Italienische Kolonnen rücken vor


Italienische Kolonnen rücken vor

Italienische Kolonnen rücken vor

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Im Blickpunkt:
  • Panzerkampfwagen IV des DAK

    Die Kräfteverteilung der deutschen Wehrmacht nach Kriegsschauplätzen im Sommer 1942 und der Feldzug in Nordafrika. Divisionen und Ausrüstung des Heeres, Stärke der Luftwaffe und Kriegsmarine. Kräfteverteilung der Wehrmacht Deutsche Kräfteverteilung der Wehrmacht nach Kriegsschauplätzen im Sommer (Juni/Juli) 1942 nach Sollstärken. Die tatsächliche, durchschnittliche Isstärke beim Heer lag aber bei nur 88%, wobei die Verbände der Heeresgruppe Süd in Süd-Russland für den Fall Blau auf Kosten der anderen weitgehend vollständig aufgefrischt waren. Kräfteverteilung des Heeres Heer: Divisionen: Infanterie (Sollstärke): Fahrzeuge und Artillerie: Kräfteverteilung der Luftwaffe Für die deutsche Luftwaffe liegen nur Zahlenangaben für September 1942 vor, allerdings sind diese auch auf das Flugzeug genau. Stärke der Luftwaffe: Kräfteverteilung der Kriegsmarine Die Angaben für die deutsche Kriegsmarine beziehen sich auf den Sommer 1942, sind aber teilweise Schätzungen. Stärke der Kriegsmarine: Der Feldzug in Nordafrika Mitte 1942 Für fast vier Monate war es Anfang 1942 ruhig im Wüstenkrieg in Nordafrika. Abgesehen von der Unfähigkeit beider Seiten, eine größere Offensive zu starten, gab es auch verschiedene Auffassungen bei den Verantwortlichen über den weiteren Verlauf des Krieges in Nordafrika. Das Hauptaugenmerk aufseiten der Achsen-Streitkräfte und Briten lag nämlich zwischenzeitlich auf Malta. Es war beiden Seiten klar, dass, solange die Briten die Insel kontrollierten, diese dadurch eine Position innehatten, von der aus sie jederzeit die Nachschubverbindungen der Achse nach Nordafrika unterbrechen konnten. Umso mehr sie diese Verbindungen störten, desto besser war es ihnen möglich, Nordafrika zu sichern. Aufseiten der Achse war die Lage genau umgekehrt und die Eroberung von Malta galt als wichtig, um einen entscheidenden Sieg über die Briten in Nordafrika erzielen zu können. Anfang 1942 wurde die Luftoffensive gegen Malta verstärkt und als Ergebnis davon, gingen weniger Nachschubgüter in den Konvois verloren, was mehr Versorgung für Rommel bedeutete. Dieser nahm jedoch an, dass er erst Tobruk nehmen müsste, um seine Versorgungswege so kurz wie möglich zu halten, bevor er den Suez-Kanal erreichen konnte. Die Einnahme von Tobruk müsste vor der Eroberung von Malta geschehen. Aber erst im Frühjahr 1942 wurde vereinbart, dass Rommel als erster in Richtung Tobruk angreifen soll. Auchinleck von der britischen Achten Armee stand ebenfalls unter Druck. Churchill und der britische Generalstab teilten ihm mit, wenn er die Flugplätze in der westlichen Cyrenaika nicht erobert, würde der Druck auf Malta zu groß werden. Auchinleck erwiderte, solange er nicht eine ausreichende Überlegenheit über Rommel hätte, und hier insbesondere bei den Panzern, könne er keinen Erfolg garantieren. Auch glaubt er, dass den britischen Truppen eine ausgeglichene Zusammensetzung fehlen würde. Vor allem würde es zu viele Panzer im Verhältnis zur Infanterie in den britischen Panzer-Divisionen geben und das eine zunehmende Anzahl seiner Truppen unerfahren wären und viel mehr Training benötigen, wenn die Rückschläge des vergangenen Jahres sich nicht wiederholen sollten. Schließlich wurde vereinbart, dass Auchinleck seine Offensive bis Juni verschieben konnte, während Rommel mit seinen Vorgesetzten ausgemacht hatte, Ende Mai anzugreifen, worauf die Invasion von Malta im Juni folgen sollte. Das Problem, welches die Briten bei der