Kriegstagebuch 2. Oktober 1917


HMS Drake
Der 14.100-Tonnen-Kreuzer ‘HMS Drake’ stammte aus dem Jahr 1901.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 2. Oktober 1917:

Seekrieg


Atlantik: Der Kreuzer HMS Drake (19 Tote) wird durch U 79 (Rohrbeck) im seichten Wasser nördlich von Irland versenkt.
Ost-Atlantik: Das Q-Schiff (U-Boot-Falle) Q 10 (die ehemalige Schaluppe Begonia) sinkt nach einer Kollision mit U 151 vor Casablanca.
Ostsee: Die russische Flotte weigert sich, den Befehlen der Provisorischen Regierung zu gehorchen (die Bolschewiki dominieren das Cebtrobalt bis zum 30. Oktober 1917).

Westfront

Flandern: Heftige Artillerie-Duelle (und am 13. Oktober).
Champagne: Deutschen Truppen fassen Fuß in der Nähe von Beaumont.

Afrika

Ostafrika: Die deutsche Naumann-Truppe (189 Soldaten und 350 Träger) kapituliert gegenüber der Edforce.

Luftkrieg

Frankreich: 22 Gotha-Bomber und 2 andere Flugzeuge bombardieren das Depot des Royal Navy Air Service bei St. Pol und zerstören 23 und beschädigen 30 aufgestellte Flugzeuge. Der RNAS errichtet ein neues Depot bei Calais.
Westfront: 3 Sopwith Pup bombardieren die Flugplätze Cruyshautem und Waereghem in der Nacht vom 2./3. Oktober.

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Im Blickpunkt:
  • Polnische Truppen marschieren durch eine englische Stadt

