Kriegstagebuch 20. November 1917


Tank-Angriff von Cambrai
Englische Tanks Mark IV rollen während des Beginns der Schlacht von Cambrai vorwärts. Links steht eine überrolltes deutsches Feldgeschütz.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 20. November 1917:

Westfront


Cambrai – SCHLACHT VON CAMBRAI (bis 3. Dezember). Erster massiver Panzerangriff: Die verstärkte britische Dritte Armee (Byng) mit 19 Divisionen und dem Tank-Korps unter der Führung von Brigadegeneral Elles im Tank ‘Hilda’ starten einen Überraschungsangriff ohne Vorbereitungsbeschuß durch die Artillerie auf die Hindenburg-Linie. 389 Tanks (179 verloren, davon 65 durch Artilleriebeschuß) rollen von den Sammelpunkten um 6:20 Uhr los, machen den deutschen Stacheldraht platt, verjagen die deutsche Infanterie aus ihren Gräben an der Front und öffnen eine rund 9 km breite Bresche und dringen bis zu 3.500 Metern Tiefe vor. Sie nehmen 4.200 Kriegsgefangene, 223 Kanonen und 281 MGs für 4.000 Mann Verluste.
Die Einsatztaktik der Tanks mit 4 der 5 Sturmdivisionen der Infanterie funktioniert wie trainiert, nur die 51. Highland-Division bleibt vor dem zentralen Schlüsselabschnitt Flesquieres liegen und die Kavallerie schafft es nicht rechtzeitig, nach vorne zu kommen. Hier zerstört Unteroffizier Krüger mit seiner Kanone 7 britische Tanks, während die 107. Infanterie-Division von der Ostfront kommend gerade in Cambrai aus Zügen entladen wird, als der britische Angriff beginnt. Die Deutschen sprengen die Übergänge über den St.Quentin-Kanal.
Lothringen: Die 1. US-Division wird von ihrem ersten Einsatz in den Schützengräben abgelöst (insgesamt 83 Mann Verluste).
Deutschland: Memorandum von Kuhl an Ludendorff zu einer Offensive in Flandern.

Luftkrieg

Cambrai: Das Royal Flying Corps konzentriert 289 Flugzeuge in 15 Staffeln, um die britische Dritte Armee und den ersten Massenangriff mit Tanks gegen nur 78 deutsche Flugzeuge zu unterstützen. 4 Staffeln (13 Flugzeuge verloren oder zerstört, 13 durch Bodenfeuer beschädigt) fliegen Bodenangriff 45 Minuten nach dem Angriff und 20 Sopwith Camel (4 verloren) und Pup-Jäger greifen 4 von 6 als Ziele vorgesehene Flugplätze an. Luftbeobachter melden jedoch bei Flesquieres keine deutschen Batterien und ein Pilot gibt irrtümlich die Eroberung des Ortes vor 11 Uhr an.

Ostfront

Russland: Die Bolschewiken erklären die Volksrepublik Ukraine.

Südfronten

Piave: Die österreich-ungarischen Truppen nehmen den Mt. Fontanasecca zu Beginn von einwöchigen Kämpfen.
Italien: Die letzten beiden französischen Divisionen (23. und 24.) kommen an (bis zum 22. November). Foch reist am 23. November nach Paris ab.

Naher Osten

Palästina: Die britische 75. Division erstürmt drei Höhenrücken, unterstützt durch Nebel, und erreicht Positionen 8 km nördlich von Jerusalem am 21. November, aber die Yeomanry-Division wird vom Zeitun-Grat vertrieben.

Afrika

Ostafrika: Giffards 1/2 Kings African Rifles nimmt 127 Kriegsgefangene in einem anderen Lager. 900 portugiesische Soldaten kommen in Ngomano an. Lettow-Vorbeck baut die Funkstation in Newala ab und beginnt in südlicher Richtung zum Fluss Rovuma abzurücken.

