Kriegstagebuch 23. April 1917


Deutsche Soldaten nehmen im Graben Deckung
Deutsche Soldaten nehmen im Graben Deckung vor feindlichen Handgranaten.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 23. April 1917:

Westfront


Artois – Zweite Schlacht an der Scarpe (bis zum 24. April): 9 britische Divisionen (2. Armee) mit 2.685 Kanonen (gegen 1.329 deutsche Geschütze), 20 Panzer (5 außer Gefecht gesetzt) greifen auf einem 15 km breiten Frontabschnitt an und gewinnen 1,5 bis 3 km Gelände nördlich und südlich ses Flusses Scarpe. Die 63. (Royal Navy) Division wehrt 5 Gegenangriffe bei Gavrelle ab und die britische 15. Division nimmt Guemappe. Die Briten bringen 2.500 Kriegsgefangene ein, verlieren aber selbst 10.000 Mann.
Aisne: Präsident Poincare drängt darauf, die französische Offensive zu verschieben.

Luftkrieg

Westfront: 68 Jäger des Royal Flying Corps fliegen offensive Patrouille um den neuen Bodenangriff zu unterstützen. Eine Stunden lang gibt es heftige Luftkämpfe ohne einen abgeschossenen Jäger. Ball macht 2 Abschüsse. Richthofen’s Jasta 11 erzielt den 100. Luftsieg (von insgesamt 350 während des Krieges und wird damit die führende deutsche Einheit).

Seekrieg

Atlantik: Das Schlachtschiff New Mexico (BB49) läuft in der New York Navy Yard vom Stapel und ist der erste Dreadnought mit einem Turbo-Elektrischen Antrieb (Fertigstellung am 20. Mai 1918).
Nordsee: 3 Wasserflugzeuge des Royal Navy Air Service bombardieren 5 deutsche Zerstörer vor Zeebrügge, von denen 1 sinkt.

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Im Blickpunkt:
  • Fallschirmjäger mit einem frühen 'E-Modell' des FG42-Sturmgewehr