    Polnische Armee im Exil. Stärke, Ausrüstung und Divisionen der polnischen Exil-Einheiten in Frankreich und England, Luftwaffe und Marine. hier zu den Polnischen Streitkräften 1939. Viele polnische Soldaten, einzeln oder in kleinen Gruppen, konnten sich nach der Niederlage von 1939 der Gefangenschaft entziehen oder aus der Internierung entkommen und machten sich entweder durch die baltischen Staaten im Norden oder durch Rumänien, Ungarn, Jugoslawien und Italien im Süden auf den Weg nach Frankreich. Die Aufstellung der polnischen Exilarmee begann im November 1939 und ein großes Lager wurde für die Polen in Coetquidan in der Bretagne vorbereitet. Der Strom polnischer Freiwilliger brach nicht ab, bis nicht Lager in weniger als drei französischen Departements gefüllt waren. Allmählich nahm eine Armee Gestalt an. Sie umfasste ein Hauptquartier, Ausbildungseinrichtungen, zwei Infanterie-Divisionen mit zwei weiteren in der Aufstellung, eine unabhängige Gebirgs-Brigade und eine gepanzerten Kavallerie-Brigade mit einer Gesamtstärke von 72.000 Mann. Die polnischen Armee-Einheiten in Frankreich: Polnische Exil-Armee in Frankreich: Als der deutsche Angriff begann, war nur die Hälfte der polnischen Armee fertig aufgestellt. Die 3. und 4. Infanterie-Division wurden dazu verwendet, 12 Panzerabwehr-Kompanien zur Verstärkung französischer Divisionen zu formieren, während die 10. gepanzerte Kavallerie-Brigade nur einige Tage nachdem sie ihre neue Ausrüstung erhalten hatte, aufgeteilt wurde und eine Kampfgruppe davon direkt an die Front geschickt wurde. Die Gebirgs-Brigade, welche wie die französischen Chasseurs Alpins (Alpenjäger) gegliedert war – wenn auch nur wenige ihrer Männer etwas über Berge wussten – wurde nach Norwegen abtransportiert. Während des Frankreich-Feldzug erlitten die 1. Grenadier-Division und 2. Infanterie-Division schwere Verluste, bevor sie über die Grenze zur Schweiz abgedrängt und dort interniert wurden. Von den insgesamt 83.000 Mann in den polnischen Exilstreitkräften am 15. Juni 1940 konnten 24.000 nach England evakuiert werden, wo sie mit den schon 3.700 Polen in der englischen Royal Navy und Royal Air Force zusammengefasst wurden. 5.000 Mann befanden sich noch im Mittleren Osten und 50.000 Polen sind in Frankreich gefallen, in Kriegsgefangenschaft geraten oder im Ausland interniert worden. Organisation der polnischen Armee Die 1. Grenadier- und die 2. Schützen-Division verfügten über jeweils drei Infanterie-Regimenter, ein Regiment Feldartillerie und ein Regiment mittlerer Artillerie, ein Pionier-Bataillon, eine Pionier-Kompanie, eine Aufklärungseinheit, ein Nachrichten-Bataillon, eine Funktelegrafen-Kompanie, eine Divisions-Panzerabwehr-Kompanie, zwei Transportkompanien, ein Zug Militärpolizei und verschiedene, andere Dienste. Insgesamt ergab dies 16.000 Mann in jeder der beiden Divisionen. Die 3. und 4. Infanterie-Division hatten beide nur zwei Infanterie-Regimenter, wenn es auch vorgesehen war, ein drittes zu einem späteren Zeitpunkt hinzuzufügen. Die unabhängige Hochland-Brigade bestand aus zwei Demi-Brigaden (Halb-Brigaden) zu je zwei Bataillonen mit jeweils drei Schützen und einer Unterstützungs-Kompanie, bewaffnet mit Gewehren und Pistolen und unterstützt durch fünfzehn 60-mm und fünfzehn 81-mm-Granatwerfer sowie 25 Panzerabwehr-Kanonen. Ihre Stärke war 182 Offiziere, 45 Offiziers-Kadetten (Aspiranten), 742 Unteroffiziere und 3.809 Mann anderer Ränge. Die 10. Panzer-Brigade wurde aus Soldaten der ehemaligen polnischen Panzer-Brigade gebildet, welche nach der polnischen Niederlage in Ungarn interniert wurden. Die Männer erreichten anschließend Frankreich in kleineren Gruppen. Bis zum Juni 1940 bestand die Stärke aus 3.323 Mann aller Ränge. Sie wurden in ein Panzer-Regiment aus zwei Bataillonen mit insgesamt 90 Renault R-35 Panzer