Verteidigung der Ghasla-Linie hatten, war die Frage, wie weit diese nach Süden in die Wüste ausgedehnt werden sollte. Wenn sie ihre Truppen konzentriert auf einer kurzen Frontlinie zusammenfassten, wäre es ein leichtes für Rommel, diese Stellungen im Süden in der Wüste zu umgehen. Eine längere Verteidigungslinie bedeutete Zersplitterung und die Gefahr, dass diese von den Deutschen durchtrennt wird. Schließlich wurde ein unvermeidbarer Kompromiss eingegangen und von Ghasala aus in südlicher Richtung lag die 1. südafrikanische Division, die britische 50. Division und schließlich die frei-französische Brigade in Bir Hacheim. Die Verteidiger bezogen eine Linie in mit Stacheldraht in alle Richtungen umzäunten Feldstellungen und dazwischen befanden sich umfangreiche Minenfelder, welcher allerdings nicht vollständig durch Feuer gedeckt werden konnten, was entgegen jedem elementaren Prinzip der Verteidigung stand. Die 2. südafrikanische Division hielt Tobruk und stand zusammen mit den Verbänden in der Ghasala-Linie unter dem Kommando von Gotts XIII. Korps. Das XXX. Korps, das ‘Corps de Chasse’, welches immer noch von Norrie befehligt wurde, wurde südlich von Tobruk als Reserve für einen Gegenangriff platziert. Aber im Gegensatz zu Auchinlecks Intention, welche er aber auch nicht in klaren Befehlen herausgab, verteilte Ritchie seine Panzerstreitmacht in einer Reihe von befestigten Stützpunkten, welche die wichtigsten Versorgungslinien und Verbindungsknotenpunkte sicherten. Dies war ein weiterer fataler Fehler im britischen Plan. Bei der Panzerstreitmacht konnte die britische Achte Armee nun 573 Kreuzer-Panzer aus M3 Grant, Crusader und Stuart aufbieten,s sowie beim XIII. Korps weitere 276 Infanterie-Panzer. Dagegen verfügte Rommel über 560 Panzer, mit weiteren 77 in der Reserve. In der Luft konnte die Royal Air Force aufgrund vieler nicht einsatzbereiter Flugzeuge nur 190 gegen 497 bei der Achse aufbieten. Der Plan der Achsenmächte war es, mit dem Unternehmen ‘Venezia’ durch Rommel in der ersten Phase, die Ghasala-Linie zu durchbrechen und Tobruk zu nehmen und dann anzuhalten. Anschließend sollte erst das Unternehmen ‘Herakles’ folgen, die Wegnahme von Malta. Während die italienische Infanterie vor der Ghasala-Linie aufmarschierte, plante Rommel mit dem DAK aus der 15. und 21. Panzer-Division, sowie der 90. Leichten Division und den mobilen italienischen ‘Ariete’- und ‘Trieste’-Divisionen um Bir Hacheim herumzustoßen, dann zur Küste vorzudringen und das britische XIII. Korps von hinten anzugreifen. Am Abend des 26. Mai begann die Operation und obwohl seine Truppen schon vor der Dunkelheit gesichtet wurden, nahmen Ritchie und seine Untergebenen an, es handele sich um ein Ablenkungsmanöver, da sie davon überzeugt waren, Rommel würde den Hauptangriff am Zentrum der Ghasala-Linie durchführen. Als erstes traf Rommels Angriffsverband auf die britische 7. Panzer-Division, welche zwei ihrer motorisierte Brigaden in deren Stützpunkten ausgeschaltet bekam. Messervy, welcher die britische 7. Panzer-Division befehligte, fragte bei Norrie um Erlaubnis an, den Rest seiner Division in eine Schlachtformation gegen diesen Schlag aufzustellen, aber dieser lehnte ab, da er immer noch überzeugt war, dass der Hauptschlag woanders erfolgen würde. Daraufhin schickte Messervy seine 4. Panzer-Brigade südlich in Richtung Bir Hacheim, um seine Infanterie zu unterstützen, aber diese fuhr direkt in die deutsche 15. Panzer-Division hinein und wurde nach Belhamed zurückgeworfen. Anschließend wurde Messervys eigenes Hauptquartier überrollt und er selbst gefangen genommen. Obwohl er zwei Tage später entkommen konnte, blieb seine Division zersprengt und ohne ein effektives Kommando. mehr …