    Deutsches Fallschirmjägergewehr 42 (FG-42, FjG42) aus dem Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Herstellung, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Fallschirmjägergewehr 42 (FG 42, FjG42) Typ: Automatisches Sturmgewehr. Geschichte: Als die Entwicklung der MP 43 begann, waren auch die deutschen Fallschirmjäger an dieser interessiert, da eine solche Waffe eine Lücke in ihrer Ausrüstung schließen würde. Bei Luftlandeoperationen kam es nämlich immer auf maximale Feuerkraft bei möglichst geringem Gewichts- und Platzverbrauch an. Nach einer eingehenden Untersuchung lehnte die Luftlandetruppe jedoch den Entwurf mit der Begründung ab, dass die kurze Patrone, um welche herum die neue Waffe entwickelt wurde, nicht ausreichend für ihre besonderen Bedürfnisse war. Sie verlangten eine ähnliche Waffe, welche die normal lange Standardpatrone verschoss. Diese Forderung ergab sich aus den Erfahrungen der Luftlandung auf Kreta, wo sie unter Fernfeuer der englischen Lee-Enfield Gewehre lagen und dass davon ausgegangen werden kann, dass die gewöhnlich 7,92-mm-Standardpatrone auf jedem Kriegsschauplatz leichter verfügbar war. Da das Heer nicht an einer solchen Waffe interessiert war und die Fallschirmjäger ein Teil der Luftwaffe waren, legten sie ihre Forderung erneut über die Kanäle der Luftwaffe vor und dort wurden diese erhört. Die Waffe wurde von Rheinmetall-Borsig entwickelt, welches die ersten Spezifikationen bereits Ende 1940 erhalten hatte. Der erste Prototyp war Mitte 1942 für Tests fertiggestellt. Die Spezifikationen wurden ursprünglich an nicht weniger als acht Firmen vergeben, aber nur der Entwurf von Rheinmetall-Borsig war es wert, weiter verfolgt zu werden. Zwar wurde das Gewehr schließlich in die Produktion genommen, aber während des Herstellungsprozesses gab es so viele Änderungen und Modifikationen, sodass die Waffe noch nicht einmal bei Kriegsende endgültig fertig entwickelt worden war. Das FG 42 war ein hervorragender Entwurf, welcher auf bewährten Techniken basierte. Es wurde durch Gasdruck betrieben und der Mechanismus war so ausgelegt, dass bei Einzelschüssen der Bolzen die Patrone umschloss und beim Zurückziehen des Auslösers die Waffe schoss, welche dann automatisch sich neu lud. Während automatischen Feuers blieb der Bolzen offen, wenn der Auslöser losgelassen wurde, um die Kammer und den Lauf zwischen den Feuerstößen abzukühlen. Große Teile der Waffen wurden mit billigem Pressstahl fabriziert, während die Verkleidung aus Schichtholz oder Kunststoff bestand. Zwar war es eine genial einfache und effektive Waffe, aber wegen des starken Rückschlags der Standardpatrone war es schwierig mit Einzelschüssen genau zu zielen, während es aufgrund seiner leichten Bauweise und fehlenden Zweibein nicht einfach war, vollautomatisch damit zu feuern. Herstellung und Einsatz des Fallschirmjägergewehr 42 Beim Fallschirmjägergewehr 42 wurden die meisten Teile aus Blech gestanzt. Die ersten Modelle hatten neben einer Mündungsbremse auch ein einklappbares Zweibein sowie ein Bajonett, das in einem Bügel drehbar eingebaut war. Die Waffe war zwar billig beim Material und revolutionär entworfen, war jedoch nur aufwändig und mit vielen Arbeitsschritten herzustellen. Deshalb wurde nur eine relativ kleine Anzahl hergestellt – die meisten Quellen zitieren 7.000 Stück – da sich während der Entwicklung die Prioritäten ständig verändert hatten. Davon sollen etwa 2.000 bis 2.100 Exemplare vom ersten Modell E produziert worden sein. Anschließend wurde bei der Version F das Zweibein weiter vorne befestigt und zusätzliche Vereinfachungen eingeführt. Bei der anschließenden Ausführung G wurde ein einfacher Holzschaft verwendet und der Pistolengriff wurde durch eine mehr orthodoxe Komponente ersetzt. Von den Modellen F und G wurden etwa weitere 5.000 Exemplare bis Kriegsende hergestellt. Die Luftlandung auf Kreta, wo der Einsatz dieser Waffe sinnvoll gewesen wäre, hatte auch gezeigt, dass solche Operationen zu kostspielig waren um öfters wiederholt zu werden, und so verbrachten die Luftlandetruppen den Rest des Krieges zumeist als herkömmliche Bodentruppen, wenn auch mit hoher militärischer Leistungsfähigkeit aufgrund ihrer langen und hervorragenden Ausbildung. Zudem wurden die meisten Waffenfabriken vom Heer kontrolliert, welches zögerlich war, Produktionskapazitäten für Waffen abzuzweigen, welches es als überflüssig ansah. Schon die Entwicklung musste bei der Firma Rheinmetall-Borsig in Auftrag gegeben werden, da diese zu diesem Zeitpunkt zu den Reichswerken Hermann Göring, dem Oberbefehlshaber der Luftwaffe, gehörten. Angeblich soll das FG 42 erstmals bei der Befreiung Mussolinis im September 1943 eingesetzt worden sein. Anschließend wurde es von den Fallschirmjäger-Einheiten – den bei den Alliierten gefürchteten ‘Grünen Teufeln’ – in den Kämpfen um Monte Cassino in Italien verwendet.   Das Fallschirmjägergewehr 42 stellte sich als so erfolgreich heraus, dass die Bodeneinheiten der Luftwaffe ständig mehr Waffen davon forderten, was aufgrund der Schwierigkeiten bei der Herstellung kaum möglich war. Die Mehrzahl der Waffen wurde an Einheiten an der Westfront ausgegeben, wo auch eine große Anzahl durch alliierten Truppen 1944 erbeutet wurden, was zu der Spekulation Anlass gab, dass es in größerer Zahl vorhanden sein musste, als es tatsächlich produziert wurde. Das Fallschirmjägergewehr 42 war trotz allem seiner Zeit weit voraus und nach dem 2. Weltkrieg wurden viele seiner Eigenschaften und Ideen bei anderen Entwürfen verwendet und sind bis heute bei vielen modernen Sturmgewehren enthalten. Benutzer: Deutschland (Luftlandetruppen). Animation 3d-Modell Fallschirmjägergewehr 42 Spezifikationen FG 42 Spezifikationen: Einsatzstatistik: Video vom Schiessen mit dem Fallschirmjägergewehr 42 https://www.youtube.com/watch?v=NstrbkCg_ks