organisiert. Dazu kam ein motorisiertes Kavallerie-Regiment aus zwei Bataillonen, eine Artillerie-Batterie aus zwei Trupps mit 105-mm-Kanonen, ein Panzerabwehr-Trupp mit 25-mm-Pak, Nachrichten-Staffel, Pionier-Kompanie und sonstige Dienste. Zudem gab es eine angegliederte ‘Kampfgruppe’, welche aus 102 Offizieren und 1.607 Mannschaften bestand. Uniformen Die polnischen Soldaten in Frankreich erhielten zuerst veraltete Horizont-blaue Uniformen, welche aus dem Ersten Weltkrieg zurückgeblieben waren. Diese wurden aber nach und nach durch die neuen Standard-Uniformen in Khaki-Farbe ersetzt. Die polnischen Offiziere, welche immer noch über ihre vor bis 1939 hergestellten polnische Uniformen verfügten, trugen diese oft außerhalb des eigentlichen Dienstes. Die Standard-Uniform für Offiziere bestand aus einer Seitenkappe, einem offenen einreihigen Khaki-Uniformrock mit Khaki-Hemd und Schlips. Dazu passende Stiefelhosen mit entweder braunen Schnürstiefeln oder hohen schwarzen Stiefeln. Die Ausrüstung bestand aus braunem Ledermaterial, ebenso wie bei den französischen Offizieren. Mannschaften erhielten auch die Standard-Felduniform in Khaki und die Hochland-Brigade, welche nach Narvik in Norwegen geschickt wurde, erhielt zusätzliche Kleidung und Ausrüstung der französischen Gebirgstruppen. Andere Formen der Kopfbedeckung für Mannschaften waren Khaki-Baretts für Gebirgstruppen, schwarze Baretts für die Panzertruppe und die zwei Modelle des französischen Stahlhelmes an der Front, auf welchen der polnischen Adler in weißer Farbe vorne aufgemalt wurde. Polnische Armee in England Polnische Truppen begannen ab dem 24. Juni 1940 in England einzutreffen. Im September 1940 wurde ein polnisches Korps gebildet, welches ein Hauptquartier, zwei Schützen-Brigaden und den Kader für eine Dritte, sowie verschiedene Unterstützungs- und Versorgungseinheiten umfasste. Der anhaltende Mangel an Soldaten, vor allem an verschiedenen Spezialisten, und der generelle Mangel an Ausrüstungsgegenständen aller Art, welcher zu jener Zeit in England herrschte, führte jedoch zu Verzögerungen bei der Fertigstellung der Formationen. Gegen Ende des Jahres 1940 war die Stärke des Korps 3.498 Offiziere und 10.884 Mannschaften, womit die polnische Armee der bei weitem bedeutendste Teil der Exilstreitkräfte in England war. Der Mangel an Artillerie wurde durch Eingliederung eines englischen Regimentes mittlerer Feldartillerie behoben. Da es keine gepanzerten Kampffahrzeuge gab, bildeten polnische Panzerbesatzungen Infanterie-Einheiten. Die polnischen Soldaten, welche nach dem Fall von Frankreich in Großbritannien eintrafen, trugen französische Uniformen und behielten diese, bis ab Juli 1940 britische Uniformen ausgegeben werden konnten. Trotzdem wurde noch für einige Monate der französische Adrian-Helm zusammen mit den britischen Uniformen getragen, bis auch diese ersetzt werden konnten. Dagegen wurde der französische Helm für motorisierte Truppen weiterhin verwendet, da dieser beliebt und zudem praktisch war. Erst nachdem eine britische Alternative gefunden werden konnte, wurde er ersetzt. Die Offiziere, welche noch ihre polnische Vorkriegsuniform hatten, verwendeten diese weiterhin. Auf der Kopfbedeckung, welche entweder aus der viereckigen polnischen Czapka oder der Seitenkappe bestand, erschien der polnische Adler aus weißem Metall. Auf dem Barett bestand er aus Stoff und auf den verschiedenen Arten der Helme wurde er in gelber Anti-Gas-Farbe gemalt. Am oberen Ärmel trugen die Polen ein rotes Stück Stoff mit der Inschrift ‘Poland’ in Weiß. Polnische Rangabzeichen wurden weiterhin getragen und an den Schultergurten und der Kopfbedeckung zeigte ein schmaler Stoffkragenspiegel das Regiment oder die Waffengattung an. Polnische Luftwaffe Die Besatzungen von 84 polnischen Flugzeugen, welche im Oktober 1939 nach mehr …