  • Frühe Serienmodelle B-29 Superfortress

    Schwere strategischer US-Langstreckenbomber und Atombomber B-29 Superfortress von Boeing. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder, 3d-Modell, die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki und die sowjetischen Nachbauten. B-29 Superfortess, Boeing Modell 345 Typ: schwerer US Langstrecken- und Höhen-Bomber, erster Atombomber auf Hiroshima und Nagasaki. Geschichte der B-29 Superfortress Das Atomzeitalter begann um 9:15 Uhr und 30 Sekunden Ortszeit am 6. August 1945 am Himmel über Hiroshima, Japan. In diesem Augenblick warf eine Boeing B-29 Superfortress, die ‘Enola Gay’, welche von Oberst Paul W. Tibbets gesteuert wurde und mit einer Geschwindigkeit von 528 km/h in einer Höhe von mehr als 9.630 m flog, eine zylindrische Bombe mit einer Länge von fast 3,27 m und einem Durchmesser von 2,5 m ab, die etwas mehr als 62 kg Uran 235 enthielt. Dies war die erste auf ein Ziel abgeworfene Atombombe. ‘Little Boy’, wie die Bombe getauft wurde, explodierte in einer Höhe von 244 Metern und verwüstete die Stadt Hiroshima. Etwa 70.000 Menschen wurden sofort getötet und ebenso viele verletzt. Drei Tage später warf eine andere B-29, die ‘Boxcar’, die zweite Atombombe auf Nagasaki ab. Der Zweite Weltkrieg war damit so gut wie vorbei. Der Name der Superfortress wird immer mit diesen beiden Einsätzen verbunden sein. Aber das große, moderne viermotorige Flugzeug hinterließ auch andere Spuren in der Luftfahrtgeschichte und ging als der beste strategische Bomber des Zweiten Weltkrieges in die Geschichte ein. Insgesamt wurden 3.970 Boeing B-29 gebaut, von denen 2.000 oder 3.000 (unterschiedliche Quellenangaben) zwischen 1943 und 1945 ausgeliefert wurden. B-29 waren auch im Koreakrieg im Einsatz und der Typ wurde erst in den späten 1950er Jahren ausgemustert. Und merkwürdigerweise war es die B-29, die das Gleichgewicht der strategischen Luftmacht zwischen der UdSSR und Amerika während des Kalten Krieges wiederherstellte. Drei Superfortress-Bomber mussten 1944 auf sowjetischem Gebiet Notlanden, und nach dem Krieg entwickelten die Russen aus diesen drei Flugzeugen eine ganze Serie von Langstreckenbombern. Die ersten russischen Modelle, als Tu-4 bezeichnet, waren identisch mit der B-29. Die Entwicklung und Massenproduktion des Boeing Modells 345, später B-29 Superfortress genannt, war eine der größten Unternehmungen in der Geschichte der Luftfahrt. Diese Geschichte begann 1937, als die XB-15 (Boeing Modell 294) erschien. Vier Jahre zuvor hatte das USAAC nach einem strategischen Bomber angefragt, der 907 kg Bomben über eine Entfernung von 8.000 km tragen konnte. Dieses Flugzeug kam nie über das Prototypenstadium hinaus, aber die Ingenieure von Boeing leiteten daraus mehrere experimentelle Projekte ab. Diese wurden Anfang 1940 entwickelt, als das Army Air Corps erneut Spezifikationen für einen Langstreckenbomber herausgab. Dieses neue Flugzeug, das Modell 345, wurde neben Consolidated-, Douglas- und Lockheed-Entwürfen eingereicht, und der Vorschlag von Boeing wurde angenommen. Am 24. August 1940 wurden zwei Prototypen bestellt, gefolgt von einem dritten und einem statischen Testflugzeug im Dezember. Als der Krieg an Intensität zunahm, wurde diesem Programm höchste Priorität eingeräumt. Im Januar 1942 bestellten die Militärbehörden 14 YB-29 Vorserienflugzeuge, unmittelbar danach folgten Aufträge für 500 Serienmaschinen. Im September 1942 wurden 1.000 weitere bestellt. Der erste Prototyp hob am 21. September 1942 ab, mit Eddie Allen am Steuer. Der zweite Prototyp flog erstmals am 