Kriegstagebuch 20. Februar 1917


Spenden für Kriegswaisen
Ein ungarisches Plakat ruft zu Spenden für Kriegswaisen auf.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 20. Februar 1917:

Geheimkrieg


Österreich-Ungarn: Eine Note lädt Prinz Sixtus nach Wien für Friedensgespräche ein. Kaiser Karl weist auf einen möglichen Seperat-Frieden hin.

Naher Osten

Arabien – Erster großer Überfall auf die Hejaz-Eisenbahn: 50 Araber unter Hauptmann Garland aus Wejh sprengen Motor und Brücke in Toweira.
Sinai: Ein britischer Überraschungsangriff nimmt türkusche Posten bei Nakhi und Bir-el-Hassana.

Seekrieg

Westliches Mittelmeer: Der französische Kreuzer-Minenleger Cassini sinkt auf einer Mine von UC 35 in der Bonifacio-Strasse.

Neutrale

USA: Wilson bittet um Befugnisse vom Kongress.

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Im Blickpunkt:
  • Fallschirmjäger mit einem frühen 'E-Modell' des FG42-Sturmgewehr

    Deutsches Fallschirmjägergewehr 42 (FG-42, FjG42) aus dem Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Herstellung, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Fallschirmjägergewehr 42 (FG 42, FjG42) Typ: Automatisches Sturmgewehr. Geschichte: Als die Entwicklung der MP 43 begann, waren auch die deutschen Fallschirmjäger an dieser interessiert, da eine solche Waffe eine Lücke in ihrer Ausrüstung schließen würde. Bei Luftlandeoperationen kam es nämlich immer auf maximale Feuerkraft bei möglichst geringem Gewichts- und Platzverbrauch an. Nach einer eingehenden Untersuchung lehnte die Luftlandetruppe jedoch den Entwurf mit der Begründung ab, dass die kurze Patrone, um welche herum die neue Waffe entwickelt wurde, nicht ausreichend für ihre besonderen Bedürfnisse war. Sie verlangten eine ähnliche Waffe, welche die normal lange Standardpatrone verschoss. Diese Forderung ergab sich aus den Erfahrungen der Luftlandung auf Kreta, wo sie unter Fernfeuer der englischen Lee-Enfield Gewehre lagen und dass davon ausgegangen werden kann, dass die gewöhnlich 7,92-mm-Standardpatrone auf jedem Kriegsschauplatz leichter verfügbar war. Da das Heer nicht an einer solchen Waffe interessiert war und die Fallschirmjäger ein Teil der Luftwaffe waren, legten sie ihre Forderung erneut über die Kanäle der Luftwaffe vor und dort wurden diese erhört. Die Waffe wurde von Rheinmetall-Borsig entwickelt, welches die ersten Spezifikationen bereits Ende 1940 erhalten hatte. Der erste Prototyp war Mitte 1942 für Tests fertiggestellt. Die Spezifikationen wurden ursprünglich an nicht weniger als acht Firmen vergeben, aber nur der Entwurf von Rheinmetall-Borsig war es wert, weiter verfolgt zu werden. Zwar wurde das Gewehr schließlich in die Produktion genommen, aber während des Herstellungsprozesses gab es so viele Änderungen und Modifikationen, sodass die Waffe noch nicht einmal bei Kriegsende endgültig fertig entwickelt worden war. Das FG 42 war ein hervorragender Entwurf, welcher auf bewährten Techniken basierte. Es wurde durch Gasdruck betrieben und der Mechanismus war so ausgelegt, dass bei Einzelschüssen der Bolzen die Patrone umschloss und beim Zurückziehen des Auslösers die Waffe schoss, welche dann automatisch sich neu lud. Während automatischen Feuers blieb der Bolzen offen, wenn der Auslöser losgelassen wurde, um die Kammer und den Lauf zwischen den Feuerstößen abzukühlen. Große Teile der Waffen wurden mit billigem