  • 3D-Modell Messerschmitt Bf 109 F-4

    Messerschmitt Bf 109 F Jagdflugzeug der deutschen Luftwaffe. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. hier zum Vorgänger-Modell Bf 109 E ‘Emil’ Bf 109 F Messerschmitt Bf 109 F Typ: Jagdflugzeug der deutschen Luftwaffe. Geschichte: Die Messerschmitt Bf 109E von Professor Willy Messerschmitt war zwar die Speerspitze der Luftwaffe bei ihrem triumphalen Siegeszug durch Europa in den Jahren 1939 bis 1940. Dieses Jagdflugzeug trug auch noch die Hauptlast der Luftkämpfe in der Schlacht um England während der schicksalhaften Monate des Sommers 1940, aber bis zum Frühjahr 1941 war es eindeutig der neuen Spitfire V in Nordwest-Europa unterlegen, welche im März dieses Jahres erstmals an die 92. Squadron ausgeliefert wurde. Trotzdem konnte die ‘Emil’ ihre großartige Erfolgsserie in Nordafrika fortsetzen, bis dort viel später die ersten Spitfire-Jäger erschienen. Auch in Russland mit Beginn des Unternehmen Barbarossa war das Flugzeug weiterhin überlegen. Trotzdem war schon weit früher absehbar gewesen, dass die ‘Emil’ nicht für immer der beste Jäger am Himmel sein würde und so machte schon lange vor dem Höhepunkt der Luftschlacht um England der Prototyp der nächsten Hauptversion der Bf 109 den Erstflug. Am 10. Juli 1940 flog eine ‘Emil’ mit der Werksnummer 5604 erstmals mit einem neuen 1.200-PS-Daimler-Benz DB 601E-1-Motor bei Augsburg-Haunstetten. Zwar hatte dieser Prototyp VK+AB immer noch die quadratisch geschnittenen Flügelspitzen, aber schon erhebliche aerodynamische Verbesserungen an der Flugzeugnase und die streben-verspannte Schwanzflosse war gegen eine freitragende Ausführung ersetzt worden. In dieser Form zeichnete sich schon die wohl bei den Piloten beliebteste und auch beste Version des Messerschmitt-Jägers ab, die Bf 109F. Zwei weitere Prototypen, die Bf109V17 und V18, wurden gebaut und diese Flugzeuge wurden mit einem neuen Flügel mit abgerundeten Spitzen ausgestattet, neuen Querrudern und schlichten, ungeschliffene Klappen. Dazu wurden kleinere Ruder und ein einziehbares Heckrad eingebaut. Diesen Flugzeugen folgte die Produktion einer kleinen Vorserie von Bf 109F-0, welche als vorübergehende Lösung mit dem DB 601N-Motoren mit flachen Kolben und 100-Octan-Treibstoff ausgerüstet waren. Der gesamte Rumpf war aerodynamisch sauberer konstruiert, herausragend dabei die abgerundeten Ruder, unbefestigte Leitwerke und ein einziehbares Heckrad. Die Flügel, welche geringfügig verlängert wurden, waren an den Spitzen abgerundet und die Leistung war in allen Flughöhen besser als bei den vorhergehenden Versionen. Diese F-0 und die ersten Serienmaschinen Bf 109F-1 hatten weiterhin eine Bewaffnung aus der durch den Propellerkreis feuernden 20-mm-MG-FF-Kanone und zwei in der Nase synchronisierten Maschinengewehren 7,92-mm-MG 17. Die ersten Flugzeuge wurden im Januar 1941 an die Luftwaffen-Versuchsanstalten in Rechlin und anderswo ausgeliefert, wo es sofort einige schwere und unerklärliche Unfälle gab. Schließlich wurde richtig vermutet, dass es bei bestimmten Motorleistungen zu übertragenen Schwingungen kommt, welche in dem neu gestalteten Heckabschnitt zu Frakturbrüchen führten, wobei es bis zum Verlust der Schwanzflosse kommen konnte. Deshalb wurden alle Bf 109F zurück zur Fabrik für Abhilfemaßnahmen geschickt. Als dann endlich im März 1941 die ersten Bf 109F-1 die Jagdgeschwader an der Front erreichten – etwa zur selben Zeit, als die Spitfire V bei der 92. Squadron eingeführt wurde -, wurde schon der nächste Untertyp F-2 von den Fabriken ausgeliefert. Dieses Modell hatte eine durch den Propellerkreis