Kriegstagebuch 23. Januar 1917


Vor-Dreadnought 'Lord Nelson'
Der 16.500-Tonnen Vor-Dreadnought ‘Lord Nelson’, fertiggestellt 1904.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 23. Januar 1917:

Seekrieg


Großbritannien: Die alliierte Marine-Konferenz in London (bis zum 24. Januar) wird durch Lloyd George eröffnet, welcher ihre Bedeutung betont und an die Geschlossenheit appelliert. Es wird vereinbart, 4 alte britische Schlachtschiffe aus dem Mittelmeer und vom Adria-Geschwader abzuziehen, um deren Besatzungen auf kleineren Schiffen einzusetzen. So verbleiben nur HMS Lord Nelson und HMS Agamemnon im östlichen Mittelmeerraum.
Ein englisch-französischer Kompromiss legt verteilte und feste Schifffahrtsrouten im Mittelmeerraum fest, welche beide bis zur nächsten Konferenz ausprobiert werden sollen.
Ein britischer Befehlshaber soll die Otranto-Sperre unter einem italienischen Oberbefehlshaber leiten.
Nordsee: Die durch Room 40 vorgewarnte Harwich Force (3 Kreuzer und 14 Zerstörer) bekämpft die deutsche 6. Torpedoboot-Flottille (8 Schiffe) und beschädigt die Zerstörer G41 und S50 in einem wenige Stunden andauernden Gefecht in eisigem Wetter. Allerdings wird der britische Zerstörer Simoon durch einen Torpedo von S50 versenkt. Der deutsche Flottillenführer V69 muß beschädigt in Ymuiden (Holland) einlaufen, wird von den Holländern aber nicht interniert.

Ostfront

Baltikum: Die Gegenoffensive der deutschen Achten Armee gewinnt den größten Teil des verlorenen Geländes zwischen dem Babit-See und den Tirul-Sümpfen bis zum 25. Januar zurück, wobei 900 Kriegsgefangene (30. Januar) eingebracht werden.

Luftkrieg

Deutschland: 10 Sopwith des Royal Navy Air Service bombardieren den Hochofen Burbach bei Saarbrücken (ein weiterer Angriff im Februar und zweimal im März wiederholt).
Westfront: Das französische Jagdflieger-As Guynemer zerstört 5 deutsche Flugzeuge (bis zum 26. Januar).