Pressstahl fabriziert, während die Verkleidung aus Schichtholz oder Kunststoff bestand. Zwar war es eine genial einfache und effektive Waffe, aber wegen des starken Rückschlags der Standardpatrone war es schwierig mit Einzelschüssen genau zu zielen, während es aufgrund seiner leichten Bauweise und fehlenden Zweibein nicht einfach war, vollautomatisch damit zu feuern. Herstellung und Einsatz des Fallschirmjägergewehr 42 Beim Fallschirmjägergewehr 42 wurden die meisten Teile aus Blech gestanzt. Die ersten Modelle hatten neben einer Mündungsbremse auch ein einklappbares Zweibein sowie ein Bajonett, das in einem Bügel drehbar eingebaut war. Die Waffe war zwar billig beim Material und revolutionär entworfen, war jedoch nur aufwändig und mit vielen Arbeitsschritten herzustellen. Deshalb wurde nur eine relativ kleine Anzahl hergestellt – die meisten Quellen zitieren 7.000 Stück – da sich während der Entwicklung die Prioritäten ständig verändert hatten. Davon sollen etwa 2.000 bis 2.100 Exemplare vom ersten Modell E produziert worden sein. Anschließend wurde bei der Version F das Zweibein weiter vorne befestigt und zusätzliche Vereinfachungen eingeführt. Bei der anschließenden Ausführung G wurde ein einfacher Holzschaft verwendet und der Pistolengriff wurde durch eine mehr orthodoxe Komponente ersetzt. Von den Modellen F und G wurden etwa weitere 5.000 Exemplare bis Kriegsende hergestellt. Die Luftlandung auf Kreta, wo der Einsatz dieser Waffe sinnvoll gewesen wäre, hatte auch gezeigt, dass solche Operationen zu kostspielig waren um öfters wiederholt zu werden, und so verbrachten die Luftlandetruppen den Rest des Krieges zumeist als herkömmliche Bodentruppen, wenn auch mit hoher militärischer Leistungsfähigkeit aufgrund ihrer langen und hervorragenden Ausbildung. Zudem wurden die meisten Waffenfabriken vom Heer kontrolliert, welches zögerlich war, Produktionskapazitäten für Waffen abzuzweigen, welches es als überflüssig ansah. Schon die Entwicklung musste bei der Firma Rheinmetall-Borsig in Auftrag gegeben werden, da diese zu diesem Zeitpunkt zu den Reichswerken Hermann Göring, dem Oberbefehlshaber der Luftwaffe, gehörten. Angeblich soll das FG 42 erstmals bei der Befreiung Mussolinis im September 1943 eingesetzt worden sein. Anschließend wurde es von den Fallschirmjäger-Einheiten – den bei den Alliierten gefürchteten ‘Grünen Teufeln’ – in den Kämpfen um Monte Cassino in Italien verwendet.   Das Fallschirmjägergewehr 42 stellte sich als so erfolgreich heraus, dass die Bodeneinheiten der Luftwaffe ständig mehr Waffen davon forderten, was aufgrund der Schwierigkeiten bei der Herstellung kaum möglich war. Die Mehrzahl der Waffen wurde an Einheiten an der Westfront ausgegeben, wo auch eine große Anzahl durch alliierten Truppen 1944 erbeutet wurden, was zu der Spekulation Anlass gab, dass es in größerer Zahl vorhanden sein musste, als es tatsächlich produziert wurde. Das Fallschirmjägergewehr 42 war trotz allem seiner Zeit weit voraus und nach dem 2. Weltkrieg wurden viele seiner Eigenschaften und Ideen bei anderen Entwürfen verwendet und sind bis heute bei vielen modernen Sturmgewehren enthalten. Benutzer: Deutschland (Luftlandetruppen). Animation 3d-Modell Fallschirmjägergewehr 42 Spezifikationen FG 42 Spezifikationen: Einsatzstatistik: Video vom Schiessen mit dem Fallschirmjägergewehr 42 https://www.youtube.com/watch?v=NstrbkCg_ks

