Kriegstagebuch 21. Oktober 1917


Marsch amerikanischer Soldaten
Marsch amerikanischer Soldaten an die französische Westfront.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 21. Oktober 1917:

Westfront


Lothringen – die ersten US-Truppen in der Frontlinie: Die 1. US-Division zieht im Abschnitt Luneville in die französischen Stellungen ein. Jede amerikanische Einheit der Division wird einer vergleichbaren französischen Einheit zugeordnet.

Ostfront

Baltikum: Deutsche Truppen landen auf dem Festland in Estland bei Verder gegenüber der Moon-Insel, aber sie werden am 23. Oktober knapp 13 km nach Norden und 13 km nach Süden abgedrängt. Die Deutschen geben an, seit dem 12. Oktober 20.130 Kriegsgefangene und 141 Kanonen eingebracht zu haben, bei lediglich 54 Gefallenen.
Russische Südwestfront: 84.948 Offiziere und Mannschaften in Komitees.

Südfronten

Serbien: Bulgarische un deutsche Artillerie beschießt wieder Monastir.
Italienische Front: Cadorna schickt ein Telegramm an den britischen Verbindungsoffizier, Generalmajor Maurice: ‘Der Angriff kommt, aber ich bin zuversichtlich, dass ich ihn stoppen kann.’

Afrika

Ostafrika: Die Hanforce rettet das Lukuledi-Gefängnis und drängt die deutschen Truppen von Major Kraut 3 km nach Süden in Richtung Ndanda ab, aber er zieht sich vom 22. Oktober bis 7. November nach Ruponda im Norden zurück.

Seekrieg

Nordsee: Die Dover Patrol beschießt Ostende. Die Monitore Erebus und Terror überstehen insgesamt 4 Torpedotreffer von 3 deutschen Torpedobooten vor Dünkurchen, dank der Torpedowulst.

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Im Blickpunkt:
  • 2-cm Flak 38