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    De Havilland Mosquito schneller Tag- und Nachtbomber sowie Aufklärer, Jagdbomber, Schiffsbekämpfungs-Flugzeug und Nachtjäger. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. de Havilland DH98 Mosquito Typ: schneller Tagbomber und Nachtbomber, Aufklärer, Jagdbomber, Schiffsbekämpfungs-Flugzeug und Nachtjäger der englischen RAF. Mosquito-Bomber Im Oktober 1938 begann das Entwicklerteam unter Geoffrey de Havilland, zusammen mit R.E. Bischof und C.C. Walker, mit der Arbeit an einem leichten Bomber, welcher vollständig aus Holz konstruiert werden sollte, um den Bedarf an strategisch wichtige Materialien so gering wie möglich zu halten, was im Kriegsfall wichtig werden würde. Das britische Luftfahrtministerium war nicht interessiert und schlug vor, die de Havilland-Werke sollten Flügel für existierende schwere Bomber herstellen. Deshalb wurde der erste Prototyp geheim in Salisbury Hall von einem Team aus nur 12 Mann im Januar 1940 gebaut. Nur widerwillig erlaubte das Luftfahrtministerium dann die Fortführung der Arbeiten, da man sich ein unbewaffnetes Flugzeug nur als Aufklärer vorstellen konnte. Das Team, welches an dem Prototyp arbeitete, stieg daher im Sommer 1940 auf 30 Mann an. Nach einem Auftrag im Jahr 1940 über 50 Stück gemäß der Spezifikation B.I/40, flog dann der erste Prototyp der de Havilland Mosquito am 25. November 1940. Das Flugzeug wurde von zwei 1.460-PS-Merlin-21-Motoren angetrieben. Dabei zeigte es von Beginn an eine überragende Leistung und war sogar noch schneller als die aktuellen Jagdflugzeuge der RAF. Einsätze Von den ersten Serienflugzeugen wurden 10 zum leichten Bomber De Havilland Mosquito B IV mit einem verglasten Bug und einem internen Bombenschacht umgebaut. Der erste dieser Bomber mit der Seriennummer W4072 flog am 8. September 1941. Das hauptsächliche Serienmodell war die Mosquito B IV Serie II, welche Merlin 21, 23 oder 25-Motoren in verlängerten Gondeln hatte. Die 105. Squadron, zu dieser Zeit bei Marham als Teil der 2. Bomber-Gruppe stationiert, erhielt die ersten dieser Mosquito B IV Serie II im Frühjahr 1942. Der erste Einsatz wurde gegen Köln am 31. Mai 1942 geflogen, dem Morgen nach dem ersten ‘1000-Bomber-Angriff’. Die Besatzungen lernten schnell, die Geschwindigkeit der Mosquito als hauptsächliche Verteidigung gegen feindliche Jagdflugzeuge zu benutzen, da dieser Typ vollständig unbewaffnet war. Angriffe im Tiefflug mit einem Sturzflug auf das Ziel wurden bald zur Standard-Taktik bei den Tageseinsätzen und eine der ersten wichtigen Angriffe der 105. Squadron auf das Gestapo-Hauptquartier von Oslo in Norwegen erfolgten auf diese Weise. Die Mosquito wurde wohl neben der deutschen Junkers Ju 88 zu dem vielseitigsten Flugzeug des 2. Weltkrieges. Dazu gehörte es zu den erfolgreichsten und war so ziemlich an jeder Front präsent. Am bekanntesten wurde das hölzerne Flugzeug aber bei seinen Einsätzen in Nordwest-Europa mit dem Bomber-, Jäger- und Küsten-Kommando der RAF. Auch wenn die ‘Mossie’, wie sie von ihren Besatzungen genannt wurde, einen großen Beitrag bei den Pfadfinder-Verbänden des Bomberkommandos leistete, waren es doch die Einsätze als leichter Bomber, welche die dramatischsten Resultate erbrachten. Der Bedarf an Mosquitos zur Aufklärung und als Nachtjäger war zu dieser Zeit derartig groß, dass die Bildung weiterer Bombereinheiten nur langsam voranging. Erst im Herbst 1942 begann die 139. Squadron auf Mosquito B IV Bomber umzurüsten. Zusammen mit der 105. Squadron waren deren Mosquito-Bomber am Morgen