  • Simonow-Gewehr

    Sowjetisches vollautomatisches Gewehr Simonow AVS-36 und Selbstladegewehre Tokarew SVT-38, SVT-40 und DP-Maschinengewehre. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. AVS-36, SVT-38 und SVT-40 Typ: Vollautomatisches Gewehr bzw. Selbstladegewehr. Geschichte In der Sowjetunion wurde über die Jahre hinweg ein gewisses Talent bei der Weiterentwicklung von Infanteriewaffen hervorgebracht. Dazu gehörte neben den PPS-Maschinenpistolen auch der frühe Schritt hin zu Selbstladegewehren. AVS-36 Das erste davon war das Automaticheskaia Vintovka Simonow, entworfen von Sergej Simonow, welches nach zehnjährigen Versuchen 1936 bei der Roten Armee als AVS-36 eingeführt wurde. Es sollte das Standardgewehr Mosin-Nagant bei der Truppe nicht vollständig ersetzen, sondern nur ergänzen und bei der Infanterie für mehr Feuerkraft sorgen. Das Funktionsprinzip basierte auf der Gasentnahme aus dem Lauf und konnte sowohl für Einzelfeuer oder Dauerfeuer verwendet werden. Das Magazin fasste bis zu 15 Patronen. Es wurden bis 1940 etwa 65.000 Exemplare in der Waffenfabrik von Ishewsk hergestellt und es wurde von der Roten Armee im Winterkrieg von 1939/40 gegen Finnland eingesetzt. Das Gewehr war aber kein großer Erfolg, da es einen zu starken Mündungsausstoß und Rückstoß produzierte, eine ungenügende Treffgenauigkeit hatte, der eher komplizierte Mechanismus zu anfällig für Dreck und Staub war und die Bauteile nur eine geringe Lebensdauer hatten. Deshalb wurde es nicht weiter hergestellt und durch das Tokarew-Gewehr ersetzt. SVT-38 Das von Fjodor W. Tokarew entwickelte Selbstladegewehr SVT-38 (Samozariadnja Wintowka Tokarew) ersetzte 1938 das nicht allzu erfolgreiche AVS-36. Ursprünglich war es keine große Verbesserung gegenüber dem AVS, vor allem, da es nur in Einzelfeuer arbeitete. Wie das AVS arbeitete die Waffe mit einem Gassystem und behielt die wesentlichsten Bauteile bei, aber das Abzugssystem wurde vereinfacht. Die Munitionszufuhr erfolgte ebenfalls durch ein abnehmbares Magazin, aber für nur zehn Patronen. Das neue Gewehr wurde schnellstmöglich in der Waffenfabrik von Tula im Jahr 1939 in Auftrag gegeben und ein Jahr später auch in Ishewsk in die Serienproduktion genommen. Ein Teil der hergestellten Gewehre, sowie vom Nachfolger SVT-40, erhielt Zielfernrohre für den Einsatz bei den Scharfschützen. Da die Waffe jedoch so leicht wie möglich gehalten werden sollte, war der Mechanismus viel zu leicht für die auftretenden Kräfte und mechanischen Vorgänge, welche bei längerer Benutzung anfallen. Während die Kombination eines gasbetriebenen Systems und ein Verriegelungsblock nach unten in eine Aussparung im Gehäuse sich grundsätzlich bewährte, gab es trotzdem häufig Probleme, hauptsächlich, weil Teile davon kaputtgingen. Aus diesem Grunde wurde das SVT-38 im Laufe des Jahres 1940 aus der Produktion genommen und durch das SVT-40 ersetzt. SVT-40 Das SVT-40 entstand aus dem früheren Modell SVT-38. Der hauptsächliche Unterschied lag vor allem bei Vereinfachungen für die Produktion und um die Zuverlässigkeit zu verbessern. Tokarew vervollkommnete sein erstes Modell technisch und machte es auch leichter. Es konnte bereits im April 1940 als Modell 1940 oder SVT-40 in die Produktion genommen werden. Die Produktion erfolgte in gewaltigen Stückzahlen und ersetzte bald das Vorgängermodell. Im Laufe des Jahres 1941 wurden an die Rote Armee mehr als eine Million Stück ausgeliefert. 