  • Me 210 A-1 von 7./ZG 1 über Tunesien

    Deutscher Schnellbomber Messerschmitt Me 210. Geschichte, Entwicklung, Einsätze bei der Luftwaffe und in Ungarn, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Messerschmitt Me 210. Typ: Schnellbomber, Jagdbomber, Zerstörer, Aufklärungsflugzeug. Geschichte Noch vor dem Start der Serienproduktion des Bf 110 Zerstörers wurde schon an eine neue Version bei Messerschmitt gedacht. Dabei plante Willy Messerschmitt aber eher eine völlige Neukonstruktion als eine Modifizierung, um die Manövrierfähigkeit des zweimotorigen Zerstörers im Luftkampf zu verbessern. Nach einigen Berechnungen, Planungen und Vorentwürfen nahm das neue Flugzeug mit der Projektnummer P1060 ab Ende 1938 erste Formen an. Da die Bayerischen Flugzeugwerke zwischenzeitlich zur Messerschmitt AG geworden waren, wurde das Firmenkürzel ‘Bf’ nun zu ‘Me’ und der neue Zerstörer erhielt die offizielle Bezeichnung Me 210. Der neue Zerstörer war zwar nicht deshalb vorgesehen, weil man die aktuelle Bf 110 für ungeeignet hielt, sondern vielmehr wurde nach dem Produktionsbeginn des aktuellen Flugzeuges bei jeder Flugzeugfirma immer an möglichen Verbesserungen für dieses gearbeitet. Es standen ja immer wieder neue Motoren, Geräte, Techniken und Einsatzerfahrungen zur Verfügung und die Konkurrenzsituation zu anderen Herstellern erforderte ständige Verbesserungen.   Sofern eine Firma ein neues Flugzeug nicht vollständig auf eigenes Risiko und vollständig eigen finanziert entwickeln wollte, gab das Reichsluftfahrtministerium die Bedingungen vor. So wurde ein neues Kampfflugzeug gefordert, welches den Bf 110 Zerstörer und die langsame Ju 87 Stuka gemeinsam ersetzen sollte. Und da in dieser Zeit jedes Bombentragende Flugzeug auch zugleich Sturzflugfähig zu sein hatte, musste selbst die schwere, viermotorige He 177 mit zwei dann schließlich unzuverlässigen Doppeltriebwerken entsprechend entwickelt werden. So sollte natürlich auch die neue Me 210 Sturzflugfähig sein, was jedoch für diesen Flugzeugtyp durchaus machbar war. Hier zum Vorgänger Zerstörer Bf 110. Entwicklung Der Entwicklungsleiter für die Me 210, Walter Rethel, und der Bauleiter von dem Prototyp, Hubert Bauer, entwarfen die neue Me 210 innerhalb eines Jahres. Die schwerere Bewaffnung des Bf 110 Zerstörers gegenüber dem einmotorigen Jäger Bf 109E wurde beibehalten, aber um die Wendigkeit zu verbessern, wurde die Länge der Flugzeugzelle um etwa einen Meter verkürzt. Auch die relative schwächliche Verteidigung nach hinten durch ein einzelnes 7,92-mm-MG wurde verbessert, indem links und rechts am hinteren Rumpf je ein Maschinengewehr im Kaliber 13 mm eingebaut wurde. Die beiden Maschinengewehre konnten fast den gesamten Luftraum nach hinten abdecken und wurden aus der Kabine mit der von Rheinmetall-Borsig neu entwickelten ‘ferngerichteten Drehring-Seitenlafette’ gesteuert. Es ging darum, eine möglichst hohe Trefferquote zu erreichen und dabei die Flugeigenschaften nicht zu beeinträchtigen. Die Maschinengewehre ließen sich dabei um 90° nach oben, 45° nach unten und jeweils 45° Grad zu den Seiten ausschwenken. Der Schwenkbereich zum Rumpf hin musste zum Feuern wenigstens 7° betragen, um nicht das eigene Flugzeug zu beschädigen. Bei einem geringeren Winkel konnte die Waffe keinen Schuss abgeben. Die Besatzung bestand aus zwei Mann, dem Piloten vorne und dem Heckschützen dahinter, mit Blickrichtung nach hinten, um die Maschinengewehre bedienen zu können. Ein Periskop war nicht nötig, da die Flugzeugzelle der Me 210 seitlich eingezogen und die Kantenseiten