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Im Blickpunkt:
  • La-7

    Lawotschkin La-5FN und La-7, das beste sowjetische Jagdflugzeug im 2. Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Lawotschkin La-5F, La-5FN, La-7, La-9 und La-11 Typ: russisches Jagdflugzeug. La-5F Der Nachfolger der La-5 erhielt seinen Namen von dem neuen ASh-82F-Motor (‘F’ für verstärkt), daher La-5F. Als der ursprüngliche Ash-82A-Motor im Mai 1942 in Perm in Produktion ging, lag das Hauptaugenmerk darauf, davon soviel wie möglich zu bauen. Als Folge davon galt der Motor als ‘unreif’, als er bei der La-5 eingebaut wurde. Die Zylinder-Temperaturen waren sehr kritisch und mussten immer zwischen 200 und 220 Grad Celsius gehalten werden. Es kam zu zahlreichen Vorfällen, wo die Zylinder praktisch ihre Köpfe verloren bis zur vollständigen Auflösung. Dies wurde zu einem großen Problem und so wurden Versuche unternommen, die Hitze unter Kontrolle zu bringen und gleichzeitig die Leistung zu steigern. Daraus entstand der ASh-82F-Motor. Der neue Motor hatte die gleiche Leistung wie der vorhergehende ASh-82A, ermöglichte aber eine größere Leistung auf Höhen über 1.500 Metern und war nicht so hitzeempfindlich. hier zum Vorgänger La-5 Die ersten der neuen Motoren wurden im Dezember 1942 in die La-5 eingebaut und die erste La-5F verließ die Fließbänder in Nizhny-Nowegorod im März 1943. Neben dem Motor waren die Hauptunterschiede eine neue Überdachung, wodurch der Pilot eine weit bessere Sicht nach hinten erhielt. Es gab nun eine vollständige Sicht um 360° und die Überdachung hatte 66 mm dickes Panzerglas, um den Kopf und die Schultern des Piloten zu schützen. An der Frontscheibe gab es nun ein 55 mm dickes Panzerglas und einen Rückspiegel für den Piloten. Die Visiereinrichtung wurde durch das PBP-1B auch etwas verbessert. Es gab noch weitere Veränderung bei der Funkantenne, Cockpit-Ventilation, Flügeln, Holzverarbeitung und Treibstofftanks. Bei den Tanks wurde 160 kg eingespart, was aber auch die Reichweite der La-5F von 1.190 km auf 760 km reduzierte. Der Hauptgrund dafür war, so viel Gewicht wie möglich zu sparen, um die Steigleistung gegenüber der Messerschmitt Bf 109 Gustav zu verbessern. Im April 1943 wurde der neue La-5F-Jäger erprobt und war nur geringfügige 10 km/h schneller als der Vorgänger. Dagegen stieg die Steigleistung auf 5.000 Metern von 6 Minuten bei der La-5 auf 5,5 Minuten für die La-5F an. La-5FN Die ersten La-5FN (FN für direkten Einspritzer) wurden ebenfalls im März 1943 ausgeliefert. Diese hatte den weiter entwickelten ASh-82FN-Motor mit bis zu 1.850 PS, dessen Leistung als Einspritzer für 10 Minuten gesteigert werden konnte. Dazu wurde der Rumpf nun aus einer Mischbauweise hergestellt, wobei leichtere Metallteile in den Flügeln verwendet werden, anstatt vollkommen nur das schwerere Holz. Auch hatte das Flugzeug etwas dickeres Panzerglas in der Cockpit-Haube. Mit der La-5FN erhielt die Rote Luftwaffe erstmals einen Jäger, welcher dem deutschen Standard-Jäger an der Ostfront, der Messerschmitt Bf 109 G-6, Paroli bieten konnte. Allerdings war die La-5F für die Fw 190 A-3 in Sachen Höchstgeschwindigkeit immer noch kein Gegner. Im April 1943 wurden Testflüge der La-5FN gegen eine erbeutete Bf 109G-2 durchgeführt. Diese ergaben, dass die La-5F in niedriger und mittlerer Flughöhe schneller als der deutsche Jäger war – und in diesen