Kriegstagebuch 2. Mai 1917



abgeschossdener Fesselballon
Aus einem abgeschossenen Fesselballon rettet sich der Beobachter per Fallschirm.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 2. Mai 1917:

luftkrieg


Westfront: Hinter Sperrfeuer des BEF stossen Nieuport-Jäger immer wieder vor und zerstören 4 deutsche Beobachtungsballons (7 weitere werden auf ähnliche Weise am 7. Mai für den Verlust von 2 Niewuport-Jägern zerstört). 40 Flugzeuge sind in einen Luftkampf östlich von Arras verwickelt, bei dem Hauptmann Ball der einzige Abschuss gelingt.

Ostfront

Russland: Generalstabschef Alexejew und die Frontkommandanten melden der Provisorischen Regierung und dem Petrograder Sowjet, daß sich ‘die Armee ist am Rande des Zusammenbruches befindet’. 2 MILLIONEN DESERTEURE IM MÄRZ UND APRIL.

Seekrieg

Großbritannien: ‘Dann rief ich Carson bei der Admiralität an … welcher noch immer vollständig deprimiert wegen des U-Boot-Kriegs ist’ notiert C.P.Scott, der Redakteur des Manchester Guardian.
Österreich-Ungarn: Beim Frühstück versichert der deutsche Admiral Holtzendorff dem Kaiser Karl, dass im April die U-Boote 1 Million Tonnen versenken werden. Kaiserin Zita drängt auf den U-Boot-Krieg.
Ärmelkanal: Der britische Zerstörer Derwent sinkt auf einer Mine (52 Tote).

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Im Blickpunkt:
  • 3d-Modell Hs129B