so sehr gewölbt waren, dass die Besatzung ohne weiteres nach unten blicken konnte. Für eine gute Sicht nach vorne, hinten und oben wurden Planscheiben in die ansonsten sphärische Verglasung eingebaut. Für möglichst gute Flugeigenschaften wurde der Zentralrumpf beibehalten und die Bombenzuladung wurde im Inneren des breiteren vorderen Teils der Flugzeugzelle untergebracht. Als Zielgerät für die Bomben wurde das Revi C/12 verwendet, aber die Besatzung konnte bei geöffnetem Bombenschacht auch durch eine Bodenluke nach unten sehen. Die Me 210 war weiterhin noch mit Landescheinwerfern, Höhen-Atemgeräte und einem Seenot-Schlauchboot ausgerüstet. Die Me 210 V1 hatte ihren Jungfernflug kurz nach Kriegsbeginn, am 5. September 1939, mit Hermann Wurster als Testpilot. Dabei kam es schon zu verschiedenen Änderungen am Flugzeug, so wurde das Seitenleitwerk gegen ein Zentralleitwerk ersetzt und die V1 war der einzige Prototyp mit Spreizklappen, alle nachfolgenden bekamen Wölbungsklappen. Auch hatte die V1 noch keine Bewaffnung und es wurde schon beanstandet, dass es zu starke Ruderkräfte und ein instabiles Flugverhalten um alle Achsen herum gab. Die V2, welche am 11. November 1939 erstmals flog, hatte eine neue Kabinenverglasung und erstmals Waffenstände. Das Flugzeug geriet am 5. September 1940 ins Trudeln und stürzte ab. Insgesamt wurden siebzehn Prototypen gebaut. Bei der Me 210 V14 sollte insbesondere das Trudeln untersucht werden und wie es behoben werden konnte. Dazu gehörten selbst ‘Anti-Trudelschirme’. Erst die V17 vom 14. März 1942 erhielt einen verlängerten Rumpf, welcher das Problem mit dem Trudeln behob, was natürlich auf Kosten der Manövrierfähigkeit ging. Schon die Me 210 V1 und V2 zu fliegen, war ein riskanter Einsatz für den Testpiloten. Aus Kostengründen wollte das Reichsluftfahrtministerium keine Vorflügeln am Flugzeug, was die unberechenbare Rollsteuerung behoben hätte. Und da man ein manöverierfähigeres Flugzeug für den Luftkampf haben wollte als die Bf 110, musste der Rumpf so kurz wie möglich sein. Dieser war nun zu kurz, was zum Trudeln führen konnte. Derartige Probleme werden üblicherweise durch weitere Versuchsmuster behoben und die späteren Maschinen, welche in den Einsatz kamen, sind gewöhnlich total verschieden von den Prototypen. Aber das Reichsluftfahrtministerium bestellte die neue Me 210 praktisch vom Reißbrett mit einem ungewöhnlich großen, ersten Auftrag von über 1.000 Flugzeuge. Nachdem Messerschmitt schon so hervorragende Flugzeuge wie die Bf 108, Bf 109 und Bf 110 abgeliefert hatte, was sollte da noch schiefgehen ? So begann die Serienproduktion, bevor das Flugzeug ausgereift war. Als dann klar war, dass man statt eines wendigeren Flugzeuges, eines mit instabilen Flugeigenschaften entworfen hatte, war es schon zu spät. Maschinen, Fließbänder und Rumpfteile waren schon in so großer Zahl fertiggestellt, dass die unvermeidbare Verlängerung der Flugzeugzelle bedeutet hätte, dass vieles davon wieder verschrottet werden müsste. So versuchte Messerschmitt bei der Me 210 mit 15 weiteren Prototypen und einer Vorserie von nicht weniger als 94 Flugzeuge, die Problem in den Griff zu bekommen, ohne die Länge des Rumpfes zu ändern. Von dem Auftrag über 1.000 Me 210 sollten die ersten Serienmaschinen bereits Anfang 1941 an die Erprobungskommandos der deutschen Luftwaffe geliefert werden, aber nur wenige Prototypen konnten zur Verfügung gestellt werden. Mit diesen gab es zahlreiche Probleme und Unfälle, sodass Ernst Udet persönlich bei Willy Messerschmitt Druck machte. Bei der Me mehr …

