppen-Taktik’ ab, welche erstmals 1917 bei Riga durch General Hutier und Oberst der Artillerie Bruchmüller angewendet worden war. Diese speziell ausgebildeten Einheiten, bewaffnet mit leichten Maschinengewehren, Gewehren, Flammenwerfern, Granatwerfern und bereichert durch etwas Feldartillerie, hatten den Auftrag, so tief und schnell das gegnerische Stellungssystem und Hinterland zu infiltrieren, wie es auch nur ihre Beine zulassen. Widerstandsnester sollten sie umgehen und den nachfolgenden Truppen überlassen.
Zusätzlich forderte diese taktische Doktrin, dass Reserven dort eingesetzt werden, wo der Angriff Fortschritte macht, und nicht wo er aufgehalten wurde.

Besondere Taktiken für die Artillerie beinhalteten einen vernichtenden, kurzen Beschuss von einigen wenigen Stunden, wobei vier Gasgranaten für ein konventionelles Explosivgeschoss verschossen wurden. Dies sollte die Situation für Verteidiger unübersichtlich machen und sie paralysieren.
Trotz der entscheidenden Voraussetzung, das Momentum des Vorstoßes aufrechtzuerhalten, wurde kein ernsthafter Versuch unternommen, eine deutsche Panzerstreitmacht nach britischen oder französischen Modell zu bilden. Dazu litt die deutsche Kavallerie und die Versorgungstruppen ernsthaft unter einem Mangel an Pferden.

Trotzdem begann die deutsche ‘Kaiserschlacht’-Offensive auf spektakuläre Art am 21. März 1918. Zwischen dem 23. und 25. März befand sich Ludendorff in Griffweite zum Sieg, als die unterlegenden britischen Dritten und Fünften Armeen mit ihrem ‘großen Rückzug’ begannen.
Allerdings wurden nun Ludendorffs ‘teutonische’ Inflexibilität und Schwächen in Charakter und Intellekt aufgedeckt. Denn die Auflösungserscheinungen der alliierten Front und der alliierten Solidarität untereinander ging nicht aus den Meldungen seiner Armeebefehlshaber hervor. Die hauptsächlichen Erfolge bei der ‘Michael’-Offensive fanden nämlich im Gegensatz zur Anlage des strategischen Plans nur bei einer der drei angreifenden Armeen statt. Dies war die Armee des ‘Sturmtruppen-Taktik’-Spezialisten Hutier, welche eigentlich nur eine untergeordnete Rolle zum Flankenschutz spielen sollte, während die Befehlshaber der zwei anderen deutschen Armeen die vorgegebene Geschwindigkeit und Tiefe des Eindringens in den Raum gemäß der Befehle von Ludendorff nicht umsetzen konnten. Deshalb erfolgte der große deutsche Erfolg der Offensive am falschen Flügel.

Wenn Ludendorff nun am 23. März 1918 entschieden hätte, alle seine Angriffsreserven hinter dem tiefen Vorstoß der Armee von Hutier und am linken Flügel von Marwitz Zweiter Armee gegen Amiens – dem Scharnier der anglofranzösischen Front – einzusetzen, dann wäre es sehr wahrscheinlich gewesen, dass sowohl physisch als auch physiologisch ein vernichtender Keil zwischen die Alliierten getrieben worden wäre. Der ‘Sieger von Verdun’, Petain, war zwischenzeitlich nämlich schon zu einem Defätist geworden.
Stattdessen war Ludendorff verwundert und befahl nicht weniger als drei getrennte Schläge bei diesen drei Armeen. Dies war eine fatale Zersplitterung der Kräfte und ein Plan welcher über die Grenzen der müder werdenden Truppe hinausging. Obwohl Hurtier noch die Somme auf breiter Front überschreiten konnte, blieb selbst er 10 bis 15 Kilometer vor seinen Zielen liegen.
Am 25. März 1918 änderte Ludendorff dann drastische seine Befehle vom 23. März, was aber nur die letzte Hoffnung auf einen entscheidenden Durchbruch zunichtemachte. Erst am 28. März und vier Tage zu spät, befahl er einen Großangriff in Richtung Amiens. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte die Krise im alliierten Oberkommando jedoch überwunden und Foch zum Oberbefehlshaber über alle alliierte Truppen an der Westfront bestimmt werden.