    Deutsches Erdkampfunterstützungsflugzeug Henschel Hs 129 und die Panzerbekämpfung durch die Luftwaffe. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Henschel Hs 129 Typ: Erdkampfunterstützungsflugzeug. Geschichte: Eine Spezifikation des Reichsluftfahrtministerium (RLM) von 1937 mündete in die Hs 129, da die Erfahrungen der Legion Condor im spanischen Bürgerkrieg den Bedarf für ein spezielles Erdkampfunterstützungs-Flugzeug vor Augen geführt hatten. Diplom-Ingenieur Friedrich Nicolaus von der Firma Henschel erstellte seinen Entwurf auf der Grundlage der Verwendung von zwei 465-PS Argus As510A-1 Triebwerken und die Hs 129 V1 flog erstmals im Frühjahr 1939. 8 Vorserienflugzeuge A-0 wurden zur Einsatzerprobung im Jahr 1940 gebaut, aber die Berichte der Piloten waren hauptsächlich wegen der Untermotorisierung und schlechter Sicht aus dem Cockpit so nachteilig, dass die mit den Argus-Motoren ausgerüsteten Hs 129A nicht in Serie gingen. Trotzdem wurden diese Flugzeuge von der rumänischen Luftwaffe über der Ostfront eingesetzt. Nicolaus schlug einen alternativen Entwurf unter der Projektbezeichnung P.76 vor, aber dieser wurde vom RLM zurückgewiesen, welches stattdessen anordnete, erbeutete französische Gnome-Rhone-Sternmotoren zu verwenden. Diese M14-Motoren wurden zudem schon in großer Zahl in Frankreich für die Me 323 gebaut. Zusammen mit Änderungen am Cockpit und anderen Details im inneren des Flugzeuges, wurde diese Version zur Hs 129B. Nach zehn Vorserienflugzeuge Hs 129B-0 folgte im März 1942 die Serien-Hs 129B-1, welche von Verbänden der deutschen Luftwaffe auf der Krim ab der ersten Hälfte des Jahres 1942 eingesetzt wurden. Später erschien die Hs 129B in größeren Zahlen auch über Nordafrika und ebenso wie an der Ostfront wurde sie hauptsächlich zur Panzerbekämpfung eingesetzt. Verschiedene Untertypen der B-1 erschienen, welche verschiedene, alternative Bewaffnungen hatten. Die Standardbewaffnung der B-1/R1 bestand aus zwei 20-mm MG151-Maschinenkanonen und zwei 7,92-mm MG17 Maschinengewehren, mit der Vorrichtung für eine externe Zuladung von zwei 50-kg oder achtundvierzig 2-kg-Splitterbomben. Ohne Bomben und mit einer starren 30-mm-MK101-Maschinenkanone unter dem Rumpf lautete die Bezeichnung B-1/R2. Es war das erste Flugzeug überhaupt, welches eine 3-cm-Kanone zum Einsatz brachte. Bei der B-1/R3 wurde die größere Kanone unter dem Rumpf durch eine Bauchschale mit vier MG17 ersetzt. Die B-1/R4 und R5 kombinierten die Standard-Kanonenbewaffnung der B-1 mit einer größeren Bombenzuladung (R4) oder Aufklärungskamera (R5).   Die B-1/R2, welche besonders erfolgreich in der Panzerbekämpfung war, führte zur ausschließlich mit Kanonen bewaffneten Serie Hs 129B-2. Die B-2/R1 war identisch zur B-1/R1, hatte aber die 7,92-mm-MG17 durch 13-mm-MG131 ersetzt. Bei der B-2/R2 gab es eine zusätzliche 30-mm-MK103-Maschinenkanone. Die B-2/R3 dagegen verfügte über vier MG151 in der Nase und – wie bei dem Panzerknacker Ju 87G – eine 37-mm BK3.7-Kanone unter dem Rumpf. Die B-2/R4 und B-3 waren am spektakulärsten und führten jeweils die große 75-mm-BK-7,5-Kanone unter dem Rumpf, bei denen die Mündungsbremse nahezu 2,44 Meter vor der Nase herausragte. Diese Waffe wog 1.500 kg in ihrer ursprünglichen Form als Panzerabwehrkanone Pak 40 und verschoss ein 3,2-kg-Wolfram-Karbid-Geschoss mit 933 m/s. Selbst auf eine Entfernung von 1.000 Metern konnte es eine 133 mm dicke Panzerung bei flachem Einschlagwinkel durchschlagen. Abgeändert als PaK 40L hatte die Kanone eine viel größere Mündungsbremse um den Rückstoß und den elektro- pneumatischen Betrieb abzumildern, welcher durch das automatische Nachladen entstand. Eingebaut