  • 3D-Modell B-24 Liberator

    B-24 Liberator-Bomber, meist gebautes amerikanisches Flugzeug im Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz beim Ploesti-Angriff, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Consolidated Vultee B-24 Liberator Typ: schwerer Langstrecken-Bomber. Geschichte: Mit einer Produktion von insgesamt 18.482 Flugzeugen war die B-24 Liberator das meist gebaute und zahlreichste US-Kampfflugzeug des Zweiten Weltkriegs. Die B-24 Liberator wurde an jeder Front im dicksten Kampfgetümmel eingesetzt und das in einer Vielzahl von Rollen, einschließlich zur Bombardierung, Seeaufklärung, U-Boot-Bekämpfung und Transportaufgaben. Aber das Haupteinsatzgebiet war das des Bombers, vor allem im Pazifik-Krieg. In drei Jahren von Kampfeinsätzen warfen B-24-Bomber 635.000 Tonnen Bomben ab und schossen 4.189 feindliche Flugzeuge ab. Obwohl die Besatzungen die B-17 Fliegende Festung bevorzugten, da sie widerstandsfähiger war, erwies sich der Liberator als ein exzellentes und vielseitiges Kampfflugzeug. Neben Consolidated bauten mehrere andere Unternehmen Liberator-Bomber. Insgesamt wurden 1.694 direkt an die Royal Air Force für den Dienst beim Küsten- und Bomber-Kommando geliefert. Allerdings waren die ersten, an die RAF gelieferte Modelle, nicht für Kampfeinsätze zu gebrauchen und übernahmen als LB-30A den Atlantiktransport. Der RAF Liberator I hatte dann eine bessere Abwehrbewaffnung und wurde von der Küstenverteidigung mit ASV-Radar und einer starr eingebauten Batterie von 20-mm-Kanonen eingesetzt. Durch seine große Reichweite war er bei der Überwachung des Atlantiks gegen die deutschen U-Boote sehr wertvoll. Der RAF Liberator II bekam angetriebene Kampfstände und diente als Bomber im Mittleren Osten. Die ersten Studien, welche zur Entstehung der B-24 führen sollten, begannen Anfang 1939, als Consolidated Aircraft Corporation eine Anfrage vom US Army Air Corps für einen neuen schweren Bomber erhielt. Es wurde ein moderneres Flugzeug mit besserer Geschwindigkeit, Reichweite und Dienstgipfelhöhe als die sich schon in der Produktion befindliche Boeing B-17 gesucht. Chef-Entwickler Isaac M. Laddon entschied sich für einen Hochdecker mit Doppelflossen und Ruder. Der Flügel war sicherlich das originellste und fortschrittlichste Merkmal des Laddon-Entwurfs. Consolidated hatte vor kurzem begonnen, fließende Laminar-Konturen von Davis in seine Entwürfe einzuarbeiten und zögerte nicht, diese neue Technik auch bei dem neuen Bomber anzuwenden. Der Davis-Flügel mit dem hohen Seitenverhältnis erbrachte eine beeindruckende Tragleistung, Auftrieb und Reichweite. Diese Flügel waren für den Marschflug wirtschaftlich und gaben der Liberator zusammen mit dem großen Treibstoffvorrat eine enorme Reichweite, größer als sie jedes andere landgestützte Flugzeug seinerzeit hatte. Ein Vertrag, welcher am 30. März 1939 unterzeichnet wurde, forderte ein vollwertiges Modell und einen Prototyp. Letzterer ging am 29. Dezember desselben Jahres erstmals in die Luft. Der neue Bomber hatte einen tiefen Rumpf und einen großen Bombenschacht mit Schiebetüren. Das Fahrwerk war damals ungewöhnlich: eine Dreiradanordnung, bei der das Hauptrad in den Flügel eingezogen wurde. Das Hauptfahrwerk war so lang, dass es nach außen eingezogen werden musste – durch Elektromotoren, wie fast alles an Bord elektrisch angetrieben wurde. Der Typ wurde ursprünglich von vier Pratt&Whitney R-1830-33 Motoren mit zwei mechanischen Ladern angetrieben, die anschließend durch Abgas-betriebene Turbolader ersetzt wurden. Dieses eindrucksvolle Flugzeug wurde zu einem der wichtigsten in der Luftfahrtgeschichte. Fünf Jahre jünger als die Boeing B-17 Fliegende Festung, brachte die B-24 Liberator keine wesentlich besseren Leistungen als der Vorgänger. Im Hinblick