des 30. Januar 1943 über Berlin und sorgten für kräftige Verwirrung, als mehrere Reden von Nazi-Führern zum zehnten Jahrestag der Machtergreifung Hitlers abgehalten wurden. Es folgten weitere Einsätze gegen Schlüsselziele, bis die 2. Gruppe ab 1. Juni 1943 Teil der 2. Taktischen Luftwaffe wurde, wo sie zusammen mit der 109. Squadron bei Pfadfinder-Einsätzen verwendet wurden. Sie setzten dabei ihre Störangriffe fort und lenkten die Aufmerksamkeit vom Bomberstrom mit den schweren, viermotorigen Bomber ab und wurden nach und nach auf die B Mk IX und XVI umgerüstet. Aufklärungs- und Bomberversionen der Mosquito durchstreiften nahezu unbedrängt die besetzten Gebiete in Westeuropa und Deutschland in den Jahren 1943 und 1944. Deshalb bildete die deutsche Luftwaffe 1943 zwei spezielle Jagdgruppen, Nr. 25 und 50, welche mit aufgemotzten Messerschmitt Bf 109G-6 Jagdflugzeugen ausgerüstet waren, aber auch diese hatten keinen Erfolg gegen die schnellen Mosquito-Bomber. Als Anfang 1944 die ‘Light Night Striking Force’ (leichte Nachtangriffs-Einheit) im Rahmen der 8.(PFF)-Gruppe gebildet wurde, bestand diese aus der 139., 627. und 692. Squadron. Allerdings wurde die 627. Squadron bald abgezogen, um bei der 5. Gruppe als Zielmarkierungs-Bomber eingesetzt zu werden. Später traten dann die 128., 571. und 608. Squadron der LNSF (Light Night Striking Force) bei und nahmen an den regelmäßigen Störangriffen über Deutschland teil, führten die schweren Bomber mit ihren Oboe-Geräten zu den Zielen und griffen diese mit einer selten erreichten Präzision an. Die bekannte ‘Dambuster’-Squadron 617 verwendete ebenfalls Mosquito-Bomber der Typen Mk IV, IX, XVI, XX und 25, um Ziele im Tiefflug zu markieren. ‘Mossies’ wurden ebenso von den Bomber- und Jägern-Staffeln der 100.(BS)-Gruppe zur elektronischen Kriegführung und Störangriffe verwendet. Vom englischen Bomberkommando wurden modifizierte Mosquito B IV Bomber verwendet, welche in einem größeren, gewölbten Bombenschacht eine 1.814-kg-Bombe tragen konnten. Diese dienten in der ‘Light Night Striking Force’ und waren mit Oboe Mk I bis III Zielfindungsgeräten ausgerüstet. Alleine zwischen Januar und Mai 1945 warfen diese Mosquito-Bomber 1.459 ‘Blockbuster’-Bomben nur auf Berlin, sowie weitere 1.500 auf andere Ziele. Spätere Versionen der ‘Mossie’ wurden schon von der Fabrik standardmäßig mit dem großen, gewölbten Bombenschacht und zusätzlichen 455-Liter-Abwurftanks abgeliefert. In Kanada wurde der Mosquito-Bomber als B.Mk VII mit 1.418-PS-Packard-Merlin-31-Motoren gebaut. Dazu wurden 45 Mosquito B Mk IX-Bomber mit zusätzlicher Bombenzuladung und Merlin-72-Motoren gebaut. De Havillands Hersteller in Kanada baute auch die Mosquito B XX and B 25 bevor der Krieg endete. Die effektivste Bomber-Version war die Mosquito B Mk XVI mit Druckkabine, umfangreicher Navigationsausrüstung und dem großen, gewölbten Bombenschacht. Dieses Flugzeug konnte damit beladen eine Flughöhe von 11.280 Metern bei einer Geschwindigkeit von 660 km/h erreichen. Die Statistik des Bomberkommandos am Ende des Krieges gibt 39.795 Einsätze an, bei denen 254 Mosquito-Bomber verloren gingen. Dies ist damit die geringste Verlustquote von allen Bombern, welche vom britischen Bomberkommando verwendet wurden. Die Gesamtproduktion belief sich auf 7.781 Flugzeuge aller Mosquito-Modelle, welche in Großbritannien, Kanada und Australien gebaut wurden. Bomber-, Trainer- und Aufklärer-Versionen PR I : unbewaffneter Fotoaufklärer mit von 16 m beim Prototyp auf 16,51 m vergrößerter Spannweite, doch noch kurzen Motorgondeln. T mehr …