schießende 15-mm-MG151-Kanone, welche 950 Schuss in der Minute abgeben konnte. Dazu kamen noch die üblichen zwei 7,92-mm-MG 17 in der Nase. Dieses Modell wurde auch als Tropen-Version für Nordafrika gebaut und wurde später auch über Süd-Russland verwendet. Angetrieben mit dem 1.200 PS starken Daimler-Benz DB 601N oder 1.350 PS DB 601E-Motor, stellte die Bf 109 F einen erheblichen Fortschritt gegenüber den vorhergehenden Versionen in Bezug auf Leistung und klare Formgebung dar und die Luftwaffe hatte endlich ein Jagdflugzeug, welches die Spitfire V ausmanövrieren konnte. Die BF 109F war ein schneller und extrem beweglicher Jäger mit einer sehr leichten und schnell reagierenden Steuerung für seinen Piloten. Die Bf 109F-2/Z war die Hochleistungs-Version mit einem GM-1 Stickoxid-Einspritzer, welcher kurze, zusätzliche Leistungsschübe oberhalb der üblichen Leistungsgrenze des Motors ermöglichte. Die Bf 109F-1 und F-2 waren das ganze Jahr 1941 über im Einsatz und wurden Anfang 1942 durch die F-3 ergänzt, welche von einem DB 601E-Motor mit 82-Oktan B2-Treibstoff angetrieben wurde. Genauso wie die F-2 bewaffnet, hatte der Jäger eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 645 km/h in 6.700 Metern Flughöhe, eine gewöhnliche Reichweite von 725 km und eine Dienstgipfelhöhe von 11.280 Metern. Die Anfangssteigleistung von 1.012 Metern pro Minute war geringfügig derjenigen von der Spitfire V überlegen, aber geringer als die der neuen Spitfire Mk IX, welche bei den Jagdstaffeln der RAF in Großbritannien ab Juli 1942 langsam eingeführt wurde. Es gab starke Ansichten, welche gleichermaßen ebenso geteilt waren, über die Vorzüge der in der Propellernarbe und in der Nase bewaffneten, neuen Bf 109F bei den Jagdflieger-Piloten der deutschen Luftwaffe. Derartige geteilte Ansichten gab es allerdings schon seit der Einführung der ‘Emil’. Zwar wurden die Meinung solcher Asse wie Werner Mölders respektiert und nicht leichtfertig abgetan, aber im Allgemeinen tragen die jedoch relativ langsameren und unterbrochenen Feuerstösse von im Motorraum eingebauten Maschinenkanonen und Maschinengewehren, welche zudem noch unter Problemen mit der Kühlung dort leiden, nicht zu einer überragenden Flugzeugbewaffnung bei. Diese Ansicht wurde zum Beispiel von Adolf Galland vertreten. Allerdings sind alle im Zentrum eines Flugzeuges angebrachten Waffen extrem akkurat, da die Geschosse direkt nach vorne fliegen und somit kein Konvergent-Punkt wie bei einer Flügelbewaffnung eingestellt werden muss. So wurde noch Anfang 1942 die Bf 109F-4 eingeführt, welche über eine mit einem neuen Lauf versehene, durch die Propellernarbe mit 20-mm-Geschossen feuernde MG 151-Kanone verfügte, allerdings mit der reduzierten Feuergeschwindigkeit von 650 Schuss pro Minute. Eine alternative Unter-Variante war die Bf 109F-4/R-1, welche mit zwei zusätzlichen 20-mm-MG151-Kanonen in die sperrigen Unterflügelstationen bewaffnet werden konnte. Obwohl diese Feuerkraft gegen die alliierten Bomber des Jahres 1942 brauchbar war, bedeutete es jedoch, dass die aerodynamischen Formgebung verloren ging und das Flugzeug seine überlegenen Flugeigenschaften im Luftkampf gegenüber anderen Jägern einbüßte. So war eine derartig stark bewaffnete Bf 109F einer Spitfire im Luftkampf eindeutig unterlegen und der zuvor wirklich herrliche Luftkampf-Jäger wurde in diesem Element nach und nach immer schwächer. Drei weitere Untervarianten der Bf 109F waren die F-4/B als Jagdbomber, welcher eine 500-kg- oder vier 100-kg-Bomben tragen konnte. Die F-5 wurde ebenfalls 1942 als Langstrecken-Aufklärungsjagdflugzeug eingeführt mehr …