Höhen fanden an der Ostfront die meisten Luftkämpfe statt. Dazu hatte die La-5F einen deutlichen Vorteil in der Manövrierfähigkeit gegenüber der Messerschmitt. Im Oktober 1944 wurde eine La-FN mit dem ASh-82FNV-Motor von der deutschen Luftwaffe in Rechlin erprobt. Das Flugzeug hatte aber schon viele Kampfeinsätze über der Ostfront gesehen, bevor es auf einem Flugfeld in Ostpreußen im September 1944 erbeutet wurde. Die Maschine war 57 kg schwerer als eine ursprüngliche, fabrikneue La-5F und die Testpiloten der deutschen Luftwaffe erreichten mit ihr nur eine Geschwindigkeit von 520 km/h in Seehöhe und eine Höchstgeschwindigkeit von 545 km/h in 6.500 Metern Höhe. Allerdings hatte das Flugzeug gute Flug-Charakteristiken und nur im extremen Sturzflug – einige Testpiloten erreichten bis zu 720 km/h dabei – waren die Steuerung schwer zu handhaben. Die Tests ergaben, dass die La-5FN ein hervorragender Jäger für niedrige bis mittlere Flughöhen und sehr wendig im Luftkampf mit hohen G-Werten war. Dazu hatte die La-5FN eine bessere Steigleistung als die deutschen Jäger in bis zu 3.000 Metern Höhe. Kurz nach Produktionsbeginn der La-5FN begann ein Programm, um Gewicht an dem Flugzeug zu sparen. Trotz eines größeren Tankinhalts fiel die Einsatzflugzeit der La-FN auf nur 40 Minuten ab, da der neue Motor mehr Treibstoff verbrauchte. Die Bewaffnung blieb die gleiche mit zwei über dem Motor montierten 20-mm-ShVAK-Kanonen mit 200 Schuss je Kanone. Unter jedem Flügel konnten Bombenzuladungen bis zu 100 kg transportiert werden. Diese wurden aber selten benutzt, da das Flugzeug empfindlich auf Beschuss vom Boden aus reagierte und der Abwurfmechanismus unzuverlässig war, sodass oft eine Bombe weiter unter dem Flügel fest hing. Auch die La-5FN tauchte erstmals während der Schlacht von Kursk auf und war eine unliebsame Überraschung für die deutsche Luftwaffe. Die vierzehn La-5FN der 32. Garde-Jagdflieger-Regiment waren in 25 Luftkämpfe während des Julis und August 1943 verwickelt und meldeten 33 deutsche Flugzeuge abgeschossen zu haben – darunter 21 Focke-Wulf Fw 190A und 3 Messerschmitt Bf 109G. Das russische Flieger-Ass, Major I.N. Kozhedub, erzielte in einer La-5FN während der Kämpfe bei der Überquerung des Dnjepr 11 Abschüsse in 10 Tagen und 1944 über Rumänien acht deutsche Flugzeuge innerhalb einer Woche. Ebenfalls schoss er zwei amerikanische P-51 Mustang über Rumänien ab, welche ihn irrtümlich als deutsche Fw 190 ansahen und angriffen. Insgesamt flog Kozhedub nicht weniger als 330 Kampfeinsätze, bei denen es zu 120 Luftkämpfen kam und er 62 Abschüsse erzielte – wobei die zwei amerikanischen Mustangs offiziell nicht eingerechnet wurden. Im Jahr 1943 wurden insgesamt 5.048 La-5F und La-5FN-Jagdflugzeuge gebaut. Während des Jahres 1944 wurden 3.826 La-5FN in drei Flugzeugfabriken hergestellt. Mit der Einführung der neuen La-7 im April 1944 wurde die Produktion der La-5FN nach und nach heruntergefahren. Bis November 1944 wurden die La-7 und La-5FN gleichzeitig hergestellt, bevor letztere vollständig eingestellt wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt waren insgesamt 9.920 La-5 fertiggestellt worden. Die La-5UTI war ein Trainer mit Doppelsteuerung. La-7 Bis zum Herbst 1943 war klar, dass die Leistung des Schwetsow-M82-Sternmotor über den Stand des ASh-82FN nicht weiter gesteigert werden kann. Deshalb wurde der 2.200 mehr …