auf Maschinenleistung, Stabilität und Steuerung war es schwächer und für den Durchschnittspiloten anstrengend zu fliegen. Es war auch das komplizierteste und teuerste Flugzeug, das man bis dahin kannte – doch gerade dadurch zeigte es, wie sich Flugzeuge in der Zukunft entwickeln würden. Trotzdem wurde es in größeren Stückzahlen gebaut als jedes andere amerikanische Flugzeug, in mehr Versionen für mehr Aufgaben als jedes andere Flugzeug der Geschichte, und es wurde von den Alliierten an allen Fronten eingesetzt. Und auch in Bezug auf den industriellen Aufwand übertraf es alles bisher Dagewesene. Sieben Vorserienflugzeuge wurden gebaut und 1940 folgte ein erster Auftrag für 36 Flugzeuge. Nur neun davon wurden gebaut, der Rest wurde als B-24C produziert. Die B-24C hatte Turbo-geladenen Pratt&Whitney R-1830-Motoren, die strukturelle Modifikationen an den Triebwerksgondeln erforderten. Die Bewaffnung wurde ebenfalls erhöht. Die erste bedeutende Version war jedoch die B-24D, für die 1940 große Aufträge erteilt wurden. Weitere Aufträge brachten die Gesamtproduktion dieser Variante auf 2.738 Stück. So groß war die Nachfrage nach der B-24, dass die ursprünglichen Produktionsanlagen erweitert werden mussten. Consolidated baute B-24 in San Diego und fügte dann eine zweite Fabrikationsanlage in Fort Worth, Texas, hinzu. Ab der B-24D bauten Douglas, Ford und North American auch Liberator-Bomber. Im April 1942 war die B-24D Liberator die erste Version, welche erstmals in den Einsatz ging. Die frühen Kampfeinsätze der Liberator fanden im Nahen Osten und auf dem Pazifik-Kriegsschauplatz statt. Die nächste Version war die B-24E, welche andere Motoren und Propeller hatte. Als Nächstes folgte die B-24G und mit dem 26. Serienflugzeug wurden wesentliche Modifikationen eingeführt. Dazu gehörten ein mechanisch angetriebener Bug-Kampfstand, womit eine zusätzliche Verteidigung gegen Frontalangriffe geschaffen wurde, bei denen sich die B-24 als besonders empfindlich herausgestellt hatte. Diese Einrichtung war bei allen nachfolgenden Versionen Standard. Insgesamt wurden 3.100 B-24H von Consolidated, Convair, Douglas und Ford produziert. Im Jahr 1943 erschienen eine Vielzahl von B-24-Varianten, darunter der B-24J mit neuen Motorsteuerungen, einem neuen Bombenzielgerät und Änderungen bei den Kraftstoff- und Steuerungssystemen. Die endgültigen Versionen, die B-24L und B-24M, hatten weitere Verbesserungen in der Bewaffnung. Bis zum 31. Mai 1945 waren insgesamt 1.667 L und 2.593 M-Modelle gebaut worden. Zu den wichtigeren experimentellen Varianten und Modifikationen der B-24 gehörten der Foto-Aufklärer F-7, der C-87-Transporter, die AT22, welche ein fliegendes Klassenzimmer für das Navigator-Training war und das C-1O9 Transport- und Tankflugzeug. Der Liberator XB-41, eine B-24D, die 1942 zu einem schweren Bomber-Begleiter umgebaut wurde, kam nie über den Prototypen hinaus. Dieses Flugzeug trug vierzehn 12,7-mm-Maschinengewehre. Benutzer: Australien, Brasilien, Kanada, China, Tschechoslowakei, Frankreich, Indien, Neuseeland, Portugal, Süd-Afrika, Sowjetunion, Türkei, Großbritannien, U.S.A. Der Angriff auf Ploesti Der bedeutendste Angriff der B-24 Liberator war der Angriff auf Ploesti. Der Angriff wurde von fünf amerikanischen Gruppen mit Liberator-Bomber von fünf Stützpunkten um Bengasi in Libyen durchgeführt. Dazu gehörten drei B-24-Einheiten, welche von der 8. US-Air-Force aus Großbritannien eingeflogen waren, nämlich die 93., 44 und 389. Bomber-Gruppe. Hinzu kamen die in Nordafrika stationierten 376. und 98. Bomber-Gruppen. Die B-24 Liberator war der einzige infrage kommende Bomber-Typ, um das 3218 Kilometer weit entfernt liegende Ziel anzugreifen. Die Alliierten hofften, mit mehr …

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