  • Die Deutsche Armee und ihre Uniformen im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 (Teil I). Organisation, Stärke und Divisionen bei Kriegsbeginn und Verluste bis Kriegsende. Deutsche Armee Das Deutsche Reich, ausgerufen in den Spiegelhallen von Versailles im Jahre 1871, hatte 1914 eine Bevölkerung von über 65 Millionen. Theoretisch, bis auf die geringe Anzahl für die Marine, waren alle gesunden Männer im wehrfähigen Alter verpflichtet in der Armee Dienst zu tun. Jedes Jahr aufgerufen, vom Alter von 17 bis 20, waren sie eingetragen im Landsturm I.Klasse. Mit zwanzig Jahren wurden diejenigen, die fit genug für das aktive Heer waren, zu einem zweijährigen Dienst eingezogen. Danach gingen sie in die Reserve für 5 Jahre (bei der Kavallerie und Artillerie nur für 4 Jahre). In der Praxis konnte die Armee nur ungefähr die Hälfte der diensttauglichen Männer jedes Jahr aufnehmen. Die anderen jungen Männer, zusammen mit den aus anderen Gründen nicht eingezogenen Wehrpflichtigen, wurden in die Ersatzreserve eingetragen. Dort erhielten sie bestenfalls ein geringfügiges Training. Vom Alter von 27 bis 39 mussten alle Männer in die Landwehr einrücken und anschließend bis zum Alter von 45 in den Landsturm II. Klasse. Die aktive Armee von 25 und 1/2 Armeekorps (jedes aus zwei Divisionen) und elf Kavallerie-Divisionen hatte ständig eine 50 bis 60 Prozent Kriegsstärke. Zudem waren 32 Reserve-, 7 Ersatzreserve- und 16 Landwehr-Divisionen vorhanden. Mobilisation war eine schnelle und kritische Operation, während dieser die Armee weitgehend unbrauchbar als ein Kampf-Instrument war. Der gesamte Vorgang war abhängig von den minutengenauen ausgearbeiteten Eisenbahnfahrplänen und sein Erfolg würde den gesamten Feldzug beeinflussen. Mobilisation musste rechtzeitig befohlen werden, sodass der Feind nicht alles durcheinander bringen konnte und durfte keinesfalls mehr angehalten oder unterbrochen werden. Die Armee konnte dann nur noch theoretisch an der Grenze angehalten werden, aber diese Möglichkeit wurde nicht wirklich in Betracht gezogen. Im Jahre 1914 bedeutete Mobilisation auch Krieg ! Zu diesem Zweck hatte der Generalstab zwei Besonderheiten vorbereitet. Um in dem zukünftigen Zweifrontenkrieg einen schnellen Sieg über Frankreich zu gewährleisten, plante General von Schlieffen (Chef des Generalstabes 1892-1905), Reserve- und Ersatzreserve-Divisionen in den ersten Gefechten einzusetzen. Geführt von gut ausgebildeten, regulären Offizieren sollten deren Soldaten einen ‘Crashkurs’ im wirklichen Krieg durchmachen. Zum Zweiten befanden sich sechs Infanterie-Brigaden mit zugeteilter Kavallerie, Artillerie und Pionieren in der Nähe der belgischen Grenze in voller Kriegsbereitschaft – bereit um die Forts von Liege zu nehmen und den Weg durch Belgien und Nordfrankreich für das Heer zu öffnen, sobald der Kriegszustand erklärt wurde. Zu Friedenszeiten war die Stärke der Armee etwa 856.000 Mann. Durch die Mobilisation würde sie durch trainierte Reservisten auf 3.800.000 Mann verstärkt werden. Maximal wären 8.500.000 Mann im Notfall einziehbar. Gegen Frankreich waren sieben Armeen mit zusammen 34 Armeekorps (von diesen waren 11 Reservekorps) und vier Kavalleriekorps vorgesehen. Im Osten sollte die 8. Armee (vier Armeekorps, davon ein Reservekorps und einige Landwehreinheiten) mit knapp 200.000 Mann die Russen aufhalten, so gut wie sie konnte. Zudem gab es Garnisonen, Depot- und Reserveeinheiten und in Schleswig-Holstein ein Reservearmeekorps, was eine womögliche britische Landung verhindern sollte. Trotz ihrer Niederlage von 1870/71 hatten