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    Deutsches Schlachtschiff Bismarck aus dem Zweiten Weltkrieg. Entwurf, Bau und letzte Fahrt des deutschen Schlachtschiffs Bismarck mit Spezifikationen, zahlreichen Fotos und 3d-Modell. Schlachtschiff der Bismarck-Klasse (2 Schiffe: Bismarck, Tirpitz). Typ: Schlachtschiff Geschichte des Schlachtschiff Bismarck Unter den Bedingungen des Britisch-Deutschen Flottenvertrag von 1935 wurde Deutschland erlaubt, seine Seestreitkräfte auf 35 Prozent der Stärke der Royal Navy aufzubauen. Kurz darauf entschied sich die Reichsregierung für den Bau von zwei neuen Schlachtschiffen, die unter den Bedingungen des Vertrags auf eine maximale Wasserverdrängung von 35.000 Standard-Tonnen beschränkt waren. Die Schiffe sollten mit Zwillings-38-cm-Türmen bewaffnet werden, welche von Krupp seit 1934 entwickelt wurden. Die Entwurfsarbeiten, welche auf Studien aus dem Jahr 1933 basierten, begannen umgehend und es wurde schnell klar, dass die geplanten Spezifikationen nicht in den erlaubten 35.000 Tonnen untergebracht werden konnten. Die Vertragsbedingungen wurden daher ignoriert und der endgültige Entwurf überschritt 40.000 Tonnen. 1938 wurden zwar die Vertragsbegrenzungen auf 45.000 Tonnen erhöht, wodurch der Entwurf zwar theoretisch legalisiert wurde, aber durch ihre Handlungen hatten die Deutschen einen zweijährigen Vorsprung beim Bau neuer Schlachtschiffe erhalten. Der Entwurf für die beiden Schlachtschiffe, welche zu Bismarck und Tirpitz wurden, bestand aus einer Mischung aus fortschrittlichen und älteren Merkmalen. Obwohl die deutsche Stahl- und Rüstungsindustrie seit 1919 erhebliche Fortschritte gemacht hatten, waren die Vorstellungen über den Bau von Schlachtschiffen nur wenig weiterentwickelt worden. Dies lag natürlich an den nach dem 1. Weltkrieg erzwungene Einstellung der Entwurfs- und Erprobungsarbeiten für größere Kriegsschiffe. Die besten Eigenschaften der beiden Schlachtschiffe waren zum einen die Verwendung eines neuen, verfestigten Stahl im Rumpf, der zu 90 Prozent verschweißt war, was eine erhebliche Gewichtseinsparung zur Folge hatte. Dazu kamen der Einbau eines sehr fortschrittlichen Feuerleitsystems (vor allem für die Flak), sowie ein Funkmessgerät und eine ausgezeichnete Bewaffnung. Der Schiffskörper war zwar verhältnismäßig breit, was theoretisch mehr Platz für den Unterwasserschutz für die Magazine und Maschinen erlaubt hätte, aber dieser Bereich wurde nicht optimal genutzt und die Anordnung der Schutzmaßnahmen gegen Torpedos unterschied sich nur geringfügig von denen im 1. Weltkrieg verwendeten Techniken. Auch der Aufbau der Panzerung und die Anordnung der Antriebsmaschinen waren ähnlich der im 1. Weltkrieg gebauten deutschen Schlachtschiffen und verglichen mit den modernen Schiffen der anderen Seemächte schnitt der Entwurf dabei nicht gut ab. Die Maschinen, welche zwar effizient waren, benötigten eine Menge Raum und Gewicht, was zum Teil auf die erhebliche Menge von Hilfsmaschinen zurückzuführen war. Der bessere Teil davon war, dass die Generatorleistungen dieser Hilfsmaschinen es auf 7.910 kW brachten. Die Treibstoffkapazität lag bei knapp 7.500 Tonnen; einer beachtlichen Menge, welche nur noch von den US-Kriegsschiffen übertroffen wurde, welche in den weiten Bereichen des Pazifik operieren sollten. Dadurch konnten die Schiffe bei 16 Knoten eine Reichweite von 9.280 Seemeilen erreichen. Die Aufträge für den Bau der beiden Schiffe wurden 1936 erteilt und Bismarck wurde am 1. Juli des gleichen Jahres auf der Werft von Blohm und Voss in Hamburg auf Stapel gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 14. Februar 1939 und am 24. August 1940 wurde sie in Dienst gestellt. Das Schiff begann sofort mit einem umfangreichen Erprobungsprogramm und Übungen, welche bis zum Mai 1941 andauerten. Anschließend sollte Schlachtschiff Bismarck in Begleitung des Schweren Kreuzer Prinz Eugen in den Atlantik vorstoßen, britische Handelsschiffe angreifen und das Konvoi-System durcheinander bringen. Teil II: Unternehmen Rheinübung, mehr Fotos und Video Animation 3D-Modell Schlachtschiff Bismarck Spezifikationen Schlachtschiff Bismarck Spezifikationen: Bewaffnung: Panzerschutz: Einsatzstatistik: Schlachtschiff Bismarck in WoWs Sieben Versenkungen und Sieg in letzter Minute mit dem Schlachtschiff Bismarck im F2P-Spiel World of Warships (WoWs): https://youtu.be/aAFGCYsm2ZY Wer World of Warships noch nicht kennt, kann sich den kostenlosen Spiel-Client hier herunterladen: Teil II: Unternehmen Rheinübung, mehr Fotos und Video