    Deutsche 2-cm Flak 30, Flak 38 und Flakvierling. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Deutsche 2-cm Flak-Geschütze 2-cm Flak 30 2-cm Flak 30 Typ: leichte Flugabwehrkanone Geschichte: Bis zu dem Zeitpunkt, als die neuen deutschen Streitkräfte Anfang der 1930er Jahre bereit zur Wiederbewaffnung waren, hatten die Rüstungshersteller in Deutschland ein beträchtliches Fachwissen bei schweren automatischen Waffen angesammelt. Dies traf insbesondere auf den riesigen Rheinmetall-Borsig-Konzern zu, und dementsprechend erhielt das Unternehmen einen Auftrag für ein leichtes Flugabwehrgeschütz mit dem Kaliber 20 mm. Diese 2-cm Flak war bereits 1935 einsatzbereit. Bezeichnet als 2-cm-Flak 30, wobei der Begriff Flak für Fliegerabwehrkanone steht, war dieses leichte Geschütz das erste in einer Reihe von Waffen, welche von den Besatzungen tieffliegender Flugzeuge während des Zweiten Weltkrieges so gefürchtet wurden. Die Flak 30 war für ihr leichtes Kaliber eine ziemlich komplexe Waffe, welche sich auf einem Wagen mit zwei Rädern zum Schleppen befand und im Einsatz auf einer Bodenplatte ruhte. Diese Bodenplatte bot eine stabile Feuerplattform mit einem 360°-Schwenkbereich und hatte einen Sitz für den Kanonier, welcher in der ursprünglichen Konfiguration der Flak 30 mit einer ziemlich komplizierten Version eines Reflektorvisiers ausgestattet war. Diese Visiere wurden jedoch noch weiter verkompliziert, als einfache Position-Vorhersagesysteme eingebaut wurden. Dies erreichte dann einen Punkt, wo das ganze Visier von einem Uhrwerk angetrieben wurde. Das Ganze wurde so kompliziert, dass die gesamte Idee fallen gelassen wurde und spätere Versionen erhielten ein einfaches Eisenvisier. Das Geschütz hatte eine fünfköpfige Mannschaft, aber im Kampfeinsatz wurde sie häufig von weniger Männern gehandhabt, insbesondere wenn es sich in einer statischen Stellung befand. Im Allgemeinen bestand die Anzahl zumeist aus vier Mann, wobei einer gewöhnlich einen stereoskopischen Entfernungsmesser benutzte. Im Jahr 1944 wurde dessen Funktion jedoch gestrichen, da sich herausgestellt hatte, dass die zusätzlichen Entfernungsangaben im Einsatz unnötig waren. Die Munition wurde der Kanone in 20-Schuss-Magazinen zugeführt, aber aus nie völlig geklärten Gründen war die Flak 30 anfällig für Ladehemmungen. Zur Zeit ihrer Truppeneinführung war die Feuergeschwindigkeit trotzdem vollkommen ausreichend, aber zu Beginn des Zweiten Weltkrieges stellte sich heraus, dass diese zu gering war, um angemessen für die angestiegenen Geschwindigkeiten der Flugzeugtypen nach 1940 zu sein. Folglich wurde die Flak 38 in die Produktion genommen, aber diejenigen Flak 30, welche bereits im Truppengebrauch waren, wurden auch weiterhin verwendet, bis sie verschlissen oder im Gefecht verloren gingen. In den leichten Flugabwehr-Abteilungen des Heeres befanden sich gewöhnlich drei Batterien mit 2-cm-Flak auf jede 3,7-cm-Batterie. Aber mit Fortdauer des Krieges gab es mehrere unterschiedliche Zusammensetzungen dieser Einheiten. Die Flak 30 wurde jedoch nicht nur von der Wehrmacht eingesetzt, denn vor 1939 wurden einige an die Holländer und sogar nach China verkauft. Die Flak 30 wurde ebenso von der deutschen Luftwaffe für die Verteidigung von Flugplätzen und anderen Bodeneinrichtungen verwendet und es gab auch spezielle Marine-Versionen für die Kriegsmarine, sowohl auf Kriegsschiffen als auch an Land. Einige der Geschütze versahen auch ihren Dienst auf Panzerzügen und die Waffe wurde auf einer Vielzahl von Halbkettenfahrzeugen und Lastkraftwagen für die Sicherung motorisierter Kolonnen und Truppenverbände montiert. Auch wurde die Flak 30 häufig gegen Bodenziele eingesetzt und es gab sogar eine spezielle panzerbrechende Granate zur Bekämpfung von Panzern. 2-cm Flak 38 und Flakvierling 38 2-cm Flak 38, Flakvierling Typ: leichte Flugabwehrkanone Geschichte Vor 1940 war bereits abzusehen, dass die Feuerrate der 2-cm Flak 30 zu niedrig ist, um Ziele bei deren zukünftiger Geschwindigkeit zu treffen. Daher wurde beschlossen, die Feuergeschwindigkeit zu erhöhen, damit eine möglichst große Anzahl von Geschossen das Ziel treffen würden. Gleichzeitig wurde beschlossen, die Kanone neu zu gestalten, um die bisher aufgetretenen Störungen im Feuermechanismus zu beseitigen. Aus diesem Grunde wurde nicht Rheinmetall-Borsig, dem Entwickler und Hersteller der Flak 30, der Auftrag übergeben, sondern Mauser. Mauser entwickelte eine neue Waffe, die zwar nach außen hin ähnlich der Flak 30 war, aber innen stark geändert war und die zyklische Feuergeschwindigkeit von 420 auf 480 Schuss in der Minute erhöhte. Die Munition, Nachlade-Mechanismus und die Lafette blieben weitgehend wie zuvor. Die neue Waffe hatte ebenfalls einige komplizierte Extras, die später vereinfacht wurden. Die 2cm Flak 38, wie der Mauser-Entwurf hieß, wurde Ende 1940 in Dienst gestellt und ersetzte schließlich die Flak 30 auf der Produktionslinie. Die Flugabwehrkanone diente neben der Flak 30 und wurde auch von der deutschen Luftwaffe und Kriegsmarine benutzt. Es wurde sogar eine spezielle Version zum Einsatz bei den Gebirgsjägern entworfen, die sich in mehrere Packladungen zerlegen ließ. Diese verwendete die gleiche Kanone wie die Flak 38, aber die Lafette war kleiner und leichter. Sie wurde bekannt als 2 cm Gebirgs-Flak 38 und war eine Mehrzweck-Waffe zum Einsatz gegen Bodenziele und Flugzeuge. 1940 war auch abzusehen, dass Flugzeuge nicht nur schneller, sondern auch besser gegen Feuer vom Boden und der Luft aus geschützt sein würden. Die mit typischer deutscher Gründlichkeit erstellte operationale Analyse ergab, dass trotz der hohen Feuerrate der Flak 38 ein Ziel zwar getroffen werden konnte, aber die geringe Explosionswirkung des Projektils nicht genug Schaden zufügen würde, um einen Abschuss zu erzielen. Die einzige direkt und einfachste Weg hier Abhilfe zu schaffen, war die Anzahl der treffenden Geschosse zu erhöhen und dadurch entstand die 2 cm Flakvierling 38. Sie war praktisch nur eine normale Flak 38 Lafette, die dahingehend geändert wurde, dass sie vier Kanonen hatte, die alle gleichzeitig feuerten. Diese Kombination wurde zu einem gefürchteten Flugzeug-Killer, die den ganzen Krieg über ihren Tribut von tieffliegenden alliierten Flugzeugen einforderte. Die ersten derartigen Flugabwehrkanonen wurden Ende 1940 in Dienst gestellt und es konnte niemals genug von ihnen geben. Sie wurden vom Heer, der Luftwaffe und der Kriegsmarine verwendet. Viele wurden auf Selbstfahrlafetten gesetzt, wie zum Beispiel als SdKfz 7/1, um sie zum mobilen Schutz motorisierter Kolonnen zu verwenden. Es wurde auch eine spezielle Version für den Einsatz auf gepanzerten Eisenbahnzügen gebaut und an einer Radar-gesteuerten Variante wurde ebenfalls gearbeitet. Die Flakvierling erforderte eine größere Anzahl von Personal, zumeist sechs oder sieben Mann Bedienung. Für die Wehrmacht gab es nie genug von ihnen, und so waren im ganzen Reich viele Produktionsstätten nur mit der die Herstellung dieser Waffe, ihrer Lafette und Munition beschäftigt. Munition wurde in verschiedenen mehr …

  • 3d-Modell des Jagdflugzeuges Bf 109 G mit zusätzlichen Kanonen unter den Flügeln.

    Messerschmitt Bf 109, meistgebautes Jagdflugzeug. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Messerschmitt Bf 109 Bf 109 B, C, D, E, F, G, H und K-Serie, S-99 und 199, Ha-1109-1112. Typ: einsitziger Jäger (vielfach auch Jagdbomber). Überblick Messerschmitt Bf 109 25 Jahre lang war die Bf 109 irgendwo auf der Welt in Produktion. Sie wurde von der deutschen Luftwaffe acht Jahre lang eingesetzt, während ihre Herstellung in den Jahren von 1936 bis 1945 fast zwei Drittel der gesamten deutschen Produktion an Jagdeinsitzern ausmachte. Exportierte oder unter Lizenz hergestellte Modelle statteten die Luftstreitkräfte von fast einem Dutzend weiterer Nationen aus. Die Gesamtzahl aller gebauten Exemplare lag bei weit über 33.000 Exemplaren. Entworfen wurde die Bf 109 von der Bayerischen Flugzeugwerke AG im Jahr 1933 um den damals leistungsstärksten deutschen Flugmotor herum, dem 610-PS-Junkers Jumo 210A. Der Ursprung der Bf 109 lag in dem exzellenten, fortschrittlichen Bf 108 Taifun-Verbindungsflugzeug. Trotzdem glaubte Ernst Udet, dass es dieses Flugzeug ‘niemals zu einem Jäger bringen wird’. Der erste Prototyp Bf 109 V1 (D-IABI) hatte seinen Erstflug Anfang September 1935 und verwendete dabei eine 695-PS starken Rolls-Royce Kestrel V-Motor. Bei Vergleichsflügen gegen die Ar 80 V1, Fw 159 V1 und He 112 V1 in Travemünde zeigte sich die Bf 109V1, trotz einiger kleiner Probleme, zur Überraschung der Fachleute als überzeugend. Ursprünglich war im Reichsluftfahrtministerium davon ausgegangen worden, dass die Bayerischen Flugzeugwerke über nicht genügend Erfahrung verfügten, um Hochgeschwindigkeits-Flugzeuge zu bauen. So erhielt die Firma einen Auftrag über zehn Prototypen, wobei Heinkel für seine He 112 ebenfalls eine Bestellung über 10 Flugzeuge erhielt. Erst im November 1935 wurde bei weiteren Flugversuchen in Travemünde die Bf 109 als endgültiger Gewinner der Ausschreibung aufgrund überlegener Flugleistung, niedrigerer Produktionskosten und einer spektakulären Präsentation durch Dr.Ing. Hermann Wurster bestimmt. Die Bf 109V2 wurde anschließend mit einem Jumo 210A angetrieben und flog zum ersten Mal im Januar 1936, gefolgt von dem vorgesehenen Prototyp für die ersten Serienmodelle, der V3. Die ersten einsatzfähigen Jäger-Versionen waren die Bf 109B-1 und B-2, basierend auf den Prototypen V4 und V7. Diese waren mit zwei 7,92-mm MG17 Maschinengewehren oberhalb des Motors und einem dritten MG 17, welches durch den Propellerkreis schoss, bewaffnet. Die Auslieferung der B-1 mit dem 680 PS starken Jumo 210Da begannen im April 1937 an das Jagdgeschwader JG 132, welches die Legion Condor der Luftwaffe zum Einsatz im spanischen Bürgerkrieg verstärkte. mehr über die

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Da bis zum Kriegsende viele hunderte deutsche Division im Rahmen der Wehrmacht aufgestellt wurden, können in dieser Kategorie der Webseite WWW.WELTKRIEG2.DE nur herausragende, einzigartige oder repräsentative Großverbände mit den wichtigsten Einzelheiten aus Bezeichnungen, Aufstellung und Ausbau, Gliederung, Ausrüstung, Kommandeure, Besonderheiten und ihre Geschichte und Einsätze bis zu ihrem Ende während des Zweiten Weltkrieges behandelt werden. Dies sind vor allem die Elite-Verbände des Heeres, Waffen-SS und der Luftwaffe, sowie einige der Panzer-Divisionen und weitere Spezialeinheiten. Kriegsgeschichte von Divisionen Wiederbewaffnung und Gründung der Wehrmacht Am 2. August 1934 verstarb der alte Reichspräsident von Hindenburg und Adolf Hitler verkündete sofort, dass er nun als ‘Führer’ die Aufgaben von Reichskanzler und Reichspräsident gemeinsam übernehmen werde. Schon am nächsten Tag legte die Reichswehr einen Treueid auf den Führer persönlich, und nicht wie zuvor auf das Amt des Präsidenten und des deutschen Staates ab. Bis zum nächsten Jahr war die zuerst heimliche Wiederbewaffnung Deutschlands nicht mehr zu verbergen, die Alliierten beließen es aber lediglich bei Protesten gegen den offensichtlichen Bruch des Vertrags von Versailles. Nur die Briten luden im Februar 1935 eine deutsche Delegation nach London ein, um fruchtlose Gespräche zu führen. Kurz zuvor, am 13. Januar 1935, stimmen 90,3 % der Wähler im Saarland für den Wiederanschluss an Deutschland. Als Reaktion darauf verdoppelte Frankreich seine Armee am 6. März durch Heraufsetzung der Dienstzeit und Herabsetzung des Alters zur Wehrpflicht. Als Folge davon verkündet Göring am 10. März bei einem Empfang für die ausländischen Luftwaffen-Attachés, dass Deutschland bereits eine schlagkräftige Luftwaffe aufbaut und schon über mehrere Jagd- und Bombergeschwader verfüge. Hitler legte am 16. März 1935 nach, indem er die Klauseln zur Rüstungsbeschränkung des Versailler Vertrages aufkündigte. Das ‘Truppenamt’ wurde wieder zum Generalstab unter von Beck und die neue Wehrmacht sollte von den 100.000 Mann der Reichswehr auf 550.000 Mann in 36 Divisionen vergrößert werden. Pläne für die Vergrößerung der deutschen Streitkräfte wurden bereits um die Jahreswende 1933/1934 ausgearbeitet, allerdings ging das Truppenamt ursprünglich nur von 20 oder 21 Divisionen mit 300.000 Mann aus. Nach Becks Vorstellung sollte ein langsames Anwachsen auf 500.00 Mann bis zum Beginn der 1940er Jahre erfolgen, um Mannschaften und Offiziere bestmöglich auszubilden und nicht als Kanonenfutter zu verheizen. Hitler setzte sich jedoch durch, indem er betonte, dass jeder gute Nationalsozialist mangelnde Ausbildung durch seinen fanatischen patriotischen Eifer ausgleichen würde. Bereits im Juni 1934 wurde die ‘Inspektion der Kraftfahrtruppen’ eingerichtet, wobei Oberstleutnant Heinz Guderian ihr Stabschef wurde. Guderian hatte kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs die Kriegsakademie besucht und war auch ein Teilnehmer der Sedan-Generalstabslehrgänge gewesen. Schon kurz nach Kriegsende entwickelte er sich dann bei der Reichswehr zum führenden Fachmann und Befürworter des Bewegungskrieges mit Panzern. In dieser Zeit entwickelte er bereits die Gliederungen, Taktiken und Techniken einer zukünftigen Panzertruppe. Ab 1935 erstellte das ‘Kommando der Kraftfahrtruppen’ Spezifikationen für Panzerkampfwagen, leichte Artilleriegeschütze, Panzerabwehrkanonen, LKWs, Waffenträger, Feldfunkgeräte und anderes Material für die zukünftige Panzertruppe. Bereits im Spätsommer 1935 war die erste Versuchs-Panzer-Division einsatzbereit und nach vier Wochen intensiver Ausbildung wurden eine ganze Reihe taktischer Einsatzversuche durchgeführt. Kurz nach diesen Manövern wurde die Bezeichnung des Stabes in ‘Kommando der Panzertruppen’ geändert. Wenige Tage später, am 15. Oktober 1935, wurden drei weitere Panzer-Divisionen aufgestellt und Guderian wurde bereits nur mit dem Rang eines Obersten schon einer ihrer Divisionskommandeure. Nach dem Anschluss von Österreich wurde das deutsche Heer mit Stichtag 1. April 1939 auf etwa eine Million Mann in 51 aktiven Divisionen vergrößert. Bei einer Mobilmachung standen zusätzlich noch 750.000 Reservisten für 52 Reserve- und Landwehr-Divisionen bereit. Das Offizierkorps hatte zu diesem Zeitpunkt eine Stärke von über 25.000 aktiven Offizieren, darunter 500 Generalstabsoffiziere, erreicht. Dabei war die Qualität der Offiziere aufgrund des schnellen Anwachsens der Wehrmacht schlechter als es wünschenswert gewesen wäre. Die motorisierten Verbände bestanden aus 12 hinreichend ausgebildeten und ausgerüsteten Panzer- und motorisierten Divisionen. Vier weitere Divisionen standen kurz vor der Einsatzbereitschaft. Dies war aber nur etwa ein Viertel des deutschen Heeres, dem Rest fehlten Offiziere und vor allem erfahrene und verlässliche Unteroffiziere. Die traditionellen Divisionen waren aufgrund der raschen Vergrößerung des Heeres nicht hinreichend ausgebildet und es fehlten ihnen immer noch ausreichend moderne Waffen und Ausrüstung. Nur durch die Beschlagnahmung der Waffen des tschechoslowakischen Heeres im Frühjahr konnte die Lage verbessert werden, führte aber gleichzeitig zu Organisationsproblemen durch die Integration von fremden Waffensystemen. Generalstabschef Halder, welcher nach dem Rücktritt von Beck, diesen Posten übernommen hatte, erwartete eigentlich erst einen zufriedenstellenden Ausbildungsstand bei Offizieren und Mannschaften im Jahr 1943. Die wichtigste Einheit in der Wehrmacht war die Division, von der fünf Basistypen existierten: Infanterie-Division, motorisierte Infanterie-Division, Panzer-Division, Leichte Division und Gebirgsdivision. Infanterie-Division der Wehrmacht Infanterie-Divisionen wurden in Wellen aufgestellt und die Divisionen jeder Welle variierten bis zu einem gewissen Grad in Umfang, Organisation und Ausrüstung, abhängig von ihrem vorgesehenen Verwendungszweck und der Verfügbarkeit von Männern und Material. Die 35 Divisionen, welche die ursprünglich erste Welle der Wehrmacht bildeten, hatten eine Stärke von jeweils nahezu 18.000 Mann, während die der nächsten Welle 15.000 Mann stark waren. Divisionen der dritten und vierten Welle hatten wesentlich weniger Artillerie-Unterstützung als die vorhergehenden Formationen. Die Infanterie-Division der Wehrmacht bestand aus drei Infanterie-Regimentern von jeweils etwa 3.000 Mann und einem Artillerie-Regiment sowie zusätzliche Unterstützungseinheiten. Im Gegensatz zu der Praxis in den meisten anderen Armeen, galten Pioniere und die Aufklärungseinheit als Kampfeinheiten, und führten oft mit ihrer hervorragenden Ausstattung aus Flammenwerfern und Panzerabwehrkanonen den Angriff an. Die Abteilung war eine Einheit unterschiedlicher Stärke, mehr …

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