  • M4A1(76mm) Sherman im Panzermuseum Munster.

    Späte M4 Sherman Panzer mit verbesserter Bewaffnung, Schutz, Zusatzpanzerung und Kettenlaufwerken. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. M4 (76mm), (105mm), HVSS, A3E2 Jumbo und Calliope Sherman. Typ: amerikanischer mittlerer Kampfpanzer. hier zum Vorgänger, dem Standard-Sherman (Teil I) Geschichte: Einsatzerfahrungen mit dem M4 Sherman Panzer führten zu zahlreichen Entwurfsverbesserungen, welche von der Panzertruppe vorgeschlagen wurden und vom US-Rüstungsministerium in die Serienfahrzeuge übernommen wurden. Dazu zählte vor allem die Notwendigkeit einer stärkeren Bewaffnung und ein besserer Schutz. Sherman Panzer mit 76-mm-Kanone: Um die Feuerkraft zu erhöhen wurden vom Ordnance Department seit Juli 1942 die 76-mm-Geschütze M1 und M1A1 entwickelt. Tests zeigten, dass der vorhandene Turm der M4-Serie zu klein war, um die längere Kanone unterzubringen und so wurde der Turm des mittleren T20/T23-Panzers (nur Prototypen gebaut) verwendet und entsprechend geändert. Die 76-mm-Kanone wurde von Februar 1944 serienmäßig verwendet und auf allen Fertigungslinien eingebaut. Die so ausgerüsteten Kampfpanzer standen damit rechtzeitig für die Invasion in der Normandie und die anschließenden Kämpfe in Nordwest-Europa zur Verfügung. Das Suffix ‘(76mm)’ bezeichnete Fahrzeuge welche mit dieser Waffe ausgerüstet waren. Eine modifizierte M1A1C oder M1A2-Kanone mit Mündungsbremse wurde später noch eingeführt. Sherman Panzer mit besserem Schutz: Brandgefahr bei Treffern in den Motor, Munitionsbehälter oder Treibstofftanks waren die größten Mängel der M4-Serie aufgrund der relativ dünnen Panzerung. Zweckdienliche Maßnahmen dagegen waren das zusätzliche Anbringen von zusätzlichen Panzerplatten an den Rumpfseiten bei den Munitionsbehältern und Treibstofftanks sowie weitere Zusatzpanzerungen vorne auf dem Rumpf und manchmal auch an der Vorderseite des Turms. Bei der Fronttruppe wurden in den Werkstätten oft noch Sandsäcke vorne auf dem Rumpf angebracht und Ersatz-Bodenplatten an den gefährdeten Stellen angeschweißt. In manchen Fällen kam es sogar vor, dass große Panzerplatten oder sogar Beton auf der Vorderfront angebracht wurden. Hauptsächliche Entwurfsänderung um dieses Problem zu beheben war die Einführung eines ‘nassen Lagerraum’ (mit Wasser-mantelung und Glycerin-geschützt) für Munition der späten mit der 75-mm-Kanone und alle mit der 76-mm-Kanone bewaffneten Panzer. Panzer, welche mit der Haubitze bewaffnet waren, hatten zudem noch interne Panzerplatten um die Munition herum. Sherman Panzer mit verbesserter Aufhängung der Ketten: Die Einführung der schwereren Kanone und andere Verbesserungen erhöhten das Gesamtgewicht des Fahrzeuges mit negativen Auswirkungen auf das Fahrverhalten. Im Jahr 1943 wurde daher die neue 58,42 cm breite T80-Kette mit Mittellinienführungen entwickelt. Zu selben Zeit wurde eine ebenfalls neue horizontale Spiralfederung – genannt HVSS – entworfen, welche den vertikalen Typ ersetzte. Drehgestelle wurden den neuen Größen angepasst, aber es gab vier Räder für jedes und die horizontalen Federn waren stabiler als die alten, vertikalen Exemplare. Die Rücklaufrollen wurden nun an die Seiten der Wanne montiert. Das HVSS-System war so konstruiert worden, dass jedes einzelne Rad ersetzt werden konnte, ohne dass das gesamte Drehgestell demontiert werden musste. HVSS wurde von Mitte 1944 eingeführt und damit ausgerüstete Fahrzeuge hatten Kettenabdeckungen wegen der vergrößerten Breite der Kette an der Seite der Wanne. Bei den ursprünglichen Ketten für die M4-Sherman-Panzer waren Gummiblöcke eingebaut gewesen, aber um den Mangel an Gummi zu überwinden, mussten Stahlketten