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Das Gespenst eines neuen Krieges in Europa zog aber immer deutlicher auf und damit die Erkenntnis, dass die Royal Navy gezwungen sein würde, unter ständiger Bedrohungen von landgestützten Flugzeugen zu operieren – vor allem im Mittelmeer, wo Italiens Absichten seit Anfang der 1930er Jahre immer unberechenbarer wurden – und in der Nordsee. Ein neuer Ansatz, angeführt vom einflussreichen Konteradmiral Henderson, zugleich der Dritte See-Lord, wurde angenommen, um dieser Bedrohung zu begegnen. Die neuen Flugzeugträger sollten eine bisher beispiellose passive Verteidigung erhalten in Form von umfangreicher Panzerung und zahlreichen Flugabwehrgeschützen – mehr als bei der Ark Royal. Das hauptsächliche Ziel war es, die Hauptbewaffnung der Träger zu schützen, nämlich deren Angriffsflugzeuge. So wurde der Flugzeughangar als gepanzertes ‘Gehäuse’ konstruiert, welcher 250-kg-Bomben und 15-cm-Granaten widerstehen konnte. Wie bei der Ark Royal wurden Gürtel, Schotte und Deck für die Maschinen und Magazine gepanzert. Das Problem war es jedoch, alle diese Dinge in die vertraglich festgelegten Tonnage-Obergrenzen zu bekommen. Irgend etwas musste geopfert werden – und dies wurde der zweistöckige Flugzeughangar des vorherigen Entwurfes. Dies würde nicht nur wegen sich selbst Gewicht sparen, sondern auch Gegengewichte, welche nötig waren um den Rumpf zu stabilisieren, welcher wegen der Abmessungen vorhandener Trockendocks begrenzt sein musste. Letztendlich hatte der Hangar eine Panzerung von 114 mm an den Seiten, 76 mm oben (zugleich auch ein Teil des Flugdecks) und 114 mm an den vorderen und hinteren Schotten. Ein 76-mm-Panzerdeck diente als Hangarboden, welches sich bis zum 114 mm starken Hauptgürtel hinzog, der durch gepanzerte Schotten abgeschlossen wurde. Zusätzliche Panzerung schützte die Steuereinrichtungen (76 mm), das Flugdeck vor (38 mm) und hinter dem Hangarbereich (25 mm). Die Größe des Flugzeughangars war 139,6 x 18,9 m mit einer Höhe von 4,88 m welcher Raum für 30 Torpedobomber und 6 Jagdbomber gab – eine Kapazität, welche nur bei der Hälfte der ursprünglich für die Ark Royal vorgesehenen Flugzeugausstattung lag. Die Schwachpunkte in dem ansonsten vollständig geschützten Gehäuse waren die 13,7 x 6,7 m großen Aufzüge, welche nicht gepanzert werden konnten, da das Gewicht sonst zu groß gewesen wäre. Stattdessen wurden verschiebbare Panzerwände an jedem Ende des Hangars unter den Aufzuglöchern angebracht. Das Konzept des gepanzerten Hangars zeigte seinen Wert im Fernen Osten, wo Kamikaze-Flieger Schäden auf diesem, jedoch nicht innerhalb, verursachten. Durch diese Schäden wurden die Flugzeugoperationen der englischen Träger nicht wesentlich beeinflusst – ganz im Gegensatz zu den Erfahrungen mit den amerikanischen Flugzeugträgern. Eine Drei-Wellen-Anordnung der Antriebsmaschinen wurde ebenso wie in der Ark Royal verwendet. Um das Gewicht der Kommando-Insel auszugleichen, wurde der Rumpf gegenüber erweitert. Die fest eingebaute Artillerie-Batterie bestand aus acht angetriebenen 11,4-cm-Geschütztürmen, welche auf gleicher Höhe wie das Flugdeck lagen und somit bis zu einem gewissen Grad darüber hinwegschießen konnten. Sie wurden durch ein Mk IV Feuerleitgerät kontrolliert. Ein hydraulisches Katapult für Gewichte bis zu 6.342 kg war auf dem Flugdeck