1942 sank die Produktion jedoch auf etwa nur noch 25 Prozent und anschließend wurde es vollkommen durch die Maschinenpistole PPSh-41 ersetzt. Das Modell 1940 kann von dem Modell 1938 dadurch unterschieden werden, dass der Lauf mehr sichtbar ist und es eine zwei- oder dreifache Schall-Mündungsbremse im Gegensatz zu der sechsfachen des früheren Modells hat, da es ein kürzeres Bajonett verwendet. Die Funktion erfolgt über das Gasdrucksystem, welches nahe der Mündung abgezogen wird, um einen Gaskolben in einem Zylinder über dem Lauf anzutreiben. Dieser bewegt seinerseits eine Betätigungsstange nach hinten, welche über den Verschluss hinausragte um auf die Vorderseite des Bolzenträgers zu schlagen, um diesen nach hinten gegen die Rückholfeder zu drücken. Die Bewegung des Bolzens wird durch den Bolzenträger mithilfe von Nockenspuren durchgeführt, welche den Bolzen anheben und loslassen und ihn schließlich durch die verbleibende Rückwärtsbewegung des Trägers festhalten. Die Rückholfeder befindet sich im Bolzenträger innerhalb des Gehäuses, welche für die Dauer des Vorgangs verantwortlich ist und Träger und Bolzen zurückzieht, um eine neue Patrone zu laden. Eine separate Feder zieht die Betätigungsstange und den Gaskolben. Vom mechanischen Standpunkt ist dies ein fortschrittlicher und üblicher Entwurf, aber zum Zeitpunkt der Entwicklung der Waffe gab es aber offensichtlich eine Reihe kleinerer Probleme, welche unter dem Zeitdruck nicht bereinigt werden konnten. Daher erwies sich schon das Modell 1938 im Einsatz als zerbrechlich und wurde 1940 zugunsten des SVT-40 ersetzt. Dieses litt aber ebenfalls unter seiner Empfindlichkeit, welche beim harten Fronteinsatz seinen Tribut forderte. Es musste im Einsatz sorgfältig gepflegt werden und so wurden die Gewehre vor allem an Unteroffiziere der Infanterie-Regimenter oder sorgfältig ausgesuchte Schützen und an besondere Einheiten ausgegeben, wo ihr schnelles Feuer am wirksamsten war. Später wurde die Mehrzahl von den Fronttruppen wieder abgezogen und mit Zielfernrohren zu Scharfschützengewehren umgearbeitet. Für Scharfschützen war ein Selbstlader von Vorteil und diese hatten auch mehr Zeit, um die Waffe sorgfältig zu pflegen und einzusetzen. Zu Beginn des Unternehmen Barbarossa verfügte die Rote Armee über nicht genügend Maschinenpistolen, und so baute Tokarew das Gewehr zum AVT-40 um, welches vollautomatisches Dauerfeuer geben konnte. Doch diese Modifikation war nicht sonderlich erfolgreich und es wurden nur wenige gebaut. Auch soll es eine kürzere Karabiner-Version gegeben haben, welche aber unter dem starken Rückstoß beim Schießen litt und daher auch nur wenig gebaut wurde. Als die deutschen Truppen 1941 in die Sowjetunion eindrangen, trafen sie bald auf das Feuer der SVT-38 und SVT-40 Selbstlader. Alle erbeuteten Exemplare wurden sofort unter der Bezeichnung Selbstladegewehr 258(r) und Selbstladegewehr 259(r) von der Wehrmacht übernommen. Nachdem der grundsätzliche Gasmechanismus untersucht worden war, wurde dieser umgehend auch für das deutsche Gewehr 43 verwendet. Die sowjetischen und deutschen Selbstladegewehre, zusammen mit der amerikanischen M1 Garand Rifle und Carbine M1, hatten einen starken Einfluss auf die Infanterie-Taktiken und bestätigten die Bedeutung der höheren Feuerkraft auf dem Schlachtfeld. Dies resultierte in das deutsche Sturmgewehr 44 und die modernen Sturmgewehre. Benutzer: Rote Armee. Spezifikationen Selbstladegewehr Modell 1940 (SVT-40) Spezifikationen: Einsatzstatistik: Maschinengewehr DP Wassili A. Degtyarev war einer der führenden sowjetischen Waffenkonstrukteure und begann bereits 1921 mit der Arbeit an einem Maschinengewehr. Bis 1926 war das DP-Maschinengewehr perfektioniert und zur Erprobung vorgelegt. Im nachfolgenden Jahr (andere Quelle erst 1928) wurde mehr …