entwickelt werden. Davon gab es zwei verschiedene Muster und sie waren alle zusammen mit den Gummiketten austauschbar und alle drei Typen konnten gleichzeitig an einem Sherman-Panzer gesehen werden. Um die Fahrt in schlammigen Gelände zu verbessern, konnten Verlängerungen an den äußeren Enden der frühen Ketten angebracht werden, um diese breiter zu machen. Mit den neuen T80-Ketten wurden keine Verlängerungen ausgegeben, obwohl sie später noch entwickelt wurden. Sherman-Panzer mit 105-mm-Haubitze: Für die Nahunterstützungsrolle wurde eine 105-mm-Haubitze in Betracht gezogen und zwei M4A4 wurden im November 1942 umgebaut, um damit bewaffnet zu werden. Diese wurden als Standardproduktionsmodelle 1943 aufgenommen. Weitere Verbesserungen am Sherman-Panzer waren neben dem neuen Laufwerk eine bessere elektronische Verkabelung und andere Detailänderungen am Innenraum. Dazu kam eine neue Wanne mit 47°-Winkel vorn, um die Produktion zu vereinfachen und auch einen besseren Schutz zu erreichen, sowie größere Einstiegsluken für Fahrer und Beifahrer, eine Luke für den Ladeschützen und den Einbau eines Sichtgerät in der Kommandanten-Kuppel anstatt des ursprünglichen rotierenden Lukenrings. Serienmodelle verbesserter Sherman-Panzer M4 (105mm): Wie der M4 Sherman, aber mit der neuen 105-mm-Haubitze für die Nahunterstützung. 800 wurden im Detroit Arsenal von Februar bis September 1943 hergestellt. M4 (105mm) HVSS: Wie der M4 (105mm), aber mit besserem Schutz, Ketten-Aufhängung und den zuvor beschriebenen, weiteren Verbesserungen. 841 wurden im Detroit Arsenal von September 1944 bis März 1945 gebaut. M4A1 (76mm): Wie der Standard-M4A1, aber mit 76-mm-Kanone, verbessertem Schutz und weiteren Verbesserungen sowie später auch neuer Ketten-Aufhängung. 3.396 wurden von Pressed Steel von Januar 1944 bis Juni 1945 gebaut. M4A2 (76mm): Wie der Standard-M4A2, aber mit 76-mm-Kanone, verbessertem Schutz und weiteren Verbesserungen sowie später auch neuer Ketten-Aufhängung. Gebaut von Grand Blanc mit 1.594 Stück von Juni bis Dezember 1944 und 21 von Pressed Steel im Mai und Juni 1945. Gesamtzahl somit 1.615 Stück. M4A3 (76mm): Wie der Standard-M4A3, aber mit 76-mm-Kanone, verbessertem Schutz und weiteren Verbesserungen. Gebaut im Detroit Arsenal von Februar bis Juli 1944 mit 1.400 Stück und von Grand Blanc von September bis Dezember 1944 mit 525 Stück. Gesamtzahl somit 1.925 Stück. M4A3 (76mm) HVSS: Wie der Standard-M4A3, aber mit 76-mm-Kanone, verbessertem Schutz, neuer Ketten-Aufhängung und den weiteren Verbesserungen. 1.445 vom Detroit Arsenal von August bis Dezember 1944 produziert. M4A3 (105mm): Wie der Standard-M4A3, aber mit 105-mm-Haubitze, verbessertem Schutz und weiteren Verbesserungen. 500 Stück im Detroit Arsenal von April bis August 1944 gebaut. M4A3 (105mm) HVSS: Wie der Standard-M4A3, aber mit 105-mm-Haubitze, verbessertem Schutz, neuer Ketten-Aufhängung und den weiteren Verbesserungen. 2.539 Stück im Detroit Arsenal von August 1944 bis Mai 1945 gebaut. M4A3E2 Assault Tank: Dies war ein Kompromiss-Entwurf, welcher Anfang 1944 für den europäischen Kriegsschauplatz als vorgesehener schwerer Panzer zur Infanterieunterstützung angenommen wurde, als es klar war, dass der eigentlich schwere Panzer T26E1 nicht vor Anfang 1945 einsatzbereit sein würde. Da die US Army keinen anderen schweren Panzer in Dienst hatte, wurde beschlossen, den M4A3 für den Einsatz als schweren Panzer zu modifizieren. Zusätzliche Panzerung wurde an alle Oberflächen der Hülle angebracht, wodurch eine maximale Panzerung von 100 mm entstand. Ein neuer, schwerer Turm mit einer Frontalpanzerung von 150 mm wurde entworfen, aber die 75-mm-Kanone trotzdem beibehalten. Das Gesamtgewicht des mehr …