28. Dezember, aber am 18. Februar 1943 stürzte dieses Flugzeug bei der Landung ab, nachdem in einem Motor Feuer ausgebrochen war. Alle elf Flugtest-Mitarbeiter von Boeing an Bord wurden getötet. Die B-29 war ein großer Mittelflügel-Eindecker mit einem Rumpf mit rundem Querschnitt. Sie war bis auf den Bombenschacht vollständig unter Druck und wurde von vier 2.200 PS starken Wright-Cyclone-Sternmotoren mit Turbolader angetrieben. Die Abwehrbewaffnung bestand aus zehn schweren Maschinengewehren und einer 20-mm-Kanone, die in vier ferngesteuerten Türmen und einem manuellen Geschützturm sowie in einer manuellen Feuerposition im Heck montiert waren. Spätere Modelle der B-29 hatten noch einen vorderen Rückenturm mit vier 12,7-mm-Maschinengewehren. Im Februar 1942, während die Vorserienmodelle gebaut wurden und die Boeing-Ingenieure Tag und Nacht an den enormen technischen Problemen arbeiteten, bereitete die Firma einen gewaltigen Produktionsplan vor, bei dem die Bomber auch von Bell, North American und Fisher (General Motors) und Martin in Lizenz gebaut werden sollten. Martin kam später hinzu und bis zur Kapitulation Japans waren mehr als 3.000 Superfortress ausgeliefert worden. Das war eine fantastische Leistung, denn jeder einzelne repräsentierte das Fünf- oder Sechsfache des technischen Aufwands aller vorausgegangenen Bomber. In Triebwerksleistung, Gesamtgewicht, Flügelbelastung, Kabinendrucksystem, Bewaffnung, Bordsystemen und sogar in der Grundstruktur setzte die B-29 einen völlig neuen Standard. Währenddessen wurde das 58th Very Heavy Bombardment Wing die erste Einheit, die den neuen strategischen Bomber einsetzte. Ende 1943 wurde beschlossen, die Superfortresses nicht in Europa einzusetzen, sondern sie im Pazifik zu konzentrieren, wo das 20. Bomber Command bereit war, japanische Ziele von Basen in Indien und China aus anzugreifen. Die ersten Flugzeuge erreichten diese Basen im Frühjahr 1944, und der erste strategische Einsatz wurde am 5. Juni gegen Bangkok geflogen. Zehn Tage später führte eine B-29-Formation den ersten strategischen Bombeneinsatz gegen japanisches Gebiet durch. In diesem Sommer des Jahres 1944 wurden fünf weitere Basen auf den gerade eroberten Marianen vorbereitet: zwei in Guam, zwei in Tinian und eine in Saipan. Von diesen Basen aus starteten die Superfortress zu ihren verheerendsten Einsätzen. Der erste Angriff auf Tokio fand am 24. November 1944 statt. Bis 1945 schickten 20 Gruppen von den Marianen jeweils 500 B-29 aus, um Japans Städte platt zu machen und niederzubrennen. Bis zum 6. August 1945 spezialisierten sich die B-29 auf Brandbombenangriffe, zuerst bei Tag und dann bei Nacht und in niedriger Höhe. Es gab nur wenig, was japanische Jäger gegen sie ausrichten konnten, und unter den Städten, die von den B-29 bombardiert wurden, waren Tokio, Nagoya, Osaka und Kobe. Bei der B-29C wurden alle Kanonen bis auf die im Heck entfernt, was die Geschwindigkeit und die Flughöhe erhöhte. Nach dem Krieg gab es 19 Varianten der B-29, nicht eingerechnet die Washington B.I, die für Einsätze bei der britischen Royal Air Force in den Jahren 1950 bis 1958 ausgeliefert wurde. Benutzer: USAAF. Animation 3D-Modell B-29 Superfortress Die Atombomben-Abwürfe Am Mittwoch, dem 25. Juli 1945, entschied sich US-Präsident Truman dafür, die Atombombe gegen Japan einzusetzen, falls das Land das kurze Zeit später verkündete ‘Potsdamer Ultimatum’ ablehnen sollte. Gleichzeitig mehr …