  • PPS-43

    Russische Maschinenpistolen PPS-42, PPS-43 und PPD-1934/38. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. PPS-43, PPS-42 Typ: Maschinenpistole. Geschichte der PPS Dies war die dritte Standard-Maschinenpistole, welche von der Roten Armee während des 2. Weltkrieg angenommen wurde. Sie wurde von A.J. Sudarew entworfen und ihre Produktion war für das von der Sowjetunion praktizierte System, immer nur einen Entwurf zur Massenherstellung auszuwählen, ungewöhnlich. Denn schließlich gab es schon die PPSh, aber die Erfordernisse des Kriegsverlaufs erzwangen diesen Sonderfall. Als die Stadt Leningrad von der deutschen Armee während des Jahres 1941/42 belagert wurde, waren Waffen dort Mangelware. So wurde die PPS dort entwickelt und in Fabriken der belagerten Stadt hergestellt, von wo sie direkt an die nahen Frontlinien geliefert wurden. Die Waffe war eine bemerkenswerte Produktion, da sie mit Ausnahme des Laufes und Bolzen komplett aus Stahl gepresst wurde und an einigen Punkten zusammengeschweißt wurde. Die einzigen Teile, welche nicht aus Metall waren, sind der hölzerne Griff und ein kleines Stückchen Leder als Puffer auf dem Schlagbolzen. Die PPS hatte auch keinen Holzschaft, wie sonst bei sowjetischen Maschinenpistolen üblich, sondern eine einklappbare Metallstütze, offensichtlich in Anlehnung an die deutsche MP 40. Die Waffe funktionierte durch einen Masseverschluss. Feinarbeiten existierten praktisch nicht, stattdessen gab es grobe Schweißnähte und Schleifspuren auf der ganzen Waffe. Es muss die billigste Schusswaffe jeglicher Art sein, die jemals hergestellt wurde. Aber trotz allem, sie funktionierte gut und zuverlässig und viele Tausend wurden in ihrer ursprünglichen Form (PPS-42) und in der leicht veränderten Form (PPS-43), welcher aber im wesentlich identisch ist, hergestellt. Der perforierte Laufmantel erstreckt sich über den Lauf und dient als Mündungsbremse und Kompensator, wie auch bei der PPSh. Ein gekrümmtes Kastenmagazin wurde von unten hineingedrückt und das Stahlgehäuse zieht sich über die Oberseite der Waffe. Eine einfache Sicherung ist an der vorderen Kante des Abzugsbügels angebracht und es gibt keine Möglichkeit Einzelschüsse abzugeben. Die Waffe ist so viel billiger und einfacher in der Herstellung als die PPD oder selbst die PPSh-Modelle, dass sich die Frage aufdrängt, warum sie diese nicht ersetzte. Die einfache Konstruktion erforderte nur die Hälfte der Rohstoffe und ein Drittel an Dreharbeiten im Vergleich zur PPS-41. Die gesicherte Antwort darauf wird wohl niemals bekannt werden, aber eine Ahnung von den herrschenden Verhältnissen in der damaligen Sowjetunion erhält man davon, wie die Belagerung von Leningrad anschließend von offizieller Seite abgehandelt wurde. Während der Belagerung wurden die heldenhaften Verteidiger der Stadt zu Nationalhelden – und in den Augen der Moskauer Führung wuchsen sie etwas zu sehr über sich hinaus. Als die Belagerung ausgestanden war, verschwanden viele prominente Persönlichkeiten aus Leningrad aus den Augen der Öffentlichkeit und die ganze Angelegenheit wurde stark heruntergespielt. Es scheint sehr wahrscheinlich, dass diese Haltung auch dazu führte, daß eine Waffe, welche während der Belagerung von Leningrad geboren wurde, nicht weiter verbreitet werden sollte. Deshalb ging die PPS niemals in volle Massenproduktion. Allerdings war die PPS-Maschinenpistole weniger sperrig als die anderen sowjetischen Modelle und eignete sich daher besser für Besatzungen von Panzern und Fahrzeugen, Fernmeldern und anderen Spezialisten, deren Hauptaufgabe nicht der Infanterie-Kampf war. Die meisten