  • Paris-Kanone

    21-cm-Kanone L/162, die Paris-Kanone von 1918 im Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. 21-cm-Kanone L/162 Typ: Ferngeschütz. Geschichte Um 7:30 Uhr am 23. März 1918 erschütterte eine Explosion den Quai de Seine in Nordosten von Paris, dessen Ursache nicht festgestellt werden konnte. Etwa 20 Minuten später ereignete sich eine gleiche Explosion auf dem mit Menschenmassen überfüllten Boulevard de Strasbourg und nach dem die Leute verschwunden waren, stellt man fest, dass acht unglückliche Personen getötet und weitere 13 verletzt wurden. Wieder war die Ursache der Explosion nicht ersichtlich, aber dann wurden einige Metallfragmente gefunden, worauf auf eine Fliegerbombe geschlossen wurde. Allerdings war kein Flugzeug gesehen worden und dies traf auch zu, als eine dritte Explosion in der Rue de Chateau-Landon erfolgte, wo ein Gebäude teilweise zerstört wurde. Zu diesem Zeitpunkt waren die öffentlichen Stellen tief besorgt, die wirkliche Ursache der Explosionen herauszufinden und Ermittler begannen die Beweismittel und Anhaltspunkte zusammenzutragen. Praktisch mit Beginn ihrer Untersuchung erfolgte eine vierte Explosion, dieses Mal in der Rue Charles-Cinq, wo eine weitere Person ums Leben kam. Es dauerte nicht lang, bis weitere Fragmente gefunden wurden und dieses Mal gab es genügend Indizien, dass sie von einer Artillerie-Granate stammen mussten. Aber wo war die Kanone, die sie abgegeben hatte ? Mehr Granaten schlugen ein, als die Ermittler an der Arbeit waren und ein allgemeiner Alarm erschallte, welcher die Leute von Paris in die Schutzräume schickte. Nach der achten Granate hatten die Ermittler die Größe der Granaten bestimmt, welche von einer 208-mm-Kanone stammen mussten und konnten sogar einen Hinweis auf deren mögliche Position geben. Ihre Annahme war, dass die Kanone irgendwo in der Region von Crepy stehen musste – aber Crepy war 120 km von Paris entfernt ! Die Deutschen mussten also offensichtlich über einen Typ von Ferngeschütz verfügen, von einer Art, die man sich bisher nur vorstellen konnte. Zusammen mit Luftangriffen war dies für die Bevölkerung von Paris zu viel und viele verließen die Stadt. Über die nächsten Tage schlugen vereinzelt weitere Granaten in einem unklaren Muster ein, welche begrenzten Schaden und einige Opfer verursachten. Aber das schlimmste sollte noch kommen. Am Karfreitag den 29. März 1918 schlug eine Granate in die Kirche von St.Gervais auf der Ile de France ein, mitten im Zentrum der Stadt. 82 Personen wurden getötet und weitere 68 verletzt. Die mysteriöse Kanone hatte bis zu diesem Tag ihre höchste Verlustrate eingefordert. Aber woher kam diese Kanone, welche all diesen Schaden verursachte ? Entwicklung der Paris-Kanone Die Antwort ist nicht ganz so einfach und hatte ihren Ursprung in deutschen ballistischen Versuchen, bei denen die Geschosse viel schneller als erwartet reisten. Die Ursache wurde darin gefunden, dass die Geschosse dabei die dickeren Schichten der Erdatmosphäre verlassen hatten. Wenn der Luftwiderstand während des Großteils der Flugbahn erheblich nachlässt, vergrößert sich auch die Reichweite. Um aus diesem Umstand Vorteile zu erzielen, wurde eine besondere Kanone entworfen. Ein 380-mm-Marinekanonenrohr wurde mit einem neuen und viel längeren 210-mm-Lauf durchzogen, welcher 40 Meter lang war. Dafür wurden besondere Geschosse und Treibladungen entwickelt. Die neue Kanone wirkte mit ihrem langen Lauf etwas seltsam, welcher aus dem ursprünglichen Marinegeschütz hervorragte. Sie