vor und nach Backbord montiert und sechs Drähte bildeten das Auffangsystem für landende Flugzeuge. Der Brennstoffvorrat betrug 4932 Tonnen Heizöl. Illustrious und Victorious waren die beiden Träger, welche unter dem Programm von 1936 vorgesehen waren, das zweite Paar (Formidable, Indomitable) unter dem 1937-Bauprogramm. Der Entwurf der Indomitable wurde jedoch abgeändert, bevor sie fertig war. Zwischenzeitlich waren Zweifel an der geringeren Anzahl der Flugzeuge aufgekommen und so wurde entschieden, wieder zum zweistöckigen Hangar zurückzukehren. Der untere Stock begann hinter der Mitte des Oberen und war 51,2 m lang. Die Höhe von 4,88 m wurde beim unteren Stock beibehalten, doch der obere Hangar wurde auf eine Höhe von 4,27 m reduziert. Der Preis für diese erhöhte Platzkapazität war eine Reduzierung der Panzerung der Hangarseiten auf nur 38 mm. Doch selbst damit stieg die Einsatzverdrängung der Indomitable auf 25.075 t Typverdrängung bzw 30.206 t Einsatzverdrängung. Dafür konnten nun 48 Flugzeuge aufgenommen werden. Sie erhielt noch acht zusätzliche 20-mm-Flak-Kanonen vor ihrer Fertigstellung und die Besatzung betrug 1.592 Mann. Umbauten: Es gab viele verschiedene Umbauten und Änderungen während des Krieges. Die wichtigsten äußerlichen Veränderungen war eine Überarbeitung des Flugdecks vorne und hinten, welche es auf 225,55 m (227,08 m bei Indomitable) verlängerte. Die Flugabwehr-Bewaffnung wurde schrittweise aufgestockt, erst durch das Hinzufügen von 20-mm-Flak und anschließend von 40-mm-Geschützen in Vierlings-, Zwillings- und Einzelstellungen. 1945 hatte zum Beispiel die Illustrious mehr als fünfzig der erstgenannten und drei Bofors-Flak, während die Victorious 45 x 20-mm und 21 x 40-mm-Flak-Geschütze hatte. Die Einführung eines Deck-Park-Systems für Flugzeuge (Ausleger wurde vom Flugdeck unter die Hinterräder der Flugzeuge gelegt) erlaubte es, die Flugzeuggruppe auf 54 Maschinen zu vergrößern. Radar wurde nach und nach verbessert, angefangen mit dem Typ 79 Frühwarnradar, über Typ 281 (Luftwarn-Radar) und 285 (11,4-cm-Artillerie-Feuerleitradar) bis zum Typ 277 (Höhenradar) und 960 (Luftwarn-Radar). Halterungsdrähte wurden verstärkt und zusätzliche eingebaut, um neuere und stärkere Flugzeuge aufnehmen zu können. Aus dem gleichen Grund wurden bei einigen der Schiffe auch die Aufzüge vergrößert. Bis 1945 war die Besatzung auf etwa 2.000 Mann gestiegen und die Flugzeuggruppe bestand aus 36 F4U Corsair und 16 Avenger-Torpedobombern. Einsätze: Illustrious Das Klassenschiff Illustrious trat im August 1940 der Flotte bei. Ihre Flugzeuge flogen Angriffe gegen Schiffe, wobei zwei italienische Zerstörer versenkt wurden, schützten Konvois im Mittelmeer und griffen feindliche Stellungen in Nordafrika an. Ihr bekanntester Einsatz fand am 10./11. November statt, als ihre Flugzeuge bei einem Nachtangriff auf Tarent das italienische Schlachtschiff Conte di Cavour versenkten und Littorio und Caio Duilio beschädigten. Im Juni 1941 wurde sie von acht 500-kg- und 100-kg-Bomben landgestützter deutscher Flugzeuge getroffen und außer Gefecht gesetzt. Dabei durchschlug eine Bombe sogar den gepanzerten Hangar, explodierte aber, bevor sie durch das Hangardeck in das vitale Schiffsinnere eindringen konnte. Nach provisorischen Reparaturen in Alexandria mehr …

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