Während dem April, Ende Mai, Anfang Juni und die erst Hälfte vom Juli 1918, versuchte Ludendorff noch das Ruder mit vier massiven Schlägen herumzureisen und brüllte seine zunehmend ärgerlichen und frustrierten Generale über das Feldtelefon an. Trotz allem hatten bis Juni die Alliierten alles Gelände verloren, was sie sich seit 1915 blutig zurückerobert hatten und die deutschen Truppen standen zum zweiten Mal in diesem Krieg wieder an der Marne. Jedoch hatten sie nirgends erfolgreich die alliierte Front dauerhaft durchbrochen, während zunehmend mehr amerikanische Truppen an der Front in die Kämpfe eingriffen. So waren zwischen April und Juni 1918 weitere 15 US-Divisionen in Frankreich eingetroffen.

Am 15. Juli griffen die deutschen Truppen gleichzeitig an beiden Flügeln von Reims an, dem Aisne-Frontvorsprung. Östlich der ständig beschossenen Stadt machten sie geringe Fortschritte. Im Westen überschritten sie die Marne.
Foch antwortete mit einem massiven Artillerie-Beschuss, gefolgt von einem entscheidenden Gegenangriff, angeführt von Schwärmen aus Jägern, leichten Bombern und ‘schnellen’, leichten Renault FT-17-Panzern, vom 18. Juli bis zum 6. August 1918. Neun amerikanische Division unterstützen mächtig die französischen Truppen. In dieser Zweiten Marne-Schlacht wurden die erschöpften deutschen Truppen zum Fluss Vesle zurückgedrängt.

Am 15. September 1918 griffen dann an der Saloniki-Front auf dem Balkan die britischen, französischen, serbischen und griechischen Einheiten die bulgarische Front in Makedonien an. Alle deutschen Truppen waren zwischenzeitlich an die Westfront verlegt worden und der bulgarische Widerstand brach schnell zusammen. Im nachfolgenden Monat wurden die österreich-ungarischen Besatzungstruppen aus Serbien vertrieben und Deutschlands Balkan-Flanke lag offen.
Die letzte Offensive Österreich-Ungarns gegen Italien an der Piave vom 15. bis 25. Juni 1918 war gerade erst erfolglos zu Ende gegangen, als um 11 Uhr am 24. Oktober die alliierte Offensive mit der Schlacht von Vittorio Veneto erfolgte. Diese brach den anfänglich sturen Widerstand und ging schnell in eine Flucht der österreich-ungarischen Truppen über, beschleunigt durch die zunehmende Unzufriedenheit, Desertionen und Meutereien bei den serbischen, kroatischen, tschechischen und polnischen Soldaten und Marineangehörigen in den sich auflösenden kaiserlichen Streitkräften. So schloss Österreich-Ungarn einen Waffenstillstand am 3. November 1918, während die nicht-deutschen Landesteile zwischenzeitlich schon ihre Unabhängigkeit erlangt hatten.

Der britische General Allenby nahm bei Megiddo im September eine türkische Armee gefangen und überrannte Syrien. Es folgte die Kapitulation der türkischen Armee am Tigris. Das Osmanische Reich schloss daraufhin einen Waffenstillstand am 30. Oktober 1918 ab.

An der Westfront begann Foch mit einer allgemeinen Gegenoffensive im September. Die Tanks der Briten trieben die deutschen Soldaten bereits am 8. August 13 km vor Armiens zurück und anschließend begann der Angriff auf die Hindenburg-Linie im September.
Im selben Monat erstürmten amerikanische Soldaten den seit vier Jahren bestehenden Frontvorsprung bei Saint Michel und die alliierten Armeen brachen nach 18 Tagen andauernder Kämpfe vom 26. September bis 13. Oktober durch die Hindenburg-Linie. Während des Oktobers befreite eine anglo-französisch-belgische Heeresgruppe die Küste Flanderns und die Briten erreichten die Schelde. Die Franzosen drückten östlich über die Aisne, während die Amerikaner der Maas entlang nach Sedan vorrückten.

Es kam zu Aufständen in der deutschen Hochseeflotte in den letzten Oktobertagen und eine Revolution folgte schnell in allen wichtigen deutschen Städten. So begannen am 6. November die Waffenstillstandsverhandlungen auf der Grundlage des famosen ‘Vierzehn Punkte’-Programm von US-Präsident Wilson und Kaiser Wilhelm II. dankte am 9. November 1918 ab. Am 11. November wurde der Waffenstillstand in Fochs Eisenbahnwaggon in Compiegne unterzeichnet und der ‘Große Krieg’ endete nach 1.567 Tagen.

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