die französischen Truppen ihren deutschen Gegner mehrmals die Gelegenheit gegeben, die Wirkung von modernen Magazingewehren gegen aufrecht anmarschierenden Soldaten zu erfahren. In den nachfolgenden Jahren berücksichtigte die deutsche Armee die Gegebenheiten moderner Gefechtsführung mehr als jede andere europäische Armee. Als das Maschinengewehr perfektioniert war, wurde es wie von keiner anderen Armee bei den deutschen Truppenverbänden weitverbreitet eingeführt. Schlieffens strategischer Plan eines Angriffes über Belgien ging nicht letztlich von der Erkenntnis aus, dass ein Frontalangriff gegen die französische Armee viel zu blutig und schwierig wäre. Ein britischer Beobachter bei einem Manöver der deutschen Armee im Jahre 1895 meldete, dass die Soldaten ‘… wie intelligente Einzelkämpfer, welche ihre Aufgabe perfekt verstanden, agierten und dass selbst einfache Soldaten selbstständig Initiativen entwickelten …’ Aber die Jahre seit dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 vergingen und um so mehr nahm Tradition und Arroganz in der deutschen Armee zu. Die Soldaten blieben gut, jedoch im Jahre 1911 schrieb ein anderer britischer Beobachter, ‘… dass die Offiziere kaum Initiative entwickelten und die Infanterie kein Gefühl für die Deckung im Gelände hätte. Der Vorteil des wechselseitigen Feuers und Vorarbeiten auf dem modernen Gefechtsfeld wäre überhaupt nicht bekannt.’ Mit der Thronbesteigung von Wilhelm II., welcher theoretisch auch der Oberbefehlshaber des Heeres war, wurden mehr Kriegsspiele als praktische Ausbildung wichtiger. General von Moltke, Chef des Generalstabes seit 1906, musste militärische Spektakel bei den Manövern vorführen, unsinnige Reiterattacken und Manöver wurden exerziert. Moltke reduzierte zudem den rechten Flügel für die Offensive in Frankreich drastisch um das Elsass und den Osten besser verteidigen zu können. Er akzeptierte wieder Frontalangriffe als praktizierbare Manöver und im Jahre 1914, mit 66 Jahren, war er in einer schlechten gesundheitlichen Verfassung und seiner Aufgabe nicht gewachsen. Unter von Moltke kamen die Armeekommandeure: am entscheidenden rechten Flügel, die Befehlshaber der 1., 2. und 3. Armee – ein Trio aus 68-jährigen Generälen: von Kluck, von Bülow und von Hausen. Sie waren harte Antreiber, rücksichtslos gegenüber der Truppe und, mit Ausnahme von Kluck, unfähig eine Krise zu meistern. Als Nächstes kam das Trio der Königlichen: Der Herzog von Württemberg kommandierte die 4. Armee, der Kronprinz die 5. Armee und Prinz Rupprecht von Bayern die 6.Armee. Zuletzt noch von Heeringen, 64 Jahre alt und ehemaliger Kriegsminister, als Kommandeur der 7. Armee. Die 8. Armee im Ostpreußen kommandierte General von Prittwitz und Graffon, 66 Jahre, fett, von sich selbst eingenommen, mit Verbindungen in höchste Regierungskreise, welche lange verhinderten, dass Moltke ihn absetzen konnte. Ludendorff, nur 49 Jahre alt, war der Chef des Generalstabes der 2. Armee. DEUTSCHES REICH (1.8.1914-11.11.1918) Bevölkerung 1914: 65 Millionen Friedensstärke des Heeres (1. Juli 1914) = 880.000 Mobilisation = 4.500.000 Truppenstärke bei Kriegsbeginn = 5.000.000 Korps = 41 Infanterie-Divisionen = 82 Kavallerie-Divisionen = 11 Andere Einheiten = 6 Divisionen und 32 Brigaden Artillerie-Geschütze = ca. 7.400 Maschinengewehre = 4.500 Heeresstärke im Verlauf des Krieges = 13.250.000 Tote Militär = 1.850.000 Verwundete Militär = 4.250.000 Ziviltote = 812.996 Teil II: Uniformen der Deutschen Armee im 1. Weltkrieg Siehe auch: Deutsche Kampfkraft

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