  • Die österreichisch-ungarische Armee im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918. Uniformen, Stärke, Organisation, Befehlshaber und Verluste. Österreich-Ungarn wurde von den Franzosen 1859 besiegt und 1866 von Preußen vernichtend geschlagen. Seitdem wurde die österreich-ungarische Armee – oder kurz KuK-Streitkräfte – nach preußischem Vorbild reformiert, war aber seit 48 Jahren niemals mehr in einem Krieg erprobt worden. Österreich-ungarische Armee Die Bevölkerung aus 50 Millionen Menschen im Jahr 1914 bestand aus einem komplizierten Gemisch verschiedener Volksgruppen. Deutsche waren die herrschende Gruppe in Österreich, Magyaren in Ungarn. Polen in Österreich und Kroaten in Ungarn hatten besondere Privilegien. Ruthenen, Tschechen, Slowaken, Slowenen, Serben, Italiener und Rumänen wurden als potenziell Unzufriedene angesehen. Die Sprachen, Alphabete, Religionen und Rasseneigenschaften waren sehr unterschiedlich. Die slawischen Volksangehörigen bildeten zwei Drittel der Infanterie und den verantwortlichen Deutschen fehlte notorisch die hohe Seriosität und der Kampfwillen der Preußen. Doch wenn das von Jaroslav Hasek, einem tschechischen Schriftsteller, in seinem Buch Der brave Soldat Schejk hervorragend beschriebene Völker-Chaos auch zutraf, so gab es jedoch auch die andere Seite der Medaille: für viele Menschen war die österreich-ungarische Armee das Ideal eines Reiches als eine supranationale Gesellschaft. Zu Beginn des Jahres 1914 betrug die Friedensstärke der österreichisch-ungarischen Armee ungefähr 450.000 Mann. Nach der Mobilisierung stieg sie auf über 3.000.000 Mann, von denen etwa 1.800.000 Mann das Feldheer aus sechs Armeen mit zusammen 16 Armeekorps bildeten. Die meisten dieser Armeekorps bestanden aus 3 Divisionen, wovon auch einige Reserve-Divisionen waren, sowie 11 Kavalleriedivisionen. Im Falle eines Krieges gegen Serbien sollte nach Plan B (Balkanfeldzug) die Dritte, Fünfte und Sechste Armee im Süden eingesetzt werden. Bei einem gleichzeitigen Krieg gegen Serbien und Russland sollten nach Plan R jedoch die Dritte Armee zusammen mit der Ersten, Zweiten und Vierten Armee in der galizischen Ebene jenseits der Karpaten zum Einsatz kommen. Mit der Verkündung der Teilmobilisierung am 25. Juli 1914 marschierte das Feldheer jedoch nach Plan B auf, bis die Dritte Armee nicht mehr an der serbischen Front benötigt werden würde. General Conrad von Hötzendorf war Generalstabschef und 62 Jahre alt. Er war Kavallerist, fleißig, spartanisch, ein Schriftsteller für Taktik und Ausbildung und war – wie der Franzose Foch – ein Apostel der Offensive. Sein Rezept für den Sieg gegen Russland war ein früher Angriff, bevor der Feind die Masse seines Heeres zum Einsatz bringen könnte. Von Hötzendorf würde die nördlichen Armeen gegen Russland befehligen. Währenddessen sollte General Potiorek, ein zwar ebenfalls spartanischer, aber scharfer, eitler und inkompetenter Mann, mit guten Kontakten zur Justiz und auch verantwortlich für das Durcheinander in Sarajewo, welches den Attentätern erst die Möglichkeit zur Ausführung ihrer Pläne gab, die Armeen gegen Serbien führen. Österreich-Ungarn (28. Juli 1914 – 3. November 1918) Truppenstärke bei Kriegsbeginn = 3.000.000 Heeresstärke im Verlauf des Krieges = 8.322.000 Tote Militär = 1.200.000 Verwundete Militär = 3.620.000 Ziviltote (Serbien und Österreich-Ungarn zusammen) = 1.000.000 Uniformen der österreich-ungarischen Armee Die kaiserlich-österreichischen und königlich-ungarischen Armeen waren ein Jahr nach der Niederlage von 1866 gegen Preußen zusammengelegt worden. Im Jahr 1878 wurde auch das Gebiet von Bosnien-Herzegowina in das Kaiserreich eingegliedert und stellte Truppen. Im Jahr 1909 wurde eine neue ‘hechtgraue’ Felduniform für alle Fußtruppen, Maschinengewehr-Bataillone, Artillerie und die berittenen Tiroler und dalmatinischen Schützen