Kriegstagebuch 22. Dezember 1917



Ortschaft Ypern
Die Ortschaft Ypern mit ihren zerstörten und verlassenen Häusern, durchzogen mit großen Granattrichtern, welche sich mit Wasser gefüllt haben.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 22. Dezember 1917:

Westfront


Großbritannien: Generalleutnant Sir R. Maxwell, Quartiermeister-General des BEF seit Januar 1915, tritt zurück. Nachfolger wird Generalleutnant Sir T. Clarke.
Frankreich: General Debeney übernimmt die französische Erste Armee für die restliche Dauer des Krieges.
Flandern: Deutsche Truppen erstürmen einige britische Vorposten an der Eisenbahnstrecke Ypern-Staden, weitere Grabenüberfall in der Nähe am 29. Dezember.

Ostfront

Die Friedensverhandlungen von Brest-Litowsk beginnen.
Rumänische Truppen besetzen Bessarabien. Am 23. Dezember wird dort eine unabhängige Moldawische Republik verkündet.

Südfronten

Saloniki: Der neue alliierte Oberbefehlshaber General Guillaumat (54) kommt an und liest am 30. Dezember Milne seine Anweisungen vor, welche lauten, Griechenland zu schützen und die Armee in der Offensive einzusetzen.

Luftkrieg

Großbritannien: Ein Angriff mehrerer Gotha-Bomber auf Südostengland wird durch schlechtes Wetter vereitelt. 1 Gotha macht eine Notlandung südlich von Margate und wird von seiner Besatzung verbrannt, 3 Gigant-Bomber werfen ihre Bomben nur in das Meer vor Kent und einer greift Boulogne an der französischen Küste an.

Politik

Russland: Bolschewistische Friedensvorschläge, von denen der österreich-ungarische Außenminister Czernin die meisten am 25. Dezember zurückweist.

Besetzte Gebiete

Belgien: Flandern erklärte sich für unabhängig.

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Im Blickpunkt:
  • MG42-Schütze der Waffen-SS