PPS-Modelle wurden nach Kriegsende aus den Beständen der Roten Armee entfernt und meist an die Satelliten-Länder weitergegeben. Auf jeden Fall war die PPS in Korea 1951/52 häufiger anzutreffen als jede andere russische Maschinenpistole. Die Produktion der PPS wurde aber nach dem Zweiten Weltkrieg auch in Polen, China und anderen Staaten fortgesetzt. Benutzer: Russland/Sowjetunion. Animation 3D-Modell PPS-43 Spezifikationen PPS-43 Spezifikationen: Einsatzstatistik: PPD-1934/38 Eine weitere sowjetische Maschinenpistole ist das Modell 1934/38 oder Degtjarajew PPD-34/38. Dies ist überhaupt die erste in der Sowjetunion hergestellte und von der Roten Armee verwendete Maschinenpistole. Ursprünglich waren die Italiener die ersten, welche 1915 so etwas wie eine Maschinenpistole einführten. Dies war die Villar-Perosa, welche aber von der Konstruktion her in einer Sackgasse endete und nur als eine Art leichtes Maschinengewehr eingesetzt wurde. Die Waffe wurde daher nicht weiter entwickelt. So war die erste wirkliche Maschinenpistole die deutsche Bergmann MP 18, welche einem Karabiner ähnlich sah und Pistolenmunition vom Kaliber 9mm Parabellum im Dauerfeuer verschoss. Allerdings erschien sie zu spät auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs, sodass sich ihr Kampfwert nicht mehr auswirken konnte. Die von der MP 18 verwendete Pistolenmunition war kleiner und eine relativ leistungsschwächere Patrone, dafür war die Kugel ab schwer. Eine Waffe, die in der Hand gehalten vollautomatisch schießen sollte, musste aber leicht sein und so war die Pistolenmunition die offensichtliche Wahl. Die von der MP 18 verfeuerte 9-mm-Parabellum-Patrone wurden in den nachfolgenden Jahren praktisch zur universellen Wahl der meisten Entwürfe. Die Pistolenmunition erlaubte auch die Verwendung einer Arbeitsweise, welche schon lange bei automatischen Pistolen verwendet wurde, das Rückstoßprinzip. Das Rückstoßprinzip ist sehr einfach. Bei der MP 18 wurde das Magazin eingesteckt und die Waffe durch einen seitlich montierten Hebel in einer Rille gespannt. Wenn der Auslöser gezogen wurde, ließ der Verschlussblock los und bewegte sich durch die Energie einer großen Feder vorwärts. Bei der Vorwärtsbewegung nimmt der Verschlussblock eine Patrone aus dem Magazin mit, drückt diese in die Laufkammer und wenn die Patrone und der Verschlussblock in Position war, verfeuerte der Schlagbolzen die Patrone. Die durch die Patrone erzeugten Rückstoßkräfte wurden zunächst von der Energie der Vorwärtsbewegung überwunden, welche von der Masse des Verschlussblocks und der Feder erzeugt wurden. Jedoch blieb der Verschlussblock an seiner Stelle lange genug, um das System zu verriegeln, bis die Rückstoßkräfte in der Lage waren, diesen zurück zu drücken und die Feder in die ursprüngliche Position zu bringen. Falls der Auslöser noch durchgezogen wurde, beginnt dieser Zyklus wieder vor vorne, bis der Schütze den Finger vom Auslöser nimmt. Wenn dieses einfache Funktionsprinzip jemals aufgegeben wurde, war das Ergebnis in der Regel weniger zufriedenstellend, denn der Mechanismus wurde übermäßig komplex und bot mehr Schwachstellen zum Brechen oder Verklemmen. Aber wenn dieser Arbeitsmechanismus einfach und leicht gehalten werden konnte, war das grundlegende Gesamtkonzept der Maschinenpistole simpel. Die MP 18 war leicht genug um von einem einzigen Mann getragen und abgefeuert zu werden. Zu Beginn wurde dies nicht immer realisiert, als Büchsenmacher ihre beträchtlichen Fähigkeiten an vielen der frühen Maschinenpistolen verschwendeten. Während der Zwanziger und mehr …

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