in der Hs 129B-3/Wa wurde die gigantische Kanone mit 26 Geschossen versorgt, welche mit einer Feuerkadenz von 40 Schuss in der Minute verschossen werden konnten. Dadurch konnten 3 oder 4 Granaten bei einem Anflug auf ein Ziel abgefeuert werden. Fast immer genügte ein gut platzierter Treffer, um jeden Panzer zu zerstören, selbst direkt auf die stärkere Frontalpanzerung. Das einzige Problem war, dass die PaK 40L eigentlich viel zu mächtig für dieses Flugzeug war. Ganz abgesehen von dem starken Rückstoß und dem Geschossknall, machte das schiere Gewicht der Kanone die Hs 129B-3/Wa kaum beherrschbar und im Notfall musste der Pilot die ganze Kanone mit ihrer Mechanik abtrennen und fallen lassen. Die letzte und gegen russische Panzer mit verheerendem Erfolg eingesetzte Waffe war eine Batterie von sechs rückstoßfreien Glattrohrkanonen, deren Schüsse automatisch beim Überfliegen von Metall ausgelöst wurden. Zu den anderen Bewaffnungen, welche getestet wurden, gehörten auch Raketenprojektile und sogar Flammenwerfer. Alle Versionen waren stark um den vorderen Rumpf gepanzert und das Cockpit hatte eine fast 8cm dick gepanzerte Windschutzscheibe, aber die Sicht des Piloten blieb immer noch schlecht und die französischen Motoren waren weit davon entfernt, problemlos zu sein. Im Rumpf mit dreieckigem Querschnitt waren die selbstdichtenden Treibstofftanks untergebracht. Die Produktion endete im September 1944, zusammen mit dem fast aller anderen deutschen Flugzeugtypen mit Ausnahme des ‘Jäger-Notfall-Sonderbauprogrammes’ und der neuen Düsenflugzeuge. Bis dahin waren 869 Flugzeuge ausgeliefert worden. Dazu gehörten drei Prototypen und 848 Hs 129B verschiedener Untervarianten. Mit der Hs 129B wurden auch drei Staffeln der 8. Schlachtgruppe der königlich-rumänischen Luftstreitkräfte ausgerüstet. Aufgrund von Verschleiß, Unfällen und Verlusten war die Hs 129 daher niemals in der Lage, in der notwendigen Zahl die ‘fliegende Panzerabwehr’ gegen die russischen Panzer zu stellen. Benutzer: deutsche Luftwaffe, Ungarn, Rumänien. Effektivität Im Juli 1943 wurde die deutsche Offensive beim Unternehmen Zitadelle, der Schlacht von Kursk, durch mehrere Typen scheinbar hocheffektiver Bodenangriffsflugzeuge unterstützt, von denen zwei spezielle Panzerknacker waren. Das erste Modell war die Henschel 129B-1/2. Sie wurde in bescheidener Stückzahl (nur 870 aller Typen) speziell für die Panzerabwehr- und Nahunterstützungs-Einsätze gebaut. Der zweite Typ war die Ju 87G-1 Panzerknacker, die mit zwei 37-mm-Kanonen bewaffnet war und ebenfalls speziell zur Vernichtung von Panzern entwickelt wurde. Diese Flugzeuge wurden zusammen mit den Fw 190 Jabo zunächst massenhaft in den Schlachtgeschwader-Einheiten zur Unterstützung von Operation Zitadelle eingesetzt. Diesen Flugzeugen wird zugeschrieben, dass sie ‘Verwüstungen unter den sowjetischen Panzer-Verbänden angerichteten’ und Hunderte von sowjetischen Panzern alleine während dieser Schlacht zerstört haben sollen. Am 8. Juli 1943 wird den Hs 129 zugeschrieben, dass sie 50 T-34 Modell 1943 des sowjetischen 2. Garde-Panzerkorps in weniger als einer Stunde zerstörten haben sollen. Es gibt zwar Beweise dafür, dass das 2. Garde-Panzerkorps am 8. Juli schwere Verluste erlitt, aber die gemeldeten 50 Panzer scheinen die Gesamtverluste aus allen Ursachen dieser Einheit zu übertreffen. Tatsächlich beliefen sich die Gesamtverluste der sowjetischen Panzer-Verbände beim Unternehmen Zitadelle auf mindestens 1.614 vollständig zerstörte Panzer. Von diesen entfiel der weitaus größte Teil auf deutsche Kampfpanzer und Sturmgeschütze. Weitere genauere Untersuchungen haben ergeben, dass deutsche mehr …