wog nicht weniger als 140 Tonnen, hatte dafür aber eine Reichweite von 132 km und konnte beständig funktionieren, wenn auch nur zu einem hohen Preis. Denn jede Granate, welche durch das Rohr gejagt wurde, verursachte soviel Abnutzung, dass sich das Kaliber ständig vergrößerte. Deshalb mussten die nachfolgenden Granaten ein größeres Kaliber als die vorausgegangen haben. Dazu tendierte der lange Lauf dazu unter seinem eigenen Gewicht abzufallen, sodass äußere Verstrebungen angebracht werden mussten. Wie gewöhnlich war ein Krupp-Konstrukteur der Mann hinter dieser fortschrittlichen ballistischen Technologie; der gleiche Mann, welcher schon für die 420-mm Dicke Berta verantwortlich gewesen war. Das ganze Projekt verschlang einen guten Teil der nicht geringen Ressourcen der Firma Krupp, aber dafür gab es einen Grund. Denn schon im Herbst 1914 verlangte die Oberste Heeresleitung von der Kriegsmarine, von der neu eroberten belgischen Küste den Hafen von Dover in England zu beschießen. Die Marine ließ von der Firma Krupp eine Lösung für ein Ferngeschütz mit entsprechender Munition untersuchen. Im Juli 1917 wurden erste Versuche auf einem neu eingerichteten Schießplatz bei Cuxhafen durchgeführt, anschließend bei Meppen. Um die 120 kg schwere Granate in die Stratosphäre zu schießen, war eine Anfangsgeschwindigkeit von 1.600 Meter in der Sekunde notwendig, welches durch eine mehrteilige Treibladung mit 200 kg Pulver erzielt wurde. Ursprünglich wurden die Mantelrohre der 35-cm-Schnellladekanone L/45 verwendet, in welche das überlange 21-cm-Rohr gelegt wurde. Ab April 1918 wurde das ca. 7.000 kg schwere 38-cm-Rohr L/45 verwendet. Die Lafette wurde aus dem Schießgerüst für die 38-cm-Schnellladekanone L/45 als Eisenbahn-Bettungslafette gebaut.   Einsatz der Paris-Kanone Anfang 1918 bereitete der deutsche Generalstab eine Reihe von Offensiven entlang der Somme vor, um den Krieg doch noch zu gewinnen. Dabei sollte das neue Ferngeschütz seinen Teil dazu beitragen, indem es die Gegend von Paris beunruhigt und allgemeine Konfusion und Zerrüttung hervorrufen sollte. Dies ist der Grund für den populären Namen ‘Paris-Kanone’, welche offiziell als ‘Lange 21-cm-Kanone L/162 im Schießgerüst’ bezeichnet wurde. Der Spitzname lautete aber auch ‘Wilhelmgeschütz’. Spätere Versionen der Kanone benutzen ein grundlegendes Kaliber von 232 mm, nachdem der ursprüngliche Lauf aufgebohrt worden war. Aber es muss eindeutig nochmals darauf hingewiesen werden, dass jede abgefeuerte Granate das Kaliber vergrößerte, sodass sorgsam produzierte Granaten in der korrekten Reihenfolge verschossen werden mussten. Die Feuerplattform der Paris-Kanone stammte von einer Marinekanone, mit einer Drehscheibe unter dem vorderen Ende und Läufer auf Schienen am anderen. Die Kanone und ihr Lafette wurden sorgfältig in der Nähe von Crepy auf einem Massivholzsockel in Stellung gebracht und in der Umgebung ebenso sorgfältig in der Mitte eines Waldes verborgen. Die deutschen Kanoniere waren so sorgfältig auf Tarnung bedacht, dass sie sogar durch das Feuern verwelkte Bäume durch neue Anpflanzungen ersetzten. Insgesamt drei Feuerstellungen wurden unter großem Aufwand zwischen November 1917 und Februar 1918 vorbereitet. Nachdem es weiterhin Granaten auf Paris gerieselt hatte, reagierten die Franzosen. Sie verlegten schwere Eisenbahngeschütze in das Gebiet, welches möglichst nahe an Crepy war und begannen mit dem Beschuss der Gegend, wo sie die Position mehr …

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