    Mythen über die Waffen-SS (Teil I). Unverhältnismäßig hohe Verluste, schlechteres Führungspersonal und bessere und mehr Ausrüstung und Waffen bei der Waffen-SS. Mythen der Waffen-SS Unverhältnismäßig hohe Verluste bei der Waffen-SS Es wird oft allgemein verbreitet und auch der bekannte Feldmarschall des Heeres, von Manstein, behauptet diese These in seinen Memoiren, dass die Einheiten der Waffen-SS im Kampf relativ höhere und überflüssige Verluste als Einheiten des Heeres erlitten. Allerdings gibt es keine statistischen Erhebungen, welche diese Behauptung unterstützen. Trotzdem werden hohe Opfer aufgrund des Fanatismus ihrer Angehörigen, der schlechten Führung ihrer Offiziere und der manchmal schlechten Ausbildung der Waffen-SS unterstellt. Dieses Thema ist jedoch sehr komplex und umfangreich, aber nach dem aktuellen Wissensstand ist diese Behauptung vor allem als Verallgemeinerung unrichtig. Die fechtenden Einheiten der Waffen-SS bestand in erster Linie nur aus Kampfverbänden und ihren Ausbildungs- und Kampfschulen. Dagegen verfügte das länger bestehende Herr über viel mehr höhere Stäbe, Unterstützungseinheiten wie Nachrichtendienste, Militärpolizei, Bautruppen und Pioniere, dazu Sanitäts-, Versorgungs-, Werkstatt-, Transport-Dienste und das weltweit größte militärische Bahnwesen. Deshalb stellte das Heer auch für die Waffen-SS diese Dienste zur Verfügung. Dazu gehörten größere Stäbe mit Verwaltungsaufgaben, aber auch die Ausbildungskommandos, welche auch bei der Waffen-SS zahlreicher waren, als die eigenen. Dadurch ergab es sich natürlich, dass es in der eigentlichen Waffen-SS ein größerer Anteil an tatsächlich kämpfenden Kampftruppen gab, als beim Heer, wo ein größerer Anteil an nicht-kämpfenden Diensten vorhanden war. Schon alleine deshalb kann man davon ausgehen, dass unter der Waffen-SS die Verluste proportional höher gewesen sein müssen, als im Heer. Dazu waren die SS-Verfügungstruppe (später SS-Division Reich), Leibstandarte-SS-Adolf Hitler und SS-Totenkopf-Division als Elite-Verbände gedacht. Derartige Formationen wurden deshalb oft für den Einsatz an entscheidenden Stellen der Front verwendet. Dies traf vor allem auf die ersten sechs Waffen-SS-Divisionen zu, sowie die später noch aufgestellten SS-Panzer- und Panzergrenadier-Divisionen. Deshalb waren sie normalerweise an den Frontabschnitten mit den heftigsten Kämpfen im Einsatz, sowohl defensiv als auch offensiv. Aber auch die anderen Waffen-SS-Formationen sahen unter den gleichen Umständen wie Heeres-Divisionen intensive Gefechte bei verschiedenen Gelegenheiten während der letzten zwei Kriegsjahre. In diesem Zeitraum waren die Verluste bei allen im Bodenkampf stehenden Waffengattungen der deutschen Streitkräfte erheblich. Die nackten, statistischen Zahlen des bundesdeutschen WASt, welches die Schicksale von Kriegsopfern archiviert, gaben 1972 an, dass ungefähr 950.000 Männer bis Kriegsende in der Waffen-SS dienten. Davon wurden 253.000 als im Gefecht gefallen oder vermisst registriert, was knapp 27 Prozent sind. Im deutschen Heer dagegen dienten 11 Millionen Mann, von denen 3.280.000 Mann als Tot oder vermisst gelten, was knapp 30 Prozent sind. Da es im Heer einen weitaus höheren Anteil von ‘nicht-kämpfenden’ Truppenteilen gab, würde dies sogar einen noch höheren Anteil an Toten unter den Kampftruppen als bei der Waffen-SS ergeben, wo es nur wenige Nicht-Kombattanten gab. Jedoch führen diese Zahlenangaben zu falschen Schlüssen. Denn um die Verluste zwischen Heer und Waffen-SS zu vergleichen, müssten auch die unterschiedlichen Umstände der einzelnen Divisionen im Kampf berücksichtigt werden. Dazu gehören ihre Aufgaben und Operationsziele, gegen welchen Gegner und unter welchen Umständen sie jeweils kämpften, das Gelände und die feindliche Kräfteüberlegenheit. Zum Beispiel ergab eine genauere Studie über die Leistungsfähigkeit an der Westfront im Jahr 1944, dass einige Divisionen der Luftwaffe und des Heeres eine bessere Kampfkraft und damit ein günstigeres Verlustverhältnis erzielten als SS-Formationen. Eine derartige Studie müsste aber für einen Großteil der Gefechte der meisten Divisionen der Wehrmacht erstellt werden, um beweiskräftig zu sein. Weiterhin ist zu bedenken, dass aufgrund politischer Einflussnahme, operativer Überlegungen oder anderer Faktoren, Einheiten der Waffen-SS nicht geopfert wurden, wie z.B. die 6. Armee in Stalingrad oder dieselbe Armee nochmals in Rumänien im Jahr 1944. Das Gleiche galt für die Kapitulation in Tunesien, wo es ebenfalls keine größeren Waffen-SS-Formationen gab. Auch auf Sizilien wurden keine Waffen-SS-Verbände eingesetzt, da hier ebenfalls ein großes Risiko des Verlustes der Einheiten bestand. An diesen und anderen gefährdeten Positionen, wie Küstenschutz, Garnisonen, oder in Stellungen unter schwerem Luft-, See- oder Artillerie-Beschuss, mussten die Einheiten des Heeres ‘ihren Kopf hinhalten’, wodurch hier überproportionale Verluste entstanden. Während des Zweiten Weltkrieges war die andauernde Kampfbelastung der Einheiten der Waffen-SS deutlich geringer als für die meisten Einheiten des Heeres. Nur wenige Einheiten der Waffen-SS sahen 1939 in Polen einen Einsatz oder Westeuropa im Jahr 1940 und keine davon war zumeist größer als ein Regiment. Es gab zu diesem Zeitpunkt nur drei Divisionen: SS-Verfügungs-Division, Totenkopf und SS-Polizei-Division. In der zweiten Jahreshälfte 1941 befanden sich ebenfalls nur sechs Waffen-SS-Divisionen an der Ostfront, während 136 Divisionen des Heeres im ständigen Kampf standen. 1942 waren es dann weiterhin nur sechs Divisionen der Waffen-SS sowie drei Brigaden, während über 200 Heeres-Divisionen an der Ostfront kämpften. Einige der neueren Waffen-SS-Divisionen wurden bis auf die letzten sechs Kriegsmonate praktisch während ihres ganzen Bestehens nur gegen Partisanen eingesetzt. Dies war zwar ein brutaler Kleinkrieg, aber in keinem Fall so verlustreich wie gegen die Rote Armee zu kämpfen. Beim Heer wurden später sogenannte Volksgrenadier-Divisionen aufgestellt oder aus zerschlagenen Verbänden wiederhergestellt. Einige dieser VG-Divisionen wurden mit demoralisierten Kader zerschlagener Divisionen gebildet und mit Person von Luftwaffe und Marine aufgefüllt, welche praktisch keine Erfahrung im Infanterie-Kampf hatten. Nach einer Verbandsübung von höchsten sechs Wochen wurden diese Divisionen in den Einsatz geschickt, wobei die mangelhafte Ausbildung und Ausrüstung durch Indoktrinierung ausgeglichen werden sollte. Seit Sommer 1944 wurden 76 dieser Volksgrenadier-Divisionen mit zweifelhaftem Kampfwert und hohen zu erwartenden Verlusten beim Heer aufgestellt, was alleine schon die doppelte Menge aller Waffen-SS-Divisionen war. Nach Aufführung all dieser Statistiken und Einwände in beide Richtungen ist die Vorstellung, dass die Waffen-SS unverhältnismäßig höhere Verluste erlitten hat, am besten noch eine unbewiesene und nicht nachvollziehbare Verallgemeinerung. Schlechteres Führungspersonal bei der Waffen-SS Wie zuvor bereits erwähnt, gilt als einer der Gründe für die angeblich übermäßigen Verluste der Waffen-SS, dass ihre Führung schlechter als die des Heers war. Hier wird behauptet, dass die Offiziere der Waffen-SS eher mehr nationalsozialistischen Eifer als militärisches Fachwissen mitbrachten. Dies wird allerdings nicht bei einem Blick auf das Führungspersonal der verschiedenen Waffen-SS-Divisionen untermauert. Viel mehr besaßen alle Divisionskommandeure militärische Erfahrungen aus dem 1. Weltkrieg und waren sogar zumeist schon im Offiziersrang. Allerdings diente nur eine Minderheit ununterbrochen mehr …

  • 3D-Modell B-24 Liberator

    B-24 Liberator-Bomber, meist gebautes amerikanisches Flugzeug im Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz beim Ploesti-Angriff, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Consolidated Vultee B-24 Liberator Typ: schwerer Langstrecken-Bomber. Geschichte: Mit einer Produktion von insgesamt 18.482 Flugzeugen war die B-24 Liberator das meist gebaute und zahlreichste US-Kampfflugzeug des Zweiten Weltkriegs. Die B-24 Liberator wurde an jeder Front im dicksten Kampfgetümmel eingesetzt und das in einer Vielzahl von Rollen, einschließlich zur Bombardierung, Seeaufklärung, U-Boot-Bekämpfung und Transportaufgaben. Aber das Haupteinsatzgebiet war das des Bombers, vor allem im Pazifik-Krieg. In drei Jahren von Kampfeinsätzen warfen B-24-Bomber 635.000 Tonnen Bomben ab und schossen 4.189 feindliche Flugzeuge ab. Obwohl die Besatzungen die B-17 Fliegende Festung bevorzugten, da sie widerstandsfähiger war, erwies sich der Liberator als ein exzellentes und vielseitiges Kampfflugzeug. Neben Consolidated bauten mehrere andere Unternehmen Liberator-Bomber. Insgesamt wurden 1.694 direkt an die Royal Air Force für den Dienst beim Küsten- und Bomber-Kommando geliefert. Allerdings waren die ersten, an die RAF gelieferte Modelle, nicht für Kampfeinsätze zu gebrauchen und übernahmen als LB-30A den Atlantiktransport. Der RAF Liberator I hatte dann eine bessere Abwehrbewaffnung und wurde von der Küstenverteidigung mit ASV-Radar und einer starr eingebauten Batterie von 20-mm-Kanonen eingesetzt. Durch seine große Reichweite war er bei der Überwachung des Atlantiks gegen die deutschen U-Boote sehr wertvoll. Der RAF Liberator II bekam angetriebene Kampfstände und diente als Bomber im Mittleren Osten. Die ersten Studien, welche zur Entstehung der B-24 führen sollten, begannen Anfang 1939, als Consolidated Aircraft Corporation eine Anfrage vom US Army Air Corps für einen neuen schweren Bomber erhielt. Es wurde ein moderneres Flugzeug mit besserer Geschwindigkeit, Reichweite und Dienstgipfelhöhe als die sich schon in der Produktion befindliche Boeing B-17 gesucht. Chef-Entwickler Isaac M. Laddon entschied sich für einen Hochdecker mit Doppelflossen und Ruder. Der Flügel war sicherlich das originellste und fortschrittlichste Merkmal des Laddon-Entwurfs. Consolidated hatte vor kurzem begonnen, fließende Laminar-Konturen von Davis in seine Entwürfe einzuarbeiten und zögerte nicht, diese neue Technik auch bei dem neuen Bomber anzuwenden. Der Davis-Flügel mit dem hohen Seitenverhältnis erbrachte eine beeindruckende Tragleistung, Auftrieb und Reichweite. Diese Flügel waren für den Marschflug wirtschaftlich und gaben der Liberator zusammen mit dem großen Treibstoffvorrat eine enorme Reichweite, größer als sie jedes andere landgestützte Flugzeug seinerzeit hatte. Ein Vertrag, welcher am 30. März 1939 unterzeichnet wurde, forderte ein vollwertiges Modell und einen Prototyp. Letzterer ging am 29. Dezember desselben Jahres erstmals in die Luft. Der neue Bomber hatte einen tiefen Rumpf und einen großen Bombenschacht mit Schiebetüren. Das Fahrwerk war damals ungewöhnlich: eine Dreiradanordnung, bei der das Hauptrad in den Flügel eingezogen wurde. Das Hauptfahrwerk war so lang, dass es nach außen eingezogen werden musste – durch Elektromotoren, wie fast alles an Bord elektrisch angetrieben wurde. Der Typ wurde ursprünglich von vier Pratt&Whitney R-1830-33 Motoren mit zwei mechanischen Ladern angetrieben, die anschließend durch Abgas-betriebene Turbolader ersetzt wurden. Dieses eindrucksvolle Flugzeug wurde zu einem der wichtigsten in der Luftfahrtgeschichte. Fünf Jahre jünger als die Boeing B-17 Fliegende Festung, brachte die B-24 Liberator keine wesentlich besseren Leistungen als der Vorgänger. Im Hinblick auf Maschinenleistung, Stabilität und Steuerung war es schwächer und für den Durchschnittspiloten anstrengend zu fliegen. Es war auch das komplizierteste und teuerste Flugzeug, das man bis dahin kannte – doch gerade dadurch zeigte es, wie sich Flugzeuge in der Zukunft entwickeln würden. Trotzdem wurde es in größeren Stückzahlen gebaut als jedes andere amerikanische Flugzeug, in mehr Versionen für mehr Aufgaben als jedes andere Flugzeug der Geschichte, und es wurde von den Alliierten an allen Fronten eingesetzt. Und auch in Bezug auf den industriellen Aufwand übertraf es alles bisher Dagewesene. Sieben Vorserienflugzeuge wurden gebaut und 1940 folgte ein erster Auftrag für 36 Flugzeuge. Nur neun davon wurden gebaut, der Rest wurde als B-24C produziert. Die B-24C hatte Turbo-geladenen Pratt&Whitney R-1830-Motoren, die strukturelle Modifikationen an den Triebwerksgondeln erforderten. Die Bewaffnung wurde ebenfalls erhöht. Die erste bedeutende Version war jedoch die B-24D, für die 1940 große Aufträge erteilt wurden. Weitere Aufträge brachten die Gesamtproduktion dieser Variante auf 2.738 Stück. So groß war die Nachfrage nach der B-24, dass die ursprünglichen Produktionsanlagen erweitert werden mussten. Consolidated baute B-24 in San Diego und fügte dann eine zweite Fabrikationsanlage in Fort Worth, Texas, hinzu. Ab der B-24D bauten Douglas, Ford und North American auch Liberator-Bomber. Im April 1942 war die B-24D Liberator die erste Version, welche erstmals in den Einsatz ging. Die frühen Kampfeinsätze der Liberator fanden im Nahen Osten und auf dem Pazifik-Kriegsschauplatz statt. Die nächste Version war die B-24E, welche andere Motoren und Propeller hatte. Als Nächstes folgte die B-24G und mit dem 26. Serienflugzeug wurden wesentliche Modifikationen eingeführt. Dazu gehörten ein mechanisch angetriebener Bug-Kampfstand, womit eine zusätzliche Verteidigung gegen Frontalangriffe geschaffen wurde, bei denen sich die B-24 als besonders empfindlich herausgestellt hatte. Diese Einrichtung war bei allen nachfolgenden Versionen Standard. Insgesamt wurden 3.100 B-24H von Consolidated, Convair, Douglas und Ford produziert. Im Jahr 1943 erschienen eine Vielzahl von B-24-Varianten, darunter der B-24J mit neuen Motorsteuerungen, einem neuen Bombenzielgerät und Änderungen bei den Kraftstoff- und Steuerungssystemen. Die endgültigen Versionen, die B-24L und B-24M, hatten weitere Verbesserungen in der Bewaffnung. Bis zum 31. Mai 1945 waren insgesamt 1.667 L und 2.593 M-Modelle gebaut worden. Zu den wichtigeren experimentellen Varianten und Modifikationen der B-24 gehörten der Foto-Aufklärer F-7, der C-87-Transporter, die AT22, welche ein fliegendes Klassenzimmer für das Navigator-Training war und das C-1O9 Transport- und Tankflugzeug. Der Liberator XB-41, eine B-24D, die 1942 zu einem schweren Bomber-Begleiter umgebaut wurde, kam nie über den Prototypen hinaus. Dieses Flugzeug trug vierzehn 12,7-mm-Maschinengewehre. Benutzer: Australien, Brasilien, Kanada, China, Tschechoslowakei, Frankreich, Indien, Neuseeland, Portugal, Süd-Afrika, Sowjetunion, Türkei, Großbritannien, U.S.A. Der Angriff auf Ploesti Der bedeutendste Angriff der B-24 Liberator war der Angriff auf Ploesti. Der Angriff wurde von fünf amerikanischen Gruppen mit Liberator-Bomber von fünf Stützpunkten um Bengasi in Libyen durchgeführt. Dazu gehörten drei B-24-Einheiten, welche von der 8. US-Air-Force aus Großbritannien eingeflogen waren, nämlich die 93., 44 und 389. Bomber-Gruppe. Hinzu kamen die in Nordafrika stationierten 376. und 98. Bomber-Gruppen. Die B-24 Liberator war der einzige infrage kommende Bomber-Typ, um das 3218 Kilometer weit entfernt liegende Ziel anzugreifen. Die Alliierten hofften, mit mehr …

  • Rekrut der US-Marines

    US-Rifle cal .30 Springfield M1903 Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell des amerikanischen Infanteriegewehrs. Springfield M1903, US-Rifle cal .30 Typ: Infanterie-Gewehr. Modell 1903 Springfield Das Springfield-Gewehr im 1. Weltkrieg Um die Jahrhundertwende war die US-Armee mit einem Gewehr bewaffnet, welches unter dem Namen Krag-Jorgensen 1892 eingeführt worden war. Es dauerte nicht lange, bis die Amerikaner erkannten, dass das Krag-Jorgensen bei der schnellen Waffenentwicklung in den späten Jahren des 19. Jahrhunderts viel zu wünschen übrig ließ, und dementsprechend beschlossen sie, ein besseres Gewehr einzuführen. Sie sahen sich nach neuen Möglichkeiten um und waren bald von dem Grundsystem des Mauser-Gewehrs so beeindruckt, dass sie eine Lizenz zur Herstellung von Gewehren auf der Grundlage des Mauser-Entwurfes für die USA aushandelten. Für 200.000 US-Dollar kaufte die US-Regierung eine Lizenz von der Firma Mauser. Das Mauser-System wurde modifiziert, um ein Gewehr mit einer neuen amerikanischen Patrone mit dem Namen Cartridge, Ball, Caliber .30 in M1903, herzustellen. Diese ursprüngliche Kugel, für die das Gewehr entwickelt wurde, war ein 14,26 Gramm schweres Exemplar, welches eine stumpfe Spitze hatte. Als die deutsche Armee jedoch 1905 ihren ‘Spitzer’ – oder die spitze Kugel – einführte, welche eine bessere Leistung versprach, folgte der Rest der Welt eilig nach. Die US-Army führte eine Spitzkugel mit 9,72 Gramm ein und die Zielvorrichtung der Gewehre wurden modifiziert, um deren geänderter Ballistik zu entsprechen. Das Gewehr wurde 1903 fertig und wurde 1904 zuerst im Springfield-Arsenal in Illinois hergestellt, wodurch es seinen allgemein akzeptierten Namen Springfield-Gewehr erhielt. Vom Aussehen her war es offensichtlich ein Mauser-Gewehr, aber der Länge nach war es etwas Neues. Das neue Gewehr wurde offiziell als Magazine Rifle, Caliber .30, Model of 1903 bezeichnet, dies wurde aber meist mit Modell 1903 oder nur M1903 abgekürzt. Es unterschied sich von den meisten seiner Zeitgenossen dadurch, dass es eine Zwischengröße zwischen einem Infanteriegewehr in voller Länge und einem Karabiner war, denn es sollte die Dienstwaffe für alle Waffengattungen von der Kavallerie bis zur Infanterie sein. Dieser Kompromiss aus den unterschiedlichen Längen führte zu einem äußerst attraktiven und gut ausbalancierten Gewehr, das in der Handhabung eine Freude war und noch immer ist. Der ursprüngliche Entwurf war ein Langgewehr mit einem 76,2-cm langen Lauf gewesen. Während der Arbeiten führte jedoch die ‘Short’ Lee-Enfield Gewehr ein, und die US-Army beschloss, diese Idee für ein einziges Gewehr für alle Waffengattungen zu übernehmen. Der Entwurf wurde geändert und die ersten Modelle wurden ab 1905 mit einem 61 cm langen Lauf hergestellt. Obwohl das Gewehr grundsätzlich vom Mauser-Typ war, gab es ein oder zwei Eigenschaften, welche das Springfield einzigartig machten. Der Schlagbolzen besteht aus zwei Teilen, der Hülsenauswurf erfolgt nicht durch eine Feder, und ein genialer Schlossanschlag ermöglicht es, den Bolzen zu entfernen und als Sperre zu wirken, sodass die Kugeln im Magazin festgehalten werden und das Gewehr als Einzellader verwendet werden kann. Der Repetierverschluss wurde als Abwärtsbewegung ausgeführt, mit einem gut platzierten Verschlussgriff, der bei Bedarf schnell zu betätigen war Die insgesamt gute Verarbeitung und Detailgestaltung machten die Waffe äußerst präzise, und die M1903 und ihre späteren Versionen werden immer noch als Scheibengewehre sehr geschätzt. Das ursprüngliche Modell 1903 war das Gewehr, das die US-Armee 1917 mit nach Frankreich nahm, aber es wurde in der Produktion bald von späteren Varianten ersetzt, darunter das M1903 Mark 1. Hierbei handelte sich dabei um ein Modell 1903, das an die unglückselige Pedersen-Vorrichtung angepasst war, eine Vorrichtung, die das Repetiergewehr in eine Art automatisches Sturmgewehr verwandeln sollte. Dazu wurde der Verschluss entfernt und durch einen neuen Empfänger ersetzt, der spezielle 7,62-mm-Pistolenmunition abfeuerte, die aus einem oben liegenden Magazin zugeführt wurde. Die Patronen wurden über den Lauf des Gewehrs abgefeuert. Obwohl diese Waffe ausgegeben wurde, erschien es zu spät für eine verbreitete Ausgabe an die Truppe und es sollte für die geplanten Offensiven im Jahr 1919 in Reserve gehalten werden. Nach dem Krieg wurde es ganz aus dem Verkehr gezogen und diese Mark-1-Gewehre wurden wieder auf das Standard-Modell 1903 umgerüstet. Unter Berücksichtigung aller Umstände kann es das Springfield Modell 1903 als eines der besten Infanteriegewehre seiner Zeit angesehen werden und die Waffe wird immer noch als Scheibengewehr oder Jagdgewehr verwendet und ist als Sammlerstück sehr begehrt. Im Zweiten Weltkrieg Nach 1918 wurde das Modell 1903 weiter in verschiedenen Formen modifiziert, hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt, die Herstellung zu vereinfachen. Die Modifikationen betrafen aber auch den Visiertyp, die Schaftform, wo ab 1929 das Modell 1903 A1 mit Pistolengriff entstand, und andere Details. Das M1903A2 wurde als unterkalibrige Waffe zum Einschieben in die Läufe von Küstengeschützen gebaut und war eine kostengünstige Methode, die Ausbildung an diesen Geschützen durchzuführen. Wenn auch das M1 Garand das Standardgewehr der US-Armee im Zweiten Weltkrieg war, so blieben jedoch viele Tausende der älteren Zylinderschloss-Gewehre Springfield M1903 weiterhin in Gebrauch. In der ersten Hälfte des Krieges wurden sie auch weit verbreitet von den Fronttruppen verwendet, bevor ausreichende Mengen des M1 produziert werden konnten. Anschließend wurden sie jedoch immer noch von Wachsoldaten, Reserveverbänden, Garnisonen hinter der Front und für die Grundausbildung von Rekruten verwendet. Außerdem wurden viele an die national-chinesische Armee, die britische Home Guard oder an die Frei-französischen Streitkräfte und Résistance geliefert. Selbst noch bei der Invasion in der Normandie 1944 verwendeten viele der anlandenden US-Truppen die M1903 Springfield. Obwohl seit 1936 das Garand-Gewehr bei der US-Armee neue eingeführt wurde, wurde jedoch auch das M1903 Springfield-Gewehr während des 2. Weltkrieges noch als Standard-Waffe geführt. Nachdem 1940 einige an die britische Home Guard ausgegeben wurden, waren die mit dem Springfield-Gewehr ausgerüsteten Einheiten damit so zufrieden, dass das Gewehr auf britischen Wunsch hin wieder in Produktion genommen wurde. Als dann die USA im Dezember 1941 in den Krieg eintraten, stand das M1 Garand weder in ausreichenden Mengen zur Verfügung noch wurden genügend davon gebaut. So wurde das Springfield als M1903A3 wieder in die Massenproduktion aufgenommen. Diese Version war für die schnellere Herstellung vereinfacht worden, war aber immer noch eine gut gemachte Infanteriewaffe. Einige der Teile wurden nun gestanzt, aber der Hauptunterschied war das Zielkorn, was nach hinten versetzt wurde. Eine Reihe der Scharfschützen-Gewehre vom Modell 1903 A4 wurden sogar noch im Koreakrieg mehr …

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