eingeführt. Auf Druck des Kaisers durfte die Kavallerie ihre farbigen Uniformen beibehalten, obwohl eine Uniform für sie bereits im Projektstadium war. Die hechtgraue Uniform bestand aus einem Käppi mit schwarzem Lederschirm und einer Lasche, die vorne mit zwei Knöpfen geschlossen wurde. Allerdings wurde der obere Knopf bei einigen Einheiten durch ein Abzeichen ersetzt. Auf der Vorderseite befand sich ein rundes Abzeichen aus Metall für die gewöhnlichen Dienstgrade und aus Gold für Offiziere. In der Mitte befand sich die Chiffre des ‘Allerhöchsten’ (‘FJI’ für Franz Joseph b.z.w. später ‘K’ für Karl). Die berittene Artillerie behielt ihren Tschako, der mit grauer Decke und schwarzer Rosshaarfeder getragen wurde. Im Winter wurde eine hellgraue Wollstrickmütze ausgegeben. Die Tunika aus Wolle für den Winter und aus Drillich für den Sommer war einreihig mit Stehkragen (später Stehkragen und Fallkragen) und Kragenaufnähern mit Kragenflecken in der Blende oder der ‘Egalisierung-Farbe’, passenden Schulterträgern mit einer Rolle auf der rechten Seite, einer Schlitzfront, aufgesetzten Brust- und Seitentaschen mit Dreipunkt-Klappen und bis zum Handgelenk verjüngten Ärmeln. Es gab vier Grundtypen von Hosen, die alle aus passendem Material gefertigt waren. Personal der Fußtruppen trug eine lange, locker sitzende Hose mit integrierter Stoffgamasche, die mit zwei Knöpfen um den Knöchel geschlossen wurde. Landesschützen und Gebirgsjäger trugen Kniebundhosen und graue Wollstrümpfe. Das berittene Personal trug Kniehosen, und die Artilleristen der Fußartillerie hatten Hosen, die oberhalb des Knies locker und unterhalb des Knies eng anliegend waren. Zu Fuß kämpfendes Personal trug Springerstiefel, Gebirgsjäger Kletterstiefel und berittenes Personal Springerstiefel mit Ledergamaschen. Der Mantel ähnelte dem weiter unten bei dem Offizier der Uniformen von 1915 bis 1918 abgebildeten feldgrauen Mantel, nur dass er zu Beginn des Krieges spitze Kragenspiegel (Parolli) in den Egalisierung-Farben hatte. Die Offiziersuniform entsprach weitgehend dem Ausgabemuster. Generäle und Generalstabsoffiziere trugen eine graue Version der Kappe aus der Friedenszeit mit Bullionabzeichen, Flechtschlaufe und ledernem Kinnriemen. Offiziere trugen Reithosen (Generale mit Lampassen), mit entweder schwarzen Reitstiefeln oder naturfarbenen Ledergamaschen. Offiziere außerhalb des Dienstes trugen weiterhin lange schwarze ‘Salon’-Hosen mit entweder Paspeln oder Lampassen. Der Offiziersmantel und der Mantel hatten einen grauen Samtkragen, während Generäle scharlachrote Aufschläge und Paspeln hatten. Die Friedensuniform der Kavallerie – mit Ausnahme der Tiroler und dalmatinischen berittenen Schützen – bestand aus dem Dragoner-Helm nach dem Muster von 1905, der Czapka für Lanzenreiter und dem Tschako für Husaren. Sie wurden entweder mit einem grauen oder in den Regimentsfarben gehaltenen Leinenüberzug getragen, oder sie waren grau gestrichen. Dragoner und Lanzenreiter trugen einen hellblauen Waffenrock mit Krapprot-Besatz, Husaren einen blauen ‘Attila’ mit gelber (Offiziere in gold) Borte, während die Hosen aller Regimenter in Krapp oder Krapprot gehalten waren. Zusätzlich zum braunen Standardmantel hatten alle Dienstgrade einen pelzgefütterten und besetzten ‘Pelz’. Bei der Ausgehuniform trugen die Offiziere weiterhin das schwarze Käppi. Im aktiven Dienst tendierten alle Ränge wie im Bild links dazu, die rote Seitenmütze anstelle der auffälligen, markanten Kopfbedeckung zu tragen. Die königlich-ungarische Armee trug die gleiche Grunduniform mit bestimmten Unterscheidungsmerkmalen. mehr …

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