  • 3D-Modell Sten Mk 2

    Englische Maschinenpistole Sten Gun. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell der britischen Standard-Maschinenpistole Sten MP im Zweiten Weltkrieg. Sten Mk I, II, III, V Typ: Maschinenpistole. Geschichte der Sten MP Die britische Armee musste 1939 ohne irgendeine Maschinenpistole in den Krieg ziehen, da sie diese gering schätzte und sich lange gegen die Einführung einer derartigen Waffe gewehrt hatte. Schnell mussten die britischen Soldaten aber erkennen, dass es ohne die bisher verschmähte Maschinenpistole in einem modernen Krieg überhaupt nicht mehr ging. So kauften die Briten in den USA in großen Stückzahlen die Thompson-MPi ein. Diese amerikanische Maschinenpistole hatte jedoch einige Nachteile. Sie war schwer, schwierig in der Herstellung und obendrein teuer. Der hohe Preis und die Versorgungsschwierigkeiten der Thompson-MP ließen die Engländer bald daran denken, ein eigenes Modell zu entwickeln. Die Ereignisse Mitte des Jahres 1940, wo die Briten viele ihrer Waffen bei der Evakuierung aus Dünkirchen verloren, führten zu einer Beschleunigung dieser Gedanken. Im August 1940 wurde die Entscheidung von der britischen Regierung getroffen, eine Kopie der deutschen MP28 in die Produktion zu nehmen und davon 50.000 Waffen zu bauen. Gleichzeitig wurden 110 Millionen Stück 9-mm-Patronen dafür in den USA bestellt, da die Herstellung dieses Kalibers in Großbritannien viel zu gering war. Die neue Maschinenpistole wurde als ‘Lanchester’ bezeichnet und Einsatzvorführungen wurden am 28. November 1940 durchgeführt. Anschließend wurden Vorbereitungen zur Produktion dieser Waffe getroffen. Allerdings änderte sich in den ersten Tagen des neuen Jahres 1941 die Lage. Eine einfachere Waffe, bezeichnet als ‘N.O.T.40/1’ wurde von Major R.V. Stepherd und Mr. H.J.Turpin vom Chief Superintendent of Design’s Department (Chef-Superintendenten der Entwicklungsabteilung) fabriziert. Die Waffe wurde bei der Royal Small Arms Factory in Enfield Lock bereits am 10. Januar 1941 vorgeführt. Daraufhin wurde am 21. Januar Anweisung erteilt, sofortige Versuche mit beiden Maschinenpistolen durchzuführen und zeitnah zu entscheiden, ob die ‘Lancaster’ wie geplant oder der neue Entwurf produziert werden soll. Das britische Beschaffungsamt teilte am nächsten Tag dazu mit, daß ‘die wichtigste Berücksichtigung im Moment ist, irgendeine Art von Maschinenkarabiner, welche bei allen drei Bereichen der Streitkräfte verwendet werden kann, so schnell als möglich in die Produktion zu bringen’. Die N.O.T.40/1 wurde anschließend getestet und ein Bericht darüber ging am 31. Januar 1941 heraus. Die verschiedenen Versuche wurden zufriedenstellend abgeschlossen und 5.400 Schuss ohne Unterbrechung oder eine Fehlfunktion abgefeuert. Der Bericht schloss zusammenfassend, dass ‘dieser Karabiner scheint grundsätzlich brauchbar zu sein und funktioniert zufriedenstellend und genau.’ Daraufhin wurden Vorbereitungen getroffen, diese neue Waffe in Produktion zu nehmen und die ersten Exemplare kamen im Juni 1941 aus den Fabriken. Sten Mk I Das Ergebnis all dieser Bemühungen wurde zur Sten Mark I MP. Der Name ‘STEN’ setzt sich aus den beiden Namen der Konstrukteure Shepperd und Turpin sowie dem Hersteller Enfield zusammen. Während die Waffe immer noch einfach war, so verfügte sie doch immer noch über eine gewisse Raffinesse. So gab es einen hölzernen Vorderschaft und einen Klappgriff für die vordere Hand, einen Rohrrahmen-Hauptschaft als Laufummantelung, einen Schutz für das Zielkorn und einen Kompensator zur Unterdrückung von Mündungsblitzen. Ein Sicherheitsschlitz an der Rückseite des Spannhebels ermöglichte eine rudimentäre Sicherung des Abzugshebels. Sobald die Produktion begann, wurde untersucht, ob ein Teil dieser Verfeinerung abgeschafft werden konnte, was sowohl die Produktion beschleunigte als auch die Waffe leichter machte. Der Unterdrücker für Mündungsblitze und der Vordergriff wurden weggelassen und das hölzerne Vorderende wurde durch eine Blechabdeckung über dem Abzugsmechanismus ersetzt. Die Konstruktion war sehr einfach und verwendete nur ein Minimum an Drehteilen. Die Herstellung fand vor allem mit Pressteilen und Schweißarbeiten statt. In ihrer äußeren Erscheinung wirkte sie beinahe so ‘zusammengehauen’, wie die russische PPS-MPi, da alles an ihr aus gepresstem, zum Teil gewelltem Metall bestand, auch die Schulterstütze. Doch sie besaß genau jene Vorzüge, die gefordert wurden: sie arbeitete gut und sie war billig, schnell und einfach zu produzieren. Ohne weitere Einwendungen ging die Sten MP in Produktion. Von Juni 1941 bis Juli 1942 wurde die Sten Mk I in einer Stückzahl von 100.000 Exemplaren gebaut. Sten Mk II Um die Forderung nach einer Monatsproduktion von 20.000 Stück zu erfüllen, wurden weitere Vereinfachung an der Maschinenpistole vorgenommen. Die dadurch entstandene Sten Mark II wurde zur häufigsten aller Varianten. Sie wurde in zwei Ausführungen hergestellt, mit Schulterstütze aus einem Profilrahmen oder aus Rohrmaterial mit aufgeschweißter Kappe. Die Schulterstütze ließ sich einfach abnehmen. Da am Verschluss und am Abzug so gut wie nichts mehr vereinfacht werden konnte, entfiel lediglich der hölzerne Vorderschaft. Es wurde aber auf den Laufmantel verzichtet und der Lauf mit einer kurzen zylindrische und perforierte Hülle, welche auch als Vorderhandgriff diente, angeschraubt. Dieser Lauf ließ sich ebenfalls leicht abnehmen. Das Magazingehäuse wurde so modifiziert, dass es um 90 Grad heruntergeschwenkt werden konnte, um die Zufuhr- und Auswurföffnungen gegen Schmutz zu verschließen. Der Sicherheitsschlitz wurde an der oberen Rückseite des Spanngriffschlitzes neu positioniert, da das Drehen des Griffs zum Verriegeln eine leichtere Bewegung war als das Herunterdrehen. In den Laufmantel konnte außerdem ein kurzes Tüllenbajonett eingeschoben werden. Über zwei Millionen dieser Muster wurden hergestellt und eine Zeit lang wurden sie mit einer Rate von mehr als 20.000 Stück pro Woche aus einer einzigen Fabrik hergestellt, dazu viel der Preis der Herstellung auf 2,87 Britische Pfund (ca. 30 Reichsmark) pro Waffe. Die Mark II wurde zum ersten Mal während der Dieppe-Landung im August 1942 eingesetzt. Obwohl der Überfall ein Fiasko war, gab es keine Beschwerden über den Teil, den die Sten-MP dabei spielte. Eine große Zahl der Sten Mk II wurde über den von Deutschland besetzten Teilen Europas für Partisanengruppen und Widerstandskämpfer aus Flugzeugen abgeworfen, wofür die einfache Zerlegbarkeit wichtig war. Es gab noch die Version Sten Mk IIS für Kommando- und Untergrundeinsätze, wo auf dem Lauf einen Schalldämpfer angebracht wurde. Dabei waren allerdings nur Einzelschüsse möglich. Sten Mk III Als Nächstes kam die Sten Mk III, welche noch einfacher herzustellen war. Dafür wurde aber auf den abnehmbaren Lauf und das bewegliche Magazingehäuse verzichtet. Der Feuermechanismus und die beiden Schulterstützen blieben zwar identisch, aber das Verschlussgehäuse wurde zusammen mit dem Laufmantel als ein Stück im Maschinenschweißen produziert. Dieses geschweißte Stahlrohr hatte ein mehr …

  • Polnische Kriegsgefangene 1939

    Fall Weiss, der erste erfolgreiche Blitzkrieg. Der Polenfeldzug von der Schlacht an der Bzura, dem Einmarsch der Roten Armee bis zur Kapitulation Warschaus und der letzten polnischen Truppen am 6. Oktober 1939 (Teil II). Hier zu Teil I: Polenfeldzug. Schlacht an der Bzura Die stärkste polnische Armee war zu diesem Zeitpunkt die Armee Pommerellen, die ihren Rückzug aus dem Korridor zwischenzeitlich verkraftet hatte. Völlig intakt war dagegen die im Westen abgeschnittene Armee Poznan unter Generalmajor Kutrzeba. Beide Armeen vereinigten sich an der unter Bzura und planten, die Deutschen auf ihrem Vormarsch auf Warschau in die Flanke anzugreifen. Während am 9. September das XIX. Panzerkorps unter Guderian mit vier schnellen Division als erster unabhängiger Panzerverband mit dem Ziel der Festung Brest-Litowsk zum Angriff antrat und dort am 17. September als geschlossene Einheit ohne Rücksicht auf die Flanken und rückwärtigen Verbindungen eintraf, griffen die polnischen Armeen an der Bzura am Abend die offene Flanke der deutschen 8. Armee bei ihrem Marsch auf Lodz an. Die deutsche Armee sah sich gezwungen, ihren Vorstoß auf Warschau abzubrechen, um die polnischen Angriffe abzuwehren. Dadurch entstand die größte Schlacht des Polenfeldzuges und selbst die schon eroberte Stadt Lodz musste von den deutschen Truppen vorübergehend geräumt werden. In der Kampinoser Heide erwehrten sich die Polen den deutschen Angriffen und mussten Schritt für Schritt zurückgeworfen werden. Erst am 18. September ließ der polnische Widerstand nach und die eingeschlossen polnischen Truppen unternahmen noch bis zum 23. September Durchbruchsversuche nach Warschau. Schließlich wurden in der Schlacht an der Bzura 12 polnische Divisionen vernichtet (170.000 Kriegsgefangene) und damit gab es westlich von Warschau, mit Ausnahme von isolierten Festungen, keine wesentlichen polnischen Truppenverbände mehr. Die Rote Armee kommt Am 11. September brach der Widerstand der eingeschlossenen Armee Prusy bei Random zusammen und 60.000 Mann marschierten auch dort in die Kriegsgefangenschaft. Auch Warschau wird nun von Osten abgeriegelt. Am selben Tag gab die Heeresgruppe Süd ihrer 10. Armee den Auftrag, tief nach Ostpolen hinein bis nach Lublin einzumarschieren, während die weiter südlich stehende 14. Armee mit zugeführten, starken Panzerverbänden, Lemberg erreichen sollte, um einen polnischen Rückzug nach Rumänien zu vereiteln. Jedoch konnte dieses Unternehmen nicht abgeschlossen werden, da am 17. September – sowohl für die Polen als auch die Deutschen überraschend – die Rote Armee mit der Weißrussischen Front (Kowalew) und der Ukrainischen Front (Timoschenko) in Ostpolen einmarschiert. Stalin sah sich nun gezwungen, noch eiligst das ihm im deutsch-sowjetischen Vertrag vom 23. August 1939 zugestandene Territorium zu sichern. Noch am selben Abend verließen die polnische Regierung und die Armeeführung ihr Land und wurden in Rumänien interniert.   Der Einmarsch der Roten Armee in Ostpolen zwang die Wehrmacht die Schlachten von Lemberg und Tomaszow am 20. September abzubrechen und sich hinter die mit den Sowjets vereinbarte Demarkationslinie zurückzuziehen. Der polnische General Langner in Lemberg kapitulierte dann bereits am 22. September vor den Russen. Ebenfalls am 20. September Tag wurde die polnische Armee Lublin eingeschlossen, die sich sofort mit 60.000 Mann übergab. Kapitulationen Die zur Festung erklärte Hauptstadt Warschau mit 180.000 Verteidigern war seit dem 22. September vollständig eingeschlossen und wurde belagert. Die Stadt wurde ab dem 24. September ununterbrochen von der deutschen Luftwaffe bombardiert und von der Artillerie beschossen. Am Donnerstag dem 28. September 1939 kapitulierte dann die polnische Garnison von Warschau und General Rómmel mit 120.000 Verteidigern marschierte in die Gefangenschaft.   Am 28. September 1939 einigten sich Deutsche und Sowjets jedoch auf eine neue Demarkationslinie und verzichteten auf die Beibehaltung eines polnischen ‘Reststaat’. Deshalb mussten deutsche Truppen in Teile des soeben geräumten Gebietes wieder einmarschieren und gegen die dort noch befindlichen polnischen Truppen kämpfen.   Am nächsten Tag kapitulierte die Festung Modlin, am 1. Oktober die 4.000 polnischen Verteidiger der Halbinsel Hela und am 6. Oktober 1939 die letzten 16.800 Mann unter Generalmajor Kleeberg bei Kock. Am 3. Oktober nahm Hitler die Siegesparade in Warschau ab.   Etwa 120.000 polnische Soldaten konnten über die ungarische oder rumänische Grenze entkommen und kämpften bald auf Alliierter Seite als Polnische Exilstreitkräfte weiter. Über 700.000 polnische Soldaten gerieten in deutsche Kriegsgefangenschaft und die Rote Armee gab an, 217.000 Kriegsgefangene genommen zu haben. Die polnischen Verluste ließen sich nicht genau feststellen und wurden auf etwa 200.000 Mann, darunter 66.000 Gefallene, geschätzt. Die vorsätzlichen Reiterattacken polnischer Ulanen auf deutsche Panzer gab es wohl nur in der NS-Propaganda. Zumindest kann kein einziger derartiger Fall bezeugt werden, obwohl es natürlich vorgekommen sein kann, dass ein Lanzenangriff auf Infanterie zum unbeabsichtigten Zusammenstoß mit Panzerfahrzeugen führte. Die deutschen Verluste im Polenfeldzug beliefen sich auf 10.572 Gefallene, 3.404 Vermisste und 30.322 Verwundete. Dazu gingen 217 Panzer und 283 Flugzeuge verloren. Die Rote Armee büßte 737 Gefallene und 1.859 Verwundete ein. Sicher ist jedoch, dass im Vergleich zu den Grabenkriegen des Ersten Weltkrieges durch den modernen Bewegungskrieg die Verluste auf beiden Seiten deutlich geringer waren und die Dauer der Kämpfe erheblich verkürzt wurde. Gräueltaten in Polen In Polen selbst kam es am 3. September 1939 zum Höhepunkt der Ausschreitungen gegen die deutsche Minderheit. Jeder dritte Einwohner Polens gehörte einer Minderheit an, was ein enormes Risiko für die Polen in einem Konflikt darstellte. Nicht nur, dass die Polen in ihrem Angriff auf das bolschewistische Russland Lenins nach dem Ersten Weltkrieg große Gebiete mit Weißrussen und Ukrainer eroberten, sie annektierten auch 1920 die alte litauische Hauptstadt Wilna und erhielten im Vertrag von Versailles die alten preußischen Provinzen Westpreußen und Posen und große Teile Galiziens zugesprochen.   Bereits seit sich die deutsch-polnischen Beziehungen wegen Danzig und der Frage des Korridors zwischen Pommern und Ostpreußen im März 1939 verschlechtert hatten, begann der Druck auf die deutsche Minderheit zuzunehmen. So musste der deutsche Botschafter aus Warschau melden, dass die polnische Regierung es dank der englischen Blanko-Vollmacht offensichtlich nicht mehr für notwendig hielt, auf die deutsche Minderheit Rücksicht zu nehmen. So spricht auch der polnische Woiwoden von Schlesien ganz offen davon, dass die Polen den Deutschen die Augen ausbrennen und Zungen herausreißen werden, bevor sie über die Grenze gejagt werden. Etwa 3.500 deutsche Volksangehörige wurden ermordet. Die meisten Opfer – Männer, Frauen und Kinder – fallen Erschießungen am 3